• #31
10 Jahre deines einzigen wertvollen Lebens hast du verloren und schon zu Beginn einen grossen Fehler gemacht! 10 Jahre, die dir niemand zurückbringen kann!
Verstehe ich nicht. Wieso denn 10 Jahre verloren ? Wer 10 Jahre miteinander eine Affaire hat, hat auch seinen Spass dabei. Das gilt für beide.
Eine Affaire bedeutet doch nicht, ganze Jahre zu verlieren.
Erstens gibts ja auch noch ein anderes Leben als die Affaire. Man kann dennoch Karriere machen, ein Haus bauen und reisen. Freunde haben und ein erfülltes, glückliches Leben haben.
Wer nur und lediglich in der monotonen Monogamie, der Ehe und der Familiengründung seinen Lebensinhalt sieht, sollte sich eben nicht auf eine Affaire einlassen. Ganz einfach.
Ja, das Paar ging auseinander. Und ? Passiert täglich in vielen tausend Fällen. Egal ob Ehe, "Beziehung" Partnerschaft Affaire oder ONS. So what - wenn wirklich all diese Menschen Jahre verloren hätten, würde die Welt noch immer auf die Erfindung des Feuers warten.
Niemand verliert Zeit. Man lebt das leben, das man zu leben wünscht. Affaire kann nämlich sehr gücklich machen. Und nicht jedes Paar, das auseinander geht, sieht die gemeinsame Zeit als bescheiden an.
Genau diese Gedanken werden auf Dauer der FS helfen - sie hat nicht Zeit verloren, sondern Erfahrungen gewonnen. Wenn sich diese Einsicht bei ihr durchsetzt, dann geht auch der Abschied von diesem Kapitel einfacher.
 
  • #32
jetzt weiß es seine Frau und setzt ihm die Pistole auf die Brust a lá "Wenn du sie nicht verlässt nehme ich dir alles weg was dir lieb ist (sprich auch das Kind).
Die wenigstens Frauen erpessen ihren Mann mit der Wegnahme des Kindes - das ist eher das, was die untreuen Männer ihrer Geliebten erzählen, weil das leichter ist als ihr ins Gesicht zu sagen:
"Ich habe mich für meine Frau entschieden."
Ich kenne genug getrennte Mütter und keine hat ihrem untreuen Mann jemals so etwas gedroht, außerdem gibt es Gesetze und auch Rechte für den Mann, aber anderes Thema.
er hat sich ganz bewusst nicht für das KIND, sondern für seine Frau entscheiden. Und für seine Familie.
Er will nicht mit Dir durch die Welt ziehen und auch nicht mit Dir ein neues Leben beginnen.
Jeder Mann KANN, das, wenn er will. Kinder spielen da eine kleinere Rolle, denn der Umgang kann geregelt werden.
Ich denke nicht, dass seine Frau ihm gedroht hat, sondern dass sie die Ehe eben beenden wollte und er DAS nicht wollte und nun konsequent danach lebt.
Feige ist es trotzdem.
Er traut sich nicht, dir ins Gesicht zu sagen, dass er sich gegen Dich entschieden hat und will es auch nicht erklären müssen.
Wahrscheinlich hat seine Frau ihm gedroht, dass sie die Scheidung einreicht, wenn er noch einmal Kontakt zu Dir aufnimmt.
Ihm muss sehr viel an seiner Frau liegen, sonst würde er nicht so ein Opfer bringen, denn ich denke nicht, dass ihm der Kontaktabbruch leicht fällt. Ein Abschiedsbrief wäre allerdings wenigstens nett gewesen.
 
  • #33
weiß im Grunde von vorneherein, dass sie eine "Karriere" als Geliebte vor sich hat.
Ich denke, es glauben sehr viele, dass der Mann sie liebt und sich trennen wird.
Vielleicht kennen sie Vernunftgründe, weswegen er sich JETZT nicht trennen "kann", oder hören nicht zu, wenn er sagt, er täte es nie. Aber da ist noch die eigenen Interpretation und dass die Liebe es schon bewirken wird, dass er sich dafür trennt. Irgendwann.

Manche mögen sich damit zufrieden geben, weil sie nicht das Potential haben (oder zu haben glauben), einen Singlemann gleicher "Güte" zu finden und zu binden
Finde ich seltsam, so zu denken. Das wäre dann sehr materiell gedacht, also müsste der Mann die Geliebte schon sehr verwöhnen. Ansonsten denke ich, dass die Frau andere Männer uninteressant findet, weil die nicht das Programm im Kopf der Frau bedienen (einer anderen was wegnehmen oder einen Mann wollen, der in der Ehe schon geschliffen wurde und dem die Ehefrau ermöglicht, in der Welt wie der große Macher aufzutreten oä) Was ich nicht glaube ist, dass die Geliebte mit einem Minderwertigkeitsgefühl rumläuft, sie könnte einen Singlemann gleicher "Güte" nicht binden.
Das weiß frau vorher, das riskiert frau klar und deutlich
Absolut nein. Sie denkt, sie kriegt ihn noch. Die, die so wie Du denken, schreiben hier keine Threads.
Der Mann ist ehrlich, sagt, dass er verheiratet ist, möchte Spaß und Abwechslung haben und überlegt vielleicht wirklich auch mal, ob er zur Geliebten wechseln sollte.
LOL Der Mann ehrlich? Dann könnte er seiner holden Gattin das ja so verklickern, wie Du hier schreibst, und der Geliebten ebenso. Die müssten ja sein Gehirn durchleuchten, wenn sie erfahren wollten, dass er sich mit dem Wechsel beschäftigt oder anderweitig ein bisschen Spaß haben will, und dann gäb es Stress. Er wird nie sagen, was Du hier schreibst, weil er genau weiß, dass es vorbei wäre mit allem, vor allem seinen Optionen. Der hält die Geliebte schön hin und weil sie sich Hoffnungen machen WILL, weil sie an "die Liebe" glaubt und ihren Verstand ausgeschaltet hat, klappt das auch.
Man müsste die Lebenserfahrung bzw. die psych. Kenntnisse über verheiratete Männer mit Nebenfrau haben, damit man das alles so sieht, wie Du schreibst, wenn ein Verheirateter anfängt zu graben oder die Außenfrau sich verliebt und meint, sie könnte ihn kriegen.
Er ist schon auch schuld, oder? Er weiß, dass er nicht betrügen soll und falsch handelt.

Du verlangst, dass die Außenfrau schlauer ist als alle anderen in dem Spiel. Es ist nicht fair, IHR nun alle Schuld zuschieben zu wollen an dem Elend. Da hat er auch schon seinen Anteil dran.
 
  • #34
Die Welt des Scheins war ihm wichtiger als frei und mit Lust und Liebe sein Leben zu leben.

Eine etwas ähnlich geartete Geschichte habe ich hinter mir. War eine große Liebe.


Ich werde den Schmerz nie ganz verlieren darüber.

Aber nach fast 6 Jahren danach kann ich sagen, dass mein Leben besser als zuvor ist, der Liebeskummer vorbei ist und es mir wieder gut geht.

Aber es dauerte lange. Und ich werde es nie vergessen können.

