• #61
Du schreibst jetzt nicht, ob du bereits in einer psychologisch begleitenden Behandlung bist. Das würde ich dir unabhängig von der 15kg Frage wirklich empfehlen. Das ist auch keine Schwäche, du bist in einer sehr schwierigen Situation.
Tapfer hast du durchgehalten, da gibt es auch keine Patentlösung.
Wenn du die Möglichkeit hast, eine Reha zu machen oder unabhängig davon, kann Kunst-oder Musiktherapie sehr hilfreich sein. Ich bin mir sicher, dass deine positiven Gefühle noch da sind sie sind nur unter sehr viel Kummer, Angst und wahrscheinlich auch Frustration , Wut etc. Verborgen. Musik spricht unsere Seele an. Du musst da nicht viel tun, und die Gefühle können wieder ins fließen kommen. Auch Körpertherapeutisch kann man sehr viel machen, dass Gefühle angesprochen werden, zb Wassertherapie, wo man vom Therapeuten getragen wird.
 
  • #62
Beim ersten Blick dachte ich oh nein........ verwarf ich die Bedenken und wollte schauen ob mehr daraus werden kann. 6 Wochen später erhielt ich eine schwerwiegende, medizinische Diagnose.
Lieber FS,
eigentlich war ich ja auf Deiner Seite.. Nur Dein letzter Post verwirrt ich doch etwas. Zumal Du bei Deinem ersten Post o. a. geschrieben hattest. Das Du Anfangs sehr verliebt warst und ihr eine tolle Zeit hattet, hast Du mit keinem Wort erwähnt. Ich denke auch deshalb, die teilweise empörten Antworten.
Auch ich hatte nach Deinem ersten Post den Eindruck, Du könntest Deine Lebensgefährtin lediglich wegen Ihrer Figur nicht lieben.
In Deiner letzten Aussage negierst Du dieses, und behauptest nun, es wäre aufgrund Deiner Krankheit...
Für mich läßt dies im Moment nur folgenden Schluß zu:
Entweder, Du stehst nicht mehr zu Deiner anfänglichen Aussage, es läge an der Figur Deiner Freundin oder Dir ist tatsächlich erst jetzt bewußt geworden, daß Deine Gefühlsarmut wohl an Deiner Erkrankung liegt (wobei ich das nicht glaube, da Du offensichtlich ja zu sexuellen Gefühlen fähig bist)..
Mein Tip für Dich wäre einfach ehrlich zu Dir selber zu sein und dann entsprechend handeln - ohne Rücksicht auf moralische Bedenken...
 
  • #63
Ne ich glaube, der FS hat nicht als erster damit angefangen, er hat sich darüber aufgeregt, dass er wegen seiner Situation demütig sein sollte.

Ich gehöre ja auch zu denen, die sich darüber aufregt, dass schlimme Krankheit einen Dankbarkeit und Demut beibringen sollen oder dass man dankbar und demütig durch schlimme Krankheit werden muss.

Ich habe doch mir durch den Kopf gehen lassen, was das Wort "Demut" bedeutet.

Ich habe ein Zitat von Albert Schweizer gefunden: Demut ist die Fähigkeit, auch zu den kleinsten Dingen des Lebens emporzusehen.

Langsam glaube ich! Man muss wirklich eine gewisse Demut im Leben entwickeln, wenn man eine schlimme Situation überstehen hat und dem eigenen Leben noch was Positives abgewinnen möchte. Wenn man das nicht macht, dann versucht man nur mit dem Kopf durch die Wand zu rennen und man hat noch weniger was von seinem Dasein.

Egal ob der FS zu der 35% gehört oder nicht, er hat nur zwei Möglichkeiten, entweder kämpfen oder sterben. Es bringt nichts sich das alte Leben und die Möglichkeit von damals zu wünschen, denn die gibt es nicht mehr und die werden nie wieder kommen.
 
