• #1

Wie jemandem nach Trennung beistehen?

Wie kann man jemandem am besten nach einer Trennung beistehen wenn man das Gefühl hat, dass die Person daran zerbricht und mit dieser Trennung nicht klar kommt? Ich bin damit etwas überfordert, professionelle Hilfe möchte die betreffende Person auch nicht suchen, hatte ich vorgeschlagen..sollte man sich dann zurückziehen wenn man merkt, man kann der Person nicht wirklich Helfen auch wenn man gerne möchte oder soll man trotzdem weiterhin zur Seite stehen?
 
  • #2
Halte weiterhin ganz normal den Kontakt. In gewohnter Intensität. Mehr kannst du nicht tun. Die meisten zerbrechen schon nicht...
 
  • #3
Wie kann man jemandem am besten nach einer Trennung beistehen wenn man das Gefühl hat, dass die Person daran zerbricht und mit dieser Trennung nicht klar kommt?

Ich kenne nun keine Details, aber dass die Person an der Trennung zerbricht ist doch eher Deine Wahrnehmung, oder?
Je nachdem welche Umstände vorliegen dauert es für den Betroffenen oft Monate oder Jahre bis diese Phase überstanden ist oder eben nicht.

Ich bin damit etwas überfordert, professionelle Hilfe möchte die betreffende Person auch nicht suchen, hatte ich vorgeschlagen..

Was soll denn professionelle Hilfe sein?
Trennung und gleich ab zum Therapeuten, weil man die Dinge in seinem Leben nicht selbst hinterfragen und erarbeiten kann?

Ich frage mich immer, was denn die Erwartung dahinter ist. Eine Tablette und alles ist wieder gut? Was sollen immer Dritte tun? Mehr als zuhören geht nicht und das ist ewtas was Du ortlos anbieten kannst.

Menschen sollten lernen mit Rückschlägen zu Recht zu kommen. Das zeichnet nun einmal ein Leben aus. Man sollte sich fragen, was man "falsch" gemacht hat.

sollte man sich dann zurückziehen wenn man merkt, man kann der Person nicht wirklich Helfen auch wenn man gerne möchte oder soll man trotzdem weiterhin zur Seite stehen?

Das ist für mich ein Widerspruch in Deiner Aussage. Nur weil Du Dich zurückziehst heißt es nicht, dass Du nicht zur Seite stehst. Biete Hilfe und Unterstützung an (aber was soll das sein? mehr als ein Ohr kannst Du nicht anbieten, oder?) und dann warte ab, was Dein Gegenüber sagt und tut.

In der Regel ziehen sich Menschen in schwierigen Phasen zurück und legen den Kontakt im außen still. Signalisiere klar und deutlich, dass Du Dir Sorgen machst und helfen möchtest. Mehr kannst Du nicht tun. Alles andere erzeugt nur unnötig Druck.
 
  • #5
Wie kann man jemandem am besten nach einer Trennung beistehen wenn man das Gefühl hat, dass die Person daran zerbricht und mit dieser Trennung nicht klar kommt?
Du kannst da sein, mehr nicht. Versuche nicht zu retten, zu missionieren und achte dabei gut auf dich.
Eine Trennung braucht Zeit und verläuft in Unterschiedlichen Phasen. Da muss ein jeder am Ende alleine durch. Das ist für den Heilungsprozess auch notwendig.
Ich bin damit etwas überfordert, professionelle Hilfe möchte die betreffende Person auch nicht suchen, hatte ich vorgeschlagen..
Den Weg und die notwendigen Schritte muss jeder selber gehen.
sollte man sich dann zurückziehen wenn man merkt, man kann der Person nicht wirklich Helfen auch wenn man gerne möchte oder soll man trotzdem weiterhin zur Seite stehen?
Das musst du für dich entscheiden. Wenn du den Kummer nicht aushalten kannst, musst du gut für dich selber sorgen. Das du den Kummer nicht abnehmen oder lindern kannst, sollte dich nicht auffressen. Du bist auch nicht verantwortlich, wenn der trauernde, seinen Schmerz nicht so bearbeitet, wie du es demjenigen wünschen würdest. Mitleiden ist nicht nötig, Mitgefühl solltest du so lange empfinden, wie du es aushalten kannst. Du kannst eine Stütze sein aber solltest keine Dauerkrücke werden.
Als sich meine beste Freundin trennte, war ich ebenfalls in diesem Prozess. Wir haben uns gegenseitig gut getan. Konnten viel reden. Das war Glück. Trotzdem mussten wir beide da am Ende "alleine" durch.
 
