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Elly8

  • #1

Wie groß ist Euer Freundeskreis während einer Beziehung / als Single?

Hallo Zusammen,

nur mal interessehalber:
Wie viele Freunde habt ihr, wie viele Bekannte (Personen, mit denen man eben nur unregelmäßig oberflächliche Kontakte pflegt) ?
Ich meine jetzt in der Tat nur private Kontakte, keine Arbeitskollegen, es sei denn ihr seid mit Arbeitskollegen auch privat befreundet.

Ändert sich das je nach dem, ob ihr in einer Beziehung seid oder Single?

Wie geht ihr damit um, wenn der Partner / die Partnerin Freunde / Freundinnen hat, die ihr nicht mögt bzw. wie geht euer Partner / eure Partnerin damit um, wenn ihr Freundschaften pflegt, die er / sie nicht mag?
 
  • #2
Hallo Elly8,

ich finde Deine Frage spannend. Gerade in der heutigen Zeit, wo so manche von ihren vielen "Freunden/Followern" auf Facebook usw. sprechen sowie darüber hinaus angeben, sie hätten eine Menge an Freunden.

Ich persönlich hätte gerne schon zur Schulzeit jemanden gehabt, mit der oder dem man über Gott und die Welt reden kann.
Auch während meiner Freizeitaktivitäten in Gruppen haben sich leider keine sozialen Kontakte ergeben. Ebenfalls nicht im Berufsleben.
Im Gegenteil, ich habe stets gekämpft, dazuzugehören. Ich bin ein aufgeschlossener Mensch, der sehr gut zuhören kann, anderen hilft. Trotz allem, ich habe bis heute das Gefühl, dass meine Gesellschaft nur erwünscht ist, wenn es den anderen einen Vorteil bringt.

Übrigens, ich habe mal gelesen, dass es 3 Gruppen von Freunden gibt:

1. Die Freunde, mit denen man zum Spaß etwas unternimmt, gelegentliche Kinobesuche usw.

2. Die Gruppe an Bekannen/Freunden, wenn man sie überhaupt so bezeichnen kann:
Darunter fallen Arbeitskollegen und Kolleginnen

3. Der/Die echte Freund/ Freundin:
Das ist jemand, den oder die ich jederzeit anrufen kann zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Nicht nur, wenn es Probleme gibt. Allgemein gesehen. Dem oder der man sich, ohne groß nachzudenken, sich anvertrauen kann.

Ich fand diese Unterteilung sehr gut getroffen und extrem stimmig.

Wer kann das wirklich von sich behaupten, so jemanden zu haben?

Das würde auch mich ganz stark interessieren.


Liebe Grüße

Loewe1967

(w, 52 Jahre)
 
  • #3
Wenn der Partner nicht das Gefühl bekommt, an erster Stelle zu stehen, sehe ich die Beziehung langfristig als gescheitert. Keiner möchte das fünfte Rad sein, keiner möchte so nebenbei wahr genommen werden! Schwierig wird es irgendwann werden, die Beziehung wird dadurch belastet, wenn der eine von beiden Freunde hat, die man nicht mag, jedoch regelmäßig getroffen werden, sie nehmen zwangsläufig negativer Einfluss auf die bestehende Beziehung! Dieses Thema wurde auch hier in diesem Forum schon sehr häufig vorgestellt und ausreichend erörtert! Es ist wie bei allem im Leben, man sollte den Schwerpunkt auf das legen, was einem wichtig ist, man kann eben nicht gleichzeitig auf mehreren Hochzeiten tanzen! Wer den Partner liebt, nimmt Rücksicht auf ihn, lässt ihn nicht leiden! Eine Beziehung sollte in Liebe, in Leichtigkeit und mit großer Freude gefüllt und geführt sein!
 
  • #4
Wenn der Partner nicht das Gefühl bekommt, an erster Stelle zu stehen, sehe ich die Beziehung langfristig als gescheitert.
Das sehe ich genauso.
Partner, Kinder, Eltern/Geschwister, Arbeit, Hobby, Freunde... wäre die richtige Prioritätensetzung.

Ich habe mal gelesen, dass der Mensch maximal 3-5 enge persönliche Beziehung führen kann. Bei mehr Personen ist der Mensch überfordert und kann nicht mehr richtig an dessen Leben anteilnehmen.

Auch die Anzahl der Personen, mit denen man befreundet sein kann, ist begrenzt. Hierzu gibt es Untersuchungen.

