• #1

Wie geistig flexibel sind Singles zwischen Mitte 40 und Mitte 50?

Hallo, ich bin m und 41. In den letzten Monaten war ich auf Kontaktbörsen sehr aktiv und hatte schon einige tolle Treffen. Aber wie man so schön sagt, die Richtige war noch nicht dabei. Ich traf mich ganz gerne mit etwas älteren Frauen. Mein Kinderwunsch ist Vergangenheit und da ist es ganz gut mit jemanden zusammen zu sein, für den das auch keine Rolle mehr spielt. Außerdem finde ich etwas ältere Frauen genauso humorvoll und lebenslustig und attraktiv wie die U40.

In letzter Zeit frage ich mich, wie geistig flexibel Menschen im Alter zwischen Mitte 40 und Mitte 50 sind. Wie sehr können sie sich neuen Situationen anpassen und sich auf neue Menschen einstellen? Wenn sie mit neuen Interessensgebieten oder Charaktereigenschaften eines Partners konfrontiert werden, wie gehen sie damit um?

Ich frage zum einen, um ein Gefühl zu bekommen, worauf ich mich in Zukunft auf Beziehungen und Frauen einstellen muss. Ist es wirklich so, dass die Menschen immer weniger bereit sind, sich auf was neues einzulassen? Oft liest man hier, Ältere wünschen sich weniger Streit und Stress in neuen Beziehungen und suchen nach Lösungen wie beispielsweise getrennte Wohnungen. Dabei kann es auch an einer fehlenden Streitkultur gelegen haben, dass die Beziehungen immer so stressig waren. Und ich möchte auch wissen, wie die Männer in dem Alter ticken, quasi meine direkte "Konkurrenz". ;) Weil ich mich selbst eigentlich schon für geistig flexibel halte und sehr gut mit unterschiedlichsten Menschen zurechtkomme und mich gut in sie hineindenken kann. Vielleicht ist das dann ein Standortvorteil für mich. :)

Ich selbst habe eigentlich den Eindruck, dass viele Menschen in der Altersspanne noch offen für anderes und neues sind. Aber das kann auch eine selektive Wahrnehmung sein. Diejenigen Singles, die nicht offen und wenig geistig aktiv und flexibel sind, werden sich wohl immer mehr aus dem sozialen Leben zurückziehen und machen nur noch ihr Ding innerhalb der vier Wände. Die nimmt man gar nicht mehr wahr.
 
  • #2
Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht.

Natürlich sind viele mit 40 oder 50 eben nicht mehr für alles offen, vor allem was Bindung angeht. Viele haben da schon ihre Erfahrungen gemacht, oft negativ und sind zu recht nicht mehr blauäugig oder gleich verknallt. Mir gefallen Menschen, die es langsam angehen lassen, sie haben keinen Hormonkoller mehr und sehen die Dinge des Lebens mit realistischen und nicht allzu verträumten Augen.

Aber viele sind offen für neue intellektuelle Wege im Leben, ein neues Hobby, wieder studieren, sich einem Projekt anzuschließen, mehr Sport zu treiben, ehrenamtlich tätig zu werden, etwas zu unternehmen, was früher aus diversen Gründen nicht möglich war. Oder endlich mehr zu reisen, weil die Finanzen mittlerweile stimmen.

Und diese "Aktivitäten" lassen bei einigen Partnersuche in den Hintergrund treten, sie finden das Dating nicht mehr so wichtig wie in jüngeren Jahren. Also ich kann das bei Frauen und Männern durchaus nachvollziehen.

Die Interessen- und Prioritätenskala im Leben ändert sich mit dem Alter - zum Glück.
 
  • #3
Wenn mein neuer Freund ein Hobby hat, das mir völlig neu ist, bin ich offen, gehe sogar mit, wenn er das will.
Ich möchte auch seine Freunde kennenlernen.
Ich interessiere mich für seinen Beruf und gehe mit ihm zum Tag der offenen Tür in seiner Firma.
Wenn er einen Urlaub machen will, der für mich bislang nicht zur Debatte stand, bin ich auch wenigstens einmal dabei ( außer wenn es etwas Extremes ist ).

Worin ich sehr unflexibel geworden bin, oder vielleicht war ich es auch schon mit 25, sind Dinge rund ums Zusammenwohnen.
Ich will, dass das Bad so sauber ist, wie ich es gut finde und dass wir nicht in einem Zimmer schlafen und dass wir gesunde Nahrungsmittel kaufen.
Und dass er auch ein bißchen bezahlt.
Ich will auch nicht die einzige sein, die putzt und einkauft, auch dann nicht, wenn ich die einzige bin, die es sauber haben will und dass etwas im Kühlschrank ist.
Ich will meinen Freund aber auch nicht maßregeln oder erziehen.
Was bleibt, außer, wenn man zufällig weitgehend kompatibel ist, was ich noch nicht erlebt habe ? Jeder hat seine Wohnung.
Wenn bei meinem Freund das Bad nämlich dreckig ist, ist mir das wurscht. Ich kann da trotzdem duschen, so schlimm ist das nicht, wenn ich auf Haaren stehe.

