• #151
aber eben auch viele schlechte Dinge die mir passiert sind, wie vielen anderen auch ( vielleicht nicht in so geballter Form wie bei mir) aber ich bin doch nicht vollkommen Gaga oder ein Trauerkloß. Ich sehe da auch wenig Sinn drin mich mit einem Therapeuten zusammen zu setzen und über vergangenes zu sprechen damit er das was passiert ist für mich analysiert und mir sagt ich muss es akzeptieren, er sagt ich bin nicht schuld daran etc. dafür brauche ich den nicht, das weiß ich auch ohne ihn. Das Leben spielt im jetzt und in der Zukunft.
Hat doch nichts mit "vollkommen Gaga sein" zu tun. Und bitte, was ist das für ein Therapeut, der meint nichts gravierendes festzustellen, wenn dich Bilder/Szenen und Abläufe traumatischer Erlebnisse begleiten?

Kann es sein, dass es dir ganz recht war, dass der Therapeut dir das so gesagt hat?
Eine Therapie bringt natürlich nur etwas, wenn man selbst den Handlungsbedarf erkennt oder sich diesen eingesteht. Es ist ein sehr schwerer Schritt zu sagen: "Ich brauche Hilfe", aber es ist der erste Schritt zur Besserung.

Ich bin auch nicht wenig selbstbewusst zumindest nicht im Job oder unter Freunden, ich teile auch schon mal ordentlich aus wenn es sein muss aber gegen meinen Mann komme ich nicht an.

Das ist die entscheidende Feststellung. Gegen deinen Mann kommst du nicht an. Schlimm genug, dass man überhaupt gegen den Partner "ankommen" muss.
Für dein Kind ist dieser "Kampf" spürbar. Unterschätze das nicht.
 
  • #152
Trotzdem finde ich die Art und Weise, wie hier @Blume94 teilweise angegangen wird, schlimm.
Ich finde es auch nicht so doll aber ich sehe es auch nicht ein mich hier anzulegen oder rechtfertigen zu müssen eine gute Mutter oder was auch immer zu sein. Mir bringt das absolut nichts wenn ich hier jetzt wem Kontra gebe weil er geschrieben hat ich bin eine miserable Mutter, seine Sicht, die lass ich ihm.

Mir ist schon bewusst das mein Sohn Schwierigkeiten zwischen meinem Mann und mir mitbekommt und wir hören sofort auf wenn wir merken wir streiten voreinander, wir diskutieren Dinge nie aus, es bleibt dann so stehen und irgendwann komme dann meistens ich an und entschuldige mich, weil ich diese Spannung und den Ärger nicht aushalte zwischen uns, diese Ignoranz von ihm. Ich war früher anders, bin voll drauf gegangen und immer weiter und weiter aber das bringt überhaupt gar nichts.

Ich muss Konsequenzen ziehen wenn er anfängt laut zu werden oder beleidigend wird, Kind nehmen und gehen bis er sich beruhigt hat. Vielleicht merkt er nicht wie er ist und ich nicht wie ich zu ihm bin, ich ignoriere ihn auch teilweise er meckert wegen irgendwas und ich sage dann „Jo, alles klar genauso ist’s“ und ziehe ab - Quasi so als würde ich ihn nicht ernst nehmen und da hat er schon mal gesagt ich behandele ihn wie ein Kind.
 
  • #153
Warum bleibst du in diesem Konstrukt, warum die Stimmungsschwankungen usw, was du früher mal angesprochen hattest.
Wenn ich mir ihre Aussage und danach noch den ganzen Post durchlese

So weit kam es nicht, ich habe ihm gesagt wenn er mich weiter anfasst werde ich schreien.
ist klar, warum die Realität zwar zu ihr durchdringt, sie aber nicht in der Lage ist etwas zu ändern. Kann sie nicht. Noch nicht.
 
  • #154
Ein Kind nimmt auch Schaden, wenn es bei einer überforderten alleinerziehenden Mutter ist und einen Vater regelmäßig sieht, der dann unreflektiert eben er selbst ist.
Und vermutlich auch bald die nächste Frau an seiner Seite hat...
Ja ich stelle mir das ohne meinen Mann noch schwieriger vor, mit Kind und Hund.
Wie soll das überhaupt laufen, er kommt morgens vor der Arbeit und macht das Kind fertig und ist dann alleine bei mir in der Wohnung oder wie? Der zeigt mir einen Vogel.
Ich schaffe es zeitlich nicht meinen Sohn zum Kindergarten zu bringen, das wird und muss mein Mann übernehmen. Ich werde ihn nur an drei Tagen der Woche abholen.
Und wenn er bei ihm ist ein Wochenende sein sollte, das verkrafte ich nicht, ein paar Stunden ok aber Tage ohne meinen Sohn, sehe ich noch nicht so das man das so handhaben könnte, dafür finde ich ihn noch zu jung.
Ich weiß wie es ist immer hin und her gereicht zu werden, sche…. ist das.
Ich weis wie es ist wenn sich die Eltern voreinander anschreien, streiten, schubsen..
Ich weiß wie es ist wenn die Eltern nur schlechtes übereinander verlieren können.

Ich mache schon das was ich für richtig halte um meinen Sohn zu schützen.

Ob ich wen zum reden habe? Ich hab mal mit meiner Freundin versucht darüber zu reden und sie hat ihre Mutter um Rat gefragt, ihre Mutter konnte nicht mehr schlafen wegen mir. Ich ziehe da keinen mehr rein und verursache noch irgendwelchen Schaden bei anderen.

Über Männerprobleme spreche ich mit der einen Mami Freundin immer und sie erlebt Ähnliches, vom Nagelstudio die da geht es noch mehr ab als bei uns.

Hab mich auch schon mit meinem Mann vor den Nachbarn gestritten. Ich bin da nicht so, mein Mann dann immer pssscht, psscht (ist mir völlig egal, sollen die doch gucken, als ob bei denen immer alles top ist)
 
  • #155
Ja ich stelle mir das ohne meinen Mann noch schwieriger vor, mit Kind und Hund.
So ganz versteh ich das ehrlich nicht, außer von der monetären Seite. Denn mit dem Kind hilft er dir ja nun gar nicht. Du räumst ihm nur seinen Mist hinterher...
Ich halte es immer für schlecht, wenn man sich nicht trennt, weil man denkt, man kommt alleine nicht klar. Das sollte nie der Grund für eine Beziehung sein. Und das Kind bekommt nicht nur Streits mit, sondern die gesamte angespannte Grundstimmung, oder wenn dein Mann sauer ist, weil er was im Haushalt machen musste (oh Gottchen) usw. Es geht nicht mal um einen konkreten Wutausbruch.
Die meisten Menschen, die ich kenne, waren froh, dass sich die Eltern haben scheiden lassen, weil die Situation vorher meist schlimmer war mit der Stimmung daheim. Daher stimme ich @Liviana da nicht zu. Eine schlechte Ehe der Eltern prägt die meisten negativer als eine saubere Trennung, auch wenn es danach Probleme gibt. Und ob sich der Vater nicht kümmert, obwohl er da wohnt, oder obwohl die Eltern getrennt sind, ist ja auch kein Unterschied. Emotional zugänglich ist er für das Kind ja dann so oder so nicht.
Aber klar, deine Entscheidung.
 
