• #1

Wie Jungen zu empathischen, sozial kompetenten Menschen erziehen?

Hallo zusammen, ich hoffe ich darf @INSPIRATIONMASTER aus einem anderen Thread hierher kopieren, da ich das Thema durchaus spannend finde:

Leider machen immer noch viele junge Frauen solche riesengroße Erziehungsfehler mit ihren Söhnen, dass sie genauso werden, wie sich keine Frau ein solcher Mann wünscht, sie bleiben ewig so! Ich ging und gehe ab und zu auf Kinderspielplätze und beobachte Müttern, wie sie mit ihren Söhnen umgehen, muss immer wieder meinen Kopf schütteln und denke, sie machen es genau so, wie man es nicht machen sollte!!

Jetzt stellt sich mir natürlich die Frage wie diese riesengroßen Erziehungsfehler denn aussehen?
Sowas wie Indianer kennen keinen Schmerz, Jungs spielen nicht mit Puppen oder rosa Glitzereinhörnern?

Unser Sohn ist mittlerweile 23, bekam (von mir natürlich 😜) als Kleinkind eine Babypuppe und auch sonst eher kreatives, nicht speziell geschlechterspezifisches Spielzeug geschenkt z.B. LEGO, Puzzle, etc.

Ebenso durfte er immer weinen wenn ihm danach war, er wurde verbal und / oder körperlich getröstet, es wurde nie ein blöder Spruch o.ä. deswegen gemacht.

Unsere Tochter (19) wurde ebenfalls "neutral" (nenne ich es einfach mal) erzogen, beide mussten gleichermaßen im Haushalt und im Garten helfen und so weiter und so fort. Von beiden wurde immer gutes Benehmen (fängt bei Essmanieren ja erst an 🙄) und ein freundlicher Umgang mit anderen Menschen durch uns gefordert, daran halten sich beide bis heute.

Beide sind jedoch typische Vertreter ihres Geschlechts, womit ich sagen will das sich m.E. Männer und Frauen einfach grundsätzlich unterscheiden und deshalb auch anziehen.

Was also könnte man in der Erziehung von Jungen, denen im Erwachsenenalter ja doch häufiger mangelnde soziale Kompetenz vorgeworfen wird, besser machen?

LG, Surecure
 
  • #2
Gegenfrage:
Geht es dir bei deiner Frage um die typisch klischeehafte Pseudoproblematik, wie man den Jungen zum „Mann“ (entsprechend dem Männerbild, was Mutter so hat) macht, ohne dass er verroht, oder willst du wissen, wie man Menschen im Allgemeinen zu empathischen, sozial - emotional stabilen Mitgliedern der Gesellschaft erzieht. Letzteres ist die spannendere Frage, denn Attribute wie „Sozialverträglichkeit“ und „Mitfühlen“ etc. sind völlig geschlechterunabhängig.


Was also könnte man in der Erziehung von Jungen, denen im Erwachsenenalter ja doch häufiger mangelnde soziale Kompetenz vorgeworfen wird, besser machen?
Auch hier wieder: Das wird auch Mädchen vorgeworfen. Je nach Erziehung eben. Jungen und Mädchen äußern die Folgen davon nur anders. Soziale Kompetenz ist keine Geschlechtersache.
 
  • #3
Wie @NormaJean (#2) verstehe ich nicht ganz, was du meinst, liebe FS: du beschreibst, wie du in der Erziehung deiner Kinder vorgegangen bist, wunderst dich aber trotz »Neutralität«, dass die beiden typische Vertreter ihres Geschlechts geworden sind? Hättest du es gerne anders - und fragst deshalb hier nach, was falsch gelaufen ist? Und warum ist etwas falsch?

Natürlich leben unsere Kinder nicht nur im Umfeld der Ursprungsfamilie, sie lernen auch »im Außen« eine Menge; glücklicherweise. Und da nehmen sie das auf, was sie interessiert - oft auch (für die Eltern) fremdes Verhalten.
Wir erinnern uns sicher alle daran, als unsere Kinder mit völlig neuen Wörtern - solchen, die zu Hause nie gefallen sind - heimkamen und fragten uns insgeheim, »wo sie das nun wieder her hatten«.
Ein Beispiel: ich wollte nie, dass mein Sohn mit Waffen in Berührung käme, also zum Karneval nie mit Plastikpistolen oder Wasserpistolen hantieren durfte. Aber seine kleinen, 3-4jährigen Freunde auf dem Spielplatz sahen das anders, bzw. deren Eltern hatten andere Vorstellungen.
Irgendwann ertappte ich meinen Kleinen, wie er mit einem Zweig eine Pistole simulierte und herum ballerte. Daraufhin kaufte ich ihm eine Holzpistole, aus deren Lauf ein Korken flog. Er war glücklich - und Bankräuber ist er bis heute nicht geworden.

Empathie, Rücksicht, Sozialverhalten vermitteln? Durch eigenes VORLEBEN ... und Gespräche.

Dass kleine Jungs sich eher in Hosen zeigen und kleine Mädchen der Prinzessin nacheifern, sehen sie auch in ihrem Kinderumfeld. Wobei sie spielerisch ab und zu gerne in gegenseitige Rollen schlüpfen, einige darin auch ihre Zukunft leben wollen (und sollen).

Was also ist genau deine Frage, liebe @Surecure? Was vermisst du bei deinen inzwischen erwachsenen Kindern?
 