LG
Wieso kann man als Geliebte nicht akzeptieren, dass die Scheinwelt für den Mann nicht die mit der Ehefrau ist, sondern die Stunden mit der Geliebten?
In dieser Welt kann er auftanken, der Held sein, der sexy Lover. Aber gerade, weil es endlich und verletzlich ist, sind Affären ja auch so intensiv.
Wieso musst du diese Zeit nur schmerzlich in Erinnerung haben, weil er wieder zu seiner Frau zurück ist?
Lächle doch, dass ihr eine schöne Zeit hattet. Und vergessen muss man es doch gar nicht - es war doch auch toll.
Manche erleben das nie.
Solche intensiven Gefühle kann man in einer normalen Beziehung gar nicht aufbauen.
Dafür zahlt man eben den Preis, dass es irgendwann vorbei ist.
ich denke nicht, dass Ehemänner, die zu ihren Ehefrauen zurückgehen in einer Scheinwelt leben und sich etwas vormachen.
Die wählen sehr bewusst und in der Regel lieben sie ihre Ehefrau für das was sie ist: Der vertrauteste Mensch in ihrem Leben, jemand, der sie sehr gut kennt, die Mutter seiner Kinder und eben die Frau, die er geheiratet hat und für die er sich einmal vor dem Altar entschieden hat.Mit der er sich ein Leben bis ins Alter vorstellen kann. Die für ihn da ist, die viel für ihn und die Familie tut.
Natürlich erwartet sie ihn nicht in sexy Dessous, sie hat ja auch wichtigeres zu tun.
Geliebte tun immer so, als hätte der Mann zuhause ein Jammertal an Langeweile, Lustlosigkeit und Stress.
Dem ist aber nicht so, meistens laufen die Ehen sogar sehr gut, nur der Extrakick mit Extralust ist eben nicht da... ganz normal in einer Langzeitbeziehung. Und dafür haben sie eben eine Geliebte.
Wenn sie sich für die Geliebte entscheiden würden, hätten sie ja keine Geliebte mehr, sondern wieder nur eine "normale" Beziehung.
Sie würden also gleichzeitig die Geliebte und die Ehefrau verlieren.
Passiert eben nur, wenn sie erkennen, dass die Ehefrau nicht zu ihnen passt.
Mein Exmann hatte ständig Geliebte, wäre aber nie auf die idee gekommen, sich zu trennen. Trotzdem hat er ständig was von Scheidung und Hochzeit erzählt. Das wollten die Damen eben hören. :)
 
  • #35
@Alle
Vielen lieben Dank für Eure Nachrichten. Momentan liege ich mit einer Erkältung im Bett und bitte Euch noch um ein wenig Geduld bezüglich meiner Antworten. Liebe Sonntagsgrüße.
Marcella
 
  • #36
Es kam wie es kommen musste, ich wurde seine glückliche Geliebte. Und, ich meine das nicht ironisch. Das war vor 10 Jahren. Dann bin ich eine „offizielle“ Beziehung mit einem anderen Mann eingegangen. Meinen Geliebten habe ich dennoch nicht aufgegeben. Nach 6 Jahren habe ich meine „offizielle“ Beziehung beendet. Die Geliebte des Juristen blieb ich weiterhin. Auf einmal sprach er davon, sich von seiner Frau zu trennen.
Ich finde, du verhälst dich hier ganz schön manipulierend, da du nur zum Schein die restlos "glückliche" Geliebte mimst aber doch mehr erhofft hast. Leider typisch für eine Geliebte. Du gehst eine Beziehung zum Schein ein, man möchte meinen um es dem Mann heimzuzahlen der trotz Liebe auf den ersten Blick nicht daran denkt, seine Frau zu verlassen. Behälst den Kontakt trotzdem, denn es könnte ja sein dass er sich zwischendurch für dich entscheidet. Das tut er nicht. Also auf zu Plan B, du beendest deine langjährige Beziehung, und plötzlich gibt es von dem Geliebten einen Heiratsantrag obendrein, das kommt dir nicht etwa komisch sondern gelegen vor. Es ist möglich, dass sein Heiratsantrag eine unüberlegte Reaktion auf deinen Neustatus als Single war. Letztendlich kam der Mann schnell auf den Boden der Tatsachen zurück und hatte keine Lust mehr, sich von dir emotional erpressen zu lassen. Dass er dich jetzt meidet, kann aber auch den simplen Grund haben, dass eure Affäre aufgeflogen und damit beendet ist.

Wie du damit abschliesst? Indem du dich weniger ichbezogen verhälst und die Zusammenhänge berücksichtigst. Schliesslich wurden hier noch andere Menschen verletzt, wie deine "offizielle" Beziehung - hat der Mann es eigentlich verdient, als Person erwähnt zu werden? Oder die Ehefrau und Tochter. Eine Affäre zwischen zwei Singles ist schräg genug. Eine Affäre die auf den Schultern von Mitbeteiligten ausgetragen wird, ist keine saubere Sache, und der Status einer Geliebten ist genaugenommen Mist. Du solltest mal anfangen zu realisieren, dass du als Geliebte keinen echten Verlust erlitten hast, höchstens den verlorener Träume, aber nicht den von verlorener Realität, und bestimmt keinen eines tollen Mannes, der nie deiner war. Genaugenommen kannst du aufatmen, dass es nach 10 Jahren wohl oder übel zu Bruch gegangen ist - und dass der Mann sich an den Kontaktabbruch eisern hält.
 
  • #37
Puh. Furchtbare Geschichte. Ich werde niemals verstehen:

1. warum für manche Menschen "mein Haus, mein Auto, meine Nachbarn, mein Ruf" etc. wichtiger sind als Liebe,
2. warum man sich überhaupt freiwillig in so enge wirtschaftliche und soziale Abhängigkeiten begibt, dass man erpressbar wird,
3. warum betrogene Ehefrauen freiwillig den Mann zurück nehmen und dann vermutlich auch noch "stolz" sind.

Die beiden können ohnehin niemals "glücklich" miteinander werden, es ist eine Farce, nichts als Schein und mit lauter Verletzungen im Gepäck. Er hätte sich für Dich entscheiden sollen, FS, das wäre wenigstens nicht so unendlich feige gewesen. Ich gehe übrigens davon aus, dass er sich noch meldet, aber er wird den "Absprung" nun nicht mehr schaffen.
 
  • #38
Seine Frau war im Hintergrund und hat alles mitgehört. Ich stand regelrecht unter Schock. Am anderen Tag meldete er sich wieder bei mir, und sagte, dass er gerade die Hölle erlebt, er mich aber unbedingt sehen muss. Seine Stimme klang müde und fürchterlich verzweifelt. Fast weinerlich. Als ich ihm sagte, dass mich sein Verhalten sehr verletzt, beendete er das Telefonat.
Der Mann hat sich gemeldet, als er aber bei der FS den zweiten Einlauf bekam, wurde ihm alles zuviel und er hat das Telefonat beendet. Der meldet sich schon. Warte ab und nutze die Zeit, dir zu überlegen, ob DU das alles noch willst.
 
  • #39
Liebe FS,
Du warst halt nur die naive Geliebte. Dass fremdgehende Männer in ihrer Ehe superungluecklich sind erzählen sie der Affärenfrau, um sie emotional an sich zu binden. Die Affärenfrau gefällt sich in der Rolle, seine Retterin zu sein und nimmt nicht zur Kenntnis: die Affäre ist nur das Spiel (Fun und Sex) und die Rolle Retterin, Geretteter gehören auch zum Spiel (Dramolett) - sein ganzes Gejammer um die Ehefrau ist seine Sprechrolle, mehr nicht. Leider hast Du das Schauspiel/die Realitätsverschiebung nicht erkannt und für bare Münze genommen und nun hast Du das emotionale Desaster.