w 48
 
  • #4
Ich finde, es gibt nicht "die Menschen mit 40 und 50"...
manche sind mit 45 wie 70 im Kopf und andere sind mit 50 noch wie Anfang 30.
Es kommt auch drauf an, was man so erlebt hat, welche Enttäuschen und Schicksalsschläge man so erlebt hat und wie man sie verarbeitet hat.
Manche hängen noch in ihrer letzten Beziehung, manche leben eine Ehe in Trennung, andere sind zu Dauersingles mutiert und haben 1000 Marotten und wieder andere sind latent depressiv.
Ich kenne 2 42jährige Männer, die ich gedatet habe, die unterschiedlicher nicht sein können. Einer kennt jeden hippen neuen Laden, hat tausend Freunde, ist auf jedem coolen Event und nimmt auch jede Sportart mit, kennt die schönsten Frauen und hat zig tolle Ideen, Treue kennt er nur vom Hörensagen.
Der Andere hat nie von irgendeiner Bar/einem Restaurant gehört, wenn ich was vorschlage, findet es gewagt, abends mehr als 5km fahren zu müssen, macht keinen Sport und so so treu und ehrlich wie der Held in Rosamunde Pilcher ;-) , hatte noch nie eine Affäre ... Meine Freunde sind zwischen 30 und 50 und da gibt es auch alles.
Viele sind sehr flexibel - 40 ist das neue 30 ;-) - es liegt am einzelnen Menschen, was er aus sich und seinem Leben macht.
Getrennte Wohnungen müssen nicht unbedingt für unflexible Menschen sprechen. Ich z.B: habe 2 Kinder und möchte gerne ab und an Rückzug für mich und die Kids. Falls es aber einen passenden Mann geben sollte, der Spaß am Familienleben hat, könnte ich mir auch ein Zusammenziehen vorstellen.
Man verändert sich durch Begegnungen und Beziehungen.
Was mit dem Einen unvorstellbar war, stellt bei dem Nächsten überhaupt kein Problem mehr dar.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #5
Definitiv unflexibler. Nicht mehr bereit, jeden Blödsinn und jedes Drama mitzumachen. Alleinleben als bevorzugte Wohnungssituation.
Genau wissen, wer man ist und wer man nicht ist. In sich ruhen. Gelassenheit.
w, 54
 
  • #6
Hallo Neugieriger,
ich denke, was du beschreibst, hat nichts mit geistiger Flexibilität zu tun, sondern mit Flexibilität überhaupt.
Es ist sehr schwer, mit Mitte 50 einen passenden Partner zu finden. Das liegt aber meistens an beiden Seiten. Man ist sicher einfach zu wenig zu Kompromissen bereit, weil man das Leben, das man bisher geführt hat, nicht grundsätzlich ändern möchte.
Ich würde von mir behaupten, sehr aufgeschlossen gegenüber Neuem zu sein. Ich persönlich hätte gern einen Partner, der ein paar Jahre jünger ist, werde aber leider immer wieder von Herren Ü60 angeschrieben. Das möchte ich schon aus dem Grunde nicht, weil diese Männer ihr "Arbeitsleben" fast geschafft haben. Ich hingegen noch über 10 Jahre im Beruf stehe.
Ich denke, die Flexibilität hat weniger mit dem Alter zu tun, sondern mehr mit dem jeweiligen Menschen. Ich kenne auch mehrere jüngere Leute, die nicht zu Potte kommen. Sprich, immer nur ihren gleichmäßigen Trott trotten. Kaum für Neues zu bewegen. Ständig müde und kaputt...
Streit und Stress in einer Beziehung möchte wohl niemand gern haben. Aber wenn, und das wird nicht ganz ausbleiben, will es in der Tat gelernt und gekonnt sein. Viele sind dazu nicht bereit, sondern schalten einfach ab. "Bild- und Tonstörung" - katastrophal, kenn ich leider des Öfteren von Männern. Und getrennte Wohnungen kämen für mich auf Dauer nicht in Frage. Man kann auch im gemeinsamen Heim eigene Hobbys und Freiheiten haben.
Männer mit deinen Ansichten sollte es öfter geben.

w54
 
  • #7
In letzter Zeit frage ich mich, wie geistig flexibel Menschen im Alter zwischen Mitte 40 und Mitte 50 sind. Wie sehr können sie sich neuen Situationen anpassen und sich auf neue Menschen einstellen?

Warum fragst Du das? Welche Erlebnisse stehen dahinter? Oder willst Du nur wissen, wie Du besser taktieren kannst, um Deine Beziehungsziele zu erreichen.

Ich glaube nicht, dass es auf Deine Farge eine universal gültige Antwort gibt. Menshcen sind sehr unetrschiedlich. je älter sie sind, umso variantenreicher udn voneinander abweichens sind ihre Erlebnisse und deren Verarbeitung, demzufolge auch ihre geistige Offenheit gegenüber Neuem, bwz. die Klarheit, was sie alles an Ärgernissen nicht mehr brauchen in ihrem Leben.

Diejenigen Singles, die nicht offen und wenig geistig aktiv und flexibel sind, werden sich wohl immer mehr aus dem sozialen Leben zurückziehen und machen nur noch ihr Ding innerhalb der vier Wände. Die nimmt man gar nicht mehr wahr.
Das finde ich eine gewagte These. Ich kenne viele Menschen in der Altersgruppe, die geistig sehr flexibel und offen sind und trotzdem ihre relativ geschlossenen Kreise haben, in denen sie sich bewegen und in denen es kaum Fluktuation gibt. Sie leben einfach in geordneten Verhältnissen, unternehmen viel und zwar außerhalb ihgrer 4 Wände, gehen anspruchsvollen Berufen nach und haben keinelei Bedarf, an ihrem guten Leben was zu ändern. Sie haben Sinnvolleres zu tun als Partnerschaften zu suchen.
 