  • #157
Ich schaffe es zeitlich nicht meinen Sohn zum Kindergarten zu bringen, das wird und muss mein Mann übernehmen.
So ganz versteh ich das ehrlich nicht, außer von der monetären Seite. Denn mit dem Kind hilft er dir ja nun gar nicht. Du räumst ihm nur seinen Mist hinterher...
Also so ganz pragmatisch gesehen finde ich es schon nachvollziehbar, dass eine Trennung erstmal alles komplizierter macht, denn der Mann macht zwar nicht viel, aber ein paar Dienste übernimmt er anscheinend doch und irgendwie funktioniert das Konstrukt halbwegs, mit der Hoffnung, dass er noch mehr machen kann, denn @Blume94 will ja eigentlich wieder mehr arbeiten, das ist anscheinend wirklich schwierig mit dem Bringen/Abholen von dem Kind, also falls beide sich schon noch irgendwie mögen und sie sowieso zögert, ist eine Trennung in ein paar Jahren vielleicht einfacher, das muss @Blume94 abwägen, also wie groß der Leidensdruck tatsächlich ist, ob sie sich wirklich trennen will und was die Vor- und Nachteile sind, jedenfalls sollte das gut geplant und organisiert werden, sonst bricht Chaos aus. Das mit der Trennung sagt sich so leicht, aber ich finde es schon verständlich, dass @Blume94 davor zurückschreckt, denn dann kommt erstmal ganz viel Ungewissheit und Arbeit und Stress und Ärger auf sie zu, da ist es im Alltag vielleicht einfacher, ihm eben die Socken hinterherzuräumen, außerdem habt ihr, glaube ich, ja auch noch Sex und mögt euch irgendwie, oder? Trotz allem.

@Blume94 Liebst du deinen Mann eigentlich (noch)? Also würdest du sagen, dass du ihn, obwohl er sich oft doof benimmt, trotzdem irgendwie liebst? Oder ist es eher Gewohnheit und du kannst es dir anders nicht vorstellen? Wenn du genug Geld hättest und alles perfekt geregelt wäre mit der Kinderbetreuung und die Trennung leicht wäre, würdest du dann lieber ohne deinen Mann leben? Oder würdest du ihn als Menschen vermissen?
w26
 
  • #158
Liebe Liviana! Es gibt bei Therapeuten eine gewaltige Bandbreite an Methodik und Qualität. Blume hätte genug Thematik.

In der Therapie muss man auch nicht zwingend nur Vergangenheitsbewältigung betreiben, sondern auch klären, warum man im Hier und Jetzt strauchelt.

Aber gut:

Anhand der Antworten habe ich verstanden, dass sie keine Therapie machen kann/ will, ihren Mann nicht verlassen kann/ will.

Dann ist das Forum halt einfach zum Ausweinen da. Auch ok, wenns ihr danach besser geht.
 
  • #159
Ich schaffe es zeitlich nicht meinen Sohn zum Kindergarten zu bringen, das wird und muss mein Mann übernehmen. Ich werde ihn nur an drei Tagen der Woche abholen.
Hmmm... bist du dir wirklich sicher dass dein Mann da verlässlich sein wird? Er hat ja schon mehr oder weniger anklingen lassen, dass er nicht wirklich hinter deiner Entscheidung steht, wieder arbeiten gehen zu wollen.
Ich kann mir gut vorstellen, anhand dessen was du berichtest, dass du dich auf die eine oder andere Diskussion darüber gefasst machen kannst, ob es wirklich sinnvoll ist, dass du wieder arbeitest.
Immerhin kann er sich dann nicht mehr vor der Hausarbeit drücken, wenn ihr beide arbeitet.

Ein Mann der so wie er gestrickt ist, wird die Unabhängigkeit einer Frau auf lange Sicht ablehnen (kann ich mir zumindest gut vorstellen).
 
  • #160
Blume, ich kann mich nicht trennen bedeutet immer ich will mich nicht trennen. Deine Ehe ist anscheinend nicht so schlimm, dass du meinst, egal wie , Hauptsache weg.
Zweiter Punkt - warum schaffst du zeitlich nicht, dein Kind in Kita zu bringen? Ist es so weit vom Haus? Oder der Job? Apropo Job- ist das die einzige Firma, wo du arbeiten kannst? Muss du unbedingt jetzt schon deinen Chef ablösen und wenn ja, was ist das für eine Firma, wo der einzige Nachfolger nur eine 25 - jährige Mutter im Erziehungsurlaub ist??
Ich finde langsam nach deinen Beiträgen, dass du sehr wohl zu deinem Mann passt, weil du genauso unreif und unentschlossen handelst.
Du sollst langsam wissen, was du willst und dir einen Plan zulegen. Wenn du meinst, dass momentan keine Trennung in Sicht, da Kind zu klein und finanziell zu knapp, dann warte paar Jahre ab, bist du innerlich bereit bist, in dieser Zeit kannst du anfangen, was auf die Seite zu legen, unnötige Ausgaben zu sparen, dich schon mal nach anderer Stelle umschauen, die familienfreundlich ist und vielleicht passender Wohnung. Wenn du bereit bist zu gehen, so oder so, wirst du ruhiger und entschlossener, dein Mann wird das spüren und vielleicht sich tatsächlich Gedanken machen, dass du gehen könntest, ausserdem könnte sein, dass du seine Art erträglicher fi fest, wenn du weisst, dass du sie nicht ertragen musst.
Wenn die Trennung für dich überhaupt nicht infrage kommt, dann akzeptiere, dass er nur Spassvater ist und du nie auf ihn zählen kannst, wenn er hilft ist gut, wenn nicht, dann hast du ehe nicht damit getechnet.
Hör auf rumzunölen, sondern triff eine Entscheidung, die JETZT oder halt für die nächsten paar Jahren für dich am besten ist und dann siehst halt weiter, ob und wie. Das gibt dir den Überblick, ein Ziel und Ungewissheit kostet dich nicht unnötig viel Zeit.
Und ja - nur dieser einer Mann und nur dieser ein Job sind nicht das einzige auf der Erde, komm aus deinem Tunnelblick raus
 
  • #161
Liebe Blume,

ich bereue nur zwei Dinge in meinem Leben:

Punkt 1, dass ich viel zu lange in einer ähnlich destruktiven Beziehung wie der deinen ausgeharrt bin.