Seine Ehe ist Realität, auch dass er sie nie aufgeben wollte. Wenn er es gewollt hätte, dann hätte er es Jahre vorher getan, weil er mit geringerem finanziellen Schaden rausgekommen wäre. Der Mann ist schließlich Wirtschaftsjurist und weiß genau wie es geht, wenn die Liebe ihn treibt.
Was für ein klärendes Gespräch willst Du mit ihm führen? Da ist nichts zu klären. Er ist ein charakterlich minderwertiger Mann, der seine Frau belügt und betrügt. Das wusstest Du von vornherein. Woher soll er nun die charakterlich notwendigen Eigenschaften für ein klärendes Gespräch mit Dir nehmen - die hat er nicht.

Seine Frau hat ihm mit dem Ende gedroht. Er hat sich für sie entschieden, darf und will keinen Kontakt zu Dir haben - die Macht der Ehefrau und Mutter seines Kindes. Dem kannst Du nichts entgegensetzen.
Ich habe das alles mitgemacht in der Rolle der Ehefrau und gesehen (Telefonate mitgehoert) wie er mit seiner Affärenfrau umgegangen ist, um sie loszuwerden und mich zu halten. Da habe ich dann Eigenschaften an ihm gesehen, die mich 2 Jahre später auch von ihm fortgetrieben haben. Vielleicht geht es seiner Frau genauso und dann kommt er wieder zu Dir, wenn er sich nicht schämt über sein feiges Verhalten - was bei dieser Art Mann nicht anzunehmen ist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #40
Nur mal so ein Gedanke: Vielleicht zählt die Frau des Geliebten der FS zu den wenigen Frauen, die das Auffliegen der Affaire ihres Mannes als Herausforderung an sich selbst sehen. Sie erkennt, dass sie ihren Mann vernachlässig hat und gibt sich nun viel Mühe den Mann wieder von sich zu überzeugen. Also das Gegenteil von Erpressen und Pistole auf die Brust setzen.
Denkt doch nicht immer so pauschal (Mann = nur geil und schwach, Geliebte = doof, Ehefrau = Kratzbürste).
 
  • #41
1. warum für manche Menschen "mein Haus, mein Auto, meine Nachbarn, mein Ruf" etc. wichtiger sind als Liebe,
2. warum man sich überhaupt freiwillig in so enge wirtschaftliche und soziale Abhängigkeiten begibt, dass man erpressbar wird,
Zu 1. - doch, das ist doch klar. Denn man weiss ja, hats selber erlebt, wie schnell "Liebe" eben vergeht - aber Grundstück bleibt Grundstück.
Zu 2. - ja. das überlegen sich viel zu wenige. Und schon gibts die Ehe ohne Ehevertrag, mit den gesetzl. Regelungen, die natürlich sehr ungünstig für denjenigen sind, der beruflich erfolgreich ist.
 
  • #42
Sofern bei dir das Potential zu entspr. Mitgefühl, sowie Fremd- und Selbstreflektion vorhanden ist, kannst du damit abschließen, indem dich dir selbst stellst. Denn zumindest ich verstehe nicht, woher hier von vielen das Verständnis für dich bei gleichzeitiger, dumm unreflektierter Kritik an deinem Affärenmann kommt. Von mir erhält ein Mensch, der eine 6 jährige Beziehung unter Fortsetzung einer Affäre eingeht keinerlei Mitgefühl. Ich weiß gar nicht mit welchem Recht du nun jammerst. Das Märchenschloss, für das du eines anderen Menschen Vertrauen und Gefühle respektlos mit Füßen getreten hast, ist endlich in sich zusammengefallen. Lerne daraus, dass das, was man anderen unrechtmäßig antut, man sich letztlich selbst antut. Aber klage nicht, als ob DIR Unrecht widerfahren würde.

Mit besten Wünschen für dein persönliches Wachstum., m38
 
  • #43
Ich werde niemals verstehen:

1. warum für manche Menschen "mein Haus, mein Auto, meine Nachbarn, mein Ruf" etc. wichtiger sind als Liebe (...)
Na ja, damit romantisierst du diese Affäre jetzt ziemlich...

Ich glaube gern, dass von beiden Seiten starke Gefühle im Spiel waren - aber Liebe? Nee, also, vielleicht denke ich da zu engstirnig, aber darunter stelle ich mir doch was anderes vor.

Beide habt ihr andere Menschen hintergangen, und das über Jahre. Die gegenseitige Faszination kann sich somit kaum auf den tollen Charakter bezogen haben; es wird eher um die Oberfläche gegangen sein. Zumindest du hast dir auch lange Zeit ein falsches Bild von dem Mann gemacht. Damit wäre meine Definition von "wahrer Liebe" nicht vollumfänglich erfüllt.

Ich trete hier sehr hart auf, was eigentlich nicht meine Art ist. Dabei geht es mir aber weniger um moralische Verurteilung; ich versuche nur, bestimmte Mechanismen zu beschreiben, die ich meine, verstanden zu haben.

U.a. glaube ich folgendes verstanden zu haben: "echte Liebe" gibt es nur zwischen Menschen, die sich liebenswert verhalten. Und zwar vollumfänglich. Damit meine ich nicht, dass man makellos sein muss, sondern dass es nicht reicht, dem einen Menschen, den man begehrt, die Sterne vom Himmel zu holen. Nur wer generell nach dem Grundsatz "liebe deinen Nächsten" handelt, wird entsprechende Menschen in sein Leben ziehen und dort dauerhaft halten. Und das, was ich unter "echter Liebe" verstehe, kann sich m.E. nur zwischen solchen Menschen entwickeln.

Man muss sicher kein Mutter-Theresa-Verschnitt werden. Aber "wahre Liebe" auf Lug und Trug aufbauen wollen - das funktioniert nicht.

Wie kann ich für mich, auch ohne eine Antwort von ihm, abschließen?
Was könnte er dir noch sagen, was dich trösten würde? Die Fakten kennst du doch: er versucht's noch mal mit seiner Frau. Glaubst du, es wird leichter für dich, wenn er dir noch mal beteuert, wie sehr er dich liebt; dass du ja "die Eine" wärst, er aber leider Gottes ...und so weiter? Das würde nur wieder falsche Hoffnungen schüren.

Es ist keinesfalls verkehrt, noch weiter über diese Geschichte nachzudenken - nur solltest du dabei den Fokus eher auf dein Verhalten lenken.
 
  • #44
Ich denke, es glauben sehr viele, dass der Mann sie liebt und sich trennen wird.
Du kannst es hier in beliebig vielen Threads nachlesen, dass es im Grunde fast immer schiefgeht. Da können die Frauen glauben, was sie wollen. Für mich ist das weltfremde Träumerei. Die Realität sieht anders aus. Wer das nicht sehen will, sollte die Ursache bei sich suchen. Wenn ich glaube, ich würde irgendwann im Lotto gewinnen und jetzt schonmal mein Leben danach ausrichte, ist das auch meine freie Entscheidung. Wenn ich glaube, die Erde sei eine Scheibe, steht mir das auch frei.