  • #8
Ich (m) mache und interessiere mich mit 50+ um Vieles, um die mich sogar Jüngere beneiden. (alles streng legal).

Wer mit 30+ noch aktiv war, auch "trotz" Familie, wird sich das auch mit 50+ nicht entgehen lassen. Wer damals bereits Stubenhocker war, wird sich später auch nicht ändern ?
(ich war mit 12 J. bereits "Nestflüchter")

Ich dachte früher, ab 50 wirds etwas ruhiger. Aber mein Leben ist noch intensiver geworden. Allein aufgrund meiner Interessen, ohne besondere Absicht. Geistig flexibel ? .... täglich !

Aktuell Freitag, 23:55 Uhr, ich bin topfit, hellwach und privat alleine unterwegs. Mir ist ganz bestimmt nicht langweilig.

Wenn, dann werde ich von Frauen ab 60+ angepeilt. Zuletzt direkt von einer wirklich netten und belesenen Frau (66). Bücher (z.B. Romane) und Theater (Komödien u.ä.) sind ihre Interessen.
Aber ich schätze unsere Mentalitäten und Interessen als zu unterschiedlich ein. Und 12 Jahre Altersunterschied.
Ansonsten Frauen zwischen 63 - 75 J. (Meine Mutter ist 77)

Ich betreibe momentan keine Partnersuche mehr. Alle Profile in Singlebörsen gelöscht. Kein passendes Medium für mich.

In meinem direkten Umfeld sind keine Single-Frauen in meiner Altersklasse. (Und via Internet kaum Interesse) Also kann auch keine Single-Frau mein Leben, meine Aktivitäten und Interessen kennenlernen. Und ich sie nicht.
 
  • #9
Hallo Neugieriger,

ich denke, es ist mit der geistigen Flexibilität ganz ähnlich wie mit der körperlichen Verfassung. An beidem muss man jenseits der 40 stärker arbeiten, beides kann man schon in jüngeren Jahren einrosten, verkümmern, verkommen lassen, beides kann man sich in gutem Zustand erhalten, aber von nix kommt eben nix.

Meine persönliche Haltung, die ich mir zu bewahren suche, ist, dass ich auf alle möglichen Lebens- und Liebensumstände gefasst bleiben möchte. Das kann etwas Engeres sein, das kann etwas sein, das mir Einschränkungen abverlangt, das kann ein Wechsel meines Wohnortes sein, das kann eine Partnerin sein, die ganz neue Facetten in mein Dasein bringt, das könnte eine Veränderung in meiner Arbeit sein, die mir z.B. mehr körperlichen Einsatz abverlangt, nicht nur das typische, gewohnte Vor-dem-PC-Gehocke.

An dieser Flexibilität muss man arbeiten, man muss daraus einen Teil seines Stolzes ziehen, sie zu einem Teil seines Selbstverständnisses machen. Wie schon Picasso sagte "man braucht sehr lange, um jung zu werden" - das finde ich ein exzellentes Motto.

manchmal
 
G

Ga_ui

Gast
  • #10
Erwarte nichts, verlange nichts. Sei selber flexibel!
Menschen über 40 sind gefestigte Persönlichkeiten, lebenslustig oder humorvoll, wenn auch der Gegenüber was dazu beiträgt, und lassen sich im Bestenfall nicht wie ein Ast verbiegen, nur weil jemand neues durch die Türe kommt.

Männer zwischen 45 und 55 sind Zicken.
Sie knallen in eine fremde Welt und betreiben da Herrschaft nach ihrem Gusto, ohne die Frau oder deren Charakter zu kennen – es muss praktisch nach ihrer Laune, nach ihrer Witzigkeit oder nach ihren Vorlieben laufen, sonst ticken sie aus, werden aufmüpfig oder wagen sich verbal übermütig vor.
Was ich manchmal für Mails und Anreden solcher Zielgruppen kriege, da stellen sich mir alle Nackenharre gleichzeitig auf.
 
  • #11
Ich glaube auch, dass es weniger mit dem Alter zu tun hat , sondern wie der Mensch an sich "tickt".
Durch meinen Beruf komme ich auch mit jüngeren Menschen in Kontakt und bin manchmal schon sehr erstaunt, wie eingefahren welche mit 25-35 J schon sind.
Ich halte mich ebenfalls für ziemlich flexibel. Für meinen letzten Partner hätte ich z.Bsp. auch den Wohnort gewechselt, weg aus einer Stadt in der ich seit 30 Jahren lebe, weil ich auf Dauer nicht getrennt leben wollte und würde.
Was ich am Älter werden schätze und auch aus meinem Umfeld wahrnehme, dass ich nicht mehr auf jeder Hochzeit tanzen muß. Früher hatte ich oft das Gefühl etwas zu versäumen, das hat sich gelegt, was ich entspannend finde. Die Prioritäten verschieben sich. Ich lege Wert auf gutes Essen und schätze den Tag heute mehr als die Nacht:) Das würde ich mir auch von einem Partner wünschen.
Gerne lerne ich ein neues Hobby kennen, das ist ja auch das Spannende, wenn man einen neuen Partner hat, bzw. kennenlernt, jeder bringt etwas anderes mit und es gibt viel neues zu entdecken.
Sauberkeit bei sich selbst und in der Wohnung ist mir wichtig und das setze ich einfach voraus, dieszüglich bin ich nicht kompromissbereit, war jedoch auch noch nie ein Thema. Meist ist man in der Lage sich eine Zugehfrau zu leisten.