Ich dachte, ich muss das fürs Kind tun, weil ich selbst ein Scheidungskind war und ihr das ersparen wollte. Ich fand es lange nicht schlimm, schließlich brüllten wir uns nicht an, wie meine Eltern damals, da konnte es doch gar nicht so schlimm sein, dachte ich... weil ich es nicht besser kannte.

Ich dachte, ich pack es nicht alleine und merkte dabei nicht, dass ich längst alles alleine machte.

Und Punkt 2, der Job. Ich verharrte da auch viel zu lange und war mit so vielem unzufrieden und redete mir die angenehmen Sachen schön.

Als ich nun gezwungen war, mir was neues zu suchen, staunte ich nicht schlecht, wieviel positive Resonanz ich bekam. Nachdem man ja so aus dem Umfeld hört, wie schwer es doch mit fast 50 auf dem Arbeitsmarkt ist... 5 Bewerbungen geschrieben, 4 Einladungen bekommen und nun ein super Angebot für viel mehr Gehalt bekommen.

Ich ärgere mich wirklich, dass ich mich nicht längst selbst beruflich verändert habe, wenn ich überlege, wieviel Geld ich quasi verschenkt habe, wie ich meine Energie für andere Ärgernisse verschwendet habe.

Mein Rat daher: wenn du möchtest, dass etwas anders wird, musst du die Dinge in die Hand nehmen. Es wird nicht von alleine besser.

Eine gute Mutter zu sein bedeutet auch, seinem Kind richtiges Verhalten vorzuleben, dh sich zu trennen, wenn man nicht mehr glücklich ist.
 
  • #162
Ein Mann der so wie er gestrickt ist, wird die Unabhängigkeit einer Frau auf lange Sicht ablehnen (kann ich mir zumindest gut vorstellen).

Dann muss er halt Unterhalt an sie zahlen wenn er das nicht will. Glaube ich aber eher nicht.


Zweiter Punkt - warum schaffst du zeitlich nicht, dein Kind in Kita zu bringen?

Das ist doch nichts ungewöhnliches. Klappt bei mir auch nicht wenn ich wieder arbeiten gehe und übernimmt mein Mann. Blume will mindestens 30 Stunden die Woche arbeiten, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Dazu kommen die Arbeitszeiten und Entfernung der Kita. Aber einen anderen Job kann sie sich suchen, da hast du Recht.

W36
 
  • #163
Hab mich auch schon mit meinem Mann vor den Nachbarn gestritten. Ich bin da nicht so, mein Mann dann immer pssscht, psscht (ist mir völlig egal, sollen die doch gucken, als ob bei denen immer alles top ist)
Widerliche Streitkultur. Kein Mensch will deinen Streit mitbekommen. Die wollen nicht gucken, aber offenbar brauchst du Zuschauer beim Streiten, wenn du so eine Einstellung hast. Gott, wie ich es hasse, wenn sich Paare nicht zusammenreißen können, bis die zu Hause sind, und dann noch unbeteiligte Dritte mit ihrem Streit belästigen und runterziehen.🙈

Wie soll das überhaupt laufen, er kommt morgens vor der Arbeit und macht das Kind fertig und ist dann alleine bei mir in der Wohnung oder wie?…
Ich schaffe es zeitlich nicht meinen Sohn zum Kindergarten zu bringen, das wird und muss mein Mann übernehmen. Ich werde ihn nur an drei Tagen der Woche abholen.
Und wenn er bei ihm ist ein Wochenende sein sollte, das verkrafte ich nicht, ein paar Stunden ok aber Tage ohne meinen Sohn, sehe ich noch nicht so das man das so handhaben könnte, dafür finde ich ihn noch zu jung.
Manchmal denk ich, du willst uns veralbern. Ehrlich. Wenn man sich trennt, dann mit allen Konsequenzen, die das eben so mit sich bringt. Wenn du dann bestimmte Dinge mit deinem Sohn zeitlich nicht schaffst, musst du dir dann halt einen Job suchen, bei dem du es eben schaffst. Das müssen hunderttausende andere Alleinerziehende Eltern auch🤷‍♀️. „Ich kann nicht“ und „ich verkrafte das nicht“ wohnen in der „ich - will - nicht“ - Straße.
Über Männerprobleme spreche ich mit der einen Mami Freundin immer und sie erlebt Ähnliches, vom Nagelstudio die da geht es noch mehr ab als bei uns.
Oh weh. Mit Mitte/ Ende 20 schon das Leben einer 45jährigen. Naja, wems gefällt. Du willst offenbar nichts ändern, stattdessen wissen wir hier teilweise en detail deinen Tagesablauf, deines Sohnes Morgen- und Spielplatzroutine, die Probleme deiner Mutter mit ihrem Partner, die Probleme deines Partners, deine Probleme heute und früher und vieles mehr. Aber es bleibt halt alles beim Alten. Find ich klasse. Danke für die Unterhaltung.
 
  • #164
Dafür ist das hier ganz, ganz mies, was Du bietest... Du bist fast 30 Jahre alt! Ich kenne das... ich hatte auch so eine erste (leibliche) Mutter wie Du eine bist...
@*a_n_s_i_n* , ganz schlechter Stil. Für meinen Geschmack.
Junge Menschen benötigen Ermutigung, Hilfe, auch Kritik. Aber keine Abwertung. :mad:
Du musst es nicht gut heißen. Aber da mit der Scharfrichtersense rein zu hauen hinterlässt Stengel ohne Blüte. Hilf ihr, dass sie blühen kann. Sonst mach ich es.

Blume ist 26, sie kann sicher für sich sprechen, und doch ist sie noch jung.
Kritik zu üben und zu helfen oder zumindest Erfahrungen konstruktiv zu teilen, sollten besonders die können, die VIEL älter sind, und es besser wissen sollten und für sich in Anspruch nehmen, dies zu tun.
w46
 
  • #165
Liebe @Blume94 ,
ich finde nicht, dass Du eine schlechte Mutter bist, aber dass Du vieles leider schlecht machst. Auch das ist kein Problem, wenn man sich drum bemüht, es erkennen und besser zu machen zu wollen.