  • #6
Kein Mensch "zerbricht" an Liebeskummer.
Es geht deiner Freundin, ich nehme mal stark an, sie ist älter als 15, vermutlich grottenschlecht, sie trauert, ist vielleicht zornig - alles ganz normal, und ab ca. 20 sollte man heraußen haben, dass man so etwas natürlich überlebt, auch wenn man sich in den ersten Wochen oder von mir aus Monaten miserabel fühlt.
Früher hieß so etwas "Lebenserfahrung sammeln", heute soll jeder zum Therapeuten, wenn ihm mal ein raues Lüftchen ins Gesicht bläst.

Hör ihr zu, signalisiere, dass du für sie da bist, schlag vielleicht Unternehmungen vor, aber pampere sie nicht wie ein Kleinkind. Sie ist nicht hilflos, selbst wenn sie sich vermutlich gerade so fühlt.

w, 55
 
  • #7
In der Regel ziehen sich Menschen in schwierigen Phasen zurück und legen den Kontakt im außen still. Signalisiere klar und deutlich, dass Du Dir Sorgen machst und helfen möchtest. Mehr kannst Du nicht tun. Alles andere erzeugt nur unnötig Druck.

Mich stresst in Rückzugsphasen, wenn mir jemand klar und deutlich signalisiert er oder sie mache sich Sorgen. Ich ziehe mich ja zurück und habe in aller Regel schon mitgeteilt, dass ich einfach mal Ruhe/Zeit für mich benötige. Da stört mich so eine "Meldezwangphrase" wie "Ich mache mir Sorgen!" etwas.

Ansonsten stimme ich dem Beitrag zu. Tiefs gehören zum Leben einfach dazu. Nicht jede natürliche Traurigkeit oder Überforderung muss professionell begleitet werden. Wenn das der Fall wäre, würde ich mir um die betreffende Person tatsächlich Sorgen machen, dazu bräuchte es dann aber nicht erst ein einschneidendes Zusatzerlebnis wie eine Trennung.

Ich persönlich finde "Normalität" durchaus hilfreich. Habt ihr üblicherweise feste gemeinsame Termine wie Mittwochskaffee, Donnerstagjoggen o.ä.? Falls ja, würde ich versuchen diese Routine aufrechtzuerhalten.
 
  • #8
Es geht um einen Mann, ein gutes Stück älter als ich (zur Info bin Anfang dreißig), falls das was zur Sache tut. Er hat leider nur für die Beziehung gelebt und soziale Kontakte und Hobbys aufgegeben...was ihm nun zum Verhängnis wird meiner Meinung nach
 
  • #9
Es geht um einen Mann, ein gutes Stück älter als ich (zur Info bin Anfang dreißig), falls das was zur Sache tut. Er hat leider nur für die Beziehung gelebt und soziale Kontakte und Hobbys aufgegeben...was ihm nun zum Verhängnis wird meiner Meinung nach
Wird es nicht! Er hat die Chance dran zu wachsen! Sich selber wieder in den Focus zu rücken. aber nur wenn du jetzt nicht zu überfürsorglich in die Breche springst und versuchst da eine Lücke zu schließen. Das ist nicht deine sondern seine Aufgabe.
 
  • #10
Also mir konnte damals keiner helfen. Vielleicht, wenn mir jemand die grossen spirituellen Fragen des Lebens erklärt hätte und mich darin eingewiesen hätte, damit hätte man mir geholfen. Ich hab mich dann aber alleine auf dir Suche nach Antworten gemacht, zu mir kamen sie nicht 😂

Je nachdem, wo der Mensch steht, auch akzeptieren, dass er oder sie genau das jetzt durchmachen muss, dass es wichtig ist für sein Leben und dass es sie / ihn voranbringen wird.

Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Letztendlich geht es um viel mehr als Liebeskummer. Derjenige hat sich ja selber ein Stück weit verloren und muss sich nun mühselig wieder oder erstmalig finden.

Und das ist was gutes. Das ist wichtig. Man sollte ihn nicht bemitleiden sondern Respekt haben vor seiner sinnbildlichen Metamorphose.
 
  • #11
Er sollte sofort damit anfangen das zu ändern.
Noch heute.

Dazu passende Seiten:
https://spontacts.com/
https://www.beste-freundin-gesucht.de/

(ich weiß nicht, ob es sowas auch für Männer gibt)
Ab ins Gym mit dem Mann.
Begleite ihn. Geh regelmäßig mit ihm spazieren, das wirkt dem "Schock" entgegen.
Sei einfach da, wenn der Mann reden will.

Ein Zaubermittel gibt es nicht.

