G

Gast

Gast
  • #31
An diejenigen, die meinen, die FS jammere wegen ihres Gehalts auf hohem Niveau: ich möchte auch betonen, dass in der Schweiz die Verhältnisse komplett anders sind. Wenn ich dort in ein Geschäft gegangen bin als ich anfangs dort war, bin ich rückwärts aus dem Laden rausgefallen vor Schreck... bitte mitbedenken.

@FS
Ich kann dich da gut verstehen. Eine Lösung, mit der ich mich an deiner Stelle wohlfühlen würde, wäre die zu sagen: gemeinsame Wohnung ja, und dann ENTWEDER auf "meinem" Niveau (denn ich würde auch keine Schulden machen wollen oder n allen Ecken und Enden sparen müssen) ODER auf einem höheren Niveau aber dann anders aufgeteilt: beispielsweise bekommt er ein Arbeitszimmer dazu, du nicht (falls du keines brauchst) oder ähnliches, oder ihr macht irgendwas ab mit der Hausarbeit, so dass diese NICHT hälftig geteilt wird wie es sein sollte, sondern so dass du z.B. grundsätzlich seine Wäsche mitmachst, er dafür mehr Miete zahlt.
Das ist nur ein Beispiel und ein Vorschlag.

Manchmal scheint es, jene die hier wieder Frauen und Pseudo-Emanzipation etc. anklagen, waren einfach noch nie in der Situation, dass jemand einen Lebensstil von ihnen gefordert hat, der sie mit der Zeit erschöpft hat, weil dann nicht mal mehr drin war, dass man guten Gewissens einen Kaffee trinken geht.
Ich würde das nicht mehr wollen.
Solche Entscheidungen müssen gemeinsam und partnerschaftlich zum Wohle beider gefällt werden, und wenn dein Freund partout nicht von seinen Vorstellungen abrückt, mach ihm klar was das für dich bedeutet (rechne es ihm z.B. vor).

Viel Erfolg weiterhin.
 
G

Gast

Gast
  • #32
Mir wäre eine Debatte darüber viel zu dämlich. Ich würde in meiner Wohnung bleiben und und gut ist es. Gemeinsame Urlaube und Aktivitäten nur dann unternehmen, wenn du es dir auch leisten kannst. Auf keinen Fall nach oben orientieren, sonst kannst du dir wirklich nichts mehr ersparen.
Zwischen Aushaltenlassen und einem vernünftigen angepassten Lebensstil ist doch ein himmelweiter Unterschied.

Es sollte für dich auch selbstverständlich sein, manchmal Restaurantbesuche abzulehnen, mit Hinweis darauf, dass dein Konto gegen Null tendiert bzw. du in dem Monat noch andere höhere Ausgaben zu tätigen hast. Als junge Frau habe ich auch nur Dinge mit Freunden unternommen, wenn ich es mir leisten konnte. Gegen Ende des Monats waren eben nur noch billige Vergnügungen angesagt. Nicht anders ist deine Situation jetzt auch zu sehen.

Eine Bekannte von mir hatte ein ähnliches Problem als sie ihren späteren Ehemann, der damals auch sehr viel besser als sie verdiente, kennenlernte. Sie wollte sich nicht aushalten lassen, daher schlug er dann vor, dass jeder bei Unternehmungen sich prozentual beteiligen sollte. So war für ihn die Sache gerecht gelöst.

Achtung Ironie an: Bei einer gemeinsamen Wohnung mit 50 : 50 Aufteilung der Kosten lässt man am besten noch eine zusätzliche Wasseruhr einbauen, denn sicherlich ist der persönliche Wasserverbrauch nicht gleich hoch. Außerdem sollte man den Kühlschrank in 2 Abteilungen trennen. Männer essen bekanntlich größere Mengen als Frauen, warum sollte sie seine Lebensmittel mitfinanzieren? Ironie aus.
 
G

Gast

Gast
  • #33
Bleib in Deiner Wohnung und such Dir einen anderen Mann.

Wenn er von Dir Dinge verlangt, die mit seiner Ex geklappt haben, soll er doch mit seiner Ex einen neuen Versuch starten.
Du bist nicht so wie die Ex. Wenn er das noch nicht zur Kenntnis genommen hat, sag ihm das und fange an, wieder so zu leben wie vor ihm.

