• #31
Das wäre mir zu pauschal. Ich kenne Männer, die ihre Frauen regelrecht kaufen. Wenn es Stress gibt, dann gibt es Aufmerksamkeiten. Die Frauen halten dann wieder ne Weile die Füsse still, schrecklich.

Ich bin ein Mensch mit starkem Gerechtigkeitsgefühl. Mir ist es vor allem Wichtig, niemandem etwas schuldig zu bleiben.

Heute käme für mich ein 50/50 Mann nicht mehr in Frage. Es ist eine Geisteshaltung. Ich möchte keinen Mann, dem seine Prinzipien, sein Wohlstand wichtiger ist als ich. Ich mag Großzügige Herzen......das materielle ist da meistens nur der äußere Indikator.
Das verstehe ich nicht. 50:50 ist gerecht. Jeder bezahlt zur Hälfte. Ich fühle mich ausgenutzt ,will jemand mehr als vereinbart. Durch die Hintertür willst du mehr. Das empfinde ich als ungerecht. Willst du beschenkt werden? Was ist das?
 
  • #32
Wie ist das umgekehrt? Deren andere Dinge wichtiger sind als ihr Partner
Weißt du @INSPIRATIONMASTER, es ist doch eine schwierige Geschichte mit dem "Wichtiger"! Der Grad ist Schmal.
Es ist Wichtig, dass man gut für sich selber sorgt. Ich habe gelernt, dass es nicht gut und gesund ist, wenn der Partner wichtiger wird alles alles andere. Vor allem nicht, wenn man ständig gegen die eigenen Integrität handelt um es dem Partner Recht zu machen.
Darum ist es sic schwierig eine gesunde Partnerschaft auf Augenhöhe zu führen.
Es schwingt immer zwischen gesundem Egoismus und liebevolle Aufopferung der eigenen Bedürfnisse.
Es ist so selten wie ein 6er, einen Menschen zu finden mit dem man so gut zusammen passt, dass man kaum Kompromisse machen muss.
Du bist jemand mit (für meinem Geschmack) oft sehr starren und schwarz/weißen Empfindungen zu diesen Themen. Ich halte mich für einen Menschen, der auch Grautöne zulässt, die je nach Situation schillernd changieren dürfen ;-) Ich muss sie nicht mögen aber ich akzeptiere das es sie gibt und das jemand anders sie mag.
Ich weiß, das ich das Ergebnis Meiner Erfahrungen bin. Das lässt mich spannend darauf hoffen noch mehr davon machen zu dürfen. ABER ich weis, das ich kein Erdbeereis mag.....wenn mir mal eines unter kommt, dann probiere ich es und stelle fest, dass dieses anders schmeckt, als das, was ich vor ein paar Jahren mal probiert hatte........den Fehler aus einem Erdbeereis ein Vanille machen zu wollen mache ich hoffentlich nie wieder....genau wie ich nicht mehr vor dem Becher Erdbeere sitze und mich permanent darüber beklage, dass es Erdbeere statt Vanille ist. Beantwortet das deine Frage?
 
  • #33
Das verstehe ich nicht. 50:50 ist gerecht. Jeder bezahlt zur Hälfte. Ich fühle mich ausgenutzt ,will jemand mehr als vereinbart. Durch die Hintertür willst du mehr. Das empfinde ich als ungerecht. Willst du beschenkt werden? Was ist das?
Du interpretierst das falsch!
Ja 50/50 ist gerecht! Aber ich will keinen "gerechten" Mann mehr. Ich will einen, der gerne gibt ohne eine Wertskala anzulegen.
Warum? Weil ich selber auch so bin und ich will das es so bleibt!
Nein, ich will nicht durch die Hintertür mehr @HollyGolightly.
Ich setze das nämlich nicht voraus. Ich erwarte das nicht!
Ich wünsche mir eine Beziehung in der Geben und nehmen fließend, intrinsisch passiert. Eine Beziehung in der ich nicht immer drauf bedacht bin, das jeder akribisch das selbe Stück vom Kuchen bekommt.
Anderes Beispiel: Eine gute Bekannte kommt mich besuchen, bringt Baguette, noch beim reinkommen bittet sie mich um die 8,50, damit sie es nicht vergisst. Sie trinkt am Abend eine Flasche von ihrem Lieblingswein, den ich extra für sie gekauft habe. Flasche 18,90.....die Woche vorher hatte ich sie zum Essen eingeladen, einfach aus mir heraus.
Ich mache ihr keinen Vorwurf, weil ich weis, dass sie so ist. Ich lebe damit und genieße ihre anderen Qualitäten. An schlechten Tagen weckt das aber das Gefühl von mangelnder Wertschätzung in mir, manchmal fühle ich mich ausgenutzt. Dabei weiß ich, ich muss sie nicht einladen, ich muss den Wein nicht kaufen. Es ist meine Entscheidung, weil ich eben so bin.......In meiner Beziehung will ich solche Gefühle nicht mehr haben, darum lieber keinen 50/50 Mann.
 
