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  • #31
Ich möchte nicht in 5 Jahren zur Paartheraphie gehen um dann gesagt kriegen, vor 4 Jahren hätte man was machen können. Jetzt ists aber durch.
Ja genau! Deshalb jetzt!

Aus einer eingefahrenen Situation hilft entweder ein ziemlich harter cut damit einem die Erkenntnis kommt, hopla so ist das!
Aber zugegebenermaßen seine Frustration wegen mangelndem Sex war mir damals nur sehr wenig bewusst.
Das ist im Extremfall eine Trennung (wozu ich nie so vorschnell raten würde), selbst eine emotionale Abschottung kann nach hinten los gehen.
Oder jemand außenstehendes zeigt euch einen anderen Blickwinkel auf.

Ich habe mich von diesem Mann auch aus diesem Grund einige Jahre später getrennt trotz Haus und Kind und allem.
@Joggerin : Ich kenne deine Geschichte nicht. Aber jetzt im Nachhinein, wie hätte sich der Mann verhalten sollen, damit er zum einen wieder sexy für dich wird und zum anderen du nicht hinter jeder seiner Handlung Hintergedanken vermutest? Vielleicht hilft es @Robert123 draus ein besseres Handeln abzuleiten?

Auf der Couch liegt sie meistens in meinem Arm, dennoch spüre ich eine gewisse emptinale Distanz. Wenn ich versuche, intimer zu werden blockt Sie meist ab.
Ich vermute, nicht jeden Abend erfolgt eine intime Annäherung, aber das Zusammenliegen auf der Couch ist zur Routine geworden, wahrscheinlich sogar die Zuneigungen (Streicheln etc.). Auch wenn es gar nicht als "Vorspiel" einer intimeren Annäherung gedacht ist, wird es einfach gar nicht mehr registriert.
Von daher, irgendeine dauerhaftere Veränderung muss her, sonst ändert sich nix.
 
  • #32
Aug der Couch liegt sie meistens in meinem Arm, dennoch spüre ich eine gewisse emptinale Distanz. Wenn ich versuche, intimer zu werden blockt Sie meist ab.
Vielleicht denkt sie, sobald du sie streichelst: "Oh nein, jetzt will er schon wieder Sex!" Für Frauen ist es abturnend, wenn sie das Gefühl haben, der Mann ist nur nett, damit er Sex bekommt. Das haben hier schon andere angedeutet. Sie möchte um ihrer selbst willen gemocht werden und nicht nur das Gefäß zum Füllen sein, um es mal so zu formulieren, denn durch die (vielleicht von dir unbewusste und gar nicht beabsichtigte und so gemeinte) Reduktion auf Sex wird sie als an sich liebenswertes Individuum entwertet und beliebig austauschbar gemacht.

Hast du schon mal versucht, sie ganz ohne Erwartungen zu streicheln und zu massieren? Vielleicht würde es dir helfen, wenn du mal versuchst, mit ihr zu kuscheln und schmusen, ohne dass du den Wunsch hast oder zeigst, dass daraus mehr wird. Einfach als liebevolle Geste, um ihr was Gutes zu tun und deine Liebe zu zeigen. Denn wenn frau denkt: "Oh, er krault und massiert mich jetzt nur, weil er Sex will", ist das nicht immer schön. Klar, manchmal stehen wir Frauen auch drauf, die Lust und das Verlangen des Mannes zu spüren, weil wir uns dann begehrt und attraktiv fühlen, aber andererseits sollte der Mann auch nicht notgeil und sexfokussiert wirken. Du machst das vielleicht nicht mit Absicht, aber dadurch, dass du so auf Entzug bist, strahlst du wahrscheinlich aus, dass du das Kuscheln auf dem Sofa am liebsten in ein Vorspiel zum Sex wandeln würdest. Und das jedes Mal. Das kann anstrengend und nervig sein. Versuche es mal mit absichtsloser Zuneigung, ohne Druck und Erwartungshaltung.
 
  • #33
Generell find ich aber, dass es an sich ganz gut klingt mit dem Kümmern ums Kind.

Ich habe mich auf seinen Bericht bezogen. Danach arbeiten beide Teilzeit und kümmern sich 50/50. Die Kleine ist ein Jahr alt. Da schlafen Kinder in der Regel durch. Er schreibt, sie wechseln auch nachts ab.
Ich denke, für manche Frauen scheint schlicht unvorstellbar, dass der Mann sie zeitweise wirklich ersetzen kann. Die wollen vielleicht auch gar keine echte Aufteilung, weil sie das wohl als Bedrohung ihrer Daseinsberechtigung empfinden?

Aber sie haben doch noch Sex? Also, es ist ja nicht so, als ob gar kein Sex oder einmal im Jahr stattfindet...

Er beklagt sich über die „Pflichtübung“ und darüber, dass die Initiative praktisch nur von ihm ausgeht.

Schön zu lesen, dass Du Dich hãlftig beteiligst, klingt für mich allerdings nach 'so, ich hab jetzt den Müll runter gebracht - jetzt aber'... 🙄

Er schreibt klar von Teilzeit, 50/50-Aufteilung und wechselnden Nächten. Kann da nicht sein, was nicht sein darf?
 
  • #34
Wen ich hier lese dass dem TE zum Fremdgehen geraten wird anstatt seine Probleme zu lösen- dafür ist der TE Manns genug, der ein oder andere User nicht!-
dann kann ich mich nur fragen wo das geistige Niveau hin ist?!

Gekrönt wird das Ganze dann mit dem Heilmittel- Besuch im Swingerclub!

GENAU die Frau hat keine Lust, was eignet sich da besser als ein Swingerclub *KopfandieWand*

Ob sie monogam ist scheint hier ebenfalls keiner zu hinterfragen?!

Und zu Guter Letzt eine inständige Bitte:

Leute die meinen ein Swingerclub löst Paarprobleme, die mögen bitte selbigen mit ihrem Besuch verschonen!

Dem TE wünsche ich den Mut zur knallharten Offenheit aus der hoffentlich was Gutes erwächst!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #35
Ich gebe dem FS den Tip, sich sexuellen Ersatz (natürlich keine Ersatzfrau) zu suchen und keine Druck mehr auf sie zu erzeugen.

Fremdgehen ist dann das endgültige Aus.
Ihr meint doch nicht, dass das unbemerkt bleibt?
Emotionale Abgrenzung?

Die Frage ist, ist generell etwas wieder zu finden, was verloren gegangen ist - da mag eine Paartherapie helfen.
Die Beiden können ja miteinander reden.

Schwierig ist es, wenn das Begehren verschwunden ist - das kann wieder kommen, wenn die Partnerschaft passt.