Wenn ich Dich lese: eine selbstständige, berufstätige Frau die rumwimmert, dass sie ohne ihren total unkooperativen Mann nicht kann, dann denke ich wirklich an eine Hausfrau ohne Ausbildung in den 60er des letzten Jahrhunderts - nicht an eine moderne Frau in der heutigen Zeit.
Wenn ich Deine Ausagen über Therapie lesen - nun, auch die könnten von von 50 Jahren von meiner Hausfrauenmutter stammen - von nichts 'ne Ahnung und bloss nichts ändern wollen. Sollen doch ihre Kinder gucken, wie sie in ihrem Leben mit den Folgen der geistigen Trägheit der Mutter klarkommen.

Ich will Dir mal sagen, was bei mir rausgekommen ist, mit einer Mutter, die sich wie Du verhält und ihre Kinder so einem Familienleben ausgesetzt hat:
- meinen Vater (aggressiv und launisch wie Dein Mann) habe ich nie geliebt, sondern ich hatte Angst vor ihm. Als ich alt genug war, habe ich ein unglaubliches Repertoire an Fähigkeiten entwickelt, ihn nicht zu provozieren, ihm auszuweichen. Das war total schädlich später für den Umgang mit Männern.
- meine Mutter habe ich auch nicht geliebt, sondern gefürchtet, weil ich ziemlich früh verstanden habe, dass sie die Aggressionen und Launen meines Vaters auslöst. Als ich alt genug war, habe ich sie für ihre Schwäche verachtet, sich nicht von ihm zu trennen und uns Kinder so einem Zuhause auszuliefern.

Wir sind als Jugendliche/junge Erwachsene so früh wie möglich von zuhause verschwunden und bis auf eine Schwester unser Leben lkan auf maximalem Abstand zum Elternhaus geblieben. Meiner Schwester ging es mit der Nähe auch nicht gut, seelisch nicht und körperlich nicht. Nach dem Tod des Vaters ist sie sichtlich aufgeblüht, lebt ein ganz anderes Leben.

Wenn Du diese Distanzierung Deines Sohnes nicht erleben willst und kein unglückliches Kind heranziehen willst, dann hör auf mit Deinem BussiBussi-Äußerlichkeitsgetue und tu was Substanzielles für Dein Kind - bring Deine Ehe in Ordnung und zwar zackig, bevor großer Sozialisationsschaden entstanden ist oder trenn Dich.

Hab mich auch schon mit meinem Mann vor den Nachbarn gestritten....ist mir völlig egal, sollen die doch gucken...
Hast Du Dich mal mit der Perspektive Deines Kindes befasst? Ich fand so ein Eltern-Verhalten recht früh schlichtweg asozial, habe mich für meine Eltern geschämt und wäre niemals auf den Gedanken gekommen, anderen Kindern außer den Nachbarn sichtbar zu machen wie es bei uns zuhause zugeht und die Nachbarkinder habe ich gemieden, weil auch vor denen geschämt
Diese Scham für die Eltern hatte auch erhebliche Folgen, dass man nicht lernt Beziehungen/Freundschaften aufzubauen und zu pflegen.
 
A

*a_n_s_i_n*

Gast
  • #166
@*a_n_s_i_n* , ganz schlechter Stil. Für meinen Geschmack.
Nun gut, liebe @Ikigai, wenn es nach Deinem Dafürhalten "schlechter Stil" und "abwertend" ist, mit erwachsenen Menschen mal ein erwachsenes Wort zu sprechen (ich bin jederzeit sachlich geblieben und in keiner Weise beleidigend geworden), in der Hoffnung, dass sich dadurch für ein Kleinkind vielleicht doch noch etwas zum Besseren wendet, dann sei es so. Ich lege gerne bei dieser Gelegenheit auch noch mal nach und bin dann aber auch hier raus, weil ich das einfach nur schlimm finde.

@Blume94 ist übrigens 27 Jahre alt und kein so junges Blümchen mehr, sondern eine erwachsene Frau.
 
A

*a_n_s_i_n*

Gast
  • #167
unser Sohn war wieder 3-6 Uhr wach und das hat mein Mann alleine geregelt mit ihm,
Mein Mann meinte dann noch er war ganz kurz davor mir den kleinen runter zu bringen.
Ganz ehrlich, nicht mal meinen Hund würde ich Deinem Mann anvertrauen... gut, dass er nach drei Stunden wieder von seinem Sohn erlöst war... ohne dass er das Kleinkind zusammengebrüllt hat oder noch Schlimmeres.

Was ich schlimm finde, ist, dass Du da scheinbar noch stolz darauf bist... dass Dein Mann es tatsächlich mal drei (!) Stunden mit seinem Sohn ausgehalten hat, offenbar ohne auszuflippen, ABER auch, dass er meinte, dass er kurz davor war, Dir den Kleinen runter zu bringen...

auch das schreibst Du in meinen Augen mit einem gewissen Stolz und einer gewissen Genugtuung, und das lässt gerade bei mir alle Glocken läuten

Denn wenn man die Summe von dem nimmt, was Du hier berichtest, steht dort unter'm Strich:

er kann es nicht... DU kannst es aber!

Und schau' Dir bitte an, was dort noch steht...

Dort steht auch, dass alles nur läuft, weil DU die jenige bist, die rotiert und die sich unermüdlich um alles kümmert... weil DU Dich unentwegt aufreibst und Dich so toll um die Familie kümmerst...

Dem würdest Du wahrscheinlich nicht widersprechen, @Blume94, richtig?

Du reibst Dich ständig an einer Unmenge kleiner Dinge auf, die aber nicht wirklich von Belang sind, um lediglich von dem eigentlichen familiären Desaster abzulenken, dem Du Dich eben nicht stellst.

Im Klartext bedeutet das doch, Du bist starr in einer destruktiven Beziehung, von der Dir im Grunde selbst klar ist, dass sie Deinem Kind schadet.

Du versteckst Dich dahinter, ständig geschäftig und beschäftigt zu sein. Wenn Du so fleißig bist, kannst Du so schlecht nicht sein, richtig? Das ist Dein Schutzwall, Dich nicht der Realität stellen und nichts ändern zu müssen... es soll allen suggerieren, dass Du trotzdem eine gute Mutter bist. Und schließlich hat der Kleine Spielzeug, ein Dreirad und bekommt was zu essen!

Eine gute Mutter lässt ihr Kind aber nicht in solchen destruktiven Verhältnissen aufwachsen. Und setzt erst recht kein zweites Kind in eine solche Familie. Das erste ist schon gestraft genug.

