G

Gast

Gast
  • #32
Du hast doch zwei gesunde Hände. Wo steckst du da zurück? Hast du keine Phantasie? Selbstbefriedigung ist in den allermeisten Fällen ohnehin besser als Sex.
Wir werden ja wirklich so mit Sex bombardiert im täglichen Leben, und so übersexualisiert, dass eines total untergeht: es gibt schrecklich schlechten Sex. Ödes Herumgefummel, schlechtes Küssen, angeschlabbert werden. Nicht so wie in den guten Ratschlägen der Frauenzeitschriften ist er nicht hocherfreut, wenn man ihm zeigen will wie man es haben will, sondern fühlt sich zurückgewiesen. Rückblickend, mit SEHR viel Erfahrung (w,54), alles schon erlebt: unglaublich guten Sex der sich anfühlt wie Zeitreise in eine andere Dimension. Wenn er ins Bett kommt, so tun, als ob ich schon schlafe damit ich ja nicht muss. Pflichtsex.
Ich glaub, ich muß der Aussage mittlerweile zustimmen - Selbstbefriedigung ist besser. Da fehlt dann die Nähe, Intimität und das Erlebnis von Zuneigung, und das ist ganz wunderbar und wichtig, aber wenn wir uns ehrlich sind - einen Orgasmus hat man immer für sich allein. Da ist der andere eigentlich gar nicht richtig anwesend, zumindest gehts mir so.
 
G

Gast

Gast
  • #33
Ich stelle mit vor, ich sei ein Mann, der es mal wieder richtig dringend braucht.
Also bretzele ich mich auf, fahre durch Wind und Wetter und schlage um Mitternacht im Club meines Vertrauens auf, obwohl ich um diese Uhrzeit eigentlich schon im Bett sein möchte.

Da stelle ich mich an die Theke zu den anderen Typen.
Weil ich nicht tanzen kann, stehe ich da halt so rum.
Wenn eine Frau vorbeilatscht, die mir gefällt, lächele ich sie an.
Sie verdreht die Augen und geht weiter.
Das passiert ein paar mal und dann habe ich Glück: da ist eine, die sich von mir auf eine Cola einladen läßt.
Was Stärkeres wäre mir lieber, weil ich glaube, dass sie dann ihre Hemmungen fallen läßt.
Sie redet langweiliges Zeug, trinkt noch zwei weitere Cola und macht sich dann davon.

Das ist mein typischer Abendablauf, weil ich nicht sooo toll aussehe und nicht tanzen kann und ich finde inzwischen, dass alle Frauen doof sind, weil ich enttäuscht bin.

Manchmal habe ich Glück und eine läßt sich abschleppen.
Ich muss aber weit fahren bis wir bei ihr sind.
Und dann noch stundenlang rumschleimen, bis ich ihr an die Wäsche darf.
Der Sex ist mies, weil sie müde ist und eigentlich gefällt sie mir auch nicht, aber man darf ja nicht wählerisch sein.
Ich habe immerhin einen ganz guten Orgasmus aber danach fahre ich schnell nach Hause, denn wie gesagt, sooo toll ist sie ja nun nicht...

Ich bin jetzt wieder eine Frau und verstehe NULL, warum Männer sich das antun, anstelle schön zuhause zu bleiben, sich schnell einen runterzuholen und dann zum gemütlichen Teil des Abends überzugehen.

Boah, bin ich froh, dass ich eine Frau bin und nicht so dermaßen meinen Trieben ausgeliefert.

w 48

Lach, das klingt ja schrecklich.

Aber ich lerne Frauen auch nicht im Club kennen. Meine Freundin hübscheste Frau die ich seit Monaten in Hamburg gesehen habe, habe ich einfach so in einem Geschäft angesprochen.

Schönsten und herzlichsten Frauen lernt man nicht online oder im Club kennen. ;)
 
  • #34
Selbstbefriedigung ist in den allermeisten Fällen ohnehin besser als Sex.

In den "allermeisten Fällen"??
Das ist ja ein trauriges Resultat.

Ich widerspreche. Generell. Selbstbefriedigung ist etwas eigenes, was viel mit Fantasie zu tun hat. Sie macht mich aber nicht halbwegs so glücklich und zufrieden wie der Sex mit einem Mann, den ich mag und auf den ich stehe. Die wirkliche körperliche Begegnung mit einem anderen Menschen kann nicht durch eine noch so tolle Masturbationstechnik ersetzt werden.

Wie man hier liest, geht es offenbar darum, Sex von dem hohen Anspruch "Liebe" und "Beziehung" trennen zu können oder eben NICHT trennen zu können, bzw. zu wollen.

Ich befriedige meinen Appetit auf Sex mit Affären. Würde ich auf eine echte "neue Liebe" warten müssen (hätte ich also diesen hohen Anspruch an einen Sexualpartner), dann hätte ich seit mehr als drei Jahren keinen Sex mehr.

Mir ist es dennoch wichtig, zu betonen, dass ich den jeweiligen Mann, mit dem ich Sex habe, sehr mag, ihn anziehend finde (und nicht nur seinen Körper) und wir uns beide einig sind, außer den paar außergewöhnlichen schönen Stunden nichts voneinander zu wollen.
 