  • #4
Den dafür Pate stehenden Artikel gibt es momentan in der Zeit online. Kinder lernen in der Regel durch Vorbild. Das unsägliche Rollenbild wird von der Gesellschaft vorgelebt, verändert sich jedoch unentwegt. Du bist genauso ein Produkt der Rollenerwartung wie jeder andere, der sich nicht bewußt dagegen entscheidet und sein eigenes Ding macht. Kann man hier im Forum gut sehen. Unterbewusst ändert sich in den Nachkommen jedoch so einiges, sonst gäbe es keinen Fortschritt. Und vergiss nicht, früher war blau die absolute Madchenfarbe.
 
  • #5
Was also könnte man in der Erziehung von Jungen, denen im Erwachsenenalter ja doch häufiger mangelnde soziale Kompetenz vorgeworfen wird, besser machen?

Wirft man ihnen das vor?
Ich denke Männer sind im jugendlichen Alter halt einfach aggressiver, müssen sich mehr beweisen, wollen stark sein, weil sie glauben so besser da zu stehen.

Frauen sind i.d.R. sozialere Wesen, Männer eher Emeriten. Der Wortschatz von Frauen soll ja viel größer sein, als der ihrer männlichen Rivalen. Sieht man auch hier im Forum. Männer geben Ratschläge, Frauen wollen reden ...

Ich denke, dass man echte Empathie nicht "lernen" kann. Entweder man hat den Zugang oder nicht, kognitive Empathie eignet man sich an. Klar entwickelt man sich im Erwachsenenalter weiter und passt sich der Umwelt an, aber ein Psychopat wird immer weniger Empathie abrufen können, wie eine "normal" entwickelte Persönlichkeit.

Wie sich ein Mensch entwicklet hängt m.M.n. an vier Kompenenten:
1. Genetische Vorgaben
2. Erziehung durch unmittelbare Bezugspersonen
3. Soziale Umwelteinflüsse in der näheren Umgebung
4. Zufall

Die Grundlagen werden in der Kindheit gelegt. Als Elternteil kannst Du weitgehend nur Punkt 2 beeinflussen.

Sei den Kindern ein Vorbild. Lebe Dein Leben so moralisch wie es Dir möglich ist und die Kinder werden sich an Dir orientieren.

Zwischen 14 und 24 werden sie sich die Rotzgöhren von Dir entfernen, abgrenzen müssen und entwicklen mehr und mehr ihr eigenen ICH. Und sie werden Dinge, die Du "richtig" machst "falsch" machen, auch um zu erkennen, wie es sich anfühlt etwas "falsch" zu machen.

Wie jeder andere Mensch habe auch ich in meinem Leben immer geglaubt, dass ich Menschen ändern kann, so wie ich es für "richtig" empfinde. Gerade bei Frauen in die ich mich HalsüberKopf verliebte wollte ich immer alles an ihnen "verbessern". Heute weiß ich, dass es so nicht funktioniert.

Versuche ein gutes Vorbild zu sein für Deine Umwelt und vielleicht nehmen sich Menschen in Deiner Umgebung Dich als Vorbild. Aber sei Dir jederzeit bewusst, dass auch Du Deine schlechten Seiten hast und andere mit Fingern auf Dich zeigen und die Nase rümpfen.
 
  • #6
Ich denke ja, dass eben vieles doch genetisch festgelegt ist; schon die Hormone haben einen riesigen Einfluss auf viele Verhaltensweisen. Das erzählen auch Transgender häufig, die Hormone einnehmen und dadurch z.B. mehr weinen müssen usw. Das bedeutet, egal, wie das Umfeld ist, werden bestimmte Eigenschaften (je nach Genetik der Person, auch auf individuellem Level) eben durchkommen, egal, wie das Umfeld ist. Ich habe auch Freunde, die ihre Kinder möglichst geschlechtsneutral erziehen wollten, fast nur solche Paare kennen, auch der Kindergarten ist da total öko und hip und so. TV gibts eh nicht. Der Sohn stürzt sich seit er 2 ist auf alle Autos und Technik (obwohl die Freunde nicht mal ein Auto haben); das Mädchen ist ein recht typisches Mädchen nach alten Begriffen. Mein Freund ist ein wenig enttäuscht, weil er aus der sozialen und psychologischen Richtung kommt, nicht wie ich aus der Naturwissenschaft. Mich wundert es nicht.
Ich finde es wichtig, dass man Jungen nicht mehr sagt "heul nicht" und Mädchen "das ist nichts für dich, das machen Frauen nicht". Aber es ist auch okay, wenn sie sich dann trotzdem eben so entwickeln, dass die Mädchen sich für Soziales mehr interessieren und die Jungen für Technik. Gleichberechtigung bedeutet ja nicht Gleichheit. Nur, dass wenn ein Junge eben sehr emotional ist oder er Kindergärtner werden möchte, das genauso akzeptiert wird wie ein Mädchen, das Ingenieurin werden möchte.
w, 37
 
  • #7
Was also könnte man in der Erziehung von Jungen, denen im Erwachsenenalter ja doch häufiger mangelnde soziale Kompetenz vorgeworfen wird, besser machen?
Wird vorgeworfen .... da ist der Punkt. Ein Vorwurf ist nicht unbedingt die Wahrheit.
Ansonsten gilt - Jungs erziehen sich gegenseitig. Also folgt für mich daraus - lasst die Buben frei miteinander spielen. Auch Mannschaftssportarten sind geeignet.
Lasst auch die Mädels frei. Deren Gruppendynamik ist anders.

Kurz - Weniger Schrottpädagogik, mehr Eigenverantwortung.