Es gibt hier Menschen, die an ihrem eigenen Schicksal gereift und gewachsen sind, denen machst Du nichts vor. Wenn die Dein destruktives Verhalten benennen, was sowohl Dein Mann als auch Du jetzt in dritter Generation an Euren Sohn weitergeben, fühlst Du Dich beleidigt und niedergemacht.

Das wird hier allmählich zur Schmierenkomödie... fass' Dir ein Herz, Deinem Kind zuliebe, und stoppe das hier. DANN bist Du eine tolle Mutter!
 
A

*a_n_s_i_n*

Gast
  • #168
Ich empfinde das als eine richtige Umverschämtheit @*a_n_s_i_n*, was du da über die Blume94 schreibst.

Ich werde mich nicht auf einen Chat mir Dir einlassen, @Süsse65. Du sitzt für mich schon längst im Forums-Flur auf der Stillen Bank. Aber es wundert mich nicht, dass Du Dich echauffierst. Das passt genau in das Bild, dass Du hier im Forum ständig bietest, das Deiner Idealvorstellung von Familie entspricht. Hauptsache die Frisur sitzt, die Fassade schaut hübsch aus und der Laufstall steht bereit. Sehr süß. Ganz wunderbar! So idyllisch.

Wen stört es schon, dass die "sehr gute Mutter", die ein riesengroßes Paket aus ihrer eigenen Kindheit in einer destruktiven Familie mit sich schleppt, und die mit einem Mann aus einer destruktiven Familie verheiratet ist, über dessen Paket man überhaupt nicht zu sprechen braucht, weil es hier vor unserer aller Füße liegt, absolut destruktives Familienleben in dritter Generation an ihr Kind weitergibt, und das im vollen Besitz ihrer geistigen Kräfte.

Natürlich schadet es dem Kleinkind auch in keiner Weise, von einem total gestörten Vater zusammengebrüllt und mit Fäkalausdrücken beschimpft zu werden... ich bin mir sehr sicher, dass der Kleine auch von ihm geschubst wurde laut FS, das wird man sicherlich hier auch noch nachlesen können, wenn man mal in den Beiträgen wühlt...

Eine "sehr gute Mutter" steckt das locker weg... wen interessiert das Kind? Wenn der Kindsvater ständig schlechte Laune hat und rumnölt und rumbrüllt... und das Kind jetzt schon keinerlei emotionale Bindung an den Vater hat, wie die FS berichtet, dem das Kind im Übrigen nach drei Stunden aufpassen bereits zu viel ist...

Echauffier' Dich einfach weiter @Süsse65 und sei meinethalber beleidigt @Blume94 ... traurig, dass von solchen Müttern wie Euch keine Eignungsfähigkeitsbescheinigung für die Erziehung eines Kindes verlangt wird. Dadurch bliebe sehr vielen Kindern sehr viel Leid in ihrem Leben erspart. Ich habe keine Lust, hier jemandem Honig um's Maul zu schmieren. Dafür ist das Thema zu ernst.
 
  • #169
Leute, echt jetzt. Mir schießt die Milch in die Brust.
Ich möchte manche hier wirklich bitten, die Blume jetzt nicht zu zerreissen hier.
Die junge Frau ist 27 Jahre alt.!
Ja, sie sollte nun einen Lebensplan entwickeln, der den Ernstfall beinhaltet.
Ja, sie sollte an das Wohl ihres Sohnes und ihr eigenes denken.
Ja, sie sollte so vieles mehr noch überdenken und anders handeln.

Aber liebe Leserinnen und Leser, wir sind im Schnitt hier Ü40 und mehr.
Wir haben unsere.... ja auch dummen Fehler bereits gemacht.
Mussten alle hier das ein oder andere Tal durchschreiten, egal was unsere Leute (Eltern, Freunde) uns geraten haben.

Blume, du bist keine schlechte Mutter.
Ich kenne seit Jahren viele Kinder, die unter anderem auch schlechte Mütter haben.
Kinder um die sich nicht gekümmert wurde, die abgeschoben wurden, Kinder die weder geliebt noch akzeptiert wurden.
Du bist eine gute Mutter, denn das Wohl deines Kindes ist Dir wichtig.

Lies Dir @Vikky ´s Beiträge gut durch.
Sie ist eine Hardcore Analystin, ja.
Aber selten bis nie habe ich in ihren Beiträgen diese Emotionen bei ihr gelesen.
Sie fasst sich nicht an die Stirn und denkt, man ist die doof.
Sie zeigt dir die Realität auf nüchterne Art und bleibt dabei klar und möglichst objektiv, was ich sehr bewundernswert finde.

Nochmal die Bitte an alle.
Zerreisst hier bitte nicht diese junge Frau die vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen kann.

Ich bin sicher, sie weiß vieles was wir ihr hier zur Last legen selbst.
Es fehlt der ERWACHSENE MUT einfach noch, den wir alle erst im Laufe der Jahre entwickelt haben.

Also bitte, lasst uns "Alte" erwachsen bleiben und ihr eine virtuelle Hand reichen, anstatt sie parat zu machen.
Das hat sie zu Hause zu Genüge.

Blume, nochmal nimm dir einige Beiträge selbstkritisch zur Brust, überdenke Dein Leben jetzt und das Leben, dass Du für dich und dein Kind in einigen Jahren siehst.

Versuch nicht impulsiv zu sein, denn das vernebelt deine Sicht und hält dich von klugen Entscheidungen ab.
Durchlebe deine Zukunft, so wie du sie gerne hättest immer und immer wieder in Gedanken.
Irgendwann, kommt der Tag wo du Morgens wach wirst und dich fragst, will ich das bis an mein Lebensende so haben.
Und nachdem du dir diese Frage klar beantwortet hast, wird dein neues Leben fahrt aufnehmen.

@All , bitte sprecht ihr Mut zu.

Viel Glück Blümchen

m50
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #170
5 Bewerbungen geschrieben, 4 Einladungen bekommen und nun ein super Angebot für viel mehr Gehalt bekommen.
Das freut mich sehr herzlichen Glückwunsch.

Zu diesem Thread habe ich bislang nichts geschrieben weil mir klar ist wie schwer es für eine erst 27 Jahre alte junge Frau aber auch für deutlich ältere Menschen es ist aus ihrer Komfortzone herauszukommen insbesondere wenn sie dafür so etwas wie ihren bisherigen vermeintlichen Lebenstraum aufgeben müssen und parallel für ein kleines Leben sorgen müssen.

Liebe @Blume94 je länger du in dieser Scheinwelt verweilst um so schwerer wird es für dich sich dort heraus zu lösen und um so unguter werden die Folgen für dein Kind und die Beziehung zwischen dir und deinem Kind sein.

Auch wenn es zunächst anders aussieht. Du verlierst nichts wenn du gehst und kannst vieles gewinnen.
 
