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  • #61
Nun, ich will zugestehen, dass es auch andere Gründe geben kann sich zu verlieben, als nur rein die sexuellen. Womöglich sehe ich das zu sehr eingeschränkt oder in dieser Darstellung zu vereinfacht.

Ich finde die Sichtweise ok, aber ich würde sie nicht verallgemeinern.

Für mich ist das nur ein Punkt in einer Beziehung. Für mich ist in einer Beziehung auch das Miteinander außerhalb des Bettes wichtig. Man muss im Alltag miteinander harmonieren, gemeinsame Interessen haben, mit den Eigenarten des anderen klarkommen, ein ähnliches Bedürfnis haben, sich auszutauschen oder auch mal "sein eigenes Ding" zu machen, etc.
Für reinen Sex würde ich dann eine F+ suchen, das ist dann vielleicht sogar unkomplizierter...
 
C

Charline

Gast
  • #62
Sie muss aber auch erkennen, dass da eine große Gefahr lauert und sie erkennen dass sie sich bewegen muss.
Welche Gefahr? Dass er sie verlässt? Ich denke, da würde sich bei ihr (die ja wohl aus welchen Gründen auch immer überfordert ist) eine Riesenerleichterung breit machen, wenn der zockende, depressive Couch-Potatoe weg wäre. Das bedeutet einen Stressfaktor weniger für sie. Nichts auf der Welt ist unerotischer als ein nach Sex quengelnder Mann.
Witzig finde ich auch den Vorschlag, der FS solle den Sex auslagern. Wohin denn? Bleiben nur Prostituierte, die er sich mit Familie und TZ Arbeit auch nicht ständig leisten kann. (Außerdem sind die Bordelle geschlossen wegen Corona).
Und eine typische Affärenfrau sucht sich keinen depressiven Zocker mit Familienanhang. Die Männer, die eine oder mehrere Geliebte haben, sind die erfolgreichen Macher-Typen.
 
  • #63
Das nimmt natürlich jedem Mann von vorneherein die Chance, jemals auf "Augenhöhe" zu kommen. Dann können wir es gleich bleiben lassen.

Na und? Das macht die Argumentation doch nicht falsch. Man(n) muss sich vergegenwärtigen, dass er garnicht 50/50 machen kann.
Daher die naturgemäße Mehrbelastung der Frau über einen recht langen Zeitraumn einfach zur Kenntnis und sich somit einfach mal zurücknehmen, statt wie ein gedurftiges Baby nach Sex zu quengeln.

Wenn wir mal von den biologisch nicht änderbaren Details ausgehen: Nach der Geburt findet Stillen für ein paar Stunden am Tag statt. Das kann man ausgleichen oder eben abpumpen.
Jetzt wird es interessant: Stillen mehrere Stunden am Tag. Was fällt in einem kleinen Haushalt denn mehrere Stunden am Tag an, womit der Mann ausgleichen könnte? Nun, ich sage es Dir - eher nichts. Mann muss einfach einsehen, dass er in der Zeit weniger beitragen kann und das dann auch tun, statt rumzuschwadronieren, dass er 50/50 macht und natürlich muss er sich in seinen Forderungen an die Frau zurücknehmen, um sie nicht noch mehr zu belasten.


Vom Abpumpen bekommt die Frau auch nicht mehr Lust auf den Mann, denn ihre Hormonausstattung ist auf die Kinderversorgung ausgerichtet, nicht auf die Bespassung eines Mannes, von dem sie sich bereits innerlich distanziert hat.
Das Problem ist nicht fehlende Hilfe im Haushalt sondern mangelnde sexuelle Attraktivität des Fs.
 
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  • #64
Welche Gefahr? Dass er sie verlässt? Ich denke, da würde sich bei ihr (die ja wohl aus welchen Gründen auch immer überfordert ist) eine Riesenerleichterung breit machen
Bist Du sicher, dass dies ein ernstgemeinter Kommentar ist ? Oder soll das nur eine feminine Retourkutsche sein, um sie an dieser Stelle argumentativ von der Last der Beziehung (welche ein teilweises Eingehen auf die Wünsche des FS womöglich bedeuten könnte) zu befreien.
Meinst Du wirklich, sie wäre ohne ihn besser dran ?
Bis jetzt hat er seine familiären Pflichten ja scheinbar soweit erledigt.
In der jetzigen Konstellation nützt er ihr mehr als sie ihm. Er ist unglücklich in der Beziehung. Sie hat ihren Plan durchgezogen und wird wohl mit der Familie insgesamt zufrieden sein. Und (wie @Joggerin ja in ihrem auch schon zugegeben hat): Ihr wird es auch fast egal sein, ob der FS nun genug Sex hat oder nicht. Sie empfindet das nicht als ihr Problem.

Sowas könnte man bei dem FS aus so einer Sichtweise heraus ja dann sehr zynisch sehen:
"Weg mit der Alten, die ihn nur ausgenutzt hat und genauso lange nett Sex mit ihm hatte, solange sie kein Kind hatte und nun ist er abgemeldet"
So extrem und fies (gegenüber allen Beteiligten, man denke an das Kind) würde ich aber nie sein wollen. Sowas geht gar nicht.

Die Beziehung muss schon beiden etwas wert sein. Auch ihr.

Man kann auch auf Wünsche des Partners eingehen.
Das muss zunächst der FS leisten (wenn sie ihm denn mitteilen würde, was er denn nun wirklich tun könnte) und dann aber genauso auch sie.
Ja auch sie hat Handlungsbedarf.
Es reicht einfach grundsätzlich nicht aus, sich auf die Hinterbeine zu stellen und wochenlang zu sagen "Ich habe jetzt keine Lust auf Sex mit Dir", und damit meine ich gerade auch nicht "mal eben die Beine breitmachen" (was sie scheinbar manchmal lustlos so macht), sondern sich auch mit der Sexualität des Partners auseinander zu setzen.

Das kann man von beiden Seiten einer Beziehung mit Kind wohl verlangen !

Der FS versteht im grunde nicht, warum sich auf Seiten der Frau nun etwas geändert haben soll, wenn die Beziehung doch früher scheinbar in dieser Hinsicht funktionierte. Es ist doch nunmal ihre Seite die nun anders tickt (Jaja, wegen Kind Schwangerschaft...Famile ...etc) ,und da kann man auch verlangen, dass sie mitarbeitet, die Dinge wieder in für beide angenehme Bahnen zu lenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #65
"Wo ist der Mann, in den ich mich einmal verliebt habe "
Hier hast du den Knackpunkt. Du bist nicht mehr sexy für sie, darum will sie nicht mit dir schlafen.
Was dafür der Grund ist ? Musst du deine Frau fragen. Aber glaub mir eines - keine Frau sagt so einen Satz halb im Spass. Da steckt immer was dahinter ......
Finde es raus und du hast wieder Sex. Ganz einfach - und doch ziemlich schwierig.
 
