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Gast

  • #1

Wie ist das Verhalten zu erklären? Männer ohne Interessen?

Ich w, Ende 20, lerne mittlerweile immer öfter Männer (Mitte 30) kennen, die nichts mehr aus ihrem Leben machen. Wenn ich ihnen die Frage stelle, was machst du gerne in deiner Freizeit, Interessen?! Oder was machst du gerne an den Wochenenden, dann würde ich jede Woche die gleiche Antwort bekommen. Nämlich Nichts, habe noch nichts geplant, außer ausschlafen, zu Hause relaxen und Füße hochlegen. Hobbys haben sie nicht wirklich. Oftmals nicht ein einziges. Ich erwarte jetzt nicht den actionreichen Mann, der jeden Abend was unternehmen muss, aber der wenigstens 1 oder 2 tolle Beschäftigungen hat, die er gerne in seinem Leben macht. Das ist doch nicht zu viel verlangt oder?! Dementsprechend haben sie auch nichts aus ihrem Leben zu erzählen und sind kaum in der Lage ein Gespräch flüssig weiter laufen zu lassen. Und das nervt mich am allermeisten, da ich mich gerne unterhalten, aber nicht den Alleinunterhalter spielen möchte.

Die Männer verhalten sich wirklich als haben sie nichts mehr richtig zu tun und seien bereits im Rentneralter. Chillen und Füße hochlegen, das ist deren Hauptaufgabe in ihrem Leben. Dabei sind sie gerade mal junge 35 Jahre, Single, ledig, kinderlos und haben das ganze Leben noch vor sich.
Und haben dazu einen ebenso entspannten Job. Kein Druck, ganz normale Arbeitszeiten, relativ früh wieder zu Hause.. was ich auch oft heraushöre ist, dass sie in manchen Situationen mehrere Aussagen bringen, in denen durch die Blume klar wird, dass sie nicht viel verdienen und sich mehreres nicht leisten können.

Sie aber den Wunsch haben DIE Frau zu finden und mit ihr baldmöglichst eine Familie gründen möchten. Da frage ich mich, wie sie das hinbekommen wollen, wenn sie gerade mal finanziell für sich selbst über die Runden kommen, aber gar nicht in der Lage sind eine Frau bzw. Kinder mit zu ernähren?! Und auch nicht bereit sind beruflich (z.B. Nebenjob annehmen oder beruflich etwas umorientieren, um bei einem besseren Posten mehr Geld zu verdienen) etwas an ihrem Leben zu verändern.

Ich wundere mich über diese Verhaltensweisen der jungen (mitte 30-jährigen) Männer sehr. Sie verhalten sich privat und auch beruflich sehr bequem und wollen offenbar auch nichts verändern und so bequem weiter leben. Meine Meinung ist aber von nichts kommt auch nichts.

Ich bin genau das Gegenteil, jahrelange erfolgreiche Vertrieblerin gewesen, die beruflich etwas erreichen wollte, orientiere mich nun beruflich um und absolviere ein Fernstudium und eine Weiterbildung. Bin dazu eine sehr modebewusste eher elegante junge Frau, die etwas aus sich macht. Auch privat gehe ich gerne in meinen Sport- und Tanzclub und habe generell meine Interessen, die mich sehr glücklich machen.

Ich wünsche mir einen Mann, der ähnlich tickt wie ich. Stattdessen ziehe ich nur noch arme Schlucker an. Wie kommt es, dass es offenbar immer mehr von dieser Sorte Mann gibt? Die nichts aus ihrem Leben machen und viel zu bequem sind. Warum verhalten sie sich so?
 
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  • #2
Liebe FS,

du pauschalisierst da etwas sehr. Es gibt auch die andere Art von Männern. Fraglich ist nur, warum du die nicht triffst.

Gründe könnten sein:
Meistens sind die wirklich guten Exemplare schon vergeben.
Wenn sie nicht vergeben sind, haben diese meistens viel zu tun (harter Job/Karriere).
Auch könnte sein, dass du für diese Männer nicht (mehr) attraktiv genug bist und sie dich deshalb gar nicht erst treffen wollen (man hat ja nur begrenzt Zeit).

Zu guter letzt kannst du auch einfach nur Pech haben und das Glück stellt sich demnächst ein.
 