  • #171
Ich bin nicht der Meinung dass eine fast Dreißigjährige noch gepampert und gebauchpinselt werden muss. Hätte es nicht die Leute in meinem Umfeld gegeben, die mir knallhart ihre Meinung gesagt haben, dann würde auch ich heute mit 36 noch in einer destruktiven Beziehung feststecken. Gerade weil sie noch so verdammt jung ist, sollte sie ihre besten Jahre nicht an diesen Macho verschwenden. Und schon mal gar nicht die seelische Gesundheit Ihres Kindes aufs Spiel setzen.

Die Frage von @Blume94 lautet nach wie vor "Wie gestaltet ihr euren Familienalltag?" Gestalten kann man aber rein gar nichts, wenn der Partner nicht mitzieht. Er wird auch nie mitziehen, weil er nie anders war als zu diesem Zeitpunkt.
 
  • #172
(ich bin jederzeit sachlich geblieben und in keiner Weise beleidigend geworden
Scheint mir so als gäbe es unterschiedliche Definitionen von sachlich. Für mich war es eine Wertung, um genau zu sein eine Abwertung „miserable Mutter“
Du übertreibst, zusammen gebrüllt er hat er ihn noch nie.
der Kleine auch von ihm geschubst wurde laut FS
Nein? Solltest besser lesen, mich hat er einmal zur Seite gestoßen.
Euch keine Eignungsfähigkeitsbescheinigung für die Erziehung eines Kindes verlangt wird.
Hoffentlich hast du eine solche Bescheinigung, hast du überhaupt Kinder? Denn wenn nicht weißt du nicht mal wie das ist, manche brauchen sowas für ihr Ego, andere Leute in anonymen Foren an den Kragen gehen, wenn du dich besser fühlst, schön, eine gute Tat am Tag. 👌
Lies Dir @Vikky ´s Beiträge gut durch.
Sie ist eine Hardcore Analystin, ja.
Danke für deine lieben Worte, süß von dir ;)Ja @Vikky hat recht.
Heute hat er gute Laune, ist gerade am kochen (mein Sohn und ich waren im Freibad, ich hab danach mit Kind geduscht zuhause und er macht uns essen, es gibt Tage da läuft es perfekt, er hat gefragt ob er was kochen soll) es ist nicht so das wir uns jeden Tag streiten, eher phasenweise.
Zweiter Punkt - warum schaffst du zeitlich nicht, dein Kind in Kita zu bringen? Ist es so weit vom Haus? Oder der Job? Apropo Job- ist das die einzige Firma, wo du arbeiten kannst? Muss du unbedingt jetzt schon deinen Chef ablösen
Weil ich 30 min zur Arbeit fahre und zurück. Ich bin Industriekauffrau und wohne in einem Kurort, Industrie gibt es hier eher nicht so, also fahre ich (müsste ich bei anderen Firmen auch). 30 hin 30 zurück. 1 Stunde am Tag im Auto, 30 Stunden arbeiten die Woche = 35h (Kinderbetreuung 35h maximal möglich) ich muss noch Pausen machen, würde sie ja gerne weg lassen aber das geht nicht. Also klappt’s nicht -> mein Mann arbeitet eh lange und fährt später zur Arbeit. Ich kann wenn ich will bereits 6:30 Uhr anfangen und an den drei kurzen Tagen muss ich schon halb 12 los zum Kindergarten 30 Minuten. (Kindergarten um die Ecke) ggf. kann ich vereinzelt Home Office machen um die Stunde Fahrtzeit zu sparen.
Nein es gibt noch jemanden der für die Stelle in Frage kommen würde, mein Chef hat mich aber gefragt und ich würde das gerne machen wenn das klappt weil es für mich eine große Chance ist. Ich habe ein sehr gutes Arbeitszeugnis 1 und kann mir immer noch woanders einen Job suchen wenn das nicht klappt, ich habe als Industriekauffrau viele Möglichkeiten.
@Joggerin auch von mir herzlichen Glückwunsch 🍾
 
  • #173
Die Frage von @Blume94 lautet nach wie vor "Wie gestaltet ihr euren Familienalltag?"
Stimmt, das war die eigentliche Frage. Vielleicht haben die, die Ähnliches erlebt haben, ja noch ein paar nützliche Ideen oder Erfahrungsberichte für @Blume94, wie sie ihre Situation verbessern kann, ein paar ganz praktische Ratschläge, jetzt mal abgesehen von einer Trennung, oder auch im Falle einer Trennung, wie sie die vernünftig in die Wege leitet und alleine mit ihrem Kind Alltag und Beruf organisiert kriegt. Ich glaube, Putzfrau und Babysitterin wurden schon genannt, das ist sicherlich auch eine Frage des Geldes, aber es gibt bestimmt noch andere Tipps und Tricks im Umgang mit Mann, Haushalt und Kind.

Übrigens ist ein Baby für viele Paare eine Herausforderung, auch wenn die Menschen davor meinen, eine Eignungsfähigkeitsbescheinigung locker bekommen zu können. In meinem Bekanntenkreis gibt es eine Art perfektes Paar, seit zehn Jahren glücklich zusammen, gefestigte Beziehung, beide Mitte dreißig, deren Beziehung jetzt unter dem Baby/Kleinkind auch plötzlich total leidet, eigentlich haben sie, wie mir insgeheim anvertraut wurde, keine richtige Paarbeziehung mehr, sondern sind nur noch wegen des Kindes zusammen und funktionieren nur noch irgendwie. Das hätte vorher niemand gedacht, sie selbst bestimmt am allerwenigsten, aber das Baby in Kombination mit zwei Vollzeitjobs hat die Beziehung einfach sehr belastet. Ok, da kümmern sich immerhin beide, aber ideal ist das jetzt sicherlich nicht, da könnte man auch viel darüber reden, dass das Kind das mitbekommt und darunter leidet. Man kann vorher nicht immer so genau wissen, wie es kommt. Wahrscheinlich waren @Blume94 und ihr Partner irgendwie verliebt und glücklich zusammen und haben sich das alles viel leichter vorgestellt, jetzt ist die Realität plötzlich sehr hart, das ist ja keine böse Absicht von keinem, sondern es zeigt sich nun einfach, dass bestimmte Sachen schwierig sind und nicht funktionieren wie gedacht, da würde ich nicht so hart urteilen. @Blume94 will ja schließlich auch was verbessern im Rahmen ihrer aktuellen Möglichkeiten.