  • #66
Man(n) muss sich vergegenwärtigen, dass er garnicht 50/50 machen kann.
Nein, das ist unfair.
Wenn Partner nicht auf gleichwertige Augenhöhe zueinander kommen können, müsste man Beziehungen (zumindest als Mann) generell ganz vermeiden. Ich denke, dass es genau diesen Trend auch tatsächlich großflächig gibt.

Niemand sollte aufgrund seines Geschlechtes schlechter gestellt werden.

Der FS scheint sich sogut wie ihm möglich einzubringen. Es ist eine Gemeinheit, ihm nun vorzuhalten, dass er ja sowieso nie genug tun könne. Und vor allem: Das wird ihm bei seinem Problem nicht helfen.
Gar nicht.

Beide Partner müssen sich den Aufgaben welche sich in einer Beziehung, die der FS führt, stellen. Zurückziehen auf bestimmte Rollenbilder nützt nicht.Dazu sollte man nicht raten.
Die Schwangerschaft der Frau ist ein Jahr vorbei.
Wenn die Beziehung eine Zukunft haben soll, müssen beide anpacken, damit es dem anderen nicht schlecht geht.
 
  • #67
Dem Mann bleiben Hormonschwankungen, Blutungen jeden Monat über ca. 35 Jahre und Schwangerschaft mit Gewichstzunahme und ausgelieferten Brüsten. DAS ist unfair.
Ausserdem - die Beziehung ist nicht dazu da, um dein Gerechtigkeitssinn zu befriedigen oder um Wettkampf zu veranstalten, wer es besser hat oder haben soll, sondern zwei Menschen mit unterschiedlichen Stärken bilden eine Einheit, weil sie trotz vermeintlichen Schwächen und Nachteile diese Beziehung als wertvoll genug empfinden.
Lebens_Lust, du bist ja lustig - stillen paar Stunden am Tag😀. Es ist ja kein kleiner Erwachsener, den man an den Tisch setzt und der nach zehn Minuten fertig mit dem Essen ist. Erstens muss man das Baby halten, ok, es gibt heutzutage Stillkissen, das erleichtert enorm, aber wenn Frau nicht gerade im Bett ist, muss man auf das Baby trotzdem aufpassen, dass es nicht runterfällt, saugt und nicht nur nuckelt und manche schlafen dann ein, teilweise nach zehn Minuten, so dass das Baby schnell müde ist, aber dann auch schnell wieder hungrig. Meinen Sohn habe ich alle zwei Stunden gestillt, 10 Monate lang, weil er nicht satt wurde, wusste ich damals nicht, der konnte locker halbe Stunde am Busen hängen und sobald ich ihn ins Bett bringen wollte, war es ein Geschrei. Ich hatte gefühlt ganzen Tag gestillt. Meine Tochter hatte ich mit drei Monaten abgestillt, und relativ schnell Beikost gegeben, dafür hatte sie handfeste Neurodermitis entwickelt. Babys funktionieren nicht nach Plan und Uhrzeit und schon gar nicht, was Stillen angeht, da ist jedes Baby anders, sogar Geschwister. Und was viele Männer vergessen, nicht wahrhaben wollen oder können - das Baby ist buchstäblich ein Teil der Frau und Vater hin oder her, aber diese Bindung ist sehr stark und nicht durch andere Bezugspersonen zu ersetzen. Erwachsene Menschen tun sich schwer mit neuer Umgebung und wollen selten umziehen und hier wird von einem Säugling erwartet, dass er gefälligst den Vater akzeptiert, weil die Mutter arbeiten soll.
 
  • #68
Nein, das ist unfair.
Wenn Partner nicht auf gleichwertige Augenhöhe zueinander kommen können, müsste man Beziehungen (zumindest als
Es ist nicht unfair, es ist eine Realität.
Vikky bezog es nämlich auf die Zeit um Schwangerschaft, Geburt und Säugling.
Da gibt es vielleicht 50/50, was Haushalt angeht.
Aber Hormonumstellungen, körperliche Veränderungen, die "Arbeit", die der Körper macht, sind 100% bei der Frau.
Und die Versorgung des Säuglings mag man sich teilen, trotzdem wird, wie Stillen - nein, Abpumpen ist nur bedingt das Mittel (klappte bei mir nicht). - nicht alles aufteilbar sein. Frau wird wach, schläft gering, etc....
Ich fand es zwar eine schöne Zeit, spannend, aber auch sehr anstrengend, gerade beim Ersten. Die Veränderungen ingesamt, die Gedanken, die man sich macht, Zweifel, Unsicherheiten, das Erleben, dass da ein so kleiner Mensch so ganz abhängig ist.
Meist geht es gar nicht ums Aufteilen, sondern um die emotionale Nähe - gerade in Schwangerschaft und Frühzeit wird der Partner emotional gebraucht. Kann man mit dem Partner reden, ist er da, hört er zu...

Es geht nicht um
Augenhöhe bemisst sich nicht am Beitrag an den gemeinsamen Aufgaben, Augenhöhe basiert auf Respekt, Wertschätzung der/des Anderen.
Das ist ein ganz anderes Kapitel.

Es wäre der Tipp an Robert, mal mit seiner Partnerin zu schauen, wie beide belastet sind, wo Entlastungen möglich sind, ob alles so passt.

"Wo ist der Mann, in den ich mich verliebte?"
Das ist, ich bin bei Tom, der Schlüsselsatz.
Ich lese von Robert - mittlere Depression, kein Sport/Gewichtsabnahme, und PC-Spiele, die sie schon als zuviel bezeichnete.

Ich versetze mich mal in ihre Lage,, überspitzt.
Da sitzt ein antriebsloser Mann, der am PC versinkt, dicker wird, mit dem es wenig Nähe gibt - ab und zu Sex, damit Er zufrieden ist (Sex im dieser Form ist nicht Nähe), und gleichzeitig bin ich nur noch müde... Und wirklich sexy finde ich diesen Mann nicht.

Sie müsste auch reden. Ob und wieviel sie es hat, wissen wir nicht, ob beide wirklich reden und zuhören?

W, 51
 
  • #69
Es ist nicht unfair, es ist eine Realität.
Vikky bezog es nämlich auf die Zeit um Schwangerschaft, Geburt und Säugling.
Ja, ich hatte das schon verstanden. Und nein, dies kann und darf nicht zum Vorteil der Frau ausgelegt werden. Deswegen ist der Mann als Partner nicht schlechter nicht weniger auf Augenhöhe und erst erst nicht zwangsläufig (wie kommt man bloß darauf ?) weniger als anteilig an der Arbeiten in der Familie beteiligt.
Es ist am Ende völlig egal und ob ich in der Familie nun gerade das Essen mache, das Holz zum Heizen hacke, die Haustür repariere, die Dachrinnen reinige oder (damals ) neue Windeln kaufe.
Es sind alles notwendige Tätigkeiten des gemeinsamen Haushaltes.
Da ist nicht weniger oder mehr notwendig, Nein, alles muss getan werden. Und das müssen eben beide Partner leisten, völlig egal, wie man sich nun das alles aufteilt oder auch nicht.....

