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  • #1

Wie groß ist der Unterschied zwischen kirchlicher und standesamtlicher Hochzeit?

Ich (m-38) habe ein lange (10j) Beziehung hinter mir, habe diese beendet, da wir sozusagen "sexuell nicht kompatibel" waren. Es gab hier ein vollkommes Vertrauensverhältnis; hätte diese Frau ansonsten geheiratet; auch kirchlich. Nun bin ich seit knapp 2 Jahren mit einer Frau (32) zusammen, die ich noch mehr liebe, wir sind (auch sexuell) sehr glücklich miteinander. Wir möchten eine Familie gründen und zusammen bleiben. Aber: ich habe in einer bestimmten Hinsicht nie so ein perfektes Vertrauensverhältnis aufbauen können. Sie ist auch sehr attraktiv. Mein Gefühl (kein bestimmter Anlass) sagt mir, dass sie eines Tages vielleicht doch die Beziehung auflösen will (oder fremdgeht) und sie sagt auch selbst manchmal, dass es 100% Sicherheit nicht gibt. Da ich gläubiger Katholik bin, und für mich der Schwur "bis dass der Tod uns scheidet" definitiv unumstößlich ist, möchte ich sie deshalb nur standesamtlich, aber nicht kirchlich heiraten. Wie seht ihr dass?
 
  • #2
Wenn Du Zweifel hast, dann heirate einfach gar nicht. Man kann heute auch sehr gut ohne Trauschein zusammenleben. Die standesamtliche Heirat hat erheblich mehr Konsequenzen als die kirchliche Trauung.

Gerade als gläubiger Katholik solltest Du nur dann heiraten, wenn Du an den Bestand glaubst und die Partnerschaft leben willst. Wenn Du wirklich gläubig bist, darfst Du auch nicht verhüten, hast Sex zur Zeugung und keinen vor der Ehe. Bist Du wirklich so gläubig oder suchst Du Dir die Facetten heraus, die Dir gefallen? Warum hat die Facette "kirchliche Trauung" einen so viel höheren Wert als die katechistische Sexualmoral? Beides hat den gleichen Stellenwert. Lies mal, was der Papst dazu in seinen Büchern schreibt.
 
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  • #3
Wie kannst du Sex mit ihr haben, wenn du doch so gläubiger Christ bist? Wie konntest du mit deiner vorherigen Partnerin 10 Jahre zusammenleben, wenn du doch so gläubiger Katholik bist?

Scheinheilig trifft es wohl eher - wasch mich, aber mach mich nicht nass! Typisch für viele Katholiken! Angeblich nach außen den Schein wahren....
 
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  • #4
FS zu #1 und 2
Ich lebe genauso angepasst an unsere Gesellschaft, wie fast jeder anderer Katholik auch...
und erkenne auch die Schwächen unsere Kirche.

Ich bin auch gar nicht besonders gläubig, sondern glaube eben einfach daran, diese eine Entscheidung in meinem Leben nur einmal treffen zu können und zu wollen und der Schwur endgültig ist.
Ich liebe meine Partnerin wie noch nie jemanden zuvor und glaube auch, dass sie mein Schicksal ist. Trotzdem sehe ich auch ihre Schwäche ...
 
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  • #5
Als gläubiger Katholik sollte eine nur standesamtliche Heirat für dich gar nicht in Frage kommen - nach katholischem Kirchenrecht lebst du in "wilder Ehe", solange du nicht kirchlich verheiratet bist, du bist also in den Augen der katholischen Kirche überhaupt nicht verheiratet und, streng genommen, von den Sakramenten (z. B. Kommunion) ausgeschlossen.
Die Gemeindepfarrer haben da u. U. tolerantere Standpunkte, ich rede von der OFFIZIELLEN kirchlichen Meinung.

Insofern ist es vom katholischen Standpunkt aus völlig egal, ob du gar nicht oder eben nur standesamtlich heiratest. Der Trauschein spielt so gesehen überhaupt keine Rolle.

