• #31
@Apfeldieb: Idealerweise sucht man sich ja auch jemanden, der in der Hinsicht zu einem passt. Ich darf lesen, ich darf mich sogar in ein anderes Zimmer verkrümeln, während er einen Film anschaut und in den Wald gehen wir auch gemeinsam ...
Irgendwo macht man wohl schon bei der Suche etwas falsch, wenn das alles nicht funktioniert.
 
  • #32
Irgendwo macht man wohl schon bei der Suche etwas falsch, wenn das alles nicht funktioniert.
Menschen verändern sich. Manches verschwindet, anderes tritt mehr und mehr hervor. Ich habe eine Frau beim Wandern kennengelernt, der erste Urlaub ging nach Madeira, der zweite in die Schweiz. Ein paar Jahre später rümpfte sie über vergleichbare Ziele nur noch die Nase, das sei alles viel zu unbequem und für sie keine Erholung.
 
  • #33
Am schlimmsten ist es, wenn einer im Home Office arbeitet, sei es nun mit Kundenkontakt oder in irgend einem Kreativjob: man „darf” erst anfangen, wenn der Partner das Haus verläßt (sonst wird man hundertmal aus dem Denkprozeß gerissen), und man „muß” sofort alles fallen lassen, wenn er wieder nach Hause kommt, weil einem die gezeigte Ungeduld („brauchst du noch lange?”) ohnehin die Konzentration raubt.

Hm. Genau DARAN habe ich immer erkannt, ob das eine Beziehung mit Potential ist. Wenn eben genau DAS geklappt hat. UND wenn man auch nebeneinander in der gleichen Wohnung ggf sogar im gleichen Raum stressfrei arbeiten kann. Das bedeutet nicht OHNE Abstimmung! Deshalb finde ich ja Kreativschaffende als potentielle Partner eben so anziehend, da passend. :)
 
  • #34
kein Augenblick, in dem er mal etwas tun könnte, was in Gesellschaft des Partners nicht möglich ist
Ich glaube, das ist ein ziemlich großes unterschwelliges Problem in vielen Beziehungen. Insbesondere, wenn die Frau zu Hause bleibt wegen der Kinder und dann gar keinen Alltag mehr ohne Mann/Kind hat und abends auf ihn wartet, damit er ihr "von der Welt da draußen" erzählen kann, ihr die Kinder abnimmt, damit sie mal Zeit für sich hat oder sich auf die Partnerschaft konzentriert. Stelle ich mir für beide total unbefriedigend vor. Er will verständlicherweise seine Ruhe und mal keinen Menschen um sich rum haben, sie will endlich den Kontakt zur Welt und Beziehung, denn aufgrund dieser sitzt sie ja zu Hause.
So, wie Du das beschrieben hast, nicht, das stimmt. Aber wenn eine Person nicht mal begriffen hat, dass Home Office kein Urlaubstag ist und Arbeit kein Hobby ... Es muss passen, aber die Leier kennst Du ja schon von vielen Reaktionen auf Deine Posts :)
Wären nicht diese umerzieherischen Tendenzen könnte ich mir übrigens ein Zusammenziehen vorstellen aber so kommt das leider nicht in Betracht.
Ich frage mich, wieviel Menschen - vermutlich vorrangig Männer - diesen Schlüsselsatz denken. (Bei meiner Exbeziehung wäre es mein Satz gewesen, wenn es nicht noch andere Gründe gegeben hätte.)
 
  • #35
Ich habe mich ja gefragt, ob ich noch mal hören werde, dass es Männer gibt, die Bücher lieben und lesen und dran hängen….und siehe da…es gibt zumindest einen…. :) (Ich wollte das schon mal als Frage einstellen, ob es hier eigentlich Männer gibt, die Bücher lieben, weil mir das als Partnerschaftsmerkmal wichtig ist….und die nicht nur Spiegel oder Zeit lesen….wobei ich ja eher die NZZ lese, wenn ich was über mein eigenes Land wissen will. :)

Ich ziehe inzwischen auch die NZZ dem SPIEGEL oder der ZEIT vor.

Ich kenne einige lesende und Bücher sammelnde Männer. Darunter auch einige Single. Das Thema Bücher kann durchaus einen Zusammenhang mit diesem Status haben. Es sind eben auch einige Hardcore Nerds dabei deren Sammlung schon einmal ein Haus füllen kann.

