• #91
Als ich mich noch auf SBs umgesehen habe, habe ich es immer so gehalten, dass wenn es zu einem Date kam, ich im Vorfeld klar gesagt habe, dass wir aber erstmal alles getrennt machen, dies war auch immer völlig OK.

Treffpunkte waren immer erstmal ein (Eis-) Cafe, für ein erstes unverbindliches Plaudern und Beschnuppern, mehr halte ich persönlich für ein erstes Treffen auch nicht für angemessen.
Es war jedoch meistens so, dass die Männer dann doch gerne die Rechung übernommen haben und sich noch bedankten, weil die Zeit einfach angenehm war, auch wenn man sich nicht wiedersehen wollte.
Ich habe mich gefreut und ein "Danke" ist wohl selbstverständlich!
Erwartet habe ich es nie, aber mich gefreut, wenn es dann doch kam und dann auch nicht darauf bestanden, selbst zahlen zu wollen. (Ausnahme wäre, er wäre der absolute Unsympath gewesen, aber so jemand war nie dabei.)
 
  • #92
Meine Äußerungen bezogen sich darauf, ob @manchmal eine Frau einladen (im Sinne von "ich bezahle alles") soll, DAMIT sie sich mit ihm trifft.

Wenn man sich verabredet ("wollen wir uns morgen im Restaurant XX treffen?) und die Frage der Bezahlung im Anschluß konsensual hinbekommt, ist es egal, wer zahlt. Der Konsens ist dann ein Zeichen des gegenseitigen Verständnisses - auch wenn der Mann zahlt.

Daß Dir Männer gefallen, (die in ihrem Verhalten vor) 1977 sind, kann ich verstehen, denn damals begann das neue Scheidungsrecht. Ab 1977 konnte sich eine Frau jederzeit ohne Verschulden des Ehemannes (sog. Fremdgehen etc.) aus einer Ehe lösen, ohne finanziell Einbußen zu erleiden, den Mann aber "bluten" lassen auch wenn sie ihn wegen eines Liebhabers verließ.

Ein Mann, der "nach 1977" ist, sollte zumindest begriffen haben, daß sich Frauen seit dieser denkwürdigen Tage allein versorgen können sollten. Wer sich seit dieser Zeit auf eine Frau einläßt, die das nicht beherrscht, ist eben "vor 1977".

Leider gibt es heute auch noch Männer die zwar sogar 1980 (Geburtsjahr) und jünger aber immer noch "vor 1977" (finanzielles Rollenverständnis) sind.
Das Gejammer davon hören wir im Schadenfall hier und in anderen Foren recht häufig.
Der Grundstein zu diesem Jammern wird häufig schon mit einer Einladung zum (bezahlten) Date gelegt.

m47
Vielen Dank für diese Demonstration welch wirklich verschwurbelte Weltansichten sich hinter dieser profanen Geste verbergen.
Und wieder haben wir ein vollkommen unvermittelbares Exemplar, das seinen Misserfolg beim anderen Geschlecht mit irgendwelchen Verschwörungstheorien (Scheidungsrecht ab 1977, Einladen beim Date ) anstelle seiner eigenen Person zusammenbastelt. Wenn man "unpassende" Kandidaten nur immer anhand von Einladungen-oder Ncht-Einladungen erkennen könnte :)

Zum Glück ist es im RL bei weitem nicht so schlimm, wie teilweise hier im Forum manchmal suggeriert wird. Bis auf das eine Mal hatte ich immer Glück mit meinen SB-Dates und selbst mein "Reinfall" war weit entfernt von irgendwelchen Verschwörungstheorien. Ich glaube, wenn mir jemand ernsthaft mit so einem Monolag wie oben kommen würde, würde ich wahrscheinlich erst wie ein Auto gucken und dann schnellstmöglich aufstehen und gehen, weil ich einfach Angst vor dem Typen hätte.
 