Wieso will der Mann eine gemeinsame Wohnung? Wenn er diesen Wunsch äussert, dann hat er sicher auch das Geld, um alles zu finanzieren. Da Du bisher 1000 Euro für die Wohnung ausgegeben hast, solltest Du darauf bestehen, dass dies Dein Beitrag zu der neuen gemeinsamen Wohnung ist. Mehr kannst Du Dir nicht leisten.
Da er jetzt auch 2200 bezahlt, kann er das ja weiterhin tun.
So bleibt jeder finanziell gleich belastet und die gemeinsame Wohnung kann man sich leisten.

Für den Haushalt solltest Du 500 Euro pro Monat zahlen und er 1500 in eine gemeinsame Kasse. Daraus werden dann Lebensmittel und Ausgehen bezahlt. Das wäre entsprechend dem Gehalt. Er hätte trotzdem noch jeden Monat mindestens 1000 Euro für sich.

oder Ihr macht es anders herum:
Jeder behält 1000 Euro für sich, der Rest kommt in die gemeinsame Kasse.

Einen geizigen Mann würde ich lieber sausenlassen. Will er eine Frau, die ihn von ihrem wenigen Gehalt auch noch finanziert? Wer das Dreifache verdient sollte nicht auch noch schmarotzen!
Alles Gute
 
G

Gast

Gast
  • #34
Bleib in deiner Wohnung und suche dir einen anderen Mann, der auch viel weniger verdienen kann als du, dann ist das wahrscheinlich kein Problem für dich! Und noch was: Diese Beziehung ist keine Partnerschaft und steckt in große Probleme, die aber übersehen und abgelenkt werden wollen. m44
 
G

Gast

Gast
  • #35
#22 - vollkommen OK.
Jeder hat ja heute ein Budget für Wohnung, Essen, ausgehen... und kann dieses Budget beibehalten. d.h. 3200euros stehen für die Wohnung bereit, die Nebenkosten kann man sich 50:50 teilen, denn beide benuzen ja die Wohnung.... und für den Rest macht man jeweils einen Topf ... Sicher ist es auch heute so dass der 3fach verdienende eh schon mehr für z.B. Auto etc ausgibt...
 
G

Gast

Gast
  • #36
früher war es so, das der mann mit so einem gehalt alles bezahlt hat und ggf. das gehalt der frau für familie und freizeit ausgegeben wurde. selbst die fragenstellerin hat mit ihrem gehalt eigentlich keine sorgen und diese fragestellung ist typisch für übertriebenen wohlstandsgedanken. ist schon schade, das man für geld eben doch nicht alles kaufen kann ! mit einem anderen mann gibts wohl solche probleme nicht und dieser dürfte besser passen.
 
G

Gast

Gast
  • #37
Also ich muss nochmals betonen, dass ich nicht darauf aus bin, von ihm finanziert zu werden. Es ist auch nicht so dass ich irgendwie weniger arbeite als er. Er ist einfach in der glücklichen Lage eine sehr gut bezahlte Arbeit zu haben, bei welcher er auch noch weniger arbeitet als der Durchschnittsschweizer. Ich mache neben meinem Fulltime Job noch eine Weiterbildung. Gewisse Dinge machen mir schon Sorgen. Wie ein gemeinsames Leben möglich sein soll, wenn man bei allem 50/50 macht ist mir noch nicht klar. Es ist halt schon jetzt oft so, dass er zu mir zum Essen kommt, die Restaurantbesuche macht er dann mit seinen gut situierten Freunden. Zusammen gehen wir kaum in Restaurants oder an irgendwelche Events. Ich versuche an mir an allen Ecken und Enden zu sparen, um mir dann mal ab und zu ein schönes Weekend mit ihm leisten zu können. Auch bei den Kosten fürs Essen gibt es total grosse Unterschiede. Bei uns im Büro gibt es gratis Brot/Früchte/Snacks. Ich esse am Abend lediglich ein Joghurt mit einer Banane oder Ähnliches. Ich brauche nicht mehr. Aber damit ist er nicht zufrieden. Was ich natürlich auch verstehe. Aber ich bin nicht in der Lage ihn mit zu finanzieren. Ich wäre auch damit zufrieden in eine günstigere Altbauwohnung zu ziehen. Im Moment leben wir beide in Neubauten. Diese Idee findet er aber nicht so toll. Grundsätzlich finde ich die 50/50 Lösung super. Sofern die Gehälter ähnlich sind, oder halt ein paar hundert Euro/Franken mehr oder weniger. In unserem Fall ist der Unterschied aber riesig. Bei Geschenken ist es übrigens auch so, dass ich mehr ausgebe. Versteht mich nicht falsch, ich habe das immer gerne gemacht. Meine Eltern waren auch immer sehr grosszügig mit ihren Mitmenschen. Und ich habe auch lange meine kleine Schwester unterstützt als sie noch in der Ausbildung war. Aber ende Jahr musste ich einfach feststellen, dass ich nicht einen Franken sparen konnte. Naja, die Lage ist und bleibt etwas unglücklich. Mal schauen. Liebe Grüsse, die Fragestellerin
 
