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  • #1

Wie Haushaltskosten/Miete aufteilen?

Mich interessiert wie andere Paare die Miete und die Haushaltskosten aufteilen? In meinem Fall ist es so dass ich gut 5000 EUR netto verdiene (lebe in der Schweiz, da ist das nicht ein so extrem hohes Gehalt, sondern eher Durchschnitt), mein Freund verdient fast dreimal so viel (je nach Bonus). Wir leben noch nicht zusammen hatten aber kürzlich das Thema. Er meinte bei seiner Exfreundin hätten sie 50:50 gemacht. Ich muss gestehen, für mich ist es recht schwierig diesen Lebensstil mit ihm zu finanzieren. Seit ich mit ihm zusammen bin, kann ich nichts mehr sparen. Für Ihn wäre das ein guter Deal. Seine Wohnung kostet jetzt 2200 EUR meine 1000 EUR. Würden wir eine gemeinsame Wohnung für 2800 nehmen, müsste ich ja mehr zahlen als jetzt. Er hingegen würde einiges sparen können. In eine günstige Wohnung geht er sicher nicht (Mieten in Schweizer Städten sind sowieso teuer). Findet ihr eine 50:50 Lösung fair?
 
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  • #2
Nein, das wäre nicht fair. Mein Exfreund und ich haben alle Kosten anteilig zum Gehalt geteilt und das lief gut!
 
  • #3
Die für mich einzig sinnvolle und vernünftige Lösung ist zweistufig:

1. Jeder zahlt selbstverständlich genau die Hälfte.
2. Es wird eine Wohnung genommen, die sich auch beide leisten können und wollen.

Wenn man solche Einkommensunterschiede hat, dann muss man sich auf einen gemeinsamen Lebenstandard einigen. Das kann einfach nicht bedeuten, dass der eine sich verausgabt und übernimmt, aber eben auch nicht, dass der andere ihn aushalten muss.

Als Ausnahme könnte ich mir die gedankliche Hilfe vorstellen, dass man die Wohnung tatsächlich auch in der gelebten Praxis nicht hälftig teilt, sondern er zum Beispiel sagt: "Ich brauche ein großes Zimmer für mich und ich bezahle anteilig auch soviel wie ich anteilig nutze." Das würden beiden eine Brücke bauen und partnerschaftlich bleiben.

Bedenke aber, dass die Wohnung nur die Spitze des Eisbergs ist. Wie klappt es mit Urlauben, mit Essengehen und Möbel-Kauf? Ihr müsst einfach ganz allgemein auf einen Nenner kommen bzgl. Lebensqualität -- wenn er viel sparen kann, ist das doch toll. Vielleicht kauft er sich (und damit Euch) später mal ein Haus?

Was gar nicht geht, meiner Meinung nach, ist, dass Du anfängst von "vorher" und "hinterher" zu reden. Wie teuer Deine Wohnung jetzt ist, ist völlig unerheblich. Wichtig ist, was Du Dir leisten KANNST und natürlich auch, was Du Dir leisten WILLST. Überlege Dir mal folgendes Beispiel: Wenn ich aus einer Studentenwohnung für 300 Euro das erste Mal eine Wohnung mit einem Partner zusammen nehme, die 1200 kostet, dann kann ich auch nicht argumentieren, wie billig ich vorher gelebt habe. Einzig sinnvoll wäre zu sagen: Ja, ich verdiene 2000, also kann ich mir eine Miete von 600 leisten. Dann muss ich mich entscheiden, ob ich das WILL, also ob ich einen Nutzen darin sehe, in eine teurere Wohnung zu ziehen. Aber vorher-nachher-Vergleiche zwischen ihm und Dir sind einfach albern.

So richtig nachvollziehen kann ich Euer Problem aber nicht. Auch wenn Wohnungen in der Schweiz teuer sein mögen, aber Du verdienst 5000,00 und sollst davon eventuell 1400,00 für die Miete ausgeben -- das ist RELATIV SEHR WENIG. Die meisten Menschen zahlen deutlich mehr 28% ihres Lohnes für die Miete. Worüber Du Dich so aufregst, geht mir daher nicht ein.
 
  • #4
@#1: Relativ zum Gehalt teilen ist absoluter Unfug und gar keine rational sinnvolle Lösung. Macht Ihr das bei Urlaub, Essengehen und Möbeln auch? Warum sollte das so sein?