In einer Beziehung kommt der Partner und vielleicht auch enger stehende Freunde/Verwandte des Partners ins Leben, womit es zu Verschiebungen im eigenen Freundeskreis kommt
 
  • #5
Ich sehr es genauso wie der INSPIRATIONMASTER. Es sollte natürlich immer der Partner bzw die Partnerin an erster Stelle stehen. Ich persönlich habe auch einen Freundeskreis. Ich kenne viele von ihnen schon fast mein ganzes Leben. Bin sogar mit ein paar von denen in den Kindergarten gegangen. Natürlich möchte ich sie nicht aufgeben. Es sind übrigens nur männliche Kumpels.

Natürlich müssen die Freunde auch akzeptieren, dass man in einer Beziehung bzw verheiratet ist. Da kann man natürlich nicht mehr wie früher jedes Wochenende abhauen und die ganze Nacht um die Häuser ziehen. Wenn sie das nicht akzeptieren würden, dann würde ich die Freundschaft kompromisslos kündigen.

Natürlich muss man seine Freundschaften pflegen. Es gibt auch das andere Extrem. Gibt auch Freunde die sich gar nicht mehr mit ihren Freunden treffen wollen. Auf solche kann ich ebenso verzichten.
 
  • #6
Ich habe seit zwanzig Jahren einen festen Freundeskreis von 15 Personen, mit deren engeren Freunden, die ich wiederum zu meinen langjährigen Bekannten zähle.

An dieser Zahl hat sich in all den Jahren und durch all die Beziehungen und Affären, die wir geführt haben, nicht geändert und ich wüsste auch nicht warum.

Ich habe allerdings - Gott sei Dank - noch nie erlebt, dass meine Partner ganz offen meine Freunde nicht mögen (wie denn auch, denn das sind die tollsten Menschen der Welt:)). Ob das insgeheim vielleicht doch so war/ ist, interessiert mich nicht, denn wer den Mund nicht aufkriegt, hat eben Pech, und mir hat keiner was gesagt.

Und mir fällt jetzt auch nicht ein, dass ich mal irgendeinen Freund eines Partners abgelehnt hätte. Wenn mir jemand auf die Nerven geht, dann geh ich halt nicht mit hin, so einfach ist das. Und andersrum wird das auch so gehandhabt, wenn jemand mich nicht mag. Ist doch nicht so schlimm.
 
  • #7
Mein Freundeskreis ist mein Freundeskreis egal ob ich Single bin oder in einer Beziehung. Ich hatte noch nie einen Partner, der Schwierigkeit damit hatte,dass ich auch männliche Freunde habe. Das sind Freundschaften, die zum Teil schon seit der Schulzeit und dem Studium bestehen. Also bis zu 40 Jahren. Meine Freunde haben meine Partner immer mit offenen Armen aufgenommen und umgekehrt war es genauso. Ich Pflege meine Freundschaft aber auch und vernachlässige sie in einer Beziehung nicht. Das hat auch den Vorteil, dass man im Falle einer Trennung nicht in das totale Nichts stürzt. W58
 
  • #8
Hallo Elly8,

also ich habe drei gute Freundinnen, denen ich absolut vertraue und mit denen ich teilweise schon über 30 Jahre befreundet bin. Außerdem einen erweiteren Freundeskreis mit denen ich öfter etwas unternehme. Dazu kommen dann noch Bekannte von Sport und Hobby.

Daran ändert sich für mich auch nichts, wenn ich einen Partner habe. Meinen Freundeskreis hatte ich schon vor meinem Partner und werde ihn nach meinem Partner auch noch haben. Insofern sind mir meine Freunde wichtiger. Eine feste Beziehung kommt für mich sowieso nicht in Frage, da ich weder kompromissbereit bin noch Diskussionen führen will. Ich bin gern allein und brauche sehr viel Freiraum. Daher komme ich auch nur mit einer FreundschaftPlus klar und hier gehen meinen Partner meine Freunde nichts an und seine Freunde gehen mich nichts an.

Die Partner in meinem Freundeskreis nehme ich so hin wie sie sind, solange sie sich nicht in meine Angelegenheiten einmischen.

