• #1

Wie ist die Typische Affäre?

Geht es bei einer Affäre immer nur um Sex? Kann es auch eine "besondere Freundschaft" sein? Oder ist die Affäre immer nur da zum austoben, Probleme abladen, und sonst nicht da zu sein da? Sich nur melden, wenn das Gegenüber sagt, jetzt,.. ja nicht nach 18 Uhr anrufen, in der Firma schon gar nicht,..?? Sich nur treffen für Sex? Oder gibt es auch "nur" treffen, die auf nette Gespräche aufgebaut sind? Würde mich mal interessieren...
 
  • #2
1. Es gibt gewiss alle Arten von Affären.

2. Die "typische Affäre" bedeutet Sex und ein wenig Verliebtheit heimlich neben der Partnerschaft.
 
  • #3
Die typische Affäre ist IMHO Selbstbestätigung über Sex.

Du meinst es gibt heimliche Treffen und dann unterhalten die beiden sich nur? Passiert in dieser Form ja häufig in Chats, nur wird das meist nicht Affäre genannt.
 
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  • #4
Meine Affäre geht jetzt schon über 3 Jahre. Am Anfang war Sex das Wichtigste. Mittlerweile haben wir auch, wenn wir ein Date haben, nur Gespräche oder wir kochen gemeinsam. Ich lass ihn einfach so, wie er ist. Das Problem was hier für mich entsteht oder sich evtl. entwickelt hat: Ich möchte ihn auf keinen Fall als richtige Partnerschaft. Aus dem einfachen Grund, da er mir ja die ganze Zeit aufzeigt, wie er seine Lebensgefährtin (er wohnt mit ihr zusammen) betrügt. Manchmal habe ich auch ein schlechtes Gewissen und frage mich, warum ich hier nicht würdevoll vorgehe. Und dann kommen meine Gedanken: Warum soll ich Rücksicht nehmen, ich bin Single und bin keinem eine Rechenschaft schuldig, also nehme ich die schönen Stunden mit (auch ohne Sex). Nicht ganz so einfach!
 
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  • #5
@3
Du irrst dich, wenn du sagst, dass du keinem Rechenschaft schuldig bist.
Nicht nur der Mann, mit dem du eine Affäre hast, betrügt seine Lebensgefährtin, du tust das genauso. Ich weiss, dass es zur Zeit modern ist, Verantwortung abzuschieben, in diesem Fall mit "Ich bin doch Single, ich verhalte mich korrekt, wenn er fremdgeht, ist es seine Sache."

Ist es nicht. Es ist GENAUSO deine Sache. Mach dir nichts vor.

Und du hast eine Affäre mit einem gebundenen Mann, den du nicht wirklich achtest, weil du ja am eigenen Leib erlebst, wie er seine Partnerin betrügt. Das ist genauso schräg, wie die Gedankengänge von Männern, die alles mögliche tun, um eine Frau rumzukriegen und dann sagen, mit so einer Schlampe, die gleich mit einem ins Bett geht, wollen sie nichts Nähres zu tun haben, weil die es ja mit jedem anderen genauso machen würde.

Nein, du gehst nicht würdevoll vor. Und: Du tust dir auch selbst keinen Gefallen, weil du dir durch deine Affäre den Weg verbaust zu einer richtigen Partnerschaft, die von Liebe, gegenseitiger Verantwortung, Respekt und Treue getragen ist.
 
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  • #6
zu #4

vorweg: ich bin gegen Affären gleich welcher Art;
aber ich stimme nicht mit dir darüber ein,dass die Singlefrau ebenfalls betrügt, denn sie hat niemandem Bindung oder Lebensgefährtschaft versprochen, der Frau ihres Affärenpartners nun schon mal gar nicht. Von daher lastet die Verantwortung für Fremdgehen einzig und allein beim Fremdgeher. Ob das für die dritte im Bunde Stil hat, ist eine ganz andere Sache, es ist aber nicht ihr Fremdgehen, sondern dass des Mannes. Sie betrügt bestenfalls sich selbst
 
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  • #7
@5
Nein, die Verantwortung trägt NICHT allein der Fremdgänger.
Unsere Rechtsprechung (soviel ich weiss, man korrigiere mich, wenn ich irre) und unsere und die Moralvorstellung sämtlicher Kulturen der Welt sagen ganz klar:
Ehebruch begeht eindeutig nicht nur der gebundene Partner, sondern auch der, der sich mit ihm einlässt. Es ist nicht nur der Betrug des Mannes, sondern auch der Singlefrau, die sich wissentlich mit einem vergebenen Mann einlässt.
 
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  • #8
@3) Deine Worte in meinem Ohr.