Oder, um es mit Pink Floyd "The Wall" zu sagen:
Hey Teachers - leave us Kids alone
 
  • #8
Aus meiner Perspektive werden hier Antworten gegeben, die im Grunde genommen nicht zu dem Thema passen, um das es hier gehen sollte, es geht genau darum, warum gibt es so viele Männer, die nicht zum fähigen Partner geworden sind, die genau das von seiner Partnerin erwarten, was sie stets immer bis zum Auszug von der Mutter bekommen haben, sie glauben, dass das ganz normal ist, dass das so weiter geht und dass die Partnerin das alles adäquat so einmal übernimmt, was die Mutter schon immer getan hat! Wie oft lesen wir hier die Bemerkungen gerade von Frauen, willst du dir mit diesem unselbstständigen Mann, dir noch ein weiteres Kind holen wollen?
Das hat mit Genen, das hat mit Kinder-Spielzeugen, das hat mit Hormonen zunächst einmal nichts zu tun! Die Mutter wollte sicherlich alles gut und richtig machen, macht dabei jedoch unbewusst alles unrichtig und falsch, weil diese Mütter sich von den Söhnen nicht lösen konnten, nicht gelöst haben, warum sollte dieser Mann z.b. den Haushalt machen, wenn die Mutter das immer für ihn getan hat, warum sollte er z. B. seine Hemden bügeln und Wäsche waschen, Wohnung putzen und aufräumen, wenn die Mutter das immer für ihn gemacht hat, hätten die Mütter das Bewusstsein, - haben sie leider nicht -, den Sohn so zu erziehen, wie sie ihn selbst als Partner vorstellen können, dann wäre alles garantiert anders! Dazu kommt, wenn sie sehen, dass der Vater sich auch nicht für solche Dinge einbringt, weil die Mutter auch für den Vater das alles mitmacht! Warum sollte dann der Junge mal anders werden??
 
  • #9
Ich denke, dass man echte Empathie nicht "lernen" kann. Entweder man hat den Zugang oder nicht, kognitive Empathie eignet man sich an.
Ich stimme dir insoweit zu, dass man "Gefühle" nicht lernen kann, dass man auch niemanden zwingen, oder lenken kann, bestimmte Empfindungen zu haben. Man kann aber durchaus erziehend einwirken, dass ein Kind zum sozialverträglichen Erwachsenen wird. Das ist gewissermaßen ein wenig "trainieren", aber besser, als wenn das Kind aufgrund der mangelnden Fähigkeit, andere Gefühle nachempfinden zu können, irgendwann mal antisoziale Verhaltensweisen entwickelt.

Dies ist allerdings immer noch kein geschlechterspezifisches Thema, Mädchen betrifft das genauso, bei denen ist das genauso nötig.

Was verstehst du denn daran nicht? Ich habe meine Frage doch eindeutig formuliert. Sie sagt im Grunde genau das Gleiche, wie deine Frage, nämlich:

 
  • #10
Ansonsten gilt - Jungs erziehen sich gegenseitig. Also folgt für mich daraus - lasst die Buben frei miteinander spielen. Auch Mannschaftssportarten sind geeignet.
Lasst auch die Mädels frei. Deren Gruppendynamik ist anders.
Okay, am Besten man lässt einfach alle Erzieher und Lehrer weg, denn Kinder erziehen sich gegenseitig. Die werden schon von alleine groß. Die brauchen bloß wie kleine Haustiere jeden Tag jemanden, der ihnen ein Schüsselchen Essen hinstellt, ansonsten kommen die ganz von alleine klar. Du bist wahrscheinlich lange nicht mehr unter vielen Kindern gewesen. Vielen Dank für die Abwertung eines ganzen Berufsstandes. 🤦‍♀️

Liest du eigentlich auch manchmal, was du da in die Welt hinaus schreibst? Das ist doch vorne und hinten nicht zu Ende gedacht.

Und was Pink Floyd betrifft: Auch hier ist der Kontext absolut nicht zutreffend. So wie du es interpretierst, war das nicht gemeint.
 
  • #11
Ich habe zwei völlig unterschiedliche Söhne.
Zwillinge und somit gleich erzogen, da beides Jungs, keinen Erstgeborenen, kein Prinzchen etc.
Sogar Sternzeichen und Assendenten gleich etc

Ok einer hat 24std Schmerzen wg Krankheit...war aber schon vorher introvertierter und "Kerl".
Der andere schon in klein, emotionaler und extrovertiert.

Beide waren sofort am ⚽ und mit Jungs unterwegs obwohl man als Eltern ja oft Freunde mit Kindern trifft und da gabs die "Auswahl ".
 
  • #12
Man muss auch von dem Gedanken abrücken, dass das Verhalten eines Menschen reine Erziehungssache ist. Es ist auch zu großen Teilen einfach Charaktersache und damit nicht erziehbar.
Vorleben ist die eine Sache, ob es später so umgesetzt wird die andere.. das ist nämlich das schöne am Erwachsensein, jeder kann selbst entscheiden was er aus der Erziehung für richtig erachtet und nach Volljährigkeit "mitnimmt".

warum sollte dieser Mann z.b. den Haushalt machen, wenn die Mutter das immer für ihn getan hat, warum sollte er z. B. seine Hemden bügeln und Wäsche waschen, Wohnung putzen und aufräumen, wenn die Mutter das immer für ihn gemacht hat

Mein Freund musste z.B. nie etwas im Haushalt machen, da seine Mutter gelernte Hauswirtschafterin ist und die Hausarbeit zu 100% selbst gemacht hat. Aber dennoch macht er nun deutlich mehr in unserem Haushalt als ich. Und das völlig "freiwillig", ohne dass ich je was sagen musste.