Wer die Hälfte nutzt, zahlt auch die Hälfte. Wer die Hälfte isst, zahlt die Hälfte. Wichtig ist nur, auf einem Standard zu leben, den sich beide auch wirklich leisten können.

Warum sollte der besserverdienende Partner quasi für seine Leistung bestraft werden? Gute Gehälter kommen ja nicht aus dem Nichts. Natürlich muss man davon auch profitieren dürfen. Wenn einer mehr sparen kann als der andere, ist das doch nicht schlimm.
 
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  • #5
Zur Info: Netto Verdienst in der Schweiz bedeutet, Gehalt nach Abzug von Altersvorsorge, Invaliden Abgabe und Arbeitslosenversicherung. Steuern und Krankenkasse zahlen wir separat, ich zahle das einmal pro Jahr (somit gehen nochmals 1000 Euro weg, halt aber nicht direkt).
 
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  • #6
Natürlich ist 50:50 genau richtig, was anderes käme für mich nicht in Frage! Bei mir ist es fast ähnlich und meine Partnerin findet 50:50 total auch ok. Umgekehrt würden die Frauen genauso darauf bestehen, das nennen Frauen im heutigen Zeitgeist = Augenhöhe/Emanzipation. m45
 
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  • #7
Ich hatte einmal einen Freund der auch viel mehr verdient hat, auch er war sehr geizig. Er liebte teure Restaurantbesuche, war natürlich aber nicht bereit mich einzuladen. Es kam dann so, dass ich zu Hause was gegessen habe und ihn ins Restaurant begleitet habe (wollte ja nicht alleine gehen...). Dort habe ich nur was getrunken und ihm beim Essen zugeschaut. Mein Getränk von 3 Euro habe ich dann auch selber bezahlt. Er hat dann zwar die ganze Rechnung übernommen, sobald der Kellner weg war, musste ich ihm das Geld rüberschieben.. Heute kann ich nur noch den Kopf schütteln.. Ein weiteres Beispiel, er hielt sich auf Flughäfen in der Business Class Lounge auf, während ich draussen warten musste. Oder wenn ich was einkaufen wollte (Kleider, Parfum usw) wollte er immer mit seiner Karte zahlen, damit er Meilen sammeln konnte, danach musste ich es ihm wieder in cash zurückgeben. Aber es sah halt immer so aus, als ob er total grosszügig wäre..Nein danke, sowas brauche ich nicht mehr. So kann man sich kein gemeinsames Leben aufbauche. Wenn ich mehr habe, möchte ich doch dass mein Partner auch was vom Kuchen hat. Für mich gibt es nur zwei Lösungen: Entweder ein Partner der ein ähnliches Einkommen hat, oder einen grosszügigen Partner. Sonst lieber alleine bleiben..
 
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  • #8
Lösung: Wenn dir 50:50 zuviel ist, dann musst du halt dir einen Mann nehmen mit gleichem Gehalt von dir. Punkt. Verstehe überhaupt nicht diese Frage. Wenn ich dein Freund wäre und wüßte, dass du hier diese Frage diskutierst, so wäre ich im Vertrauen geschwächt!
 
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  • #9
Verstehe überhaupt nicht dein Jammern mit netto € 5.000 im Monat. Null Verständnis. Natürlich ist 50:50 ok!
 
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Sphynx

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  • #10
Die Aufteilung relativ zum Gehalt ist sehr gut und praktikabel, wenn der besser verdienende nicht bereit ist, für den Partner seinen Lebensstandard einzu schränken.
Den wenn er das nicht will und der weniger Verdienende sich permanent übernimmt, dann ist die Alternative Trennung.

Es geht nicht, dass der mit mehr Geld den weniger verdienenden einem finanziellen Druck aussetzt, das muss auch Dein Freund verstehen.

Über Urlaub etc. muss natürlich auch geredet werden. Die Möbel gehören sowieso dem, der sie bezahlt und auf der Quittung erscheint.
 