Nur wenn es dich selbst überfordert, oder du schlicht keine Lust darauf hast, der Person beizustehen.
Da sollte man sich das eingestehen und entsprechend in seinem eigenen Sinne handeln.
Da kannst du noch mitteilen, dass er sich melden kann, wenn er was braucht oder machen will.

Wenn der Mann keine der Aktivitäten annehmen will, dann sollte man ihn auch nicht bedrängen. Er muss dann wirklich alleine merken was er braucht und auch lernen Hilfe anzunehmen.
 
  • #12
Vorab, ich bin mit einem eingebauten Helfersyndrom auf die Welt gekommen.
Und das hat Jahrzehnte mein Leben bestimmt.
Wie aber meist im Leben, ist alles wie man ist einmal richtig und einmal falsch.

Heute "dosiere" ich das ganze anders

Für einen Mann der mich als Frau interessiert, tue ich es gar nicht mehr.
Ob man zusammen passt stellt man sicher erst mit der Zeit fest aber vor dem gemeinsamen Alltag, zählt eine verliebte Leichtigkeit und keine Aufopferung.

Bei gutem Freunden gilt...was kostet mehr Energie?
Für einen flüchtigen Bekannten, kostet mich ein hoher Einsatz mehr Energie, da ich selbst genug zu stemmen habe.
Für gute Freunde, würde es mich mehr kosten, nichts zu tun.

Letzter Punkt:
Will der andere überhaupt, viel Einsatz von mir?
Denn es ist nicht nur meine Entscheidung!
Bin ich also bereit zu helfen, dann biete ich es an...Der andere entscheidet ob er es annimmt.
Und dann...ich helfe aber nicht weiter als es mich mit hinunter zieht.
 
  • #13
Kein Mensch "zerbricht" an Liebeskummer.
Es geht deiner Freundin, ich nehme mal stark an, sie ist älter als 15, vermutlich grottenschlecht, sie trauert, ist vielleicht zornig - alles ganz normal, und ab ca. 20 sollte man heraußen haben, dass man so etwas natürlich überlebt, auch wenn man sich in den ersten Wochen oder von mir aus Monaten miserabel fühlt.
Früher hieß so etwas "Lebenserfahrung sammeln", heute soll jeder zum Therapeuten, wenn ihm mal ein raues Lüftchen ins Gesicht bläst.

Hör ihr zu, signalisiere, dass du für sie da bist, schlag vielleicht Unternehmungen vor, aber pampere sie nicht wie ein Kleinkind. Sie ist nicht hilflos, selbst wenn sie sich vermutlich gerade so fühlt.

w, 55
Ich weiß nicht was hier immer alle haben mit das ist ganz normal, das überlebt man, ich kenne mindestens 20 Leute die an Trennungen zebrochen sind, danach nie wieder beziehungsfähig waren oder drogensüchtig wurden oder einfach eine schwere Depression entwickelt wegen der traumatischen Erfahrung, eine Bekannte warf sich vor die Ubahn. Trennungen sind neben Tod von Nahestehenden mit bei den am schwersten traumatisierenden Erfahrungen die man heutzutage in einem normalen Leben macht und es besteht eine reale Gefahr dass man damit eben nicht so einfach automatisch klarkommt oder sich erholt sondern ein Trauma entwickelt.
 
  • #14
Ich finde, das ist ein wichtiger Reifeprozess für einen Menschen, mit einer Trennung klarzukommen, um daraus Stärke zu beziehen. Nein, ich könnte natürlich helfen! Mir hilft doch auch kein Mann, wenn er herzlos nach dem Sex verschwindet, obwohl ich in ihn verliebt war oder sich einfach nicht mehr meldet. Habe deswegen auch viele schlimmen Zeiten hinter mir. Depression, Unfähigkeit weiterzuleben, aber man schafft es und gewinnt Stärke daraus! Das war das Beste, was mir je passiert ist.
Du bist nicht die Mama/der Papa einer anderen Person.

Der Person würde es besser helfen, wenn Du ihr logisch nachvollziehbare Gründe nennst, weswegen eine Partnerschaft nicht in funktioniert.
 