Männliche Bücherfans kann man z.B. bei Autorenlesungen oder weitergehenden Literaturveranstaltungen (z.B. Buchmessen) kennen lernen.

Ich habe mich außerdem gefragt, ob es wohl einen Mann gibt, der auch gern draußen in der Natur ist, und auch draußen übernachten mag….

Direkt draußen übernachten, daher nur mit Schlafsack und Isomappe auf dem Waldboden habe ich auch noch nicht gemacht. Radwandern oder Kurzreisen mit Zelt gehören bei mir aber ins normale Reiseportfolio.

Ich bevorzuge auf Grund der Infrastruktur (Dusche, WC, Trinkwasser) aber das Zelten auf Campingplätzen o.ä. und bin ein reiner Schönwetter-Camper. Der Campingplatz ist aber nie das Reiseziel sondern ein Ort für Durchgangsübernachtungen oder eine Tourenbasis.

Die Frauen mit denen ich reise waren immer dazu kompatibel. Bei festen Unterkünften habe ich auch kein Problem mit Jugendherbergen, Hostels, Hütten inkl. Schlafsaal, Doppelstockbett o.ä. Letzteres aber nicht viele Tage am Stück.

Ich frage mich, wieviel Menschen - vermutlich vorrangig Männer - diesen Schlüsselsatz denken. (Bei meiner Exbeziehung wäre es mein Satz gewesen, wenn es nicht noch andere Gründe gegeben hätte.)

Ich denke der Wunsch den anderen ändern zu wollen ist oft der Totengräber einer Beziehung und zeigt selbst die eigene Unfähigkeit auf solche Wünsche einzugehen.

Dem eigenen Wunsch, dass der andere sich ändern soll steht dessen Wunsch ggü., dass man sich in dieser Hinsicht ändern soll.

Wer selbst reflektiert verlangt daher Respekt und Achtsamkeit aber eben nicht grundsätzlich weitergehende Änderungen des Lebensstils oder der Hobbies. @frei und ihr Freund praktizieren das ganz deutlich.

Bekommt man nicht ausreichend Respekt und Achtsamkeit dann beendet man besser die Beziehung und versucht nicht den anderen zu "heilen".

Jeder hat Änderungspotential. Darauf muss aber jeder selbst kommen und dies selbst betreiben. Fehlt mir die Einsicht, dass eine Änderung für mich sinnvoll ist kann sie niemand anders mir aufdrücken.
 
  • #36
Einer von beiden, typischerweise der mit den längeren Arbeitszeiten, wird vom anderen „gelebt”, und zwar total:
Klar, solche Frauen gibt es - die sind dann eben maximal Kurzzeitaffaire. Ich weiss ja, nicht dein Ding .....
Du solltest dringend in der frühen Phase des Kennenlernens ein paar Tests einbauen.
Geh mit ihr im Regen spazieren, querfeldein am besten. Fahr mit ihr auf eine Almhütte und lies abends eine Stunde ....
Es gibt Frauen, die auch lesen. Und Frauen, die alle möglichen Dinge mitmachen und keine Angst vor ein paar Dreckspritzern haben. Aber irgendwie habe ich bei dir den Eindruck, dass du wie ein Magnet auf alle Nervensägen wirkst .... sorry.
Formuliere du doch klar, was du magst und erwartest. Läuft sie dann schreiend davon, weisst du: Die war es nicht.
Bei LAT muss manches sogar besser passen als beim Zusammenleben. Andere Dinge sind dagegen unwichtiger.
Wichtig ist, von Anfang an klar zu formulieren. Das will ich, das kann ich geben und das bin ich bereit zu machen. Dann wissen beide Bescheid.
LAT funktioniert - aber nur, wenn beide ihre Freiheiten wollen und beide nicht eifersüchtig sind.
 
  • #37
Ja, das bringt es ganz gut auf den Punkt. Einer von beiden, typischerweise der mit den längeren Arbeitszeiten, wird vom anderen „gelebt”, und zwar total: kein Augenblick, in dem er mal etwas tun könnte, was in Gesellschaft des Partners nicht möglich ist.

Apfeldieb, wie suchst Du Deine Partnerinnen aus.
Ich finde Zusammenwohnen deswegen so schön, weil man frei und spontan ist.
Man macht was zusammen. Oder Einer macht irgendwo etwas. Der andere was anderes. Der eine ist unterwegs, der andere macht es anders für sich.
Wir haben beide partiell Homeoffice.
Wo ist das Problem.
Man weiß man sieht sich.
LAT ist viel mehr Druck, dass man dann miteinander was machen muss. Schließlich ist man da.

