• #1

Wie kann ich Freunde finden?

Hallo liebe Community!
Ich weiß, dass das Thema hier eigentlich Beziehungen ist, aber eine Freundschaft ist ja auch eine Beziehung, also passt es hier wohl am besten rein.
Mein Problem ist folgendes: Leider habe ich nur eine richtige Freundin und fühle mich dadurch oft sehr einsam und traurig. Über das Thema Freundschaften zu reden wird mir schon richtig peinlich, weil ich wirklich niemanden kenne, der einigermaßen "normal" ist und keine Freunde hat, eher im Gegenteil.
Meistens ist es so: Wenn ich mich mit jemandem gut verstehe, zum Beispiel eine Arbeitskollegin, machen wir vielleicht einige Male etwas miteinander, aber irgendwie verläuft es sich dann wieder, bzw. habe ich das Gefühl, dass die Initiative viel mehr von mir ausgeht und jemandem hinterherrennen will ich auch nicht.
Meinen Charakter würde ich so beschreiben: Ich bin nicht extrem schüchtern und mache auch gerne mal Witze, aber im Prinzip bin ich doch eher ruhig und zurückhaltend, deswegen gelingt es mir auch nicht, mit Leuten zB in meinem Verein wirklich ins Gespräch zu kommen, vor allem, wenn sie sich untereinander schon kennen. Ich möchte noch dazu anmerken, dass ich weibliche Freundinnen möchte. Mit Männern komme ich leichter in Kontakt und da habe ich schon einige Komplimente bzgl meines Charakters bekommen, zB dass ich sehr lustig sei. Aber ich denke, das ist vor allem deswegen einfacher, weil die eher an was anderes denken und da ich in einer Beziehung bin, will ich das nicht. In gewissen Dingen bin ich schon "anders", vielleicht würden mich einige auch als "komisch" bezeichnen, deswegen werde ich wohl nie diejenige sein, die bei allen beliebt ist. Aber das brauche ich auch gar nicht, 3-4 gute Freundinnen würden schon reichen.
Vielleicht habt ihr ja eine paar gute Ratschläge. Vielen Dank!
 
  • #2
Hi,
Stöbere mal hier im Forum, das Thema wurde das letzte Vierteljahr ausführlich in anderen Threads erörtert.
Nein,du bist nicht unnormal - diverse Umzüge und/oder Lebensumstände sorgen eben für den Verlust von alten Schulfreunden, und neue Freunde zu finden dauert Jahre und gerade wenn man schon im Berufsleben steht und ab 30 allgemein weniger Freizeit hat, ergeben sich schon aus Zeitgründen viel weniger Möglichkeiten, Bekanntschaften zu Freundschaften auszubauen.
Zudem werden viele mit zunehmenden Lebenserfahrungen immer weniger offen für neue Menschen, das ist eine typisch menschliche Tendenz, Ausnahmen gibt es immer. Du bist ok, aber du musst deine Einstellung dahingehend ändern, für Freundschaften bereit sein, viel Zeit und Energie zu investieren. Bis zu einem gewissen Punkt finde ich da auch Hinterherlaufen legitim bis sogar notwendig, wenn man merkt, es gibt eine Wellenlänge, denn von nix kommt nix, DU hast den Bedarf an Freundschaft, also musst DU auch erstmal investieren. Zumindest mache ich das so, für mich wäre alles andere falscher Stolz. Wenn man zu dem Punkt kommt, dass man mehr Freundschaften hat, als man pflegen kann, muss man natürlich wieder priorisieren, dann kommt wieder die Fragestellung, ob und welche Termine man absagen sollte, aber ich finde, wer nicht das luxuriöse Zeitbudget von Schülern hat, der muss einen Mittelweg finden zwischen Invest/Hinterherlaufen und Termindruck vermeiden.
w35
 