LOL Der Mann ehrlich? Dann könnte er seiner holden Gattin das ja so verklickern, wie Du hier schreibst, und der Geliebten ebenso.
Der Mann teilt der Affärenfrau ehrlich mit, dass er eine Partnerin hat. Ich würde nie mit einer Frau etwas anfangen, die verheiratet ist. Wenn eine Frau das tut, sollte sie sich hinterher nicht beklagen.

Du verlangst, dass die Außenfrau schlauer ist als alle anderen in dem Spiel. Es ist nicht fair, IHR nun alle Schuld zuschieben zu wollen an dem Elend. Da hat er auch schon seinen Anteil dran.
Sie sollte so schlau sein, allgemein bekannte Tatsachen zu akzeptieren. Beide haben ihren Anteil. Er hat einen Vorteil, sie einen Nachteil. Sie weiß von vorneherein, dass er seine Frau betrügt und sie spielt dieses Spiel mit.

Ich verstehe ehrlich gesagt (das ist etwas anderes als "ich tue es auch"), dass ein Mann, wenn die Ehe nach ein paar Jahren langweilig wird und der Sex unter Umständen ganz ausfällt, sich Ersatz sucht. Und als Mann lernst Du schon früh: diejenigen, die Geschichten erzählen kommen weiter. Frauen fallen regelmäßig darauf rein, letztenendes beruht die ganze Pickup-Szene darauf.

Dazu kommt
Ansonsten denke ich, dass die Frau andere Männer uninteressant findet, weil die nicht das Programm im Kopf der Frau bedienen (einer anderen was wegnehmen oder einen Mann wollen, der in der Ehe schon geschliffen wurde und dem die Ehefrau ermöglicht, in der Welt wie der große Macher aufzutreten
Die Männer bedienen das Programm im Kopf der Frau, nichts weiter. Wenn Frauen Wert darauf legen, einer anderen was wegzunehmen oder aber meinen, ein Mann mit dem "Gütesiegel Ehe" sei besser, weil "schon geschliffen", dann bekommen sie eben das, was sie sich aussuchen. Je mehr ich hier zu dem Thema lese, desto weniger Mitleid habe ich.
Ist irgendwo Mitleid der Frauen mit der Leidensgenossin zu spüren, die mit dem Affärenmann verheiratet ist? Nein. Die Affärenfrau möchte "wegnehmen" und fällt dabei auf die Nase. Vorhersehbar und freiwillig. Selbst ausgesucht.
 
  • #45
Verstehe ich nicht. Wieso denn 10 Jahre verloren ? Wer 10 Jahre miteinander eine Affaire hat, hat auch seinen Spass dabei. Das gilt für beide.
Eine Affaire bedeutet doch nicht, ganze Jahre zu verlieren.
Erstens gibts ja auch noch ein anderes Leben als die Affaire. Man kann dennoch Karriere machen, ein Haus bauen und reisen. Freunde haben und ein erfülltes, glückliches Leben haben.
Wer nur und lediglich in der monotonen Monogamie, der Ehe und der Familiengründung seinen Lebensinhalt sieht, sollte sich eben nicht auf eine Affaire einlassen.
Wer sich verliebt, der möchte nicht nur eine unverbindliche Affäre, sondern eine feste Partnerschaft eingehen. Und die Fragestellerin hat sich ja in diesen Mann verliebt und führte die Affäre 10 Jahre lang lebend in der Hoffnung, er würde sich von seiner Frau scheiden lassen und mit ihr zusammenziehen. Aus dieser Perspektive betrachtend, aus diesem sinnlosen Hoffen und Erwarten er würde sich trennen sind das tatsächlich 10 verlorene Jahre, die sie besser in einen anderen Mann investiert hätte bez. ihren offiziellen Partner nicht verlassen und vielleicht mit ihm eine Familie gegründet hätte. (Dieser hatte ja schon ein Kind und brauchte keine neue Familie zu gründen).

Es ist doch ganz leicht erklärt: er machte ihr einen Heiratsantrag, obwohl noch gar nicht geschieden und er begann eine gemeinsame Wohnung zu suchen - wenn das alles stimmt.

Die Fragestellerin befand sich 10 Jahre auf einem Weg zu einem bestimmten Ziel: Heirat mit diesem Mann und insofern hat sie 10 Jahre Zeit verloren und in ihn investiert. Eine Investition, die sich für sie letztendlich gar nicht gelohnt hatte aber offensichtlich nur für ihn.

Die Frage ist jetzt, ob er auch 10 Jahre verloren hat, wenn er tatsächlich die ernsthafte Absicht hatte sich scheiden zu lassen und die Geliebte zu heiraten? Sehr wahrscheinlich hatte er diese Absicht nicht ansonsten wäre das ja geschehen oder aber er kriegte plötzlich Angst vor den Konsequenzen und vor materiellen und immateriellen (Nachbarschaft, Freundschaften usw.) Verlusten.

Ansonsten: Wer aber nicht verliebt ist, kann eine lockere, unverbindliche Affäre leben und auch sonst ein anderes unabhängiges Leben vom Affärenmann führen. Dann erwartet eine solche Frau gar nichts und hofft auf gar nichts und wenn sie genug hat beendet sie selbst diese Affäre.
 
  • #46
Ich werde niemals verstehen:

1. warum für manche Menschen "mein Haus, mein Auto, meine Nachbarn, mein Ruf" etc. wichtiger sind als Liebe,
2. warum man sich überhaupt freiwillig in so enge wirtschaftliche und soziale Abhängigkeiten begibt, dass man erpressbar wird,
3. warum betrogene Ehefrauen freiwillig den Mann zurück nehmen und dann vermutlich auch noch "stolz" sind.

Die beiden können ohnehin niemals "glücklich" miteinander werden, es ist eine Farce, nichts als Schein und mit lauter Verletzungen im Gepäck. Er hätte sich für Dich entscheiden sollen, FS,
Und ich werde nie verstehen, wieso manche Geliebte nicht verstehen kann, dass sie wahrscheinlich nie eine Option war in dem Sinne, dass der Ehemann darüber nachdachte, seine Frau zu verlassen!?
Ich habe beide Seiten erlebt, du @Anita36 schreibst wie die typische Geliebte: Es kann deiner Meinung nach nicht sein, dass seine Ehe glücklich ist. Es kann nicht sein, dass er gerne mit seiner Ehefrau zusammen ist.
Wieso man sich in Abhängigkeiten begibt? Sobald du zusammen ein Haus baust und Kinder hast, bist du immer abhängig voneinander - wenn einer von beiden nicht mehr mitzieht, geht alles den Bach hinunter. Trotzdem kann ein Mann sich trotz der Abhängigkeiten trennen, das geht! Wenn er es nicht KANN, will er eben nicht.
Zu 3. Eine betrogene Ehefrau möchte ihre Familie in der Regel einfach retten . es verbindet sie durchaus viel Gutes und Schönes mit ihrem Mann - und meine Güte - im Laufe einer Ehe kann so ein Betrug eben mal vorkommen - man kann den aber aufarbeiten, wenn der Mann wie im Fall der FS es auch will und mitmacht.
Die Geliebte würde den Mann doch auch jeder Zeit "zurücknehmen", selbst wenn er erst wieder bei seiner Frau war.

Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass der Ehemann keine schöne Zeit mit seiner Ehefrau verbringt, nur weil er eine Geliebte hat.
Wir hatten die besten Zeiten meist dann, wenn mein Mann wieder eine Geliebte hatte - dann war er immer besonders liebevoll und aufmerksam zu mir, wir haben Urlaub geplant, neue Häuser zusammen angeschaut, sind ausgegangen, shoppen gegangen, gelacht, haben Ausflüge mit den Kindern gemacht, während er dann seiner Geliebten geschrieben hat, dass er an sie denkt, lieber bei ihr wäre, sie heiraten will, usw... war alles eher manipulativ, um sie im wahrsten Sinne des Wortes bei der Stange zu halten.
Ich war aber auch schon Geliebte, solange man sich da keine ernsthaften Hoffnungen macht, dass man zusammenkommt, kann man eine wunderschöne intensive Zeit miteinander verbringen. Der Part der Geliebten ist viel einfacher als der der Ehefrau.
 
  • #47
Es gibt 2 Verlierer bei diesem Spiel, die langjährig betrogene Ehefrau, wobei es könnte ja, wie Tini schreibt, auch eine gute Partnerschaft sein, und der " offizielle" Scheinpartner.

Ich stimme @Lebens_Lust vollständig zu, wer sich Affäre aussucht, muss damit umgehen und nicht hinterher jammern.

Und jetzt doch die große Moralkeule, er hat sich eine Affäre zu gelegt, mit etwas Gefühl, Gesäusel, die schöne Parallelwelt.
Die FS wusste, worauf sie sich einlässt, jede Frau kennt den Deal, auch wenn vielleicht Hoffnung da ist.
Perfide ist es aber dann, einerseits auf etwas anderes zu hoffen und andererseits parallel einem anderen Mann echte Partnerschaft vorzuspielen. Weiß er, was da mit ihm für eine supermiese Nummer gespielt wurde?

Es gilt doch immer noch, was man sät, erntet man.
Ich glaube an Kharma, sorry.
 
  • #48
Zu 3. Eine betrogene Ehefrau möchte ihre Familie in der Regel einfach retten . es verbindet sie durchaus viel Gutes und Schönes mit ihrem Mann - und meine Güte - im Laufe einer Ehe kann so ein Betrug eben mal vorkommen - man kann den aber aufarbeiten, wenn der Mann wie im Fall der FS es auch will und mitmacht.
Die Geliebte würde den Mann doch auch jeder Zeit "zurücknehmen", selbst wenn er erst wieder bei seiner Frau war.
Ein Betrug kann nicht eben mal so vorkommen, sondern ein Betrug ist immer eine freie Entscheidung, denn niemand zwingt einen Menschen (Mann oder Frau) dazu fremd zu gehen. Angesichts dessen, dass nicht nur mein Vater, sondern auch andere männliche Familienangehörige niemals fremdgegangen sind, weiss ich, dass das nicht eben so passiert und dass es Männer gibt, die keine Augen für fremde Frauen haben. Damit beweist der Betrüger, dass er weder seine Ehefrau liebt und respektiert noch die Geliebte. Wer aufrichtig und ehrlich liebt ist gar nicht fähig dazu oder er trennt sich bevor er fremdgegangen ist - wenigstens aus Respekt seiner ehemals geliebten Frau.

Er pickt sich nur überall die Rosinen heraus - zu Hause und bei der Geliebten. Und manche Frauen schmeissen ihren Betrüger nicht raus, weil sie auch so vieles zu verlieren haben dafür aber die Demütigung und die seelische Schmerzen in Kauf nehmen! Die Angst mit Kindern für andere Männer unattraktiv zu sein und keinen anderen Mann zu bekommen spielt sich mit rein.
Wir hatten die besten Zeiten meist dann, wenn mein Mann wieder eine Geliebte hatte - dann war er immer besonders liebevoll und aufmerksam zu mir, wir haben Urlaub geplant, neue Häuser zusammen angeschaut, sind ausgegangen, shoppen gegangen, gelacht, haben Ausflüge mit den Kindern gemacht, während er dann seiner Geliebten geschrieben hat, dass er an sie denkt, lieber bei ihr wäre, sie heiraten will, usw... war alles eher manipulativ, um sie im wahrsten Sinne des Wortes bei der Stange zu halten.
Logisch, weil er auch die Ehefrau (die Rosinen zu Hause) nicht verlieren wollte und sein schlechtes Gewissen hat ihn so geplagt, dass er gerade dann, wenn der eine Geliebte hatte seiner Ehefrau die schönsten Erlebnisse bescherte und die teuersten Geschenke gekauft. Nicht aus Liebe und Respekt sondern nur um sein Gewissen zu beruhigen!

Es st ein grosser Unterschied, ob ein Mann etwas für mich tut, weil er mich vom Herzen liebt oder weil er sein schlechtes Gewissen beruhigen will? Weil aber auch die Frau selbst die Liebe und Respekt zum Mann verloren hat geniesst sie die Annehmlichkeiten gerne und nimmt alles an - vielleicht mit einer tiefen Verachtung ihm gegenüber im Hinterkopf!!
 
  • #49
Tini_HH, das war für mich interessant diese Situation aus der Sicht der Ehefrau zu lesen, deren Mann eine Geliebte hat. Eine ehemalige Freundin von mir war/ist? die Geliebte.

Was hab ich mir den Mund fusslig geredet, damit sie diese unselige Situation verläßt. Ich habe versucht sie in "Kreise" zu befördern in denen sie wirklich gute Männer hätte kennenlernen können. Nichts hat geholfen. Er mußte nur mal faseln, dass sie ja seine große Liebe ist, schon war sie wieder völlig in seinem Bann.

Sie hat (oder tut es womöglich noch immer) in einer schrecklichen Wohnung gelebt, weil sie ja bald zusammen leben wollten, sie hatte ihren Verlobten verlassen und wirklich alles getan, damit sie eine Partnerschaft haben können.

Der Mann war mit seiner Partnerin nicht verheiratet und hat sie trotzdem nicht verlassen. Hat auch immer meiner Freundin was von Trennung vorgefaselt. Also, wenn sie so und so alt sind, aber dann!, dann verläßt er spätestens seine Partnerin. Mit seiner Partnerin hat wahrscheinlich ein glückliches ruhiges Leben in einem schönen Haus mit allem Drum und Dran geführt. Wie Du es beschrieben hast. Er kam/kommt? 2 mal die Woche Nachmittags zu ihr. Übernachtet nie bei ihr und es gibt auch keine gemeinsamen Urlaube, keine gemeinsamen Feiertage. Alles was schön ist, macht er mit seiner Familie.

Ihr hat er wie so einem Esel immer wieder eine Möhre kleine Zuneigungsbröckchen vor die Nase gehalten, um sie hinzuhalten. Dabei hat er mit seiner Partnerin immer in einem Bett geschlafen, meiner Freundin hat er erzählt, dass da nichs mehr liefe. Ich habe sie gefragt, wie sie denn damit umgeht? Keine Frau gibt sich damit zufrieden so lange Zeit keine Intimitäten zu haben. Sie sei ja ihm treu und das war ihm auch sehr wichtig. Sie durfte keine anderen Männer haben.
Was ich mir bei meiner Freundin vorstellen konnte, dass sie diese Situation ja mitgetragen hat, dass sie so ihr Leben leben konnte, wie sie wollte, aber eben kein kompletter Single ist. Es kam ihr vielleicht gelegen. Dabei war sie so jung und schön, als sie sich kennenlernten. Sie hätte eine Familie gründen können und alles haben können. Für mich, die ich meine Freundin wirklich gern mochte, eine schwer zu ertragene Situation. Unsere Wege haben sich dann auch stillschweigend getrennt.
 