Ich schließe mich meiner Vorschreiberin an, ich hätte auch gern einen Partner, der in etwa gleich alt, doch hier werde ich oft von über 60-jährigen angeschrieben, was mir definitiv zu alt ist.
w,51J
 
  • #12
Herren Ü60:...Das möchte ich schon aus dem Grunde nicht, weil diese Männer ihr "Arbeitsleben" fast geschafft haben. Ich hingegen noch über 10 Jahre im Beruf stehe.
Und was ist in 10 Jahren ?
Dann hast du dein Arbeitsleben fast geschafft, und der jüngere Mann, den du dir wünschst, steht dann seinerseits noch 10 Jahre im Beruf.

Ich möchte einen Partner haben, der möglichst gleichaltrig zu mir ist, d.h. +/- 5 Jahre.
Dann verspricht eine gewisse Deckung in den Erfahrungen und Wünschen.
Das ist aber natürlich nur ein einziges Kriterium für Deckung.
Ein 48-jähriger Mann kann sehr viel agiler sein als ich oder auch sehr viel träger. Er kann sich langsam auf die Rente freuen oder noch mal was ganz anderes anfangen.
Manche Männer in dem Alter wollen ja tatsächlich noch ein eigenes Kind, während meine Tochter vor zwei Jahren ausgezogen ist und ich die neue Freiheit genieße.
Manche wollen jedes WE in einem Club tanzen, so wie ich vor 5-3 Jahren, andere wollen am liebsten um 23 Uhr im Bett sein, so wie ich heute.

Frauen ( und Männer ) zwischen Mitte 40 und Mitte 50 sind höchst verschieden.
Was aber sicher richtig ist, dass die allerwenigsten mit dir, lieber @Neugieriger ein Kind machen wollen.

Du triffst ja schon Frauen in diesem Alter. Nur zu, weiterhin frohes Gelingen. Ich tippe, dass da nicht wenige 'nein' sagen.
Und ich möchte auch wissen, wie die Männer in dem Alter ticken, quasi meine direkte "Konkurrenz".
Und ich tippe, dass deine Konkurrenz nicht sehr groß sein wird, denn wir lesen hier sehr oft davon, dass Frauen im Alter deiner Zielgruppe sehr gerne einen jüngeren Partner hätten, aber vor allem von älteren Männern nachgefragt werden.
Du interessierst dich sogar für Frauen, die mehr als 10 Jahren älter sind als du. Das wiegt sehr schwer in der Waagschale dieser Frauen und so steigt deine Chance, eine innerlich und äußerlich sehr viel attraktivere Frau zu finden, als du sie in deinem eigenen Alter oder gar jünger bekommen würdest, es sei denn, du bist selbst innerlich und äußerlich extrem attraktiv, dann kriegst du jede.

w 48
 
  • #13
Haha! Vorweg: Ich bin w, 41. Nicht online datend... Bin ich noch offen für Neues?

Naja. Für Vieles nicht mehr...mich interessiert es im Moment nicht, auszugehen oder Party zu machen. Bin ich kaum flexibel.

Aber ansonsten?

Also, ich versuche gerade erstmalig in meinem Leben ein eigenes florierendes Geschäft aufzubauen. Ich finde schon, dass man dafür flexibel sein muss. Solche Ideen hatte ich mit 30 noch nicht. Leider. Da ging es eher darum, einen gutsituierten Mann zu finden, mit dem ich ein Kind haben kann und der uns auch entsprechend versorgen möchte.

Ich habe noch schrecklich viele Ideen gerade, was ich noch beruflich auf die Beine stellen möchte irgendwann, also ein Geschäft daraus machen möchte...Also geistig gesehen, muss man doch dann schon in gewissem Maße rege sein, oder?

Jetzt mit 41 ändert sich gerade mein Männergeschmack. Ich bin nicht länger auf der Suche nach einem dunkelhaarigen, möglichst erfolgreichen Mann. Mein Schwarm ist plötzlich blond, langhaarig und eher etwas alternativ...

Ich änderte mit 41 auch erstmals meine Frisur extrem...

Keine Ahnung. Nennt man es Flexibilität? Oder schlicht Midlifecrisis???

Naja, und da ich eine kleine Tochter habe, bin ich wohl noch länger auf eine gewisse Flexibilität angewiesen.

Ich denke, es kommt darauf an. Viele Frauen in meinem Alter, die wieder auf den Markt kommen, werden sicherlich ebenso das Leben nochmal neu entdecken wollen. Müssen.

LG
 
  • #14
Ich denke, dass da viele Dinge zusammenkommen! So zb., ob und wie man Beziehungen in der Vergangenheit geführt hat, welchen Beruf man ausübt etc.! Ich selbst würde mich als flexibel bezeichnen, aber es gibt auch Umstände, die ich nicht mehr haben möchte. Zusammenziehen finde ich auch mit Anfang 40 gut, sofern beide Partner respektvoll miteinander umgehen. Dazu gehört für mich zb., dass man, wenn nötig, Kompromisse findet. Viele sind aber genau dazu nicht mehr bereit, und deshalb scheitern viele Beziehungen, bzw. werden selbige nur teilweise oder gar nicht mehr eingegangen. Jedem das Seine...
 