Der Freund meiner besten Freundin musste sehr viel im Haushalt erledigen, weil beide Elternteile mindestens 12 Stunden am Tag in der Firma waren. Und er schmiert nun fast alles an meiner Freundin ab und zockt lieber.
 
  • #13
Dazu kommt, wenn sie sehen, dass der Vater sich auch nicht für solche Dinge einbringt, weil die Mutter auch für den Vater das alles mitmacht! Warum sollte dann der Junge mal anders werden??

Das sehe ich auch so. Es hat weniger mit Erziehung zu tun, als mit Vorbildfunktion.

Genauso habe ich es auch mit Männern erlebt. Die, die eine bedienende Übermutter hatten, wollten das so weiterleben.

Und die, die Zuhause mitarbeiten mussten und gefordert wurden, für die war es auch in der Beziehung selbstverständlich zB im Haushalt mitzuwirken.

Liebe Fs, ich denke du hast alles richtig gemacht.

Männer und Frauen sind nunmal keine gleichförmige Masse. Und Männer werden nicht von Frauen angezogen, die sich männlich verhalten und umgekehrt genauso wenig.
 
  • #14
Ich denke der IM meinte eher die Mütter, die ihre Söhne zu unselbständigen Muttersöhnchen erziehen, die von ihrer Frau erwarten, dass sie sich um sie kümmert, sprich: sie wollen keine Verantwortung übernehmen, sie wollen keine Entscheidungen treffen, sie schwimmen mit, aber sind in der Beziehung eher passiv, sie leben "von heute auf morgen", können keine Kritik ertragen (Mutti war immer nett zu ihm und er versteht nicht, was er falsch gemacht hat) usw usf.
Der Sohn wird von der Mutter abhängig und geht eine Beziehung ein, um "betreut" zu werden, weil er nicht alleine sein kann und will, ohne jemanden an seiner Seite fühlt er sich wertlos.
Er schmeißt zwar den Haushalt, -als Gegenleistung für die "Betreuung und Unterstützung " die er von de Partnerin bekommt. Wenn es aber um wichtige Sachen, Entscheidungen geht, hält er sich raus. So werden Frauen zu den "Entscheidern" in der Beziehung, übernehmen den aktiven Part, was auf Dauer anstrengend und ermüdend ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #15
Okay, am Besten man lässt einfach alle Erzieher und Lehrer weg
Nein, Lehrer sind zur Wissensvermittlung da. Haben somit ihre Aufgabe ...... auch Jugendtrainer oder Kindergärtnerinnen als Aufsicht haben eine Berechtigung.

Was meiner Ansicht allerdings überhaupt nicht gebraucht wird:
irgendwelche Leute, die Kindern einreden wollen, was sie doch empfinden und fühlen sollte, wie sie denken sollten ..... natürlich alles schön hysterisch korrekt.

Ich habe früher Ferienwaldheim gemacht - zunächst Betreuer, später dann Verwaltung. Du glaubst gar nicht, was Kinder hinbekommen, wenn man sie machen lässt. Die bauen Staudämme und ganze Dörfer mit Zweigen und Ästen. Natürlich geht mal was schief und Bub A landet im Bach und die kleine Pink Lady in der Pfütze. Na und ? Haben doch alle Sportklamotten als Ersatz dabei. Und es ist wirklich erstaunlich, welche verschiedenen Kompetenzen in einzelnen Kindern stecken. Ein stiller Junge wartet plötzlich mit einer hilfreichen Konstruktion auf ..... die 13 jährige kommende Beauty kann kicken .......
Kinder sind nicht blöd, die sind nur noch klein und es fehlt an Erfahrung. Na und, dafür gibt es ja die Betreuer, die mal den Wildfang aus dem Baum pflücken, weil er nicht mehr alleine weiter weiss. Ein wenig steuern ist ab und zu nötig. Wie später im Berufsleben auch - deine Mitarbeiter sind stolz darauf, selbst Lösungen zu finden. Verantwortung lernt man nicht, wenn jeder Furz vorgeschrieben wird.
 
  • #16
Mein Sohn ist noch ziemlich jung knapp 21 Monate und ich denke man sollte auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen, nicht überdramatisieren.
Partizipativ erziehen, dem Kind in bestimmten Punkten die freie Wahl lassen zb. bei der Wahl des Spielzeugs, mein Sohn darf zuhause entscheiden womit er spielt und wie lange er damit spielen möchte, ich versuche ihn mit einzubeziehen, beim wickeln selber ausziehen zb. die Socken, Pampers selber in den Mülleimer werfen, Zähne putzen (er putzt seine Zähne zuerst und ich putze nach), im Bad hat er einen Hocker da waschen wir zusammen die Hände, auch beim Essen frage ich ihn was er essen möchte zb. zum Frühstück - Brot oder Müsli, er muss nicht aufessen allerdings auch nicht mit essen rumwerfen (Regeln gibt es schon), wenn er fertig ist sagt er Bescheid oder schiebt den Teller/die Schüssel zur Seite. Er hat eine Rutsche im Wohnzimmer, wenn er hochgeklettert ist ruft er mich dann fange ich ihn unten sicher auf, das klappt super.
Er darf helfen den Tisch mit abzuräumen. Er darf seine Schuhe selber holen und versuchen diese anzuziehen bevor wir nach draußen gehen, genauso die Jacke.
Man sollte sein Kind, seine Bedürfnisse, Gefühle ernst nehmen, diese nicht abtun „ist ja nicht so schlimm“ aber auch nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen wenn er hinfällt.. ja nicht schlimm, gucken ob alles ok ist, kein „ohhhhhhh armes Bibi“ ne wenn nichts ist, gehts weiter und wenn er sich weh getan hat wird das Aua „weggepustet“, kurz geknuddelt und weiter gehts.



