• #61
ich finde es mies wie hier viele auf die FS einhacken als gebe es kein Morgen mehr.

Ich rate der FS, die "Beziehung" mit dem Mann als Erfahrung abzutun. Wie hier schon gesagt wurde, erlebt nicht jeder diese große Leidenschaft und diese sexuelle Erfüllung. Ich denke, da ist auch einiges an Neid vorhanden. Dennoch wird ihr der Mann mit Sicherheit irgendwann wieder über den Weg laufen...sie muss unbedingt hart bleiben und nur noch Abstand halten, denn sonst endet sie als psychisches Wrack.
 
  • #62
ich finde es mies wie hier viele auf die FS einhacken als gebe es kein Morgen mehr.
Das ist zwar sehr hart, was die meisten hier schreiben aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand auf eine Frau neidisch sein kann, die nur Sex hat und die Frage ist wie oft denn pro Monat? Wenn es wenigstens 3-4x wöchentlich wäre, dann würde sich so was lohnen. In einer festen Beziehung hat man das bestimmt viel häufiger zumindest ging es mir so!

Neidisch müsste ich auf eine Frau sein, die glücklich verheiratet und einen treuen Mann hat aber nicht auf eine, die sich als Geliebte hingibt und leidet ohne Aussicht auf Erfolg und auch nicht auf eine Frau, die einen Betrüger als Ehemann hat. Solche Dreiecks-Beziehungen bringen nur Unglück und Leid und ich denke wir Menschen sind nicht dazu geboren nur zu leiden. Oder ist das unsere Bestimmung in Fragen der Liebe statt Glück und Erfüllung Mühsal und Leid zu erfahren? Da ist wahrlich kein Neid im Spiel, sondern viel mehr Mitleid und Unverständnis warum sich ein erwachsener Mensch so etwas antut. Auf Krankheiten hat man keinen Einfluss aber auf schlechte Beziehungen indem man sie beendet und nicht mehr leiden muss und das muss man erkennen: worauf hat man selbst Einfluss und worauf nicht?

Und wenn ein Mann mich wirklich liebt, dann trennt er sich von alleine innerhalb der ersten 6 Mon. von seiner Frau gerade weil er Angst hätte seine Traumfrau zu verlieren. Tut er das nicht auch nach zehn Jahren nicht dann ist der Fall klar. Ich hätte nicht mal ein Jahr mitgemacht und realisiert (die ungeschminkte Wahrheit erkannt), dass nur er der alleinige Profiteur ist und hätte die Trennung konsequent durchgezogen.
 
  • #63
Ich denke mal, er wird wieder angetrudelt kommen. Er meldet sich nicht, weil seine Frau ihn beschattet und den Kontakt zu Dir unterbunden hat. Wahrscheinlich liest sie seine Nachrichten, und es gab eine Versöhnung mit großen Schwüren. Es wird bei ihm aber wieder Ärger geben, er wird Sehnsucht nach Dir bekommen. Solche Situationen wie seine jetzt halten nie für immer an. Aber ich wünsche Dir, dass Du dann schon weitergezogen bist und ihn gelassen in die Wüste schicken kannst.
 
  • #64
... selber aussucht. ..."selbst schuld, war klar" ... Also das "Vorherwissen" konnte nicht da sein.
Wir sind alle erwachsen und treffen unsere eigenen Entscheidungen. Manche sind richtig, manche sind falsch. Die falschen sind eine Chance, zu lernen. 10 Jahre Affäre unter den Umständen der FS ist schon extrem. Wenn einem 10 Jahre lang, auch bei parallelen Beziehungen in der Zeit, nicht in den Sinn kommt, dass irgendwas nicht stimmt, dann ist man schon auf beiden Augen blind.
Die Folgerung kann nur sein, ich habe etwas länger gebraucht um zu lernen und jetzt mache ich es anders. Egal, ob mit 30 oder 70.

Es hätte ja bei @MarcellaB auch so laufen können, dass der Mann erkennt, dass Sie seine große Liebe ist.
Ja, sie hätte auch im Lotto gewinnen können. Natürlich besteht eine geringe Chance. Aber dann trennt er sich nach einem halben Jahr. Diese trügerische Hoffnung ist doch letztlich die Ursache davon, dass Frauen damit immer wieder auf die Nase fallen. Die Balance zwischen Emotion und Ratio ist völlig gestört.
 
  • #65
Das ist das Glück unserer Zeit, jede/r kann die Beziehungsform führen, die er möchte.

Wo ich Bauchgrummeln bekomme, ist, wenn nicht offen dazu gestanden wird, Partner/innen belogen werden, Scheinwelten aufgebaut werden, Vertrauen missbraucht.

Ob es, wie hier die betrogene Ehefrau ist, oder - und das wird hier kaum gesehen, der Mann, mit dem die FS eine Schein- Partnerschaft einging.

Ich bin mir sicher, dass zumindest dieser Mann diese Konstellation nicht kannte und auch nicht gefragt wurde.

Die Freiheit des Einen hört immer an den Grenzen anderer auf. Die Grenzen sind da, wo ich lüge, betrüge und Verletzungen in Kauf nehme.
 
  • #66
Die Feigheit liegt daran, dass die Gesetze, die Kirche, die Grundlagen der Gesellschaft, ja nun vorrangig von Männern gemacht wurden und er sich nicht traut, dagegen zu argumentieren und zu sagen, dass er nicht anders kann als Hund, Katze, Maus. Aber sich dann hinstellen und sagen "ich muss ja lügen, meine Natur will Sex, die böse Gesellschaft und die böse Moral, die ihr (wer?) gemacht habt, zwingt mich dazu", ist einfach Feigheit, mehr nicht. Offen sagen, dass man eine offene Beziehung will, dann die Frau suchen, die das auch will. Das wäre für mich die Argumentation mit der Natur.
Das sehe ich ja sogar sehr ähnlich wie du. Ich erinnere hier allerdings an den Sturm der Entrüstung, als ich mal geschrieben hatte, dass sexuelle Treue nix für mich ist, ich mir aber keine Vorwürfe zu machen habe, da ich das vorab klar stelle.
Dann bekommst du die "Moral" eben von anderer Stelle ab.

Ich möchte hier auch daran erinnern, dass die FS immerhin 10 Jahre lang die Geliebte war. Rein vom Zeitvector gesehen nicht unbeträchtlich. Und auch sie einige Jahre in einer festen Partnerschaft war. Es gehören also 2 dazu- oder ?

Ich persönlich sehe das so: die FS und ihr Geliebter hatten 10 Jahre genau das, was sie beide wollten. Und beide wussten, was passieren kann. Darum brauchen nun beide nicht rumzuheulen. Er nicht, weil seine Frau nun sehr streng sein wird - und sie nicht, weil die Frau gewonnen hat. Der Natur wurden hier mal wieder Grenzen angelegt.
 