  • #15
Oh, @Helene hat noch etwas erwähnt, das ich ganz vergessen hatte.
Ja, ich bin unflexibel, was meinen Wohnort angeht.
Ich würde für einen Mann nicht von hier weggehen, weil ich hier meine beruflichen Kontakte habe und nicht noch mal bei null anfangen will. Mit 25 wäre ich überall hingegangen, wo es schön ist.
Andererseits wäre ich aber für eben diesen Beruf auch heute sehr wohl bereit, meinen Wohnort zu wechseln, sagen wir, wenn ich den Ruf einer Universität in den USA bekommen würde.

Ich bin auch nicht mehr flexibel genug, meinen Familienstand zu ändern, sprich: ich will nicht mehr heiraten. Mit 25 hätte ich das gewollt.

Und falls doch, wäre ich nicht bereit, meinen Namen zu ändern, weil ich mit dem beruflich am Markt bin.
Naja, hätte ich mit 25 auch nicht gewollt, weil mir mein Name gefällt.

Aber diese Dinge sind für den Neugierigen, glaube ich, ohnehin unwichtig, stimmt's ?

Also, wenn ich es mir recht überlege, muß ich sagen, dass es bei mir stimmt. Ich bin unflexibel. Ich würde das, was mein Leben wirklich ausmacht, nicht ändern.
Nur bei den kleinen Dreingaben, wie Hobbies und Urlauben bin ich dazu bereit. Aber eher nicht, weil ich flexibel bin, sondern weil mir diese Dinge unwichtig erscheinen.
Ob wir nun nach Italien fahren, wo ich hinwill, oder nach Frankreich, wo mein Freund hinwill, ist mir eigentlich völlig schnuppe.

w 48
 
  • #16
In letzter Zeit frage ich mich, wie geistig flexibel Menschen im Alter zwischen Mitte 40 und Mitte 50 sind.
Ich würde mich nicht fragen, sondern einfach nur zeigen, dass ich es bin. Es sollte jedoch authentisch sein und nicht zwanghaft. Also nicht einen auf Teenieopa machen.:)

Das Entscheidende ist wohl wie diese Menschen mit 30 waren. Ich kenne einige M + W, die schon mit 30 einen Hang zum Opa oder Oma Denken hatten. So etwas passiert schon oft viel früher und nicht erst mit Mitte 40 oder 50.
Das erinnert mich an ein Studentenpärchen vor über 25 J. Die waren schon mit Ü20 geistig und optisch eher Ü50. Da haben sich halt 2 gesucht und gefunden
 
  • #17
Meine persönliche Haltung, die ich mir zu bewahren suche, ist, dass ich auf alle möglichen Lebens- und Liebensumstände gefasst bleiben möchte.

Das finde ich eine schöne innere Einstellung. Auf vieles gefasst sein und den Geschehnissen nicht aus dem Weg gehen. Und ich denke auch, man muss an dieser Flexibilität immer wieder arbeiten und nicht verharren.

Wenn ich die vielen Beziehungsgeschichten im Netz lese oder einfach schaue, wo im RL Beziehungsprobleme auftauchen, dann fällt mir immer auf, dass 1 oder gar 2 auf ihren Verhaltensweisen stark festhalten wollen. Ein typischer Satz ist dann immer, ich hab das schon immer so gemacht und niemand hat sich bisher beschwert. Das ist halt der Punkt, neue Situationen können neue Verhaltensweisen erfordern.

Das soll jetzt auch nicht heißen, dass man mit Ü45 von jedem Menschen abverlangen kann, nochmal Wohnort und Arbeitsplatz 200 km weiter weg zu verlagern. Aber spannend ist die Frage schon, ob man in dem Alter nochmal einen neuen Freundeskreis aufbauen kann. Ich finde, da muss man auch flexibel und offen sein. Und das kann nur vom Kopf her kommen, finde ich.

Ich finde auch die vielen Antworten interessant, die meinen, geistige Flexibilität ist nicht unbedingt eine Sache des Alters. Manche sind schon mit 30 ziemlich eingefahren und wenig experimentierfreudig. Da ist echt was dran. Wobei ich denke, dass ein sehr geregelter Lebensablauf einen auch sehr träge machen kann, wenn sich so mit 40-45 auch im Beruf alles eingespielt hat.
 
  • #18
Männer zwischen 45 und 55 sind Zicken.
Sie knallen in eine fremde Welt und betreiben da Herrschaft nach ihrem Gusto, ohne die Frau oder deren Charakter zu kennen – es muss praktisch nach ihrer Laune, nach ihrer Witzigkeit oder nach ihren Vorlieben laufen, sonst ticken sie aus, werden aufmüpfig oder wagen sich verbal übermütig vor.

Also ich möchte als Mann in dem Alter nicht so werden. Ich merke sogar, wie wichtig es mir ist, im Vorfeld viel über meine Liebste zu erfahren. Wer sie ist, wie sie tickt, was für Wünsche und Bedürfnisse sie hat. Ich merke das auch an meinen Freunden. Sie sind recht unterschiedlich, da kann ich nicht auf dieselbe Art mit ihnen agieren und kommunizieren, da wäre ich sie bald los. Jeder braucht eine andere Art der Ansprache, hat ein anderes Nähe-Bedürfnis.