  • #93
Vom Kopf her verstehe ich, dass der Mann nicht immer der "Zahlmeister" sein möchte - vor allem, wenn er nicht weiß, ob er die Frau überhaupt wieder sieht. Dennoch: Ich hoffe immer sehr, dass er mich bei den ersten Dates (Anbahnungsphase) gerne und von sich aus einlädt. Ich fühle mich dann besser. Es ist mir immer irgendwie peinlich, wenn jemand auf getrennter Rechnung besteht - erst recht bei ein bis zwei Kaffee und Kuchen. Er gibt mir dann das Gefühl, dass er eine Frau, die er sehr toll und süß findet, bestimmt eingeladen hätte, ich es ihm aber nicht wert war. Das hemmt mich auf jeden Fall erst mal. Und ein richtig gutes Benehmen sieht für mich einfach auch anders aus. Für mich gehört allerdings dazu, mich bei einem der Folgedates zu revanchieren und in einer Beziehung alles 50:50 zu teilen (es sei denn, einer verdient viel mehr).
 

Laleila

Cilia
  • #94
Ich denke es ist wie so häufig hier im Forum.
Die meisten Meinungen sind wenig repräsentativ. Wenn ich lese, wie sich hier Männer anstellen, zum Beispiel bei diesem Thema und dies mit meinen realen Erfahrungen vergleiche, der Unterschied könnte größer kaum sein.
Tatsächlich wurde ich bisher noch jedesmal eingeladen. Ohne Ausnahme.
Wenn ich meinen Teil bezahlte, bestand ich massiv darauf und es wurde genauso aufgefasst wie es gemeint war. Als drastischer Korb.
Durch meine Lebensform habe ich schon hin und wieder Dates, ein Mann mit einer Einstellung wie sie hier im Forum häufig propagiert wird, traf ich dabei nie.
 
  • #95
Danke, @miss.lulu , du nimmst mir die Worte aus dem Mund.

@Arcturus : Ernsthaft? Ein Mann, der eine Frau selbstverständlich beim ersten Rendezvous einlädt, legt den Grundstein dafür, dass die Frau sich einbildet, fürderhin nicht mehr für ihr eigenes Einkommen zuständig zu sein und sich bis an zum Lebensende vom Mann aushalten lassen zu können?

Was ist dann, wenn ich als Frau beim zweiten oder dritten Date für den Mann koche, animiere ich ihn dann umgekehrt zu der Annahme, dass er sich für den Rest seines Lebens nicht mehr mit irgendwelchen häuslichen Arbeiten belasten muss?

Wenn ich manche Abhandlungen lese, danke ich Gott dafür, offenbar dumm, aber glücklich zu sein...
 
  • #96
Was ist dann, wenn ich als Frau beim zweiten oder dritten Date für den Mann koche, [...]

An der Stelle würde ich gerne einmal einen Einblick in die Dating-Erfahrungen eines Mannes gewähren:

Das Zahlen an sich stört mich überhaupt nicht, weshalb ich auch immer die Kosten übernommen habe. Wie Hannes schon richtig bemerkte, ist es eben eine gesellschaftliche Konvention und gut ist's. Stören tut mich allenfalls die hin und wieder anzutreffende weibliche Erwartungshaltung, die eine freundliche Geste zur Selbstverständlichkeit herunter zu brechen versucht. Für solche Frauen ist man(n) tatsächlich nur ein Zahltrottel.

Aus dieser Gesinnung heraus scheint wohl auch die Unart erwachsen zu sein, dass (gar nicht wenige) Frauen sich weder für die Einladung bedanken, noch in Folgetreffen irgendeine Form der Revanche anbieten. Viele lassen fröhlich weiterzahlen und opfern nicht einmal ein simples "Danke".

Insofern empfinde ich es als blanken Hohn, dass hier nun der x-te Thread zum Thema zahlende Männer abgearbeitet wird, während nicht ein einziger zu den offensichtlich nachlassenden Manieren der Frauenwelt zu finden ist.

Denn, und darauf würde ich mein letztes Hemd verwetten, selbst wenn der Wille zum Zahlen nachgelassen hätte, so gäbe es sicherlich immer noch mehr einladende Männer als sich revanchierende Frauen.
 