  • #64
Demut bedeutet, das anzunehmen, was ist. Sich selbst nicht als bedeutsamer zu empfinden, als andere Menschen. Anzuerkennen, dass auch das eigene Schicksal im Vergleich immer relativ ist. Wo kommen wir hin, wenn wir unsere Schicksale und Leidensgeschichten gegeneinander aufwiegeln wollten? Ich bin wertvoller/bedeutsamer, weil meine Diagnose schwärzer ist? Du hast ja keine Ahnung und kannst dir kein Urteil erlauben, weil du genau diese Erfahrung, die ich gerade mache, nicht machst? Was ist schlimmer? Krebs, Autounfall, plötzlicher Kindstod?
Demut bedeutet, sein Schicksal anzuerkennen.
Hochmut bedeutet, sich mit Hilfe seines eigenen Schicksals anderen Menschen gegenüber zu erhöhen oder zu erniedrigen.

w 45
 
  • #65
Ps.: Somit würde ich Belladonnas Gedanken folgend sagen:
Auch ein totkranker Mensch kann sich hochmütig verhalten, wenn er sich selbst anderen gegenüber erniedrigt, indem er sagt: ich bin viel ärmer dran, als ihr. Und im Gegensatz dazu kann ein Mensch, der noch nie vom Leben gebeutelt wurde und immer Glück hatte, demütig sein, indem er sich anderen gegenüber nicht erhöht, nur weil er Glück im Leben hatte und anerkennt, dass auch ihm jederzeit Unglück widerfahren könnte.

w 45
 
  • #66
Du hast ja keine Ahnung und kannst dir kein Urteil erlauben, weil du genau diese Erfahrung, die ich gerade mache, nicht machst? Was ist schlimmer? Krebs, Autounfall, plötzlicher Kindstod?
Ammm... hast Du Dir durchgelesen, was Du geschrieben hast!

Wir wissen auch nicht genau was der FS durchmacht. Er hat auch nicht gesagt, dass kein anderer was schlimmes erlebt hat. Er hat auch zu keinem gesagt; mein Schicksal ist schlimmer als Deines, weil ich das und das erlebt habe und Du nur das oder das.

Ein Autounfall kann von einer kleinen Beule im Auto bis zum Tod sein und vieles mehr dazwischen.

Krebs ist nicht gleich Krebs!

Für die meisten Menschen, die das Kind haben wollte, ist sicher das, das Schlimmste, was sie sich vorstellen können. Für einen Menschen der keine Kinder hat oder haben will, hat es wahrscheinlich keine große Bedeutung.

Vor 3/4 Jahr ist mein Opa gestorben, für meine Oma ist die Welt untergegangen. Ihr ging es so schlimm. Sie hat zu meiner Mutter gesagt; sie würde am liebsten mit unter die Erde krabbeln. Sie ist auch ins Krankenhaus gekommen, mit Verdacht auf Herzinfarkt. Sie hat eine Weile so sehr gelitten, dass ich mich fragte, ob sie das überlebt. Für sie gab es eine Weile nichts schlimmeres.

Es ist eine sehr dumme Frage! Welches Schicksal ist schlimmer. Die Situation, in der man gerade selber steckt und wo das eigene Leben oder das Leben eines geliebten Menschen bedroht ist oder er stirbt, die ist für einen das Schlimmste was es gibt.

Wenn man für sich raus finden wollte, welche Situation die Schlimmste ist, dann müsste man alle diese Situation erlebt habe, um eine Rangliste machen zu können.

Für den FS ist seine Situation gerade schlimm und er versucht einen Weg für sich zu finden, wie er damit umgehen soll.
 
  • #67
@ Belladonna
Es war eine rhetorische Frage. Es tut mir leid, wenn das falsch verstanden wurde. Ich meine genau das, was Du mit Deinen Beispielen von Deiner Oma etc. belegst. Schicksalsschläge und deren Verarbeitung sind immer eine individuelle Angelegenheit. Eben etwas sehr Persönliches.
Mein Post bezog sich auf Demut. Diese schließt ja Trauer, Verzweiflung, Hadern...nicht aus. Dennoch steht dann am Ende dieses Prozesses die Akzeptanz. Bleiben wir zulange im Widerstand stecken, können wir das, was noch da ist, nicht mehr wertschätzen.
 