Das Problem könnte sein, das viele noch in klassischen Rollenmustern denken. Der Mann, der führt, der sagt, wo es lang geht, der gar nicht auf die Sensibilitäten der Frau achtet, der wird als recht männlich angesehen. Und das mögen auch viele Frauen. Der Mann, der nicht sagt, Haushalt ist Frauensache sondern der lieber die Arbeitsteilung mit der Frau aushandeln möchte, der ist der Softie, und wird eher als guter Freund gesehen und weniger als Mann. Ich glaube mit den Rollenbildern züchtet man sich eine Menge geistig unflexible Männer in dem Alter zusammen.
 
  • #19
Der Mann, der führt, der sagt, wo es lang geht, der gar nicht auf die Sensibilitäten der Frau achtet, der wird als recht männlich angesehen. Und das mögen auch viele Frauen. Der Mann, der nicht sagt, Haushalt ist Frauensache sondern der lieber die Arbeitsteilung mit der Frau aushandeln möchte, der ist der Softie, und wird eher als guter Freund gesehen und weniger als Mann.
... und wenn sie dann den jeweiligen Mann haben - ist es ihnen (nach einer Zeit) auch nicht recht.

Naja, Launenhaftigkeit würde ich ironisch auch als "geistig flexibel" bezeichnen. Am besten jeden Tag die Frau fragen, welche Art von Mann sie heute gerne hätte ?

Ich kenne eine Frau, die ist so "flexibel," das ihre Laune oder Einstellung ggf. schon nach 30 Minuten wechselt. Sie steht auf Softies, die ihr nicht widersprechen. Und flexibel sein müssen, aber nach ihren Wünschen. Selbst ihre Kinder hat sie so erzogen.
 
  • #20
Also mich nerven immer wieder die Thesen "reiferer" Generationen über den Jugendwahn, sprich jüngere könnten da selbst nicht mehr mithalten oder so ein Schmarrn.

Es gibt zwar Menschen ab 50 oder 60 oder 70 welche noch Marathon laufen, es gibt zwar Menschen welche mit 80 oder 90 noch relativ gesund sind -ABER- es sind Ausnahmen.

Niemand ist mit 50 wie mit 25, er hat auch nicht mehr die Energie und die Power wie mit 25. Ich benötige mehr Pausen als früher und schmeiße Haushalt und Job nicht mehr wie einst im Mai. Ich kann nicht mehr bis spät nachts ausgehen und morgens wieder flott zur Arbeit, mein Fokus ist mit 50 auch nicht mehr Marathon zu laufen und den "Jungen" noch zu zeigen, guck mal, was ich euch noch vormachen kann.

Tut mir leid, da bin ich zu realistisch, aber ich mag meine Gelassenheit, die innere Reife, Dinge einfach geschehen zu lassen, ich mag es mir nichts mehr beweisen zu müssen, ich muss nicht mehr begehrt werden (find ich eh schwachsinnig) oder die ewig erotisch sinnliche Verführerin zu mimen.

Sport, gutes Aussehen, schlanke Figur sind mir wichtig, aber dieses, ich tu mehr als mit 25 halte ich für, sorry, Selbstbeweihräucherung.
 
  • #21
Ich bin 45, w und stehe, wie man so schön sagt, fest im Leben. Job läuft, schöne Wohnung, keine grossen Probleme in der Familie, finanziell ok und mit Freizeit, welche ich für Sport, Familie und Freunde nutzen kann. Ich bin Single und das schon länger. Ich hatte immer wieder kurze Versuche, ich würde es nicht mal als Beziehung betrachten. Ich gehe aus, bin aktiv in Sport-und Wandergruppen unterwegs und hoffe so, vielleicht jemand kennen zu lernen - und falls nicht, habe ich etwas getan was mir Spass macht und gut tut.
Online ist nichts für mich, meine Freunde und Bekannte sind vergeben oder frisch getrennt, ich gehe auch mal aus aber natürlich weniger als vor 20 Jahren, daher sind Gruppenaktivitäten am einfachsten.
Was ich gemerkt habe: Ich bin sicher offen für neue Hobbys, andere Urlaubsziele usw,
Völlig unflexibel bin ich aber inzwischen bei Rauchern, langhaarigen Männern, Motorradfahrern oder stark übergewichtigen Männern (daran kann man was ändern). Dazu kommen auch Männer welche über den Ex jammern, unzuverlässig oder rechthaberisch sind, Rassisten oder jemand, der auf Hartz-4 Niveau lebt, Dafür stört es mich z.b. nicht wenn der Mann kleiner ist oder weniger Haare hat.
Das mag oberflächlich klingen aber ich weiss einfach, dass es nichts bringt! Ich habe es versucht, ich habe es mir bei Freunden angeschaut und es bringt mir nichts.
Bin ich jetzt gefestigt weil ich weiss, was ich will oder unflexibel?
Ich tendiere zu ersterem!
w, 45
 
  • #22
Also mich nerven immer wieder die Thesen "reiferer" Generationen über den Jugendwahn, sprich jüngere könnten da selbst nicht mehr mithalten oder so ein Schmarrn.
Wow, Herakles, da kann ich Dir ja einmal vollständig zustimmen! Nicht zu fassen!