  • #50
Ohne klärendes Gespräch fühlt sich jeder schlecht, dass betrifft viele und eine Lösung gibt es nicht....denn dazu gehören zwei.

Hier ist jedoch alles geklärt, er hatte eine vorher, zwei mittendrin und wieder nur eine nachher.
Hattest Du ja auch ein paar Jahre und der Partner wird auch keine detaillierte Begründung bekommen haben.

Man muß so oder so immer durch seinen Liebeskummer durch.
 
  • #51
Angesichts dessen, dass nicht nur mein Vater, sondern auch andere männliche Familienangehörige niemals fremdgegangen sind, weiss ich, dass das nicht eben so passiert und dass es Männer gibt, die keine Augen für fremde Frauen haben.
Zwei Menschen nutzen eine Gelegenheit, die sich bietet. Es ist ja schön, dass Du für alle männlichen Familienangehörigen die Hand ins Feuer legen möchtest (was ist mit den weiblichen?), aber ich denke, die "Gefahr" ist trotzdem grundsätzlich gegeben und die Frage ist doch auch, ob sich jemandem Gelegenheiten bieten.
Und es "passiert" Männern wie Frauen eben doch, wie man hier immer wieder lesen kann.
 
  • #52
Angesichts dessen, dass nicht nur mein Vater, sondern auch andere männliche Familienangehörige niemals fremdgegangen sind, weiss ich, dass das nicht eben so passiert und dass es Männer gibt, die keine Augen für fremde Frauen haben. Damit beweist der Betrüger,
Einige Anmerkungen dazu:
Sehen wir mal vom Vater ab - in welchen Menschen kann man wirklich reinsehen ? Woher die Gewissheit, dass genau die Männer niemals einen Seitensprung hatten ? Und bitte nun keine Argumentation a la der war nie liiert - denn diese Männer sind ja wohl nicht gemeint.

Wer keinen Seitensprung hat, kann dennoch Augen für andere Frauen haben. Mann kann eine schöne Frau durchaus anschauen ohne gleich mit ihr ins Bett zu gehen.

Mancher Mann hat auch einfach keine Gelegenheit oder keine Lust auf noch eine Frau - würde am liebsten wieder Junggeselle sein. Würde dann nie mehr eine Frau ansehen - einfach weil er die Schnauze gestrichen voll hat.

Es gibt nicht nur Männer, die gerne alles verführen, was ihnen vor die Flinte kommt. Es gibt auch Frauen, die sich brüsten, jeden Mann , den sie wollen, zum Sex verführen zu können.

Ein Betrüger ist ein Mensch, der gegen bestimmte Gesetze verstossen hat und dafür verurteilt wurde. Sind wir schon wieder soweit, dass ausserehelicher Sex strafbar ist ?

Komischerweise schwingen immer die Leute die ganz grosse Moralkeule, die von wahrhaftiger, ehrlicher und ausschliesslicher Liebe faseln. Und dann heimlich die Klatschpostillen durcharbeiten und von Sky Dumont schwärmen. Ist das wirklich wahrhaftig und ehrlich ?

Eine Frau, die mutig zugibt, beide Rollen gelebt zu haben (Ehefrau und Geliebte) selbstgerecht herunterzuputzen ist wohl weiblicher Instinkt. Mann nennt das auch Neid. Oder Eifersucht.

Ja, er ist gegangen. Ob aufgrund von Druck der Ehefrau, wirtschaftlichen Überlegungen oder freier Entscheidung ist doch egal. In jedem Falle hat er klar gemacht, dass seine Familie für ihn mehr zählt. Von daher gabs das klärende Gespräch - und ich kanns verstehen, dass er nicht noch eines haben will. Akzeptiere - denn andere Optionen hast du nicht. Die Geliebte hat gegen die Ehefrau verloren. Der Mann hat dieses Mal nicht verloren. Auch so kann das Spiel ausgehen.
 
  • #53
Ja klar, dagegen würde ich auch nie was sagen. Ich seh das genauso, dass man sich sein Leiden selber aussucht. Ich finde aber trotzdem, dass man, auch wenn man so einen Fehler macht bzw. Narzisst ist oder Co-Narzisst, kein Selbstwertgefühl hat usw., und dann leidet, mit "selbst schuld, war klar" zwar weiterkommt im Sinne von Reflektieren darüber, aber als die Frau die Affäre einging, wusste sie vermutlich nichts von den Threads hier. Also das "Vorherwissen" konnte nicht da sein.
Wer keine Fehler im Leben macht, kann ja gern mit Steinen werfen. Ich denke, es suchen sich immer die Leute, die sich was lehren im Leben, und keine Beziehung kommt zusammen, weil die sich nur schön finden und total reibungslos glücklich sind.
Da ich daran glaube, dass es auch Menschen, also Männer, gibt, die nicht unehrlich sind und nicht ihre Partnerin betrügen, denke ich auch, dass Betrüger eine gewisse Ausstrahlung haben, die auch auf die künftige Ehefrau wirkt. Ich würde dementsprechend mich als Ehefrau auch fragen, auf welchen Typ Mann ich stehe, wenn ich rausfinde, dass der betrügt. Damit will ich natürlich nicht sagen, dass die Ehefrau schuld ist am Betrug. Ich meine nur das Abchecken, ob man auf diese "Macher-Typen", die sich bestätigen müssen, oder diese Romantiker, die unter Alltag leiden, steht. Vielleicht seh ich das auch falsch und in jedem Mann wohnt ein Fremdgänger, aber das Weltbild ist mir zu sexistisch und zu negativ. Dass einem in einer langen Beziehung sexuell langweilig ist, kann ja sein, aber der Charakter und die Liebesfähigkeit zeigt doch, wie man damit umgeht. Und die Sicht auf die Frau auch. Ist sie eine Partnerin, die geliebt wird, oder nur irgendein Ding, das versorgt wird und wo der Mann sich den einen Teil seiner Bedürfnisbefriedigung abholt, ist sie ein Accessoire in seinem Leben oder ist sie ihm wirklich wichtig emotional.

Wir hatten die besten Zeiten meist dann, wenn mein Mann wieder eine Geliebte hatte - dann war er immer besonders liebevoll und aufmerksam zu mir, wir haben Urlaub geplant, neue Häuser zusammen angeschaut, sind ausgegangen, shoppen gegangen, gelacht, haben Ausflüge mit den Kindern gemacht, während er dann seiner Geliebten geschrieben hat, dass er an sie denkt, lieber bei ihr wäre, sie heiraten will, usw... war alles eher manipulativ, um sie im wahrsten Sinne des Wortes bei der Stange zu halten.
Urgs, ich hab mich geschüttelt. Aber psychologisch interessant. Wenn es bei Dir gut lief, hatte er anscheinend unterschwellig das Bedürfnis, die andere zu beruhigen und anscheinend auch umgekehrt.
 