G

Gast

Gast
  • #38
Also ich (m) wohne in Zürich und meine letzte Freundin hat ca. 1/3 von mir verdient, sie so 6 TEUR und ich ca. 18 TEUR (abhängig vom Bonus). Wir haben nach den ersten Monaten mal reinen Tisch gemacht und über Finanzen geredet. Als selbstständige Frau hat sie sich geweigert mich von mir finanzieren zu lassen und bei den Alltagskosten (Miete/Einkauf) haben wir 50:50 gemacht. Wenn wir nett essen gehen, Events etc. habe ich meist gezahlt und auch beim Urlaub war es eher 2/3 für mich. Warum? Ich wollte meinen Lebensstil nicht einschränken und freute mich sehr, dass ich mit ihr gemeinsam einen schönen Abend verbringen kann und nicht bei ihr das Geld zerrinnt. Wir sind heute nicht mehr zusammen aber über Geld haben wir nie gestritten. Ich finde es selbstverständlich, dass ich es meiner Freundin ermögliche schöne Abende zu verbringen.
@ Fragestellerin: Redet offen, ich hätte nie von meiner Freundin erwartet, dass sie ans finanzielle Limit muss. Es ist wichtig im Alltag 1:1 zu teilen aber individueller Lebensstil wird von dem bezahlt, der ihn will. Meine Ex hat auch immer bezahlt wenn irgendwelchen teueren Lebensmittel angeschleppt hat um damit zu kochen. Wenn man will findet man einen Weg, damit beide ihre individuellen Stile gemeinsam verwirklichen können.
 
G

Gast

Gast
  • #39
In Zürich verdient ein 40jähriger Maler ca. €4200 brutto,eine 3ZW mit 80qm kostet am Zürcher Stadtrand in mittlerer Ausstattung ca. €2000. Soviel zu Relativierung. Durch den schwächelnden Euro sehen die Zahlen sehr teuer aus, obwohl einem das ja egal sein kann, wenn man seinen Lohn wie seine Ausgaben in Franken erhält resp. tätigt.

Ich bin Anhänger der prozentualen Aufteilung, das bedeutet gleichen prozentualen Schmerz für beide Beteiligten bei allen Ausgaben. Ist aber nach meinem Erachten - wie oben bereits beschrieben - eher bei grossen Gehaltsdifferenzen sinnvoll.

Wenn ich fiktiv 10.000 pro Monat verdiene und meine Freundin nur 2000, sie aber max 700 für die Miete ausgeben will, dann ist eine Wohnung für 1400 das Maximum? Warum nicht für beide 25% "Mietschmerz", dann ist auch eine Wohnung für 3000 drin? Wir schaffen uns einen gemeinsamen Lebensstandard, und was hereinkommt, wird zusammengeworfen. Bei Urlauben, Auto und Luxusgütern darf der Besserverdienende gerne etwas grosszügiger sein.

Eine Frau, die ständig das Misstrauen hegt, übervorteilt zu werden, wäre mir zu kleinlich und zu anstrengend.

So long,
m/41
 
G

Gast

Gast
  • #40
In meinem gesamten Freundeskreis ist es seit Jahren üblich: wer mehr hat, gibt auch mehr. Unter uns Freunden, aber ebenso innerhalb der Beziehungen. Ich halte das für richtig und selbstverständlich. Den Vorschlägen hier, sich zu trennen oder die infamen Unterstellungen, dass die FS auf einen "Deal" aus sei, kann ich nur mit Unverständnis begegenen. Eine 50:50- Regelung bei einem Verhältnis 10:30 ist doch ebenso absurd! Mir gefällt viel weniger, dass bei der FS die kostenlose Verköstigung/ Gemütlichkeit gesucht wird, diese aber nicht adäquat verwöhnt wird...DAS gibt mir zu denken und halte dies für dringend klärungsbedürftig.
 