@4) genauso ist es - so sehe ich das auch. Zumal er mir ständig beteuert, dass sie nur eine rein wirtschaftliche Situation retten wollte (wer's glaubt wird selig!!!!). Er wird fast wütend, wenn ich darüber nur ein Lächeln habe und nichts antworte. Sie und er lebten beide in Trennung und wollten ihren Lebensstandard (großes Haus) nicht aufgeben und daher das Zusammensein. Und er wollte seinem Kind entsprechend repräsentieren.
Meine abschließenden Worte dazu: Jedem das Seine, wie jeder damit fertig wird. Morgen kann ich tot sein.
 
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  • #9
An #4: Auch ich bin der Meinung, daß #3 niemandem Rechenschaft ablegen muß. Sie ist für ihr Leben verantwortlich und nicht für das Leben einer ihr möglicherweise unbekannten Person. Warum sollte sie sich Gedanken über das Gefühlsleben der Frau machen, wie gesagt, vorausgesetzt, sie kennt sie nicht? Ach ja, Ihr lieben Ehefrauen und Freundinnen, wenn es nicht so schlimme Frauen geben würde, die mit Euren Kerlen fremdgehen, dann würde so etwas nicht passieren, oder wie? Ich wurde auch schon des öfteren betrogen, nicht falsch verstehen, aber der mir unbekannten Frau, die mit meinem Kerl fremdgegangen ist, war ich nie böse. Ich weiß genau, wer der Schuldige ist.

Ich bin auch eine von den "bösen" Frauen, aber ich hab keinerlei tiefen Gefühle für den Mann (ist ein Ex), es geht einfach nur um Sex.
 
  • #10
Ich glaube, wenn ich die "Ehefrau" kennen würde, dann hätte ich auch Skrupel, aber bei Frau XY? Von der vielleicht irgendwann mal ein Name gefallen ist, und sonst nix?
 
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  • #11
@8
Hier ist nochmal die #4.
Egal, wie oft es wiederholt wird, es wird davon nicht richtiger. Diejenigen, die die Verantwortung abschieben und sich keine Gedanken über das Gefühlsleben der betrogenen Ehefrau machen, handeln falsch und herzlos ("unmoralisch" will ich lieber gar nicht sagen ), und sie wissen das auch.
Und ja, natürlich, wenn es keine Frauen geben würde, die mit Ehemännern fremdgehen, dann würde es nicht passieren. ("Ach ja, Ihr lieben Ehefrauen und Freundinnen, wenn es nicht so schlimme Frauen geben würde, die mit Euren Kerlen fremdgehen, dann würde so etwas nicht passieren, oder wie?") Nein, würde es nicht; wie denn auch? Deine Argumentation ist nicht nur so gefühllos, dass mich fröstelt, sie ist auch unlogisch. Ich vermisse nicht nur Herz, sondern auch Verstand.
Und du hast keinerlei tiefen Gefühle für den Mann, du willst nur Sex.
Und er ist auch noch dein Ex.
Es tut mir Leid, es so klar sagen zu müssen, aber tiefer kann man kaum sinken.
 
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  • #12
Affäre ist es für mich auch eine Bezeichnung, wenn man sich nur für Sex trifft und beide ungebunden sind-jedoch keine Verantwortung für den anderen übernehmen. Kinder außen vor lassen. Habe das so schon gelebt und mit diesem Mann auch sehr gute Gespräche geführt, zusammen gegessen, gelacht und eine schönen Abend verbracht. Keiner von uns hat gefragt was der andere noch so treibt.
Zur Zeit für mich ein gute Lösung, feste Bindung will ich im Moment nicht.

W41
 
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  • #13
#3 ist überhaupt nicht für sein (!) Leben verantwortlich. Wenn er sie nicht hätte, würd er sich höchstwahrscheinlich eine andere suchen!
 
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  • #14
Man geht nicht fremd , sondern bekannt

d.h. zunächst gehts beiden drum sich auszutoben wie`s daheim nicht möglich ist und automatisch kommt man sich im Austausch immer näher bis der kritische Punkt kommt.

Das es angeblich keine Freundschaft gibt zwischen Mann und Frau heisst das dann Trennung oder feste Beziehung
 
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  • #15
Und was ist mit der Singlefrau, die den gebundenen Mann ihrer Affäre wirklich liebt? Muss man auf ihre Gefühle keine Rücksicht nehmen, soll die zur Heiligen werden,weil sie die Gefühle der ihr fremden Ehefrau höher stellen soll als ihre eigenen? Was ist, wenn diese Singlefrau liebt und selber bereits ein Opfer bringt, eben weil der Mann gebunden ist und es auch bleiben wird? Gefühle lassen sich doch nicht rechtlich verordnen. Ich finde, sie tut genüge damit, dass sie die Bindung respektiert und kein Interesse zeigt, diese auseinanderzubringen. Das bedeutet Größe, vor der sich die Ehefrauen wahrscheinlich fürchten...
 
