• #1

Wie kann ich die Tür offenhalten?

Hallo, ich war in einer ( kurzen) jedoch sehr intensiv war.
Einige Zeit Tag und Nacht zusammen gewesen.
Familien gegenseitig kennengelernt, Weihnachtstag verbracht.
Er ist sich unklar, ich zog mich nun komplett zurück.
Mich hat es seelisch Umgehauen, auch in der Firma breche ich an manchen Tagen in Tränen aus. Für mich unfassbar, da ich mir sicher war es passt. Wenn wir zusammen waren, wars harmonisch, fühlte sich gut an.
Ich hätte mehr in Kaufnehmen müssen was sein Leben betrifft.
Was ich gerne für die Liebe bereit wäre.
Er weiß ich lass ihm Zeit, nur wenn unsere Beziehung aus sein sollte, wird’s schwer.
Beide sind wir gebrannte Kinder.
Seine Familie weiß das ich ihn liebe, aber auch nicht hinterherzulaufen werde.
Daher kein Kontakt mehr zu ihm aufgenommen.

Nur wie kann eine Tür offen bleiben?

Melden sich Männer, wenn sie merken es war Fehler?

Danke eure Anna
 
  • #2
Liebe Anna, ich würde Dir wünschen, dass er sich nicht mehr meldet. Wenn eine Beziehung so beginnt, dann geht sie auch so weiter. Mit auf und ab. Es würde nie wieder so, wie es war. Du hättest jedes Mal vor einem erneuten Einbruch Angst, Dein Urvertrauen wäre weg.

Solche qualvollen On-Off-Geschichten kosten sehr viel Kraft. Da könntest Du jedes Mal erneut diese Höllenqualen erleben und durchleiden und Deine kostbare Lebenszeit geht dahin, während Du nicht offen wärst, einen wirklich guten Partner zu finden.

Aber zu Deiner Frage, ob die Möglichkeit besteht, dass er sich wieder meldet: ja, die besteht. Sollte er aus einer Bindungsangst heraus gehandelt haben, was ich stark vermute, dann ist es wahrscheinlich, dass er sich wieder meldet. Und dann ginge das ganze von vorne los.

Drum nutze die Zeit gut für Dich, sortiere Dich und mache Dich unabhängig. Viel Glück.
 
  • #3
DU willst die Tür bei ihm offen halten, also musst Du ihm hinterherlaufen, doch für was?
Er soll sich bei Dir wieder melden, wenn er sich sicher ist, dass er eine Beziehung mit Dir will...aber deswegen hat er doch Zweifel. Mit Zeit geben, völligem Rückzug und Abtauchen zeigst Du ihm nicht, was er verlieren könnte...eher ist die Reaktion: er hat Angst, die falsche Entscheidung zu treffen und Du verschwindest daraufhin von der Bildfläche. Aus den Augen, aus dem Sinn; und da Du dies spürst, willst Du jetzt deine Hintertür. Meine Empfehlung zufälliges Aufeinandertreffen, irgendwas bei ihm oder seiner Familie vergessen, eine einfaches "Hallo, wie geht's." - und kein weiteres Schmollen, so könntest Du mit ihm wieder in Kontakt kommen. Oder Du sitzt es aus, doch umso mehr Zeit vergeht, umso unwahrscheinlicher wird es, dass er sich nochmal bei Dir meldet.
 
  • #4
Er ist sich unklar, ich zog mich nun komplett zurück.

Seine Familie weiß das ich ihn liebe, aber auch nicht hinterherzulaufen werde.
Er ist sich unklar, Du beendest die Beziehung. Jetzt meldest Du Dich nicht mehr, klärst aber seine Familie auf und erwartest, dass er Dir hinterherläuft. Er wird vermutlich nicht und nie zu der Feststellung kommen, es sei ein Fehler gewesen.
Hake einen beendeten Beziehungsversuch einfach ab und schau, was sonst noch so an Männern rumläuft...
 
  • #5
Finger Weg von solchen Männern und auch Frauen.
Sich nicht sicher sein heisst immer, die Person sucht heimlich weiter, bis was besseres kommt, und sie sich zu 100% sicher sind, plötzlich!!!
 
  • #6
Mich hat es seelisch Umgehauen, auch in der Firma breche ich an manchen Tagen in Tränen aus.
DAS löst sein Verhalten in dir aus. Er hat dich schlichtweg unglücklich gemacht.

Warum dann hoffen, warten, bangen, ob der Herr es sich vielleicht mal wieder anders überlegen könnte? So begibst du dich in eine äußerst schwache und unterwürfige Position. Du willst doch lieber stark sein, oder? Und du willst geliebt werden. Aber momentan bleibst du stecken und wirst gar nichts erreichen. Oder wäre ein "Guten Tag, wie geht's" seinerseits schon ein Erfolg für dich?
Es ist immer Mist, einen Menschen zu lieben, der einen nicht gleichermaßen zurück liebt. Sieh ihn nicht mit rosaroter Brille, denke nicht immer an die schönen Zeiten mit ihm zurück. Die sind längst Vergangenheit. JETZT bist du fix und fertig und weinst fast täglich. Wegen ihm.