  • #15
Ich weiß nicht was hier immer alle haben mit das ist ganz normal, das überlebt man, ich kenne mindestens 20 Leute die an Trennungen zebrochen sind, danach nie wieder beziehungsfähig waren oder drogensüchtig wurden oder einfach eine schwere Depression entwickelt wegen der traumatischen Erfahrung, eine Bekannte warf sich vor die Ubahn. Trennungen sind neben Tod von Nahestehenden mit bei den am schwersten traumatisierenden Erfahrungen die man heutzutage in einem normalen Leben macht und es besteht eine reale Gefahr dass man damit eben nicht so einfach automatisch klarkommt oder sich erholt sondern ein Trauma entwickelt.
Nun, nachdem du selbst in deinen wiederkehrenden Threads auf mich nicht eben wirkst, als hättest du im Laufe der Jahrzehnte etwas Realitätssinn und Pragmatismus entwickelt, umgibst du dich vermutlich mit ähnlichen Menschen, die an jedem unangenehmen Ereignis in ihrem Leben zu zerbrechen drohen wie ein rohes Ei.

In meiner Welt, bestehend aus Familie, guten Freunden, sehr vielen Bekannten und Kollegen reagieren Menschen sehr emotional auf von ihnen nicht gewollte Trennungen, sind traurig, wütend, verzweifelt - natürlich. Es tut sehr weh, verletzt. Aber nach kurzer, manchmal längerer Zeit wird ihre rationale, pragmatische Seite eben auch wieder wach und im Laufe der Zeit übernimmt sie in Sachen Liebeskummer das Steuer. Dann sind sie zwischendurch wieder traurig oder wütend, haben aber alle gute Berufe, Familie, Freunde und das Leben geht weiter.
Irgendwann ist man ab und zu halt noch wehmütig und irgendwann interessiert es einen nicht mehr, weil es eben noch ein ausgefülltes Leben abseits von Trennungsschmerz gibt.
Ich kenne im Unterschied zu dir niemanden (und kenne auch niemanden, der jemanden kennt), der aus Liebeskummer beziehungsunfähig, suizidal oder was immer geworden wäre.
Tatsächlich sind schmerzliche Erlebnisse auch etwas, das einen stärker machen kann.

w,55
 
  • #16
Nun, nachdem du selbst in deinen wiederkehrenden Threads auf mich nicht eben wirkst, als hättest du im Laufe der Jahrzehnte etwas Realitätssinn und Pragmatismus entwickelt, umgibst du dich vermutlich mit ähnlichen Menschen, die an jedem unangenehmen Ereignis in ihrem Leben zu zerbrechen drohen wie ein rohes Ei.

In meiner Welt, bestehend aus Familie, guten Freunden, sehr vielen Bekannten und Kollegen reagieren Menschen sehr emotional auf von ihnen nicht gewollte Trennungen, sind traurig, wütend, verzweifelt - natürlich. Es tut sehr weh, verletzt. Aber nach kurzer, manchmal längerer Zeit wird ihre rationale, pragmatische Seite eben auch wieder wach und im Laufe der Zeit übernimmt sie in Sachen Liebeskummer das Steuer. Dann sind sie zwischendurch wieder traurig oder wütend, haben aber alle gute Berufe, Familie, Freunde und das Leben geht weiter.
Irgendwann ist man ab und zu halt noch wehmütig und irgendwann interessiert es einen nicht mehr, weil es eben noch ein ausgefülltes Leben abseits von Trennungsschmerz gibt.
Ich kenne im Unterschied zu dir niemanden (und kenne auch niemanden, der jemanden kennt), der aus Liebeskummer beziehungsunfähig, suizidal oder was immer geworden wäre.
Tatsächlich sind schmerzliche Erlebnisse auch etwas, das einen stärker machen kann.

w,55

Ja, aber es ist doch etwas schräg sich hier beim Schreiben so zu verhalten als hätten alle Leute gute Berufe, tolle Familien und Freundeskreis und sind bei bester gesundheit und psychisch robust , da das ist ja nicht der Fall ist.

Was sagt uns das wenn wir hier so schreiben als wäre das natürlich ganz selbstverständlich dass einfach jeder ein Leben wie aus einer DM Werbung hat ?

Das sollte mal hinterfragt werden, ich hoffe da kommt jetzt eine Antwort und nicht nur beschämtes Schweigen.
 
  • #17
Ja, aber es ist doch etwas schräg sich hier beim Schreiben so zu verhalten als hätten alle Leute gute Berufe, tolle Familien und Freundeskreis und sind bei bester gesundheit und psychisch robust , da das ist ja nicht der Fall ist.

Was sagt uns das wenn wir hier so schreiben als wäre das natürlich ganz selbstverständlich dass einfach jeder ein Leben wie aus einer DM Werbung hat ?
Das hat sicher nicht jeder, auch nicht im Forum. Aber wenn sich in deinem Umfeld mindestens 20 an Trennungen zerbrochene Leute mit anschließender schwerer Depression und/oder Drogensucht befinden sollen, übertreibst du entweder oder dein Umfeld ist wirklich SEHR jenseits des Durchschnitts angesiedelt oder eine extreme, statistische Häufung.