  • #67
@annie83

Wobei ich mir vorstellen kann, dass es beim Fremdgehen manchmal gar nicht darum geht, einfach eine Sexlust zu befriedigen, sondern auch schon um das Geheimnis, den Betrug und die Option, aus dem Leben mit der Ehefrau auszusteigen und "Bond" zu werden mit einem aufregenden Leben auf der Überholspur, ewigem Spaß usw.. DANN wäre Ehrlichkeit ja auch nicht die Lösung. Der Kick des Hintergehens fehlt.

Wenn ich mal mit meiner Vorstellungskraft rangehe, sind das die Menschen, denen ein Alltag zu lahm ist. Das ist dann auch keine Natur mehr, sondern Charaktersache. Ich glaube nicht, dass sowas anerzogen ist. Aber das Frauenbild wird durch die Mutter geprägt sein, das Accessoirewesen, das zu einem Erfolgsmann dazugehört.

Falls der Mann sich toll vorkommt, weil er seiner Zweitmutti zu Hause eins auswischen kann mit dem Betrug, dann kommt das eventuell doch auch von dem, wie die Eltern miteinander umgingen. Da kenne ich sogar einen Fall, wo der Vater zum Sohn als KInd immer dann, wenn sie was taten, was die Mutter aufgebracht hätte, sagte, dass sie es ihr nicht sagen werden, dann hatten sie ihr Geheimnis und die "dusslige Mutter" fuhr gegen die Wand, wenn sie was wissen wollte. Ich denke mal, sie wird dadurch auch noch kontrollierender geworden sein, als sie es anfänglich war. Der Sohn ging fremd als Bestrafung für die Partnerin, wenn sich seiner Meinung nach die Partnerin nicht richtig zu ihm verhalten hatte.

Die Balance zwischen Emotion und Ratio ist völlig gestört.
Denke ich auch, aber das kann man mEn niemandem vorwerfen. Keiner sucht sich doch sowas aus, weil er gern leidet. Das passiert ja auch nicht Knall auf Fall, dass man in so eine Situation gerät. Stück für Stück werden Hoffnungen genährt und weil man schon so viel Hoffnung "investiert" hat und immer noch glauben will, kann man sich nicht losreißen, denn das hieße ja, man müsste erkennen, dass alles, was bisher lief, nur Betrug war. Hinzu kommt, dass der Betrüger ja allein diese Zweitbeziehung lenkt (Zeiten, Orte, Absagen), also die andere Person ihren Willen abgegeben hat an den Lenker - den wünschen sich doch viele Frauen, den Macher, der endlich in ihrem Liebesleben eine Art Richtung vorgibt, weil er sie so begehrt. Und der Betrüger kann das gut, weil er immer die Ehefrau vorschieben kann, weshalb er seine großen Versprechen gerade nicht einhalten kann.
In diesem Bereich dann plötzlich wieder oder überhaupt mal Handlungshoheit einzunehmen, wird psych. auch eine krasse Umstellung sein. Ich denke, eine Frau, die sich nicht die Handlungs- und Beurteilungshoheit der Situation nehmen lässt, würde so einen Verheirateten gleich in den Wind schießen, wenn er sich ihr nähern will.
 
  • #68
Ich erinnere hier allerdings an den Sturm der Entrüstung, als ich mal geschrieben hatte, dass sexuelle Treue nix für mich ist, ich mir aber keine Vorwürfe zu machen habe, da ich das vorab klar stelle.
Dann bekommst du die "Moral" eben von anderer Stelle ab.
Das muss man dann aushalten und zu seiner Natur stehen, man ist ja überzeugt davon und darf es handhaben, wie man will.

Es löst auch was aus, wenn Frauen lesen, dass ein Mann schreibt "ich will nicht sexuell treu sein und trenne Sex und Liebe". Eine Frau, die das nicht so sieht, fühlt sich in ihrer Vorstellung vom paradiesischen Beziehungsleben gestört, und das haben aber viele Frauen. Entweder durch die Liebesfilme und Märchen oder von Natur aus als Romantikerin oder weil sie die eine sein wollen, die alles geben kann. Oder religiöse Prägung.
Und wenn so ein Mann dann noch allgemein schreibt und seinen Beitrag nicht deutlich kennzeichnet als "so schräg ticke ICH nunmal" ("schräg" als Überzeichnung und Dir hier nicht unterstellt, dass Du allgemein geschrieben hattest, aber die geneigte Leserin liest das mitunter auch als "allgemein", obwohl es nicht so geschrieben ist), steht ja unterm Strich da "alle Männer sind so und der, der dir Treue schwor, lügt dich nur an über seine wahre Natur". Das ist doch das ewige Rätsel - wie tickt dein Partner.

Und meines Eindrucks nach ist insbesondere die Kontrolle der sexuellen Erregung bei Partnerin oder Partner für viele Menschen so ein Punkt, schon bei Bildchen oder Pornos. Und nee, das ist kein weibliches Phänomen, so verhalten sich auch Männer. Also wenn einer freimütig sagt, "ich begehre auch andere sexuell", dann ist das auch für unbeteiligte Leserinnen, mit denen Du nie in einer Partnerschaft zusammenkommen würdest, nicht wie "ich mag Pizza".
 
  • #69
Der Beitrag von void hat mir auch gefallen, weil er wahrscheinlich die heutigen Beziehungsmöglichkeiten am besten wiederspiegelt.

Was ich nur als problematisch sehe, wenn man sich mit Anfang/Mitte 20 findet hat man noch nicht so viele Erfahrungen.
Ich wußte damals und das hat sich bei mir bis heute nicht geändert, dass eine nicht monogame Partnerschaft für mich kein Beziehungsmodell gewesen wäre. Es wäre fair das sehr früh kommunizieren und erspart viel Leid.

Ich glaube aber, dass solche Männer, wie der von Tini beschriebene Ehemann auf den Kick mit der Geliebten stehen. Da fühlen sie sich lebendig und als der große Zampano. Es ist genau, wie Tini es beschrieben hat, wenn sie die Geliebte oder umschwärmte Frau haben könnten, weil die Ehefrau weg ist, ist die andere Frau nicht mehr interessant. Der Kick ist es, die Frauen sind nur Statisten in dem Spielchen.

Ich war auch viele Jahre mit einem Narzisten verheiratet. Bis vor kurzem kannte ich diesen Begriff nicht mal. Ich bin auf diesen Charme reingefallen und diese kreative Intelligenz fand ich betörend. Wir konnten auf einer geistigen Ebene miteinander agieren, das hatte für mich schon fast etwas erotisches und wir konnten ein richtig gutes Team sein.
Bis viele negative Charaktereigenschaften mit zunehmenden Alter immer mehr zum Tragen kamen und ich mit zunehmenden Alter nicht mehr so naiv war und auch anspruchsvoller an eine Beziehung wurde.

