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  • #91
Du bist ein Mann. Akzeptier doch bitte einfach, dass es Dinge gibt, die du nicht nachvollziehen können kannst.

Ok. Akzeptiert.

Dann etwas hintergründiger.

Frauen möchten das Gefühl haben, dass sie in einer Beziehung gewertschätzt werden für das was sie tun. Männer auch. Wenn ich als Mann, und dabei geht es nicht um Sex, das Gefühl habe, ich bin überflüssig, dann besteht die Gefahr, dass ich mich Stück für Stück aus der Beziehung entferne oder das Gefühl habe, dass ich nicht mehr gebraucht werde, im schlimmeren Fall nicht mehr dazugehöre oder durch das Kind ersetzt werd.

Natürlich diskutiere ich nicht ernsthaft über biologische Anteile. Aber das, was hier von Frauenseite zum Teil kommt, geht in die Richtung und ich halte es für falsch, dieses Gefühl in einer Beziehung zu vermitteln. Der FS ist offenbar ein Mann, der tut, was er kann. Dass er deswegen nicht den ganzen Tag Lobeshymnen bekommt, ist logisch. Dass er mitgeteilt bekommt, dass er nicht genug tut und, schlimmer, dass er auch nie genug tun kann, halte ich hier für gefährlich.

Ich selbst bin als Kind schon darauf getrimmt, es recht zu machen. Ich war nie gut genug. Eine typische Mutterunart, die viele Frauen aufweisen. Wenn die für ihr eigenes Ego dann noch das Gefühl brauchen, dass sie sowieso die allein wichtige Person sind, reagieren Männer wie ich irgendwann mit Resignation. Hinter einer Möhre, die ich sowieso nicht bekomme, laufe ich nicht mehr her.

Die Folge ist, dass die Frau dann irgendwann alleine dasteht. Nicht nur, weil es zu wenig Sex gäbe. Sondern im Kern, weil der Mann es satt hat, den ganzen Tag hinter der Möhre herzulaufen. Aus meiner männlichen Sicht ist das einer der Hauptgründe, fremdzugehen. Die andere Frau findet ihn erstmal toll und gibt ihm dieses Gefühl, dass er bei seiner Partnerin überhaupt nicht mehr hat. Das ist jetzt sicher überspitzt ausgedrückt, aber über die Tendenz sollte vielleicht die eine oder andere Frau mal nachdenken.
 
  • #92
Ich selbst bin als Kind schon darauf getrimmt, es recht zu machen
Mag sein. Deshalb siehst du das durch deine Brille. Dieses Gefühl können Mütter auch Töchtern vermitteln oder Väter auch ihren Kindern.
Was ich festgestellt habe: Männer mit einer übergriffen, dominanten Mutter können selber zu Dominanz neigen. Verstehen unter auf den anderen Eingehen sich Aufgeben oder Unterordnung und lehnen das deshalb kategorisch ab und gehen in eine Abwehrhaltung oder neigen zur Überanpassung Wie immer geht es um das Gleichgewicht zwischen bei sich sein und die Umwelt berücksichtigen.
Das ist für alle Menschen eine Herausforderung
Und ein Kind verändert das System von bisher zwei Menschen. Inwieweit die Frau mit ihren eigenen Mustern, möglicherweise schlecht loslassen, Fixierung auf das Kind o. ä. dazu beiträgt, lässt sich nur spekulieren.
Deshalb wäre eine Paarberatung gut, wo beide Seiten gesehen werden.
Wie ist der Mann und die Frau mit dem Herzen dabei?
Was ist mit der Liebe? Wie weiblich fühlt sie sich und wie männlich er?
Das lässt sich nicht alles in einem Forum abhandeln.
 
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  • #93
Okay @ Lebens_Lust,

Dem kann ich sogar sehr gut folgen.
Ich stimme dir auch zu, dass es nicht richtig ist, dass Mann bzw. der FS nicht genug tun könnte - genug kann in dem Fall auch nicht heißen, dass er exakt die gleichen Anteile hat. Genug würde wohl heißen, er tut, was er kann und akzeptiert, dass er einiges der Frau nicht abnehmen kann. Es kann nicht heißen, dass die Beziehungsarbeit an ihm hängen bleibt.

Das größte Problem an dem, was du beschreibst ist sicherlich, dass keiner je ganz verstehen kann, was das jeweils andere Geschlecht leistet und welche Bedürfnisse es hat.

Ich kenne das "niemals genug sein" aus meiner Kindheit ebenso und trage das vielleicht auch für den Rest des Lebens mit mir herum. Auch an uns Frauen werden enorm hohe Ansprüche gestellt und wir bekommen selten Anerkennung. Stattdessen darf man sich Sätze anhören wie " du hast das Kind ja gewollt" o. ä. Aber ich meine auch, dass Frauen insgesamt schwerer zufrieden zu stellen sind. Ich liebe mein Frausein, fühle mich bei Männern aber oft wohler. Genau deshalb.