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  • #11
Ich bin der Meinung, das in den wichtigsten Bereichen wie Miete immer relativ zum Gehalt geteilt werden sollte, alles andere ist ungerecht.
Kann nicht ganz nachvollziehen, dass #1 der FS rät nicht auf vorher und nachher zu sehen, obwohl sie ja deutlich schlechter dasteht. Der Vergleich mit der Studentenbude hinkt.
w
 
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  • #12
Was würdet ihr empfehlen, wenn das Paar Kinder hätte und die Frau Teilzeit arbeitet? Wenn er vorher geizig war (oder dein und meint strikt trennte) wird er sich auch nach der Heirat bzw. mit Kindern nicht ändern. Soll die Frau dann noch immer 50 % abliefern?

Emanizpation ist ja schön und gut. Solange die Realität aber so aussieht, dass Frauen im Schnitt 30 % weniger verdienen, und sogar noch für die Männer Waschen und Putzen.., finde ich eine 50/50 Lösung nicht fair. Gleichberechtigung gibt es noch lange nicht. Zumal die Frau nach wie vor viel mehr aufgibt (bei Kindern).

w/30
 
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  • #13
Auf einen für beide gemeinsamen finanzierbaren Standard kommen,wieviel dann der besser verdienende von seinem Gehalt spart muß dem weniger verdienenden völlig Schnuppe sein.Irgendwie profitieren ja Beide davon,selbst wenn man mehr ausgibt als man sich allein leisten würde-man lebt ja dann auch auf einen Level-der allein unerschwinglich wäre.Will FS vielleicht darauf hinaus,daß ihr Partner sie finanziell in einen anderen Status unterstützt und hebt-und unsere Meinung zum OK erwartet?

m48
 
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  • #14
@ 8: Dieses Einkommen ist ein durschnittliches Gehalt in der Schweiz. Keinesfalls ein Top Einkommen. Man darf nicht vergessen dass Steuern einmal im Jahr kassiert werden. Das wird nicht am Gehalt abgezogen. Je nach Kanton kann das viel ausmachen. Die Kosten sind in der Schweiz generell viel höher. In Deutschland wären 5000 Euro wohl ein sehr gutes Gehalt, nicht aber in der Schweiz. Zudem sind die Arbeitszeiten höher, weniger Urlaub usw.
 
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  • #15
Nein, FS, ich finde 50:50 bei solch einem krassen Einkommensunterschied nicht in Ordnung.
Ich kenne dasselbe Problem - er verdient das Drei- bis Vierfache von mir.
Der Punkt ist, dass man im Falle des Zusammenlebens ja nicht auf dem Niveau des "Wenigverdieners" lebt, sondern der Vielverdiener das Niveau diktiert. Insofern ist es nicht etwa das Thema, wie F. es meint, zu jammern, dass man "früher" billiger gelebt hätte - nein, man würde auch jetzt und in Zukunft alleine viel billiger leben! Ich finanziere praktisch seinen luxuriösen Lebensstil mit meinem recht niedrigen Einkommen mit, und er fährt billiger als vorher, obwohl er eben das Dreifache verdient. Ich brauche den Luxus auch einfach gar nicht (teure Weine, ständig neueste Technik, Edelklamotten, teuerste Lebensmittel usw.), muss ihn aber trotzdem mit bezahlen. Das ist einfach bizarr und geht in meinen Augen gar nicht! Wenn beide gleich viel verdienen, ist die Lage nochmal ein bisschen anders.

Einmal hatte ich eine Partnerschaft, in der der Mann ca. das Doppelte von meinem Einkommen hatte. Dieser Mann hat sich meinem Lebensstil angepasst, das heißt, wir haben auf meinem Niveau Urlaub gemacht usw. Da haben wir auch 50:50 bei den Altagsausgaben gemacht. Das war für beide OK.

Wenn ein Mann, der das Dreifache von dir verdient, 50:50 erwartet, ist er unsensibel und egoistisch. Schon allein, dass er nicht auf die Idee kommt, dass du ein Problem damit haben könntest ... Ich würde doch nie mit jemandem ins Restaurant gehen, großes 3-Gänge-Menü speisen, meine Begleitung isst nur ein preiswertes Gericht - und bei der Rechnung mache ich 50:50. Da würde ich selbstverständlich meinen realen Teil bezahlen oder die Begleitung gleich mit einladen. 50:50 wäre geradezu frech und unverschämt.
Genau so und noch viel egoistischer ist es, wenn ein deutlich besser verdienender Partner seinen Lebensstil mit einem, der weniger verdient, hälftig teilen will.