Seltsam ist, dass du dir deiner Sache sicher scheinst: für dich ist die Ehe unauflöslich, du traust deiner Partnerin aber nicht so ganz, du fürchtest, dass sie eines Tages gehen könnte. Das Versprechen hätte SIE dann aber gebrochen, nicht DU. Daraus kann man dir also eigentlich keinen Strick drehen. Wenn der Standpunkt der Kirche in einem solchen Fall für dich wichtig ist, dann rede mit einem Geistlichen deines Vertrauens, um dir Klarheit zu verschaffen. Bist du Mitglied einer Gemeinde? Gehst du sonntags zur Messe? Dann weisst du, wer dein Ansprechpartner ist. Ansonsten musst du dich fragen lassen, wie ernst es dir mit deinem Glauben ist und warum er plötzlich beim Thema Heirat eine Rolle spielt.
 

hanjo58

Gesperrt
  • #6
Ich denke, dass dein Problem gar nicht die ,,kirchliche Position" ist. Du kannst dich nicht in einen auf eine Art ,,standesamtliche Treue" beschränkten Menschen verwandeln. Dein Jawort gilt so, wie du es persönlich empfindest und definierst - daran ändert der Verzicht auf eine kirchliche Trauung nichts.
 
  • #7
Die Frage, ob kirchlich oder standesamtlich zu heiraten, ist doch für das eigentliche Problem völlig irrelevant. Mit einer Frau, die zu mir in einem bestimmten Zusammenhang sagt, dass es 100%ige Sicherheit nicht gibt, hätte ich ein ganz schlechtes Gefühl. Mit solchen Äußerungen bereitet man normalerweise seinen Abschied aus einer Beziehung vor, auch wenn die Aussage streng sachlich gesehen durchaus richtig ist. Eine solche Frau würde ich gar nicht heiraten, weder standesamtlich und erst recht nicht kirchlich.
 
  • #8
Tja lieber FS, Zwickmühle...

aber im Ernst, in der Tat 100% Sicherheit gibts nunmal nicht, bei niemandem. Aber Deine Kirche tut so als ob. Das ist das Problem. Wenn Sie Deine grosse Liebe ist dass solltest Du auch heiraten wenn Dir das wichtig ist. Eine Beziehung mit Verfallsdatum dagegen sollte keiner eingehen, ob kirchlich oder nicht.

Eines kann ich Dir aber aus eigener Beobachtung und Erfahrung sagen: Es sind nicht die attraktiven die besonders oft fremdgehen, so von wegen mehr Gelegenheit. Nein es sind die unscheinbaren die damit Ihr Selbstwertgefühl aufpeppen wollen.

Du liebst Sie wie keine andere je zuvor, alles stimmt dann heirate Sie! Und wenns doch schiefgehen sollte, glaube mir dann wirst Du irgendwann auch diese Entscheidung nochmals treffen.
 
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  • #9
Es gibt keine 100 %ige Sicherheit auf dieser Welt für einen Menschen!

Ich würde für KEINEN in dieser Beziehung die Hand ins Feuer legen,
auch für mich nicht!

Deine Partnerin sagt einfach, wie es ist.... und Du bist zun misstrauisch. Das ist nicht gut für eine Beziehung.
 
  • #10
Lieber FS,
ich bin der Meinung, dass du auf gar keinen Fall kirchlich heiraten solltest.
Deine innerliche Auseinandersetzung mit deinem Glauben ist noch viel zu unausgereift.
Ich bin zwar nicht Katholikin, habe aber verstanden, dass die Vergebung von Sünden,also das Verzeihen, ein wesentlicher Bestandteil ist.
Jesus Christus ist dafür am Kreuz gestorben, die Beichte, das Beten von Rosenkränzen...entlastet von Schuld und bietet die Grundlage für einen Neuanfang - wie auch das Abendmahl.
Insofern impliziert und gestattet der katholische Glaube auch das Vorhandensein von Schwäche, welche für dich, was deine Partnerin betrifft, ein Hinderungsgrund darstellt.
Wie gesagt, ich bin nicht Katholikin.
Ich meine, dass jeder Mensch, was den Begriff " Liebe " betrifft auch eine andere Nomenklatur hat.
Die meine sieht so aus, dass ich gerade erst in dem Moment , wo ich den anderen auch in seiner Gesamtheit, mit allen Aspekten seiner Persönlichkeit, also auch mit seinen Schwächen wahrnehmen und annehmen kann , frühestens dann, von dem Beginn einer Liebe sprechen würde.
 
  • #11
Ich kann schon verstehen, was die Frage nach der kirchlichen Trauung mit dem Katholisch-Sein zu tun hat: Anders als Protestanten dürfen Katholiken nur einmal kirchlich heiraten, es sei denn, der Partner oder die Partnerin ist gestorben oder die Eheschließung wurde ebenfalls kirchenrechtlich für nichtig erklärt und die Ehe gilt somit als überhaupt nicht geschlossen. Bei Evangelischen ist da nach einer evtl. Scheidung einfach noch mehr möglich als bei Katholiken!