Aber früher, wenn da eine komische sms mit Liebesbekundungen aufploppte und er mir mit den treuesten Augen der Welt versicherte, dass die sms fehlgeleitet sei.... sei's drum. Ich habe ihm einfach tief vertraut. Mich macht es bis heute traurig, dass meine vorbehaltlose Liebe und mein Vertrauen mißbraucht worden sind. Es hat irgendwie meine Seele beschädigt und ich fühle mich um das betrogen, was mir für mein Leben am wichtigsten gewesen ist - meine Familie. Ich wollte so ein richtig schöne liebevolle Familie aufbauen.

Heute weiß ich auch, dass er ein genialer Lügner ist. Ich kannte die Wahrheit und es war nicht mal was weltbewegendes bei dem er gelogen hat. Das war unglaublich. Da stimmte alles - die Stimme, die Körpersprache, die Tonlage - es war perfekt. Wenn ich es nicht besser gewußt hätte ich hätte meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass er mir die Wahrheit gesagt hat. Das erkennt man aber erst mit viel Lebenserfahrung, als junges Mädchen hat mir diese Lebenserfahrung gefehlt.
 
  • #70
Ja, sie hätte auch im Lotto gewinnen können. Natürlich besteht eine geringe Chance. Aber dann trennt er sich nach einem halben Jahr.
Wieso trennt er sich nach einem halben Jahr?
Ich habe das in Bezug auf die Geschichte von @Mandoline geschrieben, dessen Vater ja seine verlobte für ihre Mutter verlassen hat. Mein Vater hat seine Frau damals für meine Mutter verlassen. Allerdings natürlich sofort - und nicht nach 10 Jahren.
 
  • #71
Verlobt, Kontakt zu der Frau, die er wirklich will. Wenn man es so sehen möchte, auch nicht viel anders als bei der FS, die eben sogar eine andere Beziehung hatte, obwohl ihr Herz woanders war. Es geht ja auch nicht darum, Vorwürfe zu machen, aber man kann das eben unterschiedlich sehen.
Der unterschied aber ist das meine Mutter Solo war. Der Geliebte der Fragestellerin ist aber immer verheiratet gewesen, somit war seine erste Ehefrau schon zuerst da und mein Vater auch und weil er wahrscheinlich nicht daran glaubte, dass sie Deutschland verlässt hat er sich verlobt. Und nach sieben Jahren hat er es gewagt und hatte ihr einen Heiratsantrag gestellt. Es gab ja auch Widerstände in seiner Familie vor allem meine Großmutter war dagegen. Leider weiss ich zu wenig über die Umstände.

Abgesehen davon ist es ein riesengrossen Unterschied, ob ein Mann in der Nähe wohnt (ob die Geliebte und ihr verheirateter geliebter in der Nähe wohnen) und er sich scheiden lässt oder ob eine Frau alles verlässt sogar ihr eigenes Land für einen Mann. Mein Vater hatte insofern Glück, weil meine Mutter seinen Heiratsantrag auch hätte ablehnen können. Der Geliebte der Fragestellerin stellte ihr auch einen Heiratsantrag, obwohl er noch nicht geschieden war. Mein Vater hatte aber zuerst die Verlobung aufgelöst.

An meinem Vater und an diesem Mann zeigt sich der unterschied welche Frau ein Mann wirklich liebt. Oder es zeigt sich welcher Mann mutiger war. Zu damaligen Zeit aber auch noch später waren die deutschen überall auf der Welt verhasst. Mein Vater riskierte auch damit ausgegrenzt und angefeindet zu werden. Und das ist was ich mich das ganze Leben gefragt habe, ob meine Grossmutter meine Mutter das Leben zu Hölle macht denn weil sie nur eine Deutsche war und sie nie akzeptiert hatte oder ob allgemein nur Besitzansprüche an ihren Sohn gelten machen wollte und eifersüchtig war.

Deswegen möchte ich auch der Fragestellerin den Unterschied zeigen wie ein Mann handelt, wenn er eine Frau wirklich liebt. Er macht es ernst!
 
  • #72
Ich persönlich sehe das so: die FS und ihr Geliebter hatten 10 Jahre genau das, was sie beide wollten. Und beide wussten, was passieren kann. Darum brauchen nun beide nicht rumzuheulen. Er nicht, weil seine Frau nun sehr streng sein wird - und sie nicht, weil die Frau gewonnen hat. Der Natur wurden hier mal wieder Grenzen angelegt.
Ich glaube nicht, dass beide das gleiche wollten und das war bestimmt nicht nur Sex - ausser von seiner Seite. Sie wollte offensichtlich etwas anderes. Am liebsten eine Heirat mit diesem Mann und möglich ist, dass dieser Mann ihr die ganze Zeit erzählte er würde sich scheiden lassen und sie heiraten, um sie vielleicht nur warm zu halten und von dieser Geliebten zu profitieren.

Dass offensichtlich verheiratete Männer ein perfides Doppelspiel spielen hat sehr anschaulich @Tini_HH über ihren Exmann geschrieben. Angenommen diesen Mann hätte der FS gesagt:

"ich möchte dich nicht verletzen und ich möchte nicht dass du dir selbst falsche Hoffnungen machst aber ich möchte klarstellen, dass ich meine Ehefrau niemals verlassen werde. Wenn du einverstanden bist, können wir nur eine sexuelle Affäre haben aber von mir darfst du nichts mehr erwarten, weil ich das nicht erfüllen werde."

Dann wäre diese Affäre vielleicht schon nach einem Jahr vorbei! Doch er sagte etwas ganz anderes:
Auf einmal sprach er davon, sich von seiner Frau zu trennen. Er hat mir einen Heiratsantrag gemacht, den ich angenommen habe. Und, er hat eine Immobilie für uns beide gesucht. Alles lief perfekt! Dann flog alles auf. Er meinte, dass er über diese Entwicklung richtig erleichtert sei. Das Finanzielle wäre ihm völlig egal, Hauptsache seine Frau verschwindet komplett aus seinem Leben. Ständig betonte er, wie wichtig ich für ihn bin. Wie sehr er mich liebt, ich die Liebe seines Lebens sei. Er panische Angst hätte, dass ich ihn verlasse. Er mich nie wieder loslässt. Mit seiner Frau keinen Tag länger unter einem Dach leben will. Deshalb hat er immer öfters in seiner Kanzlei übernachtet.
Panische Angst sie zu verlieren, Hauptsache seine Frau verschwindet komplett aus seinem Leben, Marcella die Liebe seines Lebens sei...bla,bla,bla.

Fast aufs Wort gleich, wie bei @Tini_HH's Exmann.
Seinen Worten liess er nie Taten folgen! Ein Mann, der es wirklich mit einer Frau ernst meint redet nicht! Er handelt danach, wie er fühlt.

Wie mein Vater als Beispiel! Die FS selbst ging auch eine offizielle Beziehung ein aber hatte sie für ihn beendet (und das war der grösste Fehler, den sie gemacht hatte). Er aber trennte sich nicht!

Liebe FS, hast du geprüft, ob er wirklich in seiner Kanzlei übernachtet hatte oder hast du ihm alles geglaubt?
 