  • #3
Ich habe meine Freunde im weitesten Sinne aus dem Buddelkasten. Es ist später im Berufsleben mal einer oder zwei dazu gekommen, die ich wirklich als Freunde bezeichnen würde. Die alten Freunde wohnen aber auch teilweise woanders, weshalb wir uns wenige sehen, es aber der Freundschaft keinen Abbruch tut, deshalb sind es ja Freunde.
Ich finde nicht, das es unnormal ist, keine oder wenig Freunde zu haben. Eine Exfreundin von mir hatte keinen einzigen Freund, nur diverse "Freundinnen" zum weggehen, der sie aber nicht vertraute und die folglich und die auch keine Freunde waren nur Zweckbekanntschaften. Es ist in der heutigen Zeit alles so unendlich schnellebig und meiner Meinung nach schwierig, richtige Freunde zu finden. Hinzukommt das dann neben Ehen und Partnerschaften die Leute nicht mehr soviel Zeit investieren können und wollen. Wenn es passt, dann passt es, aber und dann für immer und dann sind es Freunde fürs Leben.
Hinterherrennen braucht man keinem, über richtige Freundschaften reden diese Leute auch nicht, sondern eben nur sie haben mit dem oder dem was gemacht. Und über befreundete Pärchen die Frau kennenlernen?
Männer denken an etwas anderes weil sie deinen Charakter loben und du lustig bist? Wohl eher nicht. Du bist komisch und anders, was heißt das? Und du bist deswegen nicht beliebt ggf., aber Freunde sollen es sein. Liegt da die Ursache?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #4
Schweres Thema, auch wenn das heutzutage in einer eng vernetzten Welt kaum jemand zugeben möchte.
Ohne Freunde zu sein, gilt als Makel.
Man trägt den Stempel "schwierig".

Ich habe durch mehrmalige berufliche und wohnortmäßige Umzüge meine alten und neueren Freundeskreise verloren.
Meistens will man ja noch Kontakt halten, aber das Leben geht für beide/alle Seiten weiter und man entwickelt sich auch ein bisschen auseinander.
Ich habe nurmehr einige sehr gute Bekannte hier im näheren Umfeld.
Freundschaft würde ich das nicht nennen, aber vermutlich hänge ich die Kriterien für Freundschaft höher als andere.
Ich habe versucht, über den Sportverein Kontakte aufzubauen, über die Musik (gemeinsames Musizieren), über die Biker-Gemeinschaft....
Es ist bei "Zweckfreundschaften" geblieben, zumal die Frauen in meinem Alter hier in den berühmten sozial und familiär gesicherten Verhältnissen leben.

Ich hab' mich damit abgefunden.

w, 50, zwei Kinder
 
  • #5
Hallo FS,

das Problem haben so einige Menschen in einem gewissen Alter. Du bist sicherlich älter als 30 oder?
Ich kenne auch einige Menschen, die ihre Freundschaften aus dem Kindergarten/Schule pflegen. Dann gibt es natürlich noch andere Stationen im Leben wie Studium, Beruf, Hobby etc.

Ich finde es auch immer schwieriger neue Kontakte in Freundschaften umzuwandeln. Es gelingt mir auch nicht oft, weil dazu beidseitiges Interesse vorhanden sein muss...sonst wird es eben nix.
Mittlerweile ziehe ich mich recht schnell zurück, wenn ich von anderer Seite wenig Bemühung sehe. Manchmal muss man aber auch vermehrt in Vorleistung gehen und über den eigenen Schatten springen. Es hilft auch, wenn man Menschen in den privaten Bereich holt (z.B. gemeinsam zu Hause kochen, Kaffee trinken usw.).

Was sich auch bewährt, sind Kurse die mehrere Monate gehen und aus eigenem Interesse ausgeübt werden. Du willst z-B. eine Sprache lernen und machst einen VHS Kurs, der über 2 Monate geht. Du siehst also diese Leute dann mind. 1 mal die Woche.

Generell kann ich jedoch schon sehen, dass sich alles verändert. Die persönlichen Kontakte werden weniger, weil viele nur noch in den sozialen Medien miteinander kommunizieren. Dann ist auch jeder mit sich selbst beschäftigt, kümmert sich nur noch um Selbstverwirklichung oder Persönlichkeitsentwicklung...macht viel nur für sich z.B Yoga und Joggen. Neben Beruf und Partner haben die Wenigsten noch wirklich Zeit für Freunde.
 
  • #6
Meistens ist es so: Wenn ich mich mit jemandem gut verstehe, zum Beispiel eine Arbeitskollegin, machen wir vielleicht einige Male etwas miteinander, aber irgendwie verläuft es sich dann wieder, bzw. habe ich das Gefühl, dass die Initiative viel mehr von mir ausgeht und jemandem hinterherrennen will ich auch nicht.
Also, ich bin in meinem Leben schon öfters mal in Situationen gewesen,zB Umzug ins Ausland, bei dem ich Freundschaften von 0 aufbauen musste, daher kenne ich diese furchtbare Situation.
Erstens muss natürlich gesagt sein, dass man Freundschaften nicht suchen kann, aber man kann lernen, leichter Bekanntschaften zu knüpfen, die sich zu Freundschaften entwickeln.
Ich denke, viel hängt mit deiner Ausstrahlung zusammen. Du wirkst ruhig, wenig zugänglich, viele wissen vielleicht nicht, wie sie auf dich zugehen sollen. Wenn Bekanntschaften schnell im Sand verlaufen: vielleicht jammerst du auch und wirkst generell eher negativ? Keiner umgibt sich gerne mit negativen Personen. Versuche das mal zu reflektieren.
Im Gegenzug dazu gibt es Leute, die kommen in eine neue Umgebung und sofort mit allen ins Gespräch.
Der Unterschied ist, dass diese Menschen auch keine Angst vor Ablehnung haben. Sie gehen aktiv auf Menschen zu, stellen Fragen und (scheinen) sich für das Gegenüber zu interessieren.
Ich kann dir nur den Rat geben, es zu üben. Klingt schwierig am Anfang, aber es wird leichter mit der Zeit.
Ich habe mir vorgenommen: Lächeln, Augenkontakt, Ansprechen, Fragen zu der Person stellen!
Ich habe mit der Zeit gemerkt - nicht alle - aber viele Menschen sind dankbar, wenn man sich Ihnen gegenüber offen zeigt, und das ist dann ein Schneeballeffekt, und ehe du dich versiehst, lernst du mehrere Menschen kennen.
 