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  • #3
es ist vielleicht so das seine hobbys, als hobby von dir nicht wahrgenommen werden?
ich spiele zb gerne pc spiele (online ). für mich ist das ein hobby für dich auch?
ich finde es sehr schön einfach zu relaxxen. und muss auch kein "aktion" haben.
ich gehe meinem beruf nach und "geniesse" das leben auf meine weise.
was ist verkehrt daran?
wir männer müssen auch nicht wie die meisten frauen "die welt erobern".
männer und frauen sind einfach verschieden.

m33
 
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  • #4
Na ja, das was Du da beschreibst, trifft wohl nur auf eine recht kleine Gruppe, würde mal schätzen vielleicht 10% aller Männer im Single-Pool dieser Altersgruppe zu. Warum suchst Du Dir nicht einfach einen aus den restlichen 90% aus und triffst Dich mit einem? Es ist ja auch nicht einfach so, dass alle Männer vermeintlich passiv auf ihre Traumfrau warten, viele haben sich ihre Datepartnerinnen halt vielleicht schon vorher nach gewissen Attraktivitätskriterien ausgesucht.

m.
 
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Gast

  • #5
Warum verhalten sie sich so? Weil sie es nicht anders wollen!

Wenn jemand zu mir so kommt und mir vorschreibt, wie ich meine Freizeit zu gestalten habe, setze ich solche unverschämten Leute direkt vor die Tür. Ist Kindergarten für mich und sowas brauch ich nicht mehr von einer jüngeren Frau, deswegen bevorzuge ich generell nur noch verständisvollere Frauen ab 33. Jünger geht einfach gar nicht! So ein Stress tu ich mir gar nicht mehr an! Ich brauch keine zweite Mama, die immer nur am meckern ist. Und so ein unreifes Früchtchen, das einen Mann nochmal formen will, das kannst du vielleicht mit einem 25 jährigen Kerl machen, aber nicht mit Männern in dem Alter.

Ein 35 jähriger Mann hat solangsam feste Prinzipien im Leben und läßt sich von einem jungen Gör, das noch nichtmal richtig gearbeitet hat im Leben (außer Schule und Studium) sicher nicht sagen, wie er zu leben hat.

Ich glaube, du mußt erstmal 10 Stunden am Tag arbeiten, um zu wissen wie es ist, da hat man keine Energie mehr, um jedes Wochenende tanzen zu gehen, da fällt man abends erschöpft ins Bett und will nur noch seinen Frieden von der Welt haben. Aber auch bei dir wird das im Laufe der nächsten Jahre nachlassen, das versprech ich dir!


Überhaupt solltest du dir einen gleichaltrigen jungen Mann suchen, z.B. in deinem Tanzclub oder wo du immer herum springen mußt.

Ich bin mir auch sicher, dass ein älterer Mann dir das im Laufe der Zeit schon noch austreiben wird. Eine Partnerin hat abends daheim zu sitzen. Deine Freizeitgestaltung wird kein erwachsener Mann mitmachen, von wegen tanzen und Disko.
 
G

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  • #6
Ich wünsche mir einen Mann, der ähnlich tickt wie ich. Stattdessen ziehe ich nur noch arme Schlucker an. Wie kommt es, dass es offenbar immer mehr von dieser Sorte Mann gibt? Die nichts aus ihrem Leben machen und viel zu bequem sind. Warum verhalten sie sich so?
Liebe FS,

du scheinsteine sehr aktive Frau zu sein. Ich kenne das...., komischer Weise ist es so, bisher konnte mir das keiner erklären, dass solche aktiven Frauen oft Männer anziehen, die genau das Gegenteil sind. Frauen, die so ruhig usw. sind, werden dagegen oft von den aktiven Männern (die du und ich wollen) angesprochen und auch oft geheiratet. Hier scheint das Gesetz der Gegensätze ziehen sich an zu wirken.

Solltest du allerdings an eine Familiengründung denken, dann wäre ein etwas ruhiger Mann mit geregelten Arbeitszeiten für dich ganz gut. Denn wie willst du bei deinem jetzigen Tempo berufliche Tätigkeit, Baby/Kleinkind und Beziehung unter einen Hut bekommen, wenn der Vater so ähnlich drauf ist wie du?

Aus Erfahrung weis ich auch, dass man mit zunehmenden Alter ruhiger wird. Geh vielleicht mit deinem Tempo ein wenig runter, lebe mehr das Leben. Dieser extreme Aktionismus verdeckt auch was inneres, nicht immer, aber man sollte man in sich hinein hören, warum man so ständig in Aktion sein muss.

w 49
 
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Gast

  • #7
Vielleicht haben die Jungs einfach kapiert, dass sich gewisse Anstregungen am Ende eben nicht mehr lohnen. Sie haben sehen können, dass langjähriger Fleiss und Einsatz für eine Firma, die dann doch pleite geht, sich für die Arbeitnehmer nicht rechnet. Etwas zu alt, ein Jahr arbeitslos, dann können sie sich mit Sozialhilfeempfängern in eine Reihe stellen und werden zu 1€-Jobs oder "Massnahmen" verdonnert. Egal, was sie eigentlich können bzw. wie sie qualifiziert sind.