  • #34
Du bist jemand mit (für meinem Geschmack) oft sehr starren und schwarz/weißen Empfindungen zu diesen Themen. Ich halte mich für einen Menschen, der auch Grautöne zulässt, die je nach Situation schillernd changieren dürfen ;-) Ich muss sie nicht mögen aber ich akzeptiere das es sie gibt und das jemand anders sie mag.
Ich lebe garantiert sehr viele Grautöne, bin äußerst kreativ und inspirativ, ich kann lediglich sehr schnell erfassen, was für mich emotional gut ist und was für mich emotional nicht gut ist, da bin ich sehr sensibel und auch sehr konsequent mir meine Grenzen zu ziehen, was die allermeisten Menschen eben nicht tun, sondern sich viel lieber in Probleme reinziehen lassen, dabei Leid und Schmerz ertragen, ohne Ende! Das lesen wir hier doch täglich!!
Grundübel Nr. 1!

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #35
Du interpretierst das falsch!
Ja 50/50 ist gerecht! Aber ich will keinen "gerechten" Mann mehr. Ich will einen, der gerne gibt ohne eine Wertskala anzulegen.
Warum? Weil ich selber auch so bin und ich will das es so bleibt!
Nein, ich will nicht durch die Hintertür mehr @HollyGolightly.
Ich setze das nämlich nicht voraus. Ich erwarte das nicht!
Ich wünsche mir eine Beziehung in der Geben und nehmen fließend, intrinsisch passiert. Eine Beziehung in der ich nicht immer drauf bedacht bin, das jeder akribisch das selbe Stück vom Kuchen bekommt.
Anderes Beispiel: Eine gute Bekannte kommt mich besuchen, bringt Baguette, noch beim reinkommen bittet sie mich um die 8,50, damit sie es nicht vergisst. Sie trinkt am Abend eine Flasche von ihrem Lieblingswein, den ich extra für sie gekauft habe. Flasche 18,90.....die Woche vorher hatte ich sie zum Essen eingeladen, einfach aus mir heraus.
Ich mache ihr keinen Vorwurf, weil ich weis, dass sie so ist. Ich lebe damit und genieße ihre anderen Qualitäten. An schlechten Tagen weckt das aber das Gefühl von mangelnder Wertschätzung in mir, manchmal fühle ich mich ausgenutzt. Dabei weiß ich, ich muss sie nicht einladen, ich muss den Wein nicht kaufen. Es ist meine Entscheidung, weil ich eben so bin.......In meiner Beziehung will ich solche Gefühle nicht mehr haben, darum lieber keinen 50/50 Mann.
Du willst also nicht gerecht teilen sondern erwartest mehr. In meiner Welt, die nicht die deine ist, fällt das unter ausnutzen. Willst du beschenkt werden und siehst das als Wertschätzung? Zwischen dem Preis für ein absolut teures Baguette und dem, was ich aus deinen Worten lese, sind doch himmelweite Unterschiede. Für jemand, der dauernd Geschenke erwartet hätte ich prinzipiell nichts zu schenken. Such dir doch besser einen Job, in dem du so viel verdienst, dass dich sowas nicht triggert. Übrigens ein Tipp an alle Frauen.
 
  • #36
Sie ist der Meinung, ein Mann müsse die Frau schon ein wenig verwöhnen mit Geschenken, Urlaubseinladungen etc. Das würde seine Wertschätzung und Liebe ausdrücken. Wie ist das bei Euch? Verwöhnt Euch euer Partner?
Also ich bin nicht der Meinung, dass ein Mann dies müsse.

Dennoch macht meiner das sehr großzügig und ich denke schon auch , dass es ein Zeichen von Liebe und Wertschätzung ist.

Ist ja aber auch eine Frage des Könnens.

Grundsätzlich denke ich aber, dass ein Mann auch mit Gefühlen nicht großzügig sein kann, wenn er bei Geschenken etc knauserig ist.

Wenn ich jemanden liebe denke ich über Geld nur insoweit nach, ob ich es mir leisten kann, nicht ob ich will, wenn es eine Freude für ihn bedeutet.

Und so kommt es auch zurück.
 