Wichtig finde ich es, den Druck heraus zu nehmen, und zu klären, wo sind die Stellschrauben.

Ist es Erschöpfung durch Kind, Arbeit, Schlafmangel? Dauernder Schlafmangel geht an die Substanz.
Dieser Work Modus, schwer abschalten können, emotionale Distanzspricht stark für eine permanente Überlastung. Da muss ein Weg raus gefunden werden, und das geht nicht von heute auf morgen.
Dieser Work Modus ist der Ausgangspunkt für einen irgendwann folgenden Burnout.

Wo ist Nähe - seelische, körperliche?
Diese Nähe muss stimmen, damit es auch sexuelle Nähe, Begehren gibt.
Bewusst körperliche Nähe, ohne Sex. Der Hinweis von Joggerin ist wichtig, daß habe ich genauso erlebt.
Mein Ex wollte nur Nähe, wenn er sexuelle Absichten hatte - das war mir zuwenig, meine Lust auf ihn schwand so auch.

Schauen, dass man zusätzlich bewusst Paarzeiten findet. Gemeinsam etwas unternehmen, woran beide Freude haben, miteinander lachen können, jenseits des Alltags.

Und ich fände es genauso wichtig, dass jede*r sein Eigenes hat, Zeiten für sich. Sich selbst wieder bewusst werden,, was will ich, was fühle ich, wer bin ich.

Sie sagt, sie vermisst den Mann, in den sie sich verliebt hatte - was vermisst sie?

Hast Du durch die fehlende Bewegung deutlich an Gewicht gewonnen? Dann schau zu, dass Du wieder zum Sport findest, Outdoorsport geht durchaus.
Mittelschwere Depression, das macht es auch für sie nicht einfach, wie äußert sich diese? Was brauchst Du, um wieder raus zu kommen?
Denn auch das alleine kann eine Partnerschaft sehr belasten.
Man ist in depressiven Phasen nicht so wie sonst.

Ich denke, es gibt viele Faktoren bei Euch - ich würde Euch wirklich eine Paartherapie empfehlen, und dann ins Handeln kommen.
Und Dir für Dich, Sport, Bewegung - hilft auch gegen den schwarzen Hund, und aktiv gegen die Depression angehen.
Für sie den Weg aus der Überlastung finden, der Work Modus ist die Strategie gegen Überlastung, ein zu hoher Preis und für Euch langfristig das Aus.

Fremdgehen allerdings ist keine Lösung, genau so wenig auf Distanz zu gehen.
Damit wäre es dann vorbei.
Die Distanz ist schon da, es braucht im Gegenteil die Wege zueinander.

W, 51
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #36
Gekrönt wird das Ganze dann mit dem Heilmittel- Besuch im Swingerclub!
GENAU die Frau hat keine Lust, was eignet sich da besser als ein Swingerclub *KopfandieWand*

Ein ärgerlicher Kommentar

Alles kritisieren aber selbst keine Lösung und keinen Tip anbieten !

Ich habe das zwar als Beispiel genannt aber das nicht als direkten Tip gegeben.
Aber selbst wenn man das so liest und sich dann künstlich aufregt:

Weisst DU denn ganz genau , ob die Frau nicht vielleicht sogar darauf steht?

Vielleicht sucht die Frau des FS im grunde genommen gerade durchaus sexuelle Anziehung, kann aber bei ihrem Mann nicht fündig werden. Dann wäre das u.A. eine Möglichkeit diesem Bedürfniss innerhalb der bestehenden Beziehung nachzukommen.

Mein Kernpunkt ist:
Es ist ein Problem und es müssen Lösungen her.
Dafür muss der FS im Gespräch Möglichkeiten anbieten, damit die Frau auf ihn zugehen kann.
Sie muss aber auch erkennen, dass da eine große Gefahr lauert und sie erkennen dass sie sich bewegen muss.

Es ist alles besser, als wenn die Beziehung mit kleinem Kind nun auseinanderläuft.

Es reicht auch nicht, wenn der FS mal eben noch ein paar Jahre auf erfüllenden Sex verzichtet.
Das was gerade läuft ist ja auch schon nicht gut (Er hat ja das gefühl, dass sie ihn nur aus Pflicht ab und zu mal drüberrutschen lässt)

Leute! Der FS ist 28 !

Da geht es nicht mit abundzu mal Sex zuzulassen.
Da kann er auch gleich ganz schlussmachen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #37
Alles kritisieren aber selbst keine Lösung und keinen Tip anbieten

Nun, wenn DAS Lösungen sein sollen?

Fehlende Sexualität ist nicht die Ursache bei Schwierigkeiten in Partnerschaften, es ist ein Symptom.
Da fehlt es an Nähe, und zwar mindestens auf emotionaler Ebene. Intimität hat viele Seiten, Sexualität ist für die meisten Frauen zumindest nur erfüllend, wenn in allen Intimität gegeben ist.
Die fehlt hier.

Er hat eine mittlere Depression, sie hat einen Funktuinsmodus aufgrund von Überforderungen.
Da geht es nicht um fehlenden Sex, sondern um ganz etwas anderes, da gehört das gesamte Leben, die Lebensweise auf den Prüfstand.

Swingerclub ist schon sehr speziell, einer jungen erschöpfen Mutter vorzuschlagen, zur Auffrischung des Sexuallebens es dort mal zu versuchen?!
Nu, kann man machen - nach so einem Vorschlag dürfte eine Paartherapie obsolet sein, und der Trennungstermin nur noch Formsache.

W, 51
 
  • #38
Oder wie würdest du es interpretieren wenn jegliche Berührungen wie Umarmen, Streicheln, Massieren immer mit eindeutig sexuellen Handlungen ergänzt werden mussten?
Das funktioniert sicherlich auch so, dass Du es auch nicht zu schätzen gewusst hättest, wenn er Dinge angeleiert hätte ,welche nur indirekt auf Sex abzielen, z.B. Hotelaufenthalt zusammen gebucht ...etc

Ich glaube, dass alle Foristen , welche hier schreiben
"Der ... Partner hättes nur dies und jenes nicht (oder doch) machen müssen , oder sich ganz besonders partnerschaftlich engagieren und schon klappt es wieder dem Sex"
sich selbst belügen und zwar in dem Bewusstsein, dass sie die Beziehung (auf welche sie in diesen Situationen nicht selten angewiesen sind) nicht verlieren wollen. Das ist leider am Ende auch ein taktisches Spiel.
Oft ist die Libido im Eimer und da nützt Selbstbelügen eher wenig .

Schwierig ist es, wenn das Begehren verschwunden ist - das kann wieder kommen, wenn die Partnerschaft passt.