Oder sie ahnen, dass nach lebenslanger Maloche die Rente sowieso bis dahin auf soziale Grundsicherung heruntergekommen ist. Oder sie haben erlebt, wie andere versucht haben sich auf eigene Beine zu stellen, dabei an den üblichen nicht nur hausgemachten Problemen gescheitert sind und jetzt auf einem Haufen Schulden sitzen.

Ausserdem haben sie erkannt, dass sehr viele Frauen ohne Wehr/Zivildienstpflicht und mit großzügiger finanzieller Hilfe ihrer Väter zügig studiert und gute Positionen erreicht haben (z.B. als Ärztinnen). Die könnten ja dann jetzt das, was ihr Vater für seine Familie getan hat, ihrerseits für ihre Familie tun: das Haupteinkommen verdienen. Die Jungs gehen dann auf halbtags und kümmern sich mehr zu Hause. Problem: welche Frau ist dazu schon bereit?

Wie schön kann es sein, sich mit immer weiteren mehr oder weiniger sinnvollen Qualifikationen und dem Besuch von Tanzveranstaltungen die Hoffnung zu erhalten, das alles hätte eine wirkliche Perspektive.

Die Zeiten sind schwierig, schnellebig und wir machen nie dagewesene Experimente mit der Rollenverteilung. Da steigen einige dann eben mit Mitte 30 aus und sagen sich, das muss ich nicht haben. Denn da läuft ja irgendetwas gegen sie. Oder nicht?
 
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Gast

  • #9
Ich bin mir auch sicher, dass ein älterer Mann dir das im Laufe der Zeit schon noch austreiben wird. Eine Partnerin hat abends daheim zu sitzen. Deine Freizeitgestaltung wird kein erwachsener Mann mitmachen, von wegen tanzen und Disko.
Komisch, ich bin fast 50zig, bin Single-Mama, habe 2 Jobs und liebe das tanzen. Daher gehe ich alle 14 Tage bis morgens um 3 Uhr tanzen, auf eine Ü30 Party.

Deine Ansichten sind sehr altmodisch und ich wette, dass du keine Frau an deiner Seite hast.
 
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Gast

  • #10
Dein Selbstbewusstsein und dein aktives Verhalten ist wohl eher der Tatsache deiner Tätigkeit als Vertrieblerin geschuldet. Ich bin zwar keine, denke aber, dass dies eine notwendige Voraussetzung darstellt um dort erfolgreich agieren zu können. Leider bleibst du uns ausgerechnet die weiteren Interessen, die dich "sehr glücklich machen" schuldig und führst stattdessen (für mich völlig uninteressante "Interessen" an, dass du gerne modisch gekleidet bist und dich mit Sport fithältst. Beides stellt nur insofern einen Wert für die Gesellschaft dar, dass es Geld in die Kassen der Fachgeschäfte und der Sportklubs bringt. In Hinsicht auf deine Frage ist das eher der Schuss der nach hinten losgeht. Das Leben selber aber ist in Wahrheit der größte Schatz. Die allermeisten Menschen verstehen die Tragweite dieser Wahrheit aber wirklich erst richtig, wenn etwas schlimmes passiert oder eine Krankheit eintritt, oder jemand stirbt. Und dann auch nur mit der Ratio aber nicht mit dem wahren Sein. Du stellst dich hin und bewertest die Interessen der anderen in wertlos oder wertvoll. Dies zeigt eine Form von Groll oder Ärger, den du in dir trägst, weil sich andere mit ihrer Freizeit und ihrem Geist nicht genug Mühe geben und deinen Ansprüchen nicht genügen. Und es macht dich klein, weil der Daumen auf dich zurückzeigt. Interessant wird es natürlich dann, wenn du uns verschweigst z. B. im Sterbehospiz für andere Menschen da zu sein (Ausbildung hierfür: 250 Std) oder dein Mitgefühl für andere Menschen so weit in Aktion treten lässt dass du forschst wie man effektiv und einfach Menschen unter die Arme greift um die Gesellschaft zu verbessern. Tätest du das, wärest du davon ab, andere zu beurteilen. Denn für gewöhnlich rennen solche Menschen nicht rum und prahlen damit. Dir bleibt nur dich dort aufzuhalten wo deine wahren Interessen liegen und dann da evtl. einen Austauschpartner zu finden. Ebenso wie nie jemand reich geworden ist weil er bei seinem Nachbar das Geld zählt, entwickelst du dich in die verkehrte Richtung wenn du im Außen versuchst andere abzuwerten. Lebe also JETZT und freue dich, dass du dein Leben, wenigstens die materielle Seite davon, so gut im Griff hast und wende den Blick auf andere Menschen an den Orten wo du deine anscheinend wertvolleren Interessen verfolgst.
 