Genau wie auch in diesem Falle bei diesem FS wollen vor allem Frauen Kinder, das kann und darf den Männern nicht als Nachteil ausgelegt werden.

Und Realitäten sind, was Menschen daraus machen.


Auch der FS. deswgen rate ich ihm, standhaft zu bleiben
Im Grunde ist es bei der Betrachtung auch ganz egal, ob der FS in diesem Fall nun eine fauler Hund ist oder auch nicht (ich denke nicht, er scheint sich ja doch einzubringen) . Ob er wirklich zuviele Spiele spielt, wissen wir auch nicht.

Solange die Beziehung besteht, bleiben beide Partner dafür verantwortlich, dass es läuft....eben auch im Bett. Und dann müsste sie sich schon konkreter auslassen, als mal eben eine Spruch loszulassen , wo denn der Mann sei, den sie früher mal kennengelernt habe.

Ich sage ja nicht, dass der FS sich keine Gedanken darum machen müsse. Vielleicht fällt ihm ja tatsächlich etwas ein, was er damals im Umgang mit der Frau anders machte. Aber ich habe den Verdacht, dass dies nicht zielführend sein wird und ihn letztlich auch nicht für sie attraktiver macht.

Aber er muss diese Aussage der auch kritisch sehen:
Diese Tatsache ,dass sein (und das gemiensame Leben genauso) nun völlig umgekrempelt ist, hat in diesem Falle die Frau ganz wesentlich (und ich vermute sogar: durchaus bewusst) zu verantworten.

Aber gut, das ist eine Vermutung (sowie ihr vermutet dass er sich nicht genug einbringt) , die können weder ich noch der FS je beweisen.
 
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  • #70
Hi Robert,
ich kenne sowas sehr gut. Nur um dir ein wenig Hoffnung zu machen. Es kann besser werden wenn das Kind größer ist und die Frau wieder mehr Frau sein kann. Momentan ist sie 100% Mutter.
Ein gut gemeinter Rat: Lass dieses PC-Spielen komplett. Hack das ab. Mach wieder Sport 3-4 mal die Woche mindestens. Am besten täglich. Am besten mit deiner Frau. Das hilft auch super gegen Depri-Stimmung. Sage ich auch aus eigener Erfahrung.
Wenn du Motivationsprobleme hast und Entzugserscheinungen vom Zocken, kannst auch Meditation als Morgenroutine ausprobieren.
 
  • #71
Jetzt wird es interessant: Stillen mehrere Stunden am Tag. Was fällt in einem kleinen Haushalt denn mehrere Stunden am Tag an, womit der Mann ausgleichen könnte? Nun, ich sage es Dir - eher nichts.

Dann könnten alle Mütter wieder arbeiten gehen, sobald das mit dem Stillen vorbei ist, wenn ich es etwas überspitzt ausdrücke. Oder es ist eben für den Mann gar nichts zu tun, so dass er überhaupt nicht unterstützen muss?

In jedem normalen Haushalt (mit Kind ist das ja kein typischer Männer- Singlehaushalt mehr) wird sicher auch gekocht, geputzt, gewaschen, eingekauft, gebügelt, auf Kinder aufgepasst, der Urlaub geplant und gebucht, der Platten am Fahrrad repariert, Rechnungen bezahlt und die Steuer gemacht, oder der Rasen gemäht etc. Ich halte es schon für sehr gut möglich, da eine Aufteilung vorzunehmen und eine Beteiligung einzufordern. Sonst können wir das mit der Gleichberechtigung gleich streichen und wegen Unmöglichkeit zum alten Rollenmodell übergehen...

Und - wenn dann Stillen über ein Jahr lang eine tagesfüllende Tätigkeit ist, dann muss ja noch jemand arbeiten gehen, das sind dann auch schonmal 10 Stunden...
Es ist schon richtig, es sind nicht alle Tätigkeiten aufteilbar, das sind sie aber für beide nicht. Es muss doch darum gehen, dass beide einen Anteil leisten, mit dem der andere jeweils zufrieden ist und sich unterstützt fühlt.
 
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  • #72
Wer regelmäßig alle paar Stunden aus dem Schlaf gerissen wird, weiß, wie wahnsinnig hart es ist. Drei, sechs Monate hält man es vielleicht durch. Geschieht es aber noch wesentlich länger, leidet man extrem. Die Muskeln schmerzen, weil sie sich nachts kaum erholen. Die Konzentration und das Gedächtnis leiden extrem. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Und nein, nicht alle Kinder schlafen mit 1 Jahr durch, d.h. mind. 5 Stunden pro Nacht. Und ja, meist sind es Mütter, die sich um die Kinder kümmern. Als ich merkte, dass es mich viel Zeit kostet, meinen Partner um die „Nachtschicht“ zu bitten, war ich schon vom Kindsgeschrei wach und kümmerte mich selbst um das Baby. Fortan immer.

In den 20ern steckt man schlechte und extrem schlechte Nächte sicher besser weg. Mit Mitte 30 wird es deutlich härter.

Aber: Wer will, findet Wege. Da ich eine tolle Schwangerschaft hatte, hatten wir ca. 3 pro Woche Sex. Nur einen Monat vor der Entbindung wollte mein Partner nicht mehr. Auch nach der Geburt des Kindes haben wir 1 Mal pro Woche. Trotz miserabler Nächte, Haushalt und Kind-Rundumbetreuung könnte ich eigentlich öfter. Andererseits bin ich in der verlängerten Elternzeit und kriege dank Partner „kindfreie“ Zeit, um auch mal blöd aus dem Fenster zu gucken. Wenn Deine Partnerin arbeitet, 50% Haushalt und Kinderbetreuung macht - klar, dass sie abends und am WE erledigt ist. Außerdem, wie stark belastet Deine Depression den Alltag? Ich stelle es mir schwierig vor, dass das mit der Aufgabenteilung so gut klappt, wenn einer an Depressionen leidet.

Und dann die Hormone. Ganz ehrlich, ich habe einen vollkommen anderen Hormonhaushalt als Mutter. Und auch mein Partner hat sich in der Hinsicht verändert. MMn werden weniger Pheromone verströmt.

Danach würde ich mich ganz dann pragmatisch anderweitig umsehen. Treue setzt zufriedenstellende Sexualität voraus. Fair wäre sicher, wenn sich das nur auf Sex bezieht, Du es nicht an die große Glocke hängst und die Familie nicht im Stich lässt.