  • #68
Die Frau wusste vom ersten Tag, dass der FS auf schlanke Frauen steht. Sie ist freiwillig ins Krankenhaus gegangen und hat ihn besucht. Sie hat sicher geholfen, wenn sie für ihn da ist, dann wird dem FS ihr Gewicht egal sein.

Dieses Verhalten wird vom FS auch hier im Forum erwartet. Warum oder sollen Krankheit einen demütig machen, warum darf man keine egoistischen Wünsche haben?

FS, hier kann keiner Dir sagen wie es weiter gehen soll! Vielleicht bist Du in zwei Jahren nicht mehr am Leben. Möchtest Du dann alleine sein? Hast Du ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil Du sie nicht liebst? Hast Du Angst alleine gegen die Krankheit kämpfen zu müssen? Hoffst Du dass sie noch abnimmt?

Ich bin nicht der Meinung, dass Du die Frau ausnutzt. Ich glaube, die Frau hat Deine Situation ausgenutzt und hat sich, auch zu Deinem Glück, sich eine Beziehung mit Dir erschlichen.

Schlimme Krankheit machen einen nicht automatisch dankbar und demütig, sie machen einen wütend, verzweifelt, sauer. Man erfährt nicht automatisch durch eine Krankheit was wichtig im Leben ist.
Der psychische Stress verhindert das Abnehmen und den hatte sie mit ihm! Sie musste nicht bei ihm bleiben, denn es gibt auch Männer, die auf mollige Frauen stehen und das weiss seine Freundin auch und hätte sich von ihm trennen können, als er krank wurde!

Es ist so, dass eine Krankheit einen Menschen nicht demütig macht - zumindest nicht sofort - sondern wütend, fassungslos, verzweifelt und hoffnungslos! Auf einmal bricht alles zusammen und ein Mensch - und das werden wir alle wird - schlagartig mit der Endlichkeit des eigenen Lebens konfrontiert.

Letztlich bleibt auch für ihn die Frage unbeantwortet: was nutzt ihm eine schlanke Frau - wo er selber die Ästhetik verloren hat -wenn er mit ihr nicht glücklich werden kann und nur eine Vorzeigefrau braucht? Für was? Für die Würmer, die uns alle unter der Erde fressen werden? Er, der tot krank war, ist nicht in der Lage, solche Ansprüche zu stellen, sondern nur wenn er gesund geblieben wäre. Ein Blick in den Spiegel und auf die alten Fotos zeigen die Realität, seine Realität! Die Menschen würden am liebsten den Tod vergessen und verdrängen. Wer ihn verdrängt verpasst das Leben.

Nach dem Prinzip: ich kann nicht erwarten, was ich selbst nicht bieten kann!
 
  • #69
Wir wissen auch nicht genau was der FS durchmacht. Er hat auch nicht gesagt, dass kein anderer was schlimmes erlebt hat. Er hat auch zu keinem gesagt; mein Schicksal ist schlimmer als Deines, weil ich das und das erlebt habe und Du nur das oder das.
...
Es ist eine sehr dumme Frage! Welches Schicksal ist schlimmer. Die Situation, in der man gerade selber steckt und wo das eigene Leben oder das Leben eines geliebten Menschen bedroht ist oder er stirbt, die ist für einen das Schlimmste was es gibt.

Wenn man für sich raus finden wollte, welche Situation die Schlimmste ist, dann müsste man alle diese Situation erlebt habe, um eine Rangliste machen zu können.
Das hat er nicht gesagt aber irgendwie spürt man seine Haltung. Viele Menschen beginnen zu jammern und sich unbewusst zu vergleichen, treten wie in eine Art Wettbewerb: "Oh mein Gott, wen hat das Schicksal schlimmer getroffen?"