Ich muss sagen, dass ich es trotz der ganzen Probleme und vielleicht Fehler trotzdem bewundere, wie @Blume94 sich abstrampelt und was sie alles täglich zu bewältigen hat -- Haushalt, Kind, Arbeit, Hund, Mann .... Ich bin ja fast genau so alt und fühle mich, wenn ich das alles lese, im Vergleich immer total frei, das ist schon sehr viel Arbeit und Verantwortung für eine junge Frau. Natürlich kriegen es andere Menschen auch hin, aber trotzdem ist es individuell irgendwie eine große Leistung, finde ich.
w26
 
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  • #174
Ich lege gerne bei dieser Gelegenheit auch noch mal nach und bin dann aber auch hier raus, weil ich das einfach nur schlimm finde.
Ich denke, das musst Du gar nicht, Du hast deutlich gemacht, wie sehr Dich das Thema beschäftigt, ja auch triggert.
ich hatte auch so eine erste (leibliche) Mutter wie Du eine bist... und mir geht allmählich jedes Verständnis für Dich ab.
Hat Dich denn das Jugendamt da raus geholt, aus der Stadthausvilla in der Stadtrandsiedlung? Weil Du eine Mutter hattest, die ausgehalten hat, wenn der Vater maulig war und nicht beflissen im Umgang mit Dir? WAR DAS der Grund?
Oder bist Du anders aufgewachsen?
Ich vermute. Werd ich nicht erfahren. Aber Du bist getroffen. Da muss wohl noch einiges mehr los gewesen sein.

Wie schnell es geht, dass Fähigkeiten zur Erziehung in Frage gestellt werden, müsstest Du doch wissen @*a_n_s_i_n* . Ich erinnere an das Frühstücksthema aus dem Thread von @Frau Rossi. Fix wird manchmal ein Urteil gefällt.
Und doch lese ich hier nicht, dass da ein Kind als Straßenkind lebt, oder auf einer Müllkippe, wie anderswo in der Welt. Oder trinkende Eltern hat. So viele kleine Würmchen, die im Dreck sitzen. Es könnt einen umbringen, würde man sie alle persönlich kennen.
Nein, es ist nicht rosig bei Blume. Für sie selbst auch nicht. Und sie grübelt und überlegt, was werden soll.
Und wenn er bei ihm ist ein Wochenende sein sollte, das verkrafte ich nicht, ein paar Stunden ok aber Tage ohne meinen Sohn, sehe ich noch nicht so das man das so handhaben könnte, dafür finde ich ihn noch zu jung.
Ich weiß wie es ist immer hin und her gereicht zu werden, sche…. ist das.
Ich vermute, das ist mit ein sehr zentrales Problem. In dem Alter sind die noch SO klein. Und Du bist seine zentrale Person. Der Zwiespalt reißt Dich, oder?
Ich nehme mich jetzt aber auch raus. Ich habe geholfen soweit es meiner Art und meinem Verständnis nach geht. Für mein Gefühl ist weder Honig nötig, noch ein Beil.
Möglicherweise deutliche Worte, guter Rat und etwas Zeit.
w46
 
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  • #175
Wenn ich Dich lese: eine selbstständige, berufstätige Frau die rumwimmert, dass sie ohne ihren total unkooperativen Mann nicht kann, dann denke ich wirklich an eine Hausfrau ohne Ausbildung in den 60er des letzten Jahrhunderts - nicht an eine moderne Frau in der heutigen Zeit.
Ja es kann schon sein das ich mir zu wenig zutraue selber.
Ich möchte trotzdem versuchen mit meinem Mann erstmal zusammen zu bleiben, ihm meine Standpunkte klar machen und ihm aufzeigen das das was er macht nicht in Ordnung ist und Folgen hat, Dinge nicht hinnehmen, denn dann wiederholen sie sich immer wieder und sorgen weiterhin für Turbulenzen, weil sie noch im Raum stehen.
Wenn Du diese Distanzierung Deines Sohnes nicht erleben willst und kein unglückliches Kind heranziehen willst, dann hör auf mit Deinem BussiBussi-Äußerlichkeitsgetue und tu was Substanzielles für Dein Kind - bring Deine Ehe in Ordnung und zwar zackig, bevor großer Sozialisationsschaden entstanden ist oder trenn Dich.
Ja, 100% unser Sohn ist noch jung, er versteht natürlich schon sehr viel, die Emotionen, die Launen und Stimmungen. Wir sind die Erwachsenen und er ist unser Junge den wir schützen müssen vor irgendwelchen schwachsinnigen Auseinandersetzung. Wir müssen lernen uns zusammen zu reißen und ganz deutlich zu sagen was Sache ich, was wir fühlen, warum uns das nicht gepasst hat und wenn man zu geladen ist muss man eben abwarten bis man bereit dafür ist zu reflektieren was schief gelaufen ist.

Hast Du Dich mal mit der Perspektive Deines Kindes befasst?
Ja das sollte ich besser machen. Die anderen zwei Paare die diskutieren auch lauter und man hört sie. Mein Mann sagt dann immer „ist genau das selbe wie bei uns, wir sind genauso“
 
  • #176
Ich bin nicht der Meinung dass eine fast Dreißigjährige noch gepampert und gebauchpinselt werden muss.
Liebe @ChaosTheory ,
Mir geht’s nicht ums pampern, sondern darum, wie ein Mensch sich fühlt wenn viele drauf hauen.
Und zwar in einer Art die Teils beleidigend und oder sehr abwertend ist.
Muss das sein fragte ich in die Runde.
Waren wir mit 27 in unseren Ehen schon so abgeklärt wenn es darum ging die Familie, wie auch immer die Konsistenz ist, aufzugeben?
M50
 
  • #177
Ich erinnere mich an die @Elfe11 und ihren Thread, wo auch ich unter anderem hingelangt habe.
Das tut mir Leid, denn auch sie stellte einfach nur eine Frage die WIR hier zum Teil nicht nachvollziehen konnten.
Aber für sie wie für die Blume war/ ist diese Frage wichtig.
Ich finde @*a_n_s_i_n* ‚s Worte haben sicherlich viel Wahrheit.
Aber ihr wiederholend mitzuteilen sie sei eine schlechte Mutter, geht mir zu weit.
Das ist kein helfen mehr oder Augen öffnen, sondern nur noch nieder machen.
Da ist nichts konstruktives mehr vorhanden.
Das ist dann nur noch drauf hauen auf vermeintlich schwächere und das geht mir gegen den Strich.
Eine noch größere Schwäche der Menschen.
M50
 
  • #178
Ja ich stelle mir das ohne meinen Mann noch schwieriger vor, mit Kind und Hund.
Das ist erstmal schwieriger.
Aber wenn Dein Mann nicht mehr wie ein wucherndes Krebgeschwür Deine Ernergie wegfrisst, dann kannst Du auch mal wieder von Deiner ereignisgesteuerten Klein-Klein-Denke ablassen und Dir einen Plan machen, wie es als Gesamtkonzept funktioniert. Milllionen AE bekommen das hin - warum ausgerechnet Du nicht als zukünftger Chef?