Wir sind viel draußen unterwegs, Berge, Mehrtagestouren. Sport. Camping, unser Minicamper, FeWo.
Meine Frau photographiert.
Wir sind gerne entspannt zu Hause. Beide ehrenamtlich engagiert. Und gerne gesellig. Beide.

Apfeldieb, Passung ist das Zauberwort.
 
  • #38
LAT ist viel mehr Druck, dass man dann miteinander was machen muss.
Das ist richtig, typischerweise fällt man erst einmal übereinander her: Sex nach Stundenplan. Und natürlich unternimmt man quasi immer etwas zusammen, sonst hätte man ja auch zuhause bleiben können. Was man allerdings nicht zusammen unternimmt sind Ausflüge, die mit Anreise verbunden sind. Denn einer von beiden hat ja bereits eine Anreise hinter sich. Gut, das gilt jetzt nur für Fernbeziehungen.

Der Punkt ist doch, daß der eine den sprachlichen Austausch will (und sich daran gehindert fühlt, wenn der Partner z.B. fotografiert), während dem anderen die räumliche Nähe zueinander genügt. Diese Pole sind praktisch nicht in Übereinstimmung zu bringen, daher lohnt es sich, die Kompatibilität in diesem Punkt zu erproben, bevor man vollendete Tatsachen schafft.
 
  • #39
LAT ist viel mehr Druck, dass man dann miteinander was machen muss. Schließlich ist man da.
Genau meine Erfahrung. Das Wochenende wird zusammen verbracht.
Und da kann er (gefühlt) nicht stundenlang am Motorrad schrauben und sie sich nicht an ihr Klavier setzen, weil es das nur zuhause gibt.
LAT ergibt weniger Möglichkeit, dass jeder seins macht und man dann spontan etwas Gemeinsames unternimmt.
Beim gemeinsamen Wohnen kann jeder sich seiner Sachen widmen und man nimmt doch teil (bekommt etwas mit vom Tun des anderen).

Während meiner mehrjährigen LAT musste ich Gartenarbeit, Haushalt, verschiedene zeitintensive Hobbies außerhalb des Wochenendes erledigen, er ebenso. Dann ist das Wochenende "nur" gemeinsame Freizeit, höchstens noch der Einkauf.
Mir war das zu wenig WIR und das Gefühl, nur zu Gast zu sein, machte sich immer breiter. Daran änderte weder der eigene Hausschlüssel noch das eigene Fach im Schrank etwas.

Irgendwie nicht das, was ich mir unter Partnerschaft vorstelle.
Aber da gibt es sicher ganz andere Auffassungen und Wünsche für die gemeinsame Zeit.
 
  • #40
Genau meine Erfahrung. Das Wochenende wird zusammen verbracht.
Und da kann er (gefühlt) nicht stundenlang am Motorrad schrauben und sie sich nicht an ihr Klavier setzen, weil es das nur zuhause gibt.
LAT ergibt weniger Möglichkeit, dass jeder seins macht und man dann spontan etwas Gemeinsames unternimmt.
Beim gemeinsamen Wohnen kann jeder sich seiner Sachen widmen und man nimmt doch teil (bekommt etwas mit vom Tun des anderen).

Während meiner mehrjährigen LAT musste ich Gartenarbeit, Haushalt, verschiedene zeitintensive Hobbies außerhalb des Wochenendes erledigen, er ebenso. Dann ist das Wochenende "nur" gemeinsame Freizeit, höchstens noch der Einkauf.
Mir war das zu wenig WIR und das Gefühl, nur zu Gast zu sein, machte sich immer breiter. Daran änderte weder der eigene Hausschlüssel noch das eigene Fach im Schrank etwas.

Irgendwie nicht das, was ich mir unter Partnerschaft vorstelle.
Aber da gibt es sicher ganz andere Auffassungen und Wünsche für die gemeinsame Zeit.