Meine Freunde haben schon alle mindestens ein (diplomatisch ausgedrückt) komisches Elternteil mit all den daraus resultierenden Problemen - aber SO extrem hat keiner von denen auf Trennungen reagiert inkl. meiner Person und mir gings 1x auch schon ziemlich schlecht nach einer Trennung.
Das sollte mal hinterfragt werden, ich hoffe da kommt jetzt eine Antwort und nicht nur beschämtes Schweigen.
Nee, keine Angst, weshalb auch.
 
  • #18
Ja, aber es ist doch etwas schräg sich hier beim Schreiben so zu verhalten als hätten alle Leute gute Berufe, tolle Familien und Freundeskreis und sind bei bester gesundheit und psychisch robust , da das ist ja nicht der Fall ist.

Was sagt uns das wenn wir hier so schreiben als wäre das natürlich ganz selbstverständlich dass einfach jeder ein Leben wie aus einer DM Werbung hat ?

Das sollte mal hinterfragt werden, ich hoffe da kommt jetzt eine Antwort und nicht nur beschämtes Schweigen.
Wer sagt, dass alle robust und alle bei bester Gesundheit sind? Wo liest du das, ich ersuche um konkrete Zitate.
Wo ist DM-Werbung?
Das sind ganz normale Menschen mit Sorgen, Krankheiten, pflegebedürftigen Angehörigen, Todesfällen und anderen Problemen wie alle Menschen.
Aber ja, eben auch mit meist erfüllenden, uns gut ernährenden Berufen - wir haben halt alle, auch die aus schwierigen Elternhäusern wie zB ich auch - Jahre in Bildung investiert, um einmal interessante Berufe ausüben zu können. Davon profitieren wir seit langem und auch in meinem Freundeskreis gab es schon (kurz) Arbeitslosigkeit.

Aber Trennungen, Arbeitslosigkeit, Krankheit et al. sind ganz normale schmerzliche oder bittere Lebensereignisse.
Wenn du das alles Grund genug findest, "daran zu zerbrechen", nur zu.
Ich finde es eben nicht normal 20 Leute zu kennen, die alle zerbrechen oder sich suizidieren, nur weil eine Beziehung scheitert.

Du suchst halt immer Drama, findest es normal, weil du es nicht anders kennst.
Nicht jeder, der nach einer Trennung weiterlebt und das auch genießt, springt dir vom Werbeblock aus dem Fernseher ins Wohnzimmer.
Such dir einen Job, das täte deiner ganzen Familie gut, da lernst du genug Menschen kennen, die nicht aus dem Fenster springen oder Drogen nehmen, sobald sich mal ein Partner absentiert.
Die trennen sich auch mitunter selbst, wenn es nicht mehr passt, stell dir vor.
 
  • #19
Wie kann man jemandem am besten nach einer Trennung beistehen wenn man das Gefühl hat, dass die Person daran zerbricht und mit dieser Trennung nicht klar kommt?
In Trennungen brauchen wir Alle in erster Linie erstmal nur alleinig uns selbst, denn auch im Zusammenkommen mit der geliebten Person brauchten wir nur uns selbst und diese Person.
Halte Kontakt zu der getrennten Person und führe sie immer wieder zu sich selbst, zum Fühlen ihrer Gefühle, höre ihr bewertungsfrei zu, egal, was diese Person von sich gibt (Wut, Trauer, was auch immer), bleibe an ihrer Seite, aber halte Dir Deine neutrale Position. Höre der Person zu, bleibe bei ihr, so gut Du kannst, bemitleide nicht, sie wird es alleine schaffen und muß es. Und wird es. Stärker als zuvor. Krisen sind nur Brenngläser. Und chancen.
 
  • #20
Die Frage ist letztendlich ob es legitim ist X % der Leute als ganz normale Menschen zu beschreiben und den ganzen Rest als nicht normal hinzustellen und weiters in der Spache so zu tun als wären diese gar nicht existent, wodurch ja das "nicht normal" sein auch noch unterstrichen wird.

Wenn es 1% der leute sind dann mag es ja noch ok sein diese als nicht normal zu bezeichnen, aber wenn es 20 % die spätestens nach der 2ten oder dritten Trennung ernsthafte dauerhafte psychische Schäden davontragen dann finde ich es etwas frech !