Aber der Partner braucht auch eine Perspektive, wie und wann es "wieder kommen kann ".

Aber das Entscheidende ist, dass man auch etwas dafür tut und nicht einfach nur abwartet, bis es wieder besser wird. Die Gefahr ist nämlich, dass die Beziehung mit ihrer Dynamik dauerhaft in eine Schieflage gerät (Konkret: Einer wird zum Bittsteller beim Sex und wendet sich irgendwann ab)
Dies befürchte auch beim FS.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #39
Intimität hat viele Seiten, Sexualität ist für die meisten Frauen zumindest nur erfüllend, wenn in allen Intimität gegeben ist.
Die fehlt hier.

Der FS hat eigentlich genau im Gegenteil dargelegt, dass er vieles macht um Nähe und Intimität zu erzeugen.

Daran kann es nicht liegen.
Und wenn er es nicht so macht, wie sie die Nähe gerne hätte, dann ist es IHRE Aufgabe darzustellen, was er statt dessen tun soll.

Es sei denn, ihr ist es egal, wenn es bald gar nicht mehr funktioniert, weil er sich dann von ihr quasi endgültig abgewendet hat.
 
  • #40
Er schreibt klar von Teilzeit, 50/50-Aufteilung und wechselnden Nächten. Kann da nicht sein, was nicht sein darf?
Gleichberechtigte Aufteilung ist erstmal, damit der "Laden" läuft! Er erwartet mE eine Gegenleistung. So läuft das aber nicht. Dann wird Sex klar zur Pflichtveranstaltung.
Ich denke, es wird zu sehr auf der Arbeitsaufteilung rumgeritten, als hätte er sich damit etwas verdient, ohne auch nur annähernd auf ihr Befinden einzugehen.
Was bleibt bei 50/50 noch an Arbeit für jeden? Lässt mE darauf schließen, dass die Arbeit nicht der Auslöser sein kann. Eher eine allgemeine Überforderung oder Unzufriedenheit, zu der sein Schmollen noch beiträgt.

Was sich aufdrängt wird zunehmend uninteressanter.
 
  • #41
Ich denke auch, dass das Problem nicht das neue Leben mit dem Kind ist, sondern sie etwas Anderes an dir massiv stört. So ähnlich wie, wenn Eltern ihr Kind vorschieben, um nicht auf eine Feier gegen zu müssen, auf die sie keine Lust haben.

Durch deine Depressionen, dein Gaming-Verhalten, TZ-Arbeit etc. strahlst du für sie etwas Unerotisches aus. Vielleicht fehlt ihr einfach ein starker Mann an ihrer Seite. Du solltest daher an deiner Männlichkeit arbeiten. Indem du versuchst ihr alles Recht zu machen, wird es m.E. nur schlimmer. Das ist nicht männlich!!
 
  • #42
Ich kann nur den Kopf schütteln angesichts der Anspruchshaltung, die hier einige an den Tag legen. Von wegen „als Partnerin muss sie ihm mindestens xxx mal in der Woche Sex geben“. Und dann wird teils noch von Frauen abgewogen, ob 2-3 mal Sex in der Woche akzeptables Verhalten von der Frau sind oder nicht.

All diesen Leuten sei gesagt: Keiner der Partner muss irgendwas. Und wenn mein Partner sagen würde, er will fortan aus ethischen, moralischen, zeitlichen (oder weiß der Geier warum) Gründen gar keinen Sex mehr, wäre das für mich auch ok. Es ist der Mann, für den ich mich entschieden habe und dann trage ich es selbstverständlich mit, wenn er nicht körperlich werden will und erzwinge keine Intimität. Es ist sein Körper und er ist nicht verpflichtet, irgendwas damit für mich zu tun. Ansprüche hab ich keine. Was kommt, muss freiwillig zu einem kommen - nur dann darfst Du es in Empfang nehmen. Liebe, Zuneigung muss ich ihrer selbst wollen geben, nicht mit dem Hintergedanken, etwas dafür bekommen zu wollen. Bei allem muss ich mich fragen: Wie geht es meinem Partner damit? Will er das auch? Genießt er es wirklich oder erzwinge ich etwas? Wussten alles schon die Buddhisten.

Auch geht der FS überhaupt nicht darauf ein, wie es sich auf die Beziehung auswirkt, dass er depressiv ist. Das wird im Nebensatz erwähnt, der fehlende Sex hingegen über mehrere Zeilen ausgewalzt. Völlig verkehrte Welt.

Unverschämt finde ich auch, dass man der Frau unterstellt, ihm das Kind untergejubelt zu haben. Mit 28 ist er jünger, aber trotzdem ein reifer Mann mit einem Repertoire an Vorstellungen vom Leben, Erfahrungen und Erkenntnissen. Und natürlich muss man sich nicht über drei Jahre kennen und lieben, um abschätzen zu können, ob man ein Kind aufziehen kann gemeinsam als Paar. Ich bin knapp ein Jahr in meiner Beziehung und sehe meinen Partner sehr Realistisch mit all seinen Stärken und Schwächen. Wenn man genau hinschaut, sieht man das Meiste schon bei den ersten Dates! Als Erwachsener kann man also nach einem Jahr Beziehung durchaus sagen, was es heißt mit dieser Person Kinder zu kriegen.

w32
 
  • #43
Er erwartet mE eine Gegenleistung. So läuft das aber nicht. Dann wird Sex klar zur Pflichtveranstaltung.
Am Ende ist es dass in jeder Paarbeziehung zwischen Frau und Mann, der Fall, wenn nichts anders vereinbart wurde. Ohne Sexualität ist die eigentlich Motivation für die Beziehung hinfällig und man müsste nun etweas anders vereinbaren. Mann kann am langen Ende sonst nur die Beziehung auflösen.

Wir haben auch gerade in letzter Zeit viele Beispiele hier, wo es umgekehrt läuft (z.B. bei @Blume94) und die Frau in dieser Hinsicht vernachlässigt wird.

Dort wurde der Mann (welcher sich anderweitig befriedigt, allerdings ohne dabei fremdzugehen) dafür stark kritisiert und klar als Hauptschuldiger für die Satuation herausgestellt .

Das passiert interssanterweise hier nun nicht, da ist die mangelnde Libido der Frau (und vor allem der Wille, irgendetwas daran zu ändern) plötzlich entschuldbar und der FS soll sich verändern (ohne aber zu sagen, wie nun eigentlich).
 