  • #73
Es löst auch was aus, wenn Frauen lesen, dass ein Mann schreibt "ich will nicht sexuell treu sein und trenne Sex und Liebe". Eine Frau, die das nicht so sieht, fühlt sich in ihrer Vorstellung vom paradiesischen Beziehungsleben gestört, und das haben aber viele Frauen. Entweder durch die Liebesfilme und Märchen oder von Natur aus als Romantikerin oder weil sie die eine sein wollen, die alles geben kann. Oder religiöse Prägung.
Den Zentralrat der Entrüsteten habe ich noch nie verstanden, mir kommt es oft so vor, dass diese Leute einfach keinen Lebensinhalt als Entrüstung und Empörung haben.
Ich verstehe auch nicht, warum dann sofort "Erziehungsversuche" gestartet werden - bringt nix. Besonders komisch empfinde ich dann, dass solche Leute selbstverständlich und "polit. korrekt" Homosexualität ganz toll finden - wahrscheinlich ist das einfach zu weit weg für deren begrenzten Horizont.
Natürlich löst so eine Aussage wie meine in vielen Frauen den Gedanken aus : So einer ? Dann besser keiner! Völlig legitim, ich lasse mich ja auch mit keiner religiös geprägten Frau ein.
Nicht mehr nachvollziehbar ist allerdings für mich der Gedankengang, dass diese Frauen sich von mir angegriffen fühlen könnten. Ich lasse die Monogamiebefürworterinnen doch auch in Ruhe. Die sind für mich wie Veganer, Religiöse, Grüne, Asketen etc einfach uninteressant. Umerziehen kann man diese Leute nicht. Also lässt man sie links liegen. Sollen sie ihr Ding machen.
Ist das vielleicht der Reflex, der auch den Frauen entgegengeschlagen wird, die sich als Geliebte outen? Weil uns Neid und Eifersucht entgegengebracht wird ? Ja, wir werden in der Hölle hocken, es schön warm haben, die gesamten Alkoholvorräte bekommen wir auch - während die "Gutmenschen" auf ner kalten Wolke Mineralwasser schlürfen dürfen. Diese Vorstellung könnte mich fast religiös werden lassen.
Hier jammert eine langjährige Geliebte. Dabei wusste diese genau, auf was sie sich einlässt. Nämlich auf einen Mann, der eben nicht monogam lebt. Die Besitzansprüche erhebt, wo keine sind. Man muss das Leben eben mit allen Konsequenzen durchdenken. Und dabei hilft die rosarote Brille nun mal nicht.
 
  • #74
Außerdem ist eine Affäre eben Leidenschaft pur - oft inklusive heftiger Gefühle auf beiden Seiten. Das kann man manchmal nicht so pragmatisch beenden, selbst wenn man will. Und ich glaube auch, dass der betrügende Mann hin - und hergerissen ist. So abgebrüht sind die meisten Männer gar nicht.
Mitleid muss man auch mit niemandem haben. Manche Menschen brauchen einfach mehr Kick und Leidenschaft im Leben.
Ich habe auch einen Mann, der rein objektiv perfekt zu mir passt, er liebt mich aufrichtig, ist lieb, dazu gut aussehend, guter Beruf, würde mich niemals betrügen und er ist auch alles andere als mittellos - aber mir ist das zu langweilig.
Eine Affäre ist deswegen so leidenschaftlich, weil sie niemals vorhersehbar ist, weil die Ereignisse/Treffen niemals sicher und festgelegt sind (und jederzeit aufliegen können) und, weil man weiss das man sich auf so einen Mann zu keiner Zeit verlassen kann. Das ist Adrenalin pur! Die Ungewissheit, die Anspannung, die Angst, ob der Mann kommt oder in seine weite Welt entschwindet und sich überhaupt jemals meldet das alles lässt die Affärenfrau, wie eine Süchtige nach der Droge zittern. Und die Angst, dass er sich einer anderen Frau zuwendet. Bei Angst wird Adrenalin ausgeschüttet und dieses Hormon puscht alles hoch! Adrenalinausschüttung auf Dauer ist schädlich für den Körper und die Psyche und man liegt letztlich wie ein Wrack am Boden.

Hat man die psychologischen und physiologischen Mechanismen dahinter erkannt, dann kann man sogar davon geheilt werden, weil mit so einem Menschen kann man nicht mal regelmässige Sexualität leben, sondern nur mit einem Mann der bindungsfähig ist.

Die Sexualität per se ist Leidenschaft und Kick pur und dafür braucht man keinen Macher-Typ. Auch braucht die Sexualität Distanz und erotische Spannung und das kann man auch in einer festen Beziehung so einrichten, indem man nicht im gleichen Haushalt lebt aber, dass man sich gegenseitig treu ist und sich regelmässig sieht und sehr begehrt. Dann verzehrt Frau sich nach ihm und freut sich riesig, ihn endlich wieder zu sehen, weil er nicht in greifbarer Nähe ist.
 
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  • #75
Warum ist die Frau so ein behüteter Besitz, warum soll sie treu sein? Weil der Mann keine fremden Gene aufziehen will, kenne ich als Antwort.
So ist es sicher. Nur die Frau wusste früher, woher das Kind kam und der Mann musste dann dafür aufkommen. Viele Regeln waren in der Zeit sinnvoll, in der sie geschaffen wurden. Weite Teile von religiösen Regeln hatten früher ihren Sinn in einem bestimmten Kontext.

Und natürlich wurden Regeln zum Thema Treue deshalb von Männern gemacht, so wie Du es beschreibst.

Die Feigheit liegt daran, dass die Gesetze, die Kirche, die Grundlagen der Gesellschaft, ja nun vorrangig von Männern gemacht wurden und er sich nicht traut, dagegen zu argumentieren und zu sagen, dass er nicht anders kann als Hund, Katze, Maus.
Und auch heute sind ja Gesetze noch so gestaltet, dass ein Mann für ein während einer Ehe gezeugtes Kind zunächst mal automatisch der Vater ist und das nicht selbstverständlich verifizieren darf. Für die Männerrechte geht da keiner auf die Straße.
 
  • #76
Ich würde das anders interpretieren. Also ja, es liest sich vielleicht wie ein Erziehungsversuch, aber es ist vielleicht eine Verteidigung auf "Deinen Angriff".
Bei einem Erwachsenen sind "Erziehungsversuche" sinnlos. Das ist eher Bevormundung und das löst bei dem anderen eine völlig verständliche Abwehrreaktion - also einen erneuten Angriff aus. Jeder möchte als die Person die er ist, auch anerkannt werden. Insofern ist es völlig legitim seine Grenzen ziehen.

Es gibt einfach dazu verschiedene Sichtweisen. Der eine braucht den Kick der Heimlichkeit und des "Ausbruches" oder die Gewißheit zwanzigtausend Frauen im Bett gehabt zu haben und andere eben nicht.

Für mich ist eine Partnerschaft von Nähe und Vertrauen geprägt, dann erst kann ich auch Intimität genießen. Die andere Seite als (Single) Sexspaß habe ich ausprobiert und das war absolut nichts für mich. Für mich war das eine völlig schräge Erfahrung.