Ich würde bei einem Mädchen genauso vorgehen. Ich denke durch den Einfluss anderer Kinder entwickeln sich die Kinder ein Stück weit zu dem was sie werden, wenn alle Spielzeug X toll finden dann wird es das Kind vermutlich auch toll finden. Es ist ein Zusammenspiel vieler Faktoren, Elternhaus, Vorbilder, Peer Groups, Genetik

Ich bin gespannt wie es im Kindergarten wird, in der Gruppe meines Sohnes sind 5 Mädchen und 14 Jungs, mein Sohn ist der jüngste von allen. Wir hatten uns die Tage den Kindergarten angeschaut, sehr schön, so viele Spielemöglichkeiten, ich glaube er wird sich sehr wohl fühlen und kreativ ausleben, auch der Außenbereich ist toll gestaltet. Soll wohl auch einer der besten Kindergärten hier im Umkreis sein. 😊

Wenn man dem Kind alles vorschreibt wie soll es sich selber entdecken und herausfinden was ihm gefällt, er wird keine eigene Meinung haben.

W 27
 
  • #17
Aus meiner Perspektive werden hier Antworten gegeben, die im Grunde genommen nicht zu dem Thema passen, um das es hier gehen sollte, es geht genau darum, warum gibt es so viele Männer, die nicht zum fähigen Partner geworden sind, die genau das von seiner Partnerin erwarten, was sie stets immer bis zum Auszug von der Mutter bekommen haben, sie glauben, dass das ganz normal ist, dass das so weiter geht und dass die Partnerin das alles adäquat so einmal übernimmt, was die Mutter schon immer getan hat! Wie oft lesen wir hier die Bemerkungen gerade von Frauen, willst du dir mit diesem unselbstständigen Mann, dir noch ein weiteres Kind holen wollen?
Das hat mit Genen, das hat mit Kinder-Spielzeugen, das hat mit Hormonen zunächst einmal nichts zu tun! Die Mutter wollte sicherlich alles gut und richtig machen, macht dabei jedoch unbewusst alles unrichtig und falsch, weil diese Mütter sich von den Söhnen nicht lösen konnten, nicht gelöst haben, warum sollte dieser Mann z.b. den Haushalt machen, wenn die Mutter das immer für ihn getan hat, warum sollte er z. B. seine Hemden bügeln und Wäsche waschen, Wohnung putzen und aufräumen, wenn die Mutter das immer für ihn gemacht hat, hätten die Mütter das Bewusstsein, - haben sie leider nicht -, den Sohn so zu erziehen, wie sie ihn selbst als Partner vorstellen können, dann wäre alles garantiert anders! Dazu kommt, wenn sie sehen, dass der Vater sich auch nicht für solche Dinge einbringt, weil die Mutter auch für den Vater das alles mitmacht! Warum sollte dann der Junge mal anders werden??
Genau das war meine Intention diesen Thread zu starten, danke 😊
Ich habe mich tatsächlich gefragt,
wie die von dir initial aufgestellte These das viele Mütter ihre Jungs "versauen" aussehen soll. Ich persönlich / wir sind mit der Erziehung unserer Brut durch, meine Frage bezog sich also tatsächlich auf das ursprüngliche Zitat vom IM.

Ich kann mir wirklich nur schwer vorstellen das die "heutigen" Mütter tatsächlich solche m.E. eklatanten Fehler machen. Selbst zu meinen Kinder-Erziehungszeiten hat mein Mann auch im Haushalt mitgeholfen - anteilig natürlich weniger aber trotzdem wurde vorgelebt das es beiden Partnern obliegt...

Ich konnte mir mir weder damals und noch weniger in der heutigen Zeit vorstellen das man seine Kinder zu derart untüchtigen (herrlich altmodisches Wort, oder?) Menschen erzieht.
 
  • #18
Ich kann mir wirklich nur schwer vorstellen das die "heutigen" Mütter tatsächlich solche m.E. eklatanten Fehler machen. Selbst zu meinen Kinder-Erziehungszeiten hat mein Mann auch im Haushalt mitgeholfen -
Viele Mütter machen es ja nicht bewusst, sie wollen ja meistens nur gut, oft übernehmen den Erziehungsstil von ihren eigenen Müttern.

Viele Mütter bzw. Eltern zeigen den Kindern keine Grenzen auf, die Kinder dürfen machen, was sie wollen, im Erwachsenenleben können sie nicht "nein" sagen, weil sie nie "nein" gehört haben. Sie können auch den anderen keine Grenzen aufzeigen.

Viele Mütter können sich nicht abgrenzen, behandeln die Söhne wie eigene Ehemänner, missbrauchen den Sohn als Partnerersatz.
 