Ganz auf die Ehe zu verzichten, lässt die Beziehung in so einem gewissen unverbindlichen Provisiorium. Eine standesamtliche Hochzeit ist einfach ein klareres Bekenntnis zueinander.

Mir scheint, FS, Du bist Dir noch nicht darüber im klaren, was Du eigentlich willst und wie weit Du in Deiner aktuellen Beziehung gehen kannst. Du willst offenbar mehr als nur ein loses Zusammenleben. Aber für das umfassende Bekenntnis zu Deiner Partnerin (standesamtliche und kirchliche Hochzeit) bist Du dann doch nicht sicher genug. Darum versuchst Du so eine Art graduelle Abstufung "standesamtlich ja, kirchlich nein".

Das lässt Dir ein Hintertürchen offen, für den Fall dass alle folgenden Bedingungen zusammenkommen: Eure Beziehung geht in die Brüche, Du gehst eine neue Beziehung ein, die Partnerin in dieser neuen Beziehung besteht auf einer kirchlichen Hochzeit. Aber brauchst Du dieses Hintertürchen wirklich, oder kannst Du die Zuversicht entwickeln, dass Ihr beide es - mit Gottes Segen - eben doch auf Dauer miteinander schafft?
 
  • #12
@#8: Was ist nicht gut für ihre Beziehung? Dass er misstrauisch ist oder dass sie sowas sagt? Vermutlich meinst du, dass er misstrauisch ist. Da bin ich aber ganz anderer Meinung als du!

Dass es bei keiner Beziehung die Garantie gibt, dass der Tod sie scheidet, ist doch wohl eine triviale Aussage, die man eigentlich gar nicht zu machen braucht. Wenn es also jemand dennoch explizit erwähnt, will er damit etwas ganz Bestimmtes aussagen. In jedem Fall scheint sie nicht ganz glücklich zu sein in der Beziehung, insofern ist Misstrauen vonseiten des Fragestellers absolut angebracht.
 
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  • #13
Bei mir kommt Deine Frage so rüber, als dass Du sie aus "Sicherheitsgründen" am liebsten nur ein bisschen heiraten möchtest - um Dir ein Hintertürchen offen zu halten.

Ich würde DICH nicht heiraten wollen, egal ob standesamtlich oder kirchlich!
 
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  • #14
FS zu #9 Beate
Warum soll ich mich mit meinem Glauben in dieser Frage besonders auseinandersetzen?

Es ist eben ein seltsame Vorstellung für mich, wenn meine Partnerin den Trauspruch sagt und ewige Treue schwört, aber im Hinterkopf 100%ige Sicherheit ausschließt.

Natürlich möchte ich einen Menschen heiraten, und der nun eben auch Schwächen hat .
Darum geht es gar nicht; vielmehr ist ein Schwur für mich endgültig, und das soll er auch für meine (zukünftige) Ehefrau sein.
 
  • #15
@10: Vielleicht hat der Fragesteller ja auch seiner Partnerin gegenüber durchblicken lassen, dass er die kirchliche Hochzeit nicht will, weil er sich nicht hinreichend sicher ist. Und in solchen Diskussionen sagt sie dann als Antwort, dass es 100%ige Sicherheit nicht gibt. Das ist trivial, stimmt, aber macht zugleich auch sehr schön klar, dass seine Erwartungen vielleicht überzogen sind.
 
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  • #16
Wenn man fast vierzig ist, dann wird Vertrauen sehr langsam aufgebaut, man hat ja schon was vom Leben gesehen. Was ich aber in deinen Linien oben lese ist eigentlich deine Unsicherheit, weil du sie so liebst. Das passiert uns allen, wenn wir die andere Person so lieben, dass wir gleichzeitig Angst haben, diese zu verlieren.

Du sagst: wir wollen eine Familie gründen und zusammen alt werden. Dann tu es doch. Warum der Unterschied dir so wichtig ist kann ich nicht nachvollziehen. Sicher, es gibt viele Ehen die scheitern, doch es gibt auch sehr viele, die es nicht tun. Und ihr beide seid in einem Alter, wo es der richtige Augenblick ist, so eine Entscheidung zu treffen. Sicherheiten gibt es nie, das weißt du auch.

Zum Thema Schwächen: sie hat sie, du auch. Wie kannst du ihr garantieren, dass du sie nicht einmal betrügen wirst? Nur weil du kirchlich geheiratet hast? Soll sie dir das abkaufen?
 
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  • #17
FS zu #15
Antwort auf ihre "virtuelle" Frage an mich: "JA"
 
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  • #18
Du hättest bei Deiner 10jährigen Beziehung bleiben sollen. Da hat doch (fast) alles gestimmt!