G

Gast

Gast
  • #41
50:50 ist nicht fair....schonmal gar nicht wenn er 3 mal soviel verdient wie sie !...nach allen abzügen (miete,lebensmitteln etc.) hat er mehr übrig als sie ....wo ist da die fairness ???
 
  • #42
Wie wäre es denn damit:

Ist-Zustand:
Heute bezahlt er 2200.
Heute zahlt sie 1000.

Soll-Zustand (gemeinsame Wohnung auf der Basis von 2800):
Der Mehraufwand wird geteilt. D. h. 600 Euro.

D.h.:
Er neu: 2500
Sie neu: 1300
Macht Überschuß von 1000. Die werden jeweils abgezogen.
Daraus ergibt sich:

Er effektiv: 2000
Sie effektiv: 800.

Er spart 200.
Sie spart 200.

Wäre das eine Lösung?
 
G

Gast

Gast
  • #43
@#40

So what? Ihr Frauen wolltet Gleichberechtigung ... hier habt ihr sie.

Wäre es andersherum (Frau verdient mehr) würde die Frau niemals auf die Idee kommen mehr zu übernehmen, was sage ich: Sie würde den Mann nicht mal mit einer Pinzette anfassen, denn er ist mir ihr ja finanziell nicht auf einer "Augenhöhe". Insofern stellt sich diese Frage garnicht für Frauen ... wie bequem, gell. Aber immer schön auf die Großzügigkeit des Mannes setzen. Schön einfach, ne?

Wenn es der FSerin nicht passt kann sie sich ja trennen.
 
G

Gast

Gast
  • #44
# 36
Wieso fütterst Du diesen reichen Menschen mit Deinem kleinen Gehalt durch?
Ich kann nur mit dem Kopf schütteln.
Wenn er zu mir zu Besuch käme, hätte ich meinen Joghurt und mein Obst und wenn er etwas essen will, kann er ja Lebensmittel mitbringen.
Du bist nur seine Frau fürs Bett.
Alle anderen Dinge tut er mit seinen reichen Freunden.
 
  • #45
Zusatz zu #41

Ersparnis in %

Er 9,1 %
Sie 20,0 %

Mietanteil in %
Er: 71,5%
Sie: 28,5%

Die 50:50-Lösung ist mir zu unverhältnismäßig.
Da zahlt sie 400 drauf, und er spart 800 ein. Da kann sie gleich ihre Wohnung behalten.
 
G

Gast

Gast
  • #46
Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. So blöd sind normalerweise nur Frauen die auf einen Heiratsschwindler reinfallen.
Natürlich zahlt er die Miete und zwar ALLEIN, denn er verdient dreimal soviel. Wenn ihm das nicht paßt, soll er sich doch eine andere suchen, die er ausnehmen kann.

Wie bescheuert muß man als Frau sein, sich einen sehr gut verdienenden Mann zu nehmen und sich dann selbst schlechter zu stehen als vorher.
So eine Blödheit wird dann noch als Gleichberechtigung verstanden, oder wie ?

Gerade gut verdienende, sogar sehr reiche Männer sind oft krankhaft geizig. Ich kenne da einige, die sind Multimillionäre und geben einem nicht mal eine Cola aus, was mancher Hartz IV Empfänger machen würde.
Geiz ist eine Charaktereigenschaft ! Das würde mich so abstoßen, dass es das gewesen wäre.

Bei einem armen Mann, der kaum etwas verdient, hätte ich kein Problem auch die Miete ALLEIN zu zahlen, denn er kann ja nichts dafür. - Aber so blöd einem reichen Typen sein Leben noch angenehmer zu machen, wäre ich nicht.
 