LG w/52
 
  • #9
Ich kann mich meinen Vorrednern auch nur anschließen. Nummer eins ist bei mir definitiv mein Mann und unsere Kinder. Danach unsere Eltern, Geschwister, Arbeit und dann Freunde.
Wir haben einige enge Freunde, die wir aber aufgrund von Arbeit und Familie nicht ganz oft sehen. Aber wenn was ist sind sie immer da. Wir haben auch viele Bekannte die man nicht immer sieht und für mich definitiv nach unseren Freunden dann kommen.
 
  • #10
Ich bin kein geselliger Mensch bzw. ich bin sehr anspruchsvoll was andere Menschen betrifft.
Da ich nur mit sehr wenigen Menschen auf der selben Wellenlänge bin, tiefere Gespräche führen möchte und mich Mainstream-Menschen null interessieren ist mein Freundeskreis bzw. Bekanntenkreis sehr klein.
Ob Single oder Beziehung, es ändert nichts daran wie oft ich Freunde treffe.
Kommt mein Partner mit meinen Freunden nicht klar, ist das doch kein Problem, da ich denke, jeder hat seinen eigenen Freundeskreis und man muss die Freunde nicht unbedingt in die Beziehung mit einbeziehen.
 
  • #11
Der Bekanntentkreis war in einer Beziehung grösser und in einer anderen kleiner.
Lag aber auch daran das mein Exmann immer in Vereinen war
Aber jeder hatte auch seine Freunde und davon hat man ja nicht so viele.

Ich hatte wohl immer Glück, dass es dieses gar nicht leiden können, nicht gab.
Man stand sozusagen im Mittelpunkt...gute Freunde freuen sich eigentlich erstmal und der Partner wollte wohl die Freunde auch immer mögen.
Und selbst als man merkte mein Partner und eine Freundin finden sich jetzt nicht so toll...wurde mir zuliebe zumindest eine höfliche Akzeptanz gewaht.
Und umgekehrt war es genauso, einen Freund fand ich nicht so toll, umgekehrt wohl auch aber wir konnten uns für den Mann gut arangieren.

Bei meinem Exfreund gab es mal eine Giftspritze, da hab ich zu Anfang gemeckert, was er überhaupt nicht verstand.
Dann hab ich aber die Faust in der Tasche gemacht und ihm auch gesagt , keine Angst ich zick nicht mehr.
Da ich freundlich und friedlich blieb, sie aber nicht ....erledigte sie sich irgendwann von alleine.
 
  • #12
Man hat Partnerschaften, Freundschaften, Familie. Beruf, andere Verpflichtungen, Hobbies.
Prioritäten? Menschen gehen vor.
Ich mache keine Prioritäten. Meine Partnerin ist mit wichtig. Ich liebe sie. Meine Kinder inkl. Bonuskinder sind mir wichtig, ich liebe auch sie. Die eigenen anders, die Liebe zu Kindern ist bedingungslos. Ein Band. Viele Arten von Liebe, kein Thema für Prioritäten.

Meine Freunde sind mir wichtig. Freundschaften, bewährt. Man ist durch dick und dünn gegangen. Das pflege ich immer. Mit, ohne Partnerin.
Auch hier keine Frage von Prioritäten.

Es verändert sich der Zeitaufwand. Ich möchte Zeit mit meiner Partnerin verbringen, also bleibt weniger für Anderes. Selbstverständlich.
Trotzdem, ich habe ein Leben. Meine Partnerin auch.
Mit Freunden, Familie, Beruf, Interessen. Der Input von Außen macht unsere Partnerschaft spannend, lebendig.
Wir wohnen zusammen, also sehen wir uns oft. Wir machen sehr viel miteinander. Wir leben miteinander. Es braucht aber jeder Freiraum und Eigenes. Balance im Miteinander, Wir, und dem Eigenen.

Eine neue Partnerin ist am Anfang eine Frau, die man kennen lernt. Verliebt ist. Eine Frau, die meine Kinder abgelehnt hätte, meine Freunde ablehnt, Eifersucht zeigt, von Prioritäten faselt, lerne ich nicht weiter kennen.

Prioritäten können sich ergeben bei Problemen. Bei Notfällen. Wenn ein Freund Hilfe braucht, dann hat er erste Priorität.
Das ist in meinem Freundeskreis so.
Meine Freunde waren alle da, als ich sie brauchte. Ohne dass ich fragte, sie waren einfach da. Sie wussten, wer was tun konnte. Ich bin für sie da.