Dir ist nach 10 Jahren aufgefallen, dass ihr sexuell nicht kompatibel seid??? Hallo?

Wenn Du erst mal so lange mit Deiner neuen Beziehung zusammen bist, wirst Du vielleicht ähnlichesäußern. Denn dann springt auch Du nicht mehr jeden Abend vom Kronleuchter....
 
  • #19
@FS:
Du fragst mich in #13 tatsächlich, wieso du dich mit deinem Glauben in dieser Frage besonders auseinandersetzen sollst?
Wenn nicht du - w e r dann?
Ich bedaure,dass i c h mich damit auseinandergesetzt habe, nur um dir eine hilfreiche Antwort zu geben.
 
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  • #20
zu #18 Ich wollte in meiner Fragestellung nicht auf den Glauben an sich abheben.
Die Konsequenz für mich daraus ist ja in der Frage schon enthalten.
Trotzdem danke für diese Antwort.

Ich hat interessiert, mit welchem Vor- oder Ansatz in diesem Forum kirchlich geheiratet wird, oder wurde. Aber auch , wie man zu Werten, wie z.B. einem Schwur, steht.
Ich hoffe daraus das Verhalten meiner Patrenerin (sie will auch heiraten und auch kirchlich, obwohl eher nicht entsprechend engagiert) besser verstehen zu können.
Ich wollte auch wissen, wie es sich für Frauen anfühlt, wenn der Partner (in diesem Fall ich) den "Traum" in Weiss in der Kirche aus diesen Gründen eher nicht möchte.
 
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  • #21
In #16 sagst du, du seist unbedingt treu und definitiv nicht derjenige, der fremdgeht.
Deine vorige Partnerin hast du aber nach 10 Jahren verlassen, weil es "sexuell nicht kompatibel" war...?
1) Sehr seltsam, als gläubiger Katholik vor der Ehe überhaupt Sex zu haben.
2) Sehr seltsam, erst nach 10 Jahren festzustellen, dass ihr sexuell nicht kompatibel seid.
3) Sehr seltsam, dass sich in euren 10 Jahren nichts wichtigeres als Sex entwickelt hat, was die Partnerschaft zusammenhält.

Wie soll das denn mit der neuen Partnerin gehen - in guten wie in schlechten Zeiten...?

Kann es nicht doch sein, dass du evtl. deine Befürchtungen dich selbst betreffend auf deine Partnerin projezierst...? Und dir hier die "Absolution" einholen willst? Tut mir leid, aber so kommt es mir vor.
 
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  • #22
FS zu #20
Richtig, ich habe meine vorige Partnerin ja auch nicht geheiratet. Hab ihr keine ewige Treue geschworen.
Auch wenn Du das jetzt nicht glaubst, aber ich habe immer (die ganzen letzten 5 Jahre dieser Beziehung) gehofft, das noch alles (auch sexuell) ins Lot kommen würde. Sie gelobte auch immer Besserung, irgendwann war meine Geduld einfach am Ende.

Aber: ich habe sie eben auch nicht geheiratet; sonst hätte ich das auch anders gesehen und sie nicht verlassen.

So weiterleben wie bisher kann ich natürlich auch.
Dann wird eben nicht geheiratet. Dann bin ich sie eben (wahrscheinlich) los. Super.
 
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  • #23
@ Frederika

Hast Du den Katechismus gelesen? Kennst Du die Bücher Ratzingers?
Bist Du ein Experte in der katholischen Sexualmoral?
 
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  • #24
Also ich finde es ganz toll, dass ein Mann an seine Werte und Glauben festhält und obendrein noch hinzufügt, dass ein Schwur für ihn sehr wichtig ist. Schade, dass es scheinbar so wenige genauso sehen, das ist wirklich erfrischend. Wir sollten noch mehr von den eigentlichen Beweggründen diskutieren.

Es ist für mich eindeutig, dass Du Deine Freundin liebst und eine Ehe unter gleichen Bedingungen eingehen willst. Doch ich glaube nicht, dass sie etwas im HInterkopf hat. Ihre Aussage, dass es nicht 100 % Sicherheit gibt interpretiere ich als eine Verallgemeinerung, die du als persönliche Überzeugung empfunden hast. Das solltest Du vielleicht besser mit ihr klären, was sie damit gemeint hat. Denn wenn sie eine Heirat einwilligt und auch kirchlich, dann sehe ich doch da kein Problem.

Ich bin übrigens die #15 und ich danke Dir für die schnelle Antwort. Ein Mann - ein Wort.
 