  • #7
Hört sich so an, als sei dein Problem, dass die Bekanntschaften eher an der Oberfläche bleiben und sich nicht vertiefen, weil zwischen dir und deinen Bekanntschaften keine tiefere emotionale Bindung entsteht.

Aus meiner Erfahrung betrifft das oft Menschen, die eher rational und weniger emotional sind.

Ich hatte das Problem auch, wobei das von Männern wahrscheinlich i.d.R. weniger erwartet wird.

Was ich gemacht habe ist, mich intensiv mit menschlicher Psychologie, Charisma etc. zu beschäftigen. Dazu gibt es vor allem im englischsprachigen Bereich wirklich ganz viel - Bücher, Youtube-Kanäle etc.
Einen englischsprachigen Youtube-Kanal, den ich dir empfehlen kann ist z.B. Charisma on Command.

Auf jeden Fall solltest du wissen, dass man soziale Fähigkeiten auch lernen bzw. verbessern kann. Nicht jeder von uns lernt diese automatisch in der Familie oder Schule.
 
  • #8
Vielen Dank für die schnellen und zahlreichen Antworten! Damit habe ich nicht gerechnet:)
Um mal auf eure Aussagen einzugehen: @ Irina: Nein, ich bin nicht über 30, bin erst 28. Freundschaften aus dem Buddelkasten sind wahrscheinlich die besten, da hast du Recht, Hundkatzemaus. Leider ist mir aus dieser Zeit eben nur die eine gute Freundin geblieben.
Was du gesagt hast, again, finde ich ein bisschen lustig, da ich nämlich das Gegenteil von rational bin, ich bin eine sehr emotionale Person, manchmal sogar etwas zu emotional. Ich bin auch wirklich kommunikativ, da ich unterrichte und ich habe ein ziemlich gutes Gespür für meine Mitmenschen. Wie gesagt, mit Männern verstehe ich mich eigentlich meistens recht schnell und gut und da habe ich auch irgendwie mehr das Gefühl, dass sie sich für mich interessieren, das heißt, dass es nicht oberflächlich ist. Aber bis jetzt war es eben immer so, dass Männer, mit denen ich mich gut verstanden habe, mehr wollten als eine Freundschaft.
@Apfelmus: Ja, teilweise hast du schon Recht, ich denke, ich wirke ruhig und wenig zugänglich. Rumjammern tu ich zwar nicht, aber aufgrund der negativen Erfahrungen kam es zB auch schon vor, dass ich ziemlich eingeschnappt reagiert habe, wenn mir jemand zwei mal hintereinander abgesagt hat.
Zum Thema Hinterherrennen ein Beispiel: Ich hatte eine Freundin, die immer super beschäftigt war und selten Zeit hatte. Sie hat auch mal gesagt, schade dass wir uns nicht öfters sehen können. Aber dann hat sie mir an zwei aufeinanderfolgenden Jahren kurz vor meiner Geburtstagsfeier abgesagt. Und sich erst 2 Monate danach wieder gemeldet. Ist es nicht normal, dass man da sauer ist?
 
  • #9
Hallo FS,





Generell kann ich jedoch schon sehen, dass sich alles verändert. Die persönlichen Kontakte werden weniger, weil viele nur noch in den sozialen Medien miteinander kommunizieren. Dann ist auch jeder mit sich selbst beschäftigt, kümmert sich nur noch um Selbstverwirklichung oder Persönlichkeitsentwicklung...macht viel nur für sich z.B Yoga und Joggen. Neben Beruf und Partner haben die Wenigsten noch wirklich Zeit für Freunde.
Ja, den Eindruck habe ich auch. Die Leute hier in Deutschland oder allgemein in den "reichen Ländern" sind irgendwie viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt.
Mein Freund ist Brasilianer. Dort läuft das glaube ich noch vollkommen anders. Er hat wahnsinnig viele Freunde (in seiner Heimat) und er hat zu einer Party ungelogen mal 300 Leute eingeladen (150 sind gekommen). Klar sind das nicht alles richtige Freunde, aber ich denke, es gibt 20-30 Leute, auf die er sich wirklich verlassen kann. Daneben komme ich mir natürlich noch komischer vor....
 