Mir fehlen die Worte …
 
  • #73
Es ist schon richtig, es sind nicht alle Tätigkeiten aufteilbar, das sind sie aber für beide nicht. Es muss doch darum gehen, dass beide einen Anteil leisten, mit dem der andere jeweils zufrieden ist und sich unterstützt fühlt.
Es geht hier um die Belastung, die unterschiedlich sein kann oder unterschiedlich wahrgenommen werden kann und somit die Frau, deren Kind erst ein Jahr ist, stärker belasten kann rein von der Biologie, auch wenn der Mann nichts dafür kann - das ist eben viel Natur und es kann eben sein, dass da Sex für eine Weile hintenansteht. Schreiben hier doch mehrere Frauen, die die Erfahrung gemacht haben, und sogar Männer. Warum als Mann das nicht einfach mal hinnehmen? Und du sagst noch immer nichts dazu, dass der Mann Depressionen hat - spielt das etwa keine Rolle im Alltag? Bei der Suche nach auswärtigem Sex? Bei der Attraktivität für die Partnerin? Wieso wird das von den Männern hier nicht mit einbezogen, als wär das nur eine Nebensache? Wenn die Frau sagt, er sei nicht mehr der Mann, in den sie sich verliebt hat, dann können die Depressionen und die Gewichtszunahme da wohl auch ein ziemliches Stück mit dran beteiligt sein. Aber die Frau soll liefern, sonst geh halt fremd?
Treue setzt übrigens nicht zufriedenstellende Sexualität voraus. Treue ist ein Vertrag, den nicht einer heimlich aufkündigen kann, wie es keine Vereinbarung zwischen zwei Menschen ist. Find ich ziemlich schräg, diese Ansicht. Wenn man unzufrieden ist und sich auf Dauer nichts ändert, kann man mit dem Partner Lösungen suchen, wie Öffnen der Beziehung - obwohl ich denke, die meisten Mütter mit einem einjährigen Kind würden dem Partner einen Vogel zeigen. Oder man trennt sich dann eben. Treue und Ehrlichkeit gehen für mich Hand hin Hand. Sonst kann man es ja gleich lassen, das überhaupt zu versprechen. Dann wäre es ja auch okay, wenn eine Frau fremdgeht, weil sie sich nicht mehr geliebt fühlt nach ihrer Definition o.ä. Oder hat man am Beginn der Beziehung gesagt, wir sind monogam, aber nur, solange ich x-mal die Woche Sex hab, sonst hol ich mir den woanders - das wäre dann ein Vertrag mit einer eindeutigen Klausel, dann weiß der Partner Bescheid.
Übrigens denke auch ich, dass ein depressiver, übergewichtiger Mann, der gern zockt und ein kleines Kind hat, vielleicht nicht sooo leicht eine Frau für außerhäusigen Sex findet. Aber gibt ja alles.
w, 37
 
  • #74
Treue setzt übrigens nicht zufriedenstellende Sexualität voraus. Treue ist ein Vertrag, den nicht einer heimlich aufkündigen kann, wie es keine Vereinbarung zwischen zwei Menschen ist. Find ich ziemlich schräg,
Treue und sexuelle Exclusivität sind 2 Paar Stiefel.
Treu bin ich auch gegenüber Freunden, Familie, Mandanten ...... ganz ohne Sex.
Möchte allerdings eine Frau, dass ich nur mit ihr Sex habe, dann muss sie mir genug davon anbieten.
Oder auch - dein Mann kann leben wie ein Mönch. Sein Recht. Aber er hat nicht das recht, dich zur Nonne zu machen.
Ein Vertrag besteht immer aus rechten und Pflichten. Du bekommst die Brezel, aber du musst den Euro dafür blechen. Leistung und Gegenleistung.
Das klingt hart und nur wenige Männer sprechen das knallhart aus. Frauen übrigens auch nicht.
Anders formuliert - lässt du dich auf einen Vertrag ein, der besagt: Du bezahlst täglich, aber ob und was du bekommst liegt voll und ganz in der Hand des Vertragspartners ?
Richtig - zusammen zu sein ist nicht unbedingt ein Vertrag. Aber wo kein Vertrag ist, kann sich auch niemand auf Vertragsbestandteile berufen. Die eheliche Pflicht gibt es nicht mehr - in keinerlei Hinsicht.

Ob hier Sex auslagern die Lösung ist ? Weiss ich auch nicht. Das müssen die beiden klären. Ich allerdings sehe die Bettelei von Robert als ein Teil der Situation. Eine klare Ansage seinerseits würde ihr auch klarmachen, dass ER nicht IHR Eigentum ist.
 
  • #75
Treue und sexuelle Exclusivität sind 2 Paar Stiefel.
Treu bin ich auch gegenüber Freunden, Familie, Mandanten ...... ganz ohne Sex.
Das ist doch Wortklauberei. Wenn am Anfang der Beziehung vereinbart, für einen ist sexuelle Treue wichtig,, dann ist es falsch, den anderen zu hintergehen, ohne das anzukündigen. Egal, ob es in der Beziehung noch Sex gibt oder nicht. Man einigt sich auf bestimme Dinge in der Beziehung und ggfs. muss darüber neu verhandelt werden, wird man sich nicht einig, dann muss man sich eben trennen. Das gilt auch für wieviel Zeit verbringt man gemeinsam, was erzählt man anderen von intimen Details, hat man engen Kontakt zu den Exen - da einigt man sich ja zu zweit drüber und wenn einer das dann einfach HEIMLICH anders macht, dann ist das nie okay? Ich kann es absolut nicht verstehen, dass man da heimlich fremdgehen als irgendwie gerechtfertigt ansieht, nur weil der andere grad selten Sex will (wie hier der Fall, mit kleinem Kind zuhause, also sogar noch eine Situation, die halbwegs verständlich ist, das da grad nicht die sexuellen Funken sprühen). Ich kann verstehen, wenn einem der Sex auf Dauer nicht reicht, aber den anderen zu hintergehen, ist für mich absolut keine Option. Das verletzt Leute einfach sehr stark. Ganz häufig hätten die, die fremdgehen, aber ein riesiges Problem damit, wenn der Partner das macht, das ist dann der Gipfel der Heuchelei, auch selbst erlebt mit meinem ersten Freund. Der hat mich danach mit meinen Schuldgefühlen sitzen lassen, überall rumerzählt, wie scheiße ich war, bis sein bester Freund die Nase voll hatte und mir erzählt hat, dass er selbst nicht besser war. Es hat ihn aber TROTZDEM extrem verletzt, er hat dann nicht gesagt, ja mei, ist ja nix schlimmes dabei. Die meisten Leute nehme das eben nicht locker. Wenn man von vornherein vereinbart, es ist nicht schlimm, wenn jemand nebenher mal was mit anderen hat, ist das doch was ganz anderes; dann geht keiner von sexueller Treue aus. Diese Denkweise, meist von Männern, ist mir wirklich komplett fremd.
 