Ich wäre bei dem Mann vorsichtig!

w42
 
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  • #16
@#11

Oh man ... wenn ich mal wieder Kommentare wie diesen lese wird es mir echt schlecht.

Ich habe manchmal das Gefühl das es gerade Frauen sind die immer versuchen aufzurechnen, damit sie ja nicht übervorteilt werden ... oder zumindest denken nicht übervorteilt zu werden.

Im Kern gebe ich da dem einfachen Kommentar von #5 nämlich vollkommen recht.

Aber klar, würde ein Mann eine Frage dieser Art stellen würden ihm wahrscheinlich ganz viele Frauen wieder "Geizheit" unterstellen und die "Pussy-Männer" hier das er kein richtiger Mann sei.
 
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  • #17
@15 - was wäre denn, wenn die FS so wenig verdient, das 50/50 GAR NICHT mäöglich ist, weil sie Schulden anhäufen würde?
@11 Frauen verdienen in deutschland nur 8 % weniger nicht 23% (30 waren es noch nie)
Die hohe Zahl kommt aufgrund von schlechter bezahlten Berufen und TZ zustande.
Alles geneinander aufgerechnet sind es 8%, was aber auch definitiv abzulehnen ist.
 
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  • #18
Schlag ihm doch vor eine Wohnung zu kaufen! Es ist seine, sein Kapital bleib ihm erhalten bzw. er zahlt sie für seine Vermögensbildung ab. Du zahlst ihm eine Miete, die Du Dir leisten kannst und die er akzeptieren möchte. Falls, was ich euch nicht wünsche, die Beziehung mal auseinander gehen sollte, gehst Du. Ihm bleibt siene Wohnung, Du suchst dire eine andere. Falls ihr mal heiratet, umso besser. Es bleibt sein Eigentum und ihr nutzt es zu zweit/dritt/viert...
 
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  • #19
@#16 von #15

Ach ich bitte dich, nun lenk doch hier mal bitte nicht von Thema ab. Sorry, aber so etwas von an den Haaren herbeigezogenes ... "sie Schulden anhäufen würde". Klar, wahrscheinlich wird sie gleich Hartz IV in der CH beantragen.

Hier mal einige Inhalte der Frage die mir hervorgestochen sind:

"mein Freund verdient fast dreimal so viel" = hier schon die Intonation auf: Er soll auch gefälligst dreimal so viel zahlen.

"Seit ich mit ihm zusammen bin, kann ich nichts mehr sparen." = Verdammt nochmal, dieser Depp will und will mich einfach nicht mal einladen.

"Für Ihn wäre das ein guter Deal." = die Betonung liegt hier auf "Deal" ... genau: Die Frau rechnet hier an dieser Stelle auf. Für sie ist es also im Umkehrschluss kein guter Deal ... wie sieht denn ein guter Deal für die werte Dame aus?

Der Rest .... megagähn ... Sparen hier, sparen dort ... aber klar: Wir sind ja Frauen und wollen ja A-U-G-E-N-H-Ö-H-E.

Wach mal auf Mädchen ... auch hier offenbart ihr Mädels mal wieder euer wahres Gesicht. Ich auf jeden Fall finde die Einstellung von ihrem Freund Klasse, denn ich verweise nochmal auf Kommentar #5 - ihr würdet es keinen Deut anders machen wenn es andersherum wärt.

Das Geld des Mannes nehmt ihr gerne, jedoch haltet ihr euer Geld selber gut zusammen. Sorry, aber ich habe euch längst durchschaut.
 
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  • #20
An die Frauenwelt!
Was wäre denn, wenn FS ein Mann wäre, der so wenig verdient, das 50/50 GAR NICHT möglich ist und er noch dazu Schulden hat?
Was würde in diesem Fall Frau tun?
 