G

Gast

Gast
  • #47
Mein Ex-Partner, mit dem ich (W35) über 10 Jahre zusammengelebt habe, hatte auch fast das Dreifache von mir verdient. Ich hatte damals als Berufseinsteigerin sehr wenig.
Er hat die Miete komplett gezahlt, ich dafür andere Anschaffungen (Möbel, Telefonrechnung, Auto). Eingekauft haben wir abwechselnd, wer halt gerade Zeit hatte. Er meinte immer, dass das in einer GEMEINSAMEN Beziehung doch letzten Endes selbstverständlich sei, dass das Geld irgendwo auch das gemeinsame ist.

@42: Stimmt nicht - vielleicht bin ich ja wirklich eine doofe Exotin:
Bei einem späteren Freund von mir war es umgekehrt. Da habe ich ihn gerne mal eingeladen, wenn wir essen waren - weil ich sein Gehalt kannte.
 
G

Gast

Gast
  • #48
Ich würde da sehr vorsichtig sein,,spreche aus Erfahrung,die Kosten 50 zu 50 teilen ist OK,aber wie sieht es mit der Hausarbeit aus,wird die auch gerecht geteilt,oder bist dann nur Du dafür zuständig.? Hier wurde nur über die Mietkosten gesprochen,nicht aber um die anfallenden Arbeiten in einem Haushalt,kochen,putzen , waschen bügeln und dergleichen.Übrigens sind 5000 Schweizer Franken wirklich nur Durchschnitt und das Leben in der Schweiz ist nicht billig,bin Schweizerin und darum weiß ich das.
 
G

Gast

Gast
  • #49
Dieser Tread ist ja schon einiges her, und ich gestehe wäre neugierig, wie das ganze weitergegangen ist.
Bin jetzt seit 4 Jahren Single, vorher eigentlich immer in langjährigen Beziehungen, die letzte endete dann in der Ehe, die vor 4 Jahren scheiterte. Ich frage mich ernsthaft ob sich in diesen Jahren die Vorstellung von Beziehung so nachhaltig verändert hat. Dieses ganze Auf- und Abrechnen, Bilanzen ziehen, checken ob man ja nicht übervorteilt wird. Ich kann ja verstehen, dass Männer sich oft ausgenutzt fühlen, aber was bedeutet für alle hier eigentlich Beziehung? Egal ob Verheiratet oder nicht. Was ist, wenn ein Partner krank wird und deswegen Einkommenseinbußen hat und deswegen nicht mehr 50 : 50 geht? Entsorgt man dann diese Last? Vielleicht habe ich auch nur Glück gehabt, dass Geld nie wirklich eine Rolle gespielt hat. In der Studentenzeit haben mein Freund und ich immer alles für den anderen getan. Er war leichtsinniger, so dass in der ersten Hälfte des Monats er ganz viel eingeladen hat etc... ich war dann danach dran :), weil etwas umsichtiger. Wir haben uns immer irgendwie etwas geschenkt, danach waren wir pleite und mussten gucken..Aber wir waren glücklich! Mein Ehemann war damals beruflich voll im Leben, ich gerade am Anfang! Wir haben uns nie darüber unterhalten wieviel ich beisteuern kann, es gab bestimmt ein Ungleichgewicht, das will ich gar nicht bestreiten, aber er wusste immer, das ich das gebe, was ich kann! Zum Ende geriet er ins Schlingern, ich war mittlerweile weiter, so dass ich das Schiff finanziell gelenkt habe. Wo um Himmels willen ist da das Problem?
Bei der FS bekäme ich aus anderen Gründen das Gruseln. Mein Freund geht mit gut situierten Freunden essen und ich bleibe zu Hause? Was ist das? Ich würde meinen Freund dann immer einladen, damit er solche Abende mit mir zusammen verbringt, umgekehrt würde ich das auch erwarten...
Wer eine Zweckgemeinschaft sucht um seine Lebenshaltungskosten zu senken, wäre doch in einer WG super aufgehoben. Und für den Austausch von Körperflüssigkeiten sucht man sich eine Affäre! Aber eine Beziehung so zu führen, käme für mich jedenfalls nicht in Frage.
w/44
 
G

Gast

Gast
  • #50
Naja, die Lage ist und bleibt etwas unglücklich. Mal schauen. Liebe Grüsse, die Fragestellerin