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Gast

  • #11
Liebe FS,

an den Reaktionen sieht man ja, dass Du einige hier getroffen haben dürftest, dass manche gleich beleidigend werden und es auf Deine Attraktivität schieben, ist wohl Ausdruck ihres angegriffenen EGOs. Darüber kann ich nur lachen... .
Ich (w, 31) habe das auch schon häufiger erlebt. Die Männer hatten im Gegensatz zu mir null Ideen zur Freizeitgestaltung, wollten vielfach einfach am besten "abhängen" und haben mich auch mit ihren Gesprächsthemen (Allerwelts-Kram) nur noch genervt. Es ist einfach keine Leidenschaft da, nichts für das sie sich richtig begeistern, sie leben einfach so vor sich hin... und stressigen Job habe ich auch, tlw (da Beraterin) habe ich sogar mehr Stunden pro Woche abgeleistet als diese Männer.

Im Real-Life habe ich nun einen 40jährigen, der mich jeden Tag aufs neue begeistert! Vllt ist das auch für Dich eine Option, bei älteren Männern zu suchen. Es gibt sicher auch Mittdreißiger, die nicht so verpennt sind.
 
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  • #12
Also ich (Frau Mitte 30) kenne keinen einzigen Mann, der keine einzigen Interessen hätte. Nur decken diese sich nicht unbedingt mit deinen. Wieviele Männer interessieren sich für Fussball (Sport allgemein), Autos u./o. Motorräder (und freuen sich z. B. schon auf die nächste Zeitschrift) oder surfen einfach nur im Internet und spielen PC-Spiele (viele können hier vom Alltag abschalten und finden das einfach nur entspannend) oder einfach nur fernsehen (auch zur Entspannung, zum Abschalten ... ). Lass es doch, wie es ist. Jeder Mensch ist anderes. Jeder muss doch für sich entscheiden und wissen, was ihm gut tut. Und das ist doch die Hauptsache.

Auch kenne ich heute fast niemanden mehr, der auf Arbeit keinen Druck hat. Vielleicht sagen sie dir dies nur nicht, aus den unterschiedlichsten persönlichen Gründen. Und für viele ist das WE einfach nur zum entspannen da, natürlich mit der richtigen Balance (Abwechslung zw. daheim bleiben und mal etwas unternehmen).

Aber natürlich gibt es auch Männer, die viel in ihre Weiterbildung investiert haben ... .
Also ganz so pauschalisieren kannst du das nicht. Es gibt auch auch auf der anderen Seite viele Frauen, die an Weiterbildungen nicht weiter interessiert sind.

Du wirst schon den Richtigen finden. Schau doch mal in den Nachbarthread, warum manche Menschen keine Ruhe finden/haben. Da sollte auch das ein oder andere für dich von Interesse sein.

Viel Glück!
 
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  • #13
Ich hatte mal eine Freundin, die das Wochenede minutiös verplant hatte mit allerlei Aktivitäten. In der Anfangsphase habe ich das noch mitgemacht, aber es ist mir recht schnell zu viel geworden. Ich brauch das alles für mich nicht.

Ich habe durchaus einen guten Job und kann davon ordentlich leben. Wenn ich ehrgeiziger wäre, dann könnte ich sicher aufsteigen und noch mehr Geld verdienen. Brauche ich aber nicht und ich habe lieber mehr Freizeit. Das, was Du vielleicht als "Armer Schlucker" beschreibst, sind vielleicht Männer, die mit ihrem Dasein so zufrieden sind, wie es ist.

Nicht jeder Mensch benötigt eine ständige Dauerbespassung oder irgendwelche "interessanten" Aufgaben oder Hobbys. Im Grunde ist mein Ziel, das Leben zu geniessen und die Dinge zu machen, die mir Spaß machen und insgesamt zufrieden zu sein.