Übrigens habe ich eine Arbeit obwohl ich mehrere Kinder habe und auch ein Kleinkind, ich frage mich wie du auf die Idee kommst ich hätte keine. Die einzig erkennbare Logik dahinter, da ich mich sicher nicht selbst als Arbeitslos beschrieben habe :

Sie kennt viele nicht normale Menschen- das müssen alles Arbeitslose sein- sicher ist sie selber auch eine Arbeitslose.

Das ist alles ziemlich diskriminierend zb auch gegenüber Arbeitslosen.

Ich bin eben der Meinung die Gruppe der Leute die zu zerbrechlich sind um den normalen Liebeskummer (ev sogar wiederholt) problemlos auszuheilen ist etwas größer als es in mancher Blase geglaubt wird. So groß dass es eben auch "normale" Leute sind. Es ist eben ein ganz normaler Teil der leute die nicht so toll damit klarkommen . Das gibt es auch .
 
  • #21
Zwischen zerbrechen und nicht toll klarkommen ist ein himmelweiter Unterschied, Trennungen sind für die wenigsten einfach, aber suizidal werden deswegen sicher keine 20%,
manche Wortwahl ist wie gewohnt großes Drama.
 
  • #22
Zwischen zerbrechen und nicht toll klarkommen ist ein himmelweiter Unterschied, Trennungen sind für die wenigsten einfach, aber suizidal werden deswegen sicher keine 20%,
manche Wortwahl ist wie gewohnt großes Drama.
Nein, aber das habe ich ja nicht geschrieben dass sich 20 % der Leute umbringen, das hast du natürlich auch gar nicht so verstanden, war ja nicht schwer zu verstehen und ich hab mich sicher mehrmals wiederholt .

Mann kann oben lesen was ich genau geschrieben habe welche negativen Folgen schlecht verarbeitete Trennungen bei vielen Leuten haben.

Ich finde hier verzerrst du eindeutig absichtlich was ich geschrieben habe um etwas dagegen sagen zu können - ist das nicht eigentlich ein Beweis dafür dass ich recht habe, wenn das Gegenüber es nicht schafft bei der Wahrheit zu bleiben um seinen eigenen Standpunkt zu argumentieren ?
 
  • #23
Nein, aber das habe ich ja nicht geschrieben dass sich 20 % der Leute umbringen, das hast du natürlich auch gar nicht so verstanden, war ja nicht schwer zu verstehen und ich hab mich sicher mehrmals wiederholt .

Mann kann oben lesen was ich genau geschrieben habe welche negativen Folgen schlecht verarbeitete Trennungen bei vielen Leuten haben.

Ich finde hier verzerrst du eindeutig absichtlich was ich geschrieben habe um etwas dagegen sagen zu können - ist das nicht eigentlich ein Beweis dafür dass ich recht habe, wenn das Gegenüber es nicht schafft bei der Wahrheit zu bleiben um seinen eigenen Standpunkt zu argumentieren ?
@Sirikit , ich habe es genau so verstanden wie @Max-i-mum, erst dramatisierst du und dann wiegelst du ab, um den anderen als Angreifer identifizieren zu können. Passiert dir leider öfter, weshalb, weißt wohl nur du.
 
  • #24
@Sirikit , ich habe es genau so verstanden wie @Max-i-mum, erst dramatisierst du und dann wiegelst du ab, um den anderen als Angreifer identifizieren zu können. Passiert dir leider öfter, weshalb, weißt wohl nur du.
Du hast also auch aus diesem Text von mir herausgelesen dass ich geschrieben hätte 20 % der Leute würden sich alle umbringen. Sorry, glaube ich auch dir nicht. Ihr seid einfach unehrlich. Das du jetzt dich auch der Behauptung anschließt das ich geschrieben hätte 20 % der Leute würden sich alle umbringen ist eine simple einfache Lüge.

Ich zitiere hier jetzt mal meinen Beitrag in dem ich dies angeblich geschrieben hatte :
Ich weiß nicht was hier immer alle haben mit das ist ganz normal, das überlebt man, ich kenne mindestens 20 Leute die an Trennungen zebrochen sind, danach nie wieder beziehungsfähig waren oder drogensüchtig wurden oder einfach eine schwere Depression entwickelt wegen der traumatischen Erfahrung, eine Bekannte warf sich vor die Ubahn. Trennungen sind neben Tod von Nahestehenden mit bei den am schwersten traumatisierenden Erfahrungen die man heutzutage in einem normalen Leben macht und es besteht eine reale Gefahr dass man damit eben nicht so einfach automatisch klarkommt oder sich erholt sondern ein Trauma entwickelt

Ich sehe auch nicht wo ich hier irgendwo begonnen hätte abzuwiegeln, ganz im Gegenteil.
 