Eine gute Partnerschaft ist kostbar. Gute Freundschaften sind kostbar. Entweder, oder gibt es nicht mit mir.
Ich bin in beidem ein beständiger Mensch.

M, 54
 
  • #13
Gute Frage,
ich habe da jetzt nicht so viele Erfahrungen, aber als ich mich von meinem Freund trennte war ich neu in der Stadt und wusste, dass ich vorher unbedingt 2-3 Bekanntschaften haben muss, um nicht alleine dazustehen, das war taktisch und überlegt.
Ich kann aber zum grössten Teil nur daraus berichten, wie es aus der anderen Perspektive ist.
Ich denke, es ist im Allgemeinen "normal", wenn man gerade in der Anfangsphase sehr viel mit dem Partner macht, ich erlebe das gerade bei einer Freundin, die vom Erdboden verschluckt ist. Für mich als Aussenstehenden ist es etwas amüsant/albern zu beobachten, wie sie plötzlich gar keine Zeit mehr hat und lauter neue Hobbys hat, die sie vorher nie interessierten...aber gut, das legt sich bestimmt wieder.
Schlimm finde ich die Personen, und das ist mir leider schon häufig passiert, die jeglichen Kontakt abbrechen. Bei Männern wohl noch häufig, weil die Freundin eifersüchtig wird. (soviel zum Thema nicht mögen).
Da hatte ich einige, die plötzlich weg waren, teils nach 1,5 Jahren wieder dastanden.
Das sind dann wohl keine Freunde, meine eigentlich beste Freundin war auch weg, nachdem sie einen neuen Freund hatte. Als sie nach einem Jahr wieder ankam, hatte ich keinen Bedarf mehr an einer Freundschaft.
Ich handle das mit deren Freunden, die ich nicht mag im Allgemeinen so, ich überlasse ihnen die Freundschaft, reisse mich bei Zusammentreffen zusammen, möchte im Gegenzug aber auch respektiert werden, d.h. es soll eingesehen werden, dass ich mit dieser Person nicht kann.
 
  • #14
Wie geht ihr damit um, wenn der Partner / die Partnerin Freunde / Freundinnen hat, die ihr nicht mögt
Und mir fällt jetzt auch nicht ein, dass ich mal irgendeinen Freund eines Partners abgelehnt hätte. Wenn mir jemand auf die Nerven geht, dann geh ich halt nicht mit hin, so einfach ist das.
Das finde ich eine vernünftige Einstellung, normalerweise mag man ja auch die ganzen Freunde, weil sie ja ähnlich wie der Partner ticken.
Aber - siehe auch mein letzter Thread - meine "Beziehung" ist daran gescheitert, weil mein Freund nicht akzeptieren wollte dass ich die Frau nicht mag, und meinte ich würde sie schlimmer darstellen, als sie sei. Er verschwieg mir dann einfach, dass sie mitkam, so dass ich nicht entscheiden konnte.
Wenn der Partner nicht das Gefühl bekommt, an erster Stelle zu stehen, sehe ich die Beziehung langfristig als gescheitert.
Und da kann ich dann Inspirationmaster nur zustimmen, dieses Gefühl hatte ich in dem Moment, und das ist nicht schön.
Ich finde es im Allgemeinen wichtig, während einer Beziehung genügend Bekannte zu haben, und enge Freunde sollten sowieso bleiben, ob Beziehung oder nicht, ich denke, dass jemand aussenstehende Freundschaften hat, belebt auch eine Beziehung und man hat "zu Not" die Möglichkeit was anderes zu machen, wenn der Partner sich mit "unbeliebten" Freunden trifft.
 
  • #15
Wenn der Partner nicht das Gefühl bekommt, an erster Stelle zu stehen, sehe ich die Beziehung langfristig als gescheitert. Keiner möchte das fünfte Rad sein, keiner möchte so nebenbei wahr genommen werden! Schwierig wird es irgendwann werden, die Beziehung wird dadurch belastet, wenn der eine von beiden Freunde hat, die man nicht mag, jedoch regelmäßig getroffen werden, sie nehmen zwangsläufig negativer Einfluss auf die bestehende Beziehung! Dieses Thema wurde auch hier in diesem Forum schon sehr häufig vorgestellt und ausreichend erörtert! Es ist wie bei allem im Leben, man sollte den Schwerpunkt auf das legen, was einem wichtig ist, man kann eben nicht gleichzeitig auf mehreren Hochzeiten tanzen! Wer den Partner liebt, nimmt Rücksicht auf ihn, lässt ihn nicht leiden! Eine Beziehung sollte in Liebe, in Leichtigkeit und mit großer Freude gefüllt und geführt sein!
Ich selbst habe einen relativ kleinen eigenen Freundes-/Bekanntenkreis. Meine Freundin hat(te) einen wesentlich größeren Freundes-/Bekanntenkreis mit dem sie sich intensiv getroffen hat.