  • #21
den 50:50 vorschlag, mit dem hinweis von frederika, sich dann eben eine wohnung auf dem lohnniveau des einkommensschwächeren zu nehmen, halte ich für kaum praktikabel.

die frage wäre erst einmal, ob der einkommensstärkere dazu bereit wäre, eine wohnung "unter seinem niveau" zu nehmen!
wenn er dazu nicht bereit wäre, dann müsste er natürlich für die mehrkosten aufkommen und die gemeinsame belastung anteilig zum einkommen berechnen.

so eine finanzierung des lebensunterhaltes, endet ja nicht beim wohnraum!
wenn beide dort 50/50 finanzieren, dann bleibt spätestens für gemeinsame unternehmungen -urlaub - kein platz mehr für 50/50...

jetzt fehlt nur noch der hinweis, dann müsse sich die frau eben einen partner auf finanzieller augenhöhe suchen...womit dann auch erklärt wäre, warum der schreiber eines solchen vorschlages jetzt bei online-portalen auf der suche ist...;-)
 
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  • #22
Schlag ihm vor, dass Du bei ihm einziehst und Du ihm das an Miete dazuzahlst, was Du für deine eigene Wohnung bisher bezahlt hast. Du bezahlst dann zwar nicht ganz die Hälfte, dafür gibst Du aber ja auch "deine" Wohnung auf und musst dir wieder eine neue suchen, wenn es nicht gut gehen sollte.

oder

Mach ihm den Vorschlag, er soll bei dir einziehen und die Hälfte zu deiner Miete dazuzahlen, dann spart er gut 3/4 seiner bisherigen Miete

oder

Behalte deine eigene Wohnung erstmal und zieh zur Probe bei ihm ein. Das würde ich persönlich in dem Fall sogar für die bessere Lösung halten.

Warum wollt ihr denn beide Wohnungen aufgeben? Vor allem, weiß dein Freund, wieviel Du verdienst und dass Du eigentlich schon die ganze Zeit etwas über deine Verhältnisse lebst? (sprich, dass Du nichts mehr sparen kannst, mit seinem Stil nicht so mithalten kannst?) Wenn nicht, dann frag ich mich, wieso Du das noch nie angesprochen hast, wenn es dein Freund ist.

Und sorry, aber wenn er nicht bereit ist, einen für euch beide tragbaren Kompromiss einzugehen, dann ist es mit seiner Liebe grad mal soweit her, dass Du besser ohne ihn dran bist.
 
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  • #23
Nochmal #14:

Es ist doch ganz einfach und logisch:

Das Leben jedes einzelnen darf nach dem Zusammenziehen nicht teurer werden, höchstens billiger, da bestimmte Kosten nicht mehr doppelt anfallen!
Wenn es für einen teurer wird, stimmt definitiv etwas nicht!
Im Fall der FS wird es für den Wenigverdiener teurer, für den Vielverdiener billiger - da stimmt ganz gewaltig etwas nicht!
Der Partner der FS wird doch seinen Lebensstil beibehalten, nicht erhöhen, lässt sich aber jetzt einen Teil von der FS bezahlen.
Die FS möchte auch nur ihren Lebensstil beibehalten, nicht erhöhen, muss aber plötzlich mehr dafür bezahlen.
Das sieht doch jedes Kind, dass hier etwas Ungerechtes vor sich geht!

Wenn die FS jetzt 1000 für ihre Wohnung bezahlt und ihr Freund 2200 - warum sollte das nicht so bleiben, wenn sie zusammenziehen? Dann hätten sie 3200 für eine Wohnung zur Verfügung und keiner muss seine bisherigen Wohnungsausgaben verändern.
Ähnlich ist mit anderen Ausgaben (Urlaub usw.) zu verfahren. Wo ist da das Problem?
Grundsätzlich dürfen doch die Lebenshaltungskosten durch eine Partnerschaft/Zusammenziehen nicht teurer für einen werden! Das wäre doch völlig absurd bzw. ungerecht für den einen!

Und selbstverständlich würde auch ich mindestens meine bisherige Kostenhöhe weiterbezahlen, wenn mein Partner nur ein Drittel von mir verdienen würde!
In meiner o.g. Beziehung, in der wir 50:50 gemacht hatten, hatte ich sogar die komplette Miete für meine Wohnung alleine weiterbezahlt, obwohl wir in meiner Wohnung gemeinsam wohnten, weil sie größer und schöner war. Das war für mich selbstverständlich, weil ich die Miete ja auch vorher schon allein bezahlt hatte! Er hatte seine kleine Wohnung noch behalten, die er natürlich auch bezahlen musste, sie kostete aber nur die Hälfte von meiner. Wohlgemerkt: Er hat aber das Doppelte von mir verdient ...!