Liebe FS, nicht die Lage ist unglücklich, sondern du selbst, weil du dich von deinem Freund alleine gelassen fühlst. In der Liebe und der Partnerschaft geht es vor allem um Geben und Nehmen und auch ums Teilen. So, wie Freude, Glück, aber auch Schmerz und Leid am besten gelebt und verarbeitet werden kann.
In einer 17 Jahre währenden Beziehung haben wir ein Übereinkommen gehabt, dass jeder nach Gefühl bezahlt. Das hatte viele Jahre lang sehr gut geklappt, allerdings hatten wir hier denselben Lebensstandard.
Später lebte ich mit einem Mann zusammen, der drei Häuser hatte und gute Mieteinnahmen. Ich zog mit in das Haus, in dem er lebte. Das Haus war schuldenfrei. Wir verabredeten, dass wir die Nebenkosten teilen wollten. Da wir beide berufstätig waren, schlug ich vor eine Putzhilfe einzustellen. Der Mann wollte das nicht. Ich wollte nicht putzen müssen. Wir hatten soviel Geld zur Vefügung. Und es kam eines zum anderen. Ich stellte eine Putzhilfe ein, die dann eben "meinen Putzanteil " putzte. Ich hatte Geld, er hatte Geld. Es hätte alles sehr einfach sein können, es wurde aber immer schwieriger, bis wir uns trennten.

Viel später erfuhr ich von dem Mann, dass er der Meinung gewesen sei, ich hätte einige hundert Euro Miete an ihn zahlen müssen. Er hat es sich nicht getraut zu fordern! Wie schade, denn dann wäre vor dem Zusammenziehen einiges klarer gewesen und vielleicht wären wir auch gar nidht zusammengezogen , weil sich vorher schon gzeigt hätte, dass wir nicht das gleiche wollen.
Es spricht meiner Meinung nach überhaupt nicht für eine gut funktionierende Beziehung, wenn alles aufgerechnet wird.

Wenn der Mann dir zugeneigt wäre, würde er verstehen in welcher Not du bist. Er ist ein Geizkragen, er hat vielleicht gar keine Chancen bei Frauen seines Standards. Ich wünsche dir mehr Weitblick und Fröhlichkeit, laß den Kerl sausen.
w 55
 
G

Gast

Gast
  • #51
Ich finde die 50:50 Regelung bei diesem krassen Gehaltsgefälle total ungerecht. Im Endeffekt spart er und sie muss draufzahlen. Wenn er unbedingt darauf besteht, würde ich mir generell überlegen, ob ich nicht in meiner eigenen Wohnung bleibe. Wenn er seinen luxeriösen Lebensstil weiterhin pflegen will, was er auch machen kann, dann sollte er sich entweder eine Partnerin mit ähnlichem Einkommen suchen oder alleine in seiner Wohnung bleiben. Ich finde diese Halbe-Halbe-Aufrechnungen in Partnerschaften komisch, bei stark unterschiedlichen Gehältern.

Bei diesem Mann wäre ich extrem vorsichtig, der Typ ist einfach nur ein unsensibler Geizkragen.

w
 
G

Gast

Gast
  • #52
1.) In der Schweiz können 5000€ normal sein (Zürich usw), aber auch viel (Ostschweiz).
2.) Wo soll denn eine Beziehung hinführen, wenn man zusammenziehen will, aber nicht bereit ist, ein gemeinsames Konto zu haben?
Das werden endlose Diskussionen über das Geld. Wie Einrichtungsgegenstände kaufen? Ein Schrank aus drei Elementen und bei der Trennung 1/3 zu 2/3 teilen.
Bei solchen Finanzkonstrukten bleibt immer eins auf der Strecke: die Gemeinsamkeit. Und später die Liebe.
 
G

Gast

Gast
  • #53
1.) In der Schweiz können 5000€ normal sein (Zürich usw), aber auch viel (Ostschweiz).
2.) Wo soll denn eine Beziehung hinführen, wenn man zusammenziehen will, aber nicht bereit ist, ein gemeinsames Konto zu haben?
Das werden endlose Diskussionen über das Geld. Wie Einrichtungsgegenstände kaufen? Ein Schrank aus drei Elementen und bei der Trennung 1/3 zu 2/3 teilen.
Bei solchen Finanzkonstrukten bleibt immer eins auf der Strecke: die Gemeinsamkeit. Und später die Liebe.

