Es gibt sogar Tage, da zweifle ich an dem Kinderthema. Wenn ich meine müden erschöpfen Freunde mit Kleinkindern sehe.

Meinem Mann ist das alles weniger wichtig. Als wir uns kennenlernten, sagte er "vielleicht mal später" (da war ich selbst noch unschlüssig und wollte erstmal die Zeit mit ihm genießen). Im Verlauf der Jahre sagte er "Also wenn Kinder, dann mit dir" und inzwischen freut er sich richtig, macht Pläne, möchte von sich aus mindestens 6 Monate Elternzeit nehmen und danach seine Stunden reduzieren.

Ich weiß von 2 Sorgen von ihm. 1) Dass nach der Familiengründung der Sex weniger werden könnte. 2) Dass ich für ihn als Sexualpartnerin durch Schwangerschaft/Geburt/Mutterschaft an Attraktivität einbüßen könnte.
Schon öfter habe ich gehört, dass sich viele Männer und werdende Väter diese Sorgen teilen. Darüber wird oft geschwiegen oder diese Ängste marginalisiert. Ich nehme das sehr ernst! Ich möchte meinen Mann nicht verlieren oder uns als Paar. Wie oft lese ich hier im Forum dass nach der Geburt der Kinder die Paarprobleme begonnen haben. Das gibt mir zu denken. Natürlich sage ich "Bei uns wird das nicht so". Aber haben das nicht alle gesagt?

Jetzt widerspreche ich mit meinen Zweifeln meiner eigenen Fragestellung mit dem Kinderwunsch 🙈
 
1) Kennt ihr Jemanden, der ungewollt Kinderlos geblieben ist? Wie gehen die Betroffenen damit um?
Ich kenne tatsächlich keine Frau persönlich, die ungewollt kinderlos ist (oder zumindest weiß ich es dann nicht). Doch, ich habe eine kinderlose Tante; das liegt aber daran, dass sie auch nie einen Partner hatte. Sie mag Kinder jedoch sehr und hat sich immer um die Kinder ihrer Geschwister mitgekümmert, was ich als sehr schön empfunden habe.


2) Ist ungewollte Kinderlosigkeit auch für Männer ein Thema (weil es nicht geklappt hat/die Partnerin keine Kinder will/ es keine Partnerin gibt) oder ist es eher ein Mitleiden mit der Frau?
Ich habe beim Online-Dating schon öfter kinderlose Männer kennengelernt und frage dann meist auch irgendwann nach dem Grund. Die meisten antworten dann, dass es sich eben nicht ergeben habe. Oft schwingt ein Bedauern mit; ich hatte aber nie den Eindruck, dass ein richtiges Leiden damit verbunden war. Das ist jetzt aber keine generelle Aussage; es gibt bestimmt auch Männer, die sehr darunter leiden. In der Tendenz habe ich aber den Eindruck, dass es Männern leichter fällt als Frauen, sich mit Kinderlosigkeit zu arrangieren und dann andere Themen zu finden, mit denen sie sich beschäftigen.

Von einem Fall weiß ich, bei dem der Mann unfruchtbar ist. Das war bereits zu Beginn der Beziehung bekannt, und die Frau meinte, dass es für sie in Ordnung wäre, keine Kinder zu bekommen. Nach einigen Jahren bildete sich dann aber doch der Wunsch danach, und es gab Kinderwunschbehandlungen, die leider alle negativ endeten. Das Paar ist (noch?) zusammen, allerdings berichtet der Mann davon, dass die Frau kaum noch Nähe zulasse und sie ihm zumindest unbewusst die Schuld an ihrem Unglück gebe, was für ihn schwer auszuhalten ist.

Ich finde aber, dass du dich mit solchen Schicksalen jetzt nicht allzu viel beschäftigen solltest. Das Thema ist vielschichtig, und jeder Mensch und jedes Paar ist so individuell, dass der Umgang damit anders aussieht. Ich denke, wichtig ist es vor allem, in Kontakt zu bleiben, auch wenn der Partner vielleicht eine andere Art des Umgangs damit hat.
w45
 
Ich befinde mich gerade in der Situation, mich langsam aber sicher von meinem Kinderwunsch verabschieden zu müssen.

Ich bin jetzt 37. Von meinem 23. bis 34. Lebensjahr war ich mit meinem Exmann zusammen. Ich hätte gerne schon Ende 20 mein erstes Kind bekommen, aber ich habe damals gewartet, weil dass unsere Lebensumstände es damals nicht gut hergaben – wir haben beide noch studiert.

Mit 31 haben wir dann geheiratet und auch versucht, ein Baby zu bekommen. Doch es tat sich einfach nichts. Wir waren dann in zwei KiWuPraxen, hatten eine lange Diagnosephase, es gab immer wieder Verzögerungen. Dann gab der Zeitpunkt, wo wir den Termin zur 1. ICSI hätten ausmachen können. Zwei Wochen später hat er mich von einem auf den anderen Tag ohne Vorwarnung verlassen. Und dann sitzt du da mit 34 und eingeschränkter Fruchtbarkeit vor deinem Leben in Scherben.

Irgendwann habe ich dann tatsächlich wieder Hoffnung gehabt und mich bei EP angemeldet. Nach dem ein nicht so ergiebiges Jahr fast abgelaufen war, habe ich dann tatsächlich jemanden kennengelernt. Er hatte bei KiWu angegeben „grundsätzlich vorstellbar“, was für mich anfangs schon Ausschlusskriterium war, aber bei ihm war es das erste Mal (!), dass ich mir vorstellen konnte, mit einem Mann auch ohne Kind glücklich zu sein. Etwas, dass ich mir vor ein paar Jahren niemals hätte vorstellen können.