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  • #16
@ 6: Wieso soll denn unsere RECHTSPRECHUNG etwas zu der Frage sagen, ob derjenige, der sich auf einen verheirateten Mann/ eine verheiratete Frau einlässt, auch Ehebruch begeht? In welchen Fragen, über die die Rechtsprechung zu entscheiden hat, sollte das denn eine Rolle spielen? Finde es immer bedauerlich, wenn von LAIEN irgendwelche völllig haltlosen Rechtsansichen kundgetan werden und dadurch andere in die Irre geführt werden.

W, 33 und Juristin
 
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  • #17
was ist die untypische Affaire ? Eine aus der Liebe und eine Beziehung wird.
 
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  • #18
Ich bin in einer ähnlichen Situation wie 3-und denke nicht, dass mich die Frau etwas angeht. Von daher ist es sein bzw. ihr Problem.
Ihr ist es ja wichtiger, ihre Karriere zu machen statt sich um den Mann zu kümmern. Würde ihr Manns ich nicht ab und zu bei mir enttspannen wäre die Ehe schon längst kaput da er gegangen wäre.
Von daher:
Sie hat ihre Karriere und einen Vorzeigemann
Er seine Ehe und wahrscheinlich bald Kinder (Haus ist gekauft)
Ich meinen Spass und auch sonst gute Gespräche, gemeinsame Abende usw. ohne Verpflichtung.
Das ist eine win-win-win Sitation für alle.
Und nein-es sind nicht die Geliebten, die Ehen zerstören. Es sind die Ehemänner, die fremd gehen. Wäre ich es nicht, wäre es eine andere. Der Fremdgeher hat aktiv nach einer anderen Frau gesucht und ist nicht das Opfer einer Wilden geworden.
Und wenn ich manchmal lese dass die Frauen höchstens 2x im Monat Sex haben und vieles ablehnen, dann wunderrt es mich auch nicht.
w, 39
 
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  • #19
Ich muss mich immer wieder wundern wie sich die Geliebten hier - ach so toll - hinstellen.
In Wirklichkeit werden sie von den Männern nur benutzt. Die einzige Möglichkeit, nicht hinsehen, den Männern alles glauben was sie so von den Ehefrauen erzählen und sich
selbst schönreden. Ja sie wollen ja keine feste Bindung und alles ist super.
Ich glaube nicht, dass nur einer der Herrn sich so eine Frau zur Ehefrau wirklich wünscht.
 
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  • #20
@15
Naja, das für Juristen Worte wie Moral und Ethik nicht sprachgebräuchlich sind, stattdessen Polemik an oberster Stelle steht, ja, dein Statement ist mal wieder ein Beweis dafür!
 
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  • #21
@ 18
Ich werde nicht benutzt, ich komme voll auf meine Kosten! Tolle Abende, tollen Sex und sogar viel und abwechslungsreich und ab und zu auch ein tolles Wochenende.
Und das völlig ohne Verpflichtung-sorry, aber das Bild von der Geliebten die zuhause sitzt und wartet bis er anruft ist längst überholt!
Ob er mit seiner Frau zusammen bleibt oder nicht ändert unsere Affäre nicht. Er muss sie wegen mir nicht verlassen.
17
 
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  • #22
@12
Ja, aber dann würde #3 sich nichts zu Schulden kommen lassen.

Waffenhändler, Drogenhändler, Pornoproduzenten - sie alle leiern gebetsmühlenartig herunter "Wenn ich das nicht machen würde, täte es ein anderer".

Ja, wahrscheinlich. Aber dann verhält eben dieser Andere sich falsch. Wenn der Spruch "jeder ist für sich verantwortlich" wirklich einen Sinn und eine Bedeutung hat, dann genau den: Ich bin für meine Handlungen verantwortlich. Wenn ich eine Bank überfalle, kann ich auch nicht dem Richter gegenüber damit argumentieren "Wenn ich das nicht gemacht hätte, hätte es ein anderer getan." Kann ja sein, aber das ist wohl kaum eine Rechtfertigung.
 