  • #37
: Eine gute Bekannte kommt mich besuchen, bringt Baguette, noch beim reinkommen bittet sie mich um die 8,50, damit sie es nicht vergisst. Sie trinkt am Abend eine Flasche von ihrem Lieblingswein, den ich extra für sie gekauft habe. Flasche 18,90.....die Woche vorher hatte ich sie zum Essen eingeladen, einfach aus mir heraus
Dafür, dass Dir das vermeintlich egal ist, kennst Du die Beträge aber noch sehr genau ( war ja ein teures Baguette). Vom intrinsischen Flow, scheint mir das doch noch etwas weit entfernt.

Mein Schwager schenkt und gibt gerne. Meine Schwester freut sich schon lange nicht mehr über den dritten Staubsauger, den 10. Gutschein fürs Wellnesshotel, das viel zu teure ( Leasing-)Auto etc. Sie ist wiederum damit beschäftigt, die Penunzen zusammen zu halten, damit die notwendige Haussanierung endlich mal starten kann. Alles hat seine Vor- und Nachteile.

@Hasendompteur , ich bin bei Beziehungen ohne Verliebtheit ja immer skeptisch. Es klingt so rational, so unromantisch...Vielleicht liegt tatsächlich hier das Problem und ja, vielleicht würde er bei einer anderen Frau zum großen Geschenkegeber. Vielleicht entspricht es aber auch generell seinem Naturell. Das kannst Du besser beurteilen als wir.

Ich würde da gar nichts erwarten. Menschen, die darauf bedacht sind, möglichst alles 50/50 laufen zu lassen, sind in meinen Augen keine schlechteren Menschen. Daran würde ich jetzt kein Beziehungsdrama aufhängen. Wenn das der einzige Punkt ist, könnt Ihr Euch glücklich schätzen.
W,56
 
  • #39
Dafür, dass Dir das vermeintlich egal ist, kennst Du die Beträge aber noch sehr genau ( war ja ein teures Baguette). Vom intrinsischen Flow, scheint mir das doch noch etwas weit entfernt.
Jepp, weil es mein Lieblingsbaguette ist! Sauerteigbrot, Hänchenbrust vom Kikok mit Ananas und extra Curry Soße.....
Astreine Qualität, ich finde das angemessen teuer.
Und wenn es mir nicht egal wäre, würde ich sie nicht mehr einladen oder tatsächlich Grundsätzlich aufrechnen.
Aber so bin ich nicht und so will ich auch nicht sein.
Wie ich schreib, manchmal macht es mir schlechte Gefühle von mangelnder Wertschätzung und ich fühle mich ausgenutzt....
Dann erinnere ich mich, dass es meine Entscheidung ist und alles ist wieder gut!
Du willst also nicht gerecht teilen sondern erwartest mehr. In meiner Welt, die nicht die deine ist, fällt das unter ausnutzen. Willst du beschenkt werden und siehst das als Wertschätzung? Zwischen dem Preis für ein absolut teures Baguette und dem, was ich aus deinen Worten lese, sind doch himmelweite Unterschiede. Für jemand, der dauernd Geschenke erwartet hätte ich prinzipiell nichts zu schenken. Such dir doch besser einen Job, in dem du so viel verdienst, dass dich sowas nicht triggert. Übrigens ein Tipp an alle Frauen.
Wo habe ich geschrieben das ich beschenkt werden will?
Ich spare mir weitere Erklärungen du interpretierst mir zu viel an meinen Worten vorbei!
 