Nun, nach 6 Wochen hat er sich dann nicht mehr gemeldet und als ich nachgefragt habe, hat er gesagt, die eine Stunde Fahrtzeit zwischen uns (war vorher bekannt) wäre ihm zu viel. Naja, wäre es wirklich Liebe gewesen, wäre ich auch zu ihm gegangen. Manchmal denke ich mir, dass es für mich wohl einfach nicht sein soll. Ich habe mir sehr eine Familie gewünscht, aber wahrscheinlich habe ich in diesem Leben genug andere Aufgaben zu bewältigen. Es bringt nichts, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. So versuche ich mittlerweile auch, mir Alternativen für mein Leben zu überlegen. Dinge, die ich noch tun und erleben möchte. Natürlich wird da immer ein Loch bleiben.

Was mich nur immer sehr aufregt, ist, dass jungen Frauen immer gesagt wird „ach, du hast doch noch so viel Zeit“ und dann sind sie über 30, und es klappt nicht, und die Jahre, in denen es gegangen wäre, sind unwiederbringlich vorbei. Selbst jetzt meint noch jeder, mir sagen zu müssen, wie viel Zeit ich doch noch hätte, und jeder kennt eine, die hat noch mit 42, 44, 46. Und dann möchte ich am liebsten schreien „nein, habe ich nicht!!! Und ich hatte mit 34 schon eine Diagnose!“ Ich kann nur allen jungen Frauen raten, wenn ihr euch in den Zwanzigern ein Kind wünscht, dann tut es, es gibt immer eine Möglichkeit und arbeiten könnt ihr immer noch die nächsten 30 Jahre. Die Fruchtbarkeit gibt euch kein Mensch je zurück. Und die Gesellschaft soll endlich aufhören mit diesem „Du hast doch noch Zeit“. Nein, habe ich nicht.
 
Es gibt sogar Tage, da zweifle ich an dem Kinderthema. Wenn ich meine müden erschöpfen Freunde mit Kleinkindern sehe.
Ich habe in den fast zwei Jahren meiner Entscheidungsfindung auch sehr genau FreundInnen mit Kleinkindern beobachtet. Ja, man ist in den ersten zwei, drei Jahren oft sehr erschöpft und am Limit. Das muss man einfach so bestätigen. Eine realistische Erwartungshaltung ist m.E. sehr hilfreich. Verklärte Momente kommen in der Babyzeit sowieso von selbst... Und beobachte mal weiter, wie sich das ab 4, 5, 6 Jahren entwickelt...
Inzwischen freut er sich richtig, macht Pläne, möchte von sich aus mindestens 6 Monate Elternzeit nehmen und danach seine Stunden reduzieren.

Ich weiß von 2 Sorgen von ihm. 1) Dass nach der Familiengründung der Sex weniger werden könnte.
Wir hatten vor der Geburt unseres Sohnes fast täglich Sex. Das ist tatsächlich nicht mehr möglich, außer im Urlaub ;-)
Von daher sieht dein Mann das realistisch. Je mehr ihr euch allerdings die Elternrolle aufteilt (6 Monate Elternzeit klingt sehr gut!), desto besser ist es für euer Paar-/Sexleben. Bei uns hat sich das mittlerweile auf zweimal pro Woche eingependelt. Ich muss aber sagen, dass ich erst sehr spät, also ein Jahr nach der Geburt, wieder Lust empfand und wieder voll eingestiegen bin. In der Hinsicht hatte ich meinen Mann auch vorgewarnt. Ich war einfach viel, viel zu müde.
2) Dass ich für ihn als Sexualpartnerin durch Schwangerschaft/Geburt/Mutterschaft an Attraktivität einbüßen könnte.
Ich kann diese Sorge gut verstehen und habe sie auch geteilt. Vor allem die um die eigene Attraktivität. Da du - wie ich - mit über 35 schon zu den "Spätgebärenden" zählst, musst du in jedem Fall mehr machen für die Rückbildung als eine jüngere Frau. Es geht vielleicht auch etwas langsamerer. Aber zur Beruhigung: Gerade bei nur einem Kind bekommt man seine vorige straffe, schlanke Form gut zurück. Durch gezieltes Beckenbodentraining kann man auch speziell für die Sexualität noch ein paar Steigerungen entdecken. Und: Mehr Sport muss man ab 40 sowieso machen. Außerdem: Du wirst auch durch das Alter an Attraktivität einbüßen.
Jetzt widerspreche ich mit meinen Zweifeln meiner eigenen Fragestellung mit dem Kinderwunsch 🙈
Ich kenne das gut von mir selbst. Manchmal habe ich sogar bewusst Contra-Argumente gesucht. Aber irgendwann hat es sich doch zum Pro entwickelt... Aber es ist sicher klug, eine so wichtige Entscheidung von allen Seiten zu betrachten. Besser, als danach etwas zu bedauern!
Vielleicht hälst du uns auf dem Laufenden? Wünsch dir viel Glück!
 