In meiner Ex Ehe hat sich mein Exmann den Hintern aufgerissen bei der Arbeit, weil er uns gut versorgen wollte.
Wenn er heim kam, und dann noch Haushalt zu tun war, empfand er das als Belastung. Er schuftet doch schon den ganzen Tag, wieso bekomme ich das nicht hin?
Er war aber nie dort, wo ich ihn als Vater und Partner wirklich gebraucht hätte. Er hat immer nur dort geackert, wo er dachte, dass es wichtig wäre und sich dann gefragt, warum ich das nicht so positiv sehen kann. Dabei hat er uns trotz guter Absicht einfach nur im Stich gelassen.

Ich denke, dass es vielen Paaren so geht : beide müssen darüber kommunizieren, was sie brauchen und dann auch aufeinander eingehen.
Wenn du in der Schule ein Pferd basteln sollst, dann aber stattdessen einen Bauernhof bastelst, war die Arbeit eventuell sogar aufwändiger, aber das Ergebnis bleibt eine nicht erfüllte Aufgabe. Für die Pferdeherde leistet der Bauernhof keinen sinnvollen Beitrag.
Mal bildlich gesprochen.

Das ist aber ein Problem, dass ich auf beiden Seiten sehe und nichts, was ich den Männern allein zuschreiben würde.
 
  • #94
Das größte Problem an dem, was du beschreibst ist sicherlich, dass keiner je ganz verstehen kann, was das jeweils andere Geschlecht leistet und welche Bedürfnisse es hat.

Letztlich fehlende Kommunikation. Und die Anerkennung, dass der oder die andere etwas leistet und dass man sich mit dem zufrieden gibt, was er leisten kann oder will. Daran ist meine Ehe auch gescheitert, wenn ich es rückwirkend betrachte.

In meiner Ex Ehe hat sich mein Exmann den Hintern aufgerissen bei der Arbeit, weil er uns gut versorgen wollte.
Wenn er heim kam, und dann noch Haushalt zu tun war, empfand er das als Belastung. Er schuftet doch schon den ganzen Tag, wieso bekomme ich das nicht hin?

Das ist dann die logische Folge. Du hast Deinen Teil erbracht, er seinen. Du hast gemeint, er tut nicht genug. Er schon.

Er war aber nie dort, wo ich ihn als Vater und Partner wirklich gebraucht hätte.

Du aber auch nie dort, wo er Dich als Partnerin gebraucht hätte. Eine Mutter hatte er, die hat er nicht gebraucht. Dein Freud´scher in dem Fall ist symptomatisch :)
Und da Du ihn sowieso nicht brauchen konntest, ist er halt gegangen. Warum in einer Beziehung bleiben, in der man überflüssig ist. Der Teil, den er eingebracht hat, den brauchtest Du offenbar nicht.

Bevor man Kinder hat, ist man 100% Partner. Es ist vollkommen klar, dass die Bedeutung des Partners zurückgeht und das die Frau sich dann auf das Kind konzentriert. Natürlich muss ich damit als Mann klarkommen. Wenn sich das bei 30% einpendelt, ist es in Ordnung. Ich will jetzt hier gar nicht die vorletzte Generation anführen, wo die Frauen 8 Kinder bekommen haben und am nächsten Tag doch wieder auf dem Feld waren. Das war sicher das andere Extrem.

Wenn es aber deutlich weniger wird dann geht die Bedeutung gegen Null. Dann gehe ich lieber irgendwo dahin, wo ich klar gebraucht werde. Zur netten Kollegin oder zu irgendeiner anderen Frau, für die ich als Partner wertvoll bin. Die Frau geht ja auch zum Kind, von dem sie gebraucht wird.
Das ist das, was ich als Empfehlung aus männlicher Sicht gebe: Wenn Du nicht mehr gebraucht wirst und wenn Du sowieso nichts recht machen kannst, geht lieber da hin, wo Du Anerkennung findest. Dahinter steht als Botschaft für die Frau: gib Deinem Partner das Gefühl, dass er auch noch gebraucht wird. Wird er nicht gebraucht, kannst Du das ja dann als AE durchziehen und Dich beklagen, dass Du keine Hilfe bekommen hast. Vielleicht merkst Du ja dann, dass er doch einen Anteil hatte. Auch wenn es natürlich nicht gereicht hat.

Das ist aber ein Problem, dass ich auf beiden Seiten sehe und nichts, was ich den Männern allein zuschreiben würde.

Selbstverständlich. Ich bringe ja nur die männliche Sicht in die Diskussion ein.
 
  • #95
Was ich festgestellt habe: Männer mit einer übergriffen, dominanten Mutter können selber zu Dominanz neigen. Verstehen unter auf den anderen Eingehen sich Aufgeben oder Unterordnung und lehnen das deshalb kategorisch ab und gehen in eine Abwehrhaltung oder neigen zur Überanpassung

Ja, das kann gut sein.
Die Frauen, die mit der Leistung des Partners nie zufrieden sind und die nicht anerkennen können, werden das auch auf ihre Kinder übertragen. Und da ja die Frauen nach wie vor den größten Beitrag bei der Erziehung leisten, ist ihr Einfluss leider groß. Wie in so vielen Fällen: Frauen, die sich über Männer beklagen, sollten reflektieren, was sie dann bei ihren Kindern oder Söhnen anders machen. Und nur über den Mann zu maulen ist dafür sicher nicht hilfreich.
 
