• #31
Eigentlich eine gute Frage, was zeichnet einen Einzelgänger aus?

Bei mir zeichnete sich irgendwann in der Spätpubertät ab, das ich nicht Cliquen-Kompatibel bin. Dauerhafte Freundschaften aufrecht zu erhalten bekomme ich nur mit wenigen Menschen hin. Die digitale Vernetzung half dem auch bisschen auf die Sprünge, sonst hätte ich diese wenigen Menschen auch noch verloren.

Wo andere über tägliche Mitteilung den Kontakt halten herrscht von meiner Seite aus Funkstille...Wochenlang. Menschenmassen? Nur mit Themen die mich reizen, zb ein Konzert. Ansonsten kann und will ich gerne meine Ruhe.

Bin ich ein Einzelgänger? Mit Nichten. Ich fahre gerne raus, treffe mich hier und da im Stall mit Gleichgesinnten Reitern. Mache eben "mein Ding". Zufrieden bin ich, man muss sich nicht ständig vergleichen wollen. Bringt eh nichts.

Mein Freund, spielt Online. Das ist "sein Ding". Ohne corona wären wir zumindest an manchen Tagen gemeinsam auf Ausflügen. Jetzt ist das bisschen separater. Dafür telefoniert er mehr. Hält so den Kontakt zu seinen Freunden.
Auch er ist ziemlich sensibel, braucht viel Ruhe. Er lebt das dann aber anders aus.
 
  • #32
Lieber FS, ich kann nachvollziehen was du meinst, mir gehts genauso, ich vertraue mich lieber einer einzelnen Person an und habe wenige Leute in meinem Leben, mit denen man eher nur Spass hat. Vielleicht suchst du nicht unbedingt eine Einzelgängerin, sondern eine, die höchstens noch eine gute Freundin hat?
 
  • #33
Wir sollten die Frage der Normalität in unserer Beziehung außen vor lassen. Was ist schon normal? Wichtig ist, dass es passt.
Ich denke schon, dass es viele Menschen gibt, die ähnlich ticken wie Du. Du musst sie nur finden😇
@Inanna* klingt für mich nach einer perfekten Beziehung👌
 
  • #34
Ich bin ebenfalls Einzelgängerin und kann dein Verlangen nach Zweisamkeit absolut nachvollziehen.

Die wenigen Freundschaften, die ich vorweisen kann, bestehen noch zu Freunden aus der Kindheit, die ebenso das Alleinsein genießen. Ich treffe maximal einmal monatlich einen Freund für ein bis zwei Stunden, was wohl für eine Person mit Anfang 20 sehr abnormal ist. Ich habe auch Ängste, die dazu führen, das nicht mehr Kontakte zustande kommen.

Man muss aber deutlich zwischen den Gründen für das Einzelgängerische unterscheiden. Es ist essentiell sich einzugestehen woran es liegt, dass man ein Einzelgänger ist. Ich beispielsweise ermüde durch Gruppenaktivitäten. Außerdem befürchte ich, dass durch einen Partner mein strukturierter Alltag gefährdet wäre. Ich finde Menschen sogar höchst interessant. Nur raubten mir diese schon immer Energie. Sicherlich könnte ich nur mit einer Person auskommen, die sich ebenso im Schnitt nur zweimal die Woche mit mir für mehrere Stunden treffen möchte. Vielleicht würden es auch mehr, wenn ich feststelle, dass mir dieser Mensch all meine Freiheiten gewährt, mich nicht verurteilt und Verständnis dafür aufbringt, dass ich gelegentlich meine Ruhe brauche, um mich zu regenerieren.

Ich vermute einfach, dass du bereits älter bist und demnach eher auf Menschen triffst, die bereits wissen, ob sie sich tatsächlich eine Beziehung zu einem Einzelgänger vorstellen könnten.

Ich selbst hoffe, dass ich in meinem Arbeitsumfeld als Laborantin ebenso jemanden finde, der gleichermaßen fühlt und denkt, sowie sich nicht an meinen Eigenheiten stört.

Aber die Wahrscheinlichkeit, dass du auf jemandem triffst, der gleichermaßen einzelgängerisch ist, ist schon gegeben.
 
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