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Ich weiß von 2 Sorgen von ihm. 1) Dass nach der Familiengründung der Sex weniger werden könnte. 2) Dass ich für ihn als Sexualpartnerin durch Schwangerschaft/Geburt/Mutterschaft an Attraktivität einbüßen könnte.
Schon öfter habe ich gehört, dass sich viele Männer und werdende Väter diese Sorgen teilen. Darüber wird oft geschwiegen oder diese Ängste marginalisiert. Ich nehme das sehr ernst! Ich möchte meinen Mann nicht verlieren oder uns als Paar. Wie oft lese ich hier im Forum dass nach der Geburt der Kinder die Paarprobleme begonnen haben. Das gibt mir zu denken. Natürlich sage ich "Bei uns wird das nicht so". Aber haben das nicht alle gesagt?
Aus eigener Erfahrung kann ich das natürlich noch nicht sagen. Aber wir hatten das ja hier sehr ausführlich diskutiert im Forum.
Ich denke, ja, da machen sich mehr Männer als Frauen Gedanken drüber. Soweit ich das im Freundeskreis sehe, war das aber dann entweder nicht so, oder aber auch die Männer WOLLTEN dann erstmal selbst weniger Sex, wenn sie das Kind gleich viel mitbetreut haben - dann waren sie nämlich genauso kaputt und müde und wollten erstmal nur noch schlafen. Ich habe eher das Gefühl, Männer machen sich seltener darüber Gedanken, wie anstrengend es dann mit Kind wirklich wird und wie sehr sich alles ändert. (Naja, gibt auch genug Frauen, die das verklärt sehen und dann überrascht sind... :D ) Da ist Sex ja nur ein Nebenthema...
Die Pärchen, die ich kenne, sind sehr glücklich mit den Kindern (viele sind jetzt so 5-8 Jahre alt). Von meinen Freunden hat sich tatsächlich noch kein Paar getrennt oder wirkt unglücklich. Die waren aber auch schon alle über 30 und die Männer wollten wirklich Kinder, sie hatten vorher viele Jahre gemeinsam und waren eben schon sehr glücklich miteinander vor der Geburt. Ich denke, zur Trennung kommt es signifikant häufiger nach einem Kind, wenn schon vorher ein paar Sachen im Argen lagen, vor allem bei Kommunikation, Rollenverständnis und "ich bin nur mit ihm zusammen, weil ich ein Kind will"-Gründen. Klar kann man aber nicht alles vorher wissen und kontrollieren, es kann immer schiefgehen mit der Beziehung. Das gilt aber auch für ohne Kinder, ist ja nicht so, als würden da alle ewig und bis an ihr Lebensende glücklich sein und nur ein Kind stört diese Harmonie... Die Attraktivität sinkt auch ohne Kind, es kann Langeweile im Bett aufkommen.. hier gibt es ja nun genügend Themen von Leuten, die ohne Kinder trotzdem keinen Sex mehr haben oder unglücklich sind. Ich versteh aber, dass du dir solche Gedanken machst, das geht mir ja genauso. Ich denke, es ist aber schon hilfreicher, als mit rosaroten Erwartungen an ein Kind ranzugehen und zu denken, das wird alles gaaaaaanz einfach und toll. So ist es eben nicht, es ist beides, toll und furchtbar anstrengend.
 
Was mich nur immer sehr aufregt, ist, dass jungen Frauen immer gesagt wird „ach, du hast doch noch so viel Zeit“ und dann sind sie über 30, und es klappt nicht, und die Jahre, in denen es gegangen wäre, sind unwiederbringlich vorbei. Selbst jetzt meint noch jeder, mir sagen zu müssen, wie viel Zeit ich doch noch hätte, und jeder kennt eine, die hat noch mit 42, 44, 46.
Deine Geschichte tut mir natürlich sehr Leid, so einen Wunsch zu haben, der dann so enttäuscht wird!
Aber: du sagst selbst, du warst mit Ende 20 nicht bereit, da noch im Studium.

Was ich aus meiner Situation gesehen habe: mir wurde immer eingebleut, mach dich nie von einem Mann abhängig, wenn er sagt, er sei bereit für Kinder, reicht das nicht! DU bist diejenige, für die sich das Leben ändert. Mein gesamtes Umfeld ist dahin erzogen, möglichst guten Abschluss und sicheren Job zu haben.
bäääm, und kaum ist man 30, zählt das alles nicht mehr, das einzige was gefragt wird, wann hast du ein Kind? Ich habe meinen Freund mit 29 verlassen, weil Ich keine Kinder mit ihm wollte, und Mich wollte alle verkuppeln, weil “du willst doch auch Kinder”!
Was ich damit sagen will, @bienenflotte , 1. Man sollte bei dem Thema nicht auf andere hören. Ich habe Freundinnen, die mit Mitte zwanzig Kinder bekommen haben, und die sagen, das ist auch nicht immer besser...Job und Studium haben gelitten...
2. Wenn hier Leute sagen, “du hast noch Zeit”, dann ist das ein Trösten, dass sie nicht sofort aufgebem soll. Das es (wenn auch schwieriger) noch möglich ist. Wäre ihr geholfen, zu sagen, ne mit 36, vergiss es?!

Das Thema Alter und Kinder ist bestimmt ein romantisches, aber ich finde diese Argumente, für und wider, beide untauglich. Eben, man weiss ja gar nicht, ob man überhaupt so alt wird, wo die Familie wohnt, und wie der Kontakt ist. Ich kenne ein Frau, hat keinen Partner und verlegt sämtliche Hoffnung auf den Kontakt zu den erwachsenen Kindern, und das ist auch extrem einengend für diese.
 