  • #96
Du ziehst die falschen Schlüsse aus dem wenigen, was du liest. Versuch doch nicht, Dinge zu beurteilen, die du nicht beurteilen kannst.

Grundsätzlich sund Partner ja keine Bedürfniserfüller, aber wenn man nicht aufeinander eingeht, wird es für beide auf Dauer unschön.

Es ist auch ein großer Unterschied, ob man auf den Partner nicht eingehen will oder ob es nicht geht. Und auch müssen beide bereit sein, einzelne Bedürfnisse zugunsten der Partnerschaft zurückzunehmen.

Wenn du den ganzen Tag ein klammerndes Schreibaby betreust, teilweise stundenlang spazieren gehst, damit es überhaupt mal schläft, hundemüde bist und dann den Haushalt nicht schaffst, missachtest du das Bedürfnis des Partners nicht, du kannst es nicht erfüllen und - im Falle des Haushalts- ist es auch etwas, das sich unterordnen kann. Das Bedürfnis nach einer sauberen Wohnung kann sich der Partner selbst erfüllen oder warten, bis bessere Zeiten kommen.
Er kann aber auch überlegen, ob er zwei Stunden früher heim kommt und die Mutter seines Kindes unterstützt. Die putzt und kocht dann sicher gerne, wenn er in der Zeit das Kind betreut.


Wenn Frau mit Frühchen im Krankenhaus liegt und noch weitere Kinder daheim hat, der Mann aber lieber tagelang die Küche von Freunden aufbaut, anstatt für seine Familie da zu sein, dann wählt er, die Bedürfnisse der ganzen Familie zu missachten.

Das ist der Unterschied. Niemand kann immer für den andern da sein, aber die Frage ist, ob das situativ bedingt ist oder so gewählt wurde.
Wenn ich immer nur meine eigenen Bedürfnisse befriedige, woher soll die Anerkennung kommen?
Vor allem kannst du dem Partner noch so sehr das Gefühl geben oder es lauthals rausposaunen, dass er gebraucht wird, er muss auch darauf eingehen.
 
  • #97
Aber das, was hier von Frauenseite zum Teil kommt, geht in die Richtung und ich halte es für falsch, dieses Gefühl in einer Beziehung zu vermitteln. Der FS ist offenbar ein Mann, der tut, was er kann. Dass er deswegen nicht den ganzen Tag Lobeshymnen bekommt, ist logisch. Dass er mitgeteilt bekommt, dass er nicht genug tut und, schlimmer, dass er auch nie genug tun kann, halte ich hier für gefährlich.

So kommt es bei Dir an, ist aber nicht so gemeint.
Die biologischen Fakten haben nun einige Frauen dargelegt, aus Erfahrung.
Es ist so, und diese Belastung ist nicht klein zu reden. Das ist einfach ein Punkt, den der jeweilige Vater nicht ändern kann.

Unterstützung ist wichtig, und gut. Noch wichtiger ist es, anzuerkennen, dass diese Belastung on top ist und da dann die reine Aufteilung der sonstigen Dinge 50/50 evtl. eben nicht ausreicht, weil diese Aufteilung dazu führt - wie hier - dass die Frau erschöpft ist.

Es ist aber schwierig, den richtigen Weg zu finden, die Frau weiß oft genug nicht, wie sie entlastet werden kann, der Mann weiß es erst recht nicht, weil er die Hinweise bräuchte.

Da muss man sich jeden Fall einzeln anschauen, welche Strukturen gibt es, welche Muster, was für Aufgaben, welche Vorstellungen...
Wir Frauen haben oft mit einem anerzogenen Anspruch zu tun, der Stress befeuert.
Perfekte Mutter von jetzt auf gleich, perfekt im Haushalt, und im Job, und dann am besten noch die perfekte Liebhaberin... Das geht nicht.

Niemand will hier Männern vermitteln, dass sie nicht genug seien, und erst recht nicht, dass sie es nie sein könnten.
Wir Frauen wünschen uns nur Verständnis für diese besondere Zeit und die Belastungen, die Schwangerschaft, Geburt und Säuglingszeit mit sich bringen.

Und so wie es bei Dir ungut ankommt, kommt bei Frauen das an - er hat ein Recht auf Sex, sie muss liefern, Frau ist ja selbst schuld, schließlich will sie das Kind.
Dass man hier der Frau zusätzlich unterstellt, sie hätte ihm das Kind mit Absicht untergeschoben, ist richtig unfair.

Männer sind an Schwangerschaften zu 50% beteiligt.

Und bitte berücksichtigen - es gibt genug Männer, die gerne Väter werden, die Kind(er) wollen - und sich so beteiligen, dass es für Beide eine zwar anstrengende, herausfordernde, aber beglückende Zeit ist.

Ich sehe gerade in meiner Nachbarschaft junge Eltern, die miteinander Schwangerschaft - war nicht ganz so früh geplant - Geburt und jetzt die Säuglingszeit gestalten - und beide nehmen sich bewusst auch ihre Zeiten. Da kann sie allerdings auch gut und beruhigt abgeben.
Tolle Eltern, und ein super Paar.