  • #35
Hallo Heiko,
mir gefällt, wie Du des Inspirationmasters süßes Gift von der Unabhängigkeit des Individuums als Gift enttarnt hast. Kompliment! Inspirationmaster ist der König des durch Motivationstheorie und Befreiungsattitude verbrämten "Ich will".
w, 34
 
  • #36
Und in der Logik des Inspirationsmasters gibt es nur die Pole "Ich will und ich kann", begründet und verbrämt durch eigenen Herzenswunsch, und gegenüber "Du musst und du kannst nicht", begründet und herabgesetzt durch gesellschaftliche Zwänge und Konditionierungen. Bei Posts von Inspirationmaster habe ich vor meinem inneren Auge immer dieses Zitat von Georg Büchner: "Das muß ist eins von den Verdammungsworten, womit der Mensch getauft worden." Als Ausweg aus der deterministischen Tristesse flößt er uns ein als Herzenswunsch maskiertes "Ich will" ein, süßes Gift, das durch dieses Forum in unsere Köpfe rinnt.
Dass es aber auch ein "Du sollst, weil ich auch soll" bzw ein "Ich soll, weil auch Du sollst" als Fundament einer guten Gesellschaft und auch einer Beziehung gibt, das geht in seinen Posts unter. Ebenso verschweigt er uns das "Ich kann, weil ich soll" respektive ein "Ich kann, weil auch du sollst", also die Möglichkeit, dass aus äußeren Zwängen große Leistungen erwachsen können, dass aus extrinsischer Motivation auch intrinsische Motivation werden kann.
w, 34 Jahre
 
  • #37
Ich finde Inspirationmaster ist einer der wenigen die noch alle Tassen zusammen haben, kann 99% der Aussagen nur zustimmen und ich finde er wird hier von den meisten Hatern falsch interpretiert, oft sogar falsch zitiert und prinzipiell missverstanden. Für jemanden dessen Weltbild durch staatliche und mediale Indoktrination zu einem Salvador Dali artigen Gemälde eingedampft wurde (und das sind nunmal 95% der Bevölkerung) sind viele Dinge ja auch schwer zu verstehen.
M31
 
  • #38
In meiner Welt empfinde ich nichts als degradierend, unmoralisch oder verwerflich, was im ehrlichen Einvernehmen zwischen allen Beteiligten passiert. Ich habe gelernt, zu unterscheiden, was für mich unter "falsche Moralvorstellungen" (also anerzogene, konditionierte) fällt und was für mich "echte Moralvorstellungen" sind - nämlich Dinge, die ich nicht tue, weil ICH sie für MICH nicht in Ordnung finde. Das erfordert Reflektion und Entwicklung - bezieht sich aber nicht nur auf das Sexualleben. Ich habe schon viele für mich persönlich "falsche Moralvorstellungen" über Bord geworfen, weil sie MICH einschränken, hemmen und nicht wirklich glücklich bzw. zufrieden machen. Selbstbefriedigung empfinde ich nur in Verbindung mit einem Partner als spannend, für mich alleine nur zur Not als Triebabfuhr - aber unbefriedigend. Das liegt vielleicht daran, dass ich einen Orgasmus zwar als die "Krönung des Aktes" ;) wahrnehme, dafür muss der Weg dahin aber schon toll sein - sonst ist ein Orgasmus für mich tatsächlich nur Triebabfuhr, (vom Kopf her?) wenig befriedigend und "schal". In Singlezeiten habe ich daher langfristige Affären gehabt (zwei, um genau zu sein); heute würde man es wohl Affäre+ nennen. MICH macht kein Sex bzw. unbefriedigender Sex auch im sonstigen Leben unzufrieden und ich finde, egal ob Männlein oder Weiblein, den meisten "sieht" man es wahrscheinlich an bzw. merkt es am Verhalten. Schon meine Oma hat den Spruch "Essen hält Leib und Seele zusammen" um den Zusatz "ein gesundes Sexualleben" erweitert...
 
  • #39
Ich finde Inspirationmaster ist einer der wenigen die noch alle Tassen zusammen haben, kann 99% der Aussagen nur zustimmen und ich finde er wird hier von den meisten Hatern falsch interpretiert, oft sogar falsch zitiert und prinzipiell missverstanden. Für jemanden dessen Weltbild durch staatliche und mediale Indoktrination zu einem Salvador Dali artigen Gemälde eingedampft wurde (und das sind nunmal 95% der Bevölkerung) sind viele Dinge ja auch schwer zu verstehen.
M31
Ich gebe dir bedingt Recht. Ich lese auch sehr gerne seine , ich nenne es mal harten aber oft meineserachtens richtigen Worte. Keine Frage. Es gibt aber auch hier und da Beiträge von ihm, die mich persönlich den Kopf schütteln lassen. Und dann gehe ich auch nicht mit Ihm. Ganz nach seiner Devise. Niemand sollte sich für jemanden anderen verbiegen. Ich finde aber auch, dass er auch sehr oft den Nerv trifft und das gefällt halt nicht allen. So ist Leben.
m44
 