1) Kennt ihr Jemanden, der ungewollt Kinderlos geblieben ist? Wie gehen die Betroffenen damit um?
Das tut mir sehr leid für Dich! Ich habe eine Kollegin, sie ist 37. Sie hatte im Dezember ihre 5. oder 6. Fehlgeburt. Sie und ihr Partner hatten im vergangenen August geheiratet, weil sie sich liebten und weil die Krankenkasse unter diesen Vorraussetzungen eine künstliche Befruchtung bezahlt. Also mussten sie regelmäßig in die Kinderwunschklinik. Klärt mich auf, wenn das nicht so genau stimmt mit der Krankenkasse, es wurde mir so erzählt. Es scheint also wieder nicht geklappt zu haben und ich bin mir sicher, das wird nichts mehr.
Sie sagte mal, wenn ihr die Ärztin ganz sicher zusagt, dass sie nicht mehr schwanger wird und auch nicht mehr die geringste Chance besteht, dann könnte sie, die Kollegin, damit abschließen und ihren Frieden finden.
Soweit ist sie wohl jetzt. Sie geht noch eine Weile in Therapie. Ich habe mal kurz ihren Mann kennengelernt, er war total sympatisch. Beide reisen sie sehr gerne und oft. Vielleicht soll es einfach nicht sein. Vielleicht kannst Du etwas anderes tun. Kümmer Dich um Kinder, denen es schlecht geht. Aber Du kommst mir sehr stark rüber, Du schaffst das. Alles LIebe.
 
Und die Gesellschaft soll endlich aufhören mit diesem „Du hast doch noch Zeit“. Nein, habe ich nicht.
Dazu möchte ich gerne ergänzend etwas sagen.

Als ich mit dem vierten Kind schwanger war, ist es mir häufiger passiert, dass Frauen, die von der Schwangerschaft erfuhren, spontan sagten. „Ach ja, ich habe ja zwei Kinder, und eigentlich hätte ich dann gerne auch noch ein drittes gehabt, aber jetzt bin ich dazu zu alt“.

Das ist ein Aspekt, der in jungen Jahren und bei der Überlegung, irgendwann mal Kinder haben zu wollen, oft vergessen wird. Dass es nach dem Wunsch, überhaupt ein Kind zu bekommen, nämlich vielleicht auch irgendwann noch den Wunsch geben könnte, noch ein zweites oder drittes zu bekommen. Und auch wenn es mit dem ersten noch geklappt hat, kann es dann für weitere zu spät sein.

Ich hoffe, dass der Einwurf jetzt nicht als unpassend empfunden wird. Ich weiß, dass es hier darum geht, ob überhaupt ein Kind oder eben nicht, und dass einem in diesem Stadium die Frage nach Nummer zwei und drei nicht so (ge)wichtig erscheint. Ich möchte nur aufzeigen, dass Wünsche sich im Laufe des Lebens ändern können und dass man sich dessen bewusst sein sollte.
w45
 
2) Dass ich für ihn als Sexualpartnerin durch Schwangerschaft/Geburt/Mutterschaft an Attraktivität einbüßen könnte.
Schon öfter habe ich gehört, dass sich viele Männer und werdende Väter diese Sorgen teilen.
Also ehrlich: ich habe davon hier im Forum vor ein paar Wochen zum ersten Mal gelesen.
Ich kann das null nachvollziehen. Bevor ich schwanger geworden bin, habe ich auch nicht einen einzigen Gedanken daran verschwendet, dass ich danach für meinen Mann weniger attraktiv sein könnte. Auf diese Idee bin ich nicht mal gekommen! Und ich bin mir ziemlich sicher: mein Mann auch nicht (den frage ich jetzt nach der Trennung dazu aber auch nicht mehr 🥴). Ich hatte danach auch NIE das Gefühl, dass er das so empfunden hätte.

Man wird durch eine Schwangerschaft doch nicht zum Zombie. Und ehrlich gesagt fehlt mir jegliches Verständnis dafür, wenn sich ein Mann an einem Schwangerschaftsstreifen stört. Wenn so eine Kleinigkeit die sexuelle Anziehung stört, scheinen mir die Probleme irgendwo anders zu liegen.
w45
 
Wenn so eine Kleinigkeit die sexuelle Anziehung stört, scheinen mir die Probleme irgendwo anders zu liegen.
Naja, das Thema muss man ja sosohl durch die Brile der Frau als auch die des Mannes sehen.
Männer sind nunmal doch auch ziemlich auf das Optische fixiert. Auch auf Dauer.

Ich behaupte einfach mal, kaum ein Mann hat mit einer Frau deshalb Sex weil er sie soo sehr liebt.
 