Flexibel. Hm. Einerseits bin ich borniert und sturschädelig - so will ich zum Beispiel die Fahrzeuge und technischen Geräte benutzen, die mir gefallen, auch wenn mir vehement davon abgeraten wird, und suche im Zweifelsfall jahrelang nach dem Teil, das ich wirklich haben will.

Andererseits haben mein Mann und ich eine Unmenge umgekrempelt in unserem Leben in den letzten Jahren, was sehr viel Energie gekostet hat - und es geht uns sehr gut damit. Aber ich bemerke an Kleinigkeiten, dass ich doch älter werde - zum Beispiel habe ich stressigen Phasen des letzten Jahres plötzlich bemerkt, dass ich in einer eigentlich vertrauten Stadt Lücken in der Orientierung hatte, wenn ich nach einigen Monaten wieder dort war. Inzwischen ist das wieder verschwunden, aber solche Phänomene wären mir mit 25 nicht passiert.

Im Gegenzug gehe ich nicht mehr so leicht an die Decke wie früher, reagiere viel gelassener auf Verrücktheiten, die sich meine erwachsenen Kinder leisten und genieße Dinge sehr intensiv, die ich früher für selbstverständlich gehalten habe. Ähnliche Prozesse beobachte ich auch bei meinen Freunden in ganz vielen Abstufungen und Facetten.

Lieber FS, sei selbst offen, neugierig und gleichzeitig geduldig, dann findest Du schon Deinen Deckel.
 
  • #23
ALso ich bin ich vorsichtiger geworden, was zusammenziehen und Co angeht, weil ich nie wieder von jemandem abhängig sein will, finde es aber langfristig gesehen schon sinnvoll, wenn man mit seinem Partner eine wirklich gemeinsame Zukunft aufbaut.
Ich würde nicht sagen, dass Ältere sich weniger Streit in Beziehungen wünschen als Jüngere...ich glaube, es ist eher so, dass Ältere schon schlimme Streits und oft schlimmen Beziehungsstress hinter sich haben im Gegensatz zu den Jüngeren - es gibt Partner, die können das Schlechteste aus einem herausholen im Laufe der Jahre - am Ende meiner Ehe war ich einfach nicht mehr der Mensch, der ich sonst bin, weil mein dauerlügender betrügender Mann mich tagtäglich an den Rand des Nervenzusammenbruchs brachte mit seiner zufriedenen dauerlächelnden ignoranten Art. Und wer schon mal so weit war, dass er nach tausenden Tagen des heftigsten Streits nur noch Schweigen kann und man keine Kraft mehr hatte zu streiten, der will niemals mehr einen Partner, der ansatzweise ähnliche Eigenschaften hat wie der/die Ex...
Mit "Streitkultur" hat das nichts zu tun .. Es gibt Streits, da setzt man sich mit dem Gegenüber konstruktiv auseinander und kommt eventuell danach auf eine höhere Beziehungsebene - und dann gibt es Streits, da wird nichts als verbrannte Erde hinterlassen inklusive Wunden, die tiefste Narben hinterlassen... so etwas haben viele Menschen hinter sich - und so etwas kennen jüngere Menschen nicht..
Also ich als Frau möchte nur noch einen Partner, der mir wirklich guttut - kein Baby, der im Alltag zu wenig taugt, keinen Habenichts, keinen charmanten Playboy und kein 3. Kind zu meinen beiden - und auch keinen,dessen Gedanken nur um sich selbst kreisen. Das waren aber bisher die Exemplare, die ich nach meiner Trennung kennengelernt habe - alle entzückend, gutaussehend und lieb zu mir, aber im Alltag nicht zu gebrauchen.
Also halte ich die Männer einfach ein wenig auf Abstand, mehr als intensivere Affären sind mit solchen Männern nicht drin - bis eventuell irgendwann ein brauchbareres Exemplar meinen Weg kreuzt
:)
Ich hab so viel beruflich noch zu machen, so viele Ideen, dazu noch Freunde und Kinder - ein Mann muss sich da schon irgendwie wohl fühlen und nicht erwarten, dass ich ihn auch noch umhege, bekoche und beschlafe... genau das wollen aber die meisten und mir ist das viel zu wenig und auch zu anstrengend.
 
  • #24
Flexibel ja - formbar nein.
In dem Alter hat man sich sein Leben so eingerichtet, wie man es gerne hätte - im Normalfal. fehlt nur noch die Partnerschaft als Sahnehäubchen. Und wenn man nicht total bedürftig ist, liegt dann die Latte schon hoch, zu was man neben den schönen Seiten, die eine Beziehung mit sich bringt, an Macken vom Partner bereit ist zu ertragen. Ich für mein Teil würde auch zu getrennten Wohnungen tendieren. Nix killt die Anziehungskraft so schnell wie Männerwäsche sortieren und eine Fahne im Badezimmer.
Der Rest ist verhandelbar.
 
  • #25
Flexibilität ist, wie vieles Andere, Interpretationssache.
Einer meiner Nachbarn hat seine kleine Tochter aus geschiedener Ehe, an der er sehr hängt und die er bisher fast täglich sah, quasi zurückgelassen, um zu seiner neuen Freundin an das andere Ende von Deutschland zu ziehen.
Für die Freundin zeugt das vielleicht von großer Flexibilität. Aber ob es seine kleine Tochter tröstet, wenn er per Social Media verkündet, wie sehr er sie vermisst?
Schwierig..nur so zu diesem Thema.
 