W, 51
 
  • #98
Du aber auch nie dort, wo er Dich als Partnerin gebraucht hätte. Eine Mutter hatte er, die hat er nicht gebraucht. Dein Freud´scher in dem Fall ist symptomatisch :)

Kommunikation 😉
Aus Frauensicht kein Freudscher Versprecher - Der Mann wird für das Kind als Vater gebraucht, und für die Frau als Partner.
Und da war er dann jeweils nicht da.

Oft ist es genau so - jede*r macht und tut, und meint, sie /er tut ihr/sein Bestes.
Rackert evtl. über die eigenen Grenzen hinaus.
Statt miteinander zu reden, was jede*r vom anderen erwartet - und was leistbar ist.

Und leider wird oft auch nicht zugehört, gut meinen ist leider oft das Gegenteil von gut machen.

Partnerschaft ist Miteinander, und kein Selbstläufer.
Ohne eine gute Kommunikation, gegenseitiges Verständnis, Wertschätzung funktioniert es nicht auf Dauer.

Und wenn ich zurück schaue auf meine Partnerschaften - letztendlich sind sie an der fehlenden Kommunikation gescheitert.
Man meint, denkt, möchte, hört ich, versteht nicht - und irgendwann verliert man sich.
Ganz leise.

W, 51
 
  • #99
werden das auch auf ihre Kinder übertragen. Und da ja die Frauen nach wie vor den größten Beitrag bei der Erziehung leisten, ist ihr Einfluss leider groß.
Nochmal: es gibt auch Männer, die als Väter ihre Söhne und Töchter z. B. dem Leistungsprinzip unterwerfen. Z. B. Sehr erfolgreiche, berühmte Männer, deren Söhne den Weg des Vaters nicht einschlagen können/ wollen, sich jahrelang mit dem falschen, aufgezwungenen Studium rumschlagen und "Looser" werden. Gar nichts mehr auf die Kette kriegen und in den Gegenpol rutschen.
Und dominante Frauen werden auch von den Männern ausgesucht. Die Lücke, die Männer hinterlassen, wenn sie sich auf die Ernährerrolle zurückziehen und sich seelisch/ erzieherisch wenig in die Familie einbringen, füllen dann die Frauen aus.
Das tut niemanden gut. Früher noch extremer- warte, bis der Vater noch Hause kommt, der war dann für die Körperstrafen zuständig. Für alles sonstige gefühlsmässige, emotionale die Frau.
Jüngere Väter bringen sich sehr wohl in die Erziehung ein, sind auch in der Lage, sich mit dem Kind zu beschäftigen, etc.
Ich habe einen Bekannten, der sehr unter seiner dominanten Mutter litt.
Als Partnerinnen sucht er sich immer wieder domuminante, manipulative Frauen aus. Er will die harte Hand. Weichere, kooperativere Frauen sind für ihn uninteressant bzw. er versucht zu domieren. Augenhöhe kann er nicht, es muss immer einer oben oder unten sein.
Es ist zu kurz gegriffen, aus deiner persönlichen Erfahrung pauschal den Müttern/ Frauen die Schuld zu geben.
Es gibt auch dominante Männer und auch Töchter können dominante Väter oder Mütter haben. Es kann jeder nur schauen, was er / sie heute tun kann.
 
  • #100
Ohne Ankündigung nicht, da bin ich bei dir.
Eine klare Aussage a la Entweder ich bekomme genug Sex von dir oder ich hole mir den woanders ...... wäre wohl zielführender als die Bettelei.

Ihr ist die Exclusivität wichtig, sie will dafür aber nichts tun ... sprich: Gegenleistung NULL - so geht's eben auch nicht.
Ganz einfach - du bekommst die Brezel nur, wenn du sie auch bezahlst.

Mir fällt das schon länger auf - jetzt nicht unbedingt bei dir @mokuyobi .Viele Frauen denken hier, das Mann müsse und sie dürfen ..... und das ist falsch.
Ganz allgemein betrachtet - auch ihr Frauen müsst dafür sorgen, dass Mann zufrieden ist. Sonst ist Mann weg .
 
  • #101
Es gibt auch dominante Männer und auch Töchter können dominante Väter oder Mütter haben. Es kann jeder nur schauen, was er / sie heute tun kann.

Das ist für mich ein Kernsatz. Wenn wir nicht über unsere Prägung hinausgehen, verbleiben wir in unseren ungesunden Mustern. Vor allem suchen wir dann schnell nach Schuldigen im Außen.
Und nur ein kleiner Nachsatz zum Mütter Thema : die Abwesenheit von Elternteilen kann erheblichen Einfluss auf die Entwicklung und die Beziehungsfähigkeit eines Kindes haben. Und mittlerweile, da Kinder viel früher auch der Gesellschaft begegnen, nehmen äußere Einflüsse an Bedeutung zu.

Früher wurden Bindungsstörungen der Mutter zugeschrieben. Heute geht man davon aus, dass die Hauptbezugsperson nicht die Mutter sein muss.