Es ist unsinnig die Lebensbiografien zu vergleichen, weil jede Biographie völlig anders ist auch wenn es zwei mal die gleiche Krankheit ist! Jeder Mensch ist ein Unikat, unverwechselbar und deshalb kann man sie gar nicht vergleichen: unverwechselbar in ihrem Glück und auch in ihrem Unglück! Aber viele machen das sind sehr viele stellen sich da aus wäre ihr Schicksal das schwerste auf der Welt! Dabei sind wir nur kleine Ameisen, Atome im Verhältnis zum Universum. Wir als Individuen enden, wir werden nicht mehr hier auf der Erde sein eines Tages.
 
  • #70
Auch ein totkranker Mensch kann sich hochmütig verhalten, wenn er sich selbst anderen gegenüber erniedrigt, indem er sagt: ich bin viel ärmer dran, als ihr. Und im Gegensatz dazu kann ein Mensch, der noch nie vom Leben gebeutelt wurde und immer Glück hatte, demütig sein, indem er sich anderen gegenüber nicht erhöht, nur weil er Glück im Leben hatte und anerkennt, dass auch ihm jederzeit Unglück widerfahren könnte.
Ein todkranker Mensch wäre nicht hochmütig, wenn er sich mit jemandem vergleicht, der einen Unterschenkel verloren hat. Warum? Weil ein beinamputierter Mann auch 80 werden kann, während der andere vielleicht schon mit 42 gestorben ist/sterben wird.

Objektiv betrachtet ist sein Schicksal tatsächlich schlimmer! Subjektiv vermutlich auch ausser er hat sich mit dem Schicksal versöhnt, hat mit seinem eigenen Leben Frieden geschlossen - egal wie es ist. Da kann der andere sein ganzes Leben mit dem Schicksal hadern und jammern, dass sein Schicksal schlimmer ist auch wenn objektiv betrachtet das gar nicht stimmt!

Es kommt nur auf die Einstellung gegenüber dem Leben an, auf die Einstellung sich selbst und dem eigenen Schicksal gegenüber. Und auch auf die Frage, die sich jeder stellen sollte - egal ob krank oder gesund: "was mache ich aus dem Leben und die Jahre, welche mir hier auf der Erde geschenkt wurden?"
 
  • #71
Genau! Ich habe das nicht gesagt und bitte auch darum nicht irgendetwas zu interpretieren und hinein zu deuten. Ich vergleiche mein Schicksal nicht mit anderen. Auf diese Idee bin ich bisher nicht gekommen. Ich jammer auch nicht. Ich versuche nur meine Situation irgendwie zu verarbeiten und die Gedanken zu sortieren.

@Belladonna
Danke. Es tut gut zu lesen dass ich verstanden werde.

@Solo70
Dann habe ich das Wort Demut im falschen Zusammenhang benutzt. Was ich gemeint habe, hatte ich mit meiner Beschreibung der Geschwindigkeiten gemeint. Ich hoffe, es kam rüber was ich damit ausdrücken wollte.
 
  • #72
Guten Morgen,

wie ein Mensch mit einer schweren Krankheit, mit sich und seiner Umwelt umgeht, ist auch schon vorher charakterlich geprägt.
Ich begleite gerade selber seit mehreren Monaten einen lieben Menschen auf dem Weg in die Unendlichkeit und habe es auch schon mehrfach in meinem langen Leben getan. Ich habe diese Menschen und jetzt auch aktuell, jedesmal als demütig und dankbar erfahren und als große Bereicherung für mich, erlebt. Sie waren aber auch zu Lebzeiten schon von entsprechenden charakterlichen Zügen geprägt.
 