  • #40
So, da wo der Hase im Pfeffer liegt, geht es um die Fähigkeit des Individuums, größere Zusammenhänge zu verstehen. Wenn 95 % der Leute dieses Verständnis nicht haben, wie Landlibell sagt, dann lösen die Gedanken von Inspirationmaster hochgradig egoistische Verhaltensweisen beim Individuum aus, weil es sich nach all den Jahren der Tyrannei des Kollektivs mit seinen Zwängen, Beschränkungen und Konditionierungen erstmals gehörig wehren will, nachdem es das "Ich" (wieder)entdeckt hat. Das kann man mit Revolutionen vergleichen, wo die Unterdrückten in ihrem Befreiungsschlag oft erst einmal das Maß verlieren und eine Art "Gegen-Tyrannei" aufziehen. Wenn also ein unterdrücktes, in seiner Entfaltung durch das Kollektiv behindertes Individuum durch Inspirationmaster zur Entfaltung seiner Möglichkeiten durchstartet, dann kann das auf Kosten der Mitmenschen durchaus schiefgehen- wenn es nicht das oben erwähnte Verständnis hat und nicht weiß, wie man Maß hält und wie man die Freiheit der Mitmenschen ebenso achtet wie die (neu entdeckte) eigene Freiheit.
In Inspirationmasters täglichem Kampf für die Entfaltung der Mitmenschen (keine ironische Wertung) wird die Notwendigkeit des Austarierens von eigenen und fremden Bedürfnissen oft nur am Rande oder in nachgeschalteten Posts erwähnt (Bsp. siehe oben: "[...], ich empfehle daher jedem Menschen sein Leben maximal auszuleben zum Wohle der Menschen und keinesfalls auf Kosten der Menschen"). Außerdem ist Inspirationmaster sehr fleißig, was das Posten angeht. Die schiere Anzahl von Posts und der viele Fettdruck können schon suggestiv wirken, gerade auch in Kombination mit dem Argument der Lebenserfahrung, was er oft anführt. Es besteht für die Verständnislosen also durchaus die Gefahr, dass sie von einem Gefängnis ins nächste kommen: von der beschränkenden Fremdbestimmung oder auch Selbstbeschränkung in die Beschränkung durch Grenzenlosigkeit des Egos.
Man muss mit Freiheit umgehen können, das ist eine hohe Kunst. Ich glaube, dass das viele nicht können und auch nicht lernen werden, in diesem Punkt gehe ich mit Inspirationsmaster konform. In den anderen Punkten wird der zwischen meinen Zeilen lesende Forist die vermittelnde Position ohne persönliche Abwertung erkennen können.
w, 34 Jahre
 
  • #41
Ist euer sexuelles Verlangen überwiegend an den Partner geknüpft
mir scheint zwar als würde es nur eine Minderheit genau so zu sehen ... dass man Sex nur mit jemandem praktizieren sollte den man liebt
Von mir zweimal ein klares Ja. Sexuelles Interesse an Personen, in die ich nicht zumindest verliebt bin: null. Nur eine Minderheit sieht das so: ja, leider. Man fühlt sich damit wie ein ein Außerirdischer.

Insbesondere wenn man mit der Person, die man begehrt, noch nicht zusammen ist, kann eine so strikte Haltung durchaus auch zum Scheitern führen, denn sie wird ganz gerne mal als erotisches Desinteresse, als fehlender Mut oder Schlimmeres gedeutet.
 
  • #42
ich empfehle daher jedem Menschen sein Leben maximal auszuleben zum Wohle der Menschen und keinesfalls auf Kosten der Menschen,
Lieber Master, wenn Du Dein Leben maximal ausleben willst, wird das unweigerlich auf Kosten anderer Menschen geschehen.

DU suchst doch in diesem Leben nicht nach einer Balance zwischen Dir und Deinen Wünschen und den Interessen Anderer.

Nein, Du gehst Deinen Weg ohne Rücksicht auf Verluste. Das darfst Du. Egozentrisches Verhalten ist nicht verboten.

Dann stell Dich aber bitte auch nicht als Wohltäter hin, das ist schlicht lächerlich.

Ein solches Verhalten gibt es zweifellos auch auf der weiblichen Seite. Sehr attraktive Frauen kommen nicht selten an einen Punkt, an dem sie jegliche Rücksicht fahren lassen und Männer einfach nur noch ausnützen - weil diese es leider mit sich machen lassen.

Man kann nur hoffen, dass mann/frau weder bei Affairen noch auf Beziehungssuche diesen Mi..st.ücken in die Hände fällt. Von so jemandem für seine Bedürfnisbefriedigung benutzt worden zu sein und dann entsorgt zu werden wie ein gebrauchtes Taschentuch stelle ich mir unglaublich verletzend vor.
 
  • #43
Sie sind gefangen in einer engen Welt voller abstruser Glaubenssätze, Ängsten und scheinbar unüberwindbaren Zwängen. Sie kommen dort einfach nicht heraus. Die meisten wissen noch nicht einmal, dass sie ihr ganzes Leben in diesem Gefängnis verbringen. Es ist zur Normalität geworden.
Weil sie zu schwach sind, sich selbst gegenüber. Weil sie Andere über sich bestimmen und entscheiden lassen. Das ist für sie einfacher, anstatt selber zu entscheiden.
Oder noch schlimmer: Weil Andere über sie Macht haben wollen.

Ich habe den Heiratswunsch und ggf. Kinderwunsch von drei Frauen höflich abgewiesen. Weil ich das nicht wollte, oder mit diesen Frauen nicht. Auch mit dem Risiko, dass sie sich deswegen von mir trennen.

Und vielleicht auch mit dem Nachteil, dass ich nun Single bin. Irgendeinen Preis hat jede Freiheit.

