• #1

Wie ist die Relevanz der Matchingpunkte?

Liebe Community,
mal relevant, mal nicht. Ignorieren oder nur daten bei 90 plus matchingpoints?
Mein letztes date hat deshalb stattgefunden, weil wir uns von der Form her und auch im Chat-Austausch gut verstanden haben hinsichtlich der Hobbies usw.
Das war der Grund, sich persönlich kennenzulernen, bevor man eine gemeinsame Wanderung in dem Fall wagt. Das date war mehr als lausig. Gut, ich war erkältet, aber da die Neugierde da war auf beiden Seiten, haben wir das in Kauf genommen.
Der Austausch war dann sehr mau, steckengeblieben in Krankheiten, Floskeln, Allerweltsbehauptungen, am Ende langweilig. Auf meine Frage, warum er in seinem Profil angegeben hatte, dass er von Freunden als unnahbar tituliert wird keine echte plausible Antwort.
Meine Antwort: wir hatten nur 70 Matchingpoints. Mein Fazit: Das hätte man sich auch schenken können, kam nichts rüber für beide Seiten! Oder?
 
  • #2
Ich hatte dazu keine Aussagen getroffen, weil es für mich eine Selbstverständlichkeit ist, dass man nach dem Chataustausch erstmal telefoniert. Also das liefere ich gerne nach, es gab einen sehr anregenden Chataustausch, auch tiefsinniger, freundlich, poetisch, von ihm mit einem Gedicht versehen, dann zwei längere Telefonate, die auch sehr angenehm waren. Darauf folgte die persönliche Verabredung. Die Begrüßung mit distanziertem Handschlag, irgendwie "autistisch", nicht einladend, businessmäßig, ich war an der Stelle schon etwas verschreckt. Nein, ich möchte nicht französische Bisus austauschen, aber etwas mehr Zugewandtheit wäre schön gewesen. Während die Chats und Telefonate warm und freundlich waren, war der persönliche Kontakt kalt.
 
  • #3
Sind MP eine EP Spezialität?

Meine ersten Dates waren immer etwas fade. Ich war immer der Meinung das war es und wurde später angerufen. Offenbar war meine Wahrnehmung anders.

Im Real life habe ich meine Bekanntschaften immer schon länger gekannt bevor man sich näher kam.

Insoweit bedeutet in meinem Fall der erste Eindruck überhaupt nichts.
 
  • #4
Hi Sunni,

viele schummeln bei dem Test, auf dessen Basis die Matchingpunkte errechnet werden. Sie beantworten die Fragen dann eher so, wie sie gern wären oder so, wie sie glauben, dass sie sein müssten, um auf dem Partnermarkt gut anzukommen.
Von den Bekannten, die ich kenne, haben alle nach eigener Angabe das Testergebnis mehr oder weniger ,,optimiert**. Das geht auch gut mit einem Probelauf, wenn dann das Ergebnis nicht gefällt, wird das Ganze wiederholt. Macht Arbeit, aber wer will schon als wenig stressresistent, wenig kommunikativ und wenig einfühlsam gebrandmarkt auf Partnersuche gehen?
Gib also nicht Zuviel auf die Matchingpunkte, sondern schau dir an, wer dahinter steckt.
 
  • #5
Ich fühle mich gerade an uralte Zeitalter erinnert, in denen noch die Eltern die Partnerschaften arrangierten ...
Heutzutage obliegt dies also statistischen Erhebungen und Persönlichkeitstests ... wobei jeder dann im Grunde angeben kann, was seiner Meinung nach die grösstmögliche positive Wirkung erzielt ?
(Ob realistisch dann auch zutreffend oder nicht ... ?!?)
Gruselig ...
Obwohl ja immerhin heutzutage wenigstens noch die Möglichkeit besteht, den Kanditaten persönlich unter die Lupe zu nehmen, bevor die Hochzeitsglocken zu läuten beginnen ...
 
  • #6
Servus!

Ich beginne einmal beim Positiven:

Dass Du an dem Treffen mit dem besagten Manne Teil genommen hast, und das trotz der damaligen Erkältung, erachte ich als durchaus lobenswert.

Was mir beim Lesen Deiner Fragestellung jedoch die Galle hat hoch kommen lassen, ist die Tatsache, dass Du nach einem einzigen Treffen bereits entschieden haben willst, dass es für Weiteres nicht reicht, und das trotz der weitgehend gemeinsamen Basis respective der MP's, aufgrund derer dieses Treffen überhaupt zu Stande kam.
Dass dieses, um es vorsichtig mit Deinen Worten zu nennen, ,,lausig'' verlief, kann verschiedene Gründe gehabt haben: Schüchternheit, Unsicherheit im Allgemeinen, (unterbewusste) Sozialphobie, Euphorie, die sich in einen plötzlichen wenngleich von Endorphinen überschütteten Schockzustand verkehrte, was schlussendlich wirkliche Verliebtheit hätte bedeuten können... Jedenfalls insgesamt zunächst hypothetische Dinge, deren Tatsächlichkeit nur durch eines hätte überprüft werden können:

Kommunikation!

Und dafür muss man weiß Gott nicht Psychologie studiert haben!
Aber nein! Was macht Madame in diesem Falle: Sie gibt sich bewusst dem induktiven Fehlschluss hin. ,,Ist der Mann beim ersten Treffen so, wie er sich verhält, dann immer.''

Tut mir Leid - aber einer solchen Machenschaft gegenüber auch nur rudimentäre Akzeptanz aufzubringen, geschweige denn Verständnis - das kann man allenfalls Menschen überlassen, deren Toleranzniveau den Nullpunkt kaum übersteigt.

Im Übrigen hast Du bereits zugegeben, durch die besagte Erkältung nicht uneingeschränkt aufnahmefähig gewesen zu sein, sodass Du schließlich der wahrscheinlich verfälschen Wahrnehmung leider zuviel Glauben hast zukommen lassen, ohne im Nachhinein den Wahrheitsgehalt dieser Wahrnehmung zu erörtern.

Herzlichen Glückwunsch!

M, 32
 
  • #7
Lobenswert?

Die Entscheidung wurde ganz einvernehmlich durch Kommunikation getroffen, keine Sorge.

Ich hätte die ganze Situation gerne vermieden und frage lediglich danach, ob es Frühwarnindikatoren wie z. B. die Matchingpunkte gab, die, wenn möglicherweise richtig interpretiert, dazu geführt hätten, sich gar nicht erst zu treffen. Denn bei 60 Punkten bedeutete das auch im Einzelnen, dass es beim Thema Ähnlichkeiten sehr grosse Diskrepanz gab, ebenso wie beim Thema Gemeinsamkeiten, die im Grunde bei den Matchings nicht gegeben waren. Ich werde meine Konsequenzen sehr wohl daraus ziehen und mich bei so einer Matchingpunktkonstellation nicht mehr treffen.
 
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