Inzwischen verbringen wir trotz LAT über 50 % unserer Freizeit miteinander. Gern auch mit einem meiner Freunde und seiner Freundin. Die Kontaktpflege zu zwei weiteren Paaren (ursprünglich aus ihrem Bekanntenkreis) habe ich inzwischen übernommen und vereinbare mit diesen Paaraktivitäten.

Wesentlich für diese Rolle ist, dass ich mich deutlich schneller als meine Freundin entscheiden kann und im Zweifel mich mit diesem Paaren auch allein treffe.

Dagegen haben sich zwischen meiner Freundin und zweien ihrer bisher engsten Freundinnen Konflikte entwickelt die ich persönlich nicht nachvollziehen kann.

Ich erinnere mich an meine Exfrau die sich auch von einer besten Freundin trennen wollte was ich letztlich verhindert habe. Nach der Trennung von mir provitierte meine Ex eindeutig von dem Erhalt dieser Freundschaft.

Entsprechend versuche ich, wenn ich gefragt werde, beschwichtigend auf meine Freundin einzuwirken und keinen Streit zu eskalieren.

Wesentlich ist es für mich alte Bekanntschaften nicht aufgrund einer kurzfristigen Kommunikationsstörung sofort zu beenden, auch wenn man im Moment genug Alternativen hat.

Niemals verbrannten Boden hinter sich zurück lassen oder alle Brücken abbrechen. Keine Bekanntschaft/Freundschaft die ich hatte verdient das. Wenn das andere mit mir machen akzeptiere ich dies allerdings.
 
  • #16
Bei mir persönlich sind das Kreise ....
- der innere Kreis besteht aus Eltern, Bruder und engen Freunden - hier ist V dazu gekommen und ihre Tochter
- der nächste Kreis sind gute Kumpels - hier kam ihre Familie dazu
- erweiterte Kreis sind engere Bekanntschaften, hier gibt es auch über die Jahre gewachsene Arbeitsbeziehungen. Hier kamen ihre beiden besten Freundinnen dazu
- die Bekannten - habe ich viele. Hier kam ihre Clique dazu

Man sieht also - ich habe dazu gewonnen.
Im erweiterten Kreis oder gar bei Bekannten gibt es schon mal Menschen, die V nicht wirklich leiden kann. Ist aber nicht weiter schlimm, ich darf ja dennoch ein Bier mit denen trinken. Und ich habe eine Freundin von ihr, die ich nicht ab kann. Auch kein Problem - man sagt sich frostig guten Tag und fertig. In meiner Wohnung hat diese Person allerdings nichts zu suchen. Ein Vorteil von LAT ....
 
  • #17
Auf meinen wirklichen Freundeskreis nimmt eine Partnerschaft keinen Einfluss, im Sinne von Anzahl. In dem Single-Zeiten hab ich mehr mit auch entfernteren Bekannten gemacht, man hat ja viel mehr Zeit. Bedingt durch Familiengründungen im Freundeskreis und der weltweiten Verteilung sehe ich viele Freunde nur noch selten, aber das ändert nichts daran, dass ich sie in Krisenzeiten jederzeit für echte Anteilnahme anrufen kann und andersrum, auch spontan hinfahren und dort übernachten. Ein guter Freund von mir lebt in einer anderen Stadt, wir sehen uns etwa fünfmal im Jahr (besuchen uns mit Partnern). Aber als damals bei ihm eine Trennung war, telefonierte und schrieb ich wochenlang sehr häufig mit ihm. So etwas ist mir wichtiger als reines Zeit verbringen mit Hobbies und auch neben einer Partnerschaft halte ich diese Verbindungen immer aufrecht. Ich kenne diese Menschen teilweise seit der Schulzeit, dem Studium usw, die gehören zu mir. Mein Freund versteht sich mit ihnen super, schreibt zum Teil auch mit Freunden und Freundinnen eigenständig und ich finde das sehr gut. Partner und Freunde sind beide gleich wichtig für mich; nur die meiste Zeit und die engsten Gespräche habe ich natürlich mit dem Partner.
W, 36
 