  • #44
Gleichberechtigte Aufteilung ist erstmal, damit der "Laden" läuft! Er erwartet mE eine Gegenleistung. So läuft das aber nicht. Dann wird Sex klar zur Pflichtveranstaltung.
Ich denke, es wird zu sehr auf der Arbeitsaufteilung rumgeritten, als hätte er sich damit etwas verdient, ohne auch nur annähernd auf ihr Befinden einzugehen.

Ich reite nur darauf herum, weil mangelnde Unterstützung ja oft als sicher auch relevantes Beispiel für "keine Lust" gebracht wird. Liegt hier nicht vor.

Er erwartet keine "Gegenleistung". Sex ist keine "Gegenleistung", nicht mal eine "Leistung", auch wenn Frauen das hier immer wieder als ihre eigene "Leistung" beschreiben. Sex ist Bestandteil einer Beziehung. So wie Kommunikation. so wie Interesse am anderen, wie gemeinsame Unternehmungen, gemeinsame Ziele. Da gibt es nichts aufzurechnen, am Mangel zeigt sich nur, dass die Beziehung nicht mehr funktioniert.
Als Mann kann ich ja auch nicht mehr mit meiner Partnerin reden und als dafür zu erbringende Leistung erwarten, dass sie mehr Geld verdient.

Deswegen habe ich ja auch geraten, daran zuerst zu arbeiten. Ansprechen und ggf. eine Paarberatung in Anspruch nehmen. Hier haben beide ein Problem mit der Beziehung. Vorwürfe a la "Er hat den Müll nicht runtergebracht" bringen da wenig.

Sex darf nicht als "Pflichtveranstaltung" erwartet werden. Enthaltsamkeit aber auch nicht. Letztlich ein Zeichen, dass die Beziehung nicht mehr funktioniert. Nach dem, was er schreibt, ist er sehr bemüht, daran etwas zu ändern. Einen Beitrag von ihr beschreibt er nicht.
Eltern können dann aus meiner Sicht nicht einfach auseinanderlaufen. Eine Verpflichtung haben sie gegenüber ihren Kindern, im Zweifel eben vorrangig gegenüber einer funktionierenden Beziehung. Natürlich wird das Problem der Beziehung nicht durch Fremdgehen gelöst. Das Problem des fehlenden Sex für ihn schon und für die Beziehung an sich hat es keine Relevanz oder ist im Grunde sogar positiv, weil er dann auf ihre "Pflicht" verzichten kann. (Wobei mir schon klar ist, dass die Partnerin damit auch nicht zufrieden sein wird und das anders sehen würde).
 
  • #45
Hallo,

Bist du sicher, dass vor der Schwangerschaft alles okay war?
Das sich mit Kindern alles verändert ist klar. Das Kind steht erstmal im Fokus und ihr beiden verliert euch einander. Du unterstützt sie doch. Frag sie doch einfach mal, was sie sich Wünscht oder verbringt mehr zeit alleine, falls möglich. Kommt da nichts konkretes oder weicht aus, weißt du Bescheid, dass der Ofen aus ist. Du machst und tust, stellst sogar das Zocken ein aber ändern wird sich nichts. Sie steht nicht mehr genug auf dich bzw. Stark nachgelassen .
 
  • #46
Ich habe mich auf seinen Bericht bezogen. Danach arbeiten beide Teilzeit und kümmern sich 50/50. Die Kleine ist ein Jahr alt. Da schlafen Kinder in der Regel durch.
Bei meinen Freunden nur sehr selten. Da müssen die Mütter ganz oft nachts hin, weil die kleinen aufwachen. Wohlgemerkt die Mütter, weil die Kinder nach den Müttern schreien - mit einer Ausnahme, da muss der Vater aufstehen. Dieses nächtliche Aufstehen schlaucht extrem, und es ist halt jedes Baby anders. Wie das hier ist, hat der FS nicht weiter ausgeführt. Der Freund meiner Freundin würde auch sagen, er macht 50%, was ja irgendwie auch stimmt, aber die schlauchenden Sachen (nachts, wenn das Kind nicht zu beruhigen ist usw) macht eben sie, weils nicht anders klappt momentan.
Deswegen habe ich ja auch geraten, daran zuerst zu arbeiten. Ansprechen und ggf. eine Paarberatung in Anspruch nehmen. Hier haben beide ein Problem mit der Beziehung. Vorwürfe a la "Er hat den Müll nicht runtergebracht" bringen da wenig.
Dem stimme ich auf jeden Fall zu.
Wir haben auch gerade in letzter Zeit viele Beispiele hier, wo es umgekehrt läuft (z.B. bei @Blume94) und die Frau in dieser Hinsicht vernachlässigt wird.
Dort wurde der Mann (welcher sich anderweitig befriedigt, allerdings ohne dabei fremdzugehen) dafür stark kritisiert und klar als Hauptschuldiger für die Satuation herausgestellt .
Ich finde die Situation nicht so eindeutig vergleichbar. Der Mann von Blume befriedigt sich ja selbst an anderer Stelle, er hat also einen sexuellen Drang. Die Freundin des FS hier mit großer Wahrscheinlichkeit momentan eben nicht. Hier gibt es ein wirklich noch kleines Kind, das neue Leben als Familie muss sich erst einspielen. Also das ist nochmal eine andere Situation für mich. Wobei ich wirklich sage: Ich verstehe, wenn in einer Beziehung da auf Dauer ein Ungleichgewicht herrscht, dass da einer nicht mit leben kann; könnte ich wahrscheinlich auch nicht, und sich trennt, wenn Paartherapie und Gespräche nichts bringen. Wenn sich der andere zum Sex zwingt, obwohl er eigentlich gar keine Lust hat, ist das für mich aber eben keine Lösung; Sex ist keine Pflicht, kann aber eben ein Trennungsgrund sein.
Auch geht der FS überhaupt nicht darauf ein, wie es sich auf die Beziehung auswirkt, dass er depressiv ist. Das wird im Nebensatz erwähnt, der fehlende Sex hingegen über mehrere Zeilen ausgewalzt. Völlig verkehrte Welt.
Das finde ich allerdings auch. Und die Verfechter von "geh fremd" und "Sex ist dein Recht" machen keine Bemerkung zu einer Depression, die sich extrem auf Beziehungen und auch Attraktivität des FS auswirken kann.
 
  • #47
In jünger...und das war ich als ich Kinder bekam...fand ich oft nicht die richtigen Worte um ein Gefühl zu beschreiben.
Und ich dachte Andeutungen würden reichen, damit der andere " versteht".

Heute könnte ich sagen, wo Mann anders ist, als der in den mich verliebt habe.
Ggf ist er nicht mehr humorvoll oder charmant, wir reden nicht mehr über interessantes etc.
Ich zb bin in einer langjährigen Beziehung nicht gut ins Bett zu bekommen, wenn es ohne Kick im Kopf passiert.
Kein reden, kein lachen, nicht mehr miteinander flirten....nichts was vorher als Paar passiert, ausser: ich bin da, greif zu.