  • #26
Völlig unflexibel bin ich aber inzwischen bei Rauchern, langhaarigen Männern, Motorradfahrern oder stark übergewichtigen Männern (daran kann man was ändern). Dazu kommen auch Männer welche über den Ex jammern, unzuverlässig oder rechthaberisch sind, Rassisten oder jemand, der auf Hartz-4 Niveau lebt

Also da wird auch keiner verlangen, dass Du das alles tolerieren sollst. So nach dem Motto, hab ein Herz für Rassisten, vielleicht könnte sich dahinter ein feingeistiger Poet verstecken. ;) Bei (geistiger) Flexibilität denke ich eher an sowas, ob man auch mal vegetarische Küche probiert, sich vom Hobby des anderen inspirieren lässt, oder gemeinsam abends rausgeht, statt vor dem Fernseher zu sitzen. Eigentlich Kleinigkeiten, aber die Paare nach der ersten Verliebtheitsphase echt auseinander gebracht haben, weil einer (oder beide) nicht mitmachen wollte.
 
  • #27
Ich würde unterscheiden zwischen geistig flexibel und Lebenserfahrung anwendend. Gerne probiere ich neue Sachen aus und bin ein neugieriger Mensch, auch heute mit 40+ noch. Ich bin auch sicher geistig flexibel, tolerant und kann mich ebenfalls in andere Denkweisen gut hineindenken. Allerdings habe ich natürlich auch schon eine Reihe Dinge probiert, weiß, dass sie mir nicht gefallen und muss dann nicht noch einmal probieren. Das trifft auch für Beziehungen zu. Manche Frauentypen würde ich mir nicht mehr "antun". Mit geistiger Flexibilität hat das für mich nichts zu tun, es ist schlicht Lebenserfahrung.
 
  • #28
Bei (geistiger) Flexibilität denke ich eher an sowas, ob man auch mal vegetarische Küche probiert, sich vom Hobby des anderen inspirieren lässt, oder gemeinsam abends rausgeht, statt vor dem Fernseher zu sitzen. Eigentlich Kleinigkeiten, aber die Paare nach der ersten Verliebtheitsphase echt auseinander gebracht haben, weil einer (oder beide) nicht mitmachen wollte.
Kommt darauf an, wie inspirierend das Hobby daherkommt. Briefmarkensammeln und Modellbau spielt sicher in einer anderen Liga als Städtereisen oder soziales Engagement. Vegetarische Küche... haaaaa.... ist eher schon Weltanschauung find ich.
 
O

oh ja

Gast
  • #29
Für mich ist geistige Flexibilität ein ganz weiter Begriff.

Das kann zum einen mit Toleranz und Empathie zusammenhängen, hat etwas mit Auffassungsgabe zu tun und prägt dann auch oft die Begeisterungsfähigkeit.

All das habe ich immer im Zusammenhang mit dem Kennenlernen von für mich neuen Menschen gebraucht , um mich näher auf sie einlassen zu können.
Diese Eigenschaft ist für mich ganz klar nicht altersabhängig, sondern ist Teil der für mich ganz wichtigen Eigenschaften der Persönlichkeit.

Und natürlich würde ich dies in einer Partnerschaft auch immer in einem hohen Maße haben wollen!
 
  • #30
Also ich finde, dass @Lebens_Lust schon recht hat, wenn er sagt, dass man manche Dinge einfach nicht mehr ausprobieren muss, weil man schon weiß, dass man sie nicht will, da man es schon ausprobiert hat.
Grundsätzlich will ich (und wohl jeder) doch gerne inspiriert werden von einem anderen Menschen inklusive neuer Hobbies, Interessen, Sportarten.... usw.
Ich bin beispielsweise durch Job und Kinder so eingespannt, dass ich mich gar nicht beschäftigen kann mit anderen Dingen und finde es total schön, wenn ein Mann mir dann von einem tollen Buch erzählt, mir Kunst näher bringt ("da gibt es eine tolle Photoausstellung..."), mir seinen Lieblingssport zeigt (Lass uns mal wieder Tennisspielen, golfen, segeln...) oder gar für mich kocht - von mir aus auch wie oben erwähnt vegetarisch.
Unflexibel bin ich bei Männern, die nicht kochen können (da hab ich dann ein 3. Kind am Tisch sitzen), die nix verdienen, die 40 sind und in der Studentenbude oder gar bei den Eltern wohnen und bei Männern, die keine Freunde haben - das hab ich schon ausprobiert, dachte, es sei nicht so schlimm, bin aber eines Besseren belehrt worden. Ausprobiert und für untragbar befunden! Unflexibel wäre ich auch, wenn ein Mann kein Auto hat - Bahnfahren ist nicht so meins! Busfahren auch nicht. Dauernd selber fahren auch nicht.
Aber ich freu mich, wenn ein Mann Ideen hat, auf die ich vielleicht so nicht gekommen wäre und probiere gerne Neues, lasse mich mitreißen - selbst wenn es so was "Verrücktes" ist, wie vegetarisch essen oder abends spazieren gehen statt fernzusehen - Spaß!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Top