• #1

Wie kann ich meinem Ex bei der Verarbeitung unterstützen?

Liebes Forum,

ich habe mich vor einer guten Woche von meinem Freund getrennt, da ich nicht genug Gefühle für ihn hatte bzw. gemerkt habe, dass ich noch Gefühle für wen anderes habe und ich es nicht fair meinem Freund gegenüber fand, mit ihm trotzdem zusammen zu bleiben.

Mein Ex kam mit der Trennung sehr schlecht klar, er sagte, ich sei alles für ihn und er wüsste nicht, wie es ohne mich weitergehen soll. Ich weiß von gemeinsamen Freunden, dass er sich seitdem nahezu täglich ordentlich betrinkt, Wichtiges in den Hintergrund schiebt und wirklich verzweifelt ist. Er hat dann von sich aus wieder den Kontakt zu mir gesucht. Seitdem schreiben wir ab und zu über dies und das, aber er kann nicht verstecken, dass er nach wie vor unter der Trennung leidet.

Naja, und das schmerzt mich und erzeugt Schuldgefühle. Ich bin immerhin Schuld, dass es ihm so scheiße geht und ich habe Angst, dass er noch größere Dummheiten begeht. Er ist mir immer noch wichtig, auch wenn ich mich von ihm getrennt habe und ich würde ihm gerne helfen, die Trennung zu verarbeiten. Aber wie soll ich das tun? Gibt es irgendwas, das ich machen kann, außer wieder mit ihm zusammen zu kommen, damit er besser damit klar kommt und aufhört, deswegen zu verzweifeln? Ich kann das nicht länger mit ansehen. Ihn, mit dem ich immerhin einige sehr schöne Jahre verbracht habe und der ein wirklich toller Kerl ist, so zu sehen, macht mich fertig. Er hat das nicht verdient, aber ich hatte keine andere Wahl, als mich zu trennen.

Habt ihr irgendwelche Tipps für mich? Für jede Hilfe bin ich wirklich dankbar! Ich mache mir ernsthaft Sorgen um ihn...

Xara
 
  • #2
Gibt es irgendwas, das ich machen kann, außer wieder mit ihm zusammen zu kommen, damit er besser damit klar kommt und aufhört, deswegen zu verzweifeln? Ich kann das nicht länger mit ansehen.

Du solltest es tatsächlich nicht mehr länger ansehen und wenn es möglich ist ihn total meiden (persönlich, telefonisch, via Textnachrichten). Am besten blockierst du ihn für eine Weile, dann kommst du nicht in Versuchung ihm zu antworten wenn er dich kontaktiert. Wenn du deswegen Skrupel hast, erklärst du ihm dein Vorgehen einmalig und am besten per Textnachricht. Jede weitere persönliche Kontaktaufnahme oder sogar emotionale Hilfe nährt sein Hoffnung auf deine Rückkehr und verlängert diese ungute Situation.

Je größer eure Distanz um so schneller akzeptiert er die Trennung und kann seinen Schmerz in Griff bekommen. Bei solchen emotionalen Abhängigkeiten hilft am besten die totale Einstellung jeden Kontakts. Das geht natürlich nicht zu 100 % wenn ihr im gleichen Umfeld lebt. Dort kannst du aber auch versuchen ihn zu meiden. Wenn du ihm helfen willst gehst du z.B. nicht zu den selben Partys o,ä. wie er.

Sollte er dich über suizidale Absichten informieren, solltest du nicht persönlich eingreifen sondern die Polizei rufen.
 
  • #3
Ich denke, das beste, was du machen kannst ist, konsequent bei deiner Entscheidung zu bleiben und den Kontakt herunterfahren.

Wenn er noch etwas besprechen oder klären will, kannst du ihm ja zur Verfügung stehen und musst ihn ja nicht abweisen... aber alles was Richtung Date und gemeinsamer Freizeit geht, würde ich abblocken.

Jede Zuwendung deinerseits wird ihm sonst falsche Hoffnung machen und somit sein Leiden verlängern.

Vielleicht kannst du einen Freund von ihm bitten, sich um ihn zu kümmern, aber du bist definitiv die falsche, um die Beziehung mit ihm zu verarbeiten.
 
  • #4
Wenn er den Wunsch hat, über die Gründe für die Trennung zu sprechen, kannst du ihm ein Abschlussgespräch anbieten. Das kann ein persönliches Treffen oder auch ein Telefonat sein, sicher aber kein Schriftkontakt.
In diesem Gespräch solltest du Wohlwollen ihm gegenüber zeigen und auch, dass du selbst irgendwo traurig bist. Nichts ist schlimmer als Gleichgültigkeit und Gefühlskälte nach einer Trennung.