  • #76
Der FS scheint abgetaucht oder redet ggf jetzt hoffentlich gut mit seiner Partnerin

Ich persönlich finde es auch nicht so wichtig bei der angegebenen 50:50 Aufteilung mit der Stoppuhr daneben zu stehen.

Wenn er nicht mehr derselbe für seine Partnerin ist, dann weiss sie doch wahrscheinlich auch:
Was war früher an ihm besser und was ist heute anders.
Fragen und wenn die Punkte kommen...gucken was er zb wieder reanimieren kann in sich
 
  • #77
So, jetzt will ich mich doch einmal einschalten.
Ich finde, ihr redet am Thema vorbei. Sex hin oder her, darum geht es doch gar nicht.

"Wo ist der Mann, in den ich mich verliebt habe?" - Das ist der entscheidende Punkt, an dem der FS ansetzen sollte. Bisher haben wir dazu von ihm nichts gehört. Hat er sich verändert? Ist er dicker geworden/zockt er mehr/hat die Depression ihn verändert?
Ich wette, mindestens eins davon trifft zu.
 
  • #78
Der FS scheint abgetaucht oder redet ggf jetzt hoffentlich gut mit seiner Partnerin
Ja, hoffentlich kriegen die beiden es hin.
Ich finde es übrigens immer total interessant, wie manche Themen hier eine gewisse Eigendynamik entwickeln und es dann teilweise gar nicht mehr in erster Linie darum geht, dem FS konkret weiterzuhelfen, sondern hier dann eine lebhafte Diskussion über teilweise grundsätzliche Lebenseinstellungen etc. entsteht, es ist dann eher ein Austausch unter den alteingesessenen Forumsmitgliedern, deren jeweilige Positionen und Charakteristika bekannt, aber immer wieder interessant sind. Ich finde das nicht schlimm, sondern sogar sehr spannend. Jeder hat hier halt so seine paar Punkte, die ihn triggern ...
 
  • #79
der Partner braucht auch eine Perspektive, wie und wann

Die Perspektive hat sie ihm gegeben "wenn er wieder der Mann ist, in den sie sich verliebt hat".
50/50 in Haushalt und Kinderbetreuung ist doch nichts Besonderes oder gar Lobenswertes, sondern seine Pflicht als Vater zumal beide TZ arbeiten. Das ist aber überhaupt nicht das Thema des FS.

Ihr wird es auch fast egal sein, ob der FS nun genug Sex hat oder nicht. Sie empfindet das nicht als ihr Problem.
Das ist nur teilweise richtig. Egal wird ihr sein, ob er genug Sex hat oder nicht. Sie hat aber das Problem von einem für sie sexuell unattraktiven Mann bedrängt zu werden und ihn auf Distanz zu halten. Das ist, wenn man zusammen lebt ein ganz erhebliches Problem.

Die Beziehung muss schon beiden etwas wert sein. Auch ihr.
Warum muss sie das? Sie kann zum Ergebnis kommen: ich habe mich geirrt, er ist nicht der Mann für mich.
Ich lese nicht, dass die Beziehung dem FS was wert ist - er will nur Sex.

und da kann man auch verlangen, dass sie mitarbeitet, die Dinge wieder in für beide angenehme Bahnen zu lenken.
Man kann aber nicht alles in solche Bahnen lenken, dass man gern wieder Sex mit einem Menschen haben will, den man nicht wertschätzt/respektiert.
Ich an ihrer Stelle hätte absolut Null Respekt vor einem depressiven Mann, der mit seinen Kumpels zockt, auf dem Sofa netflixt, seine körperliche Inaktivität hinter einer 8 Monate zurückliegenden Sportverletzung versteckt (also alles tut, was man nur tun kann, um die Depression aufrecht zu erhalten) und mir erzählt, dass ich während Schwangerschaft und nach der Geburt (die Frauen mit entsprechender Erfahrung haben hier klar gesagt, wie es ist) wieder Lust auf Sex mit ihm haben sollte, weil eine Geburt und die ersten Stillmonate ist im Vergleich zu einer Sportverletzung natürlich ein Witz aus Männersicht.

das Holz zum Heizen hacke, die Haustür repariere, die Dachrinnen reinige
auf Kinder aufgepasst, der Urlaub geplant und gebucht, der Platten am Fahrrad repariert, Rechnungen bezahlt und die Steuer gemacht, oder der Rasen gemäht

Hört doch auf mit diesen Hinzudichtungen. Der FS ist mittelgradig depressiv, er macht wegen einer Sportverletzung seit 8 Monaten keinen Sport. Der reinigt keine Dachrinne, repariert keine Haustür, hackt kein Holz.... Der macht das Minimum und ansonsten zockt und netfixt er - schreibt er selber.

Und jetzt verratet mir mal, wie jemand mit diesem Lifestyle eine andere Frau auftun soll.
Nicht zuletzt sind selbst agilere junge Männer mit Unterhaltspflichten nicht besonders gefragt bei Frauen ihrer Alterskohorte.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #80
Deswegen ist der Mann als Partner nicht schlechter nicht weniger auf Augenhöhe und erst erst nicht zwangsläufig (wie kommt man bloß darauf ?) weniger als anteilig an der Arbeiten in der Familie beteiligt.

Du willst es nicht verstehen.
Es geht nicht um Augenhöhe, Augenhöhe hat nichts mit der Rollenverteilung zu tun, bzw. der Verteilung der Arbeiten.
Es geht auch nicht darum - lieber Lebens_Lust, wie lange Stillen dauert (bei meinem Jüngeren 5 täglich 10min, ideal).
Es geht um die Anerkennung, dass Schwangerschaft und Geburt Sondersituationen sind, die naturgemäß Frauen ganz anders belasten. Physisch und psychisch.
Das - habt Ihr Frauen ja so gewollt, Euer Pech, von Dir, Kirovets, finde ich absolut daneben.
Väter sind durchaus beteiligt.

Nach der Geburt endet diese Sondersituation nicht, dann kommt zwar der Mann deutlich mehr ins Spiel - wobei er durchaus gut durch Schwangerschaft und Geburt begleiten kann.
Trotzdem ist es eine ganz andere Belastung für die Frau. Körperlich, hormonell, die gesamte Rückbildung. Das Umkrempeln des Lebens - gilt für beide-, aber vor allem der spürbare Verlust der Eigenbestimmtheit.
Für mich war das nicht einfach, nichts ist mehr planbar, man schafft nur Bruchteile von dem, was man gewohnt ist zu tun. Es war eine besondere Zeit, aber auch eine, die massiv an die Substanz ging.

Der FS redet von ihrer Erschöpfung, ich finde es müßig, darüber zu diskutieren, ob sie das Recht dazu hat, erschöpft zu sein.
Ja, er mag seinen Anteil machen, aber es gibt wohl eine Schieflage - kein Vorwurf.

Sie ist erschöpft, funktioniert nur noch, er ist depressiv, macht keinen Sport mehr... Da geht es um anderes als fehlender Sex.