Den Kick suche ich nicht in einer Partnerschaft, sondern in meinen Hobbies. In der Partnerschaft brauche ich Verläßlichkeit, absolutes Vertrauen und Nähe. Das ist meine Wurzel und aus der kann ich dann in die Welt ziehen und mir Kicks beim Tauchen z.b. suchen.
Das sind einfach völlig unterschiedliche Welten.
Und auch heute sind ja Gesetze noch so gestaltet, dass ein Mann für ein während einer Ehe gezeugtes Kind zunächst mal automatisch der Vater ist und das nicht selbstverständlich verifizieren darf. Für die Männerrechte geht da keiner auf die Straße.
Ja, super! Die Väter können ja gern Vaterschaftsteste ihrer ehelichen Kinder machen lassen. Diesen Unfug durfte ich mir auch anhören... "Er könne sich gar nicht an die Entstehung des Kindes erinnern"

Da sind wir auch bei den weiteren Betroffenen solcher Dramen. Meine Tochter soll nie erfahren, wie ihr Vater sich verhalten hat. Das wäre für das Mädel, das ihn abgöttisch liebt zu schmerzhaft.
Mich packt da manchmal die kalte Wut, wenn ich daran zurück denke.

Dann spielt noch eine Rolle, was void im Beitrag 71 geschrieben hat, die Prägung aus der Kindheit und Wiederholung dieser Muster des Vaters. Auch das habe ich oft gesagt, ihn hat das nicht interessiert. An den Mauern bin ich abgeprallt.

Das bekommen sogar die Kinder mit. Das fand ich mit am schlimmtsten, als mein Sohn mich in einer Diskussion damit konfrontierte, dass der Vater sich genau wie der Großvater verhalten hat. Er hatte also bereits als Kind die Ehe der Großeltern mitbekommen und auch unsere.

Aus diesen Gründen finde ich dieses Beziehungsmodell einfach verantwortungslos. Es ist zutiefst eogistisch.

Und diesen Unfug von der ganz bestimmt baldigen Heirat schwafeln wahrscheinlich alle gebundenen Männer der Geliebten vor, einfach um sie bei Laune zu halten. War bei meiner Freundin auch so.
 
  • #77
Ja Dummheit tut weh...Haben wir doch schon fast alle erfahren oder? Wenn man doch spätestens nachher weiss, welche Charakterzüge man übersehen hat oder aus Liebe ertragen um allwissend dumm, plötzlich verlassen zu werden.
Ich habe da zweimal sehr schlecht nah gesehen..
Somit hat auch eine Geliebte Liebeskummer, weil sie 10 Jahre geliebt hat.
Dumm war zu glauben dass er sich trennt, ich denke wer sich in einen anderen wirklich verliebt, macht das innerhalb eines Jahres danach ist die Geliebte platziert.

Die Monogamie soll ua durch unseren aufrechten Gang kommen. Kinder müssen so früh raus und länger versorgt werden.
Nur wer das Bedürfnis danach hat, den interessiert die Argumentstion um Moral oder Unmoral wenig. Es tut weh betrogen worden zu sein und mein Exmann und ich waren von dem Tag an getrennt.
Und weder die Moral, Unmoral oder eine Diskussion über Engstirnigkeit hätte das geändert.
Der "gemeine " Fremdgänger holt nämlich keine Erlaubnis ein oder spricht es ab. Man wird verraten, belogen und meist noch als Spinner dargestellt, wenn man was ahnt. Man bekommt nicht das Recht auf Entscheidung, Mitspracherecht für sein eigenes Leben.
Wer eine offene Beziehung möchte soll offen darüber reden, bitte bevor Kinder da sind. Und wer sich dafür entscheidet wird von mir auch nicht schief angeguckt, jeder soll seine Art des Liebens finden.
 
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  • #78
Zeitlich in der umgekehrten Reihenfolge... Mein Verdacht ist, dass seine Frau alles mitgekriegt hat und er aufgeflogen ist, BEVOR er Dir den Heiratsantrag gemacht hat und sonstwas schwor. Sie hat es entdeckt und wollte ihn rausschmeißen. Er dachte, er hätte ja dann immer noch Dich. Dann haben sie sich geeinigt, er hat vermutlich gesagt, dass Du ihm nichts bedeutest, er nur seine Frau liebt und warum alles wegwerfen nur wegen Sex außerhalb. Er hat sie beruhigt, sie haben sich wieder zusammengerauft unter der Auflage, dass der Kontakt zu Dir abbricht und nie wieder aufgenommen wird, und so macht er das jetzt. Keine Ahnung, aber wer bei der einen Frau lügt, tut es auch bei der anderen.

Zeitlich stimmt Deine Reihenfolge und Dein Verdacht nicht. Den Heiratsantrag er mir bereits in unserem 14tägigen Urlaub in Frankreich vor 1,5 Jahren gemacht. Zu diesem Zeitpunkt wusste seine Frau sicher noch nichts von uns.
 
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  • #79
Liebe Marcella, das Problem das viele Geliebte haben ist, dass sie an Selbstüberschätzung leiden. Ausserdem sind sie Oberflächlich. Wenn ein Mann sagt, dass die Geliebte "die Liebe seines Lebens ist", dann bleibt er nicht noch 10 weitere Jahre mit seiner Ehefrau zusammen, sondern ist mit der Liebe seines Lebens zusammen. Wieso kapiert das keine Geliebte? Männer die ihre Frauen betrügen sind wie Kinder, die sich mit den Eltern streiten. Dann übernachten sie ein paar Nächte beim Freund und kehren wieder Heim zurück. Und die blinden Geliebten glauben allen Ernstes, dass sie besser sind als die Ehefrauen, dass sie mehr verbindet, als den Mann mit der Frau nach Jahrzehnte langen Ehe und Kindern. Ich meine, so von der Seite betrachtet ist das ganze zum Lachen, wenn man die Dummheit der Geliebten betrachtet. Mir tun diese Frauen leid, weil ich weiss, dass sie leiden und das nicht wenig, ihre Traumwelt in der sie die siegreiche Prinzessinnen waren, die böse Ehefrauen besiegt haben, brechen über ihren Kopf und verletzen sie. Das tut mir leid, wie jeder Mensch, der leidet. Aber, zumindest nach der ganzen Seifenoper, sollen der Geliebten die Augen aufgehen und sie soll sich klar machen, dass sie auf einen Lügner, einen Betrüger und einen charakterlosen Menschen reingefallen ist und nicht ihm nachtrauern und sich weiterhin das Leben vermiesen. Zehn Monate lang weinen nichteinmal manche Ehefrauen ihren toten und treuen Männern nach, was soll diese Posse? Dir sollte wirklich der Kopf gewaschen werden, damit du in die Realität wieder ankommst. Man lebt nicht in den schönen Erinnerungen und Wunschträumen, sondern in der Realität. Ziehe den Schlußstrich und fange zu leben an!
 