Grundsatz ist für mich ganz klar: Jeder bezahlt soviel, wie er vorher auch für die Dinge bezahlt hat. Wenn der Besserverdiener den Lebensstil anheben will, ist ER derjenige, der die Differenz für beide bezahlen muss, weil er das Geld dazu hat. Wenn ich das Dreifache meines Partners verdienen würde, würde ich selbstverständlich genau so handeln!

w42
 
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  • #24
hmm, alles sehr komisch. Vor allem, wenn man noch frisch zusammen ist.
Ich bin immer nur Männern begegnet, die mich einladen wollten. Die beleidigt und in der Ehre gekränkt waren, wenn sie nicht durften, ich selbst zahlen wollte.
Daher mache ich das heute nicht mehr mit Nachdruck.
Wenn er zahlen möchte, darf er zahlen. Fast immer. Und ab und an zahle ich dann auch, damit er merkt, mir geht es darum, dass ich ihm seinen männlichen Stolz lasse und ihn dort nicht, wie viele Frauen "entmanne". Ihn aber auch keinesfalls ausnehmen will und werde.
Wenn ich merke, er möchte teilen, zahle ich meinen Teil gerne. Und ich lade auch dann mal ein.
Alles unverkrampft.
Wenn man da so unverkrampft von Anfang an ran geht, gibt es dann auch beim Zusammenziehen, nicht mehr so komische Fragen.
Einzig würde ich heute bei erneuter Heirat, großem Vermögen oder Anschaffungen einen detaillierten Ehevertrag VORHER aufsetzen.
Aber bei "Verbrauchskosten" möchte ich das locker handhaben. Ein Partner der haarklein aufrechnen wollen würde (nach welcher eurer Methoden auch immer), wäre für mich ein Geschäftspartner, kein Liebespartner.
Da bin ich penibel (BWLerin) aber doch nicht in der Beziehung.
Wie gesagt, wenn es um festes Vermögen (Immobillien, Geldanalagen oder auch Schulden geht, ja, das muss geregelt werden.) Aber doch bitte keine Restaurantrechnung oder der Kauf des Klopapiers....
 
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  • #25
Einfache Regeln sind nicht immer die besten und auch wenn es hier im Forum immer wieder gefragt wird, es gibt nicht immer den logischen, goldenen Weg, dessen Beschreiten immer richtig ist.

Bei den angesagten Gehältern von 5 zu 15 Tausend Euro halte ich 50:50 auch unter Beachtung der erhöhten Lebenshaltungskosten in der Schweiz für vollkommen korrekt, wenn der Lebensstandard nicht überzogen ist, denn hier haben beide mehr als genug für einen guten Lebensstandard mit ausreichend Platz für Rücklagenbildung.

Betrachtet man aber ein eher realistisches Einkommensverhältnis von z.B 1800 zu 4000 netto, dann hielte ich 50:50 bei angenommenen 3000 Euro gemeinsamen monatlichen Kosten für falsch, weil es dem finanzschwächeren Partner kaum etwas für Rücklagen etc. liesse.

Heisst, am Ende ist das eine Entscheidung unter Betrachtung der absoluten, tatsächlich vorliegenden Lebensverhältnisse und sicher kein reines Betrachten der relativen Einkommensverhältnisse.

Hinzu kommt natürlich auch das rechtliche Verhältnis. Bei Heirat würde ich eher in 50:50 Richtung tendieren, da ihr ja ohnehin gehört, was ich mehr verdiene, so ist das leider geregelt. Bei Partnerschaft ohne dieses Versorgungsversprechen für alle Zukunft nach Gusto und Willkür tendierte ich zu eher relativer Kostenübernahme.

@#6
Sowas find ich grotesk, warum lassen Frauen das mit sich machen?
 
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  • #26
Liebe Schweizerin,
suchst Du einen Deal, oder die Liebe?
Er kann nichts dafür , dass er mehr verdient als DU.
In den Grundkosten für Wohnen und Essen ist 50/50 angemessen.
In der Freizeit, Urlaub, Luxus, da denke ich dass es Unterschiede geben darf.
Da musst Du auch sagen, dass Du Dir etwas nicht leisten kanst oder dass es zuviel ist.
Wenn er von sich aus mehr beitragen möchte, ist das schön. Aber das darf keine Verpflichtung sein.
Sonst habe ich das Gefühl, es ist ein wenig plump, wie Du an seine Kohle willst.
 