Der FS möchte verstehen, und die Partnerschaft retten.
Dann nützt es nichts, ihm zu sagen, Deine Frau ist schuld, sie hat Dir das Kind untergeschoben - DAS STEHT NIRGENDS!!! -
Sie muss die Suppe auslöffeln und gefälligst Sex liefern.
Nun, damit können sich die Beiden gleich trennen.

Nein, man muss schauen, was läuft nicht.
Warum geht es beiden nicht gut.
Beide haben sich verändert, was ist vielleicht wieder zurück zu holen? Das Wir, emotionale Nähe? Wie kommt er aus seiner Depression, sie aus ihrer Erschöpfung?

Ich glaube nicht, dass es hier zu spät ist, aber es braucht Reden, Einsicht, Veränderung.
Daher mein Vorschlag, es begleiten zu lassen - über Paartherapie.

Der FS sollte mit mittelschwerer Depression sowieso in Therapie sein. Das ist keine Randnotiz. Dass er so nicht der Idealpartner ist, sondern zusätzlich belastend, sollte nachvollziehbar sein.

Da wirst Du, Robert, auch wenn es schwer fällt, aktiv werden müssen.
Und schau zu, dass Du wieder Sport machst - raus, laufen, Endorphine... Statt PC und Scheinwelten.

W, 51
 
  • #81
Man kann aber nicht alles in solche Bahnen lenken, dass man gern wieder Sex mit einem Menschen haben will, den man nicht wertschätzt/respektiert.
Die "mangelnde Werschätzung" hast Du jetzt wieder hinzugedichtet.
Es ist für die Beziehung des FS nicht dasselbe, ob sie ihn unnattraktiv findet oder ihn als Mensch generell nicht mehr respektiert.
Gut im letzteren Falle müsste man dem FS sagen :
Pack Deine Koffer noch heute !

Du hebst in allen Aussagen immer auf einen Punkt ab:
Sie hätte die Beziehung satt er ist nur noch eine Belastung. Deswegn auch keine Sex und erst recht keine Hilfe für den Mann.

Aber diese Aussage ist mehr Deiner eigenen Biografie geschuldet, nicht der Frage des FS. Das was die Frau dem FS gesagt hat, lässt hierauf nicht schließen.

Aber OK, dann soll sie sich halt trennen, oder er.

Aber ich wette, das macht sie nicht, weil sie ihn (sogar in Deiner Argumentation) eben doch noch braucht.

Und dann kann sie auch mithelfen, dass die Dinge wieder funktionieren anstatt sich (wie Du hier) nun alle möglichen Dinge zusammenzureimen, warum man nun keinen Sex mehr mit dem Partner will.
 
  • #82
ich aktuell wenig Sport mache(verletzungsbedingt 8 Monate ausser Gefecht) und allgemein wieder mehr mit meiner (mittleren) Depression zu kämpfen habe.
Hast du durch die fehlende Bewegung deutlich an Gewicht gewonnen? Dann schau zu, dass Du wieder zum Sport findest, Outdoorsport geht durchaus.
no Sports seit Monaten (bist Du gelähmt oder warum kannst Du Dich nicht sportlich betätigen?).
Leider ist mein Freund auch etwas übergewichtig und am liebsten auf der Couch vor der Glotze.
Mach wieder Sport 3-4 mal die Woche mindestens. Am besten täglich.
Übrigens denke auch ich, dass ein depressiver, übergewichtiger Mann
Seine körperliche Inaktivität hinter einer 8 Monate zurückliegenden Sportverletzung versteckt
Kurz zur Verteidigung des FS: Beim Sport-Thema wurde hier einiges falsch verstanden. Er schreibt nirgendwo, dass er übergewichtig ist. Es gibt auch Leute, die gesund leben und Sport zum Spaß und wegen Zielen, nicht nur zum Abnehmen machen. Und er kann verletzungsbedingt momentan nur weniger Sport machen, muss sich schonen.Das ist durchaus plausibel. Ich habe auch seit ein paar Monaten eine Muskelfaserentzündung am Knieansatz, habe 2 Monate komplett aufs Laufen verzichtet und laufe jetzt nur selten 1-2 die Woche 1h langsam, kann als Triathletin aber noch auf andere Disziplinen ausweichen. Mein Freund hat auch seit längerem was am Knie, das er auch orthopädisch und mit Hyaluronspritzen behandelt. Wir machen trotzdem noch täglich 1-2h Sport, aber schonen uns und machen ein paar alternative Sachen, mehr Kraft und Stabi. Es kommt auf die Sportart und das Problem an, natürlich kann man Alternativen finden. Der FS sagt, dass er WENIGER Sport macht, nicht nichts. Finde ich gesund und vernünftig.
 
  • #83

Klar. Dir fehlen die Worte, die Du beim Zitieren weggelassen hast.

Es geht hier um die Belastung, die unterschiedlich sein kann oder unterschiedlich wahrgenommen werden kann und somit die Frau, deren Kind erst ein Jahr ist, stärker belasten kann rein von der Biologie, auch wenn der Mann nichts dafür kann - das ist eben viel Natur und es kann eben sein, dass da Sex für eine Weile hintenansteht.

Aus meiner Sicht Unsinn. Wenn die Frau sich stärker belasten möchte, ist das aber in Ordnung. Das ist keine Begründung, die Beziehung deswegen zu vernachlässigen. Sorry, ich halte das einfach für Unsinn. Und es ist ja auch nicht in allen Beziehungen so. Ich bin sowieso generell dafür, dass Erziehungszeiten nur noch gleich geteilt werden dürfen.
 
  • #84
Wäre es möglich, dass Deine Frau 1 ganzen Abend oder Tag in der Woche NUR FÜR SICH bekommen kann? Zum Wellness gehen, Sport machen (sehr wichtig!!!!!), für sich alleine Spazieren gehen, sich mit Freundinnen treffen, ein Hobby ausüben oder einfach nur schlafen - alleine in der Wohnung - während Du mit Eurem Kind wo anders bist.

Ich könnte mir vorstellen, dass sie leider die vergangenen 3 Jahre sich selbst aus den Augen und somit auch die Lust auf sich selbst, auf den eigenen Körper, auf Sex verloren hat. Sie rödelt nur noch. Und fült sich wie ein Hamster im Rad.

Du hast ja Deine Videospiele anscheinend zum Gut-Abschalten. So etwas scheint ihr zur Kompensation Ihres Alltags und zum Abschalten zu fehlen.

PS: Wie schaut´s bei Dir mit Sport aus? Wirkt auch bei depressiven Verstimmungen und baut Stress ab. : - )

Alles Liebe Dir!
 