Ihm allerdings auch sehr deutlich deine Gründe aufzeigen. Woran es dir in der Beziehung gemangelt hat, womit du unzufrieden warst, damit er es verstehen und verarbeiten kann und ihm dabei klar machen, dass es keine Hoffnung auf ein Revival geben wird. Auch nicht, wenn er sich mehr anstrengt, die Fehler behebt oder sonstige Anstrengungen unternimmt. Dies muss so klar rüberkommen, dass er abschließen kann.

Akzeptiere, dass er diese Trauerphase braucht und dass sie einige Zeit andauern wird. Er darf sich dabei auch betrinken, sich in Selbstmitleid suhlen und sich vernachlässigen. Das geht vorbei.
Seine Freunde können und werden ihn abfangen - dazu sind Freunde da. Du kannst seine Freunde bitten, ein Auge auf ihn zu haben.
Hör auf, mit ihm über Belangloses zu schreiben - das nährt nur seine Hoffnungen und macht es ihm schwerer, abzuschließen.
Musst und solltest du auch nicht. Es ist erst eine Woche her. Hast du noch nie getrauert? Lies mal über Trauerphasen im Internet.
 
  • #5
Das beste, was du für ihn tun kannst, lass ihn in Ruhe! Das ist das einzige, was ihm hilft. Mitleid ist das letzte, was er braucht. Wie soll er das ganze verarbeiten, wenn du dich immer wieder meldest um ihn zu helfen.
Jetzt sind für ihn Freunde oder sogar ein Therapeut gefragt, wenn er Alkoholprobleme hat. Lass dir keine Schuldgefühle einreden!
 
  • #6
Lass dich nicht erpressen (er betrinkt sich, weil du Schluss gemacht hast). Eine Trennung tut weh, ist ja auch erst eine Woche her. Melde dich in Abständen, so dass er merkt, du bist nicht aus der Welt. Er muss sich langsam daran gewöhnen; das geht ja nicht mit Schalter umlegen. Wenn ihr vorher euch täglich gesehen habt, dann weiss er natürlich erstmal nicht, was er tun soll. Geduld. Er hat Freunde....also ist er nicht ganz allein....
 
  • #7
Du selbst kannst nicht viel tun. Am besten helfen wird vermutlich, keinen Kontakt zu haben. Du bist auch nicht mehr zuständig. Ggf. könntest Du Freunde gezielt ansprechen und bitten, ihn zu unterstützen, aber eigentlich ist auch das nicht Deine Baustelle
 
  • #8
Indem du klare Position beziehst! Es klingt hart, aber wie soll der Mann je zu einem richtigen Mann werden und in seine Rolle als Mann reinwachsen, wenn du ihn so betütelst?
Ich finde es nicht gut, dass du ihm Hoffnungen machst (denn die hat er), wenn du ihm jeden Tag schreibst und weiterhin nett und offen bleibst.

Selbst ich als junges Mädchen hatte keinen, der mich getröstet hat, als ich äußerst herzlos von mehreren Männern stehen gelassen worden bin. Es war das Verstörenste und Schmerzhafteste, das ich je erlebt habe. Ich war schutzlos ausgeliefert, so dass ich fast zugrunde gegangen bin, aber weißt du was? Heute bin ich glücklich darüber. Es hat mir die Augen zu einer neuen Reife geöffnet. Ich bin heute eine viel stärkere Person. Wenn eine zerbrechliche Frau das kann, dass erwarte ich, dass Männer das zehn Mal lockerer wegstecken können, denn es gehört zum Erwachsenwerden dazu, zu akzeptieren, dass man nicht von jedem Liebe erzwingen kann. Vor allem geht die Welt davon nicht unter. Hey, er ist ein Mann, Männer sind emotional viel unverbindlicher. Ich denke daher, er nutzt dich absichtlich aus!

Eventuell ist er psychisch krank, dass er so auf dich angewiesen ist? In dem Falle, würde ich zu seinem Selbstschutz ohnehin raten, den Kontakt einzustellen. Er könnte sich selbst verletzen oder dich nötigen.
Ich finde Hilfe in dieser Welt häufig kontraproduktiver, als dass sie wirklich Positives bewirkt. Es richtet mehr Schaden von den Leuten an, die helfen wollen.

Es wäre auch von dir nur fair gewesen, wenn du die Trennung sauber durchgezogen hättest und ihm dann leider gesagt hättest, dass kein Interesse mehr für Kontakt besteht, er aber sicherlich jemand anderes findet, der besser zu ihm passt. Und dann den Kontakt einstellen und vorgeben, dass du beschäftigt bist.
In meinen Augen seid ihr noch ein Paar und er hat die Überhand über dich. Sehr ungesund für euch beide.