Lionne, du hast es mal wieder sehr gut geschrieben und verständlich ausgedrückt, was ich meine.
 
  • #102
Durch deine Depressionen, dein Gaming-Verhalten, TZ-Arbeit etc. strahlst du für sie etwas Unerotisches aus. Vielleicht fehlt ihr einfach ein starker Mann an ihrer Seite.
Das ist ein sehr interessanter Punkt, ich denke hier liegt der Hase im Pfeffer.
Männlich kann aber nicht sein, es der Frau nun gerade absichtlich NICHT recht zu machen, falls Du das als Schluss gemeint hast. Dazu noch was im nächsten Beitrag, denn ich denke schon, dass Du recht hast damit, dass er nicht nach ihrer Pfeife springen sollte.

Er sagt ja, dass sie sagte "wo ist der Mann, in den ich mich verliebt habe". Ja, kann heißen, er war dieser mal. Kann auch heißen, dass sie jetzt erst richtig sieht, wie er ist, und sich fragt, was sie sich vorgemacht hat. Ich denke, vor allem heißt es: Warum bist du jetzt nicht so anders, wie ich dich jetzt bräuchte.

Sie hat immer noch den Mann von vorher.

Mein Verdacht ist, dass sie ihn nie als starken Mann wahrgenommen haben kann und auch gar nicht so einen Mann wollte, der sich von ihr nicht lenken lässt . Er ist jünger und seine Hobbys sind für sie ja eher Teenie-Kram (Zocken). Dann scheint er auch kein Mann gewesen zu sein, der sich durchs Leben "bulldozert", er hat Depressionen, scheint ein nachdenklicher und empfindsamer Mensch zu sein.
Das fällt vielleicht jetzt alles viel schwerer ins Gewicht als früher als störender Punkt.
 
  • #103
Es ist sicher unangenehm, Sex zu wollen und keinen zu bekommen.
Es ist unangenehm, mit jemanden Sex zu haben, dem man nicht begehrt.
Dss kann sich wie eine ( Selbst)- Vergewaltigung anfühlen.
Es geht ja nicht darum, dem anderen dass Lieblingsessen zu kochen.
Es geht um intimste Bereiche.
Ich kann nur abraten davon, Sex zu machen, dem man nicht selber will.
Ich kann auch verstehen, wenn jemand nicht dauerhaft ohne Sex leben will.
Im übrigen gibt es auch immer wieder Frauen, die sich beschweren, dass die Männer keinen Sex wollen.
Rät man den Männern auch, sie müssten sich halt überwinden, an England denken, und mit der Frau schlafen um die zufrieden zu stellen? Das ist doch Schwachsinn, mit Verlaub.
Den Männern, die fordern, die Frau muss halt liefern? Stellt euch eine für euch unattraktive Frau im Bekanntenkreis vor und stellt euch vor, ihr müsstet mit ihr schlafen .Also entweder beide arrangieren sich mit der Sexoisigkeit, suchen eine Paarberatung auf, arbeiten an sich oder der Beziehung...trennen sich , gehen fremd.
Wovon ich abraten würde: Sex um den anderen zu halten.
Wenn nicht beide an der Beziehung arbeiten wollen, gibt es noch die Möglichkeit der Trennung.
 
  • #104
Eine klare Aussage a la Entweder ich bekomme genug Sex von dir oder ich hole mir den woanders ...... wäre wohl zielführender als die Bettelei.
Das tun allerdings die wenigsten Männer.
Denn dann könnte sie irgendwann auf die Idee kommen, das gleiche Recht für sich zu beanspruchen. Gerade in Beziehungen, wo der Sex aufgrund der Lustlosigkeit der Frau lahmt.
Sie könnte ja plötzlich so was wie befriedigenden Sex haben, nämlich mit einem anderen.
Drängelnde Männer wollen nicht, dass der Sex für die Partnerin erfüllend ist. Es interessiert sie schlicht nicht. Die wollen ihre eigene Triebabfuhr und dafür den Körper der Frau benutzen, die das gefälligst klaglos mitmachen soll..
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #105
Ich kenne einen Mann, optisch absolut ein Frauentyp, aber mit sehr empfindsamer Seele und Liebe suchend, die liebende und verstehende Mutter in einer Frau suchend. Hatte mit Anfang 20 ne ältere Partnerin, die schnell schwanger wurde und auch ständig an ihm rumkritisierte, was so seine Hobbys sind usw.. Der war noch ein Junge, das stimmt. Aber er war es auch VORHER, bevor er sie geschwängert hatte.

So einen Mann, der in der Beziehung den Ton angibt, hatte sie sich nicht gewählt, sie wollte den Ton angeben, damit sie den Mann so lenken kann, wie sie es braucht.
Das ging nur mit einem labileren, der selbst noch unbedingte Geborgenheit suchte.

Ich vermute, beim FS liegt es ähnlich.

#88 von @Lavieestbelle geht auch in die Richtung, die ich meine, nur seh ich das Problem auch bei der Frau, die auf einmal was anderes braucht und will. Die kann sich auch nicht wie ein Kind verhalten und erwarten, dass sich was von allein ändert.