  • #19
Ich kann mir wirklich nur schwer vorstellen das die "heutigen" Mütter tatsächlich solche m.E. eklatanten Fehler machen. Selbst zu meinen Kinder-Erziehungszeiten hat mein Mann auch im Haushalt mitgeholfen - anteilig natürlich weniger aber trotzdem wurde vorgelebt das es beiden Partnern obliegt...
Die heutigen Mütter sind ganz allgemein viel verweichlichter mit ihren Söhnen, als die Mütter in den Generationen zuvor!
Habe kürzlich eine Mutter beobachtet, die für ihren fünfjährigen Sohn Schuhe kaufen wollte, hat nicht geklappt, ich möchte dieses Theater hier gar nicht erwähnen wollen!!
Habe genügend solche Beispiele!
Frage: warum gibt es so viele Frauen, die mit ihren Männer, was Mithilfe im Haushalt/Kinder betrifft, voll unzufrieden sind? Lese vier Wochen lang alle Beiträge hier und du hast keine Fragen mehr!
Ich konnte mir mir weder damals und noch weniger in der heutigen Zeit vorstellen das man seine Kinder zu derart untüchtigen (herrlich altmodisches Wort, oder?) Menschen erzieht.
Du darfst nicht von dir ausgehen!
 
  • #20
Ich kann mir wirklich nur schwer vorstellen das die "heutigen" Mütter tatsächlich solche m.E. eklatanten Fehler machen.
Die machen anderes. 🤷‍♀️
Ich habe nicht nur einmal gesehen, wie das Kind das ausbaden musste, was in kindischer Weise die Mutter vom Partner verlangte und nicht bekam, also dieses absolute emotionale "auf sie einstellen". Beschützen.
Kinder sind dann "Beziehungsinstrumente", damit die Beziehung am Laufen bleibt. Die einsame Mutter, bei der der Ehemann viel arbeitet und nie da ist, wenn sie sich langweilt oder traurig ist, weil sie kaum weiteres Leben hat als Kind und Haushalt. Oder die emotional vernachlässigte Mutter, bei der der Ehemann nicht redet und sich für sie interessiert, wie es ihr geht usw..

Auch Mütter sind zum Teil schrecklich unreife Wesen, die ihr Kind benutzen, um das eigene Leben heile zu machen, was der Partner schon nicht konnte. Die Beziehung als Lebenssinn, der das große Glück bringen sollte, hat nicht funktioniert, also wird sich das Kind rangezogen als Kümmerer/Kümmerin oder als Einsamkeitsvertreiber*in, als "Zusammenhaltsobjekt", wenn dann sowas kommt wie "wir sind ja keine Intellektuellen" aus Neid auf andere Leute, die schulmäßig bessere Leistungen haben. Das Kind wird mit ins Boot geholt, um nicht allein ein Manko zu haben. Eine Mutter handhabte es sogar so, dass sie, wenn sie sich nicht allein fühlen wollte, das Kind nicht in die Schule gehen ließ. Es kriegte einen Entschuldigungszettel wegen Bauchweh oder sowas.
Eine Frau wollte unbedingt ein Kind, die war richtig versessen und verbissen und versuchte alles, was lange Zeit nicht klappte. Als sie endlich doch das erste Kind hatte, machte sie einen unglaublichen Aufriss mit ihm und tanzte schon mal nach der Pfeife des Kindes. Aber dann nach 3 Jahren kam ein weiteres, und das erste Kind musste die Mutter, die es auf den höchsten Thron des größten Glücks gesetzt hatte, teilen, die größte Aufmerksamkeit bekam nun das Baby. Um wieder Aufmerksamkeit zu bekommen, entwickelte das Kind schlimme Verhaltensweisen und hasste das Geschwisterkind.

Es gibt ganz sicher auch heute noch Frauen, die ihren Kindern vermitteln, dass Männer im Haushalt nichts machen und Frauen schwache Wesen sind, die einen starken Mann brauchen. Ehemäßig vorgelebt vielleicht auch im alten Rollenmodell.
Ich denke, man macht immer irgendwas anders, als es das Kind eigentlich brauchen würde. Aber sowas, wie oben beschrieben, finde ich, müsste nun wirklich nicht sein, zumal manche Mütter genau wissen, was sie da machen, und es richtig finden, weil SIE es gerade so brauchen.
 
  • #21
Unser Sohn ist mittlerweile 23, bekam (von mir natürlich 😜) als Kleinkind eine Babypuppe
Unsere Tochter (19) wurde ebenfalls "neutral" (nenne ich es einfach mal) erzogen,
Interessant. Bedeutet „neutral“ dann, Deine Tochter bekam auch Autos vorgesetzt? Aus meiner Sicht ist das doch höchstens der Versuch, Jungen „weiblicher“ zu erziehen.
Was also könnte man in der Erziehung von Jungen, denen im Erwachsenenalter ja doch häufiger mangelnde soziale Kompetenz vorgeworfen wird, besser machen?
Menschen reagieren sozial unterschiedlich. Und finden soziales Verhalten anderer dann befremdlich. Manche werfen es anderen vor, sich anders zu verhalten. Ob das so ist, steht auf einem anderen Blatt.
Es gibt sicher auch reichlich inkompetente Mütter...

Fest steht, der Großteil der Erziehung findet immer noch durch Frauen statt. Das, was nicht „genetisch“ ist, beeinflussen sie damit.

An den Rollenbildern ändert sich wenig.
Ich führe gerade Einstellungsgespräche auch mit dem Thema Gleichstellung. Die Frauen (alle Mitte 30) sind durchweg der Meinung, das hätte etwas damit zu tun, dass man Frauen ermöglicht, sich neben dem Beruf um ihre Kinder zu kümmern.
Vermutlich ist das Ganze Genetik und lässt sich nicht ändern. Vielleicht ist es auch gar nicht sinnvoll, daran etwas zu ändern?
 