  • #25
Du hast also auch aus diesem Text von mir herausgelesen dass ich geschrieben hätte 20 % der Leute würden sich alle umbringen. Sorry, glaube ich auch dir nicht. Ihr seid einfach unehrlich. Das du jetzt dich auch der Behauptung anschließt das ich geschrieben hätte 20 % der Leute würden sich alle umbringen ist eine simple einfache Lüge.

Ich zitiere hier jetzt mal meinen Beitrag in dem ich dies angeblich geschrieben hatte :


Ich sehe auch nicht wo ich hier irgendwo begonnen hätte abzuwiegeln, ganz im Gegenteil.
Mach mal dein Drama weiter, ich störe dich nicht mehr dabei, du scheinst ja wirklich Spaß dran zu haben.😊
 
  • #26
Passt schon, @Sirikit, dramatisiere munter weiter, wenn es das ist, was du brauchst.
Sinnerfassendes Lesen und - Gott soll schützen! - vielleicht einen Gedanken daran zu verschwenden, was man dir schreibt, scheinen halt nicht Deins zu sein.
In deinem Umfeld ist es "normal" im Sinne von "die meisten oder zahlreiche", zerbrechen (??) nach einer Trennung, sind beziehungsunfähig oder springen aus dem Fenster.
In meiner Welt und in der vieler anderer Menschen eben nicht, wir erleben Unangenehmes, sind traurig und/oder wütend und rappeln uns halt dann wieder auf.
Ich verstehe die Schwierigkeiten deines Umfeldes mit dir jetzt sehr viel besser.
Ich bin hier raus, mir ist das tatsächlich zu dumm.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #27
Mach mal dein Drama weiter, ich störe dich nicht mehr dabei, du scheinst ja wirklich Spaß dran zu haben.😊
Wenn ich mich mal kurz einmischen darf: Sie hat in dieser Sache ja recht, das hat sie so wirklich nicht geschrieben.
Interessant ist es aber trotzdem, liebe @Sirikit , wieso dir das so wichtig ist?
Und was ich auch sehr krass finde, ist doch, dass du mindestens 20 Leute kennst, die an Trennungen "zerbrochen" sind. Ich denke auch, dass wer sich vor die U-Bahn wirft, hat noch andere Probleme, als eine Trennung.
Ich vergleiche das mal mit mir: Ich habe einen reichlich großen und weitläufigen, langjährigen Freundes- und Bekanntenkreis, aber ich habe noch niemals jemanden getroffen, der an einer Trennung "zerbrochen" ist. So leicht zerbricht sich nicht. Als ich 17 war, machte meine erste große Liebe wegen einer anderen nach eineinhalb Jahren mit mir Schluss. Ich hab gedacht, die Erde hört auf, sich zu drehen. Das Leben war an dem Tag zu Ende, es war eine unheimliche Katastrophe. Ja, eine Trennung kann richtig hart weh tun, keine Frage, eine Trennung hat mitunter auch lebensverändernde Nachwirkungen, manch eine Trennung stürzt einen in den Ruin, usw.
Aber sind wir mal ehrlich, und das hab ich auch mit 17 schon gelernt: Das Leben geht immer weiter, die Erde dreht sich unaufhörlich, es wird Tag und Nacht, Sommer und Winter. Es ist so. Außer für die Leute, die meinen, sich deshalb umbringen zu müssen. Ein Schritt vor den anderen setzen, erst langsam und behäbig, und dann immer schneller. Solange man am Leben ist, kann noch so viel passieren.
Insofern ist ein jahrelanger Liebeskummer und "zerbrochene" Menschen schon bisschen Drama. Ich finde es bisschen einfach, dass auf die reine Menschlichkeit zu schieben und sich darauf auszuruhen. Man muss sich im Leben schon auch n bisschen Mühe geben, damit es schön wird.
 
  • #28
In meinem Umfeld gibt es tatsächlich beides. Menschen die Liebeskummer locker, flockig wegstecken - genauso welche die sehr sehr lange daran zu knabbern hatten bzw bei einer Freundin im Suizid endete.
So hoch wie bei sirikit ist die Anzahl bei weitem nicht - dennoch finde ich Aussagen wie "am Liebeskummer ist noch keiner zerbrochen" auch nicht richtig.

Um aber auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen: mir persönlich hat es immer geholfen, mich mit Freunden abzulenken, etwas zu unternehmen, raus in die Natur. Vielleicht kannst du deinen Freund (ich weiß nicht genau in welchem Verhältnis ihr zueinander steht) dazu motivieren oder mit ihm gemeinsam etwas unternehmen?
Ansonsten da sein und zuhören. Im Endeffekt kann man nur da sein, Hilfestellung geben - aber durch den Schmerz muss er leider selbst durch.
 