  • #10
Die Sache ist eben die, wenn du Freunde möchtest, dann solltest du aktiv werden, denn es belastet dich enorm. Zudem könnte ein potentieller Mann denken, du bist nicht in der Lage, etwas aus dir zu machen. Viele Männer nutzen so eine Schwäche an einer Frau aus.

Die andere Sache ist die, viele Menschen kommen alleine klar und möchten kein "Anhängsel", der sie ständig bedrängt und nichts alleine machen kann.

Ich könnte dir Stammtische empfehlen und zeitaufwendige Hobbys, wo du vielleicht einmal im Monat
mit anderen beisammen sitzt und Kontakte knüpfst.

Geh ins Leben raus, mach etwas neues, melde dich in Kursen an.

Die Tatsache ist nun mal, wenn man intensiv sucht, fühlen sich andere davon leicht bedrängt, weil sie ihr eigenes Leben haben. Lass es einfach auf dich zukommen und erwarte nichts.

Ich würde erstmal ausfindig machen, was dich interessiert. Hast du neben dem Job keine Tätigkeiten, wo du draußen aktiv was machen kannst? Ich würde dir empfehlen, diese Aktivitäten mindestens fünfmal mehr zu steigern, so dass du jede Woche 2-3 verschiedene Dinge machst und verschiedene Personen triffst.
 
  • #11
Sie hat auch mal gesagt, schade dass wir uns nicht öfters sehen können. Aber dann hat sie mir an zwei aufeinanderfolgenden Jahren kurz vor meiner Geburtstagsfeier abgesagt. Und sich erst 2 Monate danach wieder gemeldet. Ist es nicht normal, dass man da sauer ist?
So eine kenne ich auch.
Seit der fünften Klasse.
Sowas wirft man nicht so leicht über Bord, wenn ich mir auch sicher bin, dass es nicht mehr passt und wir nur aus Nostalgiegründen aneinander festhalten.
Ich habe sie in den vergangenen Jahren sehr selten gesehen und in 2018 genau einmal.
Da hatte sie mich gefragt, ob ich mitkommen will, so etwa 10 Leute aus unserer Klasse haben sich getroffen.
Fand ich gut und bin hin.
Es war aber ziemlich doof, eine echte 'ich zeige euch mal Fotos von meinem Haus, meinem Auto und meiner Yacht'- Veranstaltung. Bei diesen Leuten adaptiert auf den derzeitigen politisch korrekten Trend, der ja nun verbietet, mit materiellen Gütern zu prahlen, prahlten sie mit 'meine Ausbildung, meine Stellung in der Firma, meine sportlichen Erfolge, die Studiengänge, nebst Auslandssemestern meiner Kinder' Wühürg !!!
Ok, die anderen nahmen Abstand von der Idee, mich nochmal treffen zu wollen, weil ich mir lustige Bemerkungen erlaubte.
Die Frau, die mich mitgenommen hatte, die viele Jahre meine beste, eher einzige Freundin war, sah das anders.
Als ich sie in der Nacht nach Hause fuhr, stieg sie einfach nicht aus. Redete von unserer vergangenen Zeit, heulte dann sogar, lehnte sich an meine Schulter und faselte etwas von einzig übrig gebliebener Freundin...Äh...wir sind in meinen Augen schon sehr lange keine Freundinnen mehr. Wir treffen uns doch gar nicht mehr.

Anfang November schrieb sie mich an, fragte, wann ich mal wieder in x ( meine Heimatstadt ) sei und wir müssten uns doch unbedingt vor Weihnachten treffen.
Ich nannte ihr vier Tage von Anfang November bis Weihnachten und sie 'nahm' den am 17.12., das waren sechs Wochen von ihrer ganz dringenden Anfrage ab.
Da ich sie kenne, bat ich sie, sie möge mir zwei Tage vorher noch mal sagen, ob's klappt, dann könnten wir ja auch noch sagen, wo wir uns treffen wollen.
Tja, ich kenne sie. Am Morgen des 17.12.: Sie 'schaffe es leider nicht'.
Aber zwischen den Jahren UNBEDINGT, da habe sie viel Zeit.