  • #73
@Belladonna
Danke. Es tut gut zu lesen dass ich verstanden werde.
Ich selbst habe eine chronische Erkrankung die aber nicht tödlich ist und benutze für die Mobilität einen Rollstuhl aber laufe zu Hause! Bin infolgedessen für die meisten Männer eine Frau zweiter Wahl oder nur als Affäre gut genug und du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr es deine Freundin schmerzt zu spüren, dass du sie nicht lieben und akzeptieren kannst wie sie ist. Gebe sie bitte frei damit, sie eine Chance hat, einen Mann kennen zu lernen, der sie lieben und akzeptieren kann, ohne sie verändern zu wollen. Ich weiss zu gut wie verdammt es wehtut, wenn man sich verliebt aber nicht gleich geliebt wird.

Aber bei allen deinen Beiträgen erkenne ich selbst keine Erkenntnisse, was im Leben wirklich zählt! Für die meisten Menschen ist es wohl unvorstellbar, dass eine feine und reine Seele viel wichtiger ist als der Körper selbst! Ich meine damit vor allem die Emotionen, ob sie negativ oder positiv sind bzw. wie man sich fühlt und zwar unabhängig davon, ob man selbst übergewichtig oder untergewichtig ist, ob man Arme oder Beine hat. Denn von uns bleibt am Ende des Lebens nichts übrig - ausser Asche in der Urne oder Knochen im Sarg - insofern spielt es keine Rolle wie der Körper ist.

Das eine Krankheit einen Körper verändert ist unbestritten und das ist am schrecklichsten beim Krebs. Als mein Vater krebskrank war so hatte meine damals vierjährige Nichte Angst gehabt vor ihrem eigenen Grossvater, weil er so abgemagert und ganz verändert ausgesehen hatte und es weh getan hat ihn anzuschauen - den körperlichen Zerfall. Da sagte er als er sich rasiert hatte: "kein Wunder hat die Kleine Angst vor mir, ich sehe wie ein Affe aus!" Es schmerzte schrecklich meinen Vater so zu sehen, es schmerzte am Ende ein Skelett mit Haut zu sehen.

Aber etwas blieb unverändert: sein Wesen, sein Geist, seine Seele das blieb unverändert, er blieb für mich, wie er war bis zum letzten Lebtag und er behielt seinen Humor sogar im Sterbebett! Wie er mit der Krankheit, mit dem Tod und im Sterbeprozess umgegangen ist war für mich vorbildlich und beeindruckend.

Das ist was von einem Menschen sogar im Sterbebett übrig bleibt, sein Geist, seine Seele, sein Wesen, seine Persönlichkeit - das was ihn ausmacht!
 
  • #75
Aber bei allen deinen Beiträgen erkenne ich selbst keine Erkenntnisse, was im Leben wirklich zählt!
Was zählt im Leben wirklich? Ich halte die Gesundheit für mit das wichtigste im Leben, wenn sie weg ist, fehlt viel Lebensqualität.

Für jeden Menschen zählt was anderes im Leben.

Ich finde es auch, es ist ein Unding, vom FS zu verlangen sich zu trennen, weil er seine Freundin nicht wirklich liebt. Wenn er mit der Frau ehrlich umgeht und ihr nicht sagt; ich liebe Dich über alles, wenn er es ihr so sagt, wie er es hier gesagt hat, dann liegt es in ihrer Hand, ob sie die Beziehung weiter führt.
 
  • #76
Was zählt im Leben wirklich? Ich halte die Gesundheit für mit das wichtigste im Leben, wenn sie weg ist, fehlt viel Lebensqualität.
Darauf hast du aber überhaupt keinen Einfluss kein Mensch hat das, ob er gesund bleibt oder nicht. Und ich kenne keinen einzigen Menschen, der sich auch nur eine Grippe selbst aussuchen würde, ganz zu schweigen von anderen schweren Krankheiten.