Ja genau mein Denken.
Es ist mega anstrengend. Und es bleibt unglaublich wenig Zeit für Dinge die im eigenen Garten und Haus erledigt werden müssen
 
  • #41
LAT ist viel mehr Druck, dass man dann miteinander was machen muss. Schließlich ist man da.
Hier muss ich widersprechen.
Vielleicht hatte ich besonders viel Glück, möglicherweise haben wir genug Platz bei mir.
Ok, das Thema Anreise ist bei 6 oder 7 km (je nach Strecke) wirklich kein Thema.
Entspannt lesen bspw geht, weil wir beide gerne lesen. Koche ich, richtet sie so lange die Tafel. So machen wir beide das, was uns Freude macht. Wir haben auch kein Problem mit dem Nickerchen des anderen. Momentan heult sich eine Freundin bei V aus - und ich hab mich verkrümmelt.
Geht alles. Wenn man sich nicht gegenseitig und selbst unter Druck setzt.
So, und jetzt brummt das nächste Auto auf dem Hof. Ihre Tochter. Nun wird meine Besprechungsecke im Büro zum Ersatzwohnzimmer .......
Gute Nacht
 
  • #42
Hier muss ich widersprechen.

Entspannt lesen bspw geht, weil wir beide gerne lesen. Koche ich, richtet sie so lange die Tafel. So machen wir beide das, was uns Freude macht. Wir haben auch kein Problem mit dem Nickerchen des anderen. Momentan heult sich eine Freundin bei V aus - und ich hab mich verkrümmelt.
Geht alles. Wenn man sich nicht gegenseitig und selbst unter Druck setzt.
So, und jetzt brummt das nächste Auto auf dem Hof. Ihre Tochter. Nun wird meine Besprechungsecke im Büro zum Ersatzwohnzimmer .......
Gute Nacht

Daraus erkenne ich aber, das ihr trotz LAT auch „private“ Dinge miteinander macht.
Das ist ja entscheidend für das Gelingen ( meiner Meinung nach).
Aber in vielen LAT Beziehungen macht man sowas wie „einfach nur da sei“ nicht, insbesondere nicht, wenn man dicht beieinander wohnt, denn dann geht man oft nach Hause, wenn man zb privat telefonieren, lesen oder so will.
Oft wurde geschrieben, das LAT gut funktioniert, wenn man nahe beieinander wohnt, aber ich glaube LAT funktioniert nur, wenn man weit auseinander wohnt.
Wohnt man dicht beieinander, macht man quasi alles erdenklich mehr zu Hause.
Und dadurch fehlt der Beziehung dann soviel „normales“
Es ist ein entscheidender Unterschied, ob man LAT so auch führt, das man mehrere Tage zusammen bleibt oder ausschließlich so, das man sich für paar Stunden am Abend oder gelegentliches Übernachten besucht.
Grundsätzlich ist das Problem auch noch( selbst gehabt): wenn beide ein Haus haben, dann ist am Wochenende recht viel im Garten und Haus zu machen. Verbringt man nun aber das Wochenende oder evtl sogar noch paar Wochentage beim Partner, bleibt alles liegen.
Ich hatte damals das Gefühl, ich kam gar nicht hinterher mit der Arbeit und in der Tat ist die Beziehung gescheitert, weil es mir zu anstrengend wurde ( körperlich zu anstrengend)
 
  • #43
Frau Rossi (Post 41),
das mit den Häusern wäre aber doch bei einer Nah-LAT viel einfacher. Gibt es am Haus etwas zu tun, macht das einer oder beide, danach macht man etwas zusammen.
Bei der Fern-LAT kann man nicht mal eben zum Rasenmähen nach Hause. Bei Fern-LAT bleibt das Alltägliche außerhalb der Beziehung und man teilt Freizeit.

Bei meinem damaligen Fern-LAT-Partner war die Freizeit schön, nur fehlten dann die "kleinen" Rückzugspausen während des Tages. Man hat eben seine Hobbies oder Freunde nicht dabei.
Mal eben Klavier spielen, mit einer Freundin einen Kaffee trinken oder für ihn das Schrauben am Motorrad fielen weg.
Ich glaube, viele Menschen braucht diese kleinen Rückzüge.
Beim Zusammenleben in einem Haus hat jeder seine Nischen oder sein soziales Umfeld dafür. Oder eben den Garten, zum sich dort Austoben.
 
  • #44
Frau Rossi, ich denke, du suchst dir Partner aus, die nicht wirklich eine Beziehung wollen, sondern die sorgfältig trennen und ihre Privatsphäre vor dir verborgen halten möchten. Das heisst nicht, dass man alles teilen muss, aber dass man den Partnern auch zu einem gewissen Teil an seinem Leben teilhaben möchte, mit einbindet, LAT oder nicht ist da nicht die Frage.
 