So muss der FS ja nicht sein, es ist nur ein Beispiel, was hinter Andeutungen stecken kann.
Wie wichtig es ist, dass selbst benennen zu können und dann offen zu besprechen.
Und das will gelernt sein

Die Frage an uns, sollte der Partnerin gestellt werden....
Wenn ich für Dich anders bin, was vermisst Du denn? Zb

Sich jetzt schon Hilfe zu holen fände ich völlig richtig!
Denn mit der scheinbaren falschen Kommunikation, macht man mehr falsch als man gewinnt.
Du zockst zuviel ist ein Vorwurf der nichts bringt....
Die Zeit hätte ich lieber
Oder ich finde es nicht sexy und deshalb mag ich nicht schmusen, wenn Du direkt vom PC kommst....

Die Gespräche wären wohl besser, würden sie moderiert werden.

Gibt's zzt auch online;-)
 
  • #48
Bei meinen Freunden nur sehr selten. Da müssen die Mütter ganz oft nachts hin, weil die kleinen aufwachen. .

Hier geht´s aber nicht um Deine Freunde, sondern um das, was beim FS passiert. Wir lesen ja oft genug von Männern, bei denen klar ist, dass sie sich überhaupt nicht kümmern. Ich glaube auch nicht, dass Kinder unter 1 Jahr oft explizit nach der Mutter rufen. Das sind wohl eher Halluzinationen der Mütter, die sich für unentbehrlich halten...

Wie das hier ist, hat der FS nicht weiter ausgeführt. Der Freund meiner Freundin würde auch sagen, er macht 50%, was ja irgendwie auch stimmt, ...

Klare Aussage dazu:

Du kannst das in Frage stellen. Aber ob das bei Deinen Freunden anders ist, hat dafür genau so viel Relevanz wie der berühmte Sack Reis...

Der Mann von Blume befriedigt sich ja selbst an anderer Stelle, er hat also einen sexuellen Drang. Die Freundin des FS hier mit großer Wahrscheinlichkeit momentan eben nicht.

Bei @Blume94 ist die Beziehung grundlegend im Eimer. Der Mann hat daher offenbar kein Interesse mehr an ihr. Ich lese auch bei @Blume94 nichts von Zusammenarbeit bis hin dazu, dass finanzielles Chaos herrscht. Solange @Blume94 es noch ganz bequem hat, beschwert sie sich zwar, aber ändert nichts.
Hier scheint mir die Beziehung noch nicht am Ende zu sein, aber sie verschlechtert sich. Es ist dringend erforderlich, daran etwas zu tun.

Hier gibt es ein wirklich noch kleines Kind, das neue Leben als Familie muss sich erst einspielen.

Bei @Blume94 dürfte das Kind ungefähr gleich alt sein. Im April war es ein paar Monate alt.
 
  • #49
Unser Zusammenleben gestaltet sich so gut wie möglich 50/50. wir arbeiten beide teilzeit aktuell, ich bringe das kind in die Kita...

Lieber FS,
dass ihr 50/50 macht, das ist bei einem einjährigen Kind ja wohl klarer Fall üblicher männlicher Fehleinschäztung.
Das mag vielleicht grad heute so sein, wo das Kind abgestillt ist, aber ihre Zurückweisung besteht ja seit über einem Jahr und ist gewachsen.
Du kannst also nicht das hier und jetzt betrachten, sondern musst Dir den Verlauf angucken.

Kein Mann macht bei einem Baby 50/50 - geht garnicht. Du bist bei Schwangerschaft, Geburt und Stillen schonmal komplett raus. Das musste sie komplett ohne Dich rocken. Also wieviel mal willst Du in einem Jahr den Geschirrspüler ausgeräumt oder auch die Windeln gewechselt haben, um auf 50/50 zu kommen? Vergiss diese Behauptung die nächsten Jahre einfach, um ein Konfliktfeld weniger zu haben.

Ich habe das Gefühl, das Sie mich bzw Charaktereigenschaften von mir nicht oder nicht mehr anziehend findet. Sex ist für Sie eine Pflichtveranstaltung
Sex wird zur Pflicht, wenn frau den Mann nicht anziehend findet. Also musst Du gucken, ob Du das, was sie an Dir ablehnt ändern willst und kannst.

Ihr seid holterdipolter zusammengezogen weil es sich durch Sachzwänge so ergab (der schlechteste aller Gründe) statt es wirklich zu wollen. Ratzfatz die Schwangerschaft und sofort Belastungen, ohne eine gemeinsame Basis zu haben und sich zu kennen.
Nun lernt sie Dich unter Last kennen und findet Dich/Deinen Charakter doch nicht so gut - der ganz normale Verlauf des Kennenlernens. Daran, dass man sein Gegenüber kennenlernt scheitern die meisten Beziehungsversuche in den ersten 2 Jahren. Ihr liegt also voll in der Norm.

Ich denke, es greift der Altersunterschied. Die Frau ist Mitte 30, also schon recht alt für eine Erstgebährende - vermutlich griff darum der "Zufall". So groß ist euer Altersunterschied nun nicht, aber trotzdem scheint sie in einer komplett anderen Lebensphase zu stecken als Du und das sieht sie jetzt.
Du wirkst ausgesprochen pubertär: zocken mit Freunden, auf dem Sofa lümmeln und netflixen, Teilzeitjob, depressiv, no Sports seit Monaten (bist Du gelähmt oder warum kannst Du Dich nicht sportlich betätigen?).
Da fragt sie zu Recht, wo der Mann hin ist, in den sie sich verliebt hat. Das aber ist ihr Irrtum/ihr falsches Bild von Dir, was Du nicht zu verantworten hast. Du bist, wie Du bist und darfst so sein und wenn es ihr nicht passt, muss sie sich einen anderen Mann suchen.
 
  • #50
das Baby ist einfach keine Ausrede.
Erst recht nicht für den Mann.
Und es ist auch nicht immer hilfreich, sich gottweißwie um die Frau bemühen, das macht oft (unbewusst) noch unattraktiver.

So hab ich das auch nicht gemeint und ich wusste da auch noch nicht wie die Aufteilung der beiden ist.

Für mich gehört Sexualität zu einer Beziehung auch dazu, aber wenn man sich nicht mehr miteinander verbunden fühlt, jeder in seiner Welt ist und/oder genervt ist/ sich unverstanden fühlt.. was auch immer, dann will man so viel Nähe einfach nicht zulassen.