Ich habe irgendwann für mich festgestellt, dass dieser ganze Horror mit zielstrebigen beruflichen Aufstieg, Familie mit zwei Kinder, Hund, zwei Autos und abzuzahlenden Reihenhaus nichts für mich ist. Wenns schief geht, hab ich einen Berg Schulden und vegetiere in einer 30 m² Einzimmerwohnung für Jahre dahin, währendessen zahle ich Unterhalt, vielleicht das Haus oder die Restschulden weiter ab und mein Leben geht an mir vorbei. Das ist jetzt sehr düster formuliert, aber ich habe in meinem Freundeskreis schon die eine oder andere Katstrophe miterlebt, um zu sehen, dass das vorkommt.

Von daher wäre ich für dich sicher nicht der geeignete Mann. Mein Traum ist es, mit 55 bis 60 so weit zu sein, das ich nicht mehr zwingend arbeiten muß und mich dann fast ausschließlich nur noch um Dinge kümmere, die mich interessieren. Dazu kann durchaus eine Halbtagsbeschäftigung gehören, die für mich spannend ist. Zu viel Aktivität lenkt nur vom Leben ab und unendlich Zeit hat man nicht.
 
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Gast

  • #14
Die Jungs gehen dann auf halbtags und kümmern sich mehr zu Hause. Problem: welche Frau ist dazu schon bereit?
Kluge Frauen wollen aber einen Mann und keinen JUNGEN. Ich hätte damit kein Problem, wenn Mann nur halbtags arbeite und den Haushalt usw. damit mehr übernimmt. Trotzdem hätte ich noch meinen Anteil an Haushaltsarbeit übernommen.

w 49
 
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  • #15
Ich w, Ende 20, lerne mittlerweile immer öfter Männer (Mitte 30) kennen, die nichts mehr aus ihrem Leben machen. ...Stattdessen ziehe ich nur noch arme Schlucker an. Wie kommt es, dass es offenbar immer mehr von dieser Sorte Mann gibt?
Es gibt wohl einen leichten Trend für den Effekt den Du beschreibst. Woher das kommt kannst Du in Artikel / Zeitschriften usw lesen. Hat was mit den Trends der Globalisierung, Emanzipation und Wohlstand zu tun, laut den Experten. Der Trend ist aber noch nicht so, dass Du es so stark verallgemeinern kannst bzw. es in *Deiner* Partnersuche so einen starken Einfluss haben sollte. Dein eigentliches Problem ist, dass Du diese "arme Schlucker" anziehst. Wie schon so oft hier in anderen Threads beschrieben, "änder Dein Beuteschema", mit allen positiven aber auch negativen Konsequenzen. M45
 
G

Gast

  • #16
aber der wenigstens 1 oder 2 tolle Beschäftigungen hat, die er gerne in seinem Leben macht.
Definiere doch mal "tolle Beschäftigungen".

Ich (m, 32, Dauersingle) mache gerne/interessiere mich für: Musik (hören), Filme (Heimkino), PC-Spiele (in letzter Zeit aber immer weniger), Lesen, Wandern, Laufen, Fahrradfahren, ausgedehnte Spaziergänge, Fotografieren, Rockkonzerte, Urlaub bzw. Verreisen, im Sommer gehe ich gerne schwimmen.

Sicher alles nichts wahnsinnig Spannendes und ob das für Dich jetzt "tolle Beschäftigungen" sind, weiß ich nicht, mir machen sie aber Spaß.

Bei mir ist es aber in der Tat so, daß mir einige dieser "Outdoor-Aktivitäten" (insbesondere Spaziergänge (damit verbunden Fotografieren) und Urlaub) alleine schlicht keinen Spaß (mehr) machen und ich meine Zeit daher durchaus eher zu Hause verbringe. So werde ich mir auch heute gleich wieder ein neues Buch hernehmen. Fürs Wandern fehlt mir nach dem Umzug nach dem Studium leider auch meine alte Heimat :-(.

Mit der passenden Frau sitze ich aber ganz sicher nicht nur auf der Couch.
 
  • #17
Ich vermute zwei Gründe hinter deinen Erfahrungen:

Erstens, die aktiven, interessierten aufgeschlossenen Männer sind in diesem Alter schon fest gebunden. Übrig bleiben eher die trägeren. Das soll bitte nicht als Pauschalisierung verstanden werden, es gibt sicher Ausnahmen, aber als Tendenz gilt das sicher.