Und die Gesellschaft soll endlich aufhören mit diesem „Du hast doch noch Zeit“. Nein, habe ich nicht.
Eine 27jährige Freundin von mir hat im Zusammenhang mit ihrer Endometriose-Erkrankung, nach deren Diagnose die Ärzte meinten, wenn sie jemals Kinder will, dann lieber früher als später, ihren AMH-Wert und Eizellvorrat testen lassen. Dabei kam ein sehr niedriger Wert raus, was heißt, dass sie wirklich lieber jetzt als in ihren Dreißigern Kinder kriegen sollte, denn später ist es fast unmöglich. Ursprünglich wollte sie erst mit Mitte dreißig oder so das Kinderthema angehen und alles locker sehen, aber jetzt hat sie sich von ihrem älteren Partner, mit dem sie glücklich war, der aber schon ein Kind hat und keine mehr will, getrennt, damit sie einen mit Kinderwunsch kennenlernen kann, und überlegt, ob sie sich Eizellen einfrieren lassen soll.
Sie meinte zu mir, es sei wie eine Offenbarung für sie gewesen, dass man seinen Eizellenvorrat und das potentielle Ende der Fruchtbarkeit frühzeitig prüfen und dann sein Leben ggf. danach ausrichten und schon ein paar Jahre früher Kinder kriegen kann, jedenfalls beeinflusst es die Entscheidung und Planung. Dadurch weiß sie jetzt noch halbwegs rechtzeitig, dass sie einen niedrigen Wert hat und sich beeilen muss, wenn sie noch Kinder will. Ich fand das interessant. Denn man denkt immer (ich ehrlich gesagt auch), das mit den Kindern wird schon klappen, auch in den Dreißigern irgendwann nach Studienabschluss und Berufseinstieg. Aber tatsächlich sind die Voraussetzungen bei den Frauen unterschiedlich. Manche können locker bis 40 noch Kinder kriegen, aber bei vielen ist es kaum mehr möglich. Der sicherste Weg oder am ehesten noch die "Garantie", dass es klappt, haben Frauen wohl mit Anfang zwanzig. Aber keine meiner Freundinnen (mich eingeschlossen) hat sich da schon bereit für Kinder gefühlt. Man will ja erstmal noch erwachsen werden, die Welt kennenlernen und Erfahrungen sammeln, was sicher auch nicht verkehrt ist, sondern sich positiv in Bezug auf Partnerwahl, Kindererziehung und Lebensart auswirken kann, denn es soll ja auch nicht der Erstbeste schnell geheiratet und zum Kindsvater gemacht werden, zumal viele Männer das in dem jungen Alter verständlicherweise auch noch gar nicht wollen. Es ist schwierig ...
w26
 
Ich behaupte einfach mal, kaum ein Mann hat mit einer Frau deshalb Sex weil er sie soo sehr liebt.
Weiß ich nicht.
Nur wenn eine gewisse Grund Geilheit da ist und die Frau vertraut, warum nicht.
Als ob man für Sex gut aussehen müsste 😄
Da hätten ja wenige Paare Sex, vor allem im Alter.
Tatsächlich kann Sex auch funktionieren, wenn keiner was sieht.
Dickere Frauen sind nunmal auch weicher.
Warum sollte das beim Sex schlecht sein?
Oder anders:
Ein paar meiner Freundinnen meinten, der Sex mit einem dürren Mann war super ungemütlich.
Denke nicht, dass es Männern anders geht.
Und einen Beckenboden kann man trainieren.
 
Ich glaube dass ist nicht nur eine Frage des "guten Aussehens", aber natürlich schon der entsprechenen Ausstrahlung.

Also ich liebe meine Partnerin und versuche ihr Freude zu machen, schenke ihr oft Blumen, will ihr helfen, mit ihr auch zusammensein, das Leben zusammen meistern.

Die Liebe macht den Sex ganz sicher vertrauter, schöner und aus meiner Sicht auch geiler, (weswegen ich mit dem Modell von @Andreas nicht viel anfangen kann) aber der eigentliche Grund ist für den Sex ist nicht meine Liebe sondern mein Trieb und ihr Reiz auf mich ....
 
Was die Zeit nach der Geburt angeht und der Sexualität, (ich habe logischerweise keine Erfahrung)...meine aber mal eine Studie gelesen zu haben, dass die meisten Männer kurz nach der Geburt fremdgehen...

Aber letztendlich liegt es mit Sicherheit nicht (nur) am Körper der Frau, sondern an der Gesamtsituation: Stress, Müdigkeit und ganz neue Probleme..
Viele Männer sagen dann ja auch eher, dass die Frau jetzt nur noch Mutter ist und nicht mehr Partnerin, weil sich bei ihr alles nur noch um das Kind dreht...aber das ist ja irgendwie logisch? Ist doch Natur, die Mutter muss ja jetzt für das Kind da sein, und Sex soll man am Anfang ja eh nicht haben...
Ratgeber empfehlen doch da immer, ganz bewusst für Paarzeit zu sorgen, damit das nicht verloren geht...
 
Als ich mit 30 immer noch kinderlos war und 10 Jahre in der Partnerschaft war, gingen bei mir reihum die Fragen los, wann es denn bei uns soweit sei.

Da ich insgesamt die komplette Beziehung nicht verhütet habe war ich mir sicher ohne fremde Hilfe wird das nichts.

Ich bin dann in mich gegangen und habe so nach und nach festgestellt, daß ich zum einen jeglichen Eingriff in meinen Körper, oder auch nur Medikamente, sehr schwer tolerieren würde. Der Prozess ging bestimmt 2 Jahre in denen ich sämtliche Anfragen bestimmt aber höflich wieder und wieder abgelehnt habe.

Es kommt viel Druck von außen.

Ich war froh um meine Unfruchtbarkeit. Und es machte es mir leichter den Frieden damit zu schließen.
 
2) Dass ich für ihn als Sexualpartnerin durch Schwangerschaft/Geburt/Mutterschaft an Attraktivität einbüßen könnte.
Schon öfter habe ich gehört, dass sich viele Männer und werdende Väter diese Sorgen teilen.
Die hier eher ab und an mal zu hörende Klage von Seiten der Männer ist, dass Frauen das Interesse an Sex verlieren, sobald kleine Kinder da sind.

Deine Aussage "vieler" Väter finde ich verwunderlich. Ich habe das noch nie gehört.
 