Mann soll auch nicht der Frau alles recht machen, jeder muss zum Zug kommen und glücklich sein, es gilt herauszufinden wo das grundsätzliche Problem liegt, warum die beiden sich nicht mehr so nah sind wie vor der Geburt.
Die beiden haben doch Abende Zeit für sich, das finde ich total gut und auch wichtig.
FS hast du dich mal gefragt warum deine Frau nicht abschalten kann? Ist sie vielleicht überfordert oder steckt vllt sogar ein gesundheitliches Problem dahinter, wenn man innerlich immer unruhig oder oder aber immer total müde und K.O.

Und scheinheilig der Frau/denn Mann etwas gutes tun zu wollen kommt auch immer blöd an und dann könnte es so sein, dass Frau/ Mann denkt dann der/die will nur Sex...
man kann niemanden zu etwas zwingen, alles muss aus freien Stücken passieren und man sollte es gerne machen, ohne Hintergedanken für den Partner und die Beziehung.

Fremdgehen finde ich total daneben, eine einfache Rechnung kommt mir dabei in den Sinn.. dann hattest du 1-2 vllt auch öfters deinen Spaß, ja toll... aber macht dich das am Ende glücklicher? Ich denke nicht, ich kann und möchte meinem Mann/ Partner nicht fremdgehen, ich erwarte selbiges auch von ihm.

Wenn du deiner Freundin mit Swingerclub ankommst wird sie dich vermutlich disqualifizieren..

Such ein ruhiges, ehrliches Gespräch und frag wie es ihr geht, was man ändern kann, was sie belastet und erzähle auch du ihr von deinen Wünschen, wenn sie sich dir geöffnet hat. Versuch sie zu verstehen und ich hoffe sie wird dich dann auch verstehen. 🍀

@Lebens_Lust mein Sohn ist 15 Monate alt.

Die Finanzen werden in geordnete Bahnen gebracht, ich dachte ich stelle erstmal ein paar Berechnungen an, bevor ich meinem Mann Geld gebe damit er mich in Ruhe lässt, wir haben darüber gesprochen und eine Lösung gefunden. Er hat Einsicht gezeigt, dass er schon über die Stränge schlägt, ab jetzt alles nur noch gemeinsam und mit Absprache und von meiner Rücklage bekommt er nichts, das ist meine eiserne Reserve.
 
  • #51
Und naürlich muss man sich nicht über drei Jahre kennen und lieben, um abschätzen zu können, ob man ein Kind aufziehen kann gemeinsam als Paar. Ich bin knapp ein Jahr in meiner Beziehung und sehe meinen Partner sehr Realistisch mit all seinen Stärken und Schwächen.
Natürlich MUSS man nicht drei Jahre oder was in dem Dreh warten, und ich glaube dir auch, dass du deinen Partner gut einschätzen kannst. Ich meine auch, dass ich meinen ebenfalls nach nur wenigen Treffen gut einschätzen konnte. Trotzdem ist es meiner Meinung nach allgemein besser, wenn man zumindest zwei, drei Jahre wartet, bevor man Kinder kriegt, weil man sich dann eben trotzdem noch besser kennenlernt und noch eine schöne Paar-Zeit nur zu zweit ohne Kind erleben kann. Man baut dadurch Vertrauen und schöne Erinnerungen auf, worauf man später in Krisenzeiten zurückgreifen kann. Ich finde, es kann nur positiv sein, zu zweit schon mal Streitigkeiten und Krisen erlebt und überwunden, gemeinsame Urlaube nur zu zweit miteinander verbracht zu haben etc., bevor ein Kind kommt, einfach weil man dann mehr Erfahrungen zu zweit in verschiedenen Situationen gemacht hat. Und ja, viele Paare trennen sich nach zwei, drei oder fünf Jahren, eben weil dann die erste Euphorie endet und sie merken, dass sie doch nicht gut zueinander passen, Probleme feststellen. Ist nur etwas blöd und ungünstig, wenn dann schon ein Kind da ist, das macht die Trennung schwieriger. Wenn alle meine Freunde nach nur 1 Jahr Beziehung schon ein Kind gekriegt hätten, gäbe es jetzt sehr viele Alleinerziehende oder unglückliche Partnerschaften, die nur wegen des Kindes noch bestehen. Deswegen habe ich das mit den mind. 3 Jahren gesagt. Im Grunde ist es ja einfach und schadet nicht zu warten, wenn man sowieso für immer zusammen bleiben will, warum also überstürzen? Auf ein, zwei Jahre mehr kommt es ja nicht an.

Ist hier in der Diskussion aber sowieso irrelevant, das Kind ist da. Und wenn ein Kind da ist, ist es ja auch schön. Ich selbst würde keineswegs unterstellen, dass der Verhütungsunfall inszeniert war, weil ihre biologische Uhr so laut tickte, vielleicht ist das Kondom gerissen oder sie waren beim Fummeln unvorsichtig, kann ja alles wirklich vorkommen.

Vielleicht spielt tatsächlich der Altersunterschied eine Rolle und sie -- Mitte 30 voll im Leben und mit Kind -- findet den unreifen, depressiven Teenie, der lieber Computerspiele zockt als sich mit ernsten Themen zu beschäftigen und sie mehr zu unterstützen, plötzlich nicht mehr so attraktiv, hätte lieber einen "Fels in der Brandung", auf den sie sich verlassen kann und der Stabilität und Sicherheit gibt und Ruhe und Souveränität ausstrahlt bei all dem Stress und den Herausforderungen. Tut mir leid, das war jetzt etwas gemein formuliert. Der FS scheint mir sehr anständig und innerlich reif zu sein, ich wollte trotzdem diese Möglichkeit aufzeigen.
 
  • #52
Am Ende ist es dass in jeder Paarbeziehung zwischen Frau und Mann, der Fall, wenn nichts anders vereinbart wurde.
Nee nee, da hast Du mich falsch verstanden (hoffe ich!).
Sex gehört zur Beziehung, den kann ich aber nicht einfordern weil ich mich gleichwertig an der Arbeit beteilige (im Sinne von Entlohnung).

Die Situation ist immer noch überschaubar beim FS. Wäre vordergründig doch die ehrliche Frage an seine Frau wert "Wie geht es Dir?" kein weil, oder ich...
Fragen - ausreden lassen - später ist der andere dran.
Hier wird die Lösung gesucht, obwohl das Haupt-Problem für mich nicht offensichtlich ist. Zumal sie vermutlich ein Problem hat und gleichzeitig für seins verantwortlich gemacht wird. Da geht bei beiden gerade das persönliche Interesse am anderen verloren.
 