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  • #23
@17
Hat dir das dein Geliebter erzählt, dass seiner Frau ihre Karriere wichtiger ist als ihr Mann? Und das glaubst du? Und selbst, wenn es stimmt - soll das ein Grund sein, die Frau zu betrügen? Wie wäre es damit, an der Ehe zu arbeiten? Und wenn wirklich gar nichts mehr zu retten ist, dann wäre es für alle Beteiligten besser und ehrlicher, die Ehe zu beenden. Ohne dich wäre die Ehe schon längst am Ende? Das wäre gut so.

Es ist keine win-win-win-Situation für alle. Ganz im Gegenteil: alle verlieren, unter anderem ihre Integrität.
 
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  • #24
@15
Stimmt, unsere Rechtsprechung hat damit nichts zu tun. Und es geht bei Scheidungen auch seit vielen Jahren nicht mehr um das Schuldprinzip. Danke für die Richtigstellung.
 
  • #25
An alle Moralapostel hier im Netz:
Wenn die Frauen sich nicht mehr mit verheirateten Männern einlassen würden, dann würden diese auch nicht fremdgehen?
Das ist so falsch, wie naiv. Wie kann man denn so blauäugig sein?

Männer, die außerehelichen Sex suchen, werden diesen finden.
1. Könnnte sie bezahlten Sex in Anspruch nehemen und
2. könnten sie ihre Ehe verschweigen.
Und auch der Sex mit einer Prostituierten ist "Fremdgehen".
 
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  • #26
@14
Mach dir nichts vor. Natürlich leiden die meisten Geliebten unter ihrem Status, aber das macht sie nicht zu Heiligen.

Und natürlich kann es passieren, dass man sich in jemanden verliebt, der vergeben ist. Man hat dann die Wahl, dem Gefühl nachzugeben oder eine Zeitlang einen Riesenbogen um diesen Mann zu machen, bis der Anfall vorübergeht.

Und glaub mir, das funktioniert. Niemand ist seinen Gefühlen hilf- und willenlos aufgeliefert, rede das dir und anderen nicht ein!
 
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  • #27
@18)
Hier nochmals die nr 3)
Ich (w) fühle mich nicht benutzt - ich fühle mich gebraucht - und eine Ehe oder Partnerschaft will man ja nicht eingehen. Das wird ja schon im Vorfeld besprochen - ohne jegliche Verantwortung dem anderen gegenüber. Hier wird nichts schön geredet. Wir tun uns einfach in diesem sehr intensiven Moment (egal welcher Dauer) einfach nur gut. Mehr nicht - es gibt keine Zukunft - es gibt nur diesen einen Moment und man weiß nicht, wie oft noch, wie lange, keine Ahnung. Es gehören eben ZWEI dazu, die sich da einig sind. Es kann auch heute das letzte Mal sein! Wer weiß es schon?
 
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  • #28
@21: Drogenhändler mit einer Frau vergleichen, die sich eine Affäre anlacht - Das passt ja hervorragend! Als Singlefrau ist frau unabhängig und muss sich vor niemanden verantworten, wie ihr Privatleben aussieht. Wenn Leute hingegen bewusst ihre Ehe zerstören bzw. gefährden, ist das ihr eigenes Risiko. Das Gesicht der Affäre ist doch in dieser Hinsicht total belanglos.
 
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  • #29
Eine typische Affäre gibt es meiner Meinung nach nicht.

Affären können unterschiedliche Bedeutungen bzw. Gründe haben:

- Kraftpol für eine Trennung
- Abwechslung im müden Alltagstrott
- Selbstbestätigung
- Ausgleich von Defiziten in der Beziehung
- Rache
- ...

Je nach Grund und damit nach Bedeutung für den Einzelnen kann es ausschließlich um Sex oder auch um mehr bis hin zur Liebe und evtl. neuen Beziehung gehen.

w32
 
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  • #30
Ich fasse es nicht, wie hier die moralische Frage diskutiert wird. Die "Seitensprung-Frau" verstößt - und das weiß sie im Grunde auch ganz genau! - gegen die zwischenmenschliche Solidarität im Allgemeinen, indem sie sich etwas nimmt, was (aufgrund einer Vereinbarung =Partnerschaft) einer anderen zusteht. Der gebundene Mann ist korrekterweise erst nach einer Trennung verfügbar. (Die Religionen werten dies Sünde, aber auch für nichtreligiöse Menschen gilt ja wohl noch das Minimum "Was du nicht willst...")

Selbstverständlich liegt die größere Schuld beim fremdgehenden Mann, da er die (explizite oder implizite)Treueverpflichtung eingegangen ist. Dennoch ist es eine Sache des Anstands, fremde Beziehungen und Freundschaften zu achten. Wieso ist die ledige Gespielin niemandem Rechenschaft schuldig, wenn sie doch sehr wohl wissentlich und mutwillig jemandem wehtut?
 
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