Du machst einen ganz erheblichen Denkfehler: jetzt drehst Du am Rad und denkst, ohne Mann wird das alles noch schlimmer. Das aber halte ich für einen ganz großen Irrtum, denn so vielen Frauen in Deiner Situation geht es so viel besser weil sie andere Männner haben oder garkeinen Mann, der ihnen so schadet, wie Dein Mannn das macht.

Oder Du machst ihm klar, dass es ab sofort auf allen Kanälen anders zu laufen hat (Umgang mit Dir, mit dem Kind, mit den Finanzen, mit Haushalstpflichen), gewährst ihm einen Anpassungszeitraum von 2 Monaten, sonst bist Du weg.

Ja und seit 9 Jahren erwachsen, hat die Verantwortung für ein kleines Kind, welches jeden Tag in seiner Persönlichkeit und übrigens auch körperlich (Entwicklung des Nervensystems) durch das geprägt wird, was zuhause los ist.

Ich lache mich tot, wenn ich lese "wir hören auf zu streiten, wenn der Kleine es mitbekommen kann". Was für ein Bullshit. Mit über 60 Jahren habe ich noch Schlafstörungen durch die abendlichen/nächtlichen Streitereien der Eltern, die ihre Kinder nichts mitkriegend im Kinderzimmer wähnten. Die Kinder haben alles mitbekommen lagen still, schreckerstarrt und hofften, dass es vorbei geht und morgens noch alle leben.
Das Nervensystem ist und bleibt lebenslang geeicht auf "bei Dunkelheit droht Gefahr" - wurde mit bildgebenden Verfahren in einem Forschungsprojekt dokumentiert.

Eben nicht, wurde genug gemacht in allen möglichen Threads zu immer neuen Einzelproblemen.
Und sie muss auch mal was dazulernen nach jahrelangem Austausch hier, in dem sie anderen gute Tipps gibt, was sie tun sollten - einfach mal selber machen, im eigenen Leben.

Das Wissen über die oben beschriebenen Sachverhalte ist heute leichtzugängliches Allgemeingut, es gibt massenhaft niedrigschwellige Hilfen. Dann muss mal Schluß sein mit "ich blümel hier weiter so unbedarft vor mich hin und bekomme von allen Zuspruch".
Man kann sich leisten so Jahr um Jahr zu vertun, wenn es nur ums eigene Leben geht, aber nicht wenn die Lebenschancen von Kindern dranhängen.
Zumindest sollte man ihr bewusst machen, was sie da tut, statt weiterhin Wattebällchen zu werfen, damit es ihr nicht wehtut.
 
  • #179
Milllionen AE bekommen das hin - warum ausgerechnet Du nicht als zukünftger Chef?
Weil sie keine Alleinerziehende sein will, sie will bei Ihrem Mann bleiben.
Deshalb lautet die Frage auch wie in der Brigitte: wie gestaltet ihr den Familienalltag.
Wenn ich das recht weiss, ist sie mit ihrem Mann jung zusammengekommen und die beiden haben auch aneinandergeklammert. Das ist was symbiotisches.
Wenn der Sohn in die Kita kommt, hat er noch weitere Bezugspersonen.
 
  • #180
Waren wir mit 27 in unseren Ehen schon so abgeklärt wenn es darum ging die Familie, wie auch immer die Konsistenz ist, aufzugeben?
Wenn wir es nicht waren, dann weil wir allein damit dastanden, uns mit niemandem austauschen konnten - schreibt sie ja auch. Sie hat es versucht mit einer Freundin und war der Ansicht, diese zu sehr zu belasten.
Andere schämen sich und sagen darum niemandem was.... - gibt viele Gründe nicht voran zu kommen in der Erkennung der Probleme und Veränderung.

Sie bekommt hier aber reichlich Unterstützung, man erklärt ihr Dinge und sie verweigert sich jedem Erkenntnisgewinn sondern flüchtet ins Kleinklein und endet immer wieder bei "so schlimm ist das alles nicht, etwas Sushi und eigentlich habe ich ein schönes Leben".

Selbst aus den schlichtesten erkannten Zusammenhängen "seine Wohnung war früher nie sauber und ordentlich, das habe immer ich gemacht", zieht sie nicht den Erkenntnisgewinn, dass ihm ein sauberes und ordentliche Haus grundsätzlich nicht so viel wert ist, um das selber zu machen.
Das heißt für sie, das Thema wird eine entnervende Dauerbaustelle zwischen ihnen bleiben, denn der Mann ist 30+. da sind solche Einstellungen betoniert - außer sie nehmen eine Putzfrau (dafür fehlt das Geld).
Oder sie macht das alles und zwar klaglos ab sofort - geht aber auch nicht, weil sie je jetzt mit Minijob schon komplett am Rad dreht.

Sie verweigert sich einer Therapie - brauchen andere nötiger (nur fallen mir grad keine ein, wenn ich ihre auf sich selber bezogenen Beiträge lese).

Mutter-Kind-Kur geht auch nicht. Natürlich geht Mutter-Kind-Kur auch in der Kitaeingewöhnung, weil die Kur ja genauso läuft (Kind auf Zeit weg von der Mutter) und der Kitaplatz geht bei dem Grund auch nicht verloren.
Selberverständlich geht Kur auch in Verbindung mit dem Jobstart, wenn man für die Firma Chefpotenzial hat - es geht nur nicht, wenn das alles Illusionen aus ihrer Scheinwelt sind.

Allerdings hat mit ihrer Verweigerungshaltung (bloss die Gesamtsituation nicht erfassen wollen) eine Kur ohnehin keinen Sinn, denn mit der Einstellung kann sie davon nicht für sich persönlich, ihr Kind und ihre Familie profitieren. Das muss frau schon wollen und dann dort auch das Richtige tun.

Bei mir hätte frühzeitige Unterstützung die Ehe nicht gerettet, aber persönlich viel geholfen zu verstehen - falscher Mann aus einer ebenso destruktiven Familie.
Ich denke bei @Blume94 ist es ähnlich: zwei Schadensfälle ergeben keine gesunde Familie.

Dir wäre es vielleicht gelungen, schnell abgeklärter zu werden, anders zu handeln und damit Deine Ehe zu retten.

Ab einem Punkt hat man es selber in der Hand.
 
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