  • #53
...dass ihr 50/50 macht, das ist bei einem einjährigen Kind ja wohl klarer Fall üblicher männlicher Fehleinschäztung.

Kein Mann macht bei einem Baby 50/50 - geht garnicht. Du bist bei Schwangerschaft, Geburt und Stillen schonmal komplett raus.

Das nimmt natürlich jedem Mann von vorneherein die Chance, jemals auf "Augenhöhe" zu kommen. Dann können wir es gleich bleiben lassen. Wenn wir mal von den biologisch nicht änderbaren Details ausgehen: Nach der Geburt findet Stillen für ein paar Stunden am Tag statt. Das kann man ausgleichen oder eben abpumpen.
Ansonsten würde ich zustimmen, dass die Verteilung im Regelfall so ist, dass die Frau einen erheblich höheren Anteil hat. Das ist aber nicht zwingend und wie es beim FS ist, kann ich nur aufgrund seiner Angaben beurteilen. Teilzeitarbeit für beide und eine gleichmäßige Aufteilung der Nächte spricht schonmal nicht für ein völliges Ungleichgewicht. Da geht es hier vielen Frauen wohl eher um die "Hoheit" über dieses Gebiet. Es gibt ja auch genügend, für die kommt abgeben von Aufgaben gar nicht in Frage. Dann kann frau sich aber auch nicht beschweren.
 
  • #54
Aber der Partner braucht auch eine Perspektive, wie und wann es "wieder kommen kann ".
Kirovets, du bist doch seit einiger Zeit da und das Thema Sex kam schon öfters in verschiedenen Treads. Zwei Sachen willst du dennoch nicht verstehen. Erstens, wenn Mann über fehlenden Sex klagt, dann muss er so machen, wie es Frau will und nicht wie der Mann sich vorstellt, wie es Frau will. In diesem Fall braucht Mann Ratschläge von Frauen, nicht von Männern. Deine Sichtweise ist verständlich, hilft dir und anderen Männern genau.. Null.
Zweiter Punkt - Gleichberechtigung hin oder her, es gibt nun mal psychologische und physiologische Unterschiede zwischen Mann und Frau, besonders , was Sex angeht. Frau funktioniert nicht auf Knopfdruck oder bei bestimmten Technicken, wie der Mann, sondern sie muss in der Stimmung sein. Wie schon manche Frauen bemerkt haben - Sex ist für den Mann Stress Bau und Entspannung und Frau muss ERST entspannt sein um Sex zu haben. Ausserdem kommt sie langsamer, in der Regel, in die Fahrt und muss dahin zuerst geführt werden. Frauen wollen kein Sex mit dem Mann nicht, weil er den Müll nicht runtergebracht hat, sondern WEIL sie in der schlechter Stimmung sind, weil er den Müll nicht rausgebracht hat, unaufmerksam war oder direkt zum Sex ohne Vorspiel übergeht. Für Frau ist Sex Nähe, physische zwar, aber Nähe, und für den Mann ist das salopp gesagt wie Pinkeln oder Essen - er hat Druck und muss den loswerden.
 
  • #55
Am Ende ist es dass in jeder Paarbeziehung zwischen Frau und Mann, der Fall, wenn nichts anders vereinbart wurde. Ohne Sexualität ist die eigentlich Motivation für die Beziehung hinfällig und man müsste nun etweas anders vereinbaren. Mann kann am langen Ende sonst nur die Beziehung auflösen.

Was hast Du für eine Sicht auf Partnerschaften?
Rhetorische Frage, wir kennen Deine Auswahlkriterien und das, was Du über DEINE Partnerschaft schreibst.

Aber bei anderen ist es anders.
Natürlich ist Sex keine Pflichtveranstaltung, sondern eine Form von Intimität, die beiderseits freiwillig passiert und beiden Freude machen sollte.
Ansonsten passt die Partnerschaft nicht.

Und es ist eine Form der Intimität - sich nahe sein erfolgt nicht nur durch Sex. Emotional vor allem, und körperlich.
Es gibt Zeiten, da kann die sexuelle Komponente in den Hintergrund treten - wenn es für beide trotzdem passt, ist es ok.
Der Grund der Partnerschaft ist Bindung.

Ein Problem gibt es nur, wenn eine*r was anders möchte, als der/die andere.

Für mich geht Partnerschaft ohne emotional Nähe gar nicht, und auch körperliche Nähe, Zärtlichkeit, etc. ist mir ein wichtiges Element, ohne das für mich keine Partnerschaft denkbar wäre.

Die sexuelle Passung bildet den Dreiklang, sexuelle Passung bedeutet aber auch passend bei Frequenz.

Ich denke durchaus, dass die beiden ihre Bindung verloren haben, er schreibt ja selbst, dass er Schwierigkeiten hat, emotionale Nähe zu ihr herzustellen.
Nicht als Vorwurf, als Fakt.

@Blume94, super. Ein Schritt zumindest
Trotzdem, wirklich ernstgemeint, Deine Themen wirst Du so nicht los, Du wirst Dich stellen müssen - irgendwann kommt der Moment, wo Du, wenn Du den Moment nicht wählst, vom Leben dazu gewungen wirst. Dann wird es aber fies.

W, 51
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #56
Du wirkst ausgesprochen pubertär: zocken mit Freunden, auf dem Sofa lümmeln und netflixen, Teilzeitjob, depressiv, no Sports seit Monaten (bist Du gelähmt oder warum kannst Du Dich nicht sportlich betätigen?).
findet den unreifen, depressiven Teenie, der lieber Computerspiele zockt als sich mit ernsten Themen zu beschäftigen und sie mehr zu unterstützen, plötzlich nicht mehr so attraktiv, hätte lieber einen "Fels in der Brandung"
Das wäre auch beides meine Vermutung. Darauf steht, glaube ich, keine Frau mit kleinem Kind, Job, Haushalt. Leider ist mein Freund auch etwas übergewichtig und am liebsten auf der Couch vor der Glotze. Selbst bei ihm bin ich unsicher, ob ich Lust auf ein Kind hätte. Wenn dann noch Zocken, Depressionen, Teilzeit bzw. wenig anspruchsvoller Job hinzu kämen als WEITERE Schwächen oben drauf, würde ich den Mann denkbar unattraktiv finden und hätte auch keine Lust, ihm nahe zu kommen. Wenn jemand sagt, wo ist der Mann, in den ich mich verliebt habe, ist ja eigentlich das Problem benannt. Und das hat nichts mit 50/50 Aufteilung zu tun. Frauen (und mit Kindern sowieso) stehen mehr auf Macher, die Energie haben, fleißig sind, organisieren können, Geld verdienen, von alleine mitdenken, neugierig auf das was in der Welt geschieht sind (Ausstellungen, Politik, Literatur), ihnen auch neue Dinge im Leben zeigen können... Keine trägen Personen, die sich für jede Tat im Haushalt stolz auf die Brust klopfen (was Du glaube ich auch nicht tust) und vor dem TV hocken.
W32
 