Ich bestimme über mich und mein Leben. So weit, wie es mir sachlich möglich ist. Ich brauche Niemanden mit "guten Ratschlägen"
oder gar mit Drohkulissen. Selbst vor dem Tod und dem Leben danach, habe ich keine Angst. (Ich war mal nahe an meinem Tod)

Ich muß nicht etwas tun, weil meine Frau, meine Kinder oder die Gesellschaft es von mir verlangt. Ich bin der Herr über mich selber.
Ich halte die allgemeinen und gesetzlichen Konventionen ein, die als Minimum für ein Leben in dieser Gesellschaft nötig sind. Und verdiene legal mein Geld für Lebensunterhalt etc. Mehr muß ich nicht.

Ich bin in keiner Kirche o.ä. und keiner politischen Partei. Ich muß keinen Unterhalt/Alimente bezahlen. Ich kann über meine freie Zeit bestimmen. Und ich kann über mein Sexleben bestimmen. Ich kann, aber ich muß nicht.

Wäre ich in einer Umgebung oder Epoche, die von mir heiraten + Nachwuchs verlangen würde, nur weil man als Hetero-Paar zusammen ist - dann würde ich dort auswandern. Ich lasse mir sowas nicht aufzwingen. Auch wenn deren gesellschaftliche oder gar gesetzliche Normen sowas verlangen würden, wenn man als Paar zusammen wäre. Unsere Erde ist groß genug, um einen Flecken zu finden, wo man ungestört leben kann.
(m,53)
 
  • #44
Ich finde eine Affäre eine gute Möglichkeit, trotzdem Sex zu haben mit jemandem, den man kennt, bis man wieder in einer Beziehung ist.
Wieso Sex in Affären und ONS frauendegradierend sein soll, verstehe ich nicht. Es soll ja Frauen geben, denen Sex Spaß macht :)
Sex mit Liebe ist schöner, aber Sex mit Verliebt
heit, die ja in einer Affäre meist gegeben ist, kann ich auch nicht schlechtreden. Mir gefällt das, ist aber auch nicht so einfach zu finden.
Ich finde Sex schon sehr intim, nach dem Sex ist man schon grundsätzlich etwas verletzlicher. Und vor dem Sex muss man ja erst einmal die Stimmung dafür schaffen - in Gesprächen, in Treffen, durch Gesten und Berührungen, Küsse...
Aber intimer ist es, wenn ich mit einem Mann über meine Gefühle reden kann und so sein kann wie ich bin.
Händchenhalten kann auch sehr intim sein. ;-)
Moralisch verwerflich finde ich Sex ohne Beziehung nicht - es sei denn, man zerstört dadurch eine Beziehung , lügt oder spielt Spielchen. Offene Karten auf beiden Seiten sind wichtig. Dann kann man das doch genießen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #45
Wenn hier schon gegenseitiges Schulterklopfen angesagt ist, hoffe ich, dass mein Beitrag - obwohl off topic - ausnahmsweise auch freigeschaltet wird.

Obwohl ich den Beiträgen des Meisters oft nicht in ihrer Absolutheit zustimmen kann, seine Gedankengänge zwar interessant, aber manchmal leider etwas zu eindimensional finde, bewundere ich doch seinen missionarischen Enthusiasmus und lese seine Kommentare wirklich gerne. Leidenschaft ist bei weitem nicht jedem gegeben und mit Sicherheit eine beneidenswerte Eigenschaft.

Aber klopfen wollte ich eigentlich woanders.

@Mon Chi Chi:
Von jemandem, der in Ausdruck und Inhalt solch beeindruckende Beiträge stellen kann, würde ich künftig gerne mehr lesen. Wirklich bemerkenswert - Chapeau!
 
  • #46
Außerhalb von fester Bindung und Gemeinsamkeiten hat mich Sex nie interessiert, da ich Sex nur in Verbindung mit seelischem Gleichklang überhaupt empfinden will.

Affären und ONS haben Notgeile, zum Glück hatten bei mir niemals tierische Instinkte die Oberhand, dazu bin ich zuviel Mensch und habe zuviel Intellekt um mich billig an irgendeinem Mann nackt zu reiben.

Es würde mir nicht das geringste geben und sexuelle Erfüllung ohnehin nicht.
 