Dass solche Männer, die Hilfe brauchen, keine ernstzunehmenden Partner sind, die einer Frau Standpunkt, Reife und Schutz bieten könnten, ist dir ja selber klar geworden. Du musst auf ihn aufpassen wie ein kleines Kind. Eine unerotischere Rolle für einen Mann kann ich mir gar nicht vorstellen.
 
  • #9
Ganz ehrlich. Und das schreib ich, weil ich sonst die bin die immer heult! Geh ganz und geh für immer! Außer du liebst ihn und willst ihn zurück dann natürlich nicht. Klar schreibt er dir, er liebt dich und will dich wieder haben und jedesmal wenn du ihm antwortest hat er ein bisschen Hoffnung das du wieder zurück kommst. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ihr habt gemeinsame Freunde, so kannst du auch mal nachfragen wie es ihm geht. Aber seine Depression wird er alleine durchmachen müssen. Evtl nimmt er ja den Ratschlag eines Freundes an und geht in eine Therapie, wenn nicht dann eben nicht.
Mit deinen Schuldgefühlen wiederum musst du eben alleine klar kommen so läuft das eben. Einer geht und einer weint!
Aber Herzschmerz muss eben heilen und das dauert eben ähnlich wie wirklich körperliche Wunden. Was auch eine gute Metapher ist eine Wunde die einmal aufgerissen ist heilt zu, außer du stichst sie immer wieder auf.
Also lass ihn einfach in Ruhe, denn DU kannst ihm nicht helfen.
 
  • #10
Hallo FS,

in der Anfangsphase ist es besser auf Abstand zu gehen. Er kann sich mit der Trennung auseinandersetzen und trauern. Jeder geht anders damit um. Ablenkung finde ich am Anfang nicht so gut, denn man sollte durch den Schmerz gehen. Später kann er sich dann ablenken, wie er will.

Wenn du ihm helfen willst, machst du alles schlimmer und verzögerst den Prozess. Er wird sich Hoffnungen machen. Willst du das?

Du kannst ihm im Moment als letzte helfen. Er sollte sich anderen Beistand suchen.
Ich hatte während meinen Trennungen familiären Beistand und Freunde. Den Ex wollte ich in dem Moment nicht sehen.
 
  • #11
Trennung tut weh.
Es ist erst eine Woche her und es wäre gut ihn einfach in Ruhe zu lassen. Er ist mitten in der Trauer und muss diese Beziehung verabschieden. Er trinkt gerade ein wenig viel, ich würde nicht gleich , wie so oft hier, auf eine Alkoholthematik schliessen oder
Eventuell ist er psychisch krank, dass er so auf dich angewiesen ist?
jesses, nicht jeder ist gleich psychisch krank, weil er eine Trennung nicht auf Knopfdruck verarbeitet. Seine Seele hat gerade hohes Fieber und vielleicht braucht er professionelle Hilfe oder einfach nur ein wenig Zeit.
Als sich mein Partner nach 14 Jahren von mir trennte, machte ich viel Party, zuviel Alkohol, zuviele Zigaretten. 1 1/2 Jahre habe ich mich ausgetobt. Nebenbei irgendwie mein Geschäft am Laufen gehalten(wie ist mir heute schleierhaft) war in Therapie.
Ich bin heute keine Alkoholikerin und das Rauchen habe ich vor über 20 Jahren aufgegeben. Das kann hier auch so sein. Wer kennt es nicht, das Gefühl ich will mich betäuben, damit der Schmerz nicht so groß ist.
Liebe FS, lass´ihn richtig gehen. Mit jedem Kontakt schürst Du eine Hoffnung. Dafür ist es noch viel zu früh. Du hast eine Ent-scheidung getroffen. Stehe zu ihr mit allem was sie mit sich bringt.
Er wird eines bald merken: es geht weiter, wie es immer weiter geht.
 