Weißt du, was ich zurückgeschrieben habe ?
'Kein Problem, irgendwann klappt's bestimmt'.
Du weißt, dass das ein Synonym für 'dann hat nicht' ist ?
Sie weiß es.
Sauer war ich nicht, nur konsequent.
Sie hat nicht mehr geantwortet.

Ich reite kein totes Pferd.
Und ich brauche auch nicht drei bis vier echte Freundinnen wie du.
Eine reicht mir. Und die ist es nicht.

w 51
 
  • #12
zB auch schon vor, dass ich ziemlich eingeschnappt reagiert habe, wenn mir jemand zwei mal hintereinander abgesagt hat.
Du erinnerst mich da an mich. :) Ich habe das Problem leider auch häufig und habe in den letzten Jahren versucht lässiger zu werden.
Du bist enttäuscht, weil du dich nicht wertgeschätzt fühlst. Du siehst diese unverschämte Art vielleicht indirekt als Zeichen, “dass du es (die Zeit) des anderen nicht wert bist”.
Sie es aber nicht als Angriff an deine Person, das verlangt natürlich an Selbstbewusstsein, darüber zu stehen.
Im Falle deiner Freundin wäre es wichtig, ihr klar zu kommunizieren, dass du enttäuscht bist, wenn sie so absagt, und dir das nicht gefällt. Damit hast du Grenzen gesetzt und wenn sie dann immer noch so handelt, ist sie keine Freundin.
Kligt anfangs vielleicht schwierig, aber wenn man wenig Erwartugen an die Menschen setzt und Wünsche klar kommuniziert, dann fällt es auch leichter, Enttäuschungen wegzustecken.
Und bei den Männern wäre ich vorsichtig - ja die wirken unkomplizierter, aber eben, die haben eine andere Agenda und wollen dir damit ja auch gefallen!
 
  • #13
Du erinnerst mich da an mich. :) Ich habe das Problem leider auch häufig und habe in den letzten Jahren versucht lässiger zu werden.
Du bist enttäuscht, weil du dich nicht wertgeschätzt fühlst. Du siehst diese unverschämte Art vielleicht indirekt als Zeichen, “dass du es (die Zeit) des anderen nicht wert bist”.
Sie es aber nicht als Angriff an deine Person, das verlangt natürlich an Selbstbewusstsein, darüber zu stehen.
Im Falle deiner Freundin wäre es wichtig, ihr klar zu kommunizieren, dass du enttäuscht bist, wenn sie so absagt, und dir das nicht gefällt. Damit hast du Grenzen gesetzt und wenn sie dann immer noch so handelt, ist sie keine Freundin.
Kligt anfangs vielleicht schwierig, aber wenn man wenig Erwartugen an die Menschen setzt und Wünsche klar kommuniziert, dann fällt es auch leichter, Enttäuschungen wegzustecken.
Und bei den Männern wäre ich vorsichtig - ja die wirken unkomplizierter, aber eben, die haben eine andere Agenda und wollen dir damit ja auch gefallen!
Ja, da hast du auf jeden Fall Recht, ich sollte da lässiger sein und immer dann, wenn man etwas zu sehr will, klappt es sowieso nicht. Das ist ja auch das Problem an der Sache. Deswegen habe ich vom Hinterherrennen geschrieben. Auf der einen Seite will ich aktiv etwas dafür tun und nicht zu Hause sitzen und jammern. Aber auf der anderen Seite kann man eine Freundschaft nicht erzwingen. Wenn ich zB eine Bekannte schon zwei Mal hintereinander einlade und sie jedes Mal absagt, dann lass ich es eben erst mal, ich kann sie ja nicht 10x einladen. Ich denke, irgendwas an mir muss sehr komisch sein, oder sind es nur die Frauen, die mich nicht mögen....das klingt jetzt gerade nicht nach Selbstbewusstsein, aber dass man irgendwann an sich zweifelt, ist ja irgendwie auch klar...
 
  • #14
Freundschaften findet man nicht - die entwickeln sich.
Und nein, die Arbeit ist dafür nicht Zeit und Raum.
Versuche, dich einer grösseren Mädelsclique anzuschliessen - 1 oder 2 davon könnten Freundinnen werden.
 
  • #15
Danke für deine Frage, finde ich cool und ehrlich.

Ohne Kinder, ohne Hund, ohne Partner. . Also Möglichkeiten für Freundschaft, wo man sich ranhängen könnte, ist es schwer.

Sich in Organisationen zu begeben, in denen deine Hobbies gepflegt werden, ist schon machbar, denke ich. Auch dafür, wie sich einlassen auf eine Beziehung, da ist ebenso Mut erforderlich. Good luck!
 