  • #80
Liebe Marcella, diese Geschichte ist so alt wie die Menschheit und auch hier im Forum jede Woche mehrfach zu lesen.
Heaven and hell. Er hat Dir sein wahres Gesicht gezeigt und er ist feige. Er hat Dir etwas versprochen und nichts eingehalten. Du hast Dich eingelassen und vertraut. Ihr habt Euch beide nicht mit Ruhm bekleckert, doch damit mußt Du und er selbst klar kommen.
Was Du tun kannst?
Reflektiere was Dich in diese Lage gebracht hat? Was hast Du bei diesem Mann gesucht, was Dir ein anderer nicht geben konnte und kann?
Kannst Du ihn heute, nach allem was war, nicht anders sehen? Falls ja, nähre dieses Bild. Mache es größer, damit er für Dich ein anderes Gesicht bekommt. Sein wahres.
Geh´raus, tu´Dir was Gutes. Lerne neue Menschen kennen, betreibe Sport und suche Dir ein schönes Hobby. Fluche, schreie, heule, nur melde Dich nicht mehr bei ihm.
Ja, wir haben uns beide nicht fair verhalten. Was hat mich in die Lage gebracht? Die Liebe! Heute sehe ich ihn definitiv mit anderen Augen.
 
  • #81
Lassen wir mal die moralische Bewertung der Handlungen gegenüber Dritten außen vor.

Die Antwort auf Deine Frage ist ganz einfach: Der Mann hat sich für seine Frau entschieden. Dazu gehört selbstverständlich der Kontaktabbruch zu Dir.

Was er Dir erzählt hat, war vielleicht kurzfristig ernst gemeint oder es war gelogen, um Dich als Trostpreis zu halten, falls die Ehefrau ihn endgültig vor die Tür gesetzt hätte. Was sie offensichtlich unter bestimmten Bedingungen nicht getan hat.

Warum verhält sich der Mann so mies? Egal wie er sich verhält, er muss zu irgendjemandem mies sein. Entweder zu Frau und Tochter oder zu Dir. In dem Fall ist offenbar das Los auf Dich gefallen.

Die Konstruktion Eurer Affaire hatte von Anfang an das Risiko der Entdeckung und damit dieser Situation beinhaltet. Das ist eben das Risiko, wenn da weitere Menschen involviert sind.

Wie Du davon los kommst? So wie jeder andere bei einer Trennung auch. Trauern, unter Leute gehen, die Geschichte und den Mann mit allen negativen Seiten sehen und soweiter.

Mach Dir klar, dass nachdem die Sache aufgeflogen ist, musste sich der Mann entscheiden. Und die Entscheidung fiel gegen Dich. Es kann also nicht mehr so werden wie vorher. Du kannst nicht mehr seine Nebenfrau sein, weil die andere das nicht mehr mitmachen wird.
Ja, er hat sich für seine Frau entschieden. Ich war nie seine "Nebenfrau". Wie schon geschrieben, war ich eine glückliche Geliebte. Mich verletzt nur die Art und Weise, wie er unsere Beziehung (keine Affäre!) beendet hat. So Stillos! Ohne Wertschätzung. Das gehört sich einfach nicht.
 
  • #82
Zeitlich stimmt Deine Reihenfolge und Dein Verdacht nicht. Den Heiratsantrag er mir bereits in unserem 14tägigen Urlaub in Frankreich vor 1,5 Jahren gemacht. Zu diesem Zeitpunkt wusste seine Frau sicher noch nichts von uns.
Liebe @MarcellaB was hat er denn seiner Ehefrau gesagt über diese 14-tägige Abwesenheit? Dass er beruflich als Wirtschaftsjournalist unterwegs sein müsse? Oder war sie selbst mit dem gemeinsamen Kind z.B. bei ihren Eltern?

Nur weil er mit dir in die Ferien ging und dir sogar dort einen Heiratsantrag machte, bedeutet das nicht, dass er das auch in Tat umsetzten musste/wollte. (Auch andere Affärenmänner können das irgendwie einrichten). Wie hält ein Mann seine Geliebte so lange er will bei der Stange? Indem er immer und immer wieder von Heirat und gemeinsamer Zukunft spricht. Er tut das, damit sie die Affäre nicht beendet, bevor er es selbst tut. Oder bevor die Ehefrau es erfährt.

Er hatte auch so von dir alles was er wollte: nur die Sonnenseiten des Lebens und Sex. Wozu also Scheidung und neue Heirat? Völlig unnötig!

Es gibt aber Männer, die wirklich nur feige sind und ihre Ehefrauen nicht mit der Wahrheit verletzten wollen und sich damit nicht ihrer mörderischen Wut und verbaler oder gar Aggression aussetzen wollen und sind froh und erleichtert, wenn sie es selbst erfährt, um dann zur Geliebten zu gehen
Ich habe seit 10 Monaten nichts mehr von ihm gehört. Dieser Mann wollte mich heiraten und ein neues Leben mit mir beginnen. Waren alle seine Worte gelogen?
Vor 10 mon. ist alles aufgeflogen und er hat sich nie wieder gemeldet, obwohl du ihm letzte Woche auch eine E-Mail geschrieben hattest. Nein, er wollte dich nicht heiraten wollte dich nur bei Laune halten damit du nicht früher die Affäre beendet ist, sonst hätte er dich schon längstens geheiratet. Wie soll er die unter die Augen treten wo er doch wusste, dass er dich die ganze Zeit belogen hatte. Ein klärendes Gespräch unter vier Augen hätte zu Tage gefördert, dass er dich nie geliebt hat, sondern dich nur als seine Geliebte halten wollte. Wer eine Frau liebt, kann es kaum erwarten sie zu heiraten und wenn es dafür nötig ist, sich vorher scheiden zu lassen oder eine Verlobung aufzulösen, wie bei meinem Vater und beim Vater von @Tini_HH.

Willst du ihn zur Rede stellen? Dann kreuze vor seiner Türe auf!
 
  • #83
Ja, er hat sich für seine Frau entschieden. Ich war nie seine "Nebenfrau". Wie schon geschrieben, war ich eine glückliche Geliebte. Mich verletzt nur die Art und Weise, wie er unsere Beziehung (keine Affäre!) beendet hat. So Stillos! Ohne Wertschätzung. Das gehört sich einfach nicht.
Du sprichst von einer Beziehung. Und ich habe gedacht in einer Liebesbeziehung, steht man gegenseitig zu einander unterstützt sich in jeder Lebenssituation - wenn der eine krank ist oder andere Schicksalsschläge zu bewältigen hat, wie Todesfälle. In eine Liebesbeziehung verhält man sich nicht so wie er sich dir gegenüber verhalten hat und das Ende hat ja gezeigt, wie er zu dir gestanden ist: gar nicht; und wie wichtig und wertvoll du ihm warst und nicht wenigstens heimlich aus seiner Kanzlei, dir eine Abschieds E-Mail zu schreiben mit einer Erklärung oder sich mit dir wenigstens auch zu einem würdigen Abschluss an einem anderen Ort als an seinem Wohnort zu treffen!