  • #47
Lieber Master, wenn Du Dein Leben maximal ausleben willst, wird das unweigerlich auf Kosten anderer Menschen geschehen.
Nein und nochmals nein, ich sehe genau umgekehrt! Das Recht hat ein jeder und das sollte jeder auch TUN, bevor später die große verspätete Reue eintritt! Da gibt es ein Weltbestseller, wo Sterbende ihre letzten Gedanken mitteilten, nach der Lebensfrage;
was zählt am Ende, was Sterbende am meisten bereuen?
Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet. „Was für ein Trottel ich gewesen bin. Ich hab’ nur gearbeitet!“ Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten. „Einsamkeit kann einen umbringen. Manchmal bin ich ganz ausgehungert nach einer Berührung“. Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt. „Viele Patienten erkennen erst zum Schluss, dass sie die Möglichkeiten hatten, zu wählen. Sie stecken in alten Mustern und Gewohnheiten und dem Komfort der Gewohnheit“. Manchen Menschen muss man erst sagen, dass sie das Recht haben, glücklich zu sein, zu lachen und sich auf schöne Dinge zu konzentrieren.
Mein Motto: „Ich mache das, was ich will - denn wenn ich das nicht tue, weiß ich, was ich auf meinem Sterbebett bereuen werde.“
DU suchst doch in diesem Leben nicht nach einer Balance zwischen Dir und Deinen Wünschen.
Doch genau das tue ich zu 100 %! Jeder ist in der Konsequenz ganz alleine für sich verantwortlich, man kann keinen Schuldigen für sich finden!
Nein, Du gehst Deinen Weg ohne Rücksicht auf Verluste. Das darfst Du. Egozentrisches Verhalten ist nicht verboten.
Nein, ich bin kein kranker Egoist, nur so viel gesunder Egoist, der zum Leben notwendig ist!
Dann stell Dich aber bitte auch nicht als Wohltäter hin, das ist schlicht lächerlich.
Auch an dieser Aussage erkenne ich, dass du die Thematik und somit mich nicht verstehst, bin und möchte kein Wohltäter sein, sondern ein aufrichtiger und authentischer Mensch!
 
  • #48
Kann man überhaupt sagen, was man für sich richtig macht. ..wenn man es nicht kennengelernt hat? Und ich stimme zu, das nichts wirklich gut ist, was mit einem Muss verbunden ist.
Das sexuelle Verhalten eines Singles hat sicher auch etwas damit zu tun, wie er zb aus seiner letzten Beziehung heraus gekommen ist. In vielen männlichen " Anfragen steht...ich hatte in der Beziehung seit Jahren keinen Sex mehr und möchte jetzt das und das erleben. Als ob der Rest der Welt Shades of grey lebt und unbedingt auf die to do Liste gehört.
Ich war vor vielen Jahren schon einmal Single. 14 Jahre bis dahin in einer Beziehung, jung zusammen gekommen und intern wie extern ohne Inspiration.
Dennoch war es gut, weil das Gefühl stimmte. ..vom Herzen her. Von der Erfüllung her nicht und gelernt darüber zu reden oder auch nur annähernd meinen Körper kennengelernt, hatte ich nicht. Nach 2 Jahren Single. ..kam doch mal das Verlangen nach Sex...aber für die Liebe brauchte ich noch etwas.
Ich bin definitiv nicht in Betten gesprungen oder habe Rekorde aufgestellt. Aber in wenigen Momenten wusste ich. ..ich bin gut aufgehoben. Und ich war egoistischer...weil ich nicht gefallen wollte/musste. ..mach mal das, lass mal ausprobieren. ..ne gefällt mir nicht.
4x in weiteren 2 Jahren war nicht oft aber gut...zumal viel Wertschätzung dabei war.
So habe ich in meiner späteren langjährigen Beziehung wirklich beides gehabt. ..Gefühl und Erotik. Das ist natürlich unschlagbar; '))
So sollte jeder das tun...was ihm und dem anderen gut tut. Hauptsache beide sind sich einig. ...
 
G

Gast

Gast
  • #49
Die Königsklasse der Unabhängigkeit ist sicherlich erreicht, wenn man sagen kann: "Ich tue das, was ich will, wann ich will und mit wem ich will."
Die Königsklasse ist erreicht, wenn Du weißt, WARUM Du was willst und daraufhin selbst entscheiden kannst, ob Du es brauchst. Dh., wenn Du das, was Du willst auch nicht tun könntest... oder so.

Es gibt Theorien darüber, ob bzw. warum es keinen freien Willen des Menschen gibt.
(wikipedia.org/wiki/Freier_Wille)

Wenn Du z..B. durch Deine Kindheit/Jugend Minderwertigkeitskomplexe bekommen hast, kannst Du Dir später zwar die Kompensation holen und sagen, ich will Bestätigung von vielen Frauen durch Sex.
Aber Du brauchst die dann auch, Du hängst an dieser Nadel und hast nicht die freie Auswahl, es sein zu lassen, weil Dein Komplex Dich dazu treibt, eben die Konditionierung. Aber Du wirst sagen "Ich WILL das so".
 
  • #50
Hallo,
sowohl der Ons wie auch die käuflichen
Damen bieten dem Single viele Möglichkeiten
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #51
Nein und nochmals nein, ich sehe genau umgekehrt! Das Recht hat ein jeder und das sollte jeder auch TUN, bevor später die große verspätete Reue eintritt! Da gibt es ein Weltbestseller, wo Sterbende ihre letzten Gedanken mitteilten, nach der Lebensfrage;
was zählt am Ende, was Sterbende am meisten bereuen?
Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet. „Was für ein Trottel ich gewesen bin. Ich hab’ nur gearbeitet!“ Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten. „Einsamkeit kann einen umbringen. Manchmal bin ich ganz ausgehungert nach einer Berührung“. Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt. „Viele Patienten erkennen erst zum Schluss, dass sie die Möglichkeiten hatten, zu wählen. Sie stecken in alten Mustern und Gewohnheiten und dem Komfort der Gewohnheit“. Manchen Menschen muss man erst sagen, dass sie das Recht haben, glücklich zu sein, zu lachen und sich auf schöne Dinge zu konzentrieren.
Mein Motto: „Ich mache das, was ich will - denn wenn ich das nicht tue, weiß ich, was ich auf meinem Sterbebett bereuen werde.“

Doch genau das tue ich zu 100 %! Jeder ist in der Konsequenz ganz alleine für sich verantwortlich, man kann keinen Schuldigen für sich finden!