  • #12
Je größer eure Distanz um so schneller akzeptiert er die Trennung und kann seinen Schmerz in Griff bekommen.
Absolut. Du kannst ihm nicht helfen außer dadurch, dass du aus seinem Leben verschwindest.
Daher würde ich von
Melde dich in Abständen, so dass er merkt, du bist nicht aus der Welt.
dringend abraten. Du sollst ja aus seiner Welt weg sein. Das war das Schlimmste, was mein Ex gemacht hat. Mit jedem Kontakt wurde ich wieder um Wochen zurückgeworfen und hatte wieder Hoffnung, dass er doch noch will. Nach einem halben Jahr haben wir uns sogar noch mal getroffen aber es hat alles nur noch schlimmer gemacht. Letztendlich habe ich auch nach über zwei Jahren immer noch nicht damit abgeschlossen, weil ich auch bis heute die Gründe der Trennung nicht kenne. Daher würde ich dringend davon abraten, von dir aus Kontakt aufzunehmen.
Wenn es überhaupt noch Kontakt gibt, dann nur aus den von @Jana_09/15 genannten Gründen.
 
  • #13
Du kannst nur den Kontakt abbrechen. Sonst heilt die Wunde ja nicht, wenn er sich noch Hoffnungen macht. Und anscheinend hast Du wen Neues gefunden, in den Du Dich verliebt hast, von daher muss er ja nicht mitkriegen, was los ist, denn ich denke, es wird noch schlimmer für ihn sein, Dich nun fröhlich in einer Verliebtheitsphase oder sogar schon mit einem anderen zu sehen.

Und wenn sich ein erwachsener Mensch ne Woche betrinkt, hat er das so entschieden. Ich finde, seine Freunde sind dafür da, dass
sie ihm klarmachen, dass Selbstzerstörung wegen einer zerbrochenen Beziehung dumm ist. Aber so bedenklich finde ich das nun auch noch nicht bei ihm, die Trennung ist ja gerade mal ne Woche her.

Lass ihn in Ruhe, Du bist nicht böse, weil Du Dich getrennt hast, und Du musst nicht für ihn sorgen, auch wenn ich verstehe, dass es Dir nahe geht. Aber ich denke, niemand wäre jetzt schlechter für ihn als Du, weil er ja gerade Deinen Weggang verarbeiten muss und das schlecht geht, wenn er Dich "vor seiner Nase" hat, vielleicht noch mit sorgenvollem Gesicht und Kümmerabsicht. Das schafft doch nur Nährboden für Hoffnung und dafür, sich noch mal zu betrinken, damit Du noch mal aus Mitleid kommst.
 
  • #14
Jetzt sind für ihn Freunde oder sogar ein Therapeut gefragt, wenn er Alkoholprobleme hat. Lass dir keine Schuldgefühle einreden!
Er hat kein Alkoholproblem, wenn er sich jetzt mal eine Woche nach der Trennung betäubt. Einen Therapeuten braucht auch niemand, nur weil eine Trennung geschehen ist.
Ich habe nicht gelesen, dass der FS von ihm Schuldgefühle eingeredet werden, für mich klingt das eher so als ob sie sich selber was einredet und seinen Trennungsschmerz nicht aushalten kann, was ja nachvollziehbar ist. Diese Gefühle sind der Grund, warum viele sich vor Trennungen drücken und vor diesem Trennungsschmerz weglaufen müssen, weil es eben wieder was auslöst auch in dem Menschen, der sich trennen möchte.

Es kann natürlich sinnvoll sein, jemanden aus einer Beziehung "herauszubetreuen". Das funktioniert aber nur, wenn man selber sehr klar und deutlich ist und es wirklich, wirklich klar ist, dass es nichts mehr wird. Man kann jemandem die Trennung dadurch erleichtern.
Aber müssen muß man das natürlich nicht.
Die Trennung ist jetzt eine Woche her, da darf er einfach noch sehr depressiv sein und sich auch betrinken. Ich würde den Kontakt nicht mehr suchen, wenn ich nicht hundertprozentig sicher wäre, dass ich klare Aussagen zur Trennung machen kann und ihm die Hoffnung auf ein Aufflackern der Beziehung nehmen kann.
W
 
  • #15
Okay ja, ich verstehe die Meinung, die hier bisher von allen Antwortern vertreten wird. Danke für die Antworten!
Ihr habt vermutlich recht und ich tue ihm aktuell nicht gut. Ich werde den Kontakt abbrechen, aber das wird nicht leicht für mich und erst mal auch nicht für ihn. Er wird das Gefühl haben, ich verlasse ihn ein zweites Mal, aber ihr habt mir klar gemacht, dass das Beste für uns beide - vor allem für ihn - ist und eine Freundschaft zwischen uns wohl erst mal nicht möglich ist. Danke dafür! *seufz*..
 
  • #16
Sage ihm, dass er dir sehr wichtig ist und dass die Zeit mit ihm etwas sehr besonderes war, dass du das niemals vergessen würdest, dass ihr gerne Freunde bleiben solltet, dass es zu mehr aber nicht reicht.
 