  • #54
Vielleicht seh ich das auch falsch und in jedem Mann wohnt ein Fremdgänger, aber das Weltbild ist mir zu sexistisch und zu negativ.
Das hat weder mit sexistisch noch mit negativ zu tun.
Sondern eher damit, dass Moral und Religion der Biologie widersprechen.
Im Tierreich können wir ja alle möglichen Arten der Paarung und des Zusammenlebens beobachten. So gibt es monogame Tierarten. Aber auch Tiere, die in Rudeln leben und bei denen nur die Chefs dürfen. Oder Bären als Beispiel, die eine klare Rollenverteilung haben.
Dazu kommt, dass Monogamie wohl erträglicher war, als Menschen viel körperlich schuften mussten und auch nicht sonderlich lang gelebt haben. So konnte man bei Hofe schon immer sexuelle Freizügigkeit beobachten, da die Leute nix anderes zu tun hatten. Und die Bauern, die 14 Stunden am Tage Schwerstarbeit hatten, waren treu.
Heute können 80- jährige Männer dank Viagra immer noch. Damals starben 40 jährige Männer an Altersschwäche.
Wo es Moral gibt, gibt es immer auch Doppelmoral. Können wir sogar hier im Forum sehen. Diejenigen, die sich moralisch aufplustern, setzen ganz schnell ihre eigene Moral ausser Kraft, wenn es zu ihrem Vorteil ist.
Die Geliebte gibts seit 1000 den von Jahren. Die Prostitution auch. Warum wohl ? Und das verdammen dieser beiden Lebensformen ist genauso alt. Auch hier die Frage: Warum nur ?
Mit Moral kann man weder der FS noch deren Liebhaber kommen. Beide haben bewiesen, dass ihnen diese fremd ist. Zumindest im Sinne der Monogamie. Ich verstehe, dass es weh tut. Wer allerdings jemanden erhört, dem diese Moralvorstellungen fremd sind, der muss sich nicht wundern, wenn das auch so bleibt. Und ein abruptes Ende der Affäre eben in Betracht ziehen. Aus Gründen, die mit der gängigen Moral ebenfalls nix zu tun haben.
 
  • #55
Urgs, ich hab mich geschüttelt. Aber psychologisch interessant. Wenn es bei Dir gut lief, hatte er anscheinend unterschwellig das Bedürfnis, die andere zu beruhigen und anscheinend auch umgekehrt.
Na zurecht schüttelt es dich da!
Mir ging es trotz der ganzen Zuwendungen ja nicht gut, denn ich wusste es nicht, ahnte es aber irgendwie trotzdem. Aber gerade mit Kind hält man lange an einer Ehe fest und denkt an "in guten und in schlechten Zeiten".
Ich wollte mit meinem von Dir zitierten Beispiel den Geliebten nur mal aufzeigen, dass Betrüger meist ein sehr perfides Doppelspiel betreiben, zumindest habe ich das so erlebt.
Der Geliebten, so erfuhr ich später erzählte er, dass ich ihn zum zweiten Kind erpresst hätte, dass ich ihn finanziell ruinieren werde, dass ich ihm die Kinder wegnehme usw.
Dabei hatten wir eigentlich eine ganz harmonische Beziehung und von Trennung war nie die Rede.
Mir erzählte er, wenn ich mal eine zweideutige SMS sah, die aufploppte, dass das eine Verrückte sei, die ihm ständig hinterherrennt.
Er erzählte ihr, dass er sich demnächst trennt und mit mir besprach er den Neubau unseres Hauses.
Dass ich mich wirklich von ihm trennte, als ich es erfuhr, nimmt er mir bis heute übel.
Ich kenne aber auch die Sicht der Geliebten und natürlich fragt man sich, wie man so eine intensive schöne Zeit mit einem Mann verleben kann, wie er wohl ähnliches fühlt wie man selber und trotzdem geht er immer wieder zurück zu seiner Frau, von der man ja eher nur Schlechtes weiß.
Auch hat void recht, dass man sich selber schon fragen muss, auf welchen Typ Mann man steht. Bei mir muss ein Mann durchaus ein "Macher" sein, Erfolg haben - beruflich und bei Frauen - er muss sich gut verkaufen können und dominant sein.
Das sind natürlich nicht unbedingt die treusten Männer :)
Allerdings habe ich mit 30 geheiratet - da wusste ich noch nicht, dass es solche Abgründe in männlichen Seelen gibt, bzw. dachte ich, dass Ich sowas sofort erkenne - falsch gedacht. Mein Exmann kann alle täuschen.
 
  • #56
Einige Anmerkungen dazu:
Sehen wir mal vom Vater ab - in welchen Menschen kann man wirklich reinsehen ? Woher die Gewissheit, dass genau die Männer niemals einen Seitensprung hatten ? Und bitte nun keine Argumentation a la der war nie liiert - denn diese Männer sind ja wohl nicht gemeint.

Wer keinen Seitensprung hat, kann dennoch Augen für andere Frauen haben. Mann kann eine schöne Frau durchaus anschauen ohne gleich mit ihr ins Bett zu gehen.

Mancher Mann hat auch einfach keine Gelegenheit oder keine Lust auf noch eine Frau - würde am liebsten wieder Junggeselle sein. Würde dann nie mehr eine Frau ansehen - einfach weil er die Schnauze gestrichen voll hat.
Nun es gibt Fälle und das war bei meinem Vater auch der Fall, der verlobt war aber in Wirklichkeit meine Mutter lieber hatte und dann die Verlobung aufgelöst hatte, um meine Mutter zu heiraten. Vielleicht ein bisschen ein Sonderfall und nicht jeder macht es aber wenigstens ehrlich und konsequent, statt eine Frau zu heiraten, die man(n) nicht liebt und beide in der Ehe unglücklich zu machen.

Kennen gelernt hatten sie sich in einem Zug aber meine Mutter war deutsche und wahrscheinlich hat mein Vater zunächst nie daran geglaubt, dass sie eines Tages zusammen kämen, obwohl nach der langen Zugreise sie sieben Jahre lang schriftlich in Kontakt standen und schrieben sich Briefe und besuchten sich jeweils einmal im eigenen Land. Die Schwester meines Vaters wusste, dass das etwas ernsthaftes ist mit dieser Frau (meine Mutter) und dass er sich vielleicht nur verlobt hatte, weil er selbst zunächst nicht an ein glückliches Zusammensein glaubte bzw. dass meine Mutter in ein anderes Land ziehen würde.

In der Tat er hätte auch keine Zeit fremd zu gehen, weil er neben dem Job auch noch die zwei Weinberge bearbeitete (auch meine Mutter half) und noch Hobbyimker war und auch sehr viel an unserem Haus angebaut und umgebaut hatte. Ihm war seine Frau und seine Kinder am wichtigsten und hat für uns alle alles getan und gegeben.

Mit "keine Augen für andere Frauen haben" meinte ich, dass er andere Frauen nicht sexuell begehrend betrachtete. Es gibt sicherlich Männer, die die Schönheit einer Frau realisieren aber nicht weiterdenken. So wie ich auch einen attraktiven Mann bemerke aber nicht den Gedanken weiter spinne, wenn ich einen Freund habe.
 
T

Toi et moi

  • #57
Ich denke nicht, dass er dich angelogen hat. Ich denke schon, dass er dich geliebt hat aber er war nicht bereit alles für dich aufzugeben. Er wollte seine Familie, sein Geld und alles was er aufgebaut hat nicht verlieren. Das ist ganz einfach, er dachte, dass er es packen würde aber er hat es dann doch nicht gepackt. Die Verbindung mit seiner Familie war stärker als die Affäre mit dir. Es ist hart und es tut weh aber ich bin es mir sicher, dass er auch leidet. Genauso leiden auch die Frau und das Kind, die Jahre lang die Demütigung ertragen müssten. Vielleicht kannst Du dich damit trösten, dass ein klärendes Gespräch auch nichts gebracht hätte. Aber die Zeit wird helfen die Geschichte schritt für Schritt zu akzeptieren, verarbeiten und zu vergessen.
 