Nein, ich bin kein kranker Egoist, nur so viel gesunder Egoist, der zum Leben notwendig ist!

Auch an dieser Aussage erkenne ich, dass du die Thematik und somit mich nicht verstehst, bin und möchte kein Wohltäter sein, sondern ein aufrichtiger und authentischer Mensch!
Von diesem Buch habe ich gehört! Ich denke mir, was nützt es, mit dem gelebten Leben zu hadern, wenn man stirbt..ich kann jeden verstehen..im Augenblick des Sterbens, das können wir hier nicht nachvollziehen. Aber mir ist wichtig, dass ich in diesem Moment meinen Frieden gemacht habe mit den Menschen, die mir nahe waren. Das Leben, so wie es für mich war, war in Ordnung so und auch so für mich bestimmt.Mit all den Einschränkungen. Ich bin auch der Meinung, man hat Kein Recht auf Glück, das ist NIE selbstverständlich, sondern ein Geschenk. Wenn ich im Leben unzufrieden war, Fehler gemacht habe, untreu war, zu viel gearbeitet habe, zu rücksichtsvoll war...dann war es eben so für mich bestimmt, fertig! Mich macht es alleine schon glücklich, dass meine Lieben und ich selbst gesund bleiben. :)
 
  • #52
Saepe_inscia hat bei Inspirationsmaster einen Punkt getroffen- er solle sich nicht als Wohltäter gerieren, sagte sie. Die Antwort kam bald- sie verstände ihn nicht und er verstehe sich nicht als Wohltäter, sondern als aufrichtigen und authentischen Menschen. Der Master verwendete tatsächlich das Wort "Wohltäter" nicht, aber er erweckte eine Assoziation: "Sexuell unabhängig bedeutet ja nicht, nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen oder sich nicht mehr zu engagieren." Engagement für Kinderdörfer, für Kunst, für Denkmäler... solche Sachen schwingen mit, selbstverständlich auch sein Engagement hier. Wo beginnt die Gesellschaft? Im Kleinen, bei demjenigen, der uns in der Nacht Gesellschaft leistet, oder erst bei größeren Gruppen, die mit ihren Bedürfnissen und Ansprüchen nicht so tief in persönliche Sphäre des Engagierten eindringen?
Ist das der Ablasshandel der heutigen Zeit? Engagement für die Gesellschaft im Großen, dafür dass man die Gesellschaft im Kleinen verletzt, weil man sexuell unabhängig lebt?
[Fortsetzung folgt]
 
G

Gast

Gast
  • #53
Hi,

also ich hatte bisher immer nur lange Beziehungen und nun schon seit laaaaangem keine mehr. In Beziehungen war mein Sexbeduerfnis normal bis sehr experimentierfreudig. Ohne Beziehung verzichte ich darauf einen reinen Sexualpartner zu beanspruchen. Waum? Ich kann meinen Beduerfnissen am besten selbst gerecht werden und wenn ich jedem erklaeren muesste wann und wie ich es mag, wuerde ich am Schluss nur noch reden. Selbst ist die Frau.
Ein eingespieltes Team ist mir lieber als staendig auf uebliche Fragen antworten zu muessen.
So nun kommt Licht ins Dunkel und die Minderheit ist ploetzlich nicht mehr so minder.. :)

Liebe Gruesse w31
 
G

Gast

Gast
  • #54
Ist es schwierig für euch eure körperlichen Bedürfnisse für lange Zeit zurückzustellen, und euch auch in neuen Kennenlernphasen bis zum "richtigen" Zeitpunkt (der ja nicht immer leicht ermittelbar ist) zurückzuhalten, wenn ihr schon längere Zeit enthaltsam lebt? Oder ist das alles halb so schlimm, wie es oft suggeriert wird?

Nein, mir fällt es überhaupt nicht schwer, mich da zurückzuhalten. Zum reinen Triebabbau brauche ich persönlich keinen Mann ... da funktioniert der gute alte Handbetrieb immer noch am besten.

Auf mich selbst habe ich immer Lust ... auf einen Mann nur, sobald ich zumindest ein bisschen verliebt bin. Ich muss den Mann nicht für die Liebe meines Lebens halten, aber ein bisschen Verknalltheit sollte schon da sein, sonst regt sich nix bei mir. Und wenn diese Gefühle da sind, dann ist für mich auch der richtige Zeitpunkt gekommen. Warum man sich dann noch künstlich zurückhalten sollte bis zu einem Zeitpunkt x (noch eine Runde Kopflastigkeit drehen, wie es hier jemand so schön ausdrückte), erschließt sich mir nicht. Ob ich Sex habe oder nicht, mache ich nicht davon abhängig, ob zwischen mir und dem Mann offiziell eine feste Beziehung besteht...oder von sonstigen "Formalitäten". Wichtig sind die Gefühle, nicht der Status. Ich würde es auch nicht davon abhängig machen, ob der Mann ebenfalls in mich verliebt ist. Das weiß man eh nie so genau. Reden kann ein Mann schließlich viel, wenn der Tag lang ist. Wichtig ist, dass er Lust auf mich hat und mich liebe- und respektvoll behandelt. Dann kann man Sex haben und eine Menge Spaß dabei.