Nein, ich kenne keine Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Ich will dir jedoch eine andere Sichtweise aufzeigen:

Auch wenn es nicht sehr tröstlich ist, wenn das Kind in den ersten Wochen abgeht, war etwas mit dem Kind nicht in Ordnung. Es war nicht lebensfähig und die Natur hat sich daher für einen Abbruch entschieden. Das hat jedoch nichts (oder kaum etwas) für nachfolgende Schwangerschaften zu heißen. Du warst schon einmal schwanger und kannst es wieder werden. Ob das Kind beim nächsten Mal lebensfähig ist, kann dir keiner sagen, wenn du aber nicht gerade eine genetische Disposition zu einem Defekt hast, ist die Wahrscheinlichkeit sehr, sehr hoch, das alles ok sein wird.
Meine Hebamme aus der 1. SS hatte nach meiner Betreuung in der 12. SSW eine Fehlgeburt. Ich habe es nur am Rande mitbekommen, als ich sie auf die SS ansprach (sie hatte uns davon erzählt). Ich weiß nicht, ob sie es wirklich so leicht genommen hat, aber sie sagte mir nur, sie hätte in der 11. SSW geblutet. So wie es vor Jahrzehnten eben wahrgenommen wurde, als es noch nicht so präzise Schwangerschaftstests gab. Damals war es eben "nur" die Regel, die verzögert einsetzte.

Das soll nicht unemphatisch, klingen. Das wäre jedoch der Weg, wie ich wohl mit einer Fehlgeburt in den ersten Wochen umgegangen wäre bzw. es versucht hätte.


Plane dein Leben weiter ohne Kind und verhüte nicht.

Es ist kein Thema, über das man mit Fremden redet, jedoch frage ich mich manchmal, wenn ich bei anderen mitbekomme, dass die schon ein halbes Jahr oder länger probieren, ob die es auch einfach darauf ankommen lassen. Theoretisch ist eine Frau nur ein paar wenige Tage im Monat fruchtbar und manchmal hat man trotz Regelblutung gar keinen Eisprung. Genau die fruchtbaren Tage beim Sex zu erwischen, ist daher sehr viel Zufall. Ich würde daher jeder Frau mit aktivem Kinderwunsch empfehlen, die fruchtbaren Tage zu testen.
Mein Mann und ich haben trotz Ovulationstest bei der 1. SS drei Versuche gebraucht. Man wird je nach Sichtweise glücklicherweise oder leider nicht einfach mal eben schwanger nur weil man die Pille vergisst. So einfach ist es meistens nicht. Jedenfalls nicht mit Mitte/Ende 30.

Meine damalige Hebamme ist übrigens vor kurzem Mutter einer kleinen Tochter geworden. Nach der Fehlgeburt hat es beim nächsten Mal geklappt.

W35
 
Ich hoffe, dass der Einwurf jetzt nicht als unpassend empfunden wird.

Ich finde ihn gar nicht unpassend, sondern sehr wichtig. Genau das war einer der Gründe, warum wir nach K1 sofort nachgelegt haben. Bei der Geburt meiner ersten Tochter war ich 34. Mir war klar, dass meine Fruchtbarkeit nicht besser, sondern schlechter wird.
Eine andere Mutter aus meinem Geburtsvorbereitungskurs war 35 beim ersten Kind, er 41. Trotzdem war ich die einzige aus unser sich später ergebenden Krabbelgruppe, die sagte, sie will gleich ein weiteres Kind. Alle anderen wollten noch warten. Ich hoffe für diese Mutter, dass sie sich da nicht verkalkuliert hat, bzw. der Wunsch nach einem weiteren Kind gar nicht erst da ist.

W35
 
Was die Zeit nach der Geburt angeht und der Sexualität, (ich habe logischerweise keine Erfahrung)...meine aber mal eine Studie gelesen zu haben, dass die meisten Männer kurz nach der Geburt fremdgehen...

Aber letztendlich liegt es mit Sicherheit nicht (nur) am Körper der Frau, sondern an der Gesamtsituation: Stress, Müdigkeit und ganz neue Probleme..
Viele Männer sagen dann ja auch eher, dass die Frau jetzt nur noch Mutter ist und nicht mehr Partnerin, weil sich bei ihr alles nur noch um das Kind dreht...aber das ist ja irgendwie logisch? Ist doch Natur, die Mutter muss ja jetzt für das Kind da sein, und Sex soll man am Anfang ja eh nicht haben...
Ratgeber empfehlen doch da immer, ganz bewusst für Paarzeit zu sorgen, damit das nicht verloren geht...
Man ist nach der Geburt im Wochenbett, darf sowieso einige Wochen keinen Sex haben (6-8) je nach Schwere der Geburtsverletzung denkt Frau auch erstmal nicht an Sex und ist froh wenn untenrum wieder alles in Ordnung ist. Man hat den Wochenfluss, der Körper muss heilen.
Hätte insgeheim meine große Stillbrust wieder, war schon hübsch anzusehen 😄😏

Welcher Schwanz gesteuerter Kerl geht kurz nach der Geburt fremd? Er kann doch wohl mal seinen Lurch 8 Wochen bei sich lassen. Finde ich unmöglich. Überhaupt wie findet man da noch Zeit sich eine andere Frau aufzureißen und fremdzugehen wenn zuhause genug zutun ist mit Baby, Arbeit, Frau unterstützen (je nach Verletzung).

Hab aber auch von Männern gehört die sich abgeschrieben gefühlt haben als das Baby da war. Vllt fällt es manchen Männern schwer eine Bindung aufzubauen. Würde den Papa einfach immer mit einbeziehen und mir Zeit für ihn nehmen wenn Baby schläft.

Am Anfang schläft das Baby viel, man findet schon genug Zeit für Sex. Wenn man möchte findet man Zeit für Sex.