  • #22
Soll das jetzt hier ein Mütter-Bashing werden?
Ach ja, wir Mütter sind an allem Schuld...
Ich habe meine drei Kinder alle gleich erzogen. Nämlich mit viel Liebe und Knuddeln und Schmusen und Fürsorge.
Mir wäre es nie in den Sinn gekommen meinem Sohn eine Babypuppe zu kaufen, er ist ja schließlich kein Mädchen sondern ein Junge.

Als zweites Kind nach meiner ersten Tochter hätte er sich ja nur eine Puppe seiner Schwester nehmen können, hat er nie gemacht.
Meine zwei Töchter haben auch kein großes Interesse an seinen Autos gehabt. Die wollten Puppenwagen schieben, die Spielzeug-Eisenbahn ihres Bruders war nur ganz kurz interessant.

Was soll das? Ein Junge ist ein Junge, ein Mädchen ist ein Mädchen. Dass es heutzutage ein drittes Geschlecht gibt ‚divers‘ ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Es gibt kein drittes Geschlecht.

Mein Sohn ist übrigens der emphatischste der ganzen Familie.
Äußerlich als erfolgreicher und begeisterter Sportler mit zahlreichen Muckis ausgestattet, innerlich ein ganzer weicher und liebevoller junger Mann, der ein riesengroßes Herz für alle Menschen hat.

Obwohl ich ihm nie eine Puppe in die Hand gedrückt habe 😉.
 
  • #23
Oh je, ich lese hier nur Mütter, Mütter, Mütter😩

Wo sind eigentlich die Väter bei der ganzen Geschichte?
 
  • #24
Dass es heutzutage ein drittes Geschlecht gibt ‚divers‘ ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Es gibt kein drittes Geschlecht.

Das kann man gerne anders sehen, oder?
Bei mir flackert gerade das Licht im Zimmer.


Obwohl ich ihm nie eine Puppe in die Hand gedrückt habe 😉.

Dann hast Du ja alles richtig gemacht und andere alles falsch.

Wo sind eigentlich die Väter bei der ganzen Geschichte?

Wir sind die Guten @Nikita09 :cool:
 
  • #25
Oh je, ich lese hier nur Mütter, Mütter, Mütter😩

Wo sind eigentlich die Väter bei der ganzen Geschichte?
Viele Väter sind nicht da. Und taugen, so traurig das ist, nicht gerade als Vorbild. Manchmal ist das eine Abwesenheit die bessere Wahl. Der oder die, der die Kinder erzieht, ist näher dran und sollte sich drum kümmern, dass sie gut geraten. Kinder lernen meist durch Vorbild, aber nicht nur, denn sonst wären wir immernoch in den 50er Jahren stehen geblieben, was manchem gefallen würde, aber gottseidank nicht so ist. Meine Tochter kommt definitiv nach mir, das ist nicht so einfach, ich darf das täglich sehen, aber es ist für ihre Psyche gut. Und macht viel Arbeit. Umkrempeln kann man die Kinder nicht, der Hype um pink und blau allerdings ist hausgemacht bzw von der Gesellschaft befördert. In pink wird man halt auch nicht ernst genommen, so sieht das dann aus. Genauso ist der Hype um den perfekten Hochzeitsantrag und den dazugehörigen Ring mir völlig unverständlich, was soll ich mit einem Ring? Mag ich nicht, sieht doof aus und ich bin keine Trophäe.
 
  • #26
Es ist nicht angeboren dass Mädchen rosa schön finden und Jungs blau. Unsere jetzige Gesellschaft will das so und dementsprechend werden die Kinder erzogen. Früher war Rosa die Farbe der Jungen. Rot war die Farbe des Mannes und Rosa dementsprechend die Farbe des "kleinen Mannes". So ändern sich die Zeiten. In 200 Jahren sind es vielleicht Gelb und Grün.
 
  • #28
Was meiner Ansicht allerdings überhaupt nicht gebraucht wird:
irgendwelche Leute, die Kindern einreden wollen, was sie doch empfinden und fühlen sollte, wie sie denken sollten ..... natürlich alles schön hysterisch korrekt
Verantwortung lernt man nicht, wenn jeder Furz vorgeschrieben wird.
Ich denke du meinst damit, dass man den Kindern auch mal was zutrauen soll. Das denke ich nämlich auch. Ich habe noch nie verstanden warum man zu Kindern bzw auch zu auch Menschen oft sagt sie können das nicht und hätten keine Erfahrung. Da frage ich mich wie jemand Erfahrungen sammeln soll wenn ihm nie jemand die Gelegenheit dazu gibt. Ich denke das ist was du gemeint hast.

Wenn jemand um Rat fragt dann kann man natürlich helfen. Trotzdem finde ich es meistens besser wenn man selbst Erfahrungen sammelt.
 
  • #29
Habe mal von einem Test gelesen, wo man Säuglingen kurz nach der Geburt 2 Fotos gezeigt hat, ein Foto mit einem Gesicht und ein Foto mit einem technischen Gegenstand. Angeblich haben die Mädchen (auch Jungen mit erhöhten Östrogenwerten), vorrangig zum Foto mit dem Gesicht und die Jungen (auch Mädchen mit erhöhten Testosteronwerten) vorrangig zu dem Technikfoto geschaut. Auch habe ich mal von Tests mit jungen Affenkindern gelesen, denen man verschiedene Spielzeuge gegeben hat. Wie auch beim Menschen war es wohl so, dass die männlichen Affen eher zum Spielzeugauto und die weiblichen Affen eher zu den Puppen griffen.

Neigungen scheinen somit nicht nur anerzogen, sondern auch durch Hormone mitgesteuert zu sein, was dann in der Gesamtheit zu Unterschieden führt.