10 Jahre lang schien er dich zu benutzen und dich wie eine heisse Kartoffel fallen zu lassen, genau gleich, wie ich in einem Beitrag schrieb von diesem Mann mit der japanischen Ehefrau. Ich gebe dir recht: so etwas hat eine Geliebte nach 10 Jahren trotzdem nicht verdient, sondern wenn nichts anderes hat sie eine Würdigung, eine Entschuldigung, Bedauern!

Ich frage mich wie kann sich dieser Mann in den Spiegel schauen? An seiner Stelle würde ich vor Scham in den Erdboden versinken und das könnte vielleicht der Grund sein (vielleicht schämt er sich zu tiefst) weshalb er dir auch nicht schreibt. Doch ich weiss es nicht!

Und ja, er hätte allen Grund sich zu schämen, weil er dich die 10 Jahre schamlos belogen hatte, ohne dich wirklich zu lieben, denn ansonsten wärest du vielleicht jetzt mit ihm verheiratet.

Aber auch du warst extrem naiv oder abhängig einem solchen Mann Liebe zu geben und dein Lebensglück von ihm abhängig zu machen! Du hast dich unter Wert verkauft! Deswegen ist es sogar möglich, dass er dich gar nicht respektiert hat, weil du so leicht gläubig seine Lügen geschluckt hast. "ihr kann man alles erzählen, sie glaubt alles" könnte er sich gedacht haben!

Du hast seinen Heiratsantrag deswegen angenommen, weil du nicht mehr seine Geliebte sein wolltest, sondern seine Ehefrau!
 
  • #84
Wie Du Dich lösen kannst? Indem Du Dir klarmachst was für ein Charakter dieser Mensch hat. Egal um welche Art von Beziehung es sich handelt: sich so aus dem Leben eines anderen zu stehlen ist respektlos. Mit solchen Leuten sollte man besser nichts zu tun haben.
 
  • #85
Ich frage mich wie kann sich dieser Mann in den Spiegel schauen? ...dich die 10 Jahre schamlos belogen hatte, ohne dich wirklich zu lieben,
Aber auch du warst extrem naiv oder abhängig einem solchen Mann ...
Hier haben sich zwei getroffen, die gut zusammenpassen. Beide belügen und betrügen ihre Partner. Der Mann hat seine Frau geheiratet mit ehrlicher Absicht (und ist ja letztlich auch dabei geblieben), die FS hat die Beziehung zu ihrem Partner nicht mal in dieser Absicht begonnen.
Warum sollte ihm das peinlicher sein als ihr? Warum ist sie nur naiv? Sorry, für mich brauchen die beiden keine Spiegel mehr.
 
  • #86
Ich finde jetzt nicht, dass man den Mann nur verteufeln sollte.
Sie hatten eine schöne Zeit miteinander. er hat sich scheinbar entschieden.
Ja, es ist feige, dass er nicht mehr mit seiner Exgeliebten redet.
Ja, es ist sehr verletzende für @MarcellaB - ich wäre an ihrer Stelle auch am Boden zerstört und würde mich entwertet fühlen.
Aber deswegen können wir alle nicht genau wissen, wie es im Herzen und Kopf des Mannes aussah und aussieht.
Mag sein, dass er sie nie heiraten wollte, ich denke aber eher, dass er es in dem Moment schon genau so gefühlt hat. Er hat sie nicht wirklich vorsätzlich belogen, er ist eben eher der Träumer, der seinen Bedürfnissen nachging, die @MarcellaB ja anscheinend sehr gut bediente.
Wir wissen auch nicht, ob er nicht ebenfalls weiter an sie denkt.
Er hat nicht den Mut, seine Familie zu verlassen.
er hat nicht mal den Mut, ihr das ins Gesicht zu sagen.
Ja, das ist feige und gemein.
Trotzdem würde ich die Geschichte nicht im Ganzen so abwerten und @MarcellaB als total dämlich hinstellen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt und ich denke, sie wird bis zuletzt hoffen, dass er sich eines Tages doch noch mal meldet, doch noch alles erklärt, doch noch erkennt, dass er einen Fehler gemacht hat.

Liebe Marcella, ich hoffe für dich, dass du dieses jahr einen neuen Mann kennenlernst. Einen, der Dich liebt, der zu Dir steht, der alles mit Dir gemeinsam erleben will und der Dich davon abhält, irgendwann, wenn ihm wieder langweilig wird, wieder umzufallen, wenn er dich einlullt.
Ich schätze, der kommt irgendwann wieder an...
Wäre schön, wenn du dann schon weiter bist als jetzt.
:)
 
  • #87
Mach das bloß nicht, erspare dir diese Peinlichkeit!

Du kannst deinem Ex-Lover wirklich nur eine einzige Sache vorwerfen: Die Tatsache, dass er sich verbal nicht sauber verabschiedet hat. Das macht man nicht, grundsätzlich nicht. Egal, ob nach vier Monaten oder nach 10 Jahren, der jeweils Andere hat einen - wenn nicht gleich schriftlichen - aber zwischenmenschlichen Anspruch darauf. Alles Andere ist feige und nicht fair.

Für dein (emotionales) Dilemma jedoch bist ganz allein du verantwortlich. Ich schrieb bereits: DU hast zugelassen, du warst willig, all die Jahre. Hättest du nicht gewollt hätte er sich erfolglos die Zähne an dir ausgebissen.

Wie dumm muss eine Frau sein, dass sie durchweg 10! Jahre und immer aufs Neue hofft, dass der Geliebte seine Ehe beendet und die Affärenfrau heiratet. Wäre das wirklich sein Wunsch gewesen, wäre das ganz schnell passiert und du wärst heute und längst seine glückliche Ehefrau.

Hätte - wäre - wenn.

Zukünftig meide Typen wie ihn. Hänge dich nur an Männer, die das Gesagte auch recht bald in die Tat umsetzen. Wenn nicht, also nur dummes Gelaber, entsorgen und Ausschau halten nach einem Mann der es ernst mit dir meint.
 
  • #88
Hier haben sich zwei getroffen, die gut zusammenpassen. Beide belügen und betrügen ihre Partner. Der Mann hat seine Frau geheiratet mit ehrlicher Absicht (und ist ja letztlich auch dabei geblieben), die FS hat die Beziehung zu ihrem Partner nicht mal in dieser Absicht begonnen.
Warum sollte ihm das peinlicher sein als ihr? Warum ist sie nur naiv? Sorry, für mich brauchen die beiden keine Spiegel mehr.
Das ist schon so! Sie hat sich mit der Trennung von ihrem offiziellen Freund selbst ins Bein geschossen, weil sie zu naiv und gutgläubig war. Was ist es denn, wenn keine Naivität, wenn sie tatsächlich bis zum Schluss glaubte (10 Jahre lang), dass er seine Familie für sie verlässt? Ausser Naivität vielleicht noch Dummheit!