  • #16
Mit 28 denken Frauen langsam an Familiengründung oder basteln gerade an ihrer Karriere.Das ist leider ein Alter, wo du schwer an andere Frauen rankommst.Am leichtesten kannst du es über ein Hobby probieren - gemeinsame Interessen verbinden und in der Gruppe fällst du nicht so auf mit deiner Zurückhaltung und kannst nach und nach "auftauen". "Oder leg dir ein Hund zu. Hundebesitzer sind recht offen und so kommst du auch schnell ins Gespräch und zuhause wartet dann auch jemand auf dich. Noch ein Vorteil - so kannst du deine Kuscheleinheiten holen, emotionales Nähebedürfnis befriedigen und wirkst auf Menschen entspannter.
 
  • #17
Ich hab ein ähnliches Problem und dazu auch schon einen Thread hier laufen. Du bist auf keinen Fall automatisch "komisch", wenn du keine Freunde hast - auch ein bis zwei anderen Leuten, die ich kenne, geht es so, und die sind normal und toll. Wie andere schon geschrieben haben, sind es eher die Lebensumstände von allen um die 30/40 und die heutige Zeit.

Bei mir ist es wie folgt: Die meisten Freunde von früher habe ich aktiv aussortiert, weil es nicht mehr gepasst hat und wir ohnehin nicht mehr in der gleichen Stadt wohnen. Bei anderen fällt mir auf, dass sie alte Freundschaften "mitschleppen" und gar nicht reflektieren, ob es noch passt (so, wie manche es eben auch mit Beziehungen machen). Dann ist der eine mehr, der andere weniger anspruchsvoll bei Freundschaften. Ich zum Beispiel gehe sehr in meinem Job auf und möchte möglichst mit Leuten befreundet sein, die etwas ähnliches machen/in meiner Branche sind, damit ich mich mit ihnen auch darüber austauschen kann. Das ist zwar nicht zwingend, aber diese Menschen ziehen mich (auch freundschaftlich) oft direkt an, während es bei anderen länger dauert oder gar nicht erst zu etwas Engerem kommt. Wen ich als gute/n Freund/in bezeichne, der/die ist das dann auch und darf mich z.B. immer anrufen, wenn etwas ist (gleiches erwarte ich umgekehrt auch). Solche Freundschaften zu finden ist nicht einfach.

Fazit: Ich glaube, weder du oder ich machen wirklich etwas falsch.
 
  • #18
Meistens ist es so: Wenn ich mich mit jemandem gut verstehe, zum Beispiel eine Arbeitskollegin, machen wir vielleicht einige Male etwas miteinander, aber irgendwie verläuft es sich dann wieder, bzw. habe ich das Gefühl, dass die Initiative viel mehr von mir ausgeht und jemandem hinterherrennen will ich auch nicht.
Das kann zwei Ursachen haben. Entweder denkst du das nur, aber von der Gegenseite war es gar nicht so gemeint. Dann läge es an dir, sowas nicht sofort auf dich zu beziehen.
Oder du steckst sofort hohe Erwartungen in die neue Bekanntschaft, die dann enttäuscht werden. Das könnte damit zusammenhängen, dass du gern eine enge Freundschaft möchtest, während die Arbeitskolleginnen schon einen festen Freundeskreis haben.
Wie alt bist du denn eigentlich, davon hängt schon viel ab.
 
  • #19
Danke für die vielen neuen Antworten! Habe etwas geschrieben, aber ging irgendwie nicht durch. Manche hier im Forum denken, ich wäre Single, aber ich bin in einer Beziehung. Nur hätte ich gerne meine "eigenen" Bekanntschaften, ich will mich nicht von meinem Freund abhängig machen. @Vorkoster_M36: ich bin 28.
Ich bin auch nicht eine Person, die viele gute Freunde braucht, so wie manche das auch sagen. Ein paar neue Bekannte (müssen nicht unbedingt die dicksten Freunde sein)kennenzulernen wäre aber schon gut.
 
  • #20
Ein paar neue Bekannte (müssen nicht unbedingt die dicksten Freunde sein)kennenzulernen wäre aber schon gut.

ich dachte du suchst eher enge und intensive Freundschaften..wenn man füreinander da ist und auf den anderen zählen kann. Bekanntschaften lassen sich doch ganz einfach finden. Das ist dann allerdings eher oberflächlich. Bekannte kannst du überall finden..auch in den Freundschaftsbörsen im Internet oder auch durch Interessen/Hobbys.
 
  • #21
Versuch mal spontact ...eine App für gemeinsame Unternehmungen, Spieleabende, Sport etc.

Nette Leute sieht man wieder und andere eben nicht....
 