  • #40
Ich weiß nicht, wie ich mich jemals den Gefühlen eines anderen sicher sein soll.
Das ist absolut deine alte Baustelle. Ich kann nachempfinden wie blöd sich das anfühlt. Aber glaube mir, nichts würde dich vermutlich sicher machen. Oder fällt dir ein Szenario ein?
Ich weiß es ja selbst: die kleinsten Sachen triggern mich und ich stelle alles in Frage.
Das ist ein Punkt.
Nochmal: ich will nicht finanziell profitieren. Es geht um die Geste. Sagt das Schenken, Spendieren etc. über die Gefühle des Gegenübers etwas aus oder nicht?
Nicht unbedingt. Es liegt an dem Mann, ob er schenken mag oder nicht. an seiner Erziehung, seiner Einstellung zum Schneken an sich, an seiner Handhabe mit Frauen. Es gibt Männer die schenken um die Frau zu beruhigen, sie in Sicherheit zu wiegen... Es gibt immer Gründe zu zweifeln.
Und ja, ich schenke defintiv. Kleine Sachen, aber ich schenke. Schokolade, Bücher etc..
Freut er sich darüber? Mit meinem Ex, war es so, dass wir uns immer Sachen geschenkt haben über die WIR uns selbst gefreut hätten. Der andere war oft nicht so begeistert. ( er schenkte mir mal ein Picknick bei 15° Aussentemperatur....ich ihm Blumen...usw..
Da war echt bei beiden Luft nach oben...
Generell ist er extrem pragmatisch. Was keinen Nutzen hat, findet er überflüssig.
Das ist seine Einstellung.
Regelmässiger Diskussionspunkt ist mein zugegebenermaßen etwas zu große Schuhsammlung und mein Spaß an nicht ganz günstigen Klamotten. Die ich natürlich alle selber bezahle. Er versteht das nicht und bemerkt immer wieder, dass man das doch für sinnvolle Sachen ausgeben könnte.
Hm. Da würde ich nicht diskutieren, sondern sagen: lass mir doch den Spass, es ist eben mein Geschenk an mich selbst, fürs arbeiten.
Auf so eine Bekannte könnte ich verzichten . Lies mal : Die 5 Sprachen der Liebe und finde heraus welche Liebestypen ihr beide seid . Und dann erkläre ihm wie du dich geliebt fühlst . Wenn er eher ein nüchterner Typ ist kommt er vielleicht gar nicht auf den Gedanken dir kleine Aufmerksamkeiten zukommen zu lassen . Muss aber gar nicht sein , dass er das extra macht
Da schliesse ich mich an ;) . Die 5 Sprachen der Liebe sind echt ein Augenöffner für mich gewesen.
 
  • #41
Astreine Qualität, ich finde das angemessen teuer.
Hm ... kann es sein, dass sie gar nicht denkt und weiß, dass Du den teuren Wein ihretwegen kaufst? Sie weiß aber, dass sie das Baguette nur Deinetwegen kauft, weil sie ein anderes essen würde.
Oder teilt ihr das gar nicht? Also sie kauft eins für Dich und eins für sich, ihr trefft euch und trinkt aber gemeinsam ein, zwei Flaschen Wein. Und sie weiß nicht, dass Du den nur für sie kaufst?

Denn: Wenn sie jetzt wirklich Dir das Baguette kauft und weiß, dass sie IHREN Wein bekommt, während Du was anderes trinkst, finde ich das schon ganz schön heftig, Dir dann das Geld abzunehmen für das Brot, und dann nicht auf die Idee zu kommen, Dir Geld für ihren Wein anzubieten.
 
  • #42
Denn: Wenn sie jetzt wirklich Dir das Baguette kauft und weiß, dass sie IHREN Wein bekommt, während Du was anderes trinkst, finde ich das schon ganz schön heftig, Dir dann das Geld abzunehmen für das Brot, und dann nicht auf die Idee zu kommen, Dir Geld für ihren Wein anzubieten.
Danke für deine Gedanken @void!
Ich glaube, sie denkt gar nicht. Sie ist einfach so! Sie ist in der Tendenz ein eher geiziger Mensch und ganz allgemein sehr darauf bedacht, nicht zu kurz zu kommen. Sie weiß was der Wein kostet, es ist ja ihr Lieblingswein und wir kaufen beim selben Händler.....Ich hätte niemals Geld von ihr genommen für den Wein! Jeder hat sein eigenes Baguette, sie ist lieber Salami *gg* Ich bin ein großzügiger Mensch, gebe gerne und freue mich, wenn es meinen Gästen Gut geht. Aber darum ging es mir bei diesem Beispiel gar nicht ;- )Es ist etwas grundlegendes. Es gibt Menschen die müssen immer alles aufrechnen, die wollen immer 50/50 aus Prinzip. Egal wie Großzügig man ihnen begegnet. Manche haben dabei kein Problem, davon zu profitieren, dass andere das anders sehen und lassen sich gerne einladen, ohne mal für Ausgleich zu sorgen. Diese Freundin ist so jemand. Ich weis das! Auch wenn es manchmal innerlich kneift, akzeptiere ich es, weil ich sie nicht ändern kann.
Mit meiner besten Freundin läuft es ganz anders. Mal lade ich ein, mal sie, manchmal teilen wir die Rechnung, wenn wir über die Stränge geschlagen haben. Auch dann, wenn nur eine noch ein Dessert hatte oder ein deutlich teureres Gericht. Wir haben trotzdem niemals das Gefühl einer Unwucht, es fließt einfach. Wir würden nie auf den Gedanken kommen, aufzurechnen. So würde ich es mir auch in einer Liebesbeziehung wünschen. Mehr wollte ich nicht ausdrücken.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #43
Mit meiner besten Freundin läuft es ganz anders. Mal lade ich ein, mal sie, manchmal teilen wir die Rechnung, wenn wir über die Stränge geschlagen haben. Auch dann, wenn nur eine noch ein Dessert hatte oder ein deutlich teureres Gericht. Wir haben trotzdem niemals das Gefühl einer Unwucht, es fließt einfach. Wir würden nie auf den Gedanken kommen, aufzurechnen. So würde ich es mir auch in einer Liebesbeziehung wünschen. Mehr wollte ich nicht ausdrücken.
So habe ich Dich auch verstanden. Und so wünsche ich es mir auch. Es ist auch so, dass wenn einer rechnet, man selbst automatisch auch anfängt nachzudenken, ob man das jetzt auch machen sollte. Denn man ist ja stets im Nachteil und sieht aus, als würde man nicht bemerken, wie das läuft.