  • #18
Ich teile meine Freundschaften nicht in solche »während oder nach einer Partnerschaft« es sind Freunde, die mir wichtig sind - und das zählt für alle Zeiten. Weibliche und männliche Freundschaften, Paare aber auch Einzelpersonen.
Ich setze auch keine Prioritäten - Family first, dann die Freunde. Mal ist die Familie im Vordergrund, oft auch die Freunde. Genauso wenig zähle ich meine Freunde. Hier gibt es keinen Wettstreit um Mengen, Freunde sind alle diejenigen, zu denen ich mich hingezogen fühle, die aus bestimmten Gründen wichtig für mich wurden und bleiben, für die auch ich unverzichtbar bin.

Belohnt werde ich durch die vielen Jahre, in denen ich Freundin geworden bin und Freunde/Freundinnen die meinen sind. Und die großartigen Zeiten, die wir immer wieder miteinander haben.
 
  • #19
Seit vielen Jahren kann ich zwei gute Freunde mein Eigen nennen. Den Einen kenne ich seit dem gemeinsamen Besuch des Kindergartens, den Anderen seit der Schulzeit. Um diese Menschen bin ich sehr froh, obgleich ich auch weiteren Freundschaften gegenüber nie abgeneigt war. Jetzt im fortgeschrittenen Erwachsenenalter scheint es mir nahezu unmöglich geworden zu sein, noch weitere RICHTIGE Freundschaften knüpfen zu können. Zu beschäftigt ist alle Welt mit dem schon bestehenden Freundeskreis, Ehe, Familienplanung, etc..
Oberflächlichen Bekanntschaften, die nicht über Essen gehen oder seltene Gespräche hinausgehen, kann ich wenig abgewinnen, komme allerdings auch selten in die Verlegenheit.
 
  • #20
Ich habe keine Freundinnen. In der Schulzeit und im Studium hatte ich sehr enge Freundinnen. Alle Freundschaften sind durch Konkurrenzdenken unter Frauen und Neid zerbrochen. Meist habe ich auch eher problembehaftete Frauen in Opferhaltung ohne Lebensfreude angezogen. Diese kreisten hauptsächlich um sich und ihre Probleme, wenn man selbst Hilfe oder Trost brauchte, wurde diese mit knappen Worten versagt. Dann hatte ich mal eine Freundin, die unbedingt eine gute Partie machen wollte. Als ich mit einem reichen Mann zusammen kann (heute getrennt), schasste sie mich. Ausgeglichene Menschen zu finden, ist schwierig. Freundschaft zwischen Mann und Frau gibt es meines Erachtens nicht.

Meine Bedürfnisse in dieser Hinsicht erfüllen meine Schwester und meine Mutter und ich selbst. Neben meinem Partner und meinem Job hätte ich auch nur wenig Zeit, Freundschaften zu pflegen. Noch weniger wird es, wenn ich mal Kinder haben sollte.

W31
 
  • #21
Das sehe ich genauso.
Partner, Kinder, Eltern/Geschwister, Arbeit, Hobby, Freunde... wäre die richtige Prioritätensetzung.

Ich habe mal gelesen, dass der Mensch maximal 3-5 enge persönliche Beziehung führen kann. Bei mehr Personen ist der Mensch überfordert und kann nicht mehr richtig an dessen Leben anteilnehmen.

Auch die Anzahl der Personen, mit denen man befreundet sein kann, ist begrenzt. Hierzu gibt es Untersuchungen.

In einer Beziehung kommt der Partner und vielleicht auch enger stehende Freunde/Verwandte des Partners ins Leben, womit es zu Verschiebungen im eigenen Freundeskreis kommt
Du würdest Arbeit, Hobby Freunden vorziehen? Also Jemand dem sein Hobby wichtiger ist als ich würde ich nicht als Freund bezeichnen.
Arbeit passt nicht wirklich hinein, da zumindest im zur Erwerbssicherung nötigen Umfang zwangsläufig wichtig, ich interpretiere das daher als nicht unbedingt nötige Zeitaufwendungen für das Arbeitsumfeld.

Es gibt genug Leute die ihre Eltern und/oder Geschwister haßen. Da man sich diese allesamt nicht aussuchen kann kommt es halt immer drauf an ob man da Glück oder Pech hatte.