Wenn hinterher nicht "mehr" draus wird, wäre ich traurig, klar. Aber dann hatte ich immerhin mal wieder Sex mit einem tollen Mann und kann die Erinnerung daran im Herzen tragen. Wenn ich als runzlige Oma im Schaukelstuhl sitze, kann ich mit einem Lächeln daran zurückdenken.

Ich denke, das Problem mit dem "richtigen Zeitpunkt" haben v.a. Menschen, die den Sex als solchen nicht wertschätzen und/oder sehr zukunftsorientiert sind .. und deshalb, bevor sie sich auf etwas einlassen, eine Garantie haben wollen, dass es "für immer" ist. Aber dauerhaftes Glück gibt es eh nicht ... nur einzelne glückliche Momente, und von denen sollte man m.E. soviele sammeln wie möglich!

Klar kann der Sex auch furchtbar schlecht sein ... nun ja, dann hat man später, mit etwas Abstand, halt was zu lachen! Auch gut. Außerdem gibt es schlechten Sex auch in Beziehungen.
 
  • #55
Ich denke, das Problem mit dem "richtigen Zeitpunkt" haben v.a. Menschen, die den Sex als solchen nicht wertschätzen und/oder sehr zukunftsorientiert sind ..

Das ist mal ein interessanter Gedanke. Eine Frage. Was genau ist denn am Sex so wichtig, dass ich ihn als solchen wertschätzen müsste? Also ohne Bindung an eine Person?

Ich habe einfach keinen Trieb, den ich unbedingt befriedigen müsste. Jedenfalls nicht so wie Hunger oder Durst, die befriedigt werden müssen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich zu den Menschen gehöre, denen man absolut nicht anmerkt, ob sie nun (zu) wenig (gibt es bei mir eigentlich nicht) oder genug Sex haben. Ich fühle mich mit Sex psychisch und physisch nicht besser als ohne.

Sex wird für mich überhaupt erst zur Option, wenn ich den Mann liebe, vorher ist schlicht das Bedürfnis danach nicht vorhanden. Da hat nichts mit Versprechen für die Zukunft zu tun.

Und jetzt?
 
  • #56
Was genau ist denn am Sex so wichtig, dass ich ihn als solchen wertschätzen müsste? Also ohne Bindung an eine Person?

Ich fühle mich mit Sex psychisch und physisch nicht besser als ohne.

Ich bin zwar nicht Gästin 58, aber mir geht es mit dem Sex genauso. Wobei "Bindung" hier unterschiedlich verstanden wird und die Feinheiten bei den jeweiligen Bekanntschaften, mit denen man Sex hat, dann sehr individuell sind. Bindung wird ja hier meist in Richtung "Lebens- oder Ehepartner" verstanden. Die "andere Sorte" Mensch, die Sex nicht nur als Teil einer solchen Bindung hat, versteht das offensichtlich ganz anders. "Ein bisschen verknallt", wie 58 schreibt, trifft es ganz gut. Bei mir handelt es sich aber wiederum nicht um "ONS", sondern um Affären, die auf längere Zeit angelegt sind. Und in diesen Affären entsteht dann schon auch "Bindung", auch wenn man keinen Alltag zusammen hat - man bekommt trotzdem etwas voneinander mit.

Aber noch mal abseits davon: Für mich ist Sex tatsächlich ein körperliches Bedürfnis, eine Art körperlicher Kommunikation, die von mir als sehr begehrenswert erlebt wird. Nach gutem Sex fühle ich mich einfach wohler als vorher, erfüllt, glücklich. Ich kommuniziere "Lust" mit meinem Körper und im besten Fall bekomme ich "Lust" zurück kommuniziert. Und das ist einfach schön. Ich erlebe das als absolut natürlichen Teil meines Frauseins, meiner körperlichen Existenz. Und darum suche ich das immer wieder. Die Präsenz eines männlichen Körpers und die Lust, die ich als Ausdruck des Mannes spüre, mit dem ich zusammen bin, ist in keiner Weise mit einer Masturbation zu vergleichen, die für mich eher "Fastfood" darstellt, während "wirklich gutes Essen" nur mit einem anderen Menschen zusammen möglich ist. Ich scheue auch keine "Absprachen", wie sie hier als zu anstrengend beschrieben werden. Für mich ist das nicht anstregend, ich merke recht schnell, ob ich mit einem Mann in dieser Hinsicht auf einer Wellenlänge liege.

Würde ich das auf eine feste Beziehung beschränken, würde ich mich selbst um einen wichtigen Teil meines Mensch- und Frauseins bringen. Innerhalb einer festen Beziehung habe ich das jeweils nur auf den Mann beschränkt, mit dem ich zusammen war. Aber da sich eine feste Beziehung trotz Suchens nicht mehr einstellt, mache ich es eben anders. Für mich geht das so sehr gut.
 
  • #57
Love it or leave it.

Als Single soll man alle Angebote nutzen, an die rankommt.
Sonst ärgert man sich später darüber, dass man einige Erlebnisse und Sexpartner verpasst hat..
 
G

Gast

Gast
  • #58
Was genau ist denn am Sex so wichtig, dass ich ihn als solchen wertschätzen müsste? Also ohne Bindung an eine Person?