Zweitens, du hast nicht den richtigen Bekanntenkreis. Meine Söhne und deren großer Freundeskreis, in etwa deine Alters-Zielgruppe, sind sehr aktiv, allerdings inzwischen mit Partnerinnen: Beim Bergwandern, Tennis, Skifahren, Kochkurs, Weinprobe, Chor, Orchester, Konzert/Theater, um nur einige Beispiele zu nennen.

Schließ dich doch einer sportlichen Single-Freizeitgruppe an, da triffst du am ehesten auf die aktive Fraktion.
 
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Gast

  • #18
... jahrelange erfolgreiche Vertrieblerin gewesen,...Ich wünsche mir einen Mann, der ähnlich tickt wie ich.
Ohne Dir zu Nahe zu treten: Lies nochmal Deinen Text ganz in Ruhe, überleg Dir ob das was Du schreibst, man/frau nicht auch wesentlich kürzer, präziser, mit weniger Zwischenfragen hätte rüberbringen können. Ist auch der Tonfall, Deine Selbstdarstellung, eher charakteristisch für Dich, kommunizierst Du immer so?

Wenn das typisch frü Dich ist, dann kann ich mir gut vorstellen, dass einige der jahrelang erfolgreichen Männer um die 35 eher einen weiten Bogen um Dich machen.

Männer in dieser Kategorie stehen noch ganz andere Frauen als potentielle Partnerinnen zur Verfügung, wenn Sie nicht sowieso schon vergeben sind.

Muss nicht sein, kann aber ein Teil davon sein, wieso Du eher die armen Schlucker anziehst.

M45
 
  • #19
nennt sich "Samariterkomplex"
 
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  • #20
Wie kommt es, dass es offenbar immer mehr von dieser Sorte Mann gibt? Die nichts aus ihrem Leben machen und viel zu bequem sind.
Vielleicht, weil es immer mehr Männer gibt, die sehr wohl versucht haben, etwas aus ihrem Leben zu machen, und die gerade dadurch noch ärmere Schlucker geworden sind? Weil Risikobereitschaft und Verantwortungsbewußtsein in der heutigen Gesellschaft eher bestraft als belohnt werden? So etwas spricht sich natürlich herum.
 
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  • #21
Ich (m, 31, Wirtschaftsing.) hab früher gern Musik gemacht im Orchester und bin gereist, heute ist mein einziges zeitintensives Hobby mein Pferd, das ich mir mit jemandem teile. Mehr Hobbys gingen zwar finanziell durchaus, aber nicht zeitlich.

Viele Frauen gehen doch in ihrer Freizeit nur Shoppen, telefonieren stundenlang über belanglose Inhalte, schauen TV, hängen in der Cocktailbar und ähnliches.
Erstaunlich ist für mich auch, dass es hier viele Mitte-Ende zwanzigjährige Frauen gibt, die angeblich schon wahsninnig erfolgreich und attraktiv sind usw. und dann aber z.B. teilweise noch bei ihren Eltern (!) wohnen. Da hat man als souveräner Mann natürlich nur einsüffisantes Lächeln über..
 
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  • #22
FS, du musst dich der Zeit anpassen, weil die Männer sich auch geändert haben. Es ist alles mehr in Richtung Tradition gegangen in letzter Zeit, vor allem bei der jüngeren Generation.

Viele Männer verbringen eben heutzutage viel Zeit vorm Computer (z. B. Computerspiele) und damit sind sie unbeeinflusst und abgeschottet von Medien und den Umgang mit Frauen.

Wenn sie dann älter werden und ins Arbeitsleben eintreten dann wollen sie logischerweise nach der Arbeit nicht noch draußen etwas unternehmen sondern schnell nach Hause.

Als Frau suchen sie dann logischerweise auch eine unkomplizierte traditionelle Durchschnittsfrau, die wenig meckert, ne gute Ehefrau ist und die Hausarbeiten daheim verrichtet.
Man konzentriert sich einfach heutzutage vor allem in der jüngeren Generation aufs Wesentliche: Daheim sein, Familie gründen. Stellenwert von Hobbys, Weggehen, politisch engagieren usw. hat dagegen stark abgenommen bei der Jugend. Kein Wunder, man hat ja Stress genug in der Arbeit. Das und dann noch ne Familie gründen und man ist zu 100 % ausgelastet. Da braucht man nicht noch Hobbys, die einen auf den nerv gehen.
 