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  • #27
Liebe FS,
Ihr habt kein finanzielles Problem, sondern ein Beziehungsproblem. Allein die Tatsache, dass Du Fremde fragen musst, was eine gerechte Aufteilung wäre, und offensichtlich nicht zufriedenstellend mit Deinem Freund darüber diskutieren kannst, sollte Dich stutzig machen.

50:50 hört sich erst einmal gerecht an, ist es in diesem Fall aber nicht, weil Dein Freund seinen luxuriösen Lebensstil weiterführen will und Du offensichtlich kaum mithalten kannst. Warum will er sich mit Dir nicht auf ein für Euch beide bezahlbares Niveau einigen? Solange er dazu nicht bereit ist, ziehst Du besser nicht mit ihm zusammen.

(An @19: Ich habe jahrelang einen arbeitsscheuen Ehemann durchgefüttert.)
 
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  • #28
@15: ärgerliche Überinterpretation!
Lies doch nicht das heraus, was die FS gar nicht gescheiben hat, nur weil es Dir in den Kram passt und irgendwann mal eine Frau so bei fabriziert hat.

Klar ist 50 50 schöner - habe ich auch lieber. Wenn es aber nicht geht, dann müssen andere Lösungen her.

Gehaltsanteilig z.B. 1/3 zu 2/3 bei Miete wäre eine davon.
Eine andere ist die Trennung
Eine dritte die Anpassung des Lebensstandards nach unten.

Welches ist Dein Vorschlag?
 
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  • #29
Ich war mal in einer ähnlichen Situation und auch ich verdiene gut.
Aber er hatte viel mehr und da ich mich nicht gerne konstant einladen lassen wollte, bestand ich auf die 50/50 Lösung.
Fakt war aber dass ich Ende Monat immer auf Null war und dies für mich nicht zufriedenstellend war. Also haben wir gesprochen und ich hab es ihm erklärt. Da ich ja nicht beim ersten date die Finanzen auf den Tisch legte, ging er davon aus, dass ich ohne weiteres mithalten konnte.
Also gingen wir seltener essen (was er bezahlte) und ich kochte öfters und da ich einkaufte, bezahlte ich auch. Ich koche sehr gut, es gab also nicht Miracoli...
Er hatte ein tolles Auto, ich keines.Wir fuhren also mit seinem weg und ich bezahlte dann halt Benzin. Wir sind uns einig geworden, gescheitert ist es dann an etwas anderem und ich kam mir nicht ausgehalten vor und er nicht ausgenommen.
So etwas wie in 6 beschrieben ist ja wohl der Hammer. Dann geht man halt nicht essen, aber den Partner zuschauen zu lassen-wieso hast du das mit dir machen lassen?
Das mit den Meilen habe ich aber auch schon gemacht, warum auch nicht-es kostet mich ja nicht mehr.
5000.- in der Schweiz ist nicht enorm, aber es lässt sich gut auch in ZH damit leben. Ich bin auch hier anzutreffen und verdiene ca. das gleiche.
Sprich mit ihm dass er ab und zu runterschrauben muss um gemeinsam wohnen zu können. Wenn er das nicht versteht, dann bleib bei deiner Wohnung.
Allerdings ist es gerade hier total verpönt, auch mal auf sparsam zu machen. Ich habe genug Kollegen die zig-tausend Schulden haben und dies nur, um bei dem sehr hohen Standart mithalten zu können. Ich finde es albern-warum soll ich mehr Stunden bei weniger Urlaub arbeiten wenn ich Ende Monat eh auf Null bin?
w, 39 und der Meinung, dass man mit dem Gehalt schön leben kann und trotzdem was gespart bekommt.
 
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  • #30
@#19

Ich weiss die Antwort, ich weiss die Antwort .... meld, meld, meld. ;-))

Sie würde ihn erst gar nicht als Partner in Betracht ziehen respektive ihn dann umgehend verlassen.
Denn sie verliert ja finanziell. Ist ja kein guter "Deal". Sie möchte ihn ja nicht durchfüttern.

So einfach ist das, weil: Das ist ja dann die fehlende Augenhöhe, du verstehst.
 
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