So scheint Testosteron zu mehr Spaß am Kräftemessen zu führen. Man sieht es auch bei Tieren, dass diese schon in spielerischen Wettkämpfen ihre Hierachien innerhalb ihrer eigenen Gruppe bilden. Vielleicht erklärt das, dass Männer auch innerhalb von Freundschaften alles zum Wettkampf machen ("Grillmeister") und sich so auch Hierachien bei Männern bilden. Unterlegene Männer scheinen eher bereit zu sein, die über das Kräftemessen entstandenen Hierachien zu akzeptieren bzw. sich in seiner Gruppe den Stärkeren unterzuordnen (= Dominanzhierachien). Bei Frauengruppen bilden sich Hierachien anders und es ist eher eine Art "Krabbenkorb"-Effekt zu beobachten, wo die Gesamtheit darauf achtet, dass keiner "ausbricht" und zurück in die Mitte geholt wird. Leistungsstärke (Wettkampf) führt hier kaum zu Bewunderung und höheren Hierachie, sondern eher zu Neid und Ausgrenzung desjenigen, der "etwas Besseres" ist. Bei Frauengruppen entwickeln sich die Hierachien eher über "Geltung", was in der Gruppe als "gut" gilt (z.B. hilfsbereit, nett,...) und es werden die bewundert, die die Gruppenwerte verkörpern (= Geltungshierachien).

Wenn man vermutet, dass die Hierachiebildung innerhalb von Gruppen auch hormonell mitgesteuert werden, also auch schon 3j. Jungen über Spaßwettkämpfe und 3j. Mädchen über Gruppengeltung, dann kann man die Kinder noch so stark anders erziehen wollen, in der Gesamtheit wird sich die Natur durchsetzen. Erzieht man einen Jungen daher so, dass er in erster Linie nett sein soll und weinen darf, dann wird er innerhalb der Jungenhierachien untergehen (oder sich selber umerziehen). Erzieht man ein Mädchen zu besonderen Leistungsergeiz und andere zu dominieren, dann wird sie innerhalb von Mädchenhierachien schwerer haben (oder sich selber umerziehen).

Belohnt wird auf dem Partnermarkt zudem der, der in der jew. Geschlechterhierachie möglichst hoch steht. Der nur liebe nette Junge, der Schwächen/Gefühle zeigt und in der Dominanzhierachie untergeht, wird es auch auf dem Partnermarkt schwer haben (oder sich umerziehen). Genauso wie die nach Leistungen strebende dominierende Frau weder innerhalb der Frauenhierachie noch auf dem Partnermarkt dafür belohnt wird.
 
  • #30
Dringend aufwachen bitte, die Frauen haben diesbezüglich, überwiegend auch im 21.Jhd. das Zepter immer noch in der Hand!!
Also denkst du wenn Söhne hauptsächlich von Vätern erzogen werden würde, seien sie deiner Ansicht nach besser geraten, sozialer, emphatischer?
Wie gehen denn die jungen Frauen mit ihren Söhnen auf dem Spielplatz um?

Ein Kind muss sich selber erstmal als eigenständiges Lebewesen mit eigenen Emotionen wahrnehmen, dass die eigenen Gefühle in Ordnung sind.
Die Emphatiefähigkeit entwickelt sich ab einem Alter von ca. 4 Jahren, wenn man sein Kind und die Gefühle des Kindes nicht ernst nimmt, wie soll ein Kind dann emphatisch werden? Man muss sein Kind ernst nehmen, liebevoll im Umgang mit diesem sein, ein gutes Vorbild, völlig egal ob Junge oder Mädchen. Das Kind lernt durch eigene Erfahrungen, Vorbildern und dadurch Dinge selber zu wiederholen.

Ich denke Empathielosigkeit liegt generell an falschen Erziehungsmethoden.

Es ist nunmal so, nur eine Frau kann biologisch ein Kind austragen, es stillen und eine Frau verdient meist in gleicher Position weniger Geld.

Ich denke du meinst damit, dass man den Kindern auch mal was zutrauen soll. Das denke ich nämlich auch. Ich habe noch nie verstanden warum man zu Kindern bzw auch zu auch Menschen oft sagt sie können das nicht und hätten keine Erfahrung.
Fängt doch schon bei Kleinkindern an, es muss schnell gehen also macht Muddi alles, Kind bekommt keine Mitbestimmungsmöglichkeiten, dabei kann ein Kleinkind sehr wohl auch schon mitbestimmen und nebenbei wird noch die Selbstständigkeit gefördert, zb. zwei von Mutti zusammengestellte Outfits hinlegen und das Kind darf auswählen welches es anziehen möchte, dem Kind den Lappen geben damit es sich selber nach dem Essen den Mund abwischen kann etc. als Elternteil bleibt man dabei und wenn man sieht das wird nicht fragt man das Kind ob man helfen darf oder wenn es nicht sofort klappt kann man das Kind motivieren es nochmal zu versuchen.

Mein Sohn ist sehr auf mich fixiert, ganz normal wenn das Kind den ganzen Tag nur mit einem Elternteil zusammen ist, zb. wollte ich mich gestern Abend ausruhen alleine (mein Mann hätte aufgepasst, Kind ins Bett gebracht) aber mein Sohn hat so geweint und „Mama-Mama“ gerufen als ich den Raum verlassen wollte, was soll ich dann machen, bin dann geblieben, so ist das eben wenn ein Vater selten zuhause ist und wenn er denn zuhause ist eher mit anderen Dingen beschäftigt ist.

W 27
 
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