Das ist einfach Schicksal und dem Schicksal kannst du nicht entkommen - sagt man in meinem Land. Und die Krankheiten selbst - je nachdem wie schwer sie sind - sind eine riesengrosse Belastung und auch ein Unglück aber das kann man selbst innerlich überwinden und das ist dann weniger ein Problem. Das grössere Problem sind eigentlich die gesunden Menschen, wie sie darauf reagieren, wenn ein anderer aus ihrem Umfeld krank wird. Sie bekommen unbewusst Angst, weil sie wissen dass ihnen das auch passieren kann und diese Angst lässt sie auf Abstand zum Erkrankren gehen. Deshalb verlieren sehr viele kranken Menschen auch Freunde oder Partner.

"zum Leben gehört auch das Leid, der Schmerz, die Krankheiten und Behinderungen und wir können oft das Leid nicht verhindern" sagte mir der Psychiater als ich einmal Therapie machte.
Und genau diese Tatsache wollen die meisten Menschen nicht akzeptieren.

Doch, ich finde der FS sollte diese Frau wirklich freigeben. Er ist sicherlich dankbar und glücklich darüber, dass sie ihm zur Seite stand, obwohl sie ihn kaum kannte, er geniesst das, sogar den Sex mit ihr! Eigentlich nutzt er sie aus aber er liebt sie nicht, weil sie 15 kg zu viel hat! Sie hat Chancen einen, anderen Mann kennen zu lernen aber er viel schlechtere eine neue Freundin aussen er verschweigt ihr zu Beginn die Krankheit!
 
  • #77
Mandoline, in Deinem langen Text, hast Du mit keinem Wort geschrieben, auf was es im Leben ankommt. Du erklärst nur, dass die gesunden Menschen, das Problem sind.
Das grössere Problem sind eigentlich die gesunden Menschen, wie sie darauf reagieren, wenn ein anderer aus ihrem Umfeld krank wird.
Das Leid ist genauso ein Teil des Lebens, wie die Freude und das Glück. Natürlich können wir nicht alles Leid verhindern. Im Leben geht es aber nicht darum möglichst viel Leid zu ertragen, um dadurch ein besser Menschen zu werden. Leid macht das Leben nicht lebenswert, es ist eher das Gegenteil.

Nein, es liegt in den Händen der Freundin, ob sie so eine Beziehung leben will. Warum sollte der FS sein Leid künstlich vergrößern. Wenn er ehrlich ist, ist es nicht seine Schuld. Du willst ja nur dass er sich trennt, weil Du Ihre Situation nachempfinden kannst. Und Du kannst mit dem was im FS vorgeht, nichts anfangen. In Deinen Augen ist es falsch, was er fühlt oder wie er sich benimmt. Dich stört es dass er seinem alten Leben nachtrauern.
 
  • #78
@FS ich habe eigentlich eine Frage an dich und zwar interessiert es mich aus welchen Gründen deine Exfrau eine Affäre begonnen hatte? Du beschreibst dich als ein Mann, der ihm ein perfekter schlanker Körper immer am wichtigsten war und das nur eine schlanke Frau für ihn als Freundin/Partnerin in Frage kam.

Vermutlich war deine Exfrau schlank und blieb wahrscheinlich schlank während der gesamten Ehe ansonsten hättest du dich vermutlich von ihr getrennt, oder?

Was hat also deiner Frau in der Ehe gefehlt, dass sie eine Affäre begonnen hatte? Wenn eine Frau, die verheiratet ist eine Affäre beginnt, so ist das immer ein Zeichen, dass diese Frau einen Mangel empfindet! Hat sie vielleicht gespürt, dass du nur an der Oberfläche geblieben bist und damit meine ich nur am Körper hängen geblieben bist? Kann es sein, dass deiner Frau mehr die Tiefe und die Emotionalität gefehlt hatten, mehr Geist und Seele vermisst hatte und dass sie das bei einem anderen Mann gesucht und gefunden hatte?