Wenn du körperlich trainiert bist und ein gutes Bindegewebe hast musst du nichts befürchten. Habe auch keine Dehnungsstreifen 🙌 und mein Sohn hat es lange in meinem Bauch ausgehalten (4 Tage vor Termin kam er).
Man braucht keine Angst davor haben, dass der Körper ganz anders aussieht, aufjedenfall den Rückbildungskurs mitmachen und darüber hinaus weiter sporteln dann wird das mit der Figur auch schnell wieder.
W 26
 
Hab aber auch von Männern gehört die sich abgeschrieben gefühlt haben als das Baby da war. Vllt fällt es manchen Männern schwer eine Bindung aufzubauen. Würde den Papa einfach immer mit einbeziehen und mir Zeit für ihn nehmen wenn Baby schläft.
Ich denke auch, dass das eher Männer betrifft, die vielleicht gar nicht sooo einen Kinderwunsch hatten oder die sich um das Baby nicht kümmern (oder wo die Frau alles alleine machen will, das gibst ja auch). Wirklich alle befreundeten Paare mit Baby grad teilen sich alles auf, Väter gehen mit dem Baby spazieren, stehen nachts auf, geben Flasche, falls Stillen nicht geht.. die haben alle genug zu tun und hätten gar keine Zeit zum Fremdgehen - aber auch gar nicht den Kopf dazu, weil sie alle hin und weg von ihrem Nachwuchs sind und mich mit Bildern zuballern. Einer meiner ältesten Freunde schickt mir, wenn ich mich bei ihm melde, dann als erstes die neuesten Fotos seiner Sprösslinge. Einen anderen Bekannten erreicht man überhaupt nicht mehr; er hat vorher schon angekündigt, dass er sich nach der Geburt zurückziehen will um sich um seine Familie zu kümmern. Gibts also auch, solche Männer. Ich glaube kaum, dass die alle im Viereck springen, weil die Frauen nicht gleich wieder Sex haben können oder wollen.
 
Viele Männer sagen dann ja auch eher, dass die Frau jetzt nur noch Mutter ist und nicht mehr Partnerin, weil sich bei ihr alles nur noch um das Kind dreht...aber das ist ja irgendwie logisch?

Auch Männer sind nach der Geburt erstmal nur Väter, wenn sie sich gleichberechtigt um das Kind kümmern. So ein Spruch kann daher nur von Männern kommen, die sich nach der Geburt nicht für das Kind interessieren und alle Arbeit der Mutter überlassen.


Woher weißt du, dass es an dir liegt, wenn du nur mit einem einzigen Mann Sex hattest? Kann doch genauso gut an ihm liegen.
 
Wenn du körperlich trainiert bist und ein gutes Bindegewebe hast musst du nichts befürchten. Habe auch keine Dehnungsstreifen 🙌 und mein Sohn hat es lange in meinem Bauch ausgehalten (4 Tage vor Termin kam er).
Man braucht keine Angst davor haben, dass der Körper ganz anders aussieht, aufjedenfall den Rückbildungskurs mitmachen und darüber hinaus weiter sporteln dann wird das mit der Figur auch schnell wieder.
W 26
Tja, mit "w26" glaube ich Dir das in der großen Mehrzahl der Fälle auch.
Aber ich weiß ganz genau, dass es (über alle Mütter gesehen) statistisch weit weniger als ein Drittel sind, welche nicht mit mindestens 10 % oder mehr Körpermehrgewicht (und allen weiteren Nebenwirkungen) aus der zweiten Schwangerschaft incl. Stillzeit herauskommen.
Erst bei der Dritten Schwangerschaft ist kaum noch mit einer relevanten Gewichtszunahme zu rechnen.
Dazu gibt es verschiedene Erhebungen, die wichtigste sind die diversen Studien zu SOLAR 2 der LMU München und EFTAR der Universätät Rotterdam.

Man sollte schon auf dem Schirm haben, dass es nach der Schwangerschaft UND der Stillzeit meist nicht so erfreulich läuft wie bei unserer @blume94 oder @Süsse65 hier.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber ich weiß ganz genau, dass es (über alle Mütter gesehen) statistisch weit weniger als ein Drittel sind, welche nicht mit mindestens 10 % oder mehr Körpermehrgewicht (und allen weiteren Nebenwirkungen) aus der zweiten Schwangerschaft incl. Stillzeit herauskommen.
Ich glaube auch, dass das einfach immer ein Risiko ist, und mit dem Alter bei der Schwangerschaft auch zunimmt.
In meinem Umkreis haben allerdings alle ihr Gewicht wieder von vor der Geburt. Also, von meiner Mutter über meine Schwiegermutter über alle Freundinnen mit Kind. Außer einer, die aber vorher schon starke Gewichtsschwankungen hatte, d.h. immer Probleme mit Gewicht halten. Keine Ahnung; vielleicht auch einfach alles Frauen, denen ihr Aussehen durchaus wichtig war und die danach drauf geachtet haben? Also, jetzt nur zum Gewicht, das man beeinflussen kann! Bezüglich Geburtsverletzungen, wabbligeren Bauch, Schwangerschaftsstreifen usw. ist das wirklich reines Glück/Genetik, aber auch da ist mir noch nie was krasses aufgefallen bei meinen Freunden, wenn wir dann mal im Sommer beim See waren oder so. Und in der Generation meiner Mutter sind eben alle Ende 70 und ob die Kinder haben oder nicht, ist völlig irrelevant für Aussehen und Fitness. Es wird oft so getan, als würden die Frauen entweder Mutter und dann unweigerlich unattraktiver, oder sie bleiben ewig jung und schön. Dem ist aber nicht so. Frauen ohne Kinder haben theoretisch mehr Zeit, sich um ihr Aussehen zu kümmern, das stimmt, aber älter werden sie halt auch, samt Gewichtszunahme, Falten, Hängebrüsten usw. Und auch die Männer werden nicht schöner... Diese Angst vor Unattraktivität nach Mutterschaft ist meiner Meinung nach extrem übertrieben. Da gibt es doch ganz andere Probleme, die wesentlich tiefgreifender sind (Zeitmangel für sich selbst und Partnerschaft, dass das Kind nicht so gesund ist, wie man sich erhofft, Karriere...).
 