Das ist immer der springende Punkt: Es sieht für einen selbst aus, als würde man übervorteilt und wäre nicht in der Lage, das zu merken oder dem einen Riegel vorzuschieben. Auch wenn der andere es gar nicht mitkriegt. Wie Du schreibst: Sie denkt vielleicht GAR NICHT dabei. Aber DU weißt es und musst Dir eine Haltung zurecht legen, in der klar wird für Dich selbst, dass Du Dich nicht zum Deppen machst.
 
  • #44
Ja, manche Frauen bewerten sich danach, wie viel Geld sie bekommen. Und „Liebe“ ist natürlich auch so bewertest.
So habe ich @Dingens allerdings nicht gelesen...vielleicht weil ich ihren Text lese, wie ich selbst bin.

Ich komme aus einer großzügigen Familie, in keiner Form aus einer reichen aber großzügig..bis auf einen Stiefvater den ich hatte.
Ich durfte keine Süßigkeiten mit auf die Straße nehmen, wenn ich nicht bereit war, sie mit den Freunden die da waren zu teilen.
Überleg es Dir, iss es zuhause alleine oder teile es mit den anderen
Man gibt wen man mag!
Und ein anderer Spruch meiner Familie: wer geizig ist, ist auch geizig mit Gefühlen...hat sich in meinem Leben bewahrheitet.
@Dingens gibt und möchte erhalten...empfinde ich als normal.

Und nach meiner Erfahrung möchte man immer ein bisschen so geliebt werden, wie man selbst liebt.

Wenn es bei dem Thema krampft, dann passen Menschen nicht.
Krampft es weil man sich ausgenutzt fühlt, wurde eine innere Grenze überschritten.
Krampft es, weil einem jedes kleine Aufrechnen, nervt und als Distanzierung empfunden wird, dann weil man selbst nicht so ist.

Ich empfinde, sich gegenseitig fliessend ohne Rechnen und Aufrechnen gutes zu tun als passend, liebevoll und angenehm.

Andere sehen es anders, gilt es zu akzeptieren aber nicht mehr an meiner Seite.
 
  • #45
Dazu ist mir noch was eingefallen. Meine Eltern kannten mal ein Paar, und die Frau interessierte sich für irgendwas aus dem Netz, das jeden Tag neu ausgedruckt werden musste, irgendeine Rubrik über ein Jahr lang. Da sie keinen Drucker hatte, haben meine Eltern das für sie gemacht, und es ging ihnen schon auf den Geist. Aber sie sind halt auch großzügig. Als die Frau das nicht mehr brauchte, drückte sie meiner Mutter einen Spruch mit einem abfälligen "da muss man ja auch viel Zeit haben, wenn man das jeden Tag ausdruckt".
Also Thema Grenzen setzen, um nicht als Dödel dazustehen, mit dem man es machen kann. Auch mein Thema schon mal.
 
  • #46
So habe ich Dich auch verstanden. Und so wünsche ich es mir auch. Es ist auch so, dass wenn einer rechnet, man selbst automatisch auch anfängt nachzudenken, ob man das jetzt auch machen sollte. Denn man ist ja stets im Nachteil und sieht aus, als würde man nicht bemerken, wie das läuft.
Danke @void! Genau das ist es! Es ist nicht mal dieses Gefühl, ich sei zu doof es zu merken. Es ist der Umstand, dass es das Gefühl in mir abtötet, gerne und aus dem Herzen heraus geben zu wollen. Es sind diese nagenden Gefühle von mangelnder Wertschätzung und das ich es nicht Wert bin.....
Das ist immer der springende Punkt: Es sieht für einen selbst aus, als würde man übervorteilt und wäre nicht in der Lage, das zu merken oder dem einen Riegel vorzuschieben. Auch wenn der andere es gar nicht mitkriegt. Wie Du schreibst: Sie denkt vielleicht GAR NICHT dabei. Aber DU weißt es und musst Dir eine Haltung zurecht legen, in der klar wird für Dich selbst, dass Du Dich nicht zum Deppen machst.
Das ist bestimmt ein Aspekt, aber das ich dadurch selber zu jemanden werde, der das Bedürfnis hat, alles genau aufrechnen zu wollen, dass stört mich noch mehr! Ich bin so nicht und will auch nicht so sein!
 