  • #57
Lieber Robert 123,
arbeitest du denn auch an dir oder nur an der Beziehung? Klar, der Satz "Wo ist der Mann hin in den ich mich verliebt habe" ist unglücklich gewählt, keine Frage, aber scheinbar ist ja ein Fünkchen Warheit daran. Man entwickelt sich ja schließlich beständig weiter!
Sie scheint sich verändert zu haben , was durch eine Schwangerschaft und Geburt nicht ungewöhnlich ist. Vielleicht müsst ihr euch einfach neu kennenlernen und neu aufeinander einstellen. Das kann in einer langen Beziehung doch auch aufregend sein! Vielleicht könnt ihr gemeinsam neue Hobbys entdecken.

Zum Thema Intimität: Intimität ist nicht gleichbedeutend mit Sex! Wenn du merkst, dass deine Freundin sich gerade emotional und körperlich von dir distanziert, könntest du erst einmal versuchen Intimität auf anderen Ebenen herzustellen, die nicht gleich auf Körperlichkeiten herauslaufen. Vielleicht mit langen Gesprächen statt Serien zu schauen oder kleine gemeinsame Unternehmungen als Familie? Aktiv statt passiv Zeit miteinander verbringen!

Ansonsten wäre eine Möglichkeit vielleicht auch jemand Drittes - in Form von einer Paartherapeutin - dazuzuholen, falls ihr für so etwas offen seid.
Alles Gute :)
 
  • #58
Was hast Du für eine Sicht auf Partnerschaften?
Rhetorische Frage, wir kennen Deine Auswahlkriterien und das, was Du über DEINE Partnerschaft schreibst.
Aber bei anderen ist es anders.
Natürlich ist Sex keine Pflichtveranstaltung, sondern eine Form von Intimität, die beiderseits freiwillig passiert und beiden Freude machen sollte. Ansonsten passt die Partnerschaft nicht.

Nun, ich will zugestehen, dass es auch andere Gründe geben kann sich zu verlieben, als nur rein die sexuellen. Womöglich sehe ich das zu sehr eingeschränkt oder in dieser Darstellung zu vereinfacht.

Trotdem kenne ich (bis auf defnierte Ausnahmen) kaum Paarbeziehungen, in denen es grundsätzlich keine Sexualität gibt.
Also ist sie auch in Deiner Sichtweise immer existenziell enthalten, bei Dir aber als Folge einer Beziehung und nicht als Grund.

Aber hey, aber unterscheidet sich bei Deiner Schtweise das Ergebnis denn so sehr ?

Am Ende kommt bei Dir heraus, dass im Falle z.B. dieses FS dann die "Partnerschaft nicht passt" (wie z.B. bei @blume) und dann (wenn diese Erkenntnis greift) aufgelöst wird.

Ja es stimmt schon, ich vertrete tatsächlich die Ansicht dass ich (wäre meine Sexualität nicht geben) mein Leben besser mit einem (oder mehreren) Männern als Freudnen verbringen würde, oder auch alleine.
Dafür sind mir (als Nerd) die Frauen einfach zu anders, zu anstrengend, zu emotional vor allem zu unlogisch.
Der sexuelle Reiz am anderen Geschlecht ist und bleibt meine letztliche Triebfeder (ja auch für die Liebe welche sich eben so entwickelt hat) , das war am Anfang so und wird auch später noch so bleiben.
Klar gibt es auch ein Zusammgehörigkeitsgefühl (meinst Du das mit "Bindung" ?) aber das wird (wie bei allen, die geschieden sind, Du ja auch) nicht einfach konstant weiter bestehen, sondern sich verändern, wenn gewisse andere Bedürfnisse nicht gestillt werden.....
 
  • #59
Aber hey, aber unterscheidet sich bei Deiner Schtweise das Ergebnis denn so sehr ?

Grundlegend, denn falls mal die sexuelle Intimität pausieren sollte, oder sich verändert, vielleicht ganz anders wird - wir werden ja älter - stelle ich die Partnerschaft nicht grundsätzlich in Frage.
Es kommt dann auf den Stellenwert an, und ob uns Beiden die evtl. fehlende sexuelle Intimität wirklich fehlt. .

Ja, Bindung/Zusammengehörigkeitsgefühl ist für mich die Basis.
Und ich bin gerne mit meinem Partner zusammen, aus ganz vielen Gründen, Sex ist nur ein Teil.

W, 51
 
  • #60
Lieber @Robert123,
jetzt geht die Diskussion hier richtig ab ... Meinst du denn, dass dir manche Vorschläge und Kommentare hier weiterhelfen? Du musst natürlich nicht alles auf dich beziehen, dafür wissen wir zu wenig Hintergründe, aber es sind ja jetzt schon einige Interpretationen und Ideen dabei. Vielleicht kannst du ja noch das eine oder andere kommentieren oder noch ein paar mehr Details liefern.

Auch wenn hier manches recht negativ klingt, würde ich meinen, dass ihr es gut hinbekommen könnt, kleine Krisen machen einen ja auch stärker. Ich würde auf keinen Fall vorschnell aufgeben oder so was, aber wenn du eine Veränderung willst, musst du irgendwas verändern, sonst bleibt alles gleich. Du kannst nicht andere Menschen verändern, aber du kannst dich selbst verändern und andere bzw. deine Partnerin wird dann irgendwie darauf reagieren. Fang also bei dir selbst an und schau, ob du irgendwas an dir und deinem Verhalten ändern kannst, kann auch erstmal eine Kleinigkeit sein. Jede Veränderung wird eine neue Dynamik bewirken, bringt Bewegung rein. Wenn du, falls du es vorher nie getan hast, z.B. plötzlich mal um 6 Uhr aufstehst, frische Brötchen vom Bäcker holst und euch beiden ein tolles Frühstück zauberst und dann dabei liebevoll, aber bestimmt ansprichst, dass du sie und das Kind liebst, aber irgendwie in letzter Zeit das Gefühl hast, dass die Stimmung nicht mehr so gut ist und ihr beide etwas unzufrieden seid, du gerne was verändern würdest, wenn du kannst, dann muss ja was geschehen. Ich denke, ihr müsst beide was tun und auch Kompromisse eingehen. Natürlich musst und solltest du auf kein Hobby verzichten, aber vielleicht könnt ihr beide euch etwas entgegenkommen.
 
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