  • #85
Es geht nicht darum, dass Frau sich stärker belasten möchte.
Frauen sind in dieser Zeit in einer besonderen Art belastet, und zwar wie mehrfach dargestellt, körperlich und emotional (alleine die Achterbahnen durch die Hormonumstellungen)
In einem Maß, das sich kein Mann vorstellen kann.
Das ist die Erklärung einer Tatsache, die Dir jede Mutter bestätigen kann, und da ist nicht viel gegenzusteuern. Es macht es emotional leichter, wenn beide wollen, wenn der werdende Vater mental unterstützt und real entlastet, aber es bleibt eine Grundbelastung.
Manche Frau kann damit besser umgehen, andere weniger, beim ersten Kind ist es schwieriger, weil Frau so auch nicht damit rechnet. Es gibt zusätzlich postnatale Depressionen, in sehr milden Formen und in starken.
Es ist zwar auch schön und etwas Besonderes, aber es hat diese 2.Seite.
Das so abzutun, finde ich äußerst ungut.

Um die Partnerschaft müssen sich beide kümmern, das ist zwar richtig - aber das bedeutet, dass ein Vater auch akzeptiert, dass in dieser Phase für Beide das werdende Kind, der Säugling, das kleine Baby deutlich mehr im Zentrum stehen.
Da reicht manchmal die Kapazität nicht, allem gerecht zu werden.

Und hier redet sie ja mit ihm - sie sagt, was sie bemerkt, er hat sich verändert, er ist für sie zuviel am Zocken mit Freunden.

Sie teilen es sich wohl auf, das scheint für sie ja auch zu passen, vordergründig.
Trotzdem entfernen sie sich beide emotional, und da ist auch für noch der Schlüsselsatz, wo hat der Mann, in den sie sich verliebte.

Man kann sich nicht um eine Partnerschaft bemühen, wenn man die Schieflage nicht genau benennen kann, oft ist es ja schleichend und diffus.

Und noch schwieriger ist es, die Ursachen zu sehen und zu reflektieren, wenn man, wie die Frau, nur noch funktioniert - dann hat man selbst nur noch eingeschränkt Zugang zu seinen Gefühlen, oder wie er in einer Depression steckt.

Es hilft dem FS nicht, zu sagen, die Frau ist schuld, sie muss sich bemühen, sie muss Sex liefern.
Das wird so nicht passieren.

Die Ursachen liegen tiefer, sind vielschichtig, diese muss man finden.
Und evtl. ist es zu spät, und die Beiden haben sich tatsächlich verloren.

W, 51
 
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  • #86
Klar. Dir fehlen die Worte, die Du beim Zitieren weggelassen hast.



Aus meiner Sicht Unsinn. Wenn die Frau sich stärker belasten möchte, ist das aber in Ordnung. Das ist keine Begründung, die Beziehung deswegen zu vernachlässigen. Sorry, ich halte das einfach für Unsinn. Und es ist ja auch nicht in allen Beziehungen so. Ich bin sowieso generell dafür, dass Erziehungszeiten nur noch gleich geteilt werden dürfen.
Du verstehst es nicht oder willst nicht verstehen? Du magst das eine oder andere für unsinnig halten, aber es gibt FAKTEN, da, kannst du noch so oft mit deiner Logik herumreden - es funktioniert trotzdem nicht. Schwangerschaft, Geburt und besonders die Zeit danach sind NICHT planbar. Jede Schwangerschaft ist anders, jedes Baby ist anders und jede Frau ist anders, sogar die gleiche bei mehreren Schwangerschaften.
Das Baby ist nicht nur ein Kind der Frau, sondern buchstäblich ein Teil der Frau. Du kannst das Baby soviel du willst betreuen, das Baby wird sich nicht von dir betreuen lassen, weil du fremd bist. Du riechst anders, du klingst anders, du siehst anders aus. Wenn das Baby nicht da ist, empfindet es die Frau als physischen Verlust, das Baby erst recht, so wie du ein Teil deiner Hand vermissen würdest.
Väter sind toll, Väter sind notwendig, aber die Bindung zwischen Mutter und Kind werden sie nie toppen oder ersetzen können, weil es andere Art von Bindung ist. Es bedeutet nicht, dass Väter überflüssig sind oder nichts mit Baby anfangen können, sondern die ersten Paar Jahre besteht deren Aufgabe in Kindererziehung darin, die Mütter zu unterstützen und zu entlasten, nicht ihre Aufgaben zu übernehmen oder zu teilen. Väter sorgen für sicheres finanzielles und emotionales Umfeld und geben der Frau nach Möglichkeit die Ruhezeiten, damit Frau weiter ihren Mutterpflichten nachgehen kann. Kleine Kinder sind Herausforderung für beide Eltern, beide müssen zurückstecken und gewissen Verzicht üben, auch in Sachen Sex.
Aber wie Vikky schon mal in anderem Tread geschrieben hat - Frauen wollen durchaus Sex, nur wollen sie Sex mit einem Mann, das bedeutet mit einem, der nicht jammert quengelt fordert, sondern anpackt, durchhält, und für sich selber sorgen kann und vor allem Frau nicht bedrängt, weil sie sich so definitiv nicht entspannen kann( keine Entspannung - kein Sex) - quengeldert, fordernder Mensch hängt gerade an ihrer Brust, da braucht sie nicht noch einen.
 
  • #87
Die "mangelnde Werschätzung" hast Du jetzt wieder hinzugedichtet.
Es ist für die Beziehung des FS nicht dasselbe, ob sie ihn unnattraktiv findet oder ihn als Mensch generell nicht mehr respektiert.

Ich habe nicht gesagt, dass sie den FS nicht wertschätzt, sondern dass ich ihn an ihrer Stelle nicht respektieren könnte - aufgrund der Angaben des FS.
- Sie kritisiert seine Gamerei - ist sein Hobby, darf er machen. Sie muss das nicht gut finden.
- Er schreibt, dass er seine Freizeit überwiegend auf dem Sofa verbringt (ist viel Freizeit bei einem TZ-Job) und generell nicht so der Aktive ist. Darf er machen, muss sie nicht gut finden.
- Er schreibt, dass er sie begrabscht (obwohl er ihre Distanz spürt) , wenn sie sich bei ihm anlehnt. Kann er versuchen, ist aber ausgesprochen respektlos/wenig wertschätzend gegenüber der Partnerin. Da sollte man nicht damit rechnen, dass sie ihm Zuneigung und Wertschätzung für so ein tumbes, übergriffiges Verhalten entgegen bringt.
- er glaubt, dass er 50/50 macht. Ich sage, dass man die Sicht nicht auf das Jetzt begrenzen kann, sondern sich die Zeitachse seit Problembeginn ansehen muss. Da kann er garkeine 50/50 machen, rein aus biologischen Gründen. Ich würde eine Mann nicht ernst nehmen, der mir sowas zu erzählen versucht.
- es ist auch ok, sich zu schonen und wegen einer Sportverletzung weniger Sport zu machen. Nicht ok ist, bei der Frau die körperlichen Prozesse und auch Erschöpfung um Geburt, Schwangerschaft und Stillzeit sowie deren weitreichende Auswirkungen zu ignoieren.
- Der FS ist mittelgradig depressiv. Das ist eine ernstzunehmende Krankheit, die den Partner extrem belastet.