  • #47
So habe ich @Dingens allerdings nicht gelesen...vielleicht weil ich ihren Text lese, wie ich selbst bin.
Danke! Ich bin so nicht und wundere mich, wie mein Text ausgelegt wurde.
Ich durfte keine Süßigkeiten mit auf die Straße nehmen, wenn ich nicht bereit war, sie mit den Freunden die da waren zu teilen.
Überleg es Dir, iss es zuhause alleine oder teile es mit den anderen
Man gibt wen man mag!
So erziehe ich mein Kind! Er bekommt immer etwas zum Teilen mit raus. Es ist ein schönes Beispiel. Neulich kam er vom Umgang bei seinem Vater empört nach Hause. Er hatte mit dem Vater eine Vorratspackung Süßigkeiten gekauft. Die wollte er, wie es bei uns selbstverständlich wäre mit raus nehmen und mit seinen Freunden teilen. Die neue Frau hat ihn dafür übel beschimpft. Sie wären doch nicht die Wohlfahrt und nicht für das Durchfüttern der Nachbarschaft zuständig. DAS war ein heilsamer Moment. So leid es es mir auch für meinen Sohn tat. Mir wurde vor Augen geführt, warum sie es nunmal ist und ich nicht! ;-)
Und ein anderer Spruch meiner Familie: wer geizig ist, ist auch geizig mit Gefühlen...hat sich in meinem Leben bewahrheitet.
@Dingens gibt und möchte erhalten...empfinde ich als normal.
Das ist meine Erfahrung! Ich war 15 Jahre mit einem geizigen Mann zusammen. Das es keine Geschenke oder Aufmerksamkeiten gab, war eigentlich nicht das schlimmste. Sie war wie gesagt nur das Symptom einer geizigen Art auch mit Emotionen und generell mit Menschen umzugeben.
Und nach meiner Erfahrung möchte man immer ein bisschen so geliebt werden, wie man selbst liebt.
Danke für diesen Satz! Ich habe nach meiner Trennung auch die meisten meiner "Freunde" gehen lassen. Die Baguette Frau ist eine der wenigen über gebliebenen. Das wird mir gerade deutlich!
Krampft es, weil einem jedes kleine Aufrechnen, nervt und als Distanzierung empfunden wird, dann weil man selbst nicht so ist.
Da ist viel dran. Danke für diese Gedanken. Es ist tatsächlich ein Gefühl von Distanz, es bleibt oberflächlich und mir fehlt diese Gefühl von liebevollem Umgang.
Ich empfinde, sich gegenseitig fliessend ohne Rechnen und Aufrechnen gutes zu tun als passend, liebevoll und angenehm.
Andere sehen es anders, gilt es zu akzeptieren aber nicht mehr an meiner Seite.
Genau darauf wollte ich hinaus! Bei Freunden kann ich es akzeptieren. Es ist eine Chance darauf zu gucken, was es mit meinen Emotionen macht. Vermutlich auch eine Übung mich deutlicher abzugrenzen. Aber als Partner an meiner Seite, brauche ich diese Gefühle und das sich abgrenzen wollen, nie wieder.
 
  • #48
Dazu ist mir noch was eingefallen. Meine Eltern kannten mal ein Paar, und die Frau interessierte sich für irgendwas aus dem Netz, das jeden Tag neu ausgedruckt werden musste, irgendeine Rubrik über ein Jahr lang. Da sie keinen Drucker hatte, haben meine Eltern das für sie gemacht, und es ging ihnen schon auf den Geist. Aber sie sind halt auch großzügig. Als die Frau das nicht mehr brauchte, drückte sie meiner Mutter einen Spruch mit einem abfälligen "da muss man ja auch viel Zeit haben, wenn man das jeden Tag ausdruckt".
Also Thema Grenzen setzen, um nicht als Dödel dazustehen, mit dem man es machen kann. Auch mein Thema schon mal.
Das ist ja das Paradox, das ich nie Verstehen werde! Menschen die selbstverständlich nehmen, und von der Großzügigkeit der anderen profitieren, sind häufig wenig Wertschätzend.
Sie nehmen, ohne je das Gefühl zu haben auch mal geben zu wollen......ich schreibe bewusst wollen! Sie haben eher abfällige Gefühle, für Menschen die Teilen. Das finde ich schräg.
Ich möchte mich nicht abgrenzen müssen. Ich möchte mich mit Herzlichen, warmen Menschen umgeben, bei denen ich nicht das Gefühl habe, der ausgenutzte Dödel zu sein.
Mich besser abgrenzen können, wäre aber auch ne wichtige Kernkompetenz ;-)
 