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  • #25
Hallo FS,

ich kann deine Gedankengänge nicht nachvollziehen.
Ich interpretiere dein Festhalten an der "Schwur-Form" derart, dass es eigentlich aus dem religiösen Kontext herausgelöst ist, und du deshalb nicht deinen Glauben vorschieben solltest, denn in meinen Augen tust du nichts anderes. Ob du "bis dass der Tod uns scheidet" in der Kirche schwörst oder ob du standesamtlich heiratest - ich verstehe WIRKLICH nicht, weshalb du das in Beziehung zu deinem Glauben setzt.
(Es sei angemerkt, dass ich selbst gläubige Christin bin und für mich die kirchliche Ehe mehr "Wert" hat, ich also nie auf die Idee käme, nur standesamtlich zu heiraten. Nur, damit du meine Position evtl. klarer siehst.)

Eine 100%ige Sicherheit gibt es TATSÄCHLICH nicht. Was wäre, wenn ein Partner z.B. aus diversen Gründen gewalttätig wird? Oder ähnliches? De facto gibt es keine Sicherheit. Und deshalb solltest du, wie hier auch schon angemerkt wurde, überdenken, wie und in welchem Zusammenhang deine Freundin das Thema angesprochen hat.

"Ich möchte nur heiraten, wenn du dir 100%ig sicher bist, dass du mit 100%iger Sicherheit dein Leben mit dir verbringen wirst!" - "Es gibt keine 100%ige Sicherheit!"
... ist etwas anderes als...
"Wir könnten heiraten!" -"Ja, aber ich bin mir nicht sicher, ob du der Richtige bist."

Nachvollziehbar?
Heiraten ist immer ein Wagnis. Genauso wie Beziehung. Aber wie hier schonmal jemand geschrieben hat, nur ein bisschen heiraten geht eben auch nicht...

Und zu deinem letzten Post: Warum bist du sie los, wenn ihr nicht heiratet?
 
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  • #26
FS zu #24 Hab gerade nochmal nachgefragt:
Den besagten Schwur gibt es nur in der Kirche.
Im Standesamt heisst es nur "ja". Somit ist das aber ein gewaltiger Unterschied !!

Warum ich sie los bin ?
Weil sie "mit allem Tantam" heiraten möchte. Ich grundsätzlich ja auch.Wir möchten unseren "geplanten" Kindern auch ein bischen Sicherheit mitgeben. Und ich mir selbst sowie ihr auch.
 
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  • #27
Sorry, in der Liebe kann man nie auf ein "lebenslänglich" bauen - es ist ein Wunsch, aber wer weiß schon, was in 5 /10/15/20 Jahren ist, das kannst selbst du, lieber FS, nicht mit 100% Wahrscheinlichkeit sagen.
Nichts ist sicher und gewiss, nur die Unsicherheit und Ungewissheit. Damit müssen wir alle leben. Akzeptier` das und mach` dir keinen Kopf! Es kommt eh alles, wie es kommen soll! Genieß` dein Glück! Du weißt ja, was man über sogenannte "self-fulfilling prophecies" sagt...
w, 34
 
  • #28
Ich bin nicht katholisch, aber zwischen einem standesamtlichen JA und einem kirchlichen JA gibt es für mich keinen Unterschied. Ein VIELLEICHT würde mir an beiden Stellen nicht ausreichen.
 
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  • #29
Ich sage manchmal auch so Sachen wie eine 100 % Sicherheit oder eine Garantie im Leben gibt es nicht. Dies ist eine reine Feststellung und sagt nichts darüber aus, dass ich diese 100 % Sicherheit nicht doch nicht gern hätte oder/und einzugehen bereit wäre.
 
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  • #30
Es gibt entweder ein vollkommenes "Ja" oder ein "Nein". Ein lauwarmes "Vieleicht" sollte darauf hindeuten, dass Du nicht in der Lage bist, dich für das eine oder andere zu entscheiden. Also denke bitte drüber nach und entscheide dich. Und wer "Ja" sagte, sollte auch vor Gott "Ja" sagen. Wer pharisäisch denkt und meint, dass er in gewissen Fällen lieber kein kirchliches Ehegelöbnis abgeben sollte, der ist auch nicht bereit dazu.
Das tut Deiner Partnerin sicher weh. Aber wer so redet, hat doch noch anderes im Sinn. Dann suche eben weiter, bis Du auch vom Teufel auf die Nase gebunden wirst. Schöne Bescherunng, wenn diese Dame mit der Ex nicht annähernd mithalten kann...Keine Ehe sollte so beginnen, wie Deine!
 
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