  • #29
Ich kenne übrigens sehr viele Leute, hunderte Leute, vielleicht auch mehr .

Und ich kenne zwar nur eine Person mit Selbstmord, allerdings viele die starke eine Bindungsstörung bekommen haben oder Alkoholiker wurden wo rückblickend das ganze mit einer Trennung losgetreten wurde, auch härtere Drogen usw.

Warum es mir wichtig ist ? Ich mag echt nicht wie das heruntergespielt wird. Ich glaube das sogar für manche Leute die sich weder umbringen noch depressiv werden, der innere Schaden der passiert, die Zerstörung, dass das beträchtlich ist, und wenn die dann hier lesen dass das alles ganz normal ist und vorbei geht, dann denke ich das hat den negativen Effekt dass emotionale Schäden heruntergespielt werden.

Wie geht es zb diesen Leuten bei denen das nicht so locker wieder verheilt wenn sie so etwas lesen? Viele begreifen eventuell gar nicht dass bei ihnen etwas nicht stimmt oder sie sich emotional nicht mehr öffenen können und stehen alleine damit da und schämen sich am Ende noch.

Das ist so ähnlich wie wenn Leute Depressionen oder Burn Out herunterspielen.. das ist nicht gut für die die es haben.

Noch eine Sichtweise die ich schon länger habe:
In einer Beziehung wird es zb ja auch als sehr negativ gesehen wenn ein Mann eine Frau schlägt, aber wenn er etwas wirklich gemeines sagt wird das nicht als gleich gewichtig wahrgenommen, obwohl der innere Schaden genau so groß sein kann.

Und ich sehe es nun so, dass, wenn jemand einen schweren Autounfall hat und im Krankenhaus landet, alle Welt die Verletzung sieht, aber der innere Schaden der durch eine Trennung passiert wird nicht als echter Schaden gesehen. Wenn man es aber tun würde, dann würden Leute mit der Psyche anderer Leute sorgsamer Umgehen. Ich jedenfalls betrachte eine psychische Verletzung ähnlich einer körperlichen Verletzung, und Trennungen haben das potential schwerste Verletzungen zu verursachen wenn sie blöd ablaufen.
 
  • #30
Trennungen haben das potential schwerste Verletzungen zu verursachen wenn sie blöd ablaufen
Ja eine Trennung kann eine Lebenskrise auslösen.
Allerdings ist der Hauptschmerz, die Hauptverletzung jene, dass der Partner gegangen ist und man nicht länger vom Partner geliebt wird.
Diesen Schmerz kann man nicht vermeiden bei einer Trennung.
Damit muss der Verlassene in jedem Fall umgehen. Ganz gleich wie die Trennung abgelaufen ist.

Man wird jemandem der trauert, nicht sagen, dass er/sie das nicht verwinden könnte, oder gar daran zerbrechen wird.
Das hat nichts damit zu tun, dass man diese Schmerzen nicht ernst nehmen würde.

Verluste gehören leider zum Leben dazu. Niemand kann einem diese Trauerarbeit abnehmen.
Man kann sich nur dabei helfen lassen, wenn man merkt, man kommt nicht zurecht. Das liegt aber auch in der Verantwortung der trauernden Person, sich entsprechende Hilfe zu holen, bevor man dem Alkohol oder Drogen verfällt.

Folgende Leitsätze sollte man sich vergegenwärtigen:
- Man kann Liebe nicht erzwingen
- Liebe beginnt und sie endet
- Man war für die Zeit der gemeinsamen Liebe ein guter Partner.
- In dieser Zeit wurde man geliebt

Es wurde wissenschaftlich herausgefunden, dass nach etwa 10 Jahren einer Beziehung, ein gewisser kritischer Punkt kommt.
Von den Paaren, die sich trennen, trennen sich die meisten nach etwa 10 Jahren.
Außerdem im Alter um die 40 Jahre. Hier spielt tatsächlich die sog. Midlife-Crisis eine Rolle.
Zudem werden durchschnittlich etwa drei bis vier "große" Beziehungen geführt im Leben.

Was sagt uns das?

Das sagt uns, dass jene Verlassenen nicht "nichts wert" waren, oder etwas falsch gemacht hätten. Sondern das ist eine Art natürlicher Kreislauf.
Leider Gottes. So sehr es auch schmerzt.
Aber vielleicht kann man so auch verzeihen, falls man damit Schwierigkeiten haben sollte.
Das würde es schon leichter machen.
 
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