Sicherlich erinnerst du dich, worüber sich deine Frau beklagt haben musste während eurer Ehe, was sie unglücklich, traurig machte. Wenn es das war, was die meisten hier vermuten, dass es dir nur um oberflächliche Kriterien (körperliches Aussehen) in einer Liebesbeziehung geht, so ist es auch nicht verwunderlich, dass deine jetzige Freundin keine Lust mehr hat, mit dir zu schlafen. Sie spürt - aber vermutlich liebt sie dich und bleibt sie auch bei dir ansonsten würde sie abhauen - dass dir an ihr nichts anderes auffällt und du an ihr nichts wertvolles findest und fixiert nur auf die 15 kg bist, die sie verlieren sollte.

Ich stelle dein ästhetisches Empfinden nicht in Abrede, denn das habe ich auch aber bedenke: selbst wenn du nicht krank geworden wärest, so wird jeder Mensch älter, verliert Haare, bekommt graue Haare und Falten, verliert mit dem Abfall des Testosterons auch Muskelmasse und er sieht nicht mehr so schön aus, wie mit 25. Wir werden nicht junger, frischer und auch nicht schöner! Niemand von uns und wir können den natürlichen Alterungsprozess nicht stoppen.

Dürfen wir wissen, wie alt ihr beide seid?
 
  • #79
Das ist was den sogenannten Randgruppen das Leben zur Hölle macht, nicht das was und wie sie selbst sind. Wen wundert es dann, das sie nicht mehr leben wollen und Suizid begehen?
Also Dein Hass auf die vermeintlich Gesundungen, ist extrem! Ein Mensch muss zuerst sich selber und sein Schicksal akzeptieren, bevor die Akzeptanz von anderen erwarten sollte.

Der FS ist doch jetzt krank und man könnte brutal sagen: in die Tonne mit ihm! Aber er ist immer noch ein Mensch und auch er hat die gleichen Wünsche und Bedürfnisse und auch er möchte geliebt und akzeptiert werden genauso, wie er ist aber er wiederum selbst akzeptiert nicht seine Freundin!
Es liegt in der Natur des Meschen, in der Natur des Lebens, dass man selber akzeptiert werden möchte oder wenn Du das auf andere Lebewesen erweiterst, überleben möchte. Es passiert automatisch, dass wir das was wir nicht mögen ablehnen. Der FS steht doch auch in einem Zwischpalt, zwischen dem was er jetzt ist und dem was er gerne wäre oder haben möchte aber nur haben kann.

Menschen die sich selber umbringen, die machen das nicht weil sie von anderen nicht akzeptiert werden, sie mögen das Bild nicht, was sie von sich selber haben. Auch ein gesunder Mensch bekommt nicht alles was er sich wünscht oder gerne hätte.

Du siehst es doch am FS, auch kranke Menschen versuchen für sich das Optimum rauszuholen und sind oft frustriert, weil sie nicht mehr die Möglichkeiten haben, wie die, als sie noch gesund waren.

Natürlich ist ein kranker oder behindertet Mensch, ein Mensch und er ist soviel wert wie jeder Mensch! Denn das Leben ist unbezahlbarer. Du kannst aber andere Menschen nicht dazu zwingen sich mit ihm zu befassen. Jeder Mensch muss sich seine Möglichkeiten selber schaffen und die Chancen nicht von anderen erwarten.
 
  • #80
Du liebst sie nicht und das spürt sie! Sie spürt, dass du sie ablehnst wegen der Figur, Und ich bin 100% sicher, dass sie deswegen nicht abnimmt, weil das ein unbewusster Protest ist dir gegenüber. Vermutlich denkt sie: "ich liebe ihn und akzeptierte trotz der Krankheit und der schlechten Prognose, blieb bei ihm und er lehnt mich ab wegen meines Gewichtes." Ihre Art zu sagen: "liebe und akzeptiere mich, wie ich bin". Ich glaube auch, dass sie sich selbst an ihrem Gewicht stört und ich glaube auch, dass sie selber abnehmen wollte aber sie wird nur dann zum Umdenken kommen, wenn du wirklich fähig bist, sie so zu nehmen, wie sie ist. Veränderungen sind erst dann möglich, wenn man zunächst alles so akzeptiert, wie es ist und nicht gegen Windmühlen kämpft. Erst wenn du sie lieben und akzeptieren kannst, und ihr das zu spüren gibst, wird sie viell. von alleine die Motivation finden für sich aber nicht für dich abzunehmen.