  • #49
Das Problem ist, dass man glaubt, man sei großzügig, aber hintenrum doch wieder alles aufrechnet, was jemand mitbringt, wie viel Geld er dafür haben will, wie viel man selber ausgegeben hat und wie großzügig mal angeblich ist. Im Endeffekt ist das aufrechnen. Und das ist nicht ganz so sympathisch. Da ist mir das alte 50/50 deutlich lieber. Da weiß man, was man hat. Oder auch nicht. Das sind die Fronten geklärt und keiner muss sich überlegen ob man nun freigebig ist und der andere geizig. Sogenannte Win-Win-Situation.
 
  • #50
Wenn ich aber höre, wie andere Männer ihre Partnerinnen verwöhnen bin ich natürlich wieder am zweifeln.
Ich bin die geborene Anti-Romantikerin, ich darf mir meine Geschenke selber kaufen. Find ich klasse. Blumen kriege ich auch nicht, ich steh nicht auf Blumensträuße, hab sie im Garten lieber. Klappte aber auch nicht von Beginn an, er hat ziemlich schnell begriffen, weil ich für den ersten und dann einzigen Blumenstrauß nicht mal eine Vase hatte. Auch hatte er gedacht, alle Frauen mögen Süßes, nein ich nicht.

Letztens als mein Geburtstag vor der Tür stand, hat er mich ganz romantisch gefragt, ob ich mir schon was zum Geburtstag gekauft hätte. Hatte ich noch nicht, als das Paket dann kann, habe ich ihm das freudig gezeigt. Und er hat sich mit mir gefreut.



Sagt das Schenken, Spendieren etc. über die Gefühle des Gegenübers etwas aus oder nicht?
Für mich überhaupt nicht, ich mess daran auch gar nichts. ich könnte mir alles kaufen was ich will. Umgekehrt genauso, wenn ich seh was er für ein Spaß hat mit einem neuen Messer, das er sich gekauft hat. Das könnte ich nur dann kaufen wenn er mir die genaue Bezeichnung aufschreiben würde. Also machen wir es anders.
 
  • #51
Ich unterscheide bei Geschenken und Finanzierungen letztlich recht stark, vielleicht sehr pragmatisch, zwischen „substanziellen Summen“ und „Kleinigkeiten“. Meine persönlichen Alarmglocken gehen an, wenn meine Partnerin auch bei substanziellen Summen meine Großzügigkeit ohne große Nachfragen etc. erwartet oder annimmt.
Das würde mir zeigen, dass sie das schöne Gefühl, einen großzügigen Partner zu haben, komplett über den etwas rationalen Wert der Fairness zwischen Erwachsenen bzw. gleichwertigen Partnern stellt.
 
  • #52
Das Problem ist, dass man glaubt, man sei großzügig, aber hintenrum doch wieder alles aufrechnet, was jemand mitbringt, wie viel Geld er dafür haben will, wie viel man selber ausgegeben hat und wie großzügig mal angeblich ist.
So lese ich es bei @Dingens aber nicht heraus.
Ich selbst kenne es zum Glück auch nur so wie Dingens es sich wünschen würde.
Ich gebe viel, wirklich alles ohne darüber nachzudenken und nachdenken zu müssen.
Und ich bekomme und bekam von meinen Partnerinnen so viel in vieler Hinsicht zurück, ohne das ich das Gefühl hatte, die würden darüber nachdenken.
Dieses 50/50 Ding ist mir noch nicht untergekommen als ich weniger wie nichts hatte.
Und jetzt erstmal gar nicht.
@Dingens , Du brauchst jemanden der einfach ähnlich unkompliziert damit umgeht wie Du selbst.
Es ist bei den meisten Menschen einfach der egoistische, ängstliche Geiz.
Die können und wollen nicht anders.
Die haben schon als Kind ihr Gummibärchen abgeleckt und gesagt, ist meins.

M50
 
  • #54
Ich bleibe dabei, 50/50 ist gerecht, da weiß Frau was sie hat. Höre nicht auf die merkwürdige Freundin mit einem Beziehungsbild aus der Urzeit. Sie wollte vermutlich nur Zwietracht säen.
 
  • #55
Danke @void! Genau das ist es! Es ist nicht mal dieses Gefühl, ich sei zu doof es zu merken. Es ist der Umstand, dass es das Gefühl in mir abtötet, gerne und aus dem Herzen heraus geben zu wollen. Es sind diese nagenden Gefühle von mangelnder Wertschätzung und das ich es nicht Wert bin.....