Es änderte sich der Mann halt nicht in der Schwangerschaft zu mehr "starker-Mann"-Eigenschaften, bei dem die Frau das Gefühl haben kann, komplett die Verantwortung abgeben zu können.
Dazu braucht sie ja Vertrauen, dass alles so läuft, dass sie beruhigt sein kann (das wird ihre Lernaufgabe, dass sie nie 100% Sicherheit serviert kriegen wird).
Für Augenhöhe muss ein "schwacher Mann" stark werden NEBEN IHR, also erstmal ihre Dominanzstellung in eine gleichberechtigte kriegen. Und sie muss das zulassen, denn Mr. Perfekt aus ihren Vorstellungen kriegt sie nicht, so wie sie auch nicht Mrs. Perfekt ist.

Das ist das Schwerste für beide überhaupt, Reifwerden, Beziehungsende riskieren, Konflikte aushalten, aushalten, vielleicht nicht mehr geliebt zu werden, Illusionen verlieren.

Sie wird natürlich immer noch versuchen, ihn zu dominieren, und gerade bei einem Kind finde ich schwierig, NICHT zu tun, was die Frau empfiehlt (ich denke da gerade wieder an den Vater, der sein Baby allein auf dem hohen Wickeltisch liegen lassen wollte, um was aus dem Bad zu holen. Zum Glück ist das Kind dann nur mal von der Couch gefallen, weil es sich eben doch schon mehr rollte, als er meinte).

Ja, und dominante Frauen neigen aber dazu, dem Mann selbst beim Tischabwischen reinzuquatschen und vor allem, ALLES von seiner Zeit zu kürzen und zu sagen "Freizeit ist nicht, denn da liegen noch xyz und eigentlich müsste mal wieder gewischt werden".

Das wäre mE die persönliche Lernaufgabe für den FS: Sich durchsetzen bei der Übernahme der Verantwortung für die Partnerschaft, das Kind und natürlich sich selbst und seinem Freiraum.
Merke: Nicht NUR seinem Freiraum, wie das nach meiner Beobachtung viel Männer einfach machen, weil ihnen alles auf die Nerven geht und sie lieber bequem denken: Ja, wenn du meinst, dass nur du es richtig machen kannst, mach es halt allein.

Dann wäre er auch wieder sexy, denke ich.
Da er aber mit sich und Depressionen zu tun hat, ist das ganze viel komplizierter.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #106
Wenn du den ganzen Tag ein klammerndes Schreibaby betreust, teilweise stundenlang spazieren gehst, damit es überhaupt mal schläft, hundemüde bist und dann den Haushalt nicht schaffst, missachtest du das Bedürfnis des Partners nicht, du kannst es nicht erfüllen und - im Falle des Haushalts- ist es auch etwas, das sich unterordnen kann.

Wenn Frau mit Frühchen im Krankenhaus liegt und noch weitere Kinder daheim hat, der Mann aber lieber tagelang die Küche von Freunden aufbaut, anstatt für seine Familie da zu sein, dann wählt er, die Bedürfnisse der ganzen Familie zu missachten.

Ich lese hier nichts von drei Kindern, die mit Fehlentwicklungen kämpfen und einem zusätzlichen 6-Monats-Frühchen im Krankenhaus, während sich der Mann irgendwo vergnügt.
Ich lese von einer ganz normalen kleinen Familie mit einem Kind, das 1 Jahr alt ist, Eltern, die beide Teilzeit arbeiten, einem Mann, der sich engagiert beteiligt. Wir antworten auf unterschiedliche Ausgangssituationen. Wir kommunizieren komplett aneinander vorbei.

Ich habe keine Kinder, aber ich hatte immer Partnerinnen, die ihr Leben schon vor dem Kind problemlos bewältigen konnten und bei denen ich, so weit sie jetzt teilweise auch Kinder haben, sehe, dass sie das auch ohne größere Katastrophen bewältigen (ich schreibe nicht, ohne jeden Aufwand). Da ist immer auch noch Zeit für den Partner und da ist immer ein Partner so ausgewählt, dass er unterstützt und dies wird anerkannt.
Hier antworten reihenweise Frauen, die AE sind oder kurz davor und bei denen natürlich alle "Schuld" beim Mann liegt. Die zum Teil auch "gerne" allein sind. Es sei ihnen gegönnt.


Kommunikation 😉
Aus Frauensicht kein Freudscher Versprecher - Der Mann wird für das Kind als Vater gebraucht, und für die Frau als Partner.
Und da war er dann jeweils nicht da.

Vollkommen richtig. Aber eben in beiden Richtungen. Oder es wird zwar viel erwartet, aber nicht mehr im Sinne einer Beziehung. Die ist nämlich beidseitig. Sorry, ein Kind ist ein Add-On für eine Beziehung. Wenn sich die Prioritäten komplett in Richtung Kind verschieben, ist der Mann überflüssig. Und einigen Frauen hier kann der Mann ja gar nicht helfen...

Man meint, denkt, möchte, hört ich, versteht nicht - und irgendwann verliert man sich.
Ganz leise.