G

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  • #23
"Ich wundere mich über diese Verhaltensweisen der jungen (mitte 30-jährigen) Männer sehr."
Aber (Wo zum Teufel) lernst Du denn solche Typen kennen? Provozierend gefragt: In der Dorfdisko?
Hier bei EP kann ich mir das nicht vorstellen.--
Bei Hobbys und Interessen kannst Du froh sein wenn Dein Gegenüber da ein vernünftiges Mittelmass gefunden hat. Also nicht in jeder freien Minute aus dem Haus ist, was lebensgefährliches macht, oder Tage und -Nächte bei seiner Modelleisenbahn im Keller verbringt :)
Um echte Interessen herauszufinden versuche ich immer zu erfahren was jemand an aktueller Berichterstattung liest. Ob Print oder - online. Und checke das dann ab ob es glaubwürdig ist. M 55J
 
G

Gast

  • #24
@ #6

Da kann ich nur zustimmen. Bin auch in dem Alter der Fragestellerin, heutzutage spielt es gerade in Deutschland keine Rolle mehr welche Qualifiktionen man vorweisen kann. Auch ich habe Weiterbildungen hintermir und den Arsch aufgerissen und am Ende sitzt einer vor mir als Chef, der nicht einmal irgendeine Qualifikation hat, nur weil er seinem oberen Chef nicht wiederspricht.
Das andere "Übel" ich nenne es so, sind die Steuern die mittlerweile in Deutschland erhoben werden, ind diesem System wird der der Arbeitet wird bestraft! Der Faule wird belohnt :-(
Da ich in dem Alter der FS befinde, interessiere ich mich deshalb für die Schweiz als Arbeits und Wohnort..!

@ FS, auch ich finde keine Partnerin und ticke auch so wie Sie.

M
 
G

Gast

  • #25
Ganz einfach:

Unsere Elterngeneration hat oftmals versagt. Streit zwischen Mann und Frau, Scheidungen, Ehebrüche, moderne Familie (die nochmals alles verschlechtert hat). Das hat eine Art Schock hervorgerufen so nachm Motto:"Ich will in keinem Falle so enden wie diese Generation, die sich dauernd streitet, scheiden lässt, Konventionen in Frage stellt"

Also wir haben gesehen, dass es bei unserer Elterngeneration mit ihrem Modell nicht geklappt hat. Also orientieren wir uns mehr unserer Großelterngeneration, und versuchen eben die alten Werte wie Rollenteilung, Respekt, nicht streiten, ruhig sein, minimalistisch sein eben wieder hochleben zu lassen, weil wir hier eben sehen, dass es bei dieser Großelterngeneration geklappt hat.

Es ist bei der jungen Generation eine Art Rückbesinnung auf alte verlässliche Werte, die zeitlos immer Stabilität bieten wenn man sie lebt.
 
G

Gast

  • #26
Ich muss insoweit der FS zustimmen, als dass ich denke, dass viele Menschen keine Hobbies und/oder richtige Interessen haben und einfach nur arbeiten gehen und dann nur zu Hause abhängen.
Das langweilt mich auch, ehrlich gesagt. Ich gehe schon gern mal essen, trinken, auf eine Ausstellung, habe ein Pferd, reite, mache noch anderen Sport. Das aber nicht jeden Tag, um Gottes Willen, aber schon regelmässig.
Ich denke, unser Leben ist begrenzt, es kann jederzeit vorbei sein und ich möchte daher Dinge tun, die mir Spass machen, Naturerlebnisse haben, offen bleiben für Kunst, Kultur und Musik, und auch ab und zu schön essen gehen, einfach Dinge erleben und geniessen.
Liebe FS: vielleicht bist Du immer an die langweiligen Couchpotatoes geraten, zufällig. Es gibt auch andere, die zumindest auch offen sind für viele Dinge, auch wenn sie das nicht allein machen. Aber sich freuen, wenn eine Frau gute Ideen hat und da auch mit machen.
W43
 
G

Gast

  • #27
Die FS

Vielen Dank für so viele Beiträge.
Ich muss dazu sagen, dass ich wie gesagt mehrere Jahre ausm Vertrieb komme mit knallharten Arbeitszeiten, 5 Jahre lang eine 60 Std Woche hatte usw. daher weiß ich sehr gut wie es ist abends abgespannt von der Arbeit zu kommen und einfach nur auf die Couch zu fallen und nichts mehr machen zu wollen. Darum ging es aber nicht.