Lieb den nicht länger. Verabscheue ihn lieber für die Lage, in die er dich nun gebracht hat. So kannst du besser verarbeiten.
 
  • #7
Finger weg! Du bist nicht mit ihm zusammen und leidest schon
Viele Menschen haben verknüpft- wahre Lieben ist Leiden.

Ist Dir das schön öfter passiert, dass der Mann plötzlich den Kontakt abbricht?

Kennst Du die Begriffe: Fast Forwarding, Future Faking, Mauern, Push n Pull?

Ich weiss nicht, ob er Narzisst oder Borderliner ist, oder eine andere Persönlichkeitsstörung hat, oder garnichts davon.

Beim Narzissten findet der Kontaktabbruch immer ziemlich genau nach 3 Monaten aus dem Nichts heraus statt. Nur das Treffen mit seiner Familie passt nicht dazu... außer er hat Dich seiner Familie nicht als seine Partnerin vorgestellt....
 
  • #8
DAS löst sein Verhalten in dir aus. Er hat dich schlichtweg unglücklich gemacht.
Mal auf dem Teppich bleiben...

Die FS schreibt "kurz aber intensiv". Kennenlernphasen sind dazu da, sich kennen zu lernen. In dem Fall hat das offenbar ergeben, dass er mit dem was er kennengelernt hat, nicht dauerhaft zufrieden ist. Warum man daraus
Fast Forwarding, Future Faking, Mauern, Push n Pull?... Narzisst oder Borderliner ist, oder eine andere Persönlichkeitsstörung ...
machen muss, erschliesst sich mir nicht. Manche Frauen scheinen zu denken, mit dem ersten Kuss hat der Mann die Verpflichtung auslöst, sie bis ans Lebensende zu ehelichen. Wir lesen hier eine Seite. Dazu noch eine "gebrannte", was auch immer das heissen soll. Da kann auch der Mann ganz gesund sein und die Frau ein Problem haben. Oder beide kein Problem und es passt schlicht nicht.

Was machen solche Frauen eigentlich, wenn sie ihrerseits nach ein paar Wochen oder Monaten feststellen, dass es nicht passt? Dann nimmst Du Dir doch selbstverständlich das Recht, Deinerseits zu beenden...
 
  • #9
Mal auf dem Teppich bleiben...

Die FS schreibt "kurz aber intensiv". Kennenlernphasen sind dazu da, sich kennen zu lernen.
Das ist schon richtig. Aber die FS beschreibt anschaulich, wie es ihr damit geht. Und es geht ihr sehr schlecht. So schlecht, dass sie selbst am Arbeitsplatz unkontrolliert in Tränen ausbricht. Es hat sie also sehr getroffen, und damit muss sie fertig werden. Um aus diesem Tal der Tränen möglichst schnell rauszukommen, gebe ich ihr den Tipp, es so realistisch zu sehen, wie es nun mal ist. Ohne rosarote Brille, ohne Idealisierung seiner Person.
 
  • #10
Aber die FS beschreibt anschaulich, wie es ihr damit geht. Und es geht ihr sehr schlecht. So schlecht, dass sie selbst am Arbeitsplatz unkontrolliert in Tränen ausbricht. Es hat sie also sehr getroffen, und damit muss sie fertig werden. Um aus diesem Tal der Tränen möglichst schnell rauszukommen, gebe ich ihr den Tipp, es so realistisch zu sehen, wie es nun mal ist. Ohne rosarote Brille, ohne Idealisierung seiner Person.
Das ist ebenfalls richtig, doch sie hat Schluss mit ihm gemacht, ohne bisher bei ihm hinter die Fassade zu schauen! Sie wollte von ihm eine Entscheidung zu ihrem Gunsten erpressen, weil sie - wenn SIE sich von ihm trennt - er beginnt ihr nach zu laufen. Nun merkt sich, dass funktioniert nicht und fragt deshalb bei uns, wie sie wieder mit ihm in Kontakt kommen kann - sie sieht es als Fehler, sich aufgrund seiner Worte zu früh von ihm getrennt zu haben, nur jetzt ist sie außerdem zu Stolz, es zu zugeben, halt nur der Familie und hofft auch, dass die Familie zu ihren Gunsten intervenieren und ihm das Stecken wird.

Wenn er Schluss gemacht hätte und er sich - außer nicht ganz sicher zu sein, was nach einer kurzen Kennenlernphase normal ist - daraufhin zurückgezogen hätte, könnte sie sich als Opfer sehen und müsste zwangläufig akzeptieren, wenn einer nicht will.
Hier hat sie selbst vorzeitig den Schlußstrich gezogen, um etwas zu erzwingen, was nun nicht wie erwartet eintritt. Mit dieser Erkenntnis muss man Leben oder ehrlich zu sich sein und seinen Stolz mal runterschlucken, oder sie vergießt weiter Tränen, über ihre eigene Schuld.