Ja, war bei mir auch schon so. Deswegen kann ich nur raten, das anders zu machen. Dazu gehört, die Beziehung zu pflegen. Und, erst notfalls, vom toten Pferd abzusteigen.
 
  • #107
Es ist sicher unangenehm, Sex zu wollen und keinen zu bekommen.
Es ist unangenehm, mit jemanden Sex zu haben, dem man nicht begehrt.
Dss kann sich wie eine ( Selbst)- Vergewaltigung anfühlen.

Der Knackpunkt liegt woanders. Wenn die Situation so ist, wie Du es beschreibst, ist die Beziehung kaputt. Wenn man den anderen nicht mehr begehrt, ist es falsch, mit ihm Sex zu haben. Wenn man den anderen nicht mehr begehrt, sollte man die Beziehung beenden.

Und ein Kind verändert das System von bisher zwei Menschen.
Deshalb wäre eine Paarberatung gut, wo beide Seiten gesehen werden.

Ich sehe hier auch eine Paarberatung als wichtig an. Wir lesen ja auch nur seine Sicht. Die klingt für mich aber nicht nach dem üblichen "Ich will einen sauberen Haushalt und Sex, wenn ich nach Hause komme".

Mag sein, dass ich der einzige Mann bin, der das so sieht. Aber: ich habe eine Partnerin, weil ich mir eine Beziehung wünsche. Auf Sex möchte ich das keinesfalls reduzieren, aber auch das ist ein wesentlicher Teil.
Ein Kind ist für mich eine Ergänzung. Selbstverständlich mit Auswirkungen auf das System. Im Kern des Systems steht aber für mich immer noch die Beziehung. "Schatz, irgendwann sind die drei ja mit dem Studium fertig und dann haben wir wieder Zeit füreinander" ist zu wenig.
Ich habe nicht eine Beziehung, um ein Kind zu bekommen. Bei manchen Frauen hier ist ja auch in anderen Threads mehr oder weniger klar zu lesen, dass der Mann in erster Linie Zweck zum Kind ist und wichtig dafür, die Ressourcen dafür bereitzustellen.

Der FS steht dafür offenbar nicht zur Verfügung. Er möchte sich gleichberechtigt einbringen und beteiligen. Teilzeitarbeit, Aufteilung der Nächte, gemeinsame Hausarbeit. Natürlich innerhalb biologischer Grenzen, aber die Frau wird auch nicht die Wasserkisten in den dritten Stock schleppen. Das ist auch meine Sichtweise. Gemeinsamkeit. Wenn eine als gleichmäßig anerkannte Beteiligung aus Sicht einer Frau nicht möglich ist, wird es schwierig. Wenn für eine Frau die Beziehung zu weit hinter dem Kind zurücksteht, auch.

Deswegen aus meiner männlichen Sicht der Rat: an der Beziehung arbeiten. Auch mit professioneller Unterstützung. Klar machen, dass die Beziehung ihm wichtig ist und dass er zu große Einschränkungen der Beziehung nicht dauerhaft hinnehmen möchte.
Wenn das nicht hilft, die Konsequenzen ziehen. So wie es ja Frauen völlig berechtigt auch machen, wenn der Mann sich nicht einbringt. Das Leben ist zu kurz, um sich mit Partnern oder Partnerinnen abzugeben, die eine komplett andere Vorstellung davon haben.
 
  • #108
#88 von @Lavieestbelle geht auch in die Richtung, die ich meine, nur seh ich das Problem auch bei der Frau, die auf einmal was anderes braucht und will. Die kann sich auch nicht wie ein Kind verhalten und erwarten, dass sich was von allein ändert.
Ich denke, dass die Menschen mit ihren Aufgaben wachsen (können). Kein Mensch kommt als Mutter oder Vater auf die Welt und es gibt auch keinen Schalter, wo man betätigen kann und sagen kann, ok, jetzt bin ich kein Kind mehr und jetzt benehme ich mich wie ein Erwachsener.
Aber ich gebe dir in sofern Recht, dass in vielen Beziehungen einen gewissen Machtkampf herrscht. Wer gibt den Ton an, ist für vielen Menschen sehr wichtig. Es gibt keinen Gemeinsamen Weg. Es gibt kein Dialog. Es geht nur darum, wer setzt sich durch. Es geht gar nicht um die Sache und das finde ich sehr schade, dass viele Menschen es so sehen. Es geht nur darum, wie mache ich die andere Seite fertig. Das macht mich sehr traurig.

Von einer Seite erwarten die Männer eine starke Frau an ihrer Seite. Sie wollen eine Partnerin, die sich durchsetzt und stark ist. Von der anderen Seite darf sie sich nicht durchsetzen. Sie darf nicht ihre eigene Meinung haben. Sie wollen eine starke und dennoch in sich zerbrochenen Frau sehen. Es ist total paradox.
Ich wünsche mir jedenfalls mehr Dialog auf Augenhöhe, mehr gemeinsam anstatt einsam gegeneinander. Ich wünsche mir mehr Humor und Gestaltung, Kuchen und Nudelsalat. Das wäre schön :).
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #109
Der Knackpunkt liegt woanders. Wenn die Situation so ist, wie Du es beschreibst, ist die Beziehung kaputt. Wenn man den anderen nicht mehr begehrt, ist es falsch, mit ihm Sex zu haben.
Es ist auch falsch Sex zu haben, wenn ihn einer nicht will, egal aus welchem Grund. Sex einzufordern, und der andere liefert, dürfte noch mehr kaputt machen.
Ein Kind als add- on klingt sehr mechanistisch .