  • #45
Daraus erkenne ich aber, das ihr trotz LAT auch „private“ Dinge miteinander macht.
Das ist ja entscheidend für das Gelingen ( meiner Meinung nach).
Ich sehe es anders.
Wir machen nicht trotz LAT alle möglichen Dinge miteinander. Sondern wir machen verschiedene Unternehmungen gemeinsam, weil wir das so wollen.
Und manchmal machen wir Dinge getrennt - auch weil wir das so wollen.
LAT funktioniert, wenn es ein weg ist, den beide wollen. Und zwar in genau der Ausgestaltung, die man lebt.
Wir haben nicht den Druck, zusammen sein zu müssen. Wir dürfen diverse Dinge gemeinsam erleben. Wir müssen nicht krampfhaft aus 2 eines machen - wir behalten beides und fühlen uns so wohl.

LAT hat mit Zusammenziehen eines gemeinsam - es klappt nur, wenn beide wollen.
 
  • #46
Daraus erkenne ich aber, das ihr trotz LAT auch „private“ Dinge miteinander macht.
Das ist ja entscheidend für das Gelingen ( meiner Meinung nach).
Aber in vielen LAT Beziehungen macht man sowas wie „einfach nur da sei“ nicht, insbesondere nicht, wenn man dicht beieinander wohnt, denn dann geht man oft nach Hause, wenn man zb privat telefonieren, lesen oder so will.
Oft wurde geschrieben, das LAT gut funktioniert, wenn man nahe beieinander wohnt, aber ich glaube LAT funktioniert nur, wenn man weit auseinander wohnt.
Wohnt man dicht beieinander, macht man quasi alles erdenklich mehr zu Hause.
Und dadurch fehlt der Beziehung dann soviel „normales“
Es ist ein entscheidender Unterschied, ob man LAT so auch führt, das man mehrere Tage zusammen bleibt oder ausschließlich so, das man sich für paar Stunden am Abend oder gelegentliches Übernachten besucht.
Grundsätzlich ist das Problem auch noch( selbst gehabt): wenn beide ein Haus haben, dann ist am Wochenende recht viel im Garten und Haus zu machen. Verbringt man nun aber das Wochenende oder evtl sogar noch paar Wochentage beim Partner, bleibt alles liegen.
Ich hatte damals das Gefühl, ich kam gar nicht hinterher mit der Arbeit und in der Tat ist die Beziehung gescheitert, weil es mir zu anstrengend wurde ( körperlich zu anstrengend)

Wenn man richtig weit auseinander wohnt sieht man sie wahrscheinlich nicht jedes WE und schon überhaupt nicht in der Woche. Daher erlebt bei den Treffen eben nicht Alltag sondern macht Programm.

Lebt man nahe beieinander kann man sich ganz spontan verabreden und besuchen um einfach nur gemeinsam zu chillen, ins Kino zu gehen oder sich auch bei größeren Hausarbeiten (wie ein Zimmer renovieren) zu unterstützen.

Dann entfallen auch die typisch hohen Reisekosten und nervig langen Reisezeiten einer Fernbeziehung die eine solche Beziehung zermürben können weil sie viel Kraft für den Alltag rauben.

Insoweit ist deine Einschätzung völlig abwegig.
 
  • #47
Ich würde nie wieder mit einer Frau zusammenziehen. Wenn ich die Wahl hätte: Frau oder Hund im Haus würde ich blind für den Hund stimmen. Der Hund ist loyal und verlässlich

Hallo @Hundefreund, du bist neu hier, kann es sein, dass du grad eine gescheiterte Beziehung verarbeiten musst?

@FrauRossi, ich selbst lebe auch schon viele Jahre LAT, mein Freund und ich leben aber in derselben Stadt. Zuviel Entfernung fände ich stressig, schon wegen der Anreisezeiten. Wir verbringen aber praktisch jedes Wochenende zusammen und machen gemeinsam Urlaub.

So wie es bei dir läuft mit deinem Freund, finde ich schon ein bisschen seltsam. Ihr wohnt fast benachbart und seht euch trotzdem relativ selten, oder halt immer nur kurz. Würde mir auch nicht gefallen, hat so was Unverbindliches.

Schlag doch mal einen Urlaub oder zumindestens Wochenendtrip vor. Gefällt ihm die Idee oder eher nicht?
 
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