Das ist bestimmt ein Aspekt, aber das ich dadurch selber zu jemanden werde, der das Bedürfnis hat, alles genau aufrechnen zu wollen, dass stört mich noch mehr! Ich bin so nicht und will auch nicht so sein!
Im Grunde rechnest du ganz genau auf. Sonst hättest du uns hier gar nicht davon berichten können.
 
  • #56
Im Grunde rechnest du ganz genau auf. Sonst hättest du uns hier gar nicht davon berichten können.
Das Rechnen beginnt aber hinterher, wenn man merkt, dass der andere rechnet. Und dann steht man vor dem Dilemma, ob man es auch tun soll, um nicht als Depp dazustehen vor sich selbst oder sogar dem anderen, und damit sich verbiegen sollte zu einem Menschen, der man nicht ist. Oder ob man so bleiben soll und dann eben ausgenutzt wird. Oder ob der Mensch einfach nicht passt und man die Bekanntschaft deswegen beenden sollte.

Ich sehe das ähnlich wie mit dem Seelenmülleimersein. Wenn man eine Bekanntschaft hat, die immer nur von ihren Problemen reden will und zu dem, was man selbst erzählt, höchstens einen Halbsatz verliert, ist da ein Ungleichgewicht, das sich bemerkbar macht.
Das zieht Energie. Das andere zieht Geld. Wer da nicht auf seinen Haushalt achtet, kommt in die Bredouille.
 
  • #57
Die einen rechnen bewusst. 50:50.
Wenige rechnen gar nicht.

Wer gerne gibt, wird langfristig merken, ob Geben/Nehmen sich die Waage hält. Ohne Rechnen aus dem Gefühl.
Irgendwann ist auch bei einem großzügigen Mensch die Grenze erreicht.

Das ist der Unterschied, was Dingens meint. Gerne geben. Großzügig.
Kommt aber nicht etwas zurück, wird es schal. Man fühlt sich nicht gesehen, die Großzügigkeit selbstverständlich. Ausgenutzt. Dann ist Schluss.

Beispiel -
Zwei machen Ausflüge miteinander. Spritkosten, anderes wird exakt geteilt.
Bei anderen fährt mal einer, lädt ein, das nächste Mal der andere. Gleichgewicht, unausgesprochen.
Bei den nächsten lädt einer immer ein, kein Danke, nichts. Das ist Ausnutzen. Da endet Großzügigkeit.

M, 56
 
  • #58
Beispiel -
Zwei machen Ausflüge miteinander. Spritkosten, anderes wird exakt geteilt.
Bei anderen fährt mal einer, lädt ein, das nächste Mal der andere. Gleichgewicht, unausgesprochen.
Bei den nächsten lädt einer immer ein, kein Danke, nichts. Das ist Ausnutzen. Da endet Großzügigkeit.
Perfekt kurz zusammengefasst...
Ich gehöre zur mit...fühle mich damit wohl und mit Gleichgesinnten.
Passt zu mir

Und wer sich mit 50:50 wohlfühlt, fühlt sich dann mit dem Gleichdenkenden wohl

Einer aus der einen Gruppe, mit einem aus der Anderen...wird sich ggf totdiskutieren
 
  • #59
Ich unterscheide bei Geschenken und Finanzierungen letztlich recht stark, vielleicht sehr pragmatisch, zwischen „substanziellen Summen“ und „Kleinigkeiten“. Meine persönlichen Alarmglocken gehen an, wenn meine Partnerin auch bei substanziellen Summen meine Großzügigkeit ohne große Nachfragen etc. erwartet oder annimmt.
Das würde mir zeigen, dass sie das schöne Gefühl, einen großzügigen Partner zu haben, komplett über den etwas rationalen Wert der Fairness zwischen Erwachsenen bzw. gleichwertigen Partnern stellt.
Sehr schön erklärt, da geh ich komplett mit.
In meiner langjährigen Ehe habe ich für das Einkommen gesorgt, meine Frau war in meinem Betrieb angestellt und ich hab alles bezahlt. Das Einkommen meiner Frau war ihr Taschengeld.
Meine jetzige Partnerin arbeitet im Einzelhandel ich hab ne Handwerksbude und mach das einfach weiter so, wie früher. Was soll ich da aufrechnen. Sie schenkt mir Aufmerksamkeit, Zugewandheit, Witz, Charm und Intellekt, kocht super und kommt mit meinen Macken klar. Passt doch. Mein Vater, Gott hab ihn selig, meinte immer: Wer fragt, der gibt nicht gern…
 
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