Das Leben ist zu kurz, um sich mit Partnern oder Partnerinnen abzugeben, die eine komplett andere Vorstellung davon haben.

Was geht ab? Der Mann kann sich ja jederzeit trennen. Davon lese ich hier aber nichts. Für die Traum- Kombi aus mittelschwerer Depression, Zockerei und wenig Bewegung ist aber nicht seine Freundin, verantwortlich?
Also das Bild von einem Traumtypen, dessen Freundin rumzickt, kann ich hier nicht sehen.
 
  • #110
Ich denke, dass die Menschen mit ihren Aufgaben wachsen (können). Kein Mensch kommt als Mutter oder Vater auf die Welt und es gibt auch keinen Schalter, wo man betätigen kann und sagen kann, ok, jetzt bin ich kein Kind mehr und jetzt benehme ich mich wie ein Erwachsener.
Aber ...
Das ist ja auch meine Ansicht, also kein "aber" nötig. :)

Zu dem Zitat würde ich noch hinzufügen wollen, dass es ja nur heißen kann, dass beide Verständnis füreinander entwickeln müssen. Wie immer eigentlich. Bei manchen Konflikten wird es nicht gehen, aber wenn BEIDE ein Kind wollten, dürfte hier ja eigentlich nichts an Konflikten entstehen, was die Beziehung schreddern könnte.
Dh. er müsste erkennen, dass jetzt wirklich vieles anders ist, und sie müsste erkennen, dass sie eben einen Partner gewählt hat, der nicht plötzlich als "der Macher in allen Lebenslagen" funktionieren wird.
Ich denke, auch, dass ein Mann länger braucht, die Situation zu begreifen, wenn er das wirklich auch will (wie gesagt, ich kenne das eher, dass sich der Vater dann so gut wie möglich raushält).

Von einer Seite erwarten die Männer eine starke Frau an ihrer Seite. Sie wollen eine Partnerin, die sich durchsetzt und stark ist. Von der anderen Seite darf sie sich nicht durchsetzen. Sie darf nicht ihre eigene Meinung haben.
Ist ja auch andersrum. Die Frau erwartet ja auch dies und das, will dann aber das genaue Gegenteil bei Bedarf. Wie hier vielleicht. Vielleicht hat sie sich auch keinen Kopf gemacht über sich und ihn als Elternpaar und ist erst mit der Geburt des Kindes gewachsen an der Aufgabe. Hat gedacht, er ändert sich auch automatisch. Oder sie erwartet, dass er sieht, was sie nun braucht.
Wenn sie immer gut miteinander konnten und auch reden konnten, und so wie er sich bemüht, denke ich aber schon, dass sie eine Lösung finden werden. Eben wachsen mit der Aufgabe.

Und was den Machtkampf angeht - darüber denke ich schon ne Weile nach, ob das in jeder Beziehung mehr oder weniger so ist, egal, wie reif die Leute sind. Vielleicht ist es auch eine Charakterfrage, also die einen kämpfen mehr als die anderen, ohne dass es ein Reifedefizit wäre?

Auf jeden Fall liegt es an der Reife, wie der "Kampf" dann aussieht.

Deinen Wünschen stimme ich voll zu :)
 
  • #111
Meine Lösung wäre:


- in welchen Mann hat sie sich verliebt? Warum kannst du dich nicht so benehmen wie am Anfang?
- warum spielst du Computerspiele obwohl sie dir einen Tipp gibt, dass sie das verachtet? Du willst doch eigentlich gefallen, aber dafür muss man was tun.
- warum hast du zugenommen und warum achtest du nicht auf deine Figur, wenn du glauben könntest, dass das mitunter eine Ursache ist?
- warum redet ihr nicht qualitativ öfter, wenn du merkst, dass es nach dem Reden besser wird?
- zynisch werden ist ein Zeichen dafür, dass man sich nicht richtig ausspricht und keine Problemlösung findet.

Wenn Sex eine Pflichtveranstaltung ist, dann drängt doch nicht auf Sex alle 2-3 Wochen, sondern lasst es eben mal 3 Monate entfallen, damit man überhaupt wieder Lust aufeinander bekommen kann.

Es liegt mitunter auch an dir. Werde anders und mache klarere Ansagen. Z.B. dass du damit spielst, dass sie nicht die richtige Partnerin für dich ist und du was anders haben möchtest.

Wenn ihr beide Einsicht habt, dann geht zu einem Beziehungstherapeuten/Sexualtherapeuten.
Z.B. kann man ja auch mal Tantra machen oder was Neues ausprobieren, das eben "aufregend" ist und sich nicht als Pflichtnummer gestaltet.
 
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