Bis hier hin sehe ich das Verhalten und den geistigen Horizont eines abgeschlafften, hormongetriebenen 16-jährigen, nicht das Verhalten eines erwachsenen Mannes und Vaters eines sehr kleinen Kindes.
Das Kind ist ein Jahr als. Des "sexlos"-Problem existiert seit der Schwangerschaft, seit ca. 2 Jahren.
Glaubst Du selber allen Ernstes, dass da bei einer Frau noch ein Fitzelchen Respekt und Wertschätzung für den Mann übrig ist? Nein ist es nicht - alle 2-3 Wochen lässt sie es über sich ergehen, damit er Ruhe gibt. Das ist keine gute Idee, denn so manövriert sie sich als 2. Erwachsene des Haushalts in eine Depression.

Sie hätte die Beziehung satt er ist nur noch eine Belastung. Deswegn auch keine Sex und erst recht keine Hilfe für den Mann.
Ich habe nicht gesagt, dass sie die Beziehung satt hat - sie scheinen im Alltag als Team gut zu funktionieren.
Kein Sex ist hier keine "Bestrafungsaktion", sondern mangelndes Begehren und die Folge von tiefer Erschöpfung, nicht aus dem Workmodus herauskommen etc.
In der Situation muss sie dem Mann nicht helfen. Sie bräuchte selber Hilfe. Und seit wann ist Sex eine Hilfe.
 
  • #88
Aus meiner Sicht Unsinn. Wenn die Frau sich stärker belasten möchte, ist das aber in Ordnung. Das ist keine Begründung, die Beziehung deswegen zu vernachlässigen. Sorry, ich halte das einfach für Unsinn. Und es ist ja auch nicht in allen Beziehungen so. Ich bin sowieso generell dafür, dass Erziehungszeiten nur noch gleich geteilt werden dürfen.
Du bist ein Mann. Akzeptier doch bitte einfach, dass es Dinge gibt, die du nicht nachvollziehen können kannst.
Und natürlich gibt es Unterschiede auch bei Frauen.
Es soll ja keine Entschuldigung sein, dass Frau nicht aktiv an der Beziehung mitarbeitet. Aber es gibt durchaus gute Gründe, weshalb sie es evtl nicht kann.
Du kannst Hausarbeit, Arbeit etc von der Intensität und dem Stresslevel her einfach nicht damit vergleichen, dass als Frau dein ganzer Körper und deine ganze Psyche auf die Versorgung und den Schutz des Kindes ausgelegt sind. Du bist quasi in permanenter Alarmbereitschaft. Das ist einfach nicht vergleichbar mit dem normalen Kram, den man sich teilen kann. Das kannst du der Frau nicht abnehmen und das ist auch kein Vorwurf an die Männerwelt. Wir haben uns ja unsere Biologie nunmal nicht ausgesucht.
Manche Frauen (so auch ich) bekommen postnatale Depression bis hin zu psychotischen Symptomen. Einfach nur, weil die Hormone so krass herum wirbeln. Kennst du als Mann nicht. Sei dankbar und überprüf vielleicht mal dein Weltbild in diesen Dingen.

Ich sehe übrigens nach wie vor ein ganz großes Problem in der erwähnten Depression. Diese Erkrankung ist auch nicht grad auf die leichte Schulter zu nehmen. Der FS wird seine Schwierigkeit im Alltag haben.

Die Aussage, wo der Mann hin sei, in den sie sich verliebt hat, ist mMn Augenwischerei. Es impliziert, dass Menschen sich a) nicht zu ändern haben (was sie aber tun und mit 35 sollte sie das wissen) und b) dass sie noch die gleiche wäre, was augenscheinlich nicht der Fall ist.


Ich denke, hier ist ein Paar, das viele Veränderungen in kurzer Zeit durchlebt, Belastungen bei beiden Partnern hat und damit gerade überfordert ist.
Was hier hilft sind Zeit, Freiraum und Geduld. Keine Forderungen, sondern Verständnis für die Belastungen und Bedürfnisse des jeweils anderen.
Dem FS täte vielleicht eine Therapie gegen seine Depression gut, das muss ja nicht gleich die Sitzung auf der Couch sein, es gibt ja viele Möglichkeiten.
Die Freundin des FS braucht mal Auszeit vom Alltagsstress und beide müssten an ihrer wertschätzenden Wahrnehmung des andern arbeiten.
 
  • #89
Die Diskussion über die Rolle der Frau als Mutter und Partnerin in diesem Thread finde ich sehr interessant. Ich habe den Eindruck bekommen, dass die Männer irgendwie mit den Kindern konkurrieren. Nach dem Motto, sie liebt mich nicht mehr, weil sie jetzt ein Kind hat. Woher kommt es, frage ich mich? Ist es ein Instinkt oder falsche Erziehung? Ist es sogar Neid? Können Männer keine Richtige Beziehung zu ihren eigenen Kindern aufbauen? Es kommt mir so vor, als ob die Männer sich permanent in der Familie nicht nur sexuell sondern auch seelisch vernachlässigt fühlt. Sie fühlen sich wie ein ungeliebtes Adoptivkind, das jetzt von der Mutter verstoßen wurde, weil sie jetzt endlich mal Schwanger geworden ist. Und deshalb frage ich mich, ob die Männer überhaupt über ihre Rolle in der Partnerschaft und Familie bewusst sind? Welche Vorstellung haben Männer über die Familie? Ich bekomme langsam den Eindruck, dass die Männer sich minderwertig fühlen und Kind bleiben (wollen). Deren Körper ist zwar groß, sie sind alle kräftig und haben tiefe Stimme aber tief in ihren Inneren sind sie alle kleine Jungs, die an die Brust der Mami wollen. Da die Mami nicht will/kann, muss eine andere Frau kommen und so gibt es eine unglaubliche Masse an Männern die permanent sich auf einer seelischen Flucht befinden, nie zur Ruhe kommen und niemals ankommen werden.
In diesem Fall lohnt es sich darüber nachzudenken, wie man aus dieser Spirale herausfinden kann.
 
  • #90
Ist sie denn noch die Frau, in die er sich verliebt hat?
Wohl kaum. Menschen verändern sich.
Was er tun kann, statt zu zocken eine Runde um den Block gehen. Sportlich das machen, was trotz Sportverletzung möglich ist.
Nicht ständig aufeinander hocken.
Keine Versuche nach mehr starten beim Kuscheln. Etwas unabhängiger sein. Anderes Hobby ausser Zocken suchen.
Freundlich sein, aber die Frau in Ruhe lassen. Dich Einbringen, aber auch dein eigenes Ding machen.
 
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