Ich habe einfach keinen Trieb, den ich unbedingt befriedigen müsste. Jedenfalls nicht so wie Hunger oder Durst, die befriedigt werden müssen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich zu den Menschen gehöre, denen man absolut nicht anmerkt, ob sie nun (zu) wenig (gibt es bei mir eigentlich nicht) oder genug Sex haben. Ich fühle mich mit Sex psychisch und physisch nicht besser als ohne.

Sex wird für mich überhaupt erst zur Option, wenn ich den Mann liebe, vorher ist schlicht das Bedürfnis danach nicht vorhanden.

Ich glaube, du hast meinen Post anders aufgefasst, als er gemeint war. Mein Trieb ist auch nicht unabhängig von einem konkreten Mann. Aber ich kann den Sex mit einem bestimmten Mann ("der Sex als solcher" war vielleicht uneindeutig) auch ohne verbindliche Beziehung wertschätzen. Die Wertschätzung gilt dabei nicht dem rein mechanischen Vorgang, sondern der intimen Begegnung mit diesem Mann.

Wenn ich einen Mann so toll finde, dass ich mir Sex mit ihm wünsche, dann ist meist auch der Wunsch nach einer festen Beziehung da. Ich lebe aber nicht nach dem "ganz oder gar nicht"-Prinzip. Mir ist es immer noch lieber, wenn von 2 Wünschen nur einer in Erfüllung geht, als wenn ich ganz leer ausgehe. Soll heißen, ich nehme lieber "nur" Sex mit, als ganz zu verzichten. Klar kann das schmerzhaft sein, wenn man sich jemandem geöffnet hat und dann nicht mehr draus wird. Aber ich bin für alles Schöne dankbar, auch wenn es nicht von Dauer ist.

Viele Frauen halten das anders; wollen sich Schmerz ersparen und gehen daher nur mit einem Mann ins Bett, wenn Aussicht auf eine feste Bindung besteht. Das meine ich mit "zukunftsorientiert".

Man kann vorausschauend agieren und potenziell schmerzhafte Erfahrungen vermeiden. Oder man kann den Moment intensiv auskosten und bereit sein, später den Preis dafür zu zahlen. Beides finde ich vollkommen legitim.

Vielleicht verstehe auch ich dich falsch. Vielleicht meinst du, dass du ein Bedürfnis nach Sex erst verspürst, wenn du dich sicher fühlst bei einem Mann. Vielleicht ist ein Gefühl von Sicherheit für dich Bestandteil deiner Definition von Liebe. Dann kann der Wunsch nach Sex wohl zwangsläufig erst in einer festen Beziehung aufkommen. Wie du Liebe definierst, geht allerdings nicht aus deinem Post hervor.
 
  • #59
Ich muss Serenissima widersprechen. Solche Aussagen sind dafür verantwortlich, dass Männer allen ernstes immer noch denken, Frauen ist Sex nicht wichtig.
Ich finde sehr wohl, dass Sex viel psychisch und physisch verändert.

Ich habe mich sexuell als Single auch noch nie ausgehungert gefühlt. Ich mache fast jeden Tag Selbstbefriedigung und mal ergibt sich auch eine kurze Liebes-Affäre. Also im Prinzip habe ich als Single viel mehr Sex als in einer Partnerschaft, wo es doch eher schleppend vorangeht mit dem Sex.
 
  • #60
Interessanter ist bei diesen Evergreens, dass eine Reihe Leute, die lockere Geschichten, Affären, ons etc. selbst nicht wollen, allen anderen, die, sagen wir mal etwas abenteurlustiger oder wilder leben, konsequent mit Verachtung begegnen.

Jenseits einer festen, monogamen Beziehung, ist die Lust (meist in diesen Kontexten dann als Trieb bezeichnet) schmutzig. Dreckig. Über andere Leute, die anders Leben, vielleicht auch einfach nur mehr Lust haben, wird dann geschimpft. Ziemlich übel sogar.

Ich frage mich, woher diese Verachtung kommt.

Für mich wäre es undenkbar nur dann Sex zu haben, wenn ich gerade eine feste Freundin habe. Meine Libido ist zu stark dafür und ich sehne mich dann sehr schnell nach einem richtigen emotionalen, sexuellen Austausch. Selbstbefriedigung ist für mich nicht einmal ein tausendstel so schön, wie in den Armen einer für mich interessanten und attraktiven Frau zu liegen. Das ist einfach nicht das gleiche.

Ich kann selbst etwa nicht wirklich nachvollziehen, wie jmd. darauf verzichten wollen würde, aber mir würde es nie einfallen Leute zu beleidigen, die halt nur dann Sex haben, wenn sie in einer klassischen, festen Beziehung sind.

Das tatsächliche Problem ist die in diesen Threads und Themen häufig erkennbare Intoleranz gegenüber Andersartigkeit. Gerade die Leute, die erklären, dass Sex nur in festen Beziehungen gut sei, sind meist die die besonders beleidigend und angrifsslustig agieren. Da frage ich mich wirklich immer:

Wenn das alles so gut funktioniert und man total glücklich ist mit dem eigenen (Liebes-) Leben, warum würde man dann überhaupt so angriffslustig und intolerant durchs Leben laufen.

MEn streben Leute die in sich ruhen, zufrieden und glücklich sind nach harmonie. Sie wollen gar nicht alle möglichen Leute beleidigen oder verachten.
 
Top