Oder aber sie hätte niemals eine offizielle Beziehung beginnen sollen, weil sie den Verheirateten eben liebte. Was nutzt ihr das heute, dass sie diesen Mann liebt und heiraten wollte er aber sie offensichtlich nicht?

Warum dieser Mann den Mut nicht hatte, sich scheiden zu lassen kann ich auch nicht verstehen, denn es war ja bereits eine Frau da, die ihn mit offenen Armen aufgenommen und ihm auch Sicherheit und Stabilität gegeben hätte. Ich glaube es ist viel weniger die Feigheit als viel mehr dass er sie nie als seine zukünftige Partnerin gesehen und gewollt hatte. Sie hatte eine andere Funktion als Frau.

Angenommen ich wäre verheiratet und hätte einen Liebhaber, denn ich so sehr liebe und er mich auch und möchte mich heiraten dann würde ich doch wissen dass ich nicht alleine dastehen und würde selbst meine Scheidung einreichen. Ich stünde also nicht alleine da!

Daran glaube ich nicht dass er sie mehr liebte als seine Frau, sondern dass sie ihm etwas gegeben hatte, was er in seiner Ehe vermisste: Leidenschaft, Spannung, Romantik, Abenteuer - alles Aspekte die in einer Ehe mit der Zeit zum Erliegen kommen. @Tini_HH sagt zum Eheleben, die Frau sagt ihrem Mann: "hast du den Müll rausgebracht?" Oder: "hast du den Elektriker beauftragt?" Das alles hat seine Geliebte ihm wohl nie sagen müssen.

Deswegen: routinierten langweiligen Alltag hatte er bei sich zu Hause aber auch die Sicherheit. Ein zweites Mal brauchte er das nicht, sondern nur erholsame unbeschwerte Tage und Momente. 10 Jahre mit ihr waren für ihn wie 10 Jahre stundenweise oder tageweise Auszeiten/kurze Ferien.

Trotzdem würde ich diesen Mann damit sogar live konfrontieren und mich selbst beim anderen Mann entschuldigen und ihn um Vergebung bitten, was ich ihm angetan habe.

@Tini_HH Selbst wenn er an sie immer noch denkt, nutzt das beiden nichts mehr! Es ist aus und vorbei!
 
  • #89
Das ist schon so! Sie hat sich mit der Trennung von ihrem offiziellen Freund selbst ins Bein geschossen, weil sie zu naiv und gutgläubig war.
Ich glaubs ja gar nicht. Sie hat diesen "offiziellen Freund" immerhin 6 Jahre von vorne bis hinten beschissen. War das etwa ehrlich ? Zeugt das von einem tollen Charakter, nur weil eine Frau dies getan hat ? Mir tut dieser Kerle leid, mehr als die Ehefrau. Nicht leid tut mir dagegen eine Frau, die 10 (!) Jahre Geliebte war. Und sich immer noch eine Hoffnung zurecht legt, die nie da war. Sie wusste, sie ist die Geliebte. Und hat alle Lügen begierig aufgesogen. Das zeugt noch nicht einmal von rudimentärer Intelligenz.
Der Mann mit der Affäre war nicht feige, ich bezweifle auch, dass seine Aussagen hier korrekt wiedergegeben werden. Er hat getan, was er wollte - und die FS hat gierig und willig mitgemacht. In vollem Bewusstsein, dass er Familie hat.
Und nun macht sie das, was sie vollends disqualifiziert - sowohl als Partnerin als auch als Affaire - sie jammert rum, wie ungerecht doch alle gegen sie sind. Das ist es, was ich ihr übel nehme. Sorry, aber wer Schach nach der Fussballabseitsregel spielen will, der hat beide Spiele nicht verstanden.
 
  • #90
Den Heiratsantrag er mir bereits in unserem 14tägigen Urlaub in Frankreich vor 1,5 Jahren gemacht.
Hast Du den Antrag denn angenommen? Und warum ist danach nichts passiert?

Ich seh das so, dass ein Mann mit Affäre so tickt: Er macht immer das, was für IHN emotional am wichtigsten und gewinnbringendsten ist.
Als die Ehefrau es noch nicht wusste, waren die Stunden mit Dir toll. Jetzt, wo sie ihm Druck machen wird, kommst Du und die Affäre in den Ordner "Vergangenheit".
Der Mann ist doch zu keinem Zeitpunkt besonders empathisch, wenn er so rumlügen kann und der Ehefrau so ein Theater vorspielt. Ihn interessiert nur, wo er zum Zuge kommt, und entsprechend handelt er. Ich könnte mir vorstellen, dass man das auch anderweitig, z.B. am Beruf erkennen kann, dass sie einfach nur sehen, wo sie ihren Vorteil kriegen und wie sie Erfolg haben können.

Du hast ihn geliebt, warst aber eine Geliebte. Für mich wars keine Beziehung in dem Sinne, weil es nichts war, das man offen in der Welt zeigen konnte. Aber ich will keine Wortklauberei betreiben. Ich denke nur, dass Du das ganz anders siehst als er, auch wenn er einen Heiratsantrag gemacht hat, BEVOR die Ehefrau überhaupt wusste, dass sie geschieden werden soll. Ich meine, was soll sowas, die dicke Hürde der Trennung ist doch noch nicht mal genommen.

Ich frage mich: Wie kannst Du eine glückliche Geliebte gewesen sein, wenn Du Dich über den Antrag gefreut hast? Entweder wolltest Du ihn schon lange als Partner oder hast kalte Füße beim Antrag nach so vielen Jahren.

Ohne Wertschätzung. Das gehört sich einfach nicht.
Welche Wertschätzung er anderen entgegenbringen kann, siehst Du aber daran, wie er mit der Ehefrau umging, also das Betrügen die ganzen Jahre. Das gehört sich ja nun auch nicht. Man sieht, dass er allgemein mit Menschen nicht so umgeht, wie es sich gehört. Der Fehler liegt oft darin, dass die Geliebte meint, sie sei was Besonderes für den Mann und mit ihr würde er sich anders verhalten. Aber jedesmal stellt sich raus, sie ist auch nur eine weitere Frau, die er für irgendwas brauchte und keine Skrupel hatte, sich Frauen zu suchen, die es ihm verschafften, auch wenn er dabei lügen muss. Wenn es hart auf hart kommt, zeigt sich sein wahrer Charakter, und das jedem.

Außerhalb eures "Bettes" warst Du nicht real existent. Deswegen ist es möglich, diesen Teil seines Lebens, den er mit Dir hatte und der immer schon abgespalten war von seinem richtigen Leben, ohne Reste in der Versenkung verschwinden zu lassen, wenn es dienlich ist für irgendwas, das er wichtiger findet als Gefühlsregungen für Dich. Es ist besser für ihn, nicht mehr mit Dir in Kontakt zu sein, also läuft das so. Leidet er darunter? Keine Ahnung, aber es gibt ja immer nur das, wofür man sich entscheidet, und das wird bestimmt von dem, was man für sich am wichtigsten findet.