  • #22
Eine gute Freundin ist wegen einem ganz tollen Job-Angebot nach München gezogen. Wohnen musste sie am Stadtrand zu einer unfassbaren hohen Miete und Kontakt hat sie zu neuen Leuten sehr schwer gefunden, weil in München alles ette pettete ist. Wer da nicht mithalten kann und will, bleibt alleine. Sogar ein bekannter Schauspieler ist deswegen mit seinen Kindern nach Berlin weggezogen, weil ihm das spießige Leben und der Menschenschlag in München nicht mehr gefiel.

Meine Freundin hat nach einem 3/4 Jahr gekündigt, ist wieder zurück gezogen und hat ihre Entscheidung nie bereut.

Ob das nicht etwas pauschal gedacht ist? Auch in München wird es nette, bodenständige Menschen geben. Ein Dreivierteljahr ist in einer neuen (Groß-)Stadt gar nichts an Zeit, einen neuen Freundeskreis aufzubauen.
 
  • #23
München ist kein leichtes Pflaster, um Freundschaften oder eine Beziehung zu finden, aber wer wie ich (eher unfreiwillig) nach Augsburg gezogen ist, der empfindet München im Vergleich als unglaublich gemütlich;) Hier bekommt der Fremde kaum eine Chance. Wer nicht seit mindestens drei Generationen aus diversen Vereinen bekannt ist, bleibt ein mißtrauisch bis feinselig beäugter Exot, wobei Hochdeutsch zu sprechen noch mehr Ablehnung provoziert als z.B.Türkisch;)
Ich habe zum Glück über meinen Hund nette Nachbarinnen kennengelernt, die auch Zugezogene sind. Es sind eher sehr verläßliche Bekanntschaften als enge Freundschaften, damit bin ich mittlerweile schon sehr zufrieden. Ab und zu sehe ich zwei gute Freundinnen in München und suche bei sehr geringen Erfolgsaussichten eine bezahlbare Wohnung dort, um zurückzuziehen, da ich auch beruflich an München hänge.
Liebe FS, eines habe ich gelernt: wenn Du Dich alleine fühlst, ist es besonders wichtig, nicht zu kritisch mit neuen Bekanntschaften zu sein. Anderes Leben, anderes Alter, Ansichten manchmal ungewohnt? Egal,wenn Du einen Menschen grundsätzlich magst, freue Dich einfach auf ein bißchen Gesellschaft, das hält einen auch flexibel. Gehe auch nicht mit konkreter Erwartung "ich suche jetzt Freunde" auf andere zu, das klappt selten. Höre Dir auch mal für Dich belangloses Zeug an oder gehe mit zum Einkaufen, ganz banale Sachen, dann wirst Du entspannter und fühlst Dich nicht so isoliert. Das macht sehr viel aus :) Versprochen!
 
  • #24
Ich bin auch nicht eine Person, die viele gute Freunde braucht, so wie manche das auch sagen. Ein paar neue Bekannte (müssen nicht unbedingt die dicksten Freunde sein)kennenzulernen wäre aber schon gut.
Das klingt für mich jetzt wie das genaue Gegenteil vom Eingangspost. Ich hatte gedacht "sie hat eine richtig gute Freundin, das ist ja mehr als manch anderer hat" und will noch 2, 3 dazu, das klappt ganz sicher nicht. Ich hab nicht gedacht, dass Du neue Bekannte willst, vermutlich sollen die etwas ausdauernder sein als die Kollegin, mit der Du ein paar Mal was gemacht hast.
Wenn es nur Bekannte sein sollen, stehen Dir ja verschiedene Möglichkeiten offen. Vereine, Hobby-Kollegen, Sport, ehrenamtliche Hilfe machen, ... Du musst halt viele Menschen treffen, damit mal einer drunter ist, der mehr mit Dir unternehmen will als das, was er mit Dir ansonsten zu tun hat.

Mal ne andere Frage: Du hast eine Beziehung. Wenn die neuen guten Freundinnen auch eine haben, wird das schwierig, das unter einen Hut zu bekommen, es sei denn, ihr trefft euch alle zweimal im Monat zum Canasta oder Wassertreten. Und Singles haben sicher auch keine Lust, sich in Lücken schieben zu lassen von Menschen in Beziehungen, die immer drauf warten müssen, dass der Partner mal keine Zeit hat. Sowas kenne ich, man darf nur zu Besuch, wenn der Partner was anderes vor hat. Ist ok, aber wird halt keine Freundin, da zu unspontan und zu unfrei. Also kannst Du den gewünschten Freundschaften denn zeitlich gerecht werden, ist meine Frage. Wenn Du sie neu aufbauen willst, wird das ja ganz anders als bei Schule oder Studium, wo man unverabredet zusammensitzt und sich zufällig anfreundet, weil man sich übers "erzwungene" Kennenlernen näher kam. Bei Freundschaften, die neu geschlossen werden OHNE sowas - wie soll man da feststellen, ob jemand ein Freund sein kann? Dahingehend würde ich diese Kolleginnenaktivitäten einordnen, die haben entweder kein Interesse daran, neben ihrem Restleben eine Freundschaft einzugehen, oder aber Du warst nicht die Passende dafür.
 