  • #19
Ich habe ihm geschrieben, dass ich glaube, dass uns etwas Abstand gut tun würde und versucht, ihm zu erklären, warum. Er hat darauf nicht gut reagiert und meinte, ich würde ihn im Stich lassen. Es fühlt sich irgendwie nicht richtig an.
 
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  • #20
Ich habe ihm geschrieben, dass ich glaube, dass uns etwas Abstand gut tun würde und versucht, ihm zu erklären, warum. Er hat darauf nicht gut reagiert und meinte, ich würde ihn im Stich lassen. Es fühlt sich irgendwie nicht richtig an.

Meiner Meinung nach bezieht er sich nicht darauf, dass du ihn jetzt nicht unterstützt sondern er fühlt sich dadurch, dass du ihn verlässt grundsätzlich in Stich gelassen. Subjektiv ist dies aus seiner Sicht auch so. Aus Deiner Sicht war es aber zwingend notwendig ihn zu verlassen, sonst hättest du dies ja nicht gemacht.

Du hilfst ihm am besten wenn du solche Beschwerden ignorierst und Abstand hälst. Nur so kann er seinen Verlust akzeptieren und sich an seine neue Lebenslage gewöhnen. Wenn er Notrufe ausstrahlt, bitte seine Freunde und Verwandten ihn zu trösten, wenn er mit schlimmeren droht, informiere im Zweifel die Polizei. Vermeide aber selbst mit ihm zu sprechen oder zu schreiben. Dies würde sein Leiden nur verlängern.
 
  • #21
Du verhälst dich sehr unsouverän! Dass er dir sagt, dass du ihn im Stich lässt, ist an Unmännlichkeit erstmal gar nicht mehr zu unterbieten. Zeigt aber auch, wie wenig Respekt er vor deinen eigenen Entscheidungen hat.

Mails an ihm sollten so aussehen: Tut mir leid, xxx. Ich habe leider kein Interesse an dir/ ich bin ein schwer beschäftiger Mensch/aber ich bin mir sicher, du findest jemand anderes, der besser zu dir passt. Alles Gute!"

Und das ist dann das letzte Schreiben an ihm. Bleibe konsequent! Keine Fragen mehr beantworten.
Sich nicht reizen lassen.
Keine Rechtfertigkungen.
Bleib erwachsen und höflich!
Keine Smileys, kein Austausch. Du gibst die Regeln an. Hätte er Respekt vor dir, würde er sowas nicht sagen, dass du ihn im Stich lässt, ihr seid nämlich getrennte Leute und ein richtiger, erwachsener Mann braucht eine Frau nicht. Er ist einfach nur ein Schwächling.

Du bist kein kleines Mädchen mehr, das sieben Mal klarstellen muss, dass sie nichts will, sondern er muss dich beim ersten Mal ernst nehmen, ansonsten gibt es keinen weiteren Kontakt.

Er nutzt dich aus, und er weiß, dass du schwach bist und nicht nein sagen kannst. Er hat voll die Führung über dich. Das bezeugt auch, dass du fühlst ihn, ein zweites Mal zu verlassen. Er sucht deine Nähe und will deine Zeit einheimsen. Er ist ein reinster Zeitfresser, der dir auch noch emotional Schuldgefühle macht. Sehr schlimm sowas. Du kannst dich nicht abgrenzen.

Also nach dieser Ansage von ihm, hätte er von mir schon längst eine scharfe Ansage bekommen, was das eigentlich so und ihn daraufhin sofort blockiert, um seine Grenzen kennenzulernen.
 
  • #22
Ich habe ihm geschrieben, dass ich glaube, dass uns etwas Abstand gut tun würde und versucht, ihm zu erklären, warum. Er hat darauf nicht gut reagiert und meinte, ich würde ihn im Stich lassen. Es fühlt sich irgendwie nicht richtig an.

Du hast die Beziehung nicht ohne Grund beendet. Diese Gründe hast du ihn sicherlich offen und ehrlich mitgeteilt. Es ist doch vollkommen normal das einer (oder gar Beide) Liebeskummer haben und in dieser frischen Trennungsphase alles erstmal schlecht erscheint und/oder sich hängen lässt.

Schön, dass du eine Freundschaft möchtest, aber soweit ist er noch lange nicht.
Er muss sich zuerst "entlieben" und das geht nun mal nicht wenn du auf Best Friends und tröstende Schwester machst.
Er hängt noch an dir und schöpft vermutlich noch Hoffnung auf ein Happy End mit dir.

Klar fühlt sich eine Kontaktsperre nicht gut an, aber du hilfst ihn nicht mit deinen Geschreibsel.
 
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