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Wie ist das mit der Liebe und dem Verliebtsein

Hallo ihr Lieben,

es ist mal wieder Zeit, sich Gedanken zu machen...

Ich bin überzeugt davon, dass es keine "Liebe auf dem ersten Blick" gibt... ich denke, das war auch nur in dem jugendlichen Alter so eine Wunschvorstellung genau wie "zu jedem Topf gibt es genau einen Deckel"... aber wie ist das nun mit der Liebe und dem Verliebtsein...

1.Variante:
Man lernt sich kennen, verliebt sich relativ schnell, Schmetterlinge im Bauch, verbringt viel Zeit miteinander, lernt sich besser kennen, alles ist toll, doch nach und nach lernt man die "Macken" des Partners kennen und überlegt ob er wirklich der Richtige ist und dann entscheidet sich ob es Liebe wird oder nicht...
Geht dann nicht die Beziehung kaputt weil man den Partner am Anfang ja nur kurz kannte und die Rosa-Rote-Brille vieles verdeckt hat?

2.Variante:
Man lernt sich kennen, freundet sich an, verbringt viel Zeit miteinander, kennt sich wirklich richtig gut, tiefe Freundschaft, es gibt nur wenige Sachen, die man nicht so toll findet und dann beginnt man eine Beziehung... Aber geht das denn ohne Verliebtsein? Gehört das nicht irgendwie dazu? Ich glaube nicht dass man nach mehreren Jahren Freundschaft sich noch in die Person verliebt oder? Ist das nicht ein komisches Gefühl mit jemanden den man schon lange kennt, plötzlich als Partner zu sehen und intim zu werden?

Das ist jetzt natürlich wirklich nur grob skizziert aber was gibt es noch für Varianten?
Wie war das bei euch? Was habt ihr für Erfahrungen?
 
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Ich habe mit beidem Erfahrung und die Variante 1 ist prägender.

Es gibt unzählige Varianten, z. B. auch verschiedene Abstufungen und Zwischenstufen dessen, was du aufgezählt hast. Z. B. auch die Variante, erst nur sexuell auf jemanden zu stehen, und dann mit der Zeit andere, warme Gefühle zu entwickeln. Das ist von den üblichen Schmetterlingen zu unterscheiden, es ist eher ein freundschaftliches Gefühl.

Alles in allem, würde ich mal etwas ausprobieren, und weniger theoretisieren. Eine Beziehung geht nicht automatisch kaputt, weil man die rosarote Brille absetzt, und es ist auch nicht ein "komisches Gefühl", sich in einen alten Freund zu verlieben.

Gefühle sind nunmal nicht fix und verändern sich. Selbst jemand unerfahrenes wird es kennen, wie es ist, sich zu verlieben, und vielleicht irgendwann wieder zu entlieben, weil derjenige den Blickwinkel verlässt oder so. Oder man kennt doch schon von früher aus der Schulzeit, wie jemand, neben dem man jahrelang gleichgültig gesessen hat, z. B. plötzlich interessant wird. Dann kann einen das Verändern von Gefühlen bei Beziehungen doch nicht mehr so wundern.
 
Die Verliebtheit muß nicht unbedingt so schnell und stürmisch sein.
Aber die Absicht und Offenheit, sich in den Gegenüber zu verlieben wollen, sollte bei Beiden schon von Anfang an vorhanden sein.

Sich sofort auf den ersten Blick verlieben, sind eher Wunschträume und seltener Wirklichkeit.

Nach längerer Freundschaft sich ineinander verlieben, ist aber m.E. in der Wirklichkeit genauso selten.
Denn der Beginn war nur Freundschaft, mehr nicht. Also emotional stark eingeschränkt.

Viele nur befreundete, gemischte Paare sagen: Den Anderen als Freund - ist prima. Aber Liebe + Partnerschaft mit dem: Niemals !
 
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Gast

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Doch es gibt die Liebe auf den ersten Blick. Ich bin ein Gefühlsmensch und habe das schon erlebt. Es war anders als eine gewachsene Liebe, von 0 auf 100 in 5 Sekunden. Seelenpartner hört sich kitschig an, doch es ist so. Für mich aber nicht die erstrebenswerte Form des „sich Verliebens“. Zu viele Emotionen, zu viel Angst, dass diese Liebe verloren gehen könnte. Wahrscheinlich ist es meist so, es ist zu schön um wahr zu sein.

Andererseits würde ich nie eine Zweckverbindung eingehen. Freundschaft ist etwas schönes, aber mein Partner soll der beste Freund sein, den ich liebe. M.E. können das emotionslose Menschen leben, die pragmatisch denken und Versorgung, Ordnung und Sicherheit suchen. Es ist keine seltene Lebensform. Wem es genügt, der wird damit zufrieden sein.

Ich will mehr und eine Beziehung geht nicht kaputt, wenn die rosarote Brille dem grauen Alltag weicht. Sie geht kaputt, wenn Achtsamkeit und Wertschätzung gegenüber dem Partner auf der Strecke bleiben. Wenn Gleichgültigkeit und Gewohnheit in der Beziehung regieren, dann wächst die Distanz und irgendwann stehen sich zwei fremde Menschen gegenüber. Deshalb setze ich auf Gefühl und ich muss mich verlieben um die Motivation für den Aufbau einer Beziehung zu haben. Mein Singleleben war, bis vor kurzem, nämlich schön. Die Schmetterlinge im Bauch lassen mich offen für den Partner werden, aber auch verletzlich. Die Angst vor Verletzung scheuen viele Menschen und deshalb schützen sie sich durch Pragmatismus. Dieses Risiko gehe ich ein und dann kann ich auch die Macken des Partners liebevoll annehmen. Wenn er das auch bei mir kann, dann ist alles gut. Dann ist es Liebe ...

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Ich find es echt erschrecken wie viele hier anscheinend "Liebe" mit "verliebt sein" gleichsetzen. Für mich sind das zwei Paar Schuh.
Verliebt sein ist ein Hormonrausch. Es ist schön, aber hat keine tiefere Bedeutung finde ich.
Echte Liebe ist etwas das wachsen muss und Zeit braucht.
Wenn man es schafft, während der Verliebtheitsphase echte Liebe zu entwickeln, nur dann hat die Beziehung auch eine Zukunft.
 
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