  • #25
Als ich sie in der Nacht nach Hause fuhr, stieg sie einfach nicht aus. Redete von unserer vergangenen Zeit, heulte dann sogar, lehnte sich an meine Schulter und faselte etwas von einzig übrig gebliebener Freundin
Vielleicht war das, weil sie nicht mithalten konnte mit den Angebern? Manchmal ist das ja so, dass man einen "Kollegen im Geiste" braucht, der einem das Gefühl gibt, man sei doch in Ordnung, obwohl man gerade aus ner Gruppe rausgefallen ist.

Du hast es besser durchschaut als ich, dass "Freundin" nur ein Wort war für Deine Bekannte. Aber in meinem Fall war es ein Kind, und ich dachte, es ist ja klar, dass ich dann zu Besuch komme, wenn es mit dem Kind gerade passt. So schlich sich das ein, dass für mich keine Zeit war oder dauernd abgesagt wurde, bis ich mal deutlich merkte, was los war. Und mir fiel auf, dass es ihr wohl die ganze Zeit eher um Konkurrenz ging, als um Freundschaft, und dann auch um noch eins Draufsetzen, wenn es mir schlecht ging. Meine Mutter hatte das immer schon gemerkt, aber ich konnte das nicht glauben und hielt hartnäckig daran fest, dass wir doch Freundinnen seien (also die Frau das alles so sieht wie ich).
Aber ich hatte schon mal ne richtig gute Freundin, mit der ich über alles reden konnte.

Gute Freunde sind schwer zu finden, das ist für mich wie Partnerfindung.
 
  • #26
Mal ne andere Frage: Du hast eine Beziehung. Wenn die neuen guten Freundinnen auch eine haben, wird das schwierig, das unter einen Hut zu bekommen, es sei denn, ihr trefft euch alle zweimal im Monat zum Canasta oder Wassertreten. Und Singles haben sicher auch keine Lust, sich in Lücken schieben zu lassen von Menschen in Beziehungen, die immer drauf warten müssen, dass der Partner mal keine Zeit hat

Das ist die Haltung von vielen verpartnerten Frauen, einerseits feststellen, dass sie keine Freundinnen haben, aber sich Zeit nehmen für Freundschaft?
Ich hatte so eine Bekannte, da wird dann sehr spontan angefragt, wenn der Göttergatte spontan anderes vorhat, oder ebenso spontan abgesagt. So entsteht natürlich keine Freundschaft, Notnagel mag ich nicht sein.
Ich bin übrigens nachtragend - wenn eine Freundin mich während einer Partnerschaft nur noch als Notnagel nutzt, wird sie als Single, wenn sie dann wieder Zeit hat, auch nicht wieder zur Freundin werden.
Meine Erfahrung ist zudem die, dass dieser Typus Frau sehr schnell wieder irgendeine Partnerschaft eingeht, viele Kompromisse macht, sich dann darüber gerne und ausgiebig beklagt, aber wenn man dann wagt zu hinterfragen, warum - ist alles super toll.
Auch dafür ist mir meine Zeit zu kostbar geworden. Ich bin weder Notnagel noch seelischer Mülleimer.

Aber ich kenne auch Frauen, die es durchaus hinbekommen, Paarzeiten zu pflegen, Freundschaften und eigene Interessen. Der Partner dann analog.
Verblüffenderweiser sind das meist Partnerschaften, die sehr stimmig wirken.
Also alles eine Sache des Wollens.

Freundschaften - dafür braucht es Offenheit, die Bereitschaft, Menschen kennen zu lernen, Geduld, denn es muss wachsen, und ein gewisses Maß an Pflege.

W,49
 
  • #27
München ist kein leichtes Pflaster, um Freundschaften oder eine Beziehung zu finden, aber wer wie ich (eher unfreiwillig) nach Augsburg gezogen ist, der empfindet München im Vergleich als unglaublich gemütlich

wie meinst du das?
Meine Schwester war erst in Augsburg und hat sich dort wohl gefühlt. Dann ist sie aus beruflichen Gründen nach München und mag die Stadt, aber hat dort tatsächlich Probleme enge Freunde zu finden...es sind eben viele zugezogene da. Ich kann aber nicht sagen, ob es an München liegt. Jedenfalls fühlt sich meine Schwester seit sie dort ist nicht mehr wohl.
 
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