1. stimmt
2. Was hat ein gemeinsames Konto mit einer erfüllenden Beziehung zu tun? meine Eltern sind seit 40 Jahren verheiratet, haben ein gemeinsames Konto und diskutieren trotzdem über jeden Mist, weil der eine nicht die Ausgaben des anderen nachvollzieht (nachvollziehen will). Wir haben ein gemeinsames Konto und zwei getrennte. Auf das gemeinsame Konto gehen die Alltagsausgaben sowie Urlaubsgeld, der Rest bleibt auf dem privaten. Klappt super und es gibt keine Diskussionen.
 
G

Gast

Gast
  • #54
Hallo,

ich (m38) bin zufälligerweise per Google-Suche ("miete aufteilung") auf diesen Thread gestossen und kann über einige Beiträge echt nur den Kopf schütteln. Gleichberechtigung ist ein hohes Gut - aber doch nicht der heilige Gral, an den allein sich die Finanzen einer Lebensgemeinschaft zu richten haben. Selbstverständlich bringt sich jeder anhand seiner Leistungsfähigkeit in eine Gemeinschaft ein! Was ist denn wenn man mal Kinder hat oder einer arbeitslos wird und sein Einkommen ausfällt? Wird der dann entsorgt, damit die Kasse wieder stimmt?

Richtig ist dagegen, grosse Vermögenswerte auseinander zu halten und die grossen Brocken gerecht aufzuteilen - aber doch nicht Quittungen für's Brötchenholen aufzuheben.

Mit nem Geizkragen als Partner wäre ich extrem vorsichtig: Geiz ist die Verfallsform der Sparsamkeit, eigentlich eine Tugend, und beschränkt sich meistens nicht nur aufs Geld sondern auch auf Gefühle, Zuneigung, Mitgefühl. Die Hölle! Wenn Du mit so jemandem zusammen bist, schiess ihn in den Wind und lauf so weit Du kannst!

Meine Partnerin zB war jahrelang noch in der Ausbildung und hat dementsprechend erheblich weniger als ich verdient. In dieser Zeit war es so, dass ich praktisch sämliche grössere Ausgaben wie Miete etc. übernommen habe. Sie hat dafür eingekauft und das Putzen übernommen. Jetzt hat sich der Unterschied verringert, daher hat sie eine Neuaufteilung angeboten. Diese werden wir an den Nettoeinkommen ausrichten. Mein Vorschlag: im Verhältnis der Einkommen oder abzüglich einer Pauschale für persönlichen Bedarf.

m38
 
G

Gast

Gast
  • #55
Seid ihr eine WG oder eine Beziehung? Ich finde es geradezu grotesk, dass hier so viele rigoros auf eine 50:50 Regelung pochen. Das bedeutet am Ende, dass sie gar keine Rücklagen bilden kann und er immer noch nicht so lebt, wie er es gerne hätte.
Letztenendes würde das ja heißen, dass nur noch gleich verdienende Menschen zueinanderfinden sollten. Stellen wir hier dann demnächst unsere letzte Steuererklärung rein, statt der Fotos?
Guckt euch doch mal um: Ist jeder Chefarzt wirklich mit einer Chefärztin zusammen? Und jede Grundschullehrerin mit einem Grundschullehrer? Wohl kaum. Es geht nicht darum, dass die FS ausgehalten und mit Geschenken überhäuft werden will. Ein Mensch, der nicht bereit ist, mit der Person, die er meint zu lieben, zu teilen, verdient keinen Partnerschaft.
Mein Bruder verdient sehr gut. Seine Freundin studiert noch. Er reist gerne und viel und sehr teuer. Nie käme er auf die Idee sie für das 5 Sterne Hotel zahlen zu lassen (wie auch). Noch weniger käme er auf die Idee wegen ihre begrenzten Budgets in ein 2 Sterne Hotel zu gehen. Er hat genug Geld und es ist ihm eine Freunde sich UND seiner Freundin damit eine schöne Zeit zu bescheren!
 
G

Gast

Gast
  • #56
An die Frauenwelt!
Was wäre denn, wenn FS ein Mann wäre, der so wenig verdient, das 50/50 GAR NICHT möglich ist und er noch dazu Schulden hat?
Was würde in diesem Fall Frau tun?

In diesem Fall hatten wir ebenso ein Konto, wir hatten uns alles geteilt. Klar habe ich dann drauf gezahlt, weil sein Einkommen kleiner war (Kindesunterhalt, Schulden)
Ich finde es nicht Geschlechter spezifisch.