Wie bei mir, dann erst als ich die Krankheit genauso akzeptiert habe, wie die Muttermale auf meiner Haut - für die ich auch nichts kann -, konnte ich meine Energie in völlig andere Sachen stecken, denn es gibt noch viel mehr auf dieser Welt als nur eine Krankheit und 15 kg zu viel. Es hängt nur von dir ab, worin du deine Gedanken, deine Wünsche, deine Bedürfnisse und deine Energie steckst!

Was sie von dir unbewusst erwartet, ist eine Gegenleistung: leave me or love me! Das gleiche was auch sie getan hat.
 
  • #81
Du beschreibst dich als ein Mann, der ihm ein perfekter schlanker Körper immer am wichtigsten war...
Bitte höre auf zu spekulieren und zu interpretieren. Ich schrieb lediglich, dass ich auf der Suche nach einer schlanken Partnerin war. Das mir ein perfekter, schlanker Körper am wichtigsten ist, steht nirgendwo da es nicht so ist!

Ich wollte noch auf die anderen Fragen antworten, aber das inzwischen nicht mehr wichtig. Heute war mein monatlicher medizinischer Check und ich kann jetzt davon ausgehen nicht zu den 35% zu gehören.
 
  • #82
Bitte höre auf zu spekulieren und zu interpretieren. Ich schrieb lediglich, dass ich auf der Suche nach einer schlanken Partnerin war. Das mir ein perfekter, schlanker Körper am wichtigsten ist, steht nirgendwo da es nicht so ist!
Es bleiben uns Leser hier keine andere Möglichkeiten, als zu interpretieren und zu spekulieren, weil wir zu wenig Informationen haben über dich und über deine vergangene Ehe.

Du kannst dich jetzt auch ruhigen Gewissens trennen, wo du eine positive Nachricht bekommen hast. Und dir nach deinem Geschmack eine schlanke Partnerin suchen.

Und in der Tat, wenn dir ein schlanker Körper nicht am wichtigsten wäre, so hättest du das gar nicht zum Thema gemacht und hier eine Frage gestellt, oder? So hätte dich das gar nicht gestört und du hättest deine Freundin so akzeptiert, wie sie ist, denn sie hat das auch getan. Das ist doch ein Widerspruch in sich! Durch deine Frage hier entstand aber dieser Eindruck und zwar nicht nur bei mir.
 
  • #83
Lieber FS, das tut mir sehr leid für dich ...

Ich habe aufmerksam mitgelesen und habe das Gefühl, dass du deine "Gefühlstaubheit" auf diese eine Sache projiziert hast. Wäre diese nur anders, dann wäre alles gut.

Aber wahrscheinlich würde sich an deinen Gefühlen oder Nicht-Gefühlen nichts ändern, wenn deine Partnerin abnehmen würde, weil das Problem in dir selbst liegt.

Ich hatte einen Bekannten, bei dem im Alter von 27 Jahren ein Hirntumor diagnostiziert wurde. Nach einer Phase der Verzweiflung mit Selbstmordgedanken hat er beschlossen, sein restliches Leben zu leben so gut er kann. Er hat alles genossen, was er noch tun konnte. Seine Sportart musste er aufgeben, stattdessen fuhr er dann Inliner-Rennen. Er war unglaublich offen, freundlich und tiefsinnig und man merkte ihm an, dass es ihm wichtig war zu fühlen und auszukosten.

Er hat 12 Jahre überlebt. Und ich glaube, diese Jahre hat er intensiv gelebt. Obwohl er wusste, dass es nicht lange dauern konnte. Das würde ich dir wünschen.