Es ging mir speziell um Männer, die einen entspannten Job ausüben, nicht mehr als 30 Std. arbeiten (wollen!) und trotz viel Freizeit nichts nettes unternehmen wollen. Mit Unternehmungen meine ich keine Party/Disco! sondern einfach nur draußen spazieren gehen, die Natur genießen, abends schön Essen gehen, mal ins Kino oder Theater/Musical, oder am freien Wochenende tolle Ausflüge ins Grüne machen, ein bißchen Sport treiben, z.B. Radtouren, Jogging oder an die See/ans Meer fahren. Solche Dinge meine ich mit schönen Unternehmungen.

Mir ist es einfach ein Rätsel, warum Männer, die schon so viel Freizeit haben, diese freie Zeit nicht sinnvoll gestalten können und JEDEN Tag lieber zu Hause faulenzen wollen und nix tun.

Das noch viel problematischere daran ist aber, dass diese Männer (aufgrund ihres eintönigen Lebens) einfach nichts zu erzählen haben. Sie bekommen einfach keine flüssige Kommunikation hin und das finde ich sehr enttäuschend... da ich mir ja auch die Zeit bei mehreren Dates nehme und mir dann gerne ein nettes, offenes Gespräch wünsche. Kommunikation ist und bleibt für mich das A und O.
 
G

Gast

  • #28
Liebe FS,

ich kann dich schon verstehen, weil ich diese Erfahrung mehrmals gemacht habe. Ich muss in meiner Freizeit nicht ständig unterwegs sein und genieße durchaus auch gemütliche Abende zu zweit in den eigenen vier Wänden. Ich finde es schön, mit dem Partner gemeinsam Musik zu hören, einen Film anzuschauen und interessante Gespräche zu führen. Aber es frustriert mich, wenn ein Mann seine komplette Freizeit nur vor dem Fernsehgerät oder PC verbringt.

Bisher hatte ich ausschließlich Männer, die auf nichts anderes Lust hatten. Das Leben hat so viel zu bieten: Sport, Spaziergänge, Kneipen- und Discobesuche, Museen, Ausstellungen, Kino, Theater, Ausflüge, Schwimmbad, usw. Ich erwarte nicht, dass mein Partner sämtliche Aktivitäten mit mir teilt und kann auch mit guten Freunden oder alleine etwas unternehmen. Es muss auch nicht jede Woche der Fall sein, dass wir zusammen ausgehen. Unter der Woche bin ich beruflich sowieso stark eingespannt und habe wenig Zeit, und manchmal will ich am Wochenende auch nur meine Ruhe haben. Aber wenn der Partner generell nie Lust hat, etwas zu machen, fühle ich mich in der Beziehung unwohl und bekomme das Gefühl, dass es dem Mann nur um den Sex geht.

Liebe Grüße
 
G

Gast

  • #29
Die FS

@27... ja, ich verstehe sehr gut was du meinst. Genau das Gefühl habe ich bei diesen Männern auch. Ich hatte bereits einige Erfahrungen mit Männern sammeln dürfen, die so extrem häuslich waren, auch nach mehreren Wochen. Im Endeffekt war es eine reine Sexbeziehung und hatte nichts mit einer normalen Partnerschaft zu tun.
Mit Männern die so extrem häuslich sind, habe ich bisher noch nie gute Erfahrungen gesammelt. In meinen Augen würde das eher auf eine Sexbeziehung hinauslaufen, was ich mir nicht wünsche, da ich auch als Mensch ernst genommen werden möchte und nicht nur meine äußere Verpackung (Körper). Deshalb gehört dazu für mich auch ein guter Kommunikationsaustausch, sich gegenseitig mal bei tollen Unternehmungen in Action zu sehen, Gemeinsamkeiten aus zu leben und auch außerhalb des Bettes und Hauses viel Spaß zusammen zu haben und viel lacht.
 
G

Gast

  • #30
Wenn du die traditionell männliche Seite nun ausfüllst, sehen sich da eben auch moderne junge Männer passend, welche die traditionelle Frauenrolle ausfüllen.

Bei all der Jammerei bezgl. der gläsernen Decken weil den Top-Männern ja eine Ehefrau den Rücken frei hält und der Doppelbelastung der Karrieristinnen, müßten bei einer ebenso modernen Frauenschaft solche Typen eigentlich weggehen wie warme Semmel.

Außerdem vermute ich auch nicht keine Interessen, sondern verheimlichte Interessen angesichts zu erwartenden Aversionen gegen gewisse Männerhobbies.
Wäre eine zur Schaustellung perfekter Kenntnisse über die US-Sportszene denn z.B. förderlich oder ein 62-lvl Hexenmeister?