  • #97
Warum so aggressiv?
Und wieder haben wir ein vollkommen unvermittelbares Exemplar, das seinen Misserfolg beim anderen Geschlecht mit irgendwelchen Verschwörungstheorien (Scheidungsrecht ab 1977, Einladen beim Date ) anstelle seiner eigenen Person zusammenbastelt. Wenn man "unpassende" Kandidaten nur immer anhand von Einladungen-oder Ncht-Einladungen erkennen könnte :)

... würde ich wahrscheinlich erst wie ein Auto gucken und dann schnellstmöglich aufstehen und gehen, weil ich einfach Angst vor dem Typen hätte.
Es passt - auch beim Bezahlen (ob beim ersten oder beim fünften Date) - oder es passt halt nicht. Letzteres ist häufiger. Na und? Dafür braucht es kein Bashing.
Und wer das passende Komplement nicht findet, kann ja auch sein Leben als Single gestalten. Das gilt für beide Geschlechter und ist auch gut so.
 
  • #98
Moin,

vielleicht noch was Konstruktives dazu:

Das Thema ist inzwischen so alt, dass man es eigentlich nur noch ironisieren kann. Der Mann übernimmt also mit einem Augenzwinkern die Rechnung beim ersten Date, und die Dame nimmt ebenso an. Damit zeigen beide, dass es sich letztlich um ein Spielchen handelt, dass sie die einschlägigen Theorien und Threads gelesen haben, dass sie kein großes Gewese drauß machen wollen, dass sie solche traditionellen Tänzchen aber vielleicht ganz charmant finden.

manchmal
 
  • #99
Ich kündige auch nie im Vorfeld an, dass ich für UNS bezahle, sondern mache es einfach.
So habe ich es gelernt. Eine Geschichte die mich durch mein halbes Leben begleitet. Als ich vor etwa 20 Jahren als junger Unternehmer meinen ersten Vorstellungstermin bei einer sehr sehr Reichen Frau aus der Immo Branche als potenzieller Auftragsnehmer zum Essen im Restaurant antreten musste, hatte ich das auch versucht. Die Dame (ü50) sagte dann in einer Wundervollen einfachen Art und Weise. Ich solle doch den Scheiß lassen, denn damit könnte ich sie nicht beeindrucken und Aufträge sichern. Als ich ihr dann sagte das ich so erzogen wurde und das Selbstverständlich für mich sei, sowie das sich mein Großvater im Grabe herum drehen würde wenn ich zulassen würde das sie jetzt zahlt. Und ich auch gerne auf irgendeinen Auftrag verzichten werde, wenn sie mir erlauben würde das Essen zu zahlen.Ich habe mir vor Erfurcht fast in die Hosen gepi..... Natürlich hat sie das Essen bezahlt, aber nie wieder bis heute einem anderem Handwerksunternehmen meiner Gewerke einen Auftrag erteilt. Und mir vor vielen Jahren den Einstieg in die Immo Branche ermöglicht. Sie ist heute 73 Jahre alt und hat nach wie vor eine freche Schnauze. Danke Edith.
m46
 
  • #100
Aber die Dame sollte den Mann diese Geste einfach gönnen.
Das mit dem Gönnen ist so eine Sache - viele Menschen nehmen sich selbst viel zu wichtig, um gönnen zu können.
Eine kleine Anekdote - meine Freundin hat, als vor Monaten genau dieses Thema auf einer Party diskutiert wurde, das Ganze so beantwortet: Tom hat mich zum Essen eingeladen. Damit hat er nicht nur den Ablass bezahlt, sondern auch klar gestellt, dass er mich noch in der selben Nacht schänden will und wird. Und darf. Den Schalk, der ihr dabei in den Augen blitze, hat kaum jemand gesehen. Lustigerweise war ich der Böse - und hab mich köstlich amüsiert, all die politisch korrekten zu provozieren. Dass wir beide zu diesem Zeitpunkt schon ein Jahr zusammen waren, die Schänderei also nicht ganz so schlimm gewesen sein kann .... wollte niemand sehen. Übrigens haben sich die "männlichen" Weicheier mehr aufgeregt als die Emanzen. Und 2 Frauen haben gefragt, ob ich sie nicht auch mal zum Essen einladen wolle.

Dennoch - ich halte die Übernahme der Rechnung beim ersten Date - und auch später - für ein Signal des Mannes - "Mädel, ich mag dich, wenn du mehr wissen willst, dann darfst du dich mit mir beschäftigen". Der Geldbetrag ist dabei absolut unwichtig. Eine Frau, die beim ersten Date auf getrennten Rechnungen beharrt, zeigt mir ganz klar: die Visitenkarte kann ich dem Kellner schenken. Ich brauche mir weder den Namen merken noch jemals da anrufen.
 
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