Entweder Gemeinsam oder Getrennt. Das heisst, entweder ein Konto wo alles rein geht, oder man trennt die Finanzen anteilmäßig nach einkommen und sucht gemeinsam dennoch eine goldne Mitte . Der deutlich weniger Verdiendende hätte sonst auch in anderen alltäglichen Dingen zu viel, wo zurückstecken muß gegenüber dem Luxusausgaben des Vielverdieners. Nur das halte ich fair.

Aber ich glaube , nur wer so viel verdient wie ihr, hat Geldprobleme. Wer zusehen muß, wie er über die runden kommt, streitet weniger und hilft sich mehr..so meine Erfahrung.
 
G

Gast

Gast
  • #57
Also, in Schwaben sind Männer und Frauen Frau die "in Miete" wohnen (und schlimmstenfalls "in Miete sterben") auf dem Partnermarkt ein NoGo. Die Frage nach der Teilung der Mietkkosten stellt sich also für diese Region Deutschlands nicht. Grundeigentum sollte jeder in die Beziehung mit einbringen, ansonsten lässt sich die Kostenteilung ja (notariell-)vertraglich regeln!
m 43 (nicht aus Schwaben, in Miete wohnend, Kosten etwa hälftig mit Partnerin teilend, aber darüber auch nicht Buch mit ihr führend)
 
G

Gast

Gast
  • #58
Meine Antwort als Top - Verdiener lautet :

Fixkosten wie Miete und Essen gehen teile ich vorher anhand der Relation Verhältnis zu den jeweiligen Gehältern.

Wenn ich in Urlaub mit Partnerin gehe dann teile ich die Reisekosten auch im Verhältnis zum Gehalt und damit es keine Diskussion am Urlaubsort gibt wer was wie bezahlt machen wir einfach eine gemeinsame Reisekasse ( und die halte ich dann nicht sondern meine Partnerin ) daraus bezahlt man alles - und wenns nicht reicht dann wird aufgefüllt.

Ich Suche Mietwohnung - Urlaub und Restaurants gemeinsam so aus - dass keiner ein schlechtes Gewissen hat und jeder davon profitiert ( in dem er ja durch anteilige Kostenverteilung spart ) . Wenn ich mit jemanden länger zusammenziehe hilft auch ein gemeinsames Hauskonto - jeder erhält EC- und Kredikarte und dann zahlt auch Sie mal das Essen von unserem Konto dann hat keiner ein schlechtes Gewissen - es gibt keine Diskussionen - und Sie fühlt sich nicht unterlegen und ich nicht ausgenutzt .

Dies habe ich bis jetzt immer offen angesprochen und es gab nie Probleme im Gegenteil jede fands positiv und ich als Top Verdiener komme mir nicht ausgenutzt vor dies ist mir früher immer sehr oft passiert dass es selbstverständlich wird - dass ich immer alles bezahle .

Eine Aufteilung 50 : 50 ist egoistisch da wird einer hinterherhinken und unzufrieden ...

m-44 -
 
G

Gast

Gast
  • #59
Frauen haben sich nun mal emanzipiert und pochen auf Gleichberechtigung. Deshalb ist 50:50 völlig ok. Was hindert Dich daran, mehr zu verdienen? Ansonsten passt es einfach nicht. Wenn ich meine Beziehungen anschaue, dann waren solch immensen Gehaltsunterschiede immer ein Reizthema bis hin zu Eifersucht auf den finanziellen Erfolg.
 
G

Gast

Gast
  • #60
Jeder der eine 50:50 Aufteilung für egoistisch hält hat schon eine sehr seltsame Weltanschauung. Natürlich kann derjenige der mehr verdient anbieten einen größeren Anteil zu zahlen, aber das von diesem als selbstverständlich zu erwarten ist geradezu unverschämt.
Wenn man zusammen leben will dann muss man sich eben einigen was für einen Lebensstil man will und man sich leisten kann. Wenn der Partner eben einen für sich selbst zu teuren Lebensstil möchte dann teilt man ihm das mit das man sich das nicht leisten kann und dann wird dieser entweder anbieten einen größeren Teil zu tragen oder man einigt sich auf den günstigeren Lebensstil, aber vom anderen einfach zu erwarten das er mehr zahlt weil er mehr verdient geht gar nicht.
 
Top