  • #58
Nun es gibt Fälle und das war bei meinem Vater auch der Fall, der verlobt war aber in Wirklichkeit meine Mutter lieber hatte und dann die Verlobung aufgelöst hatte, um meine Mutter zu heiraten.
Das Beispiel zeigt allerdings, dass selbst sehr integere Männer durchaus auch für andere Frauen Augen haben können.
Denn wenn ich deine Altersangabe aus einem anderen Thread richtig in Erinnerung habe, dann dürfte das 40 - 50 Jahre her sein. Und damals war Verlobung noch mit einem anderen Stellenwert behaftet als heute.
Du siehst also -wirklich gefeit ist niemand gegen die Verlockungen.
Daraus können sich Konstellationen wie bei deinen Eltern entwickeln - aber auch solche, wie bei der FS. Daher bin ich sehr vorsichtig, Menschen zu verdammen.
Mein Vater hat übrigens ein Jahr auf meine Mutter gewartet. Sie ging damals für ein Jahr in die USA. Zu ihrer Tante. 60 Jahre her - und ich hätte mir mit 20 niemals vorstellen können, 1 Jahr ohne Sex zu sein. So ändern sich die Zeiten.
 
  • #59
...dass Betrüger meist ein sehr perfides Doppelspiel betreiben, zumindest habe ich das so erlebt.
Der Geliebten, so erfuhr ich später erzählte er, dass ich ihn zum zweiten Kind erpresst hätte, dass ich ihn finanziell ruinieren werde, dass ich ihm die Kinder wegnehme usw.
Dabei hatten wir eigentlich eine ganz harmonische Beziehung und von Trennung war nie die Rede.
Mir erzählte er, wenn ich mal eine zweideutige SMS sah, die aufploppte, dass das eine Verrückte sei, die ihm ständig hinterherrennt.
...
Ich kenne aber auch die Sicht der Geliebten und natürlich fragt man sich, wie man so eine intensive schöne Zeit mit einem Mann verleben kann, wie er wohl ähnliches fühlt...
Sexuelles Betrügen geht zwangsläufig mit Lügen Hand in Hand. Anders ist das nicht machbar. Wenn die Ehefrau zunächst nichts weiss und auch noch nichts ahnt so weiss zumindest die Geliebte selbst: "damit er mit mir schöne Stunden verbringen kann, muss er seine Frau belügen und immer gute Ausreden finden, damit sie nicht misstrauisch wird."

Alleine dieses Wissen sollte doch der Geliebten ein Beweis sein, seinen miesen und schlechten Charakter zu erkennen und ihn selbst nicht als ihren Partner haben zu wollen. Dann beginnt er ihr auch Horrorgeschichten von seiner Ehe zu erzählen, damit sie Mitleid mit ihm hat, um sie solange er will bei der Stange zu halten.
Ich würde selbst denken, dass ein verheirateter Mann, der mich wirklich liebt auch selbst den Wunsch hat sich von seiner Frau scheiden zu lassen und mit mir zusammen zu sein. Ansonsten spielt er mir etwas vor und nimmt für sich das schönste von beiden Frauen.

Das ist doch das Wesen der Liebe, das man mit der geliebten Person das Leben zusammen verbringen möchte - wenn es wirkliche Verliebtheit und auch Liebe ist. Wenn er sich innerhalb von 3-6 Monaten nicht trennt, dann würde ich eine solche Affäre beenden und würde ihm keine Ausreden glauben, denn ich würde immer wissen: "Wenn man(n) etwas (mich) wirklich will, dann macht man(n) das! Trennt sich zunächst räumlich von seiner Frau und reicht dann später die Scheidung ein."

Aber selbst als betrogene Ehefrau später in der Rolle einer Geliebten zu sein, müsste doch dieser Frau am meisten bewusst sein, dass ein solcher Mann beide Frauen belügt und zumindest eine betrügt und zwar aus eigener Erfahrung, um sich gerade keine solche Gedanken zu machen und sich zu fragen, wie ein Mann so etwas tun kann? Wenn der eigene Ehemann fähig war, so etwas zu tun, warum nicht auch ein anderer?

Wäre es aber nicht hilfreich für eine Frau zu wissen, dass ein Macher-Typ eigentlich meistens narzisstisch gestört ist und sein Erfolg von inneren Unzufriedenheit und Selbstwertproblematik gepusht wird und alles andere was er tut, von sich gibt und zeigt nur eine schöne Fassade ist hinter der vieles Faules steckt? Im Grunde genommen ein bemitleidenswerter Mensch aber keiner den man bewundern und lieben kann.
 
  • #60
.... bei meinem Vater auch der Fall, der verlobt war aber in Wirklichkeit meine Mutter lieber hatte und dann die Verlobung aufgelöst hatte, um meine Mutter zu heiraten.
Mit "keine Augen für andere Frauen haben" meinte ich, dass er andere Frauen nicht sexuell begehrend betrachtete.
Das ist doch auch sehr einseitig geschrieben mandoline.
Letztendlich hat deine Mutter der Verlobten den Mann ausgespannt, die alte Schlampe (Ironie!). :) Und dein Vater war ein Mann, der seine Verlobte einfach sitzen lässt... wieso hat er sich dann verlobt? Natürlich hat er deine Mutter auch sexuell begehrt und hatte damit Augen für eine Andere.
Es hätte ja bei @MarcellaB auch so laufen können, dass der Mann erkennt, dass Sie seine große Liebe ist.
Wie gesagt war ich Ehefrau udn ging davon aus, dass mein Mann mich liebt wie keine Andere.
Und als Geliebte hatte ich das Gefühl, dass der Mann eigentlich MICH liebt und sich nur nicht trennen kann - er war auch verlobt.
Wieso ist jetzt deine Mutter also eine "besser Frau" als @MarcellaB ??
Gut, in ihrem Fall ist ein Kind dabei, für mich ein NoGo.
Aber wo die Liebe eben so hinfällt...
Wer sagt, dass der Betrüger sich nicht einfach verliebt hat?
Wer sagt, dass er nicht vielleicht sogar 2 Frauen liebt?
Oder sind Betrüger grundsätzlich nicht zur Liebe fähig?
Wer bestimmt, was ein Happy End ist?
Ist es ein happy End, wenn er bei seiner Frau bleibt und die Geliebte zurückbleibt oder ist es ein happy End, wenn er seine Frau verlässt, weil die Geliebte seine wahre Liebe ist??
Es gibt doch immer mehrere Wahrheiten und irgendwie glaube ich, weiß manchmal selbst der Betrügende nicht, was jetzt richtig ist, denn auch er ist ja nicht immer kühl und berechnend sondern ebenfalls im Gefühlschaos.
Mir kann kein Mann erzählen, dass viele Nächte mit der Geliebten ihn kalt lassen. Trotzdem will er eben seine Frau nicht verlassen.
Aber vielleicht gibt die geliebte ihm etwas, was die Ehefrau nicht vermag?
Oder die Ehefrau hat etwas, was die geleibte im Alltag nicht könnte.
Meines Erachtens gibts da kein Schwarz-Weiß.