Ob sich meine Kinder im Alter um mich kümmern werden weiß ich nicht, dafür gibt es keine Garantie . Ich kenne viele Frauen die eine Fehlgeburt hatten und anschließend mehrere Kinder bekommen haben , ich würde mir gar keine Sorgen machen und abwarten . Letztendlich ist es immer falsch Lebenssinn in anderen zu suchen , egal ob Partner oder Kindern . Damit überfrachtet man sie . Ich möchte meine Kinder nicht wissen aber ich hätte auch viele Ideen gehabt was ich aus einem kinderlosen Leben schönes gemacht hätte . Diese Bedürfnis Mutter zu sein kann man auch anders ausleben , mit Neffen , Nichten, Kindern aus schwierigen Verhältnissen, es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten mit Kindern in Verbindung zu treten . Mann kann Pflegekinder haben oder ehrenamtlich in einem Heim arbeiten. Eine Bekannte von mir traf ihren Partner erst mit Ende 30 und beschloss keine Kinder zu bekommen , er hatte schon einen erwachsenen Sohn. Obwohl die sehr gut mit Kindern kann bereut sie ihre Entscheidung nicht . An deiner Stelle wäre ich sehr dankbar dass du einen Mann an deiner Seite hast , den du liebst und mit dem du Kinder haben kannst . Das ist ein sehr großes Glück . Alles Gute !
 
In gewisser Weise bin ich auch „ungewollt“ kinderlos. Andererseits auch wieder nicht. Ich hatte immer sehr hohe Ansprüche an den potentiellen Vater meiner eventuellen Kinder und bisher konnte ich mir das mit niemandem gut vorstellen. Das heißt nicht, dass meine Partner keine guten Partner waren, nur Kinder wollte ich dann doch nicht mit ihnen. Es gab eine Zeit, so Anfang 30, da hatte ich einen ziemlich großen Kinderwunsch und hätte fast meine Prämissen über Bord geworfen, aber dazu kam es dann zum Glück nicht. Ich habe mir lange Zeit nicht die richtigen Partner dafür ausgewählt, das ist mein Verschulden, dafür kann ich niemanden verantwortlich machen.
Heute bin ich verheiratet, und werde übernächsten Samstag 39 Jahre alt, und hab schon seit ca 3 Jahren überhaupt keine Lust mehr, eigene Kinder zu bekommen. Ich habe mich damit abgefunden und muss sagen, dass ich gar nicht unglücklich bin.
Ich, bzw. wir haben uns unser Leben so eingerichtet, dass ein kleines Kind gar nicht mehr reinpasst, wir leben unsere Spontanität und genießen sie. Ich merke auch zunehmend, wie ich meine, dass meine Nerven das gar nicht mehr aushalten würden, einen so vollkommen abhängigen kleinen Menschen rund um die Uhr versorgen zu müssen. Ich arbeite mit Kindern, das reicht mir, und zu Hause habe ich meine Ruhe. Ich engagiere mich ehrenamtlich für zwei schon etwas größere Kinder, die es nicht so gut haben, das gibt mir genug Erfüllung. Ich brauche kein eigenes Kind, um glücklich zu sein, also kann ich von MIR behaupten, dass es sich kinderlos ganz gut lebt. Das heißt ja nicht, dass ich kein Familienleben habe.
 
Auch Männer sind nach der Geburt erstmal nur Väter, wenn sie sich gleichberechtigt um das Kind kümmern. So ein Spruch kann daher nur von Männern kommen, die sich nach der Geburt nicht für das Kind interessieren und alle Arbeit der Mutter überlassen.
Naja, es gibt eben nicht immer nur die perfekte Bilderbuchfamilie. Das ist ja ein Querschnitt der Gesellschaft und Kinder werden nun nicht immer nur in die “Papa und Mama kennen sich lange und wissen genau was tun”-Familie hineingeboren.
Abgesehen von dem Thema hier, aber weil es ein paar Mal erwähnt wurde, viele Leute denken nicht daran, was ein Kind für eine Verantwortung bedeutet. Die romantisieren das, i-tüpfelchen der frischen Liebe, finden vielleicht Babys putzig oder hachja, verhüten nicht und wenn die Dame dann schwanger ist, oder das Kind da, ist das Drama gross - durften wir ja neulich erst wieder in einem Thread lesen.

Ich habe übrigens leider im Bekanntenkreis einige Männer, die “unfreiwillig” Vater wurden - also ich denke, die sind meist genauso Schuld wie ihre Freundin, wenn sie sich nicht um Verhütung kümmern - aber die wirken während der Schwangerschaft alles andere als happy. Und bei dem Verhalten einiger kann ich mir denken, dass das einfach ein “Fluchtversuch” ist, vor dem was nicht “wahr sein darf”.
 
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