• #1

Wie kann man damit umgehen, wenn er kein weiteres Kind will?

Wir sind seit 16 Jahren zusammen, verheiratet, 2 Kinder. Schon immer wollte ich 3 oder 4 Kinder und habe das auch gesagt. Er sagt jetzt, er wollte nur 2, wollte aber keine Trennung riskieren.

Wir haben das Thema seit 2 Jahren, dh wir haben alle 6 Monate ca drüber geredet und auch gestritten, dazwischen beiseite geschoben, obwohl das Thema natürlich immer im Hinterkopf war. Ich bin jetzt 37, und inzwischen nagt es, wir reden zur Zeit kaum noch und das Thema Sex seit 3 Monaten auch vorbei.

Einen Grund gibt es nicht, wir arbeiten und verdienen beide sehr gut. Er fühlt sich nur unter Druck und zwei- ein Pärchen auch- reichen ihm.

Bei einer Paartherapie waren wir, die meinten aber nur, ich kann ihn nicht zwingen (natürlich nicht) und ich muss halt lernen mit dem Wunsch abzuschließen oder wir müssen uns trennen. Beides fühlt sich für beide schlecht an.

Ich vermisse aber ein weiteres Kind wie jahrelang geplant und besprochen und drauf gefreut und kann nicht einfach auf glücklich schalten, obwohl das die Beziehung belastet. Mit einem 4. habe ich längst gut abgeschlossen, aber das 3. fehlt mir sehr.
Ich will meine Familie nicht gefährden und ich liebe meinen Mann- wir haben viel zusammen gemeistert, er ist ein toller Vater, aber das belastet uns beide sehr und ich sehe keine Lösung. Ich muss nachgeben, egal wie.
 
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  • #2
DU wolltest und willst 3 oder 4 Kinder. Er nicht. Warum kannst Du Dich nicht an Deinen zwei gesunden Kindern freuen und machst Dein Glück an einem weiteren Kind fest? Er wird seine Meinung nicht ändern und Du kannst ihn nicht zwingen. Willst Du deswegen Deine Familie aufs Spiel setzen? Und dann? Ehe Du einen neuen Partner hast und ans erneute Kinderkriegen denken kannst, bist Du Ü 40.
 
  • #3
Ich vermisse aber ein weiteres Kind wie jahrelang geplant und besprochen und drauf gefreut und kann nicht einfach auf glücklich schalten, obwohl das die Beziehung belastet.
Man kann nicht besprechen, dass man 3 oder 4 Kinder will.
Manche wollen erst mal 4 und sind dann nach dem 1. schon bedient.
Dein Mann hat mit dir 2 Kinder und will eventuell im Leben auch noch etwas Anderes als Kinder, Windeln und Familie. Es mag sein, dass es DEIN Wunsch ist, noch einmal ein Baby zu haben, aber du solltest auch respektieren, dass er vielleicht einfach andere Pläne hat.
Und selbst, WENN du den WUnsch durchdrücken könntest, noch ein 3. Kind zu bekommen, was er sicher auch lieben würde - deine Ehe wäre danach gefährdet.
Es kann sein, dass er dann nach 1-3 Jahren ausbricht aus der Ehe. Eben WEIL er ja schon vorher sagte, dass er kein Kind mehr will.
Er stellt sich eben seine Zukunft anders vor.
Mit 3 Kindern kann man schwerer Hotelzimmer buchen, man ist eine Zumutung für jeden Besuch und man fängt eben noch einmal ganz von vorne an.
Wenn du also nun dein 3. Kind bekommst, kann es sein, dass er in 2 Jahren eine Geliebte hat - dann ist natürlich er der "unsensible und egostische Mistkerl".
Und dann stehst du da - mit deinem Kleinkind und 2 Kindern. "Schuld" hast dann aber eigentlich Du, weil Du ihn als Mann und Mensch nicht mehr respektiert hast.
Du gefährdest mit deinem Wunsch Eure Ehe. Er kann sich da nicht verstellen, selbst wenn er wollte. Also auch wenn er es dir zuliebe macht, wird Eure Ehe kippen. Da bin ich mir relativ sicher.
Letztendlich fragst du doch nur, wie du deinen Wunsch gegen all seine Widerstände durchdrücken kannst - GAR nicht!
Und wenn, dann scheitert eben Eure Ehe, weil dir ein weiteres Kind wichtiger ist als dein Mann. Manche Frauen sind selber schuld, wenn ihre Ehe scheitert. Du wärst so eine. Gibt aber viele Frauen, die einfach ein Kind bekommen oder das durchdrücken ohne Rücksicht auf den Mann.
Für dich gibt es keine Gründe, wieso kein weiteres Kind, für ihn aber schon.
 
  • #4
Liebe Lucy,
als eine, die sehr gern Kinder gehabt hätte und keine bekommen konnte, klingt das für mich nach einem Luxusproblem (Zugegeben, das ist subjektiv).
Zwei offenbar gesunde Kinder, ein Mann, den Du liebst, ein toller Vater und dazu noch Wohlstand. Dass Dein Mann damit zufrieden ist, finde ich verständlich. Vielleicht wäre er sogar glücklich ohne diesen Druck nach dem "Mehr".
Du bist es offenbar nicht, wirklich nachfühlen kann ich das nicht.
Vielleicht ist dieser Wunsch nach dem weiteren Kind auch eine Art Stellvertreterwunsch? Für irgendeine Leere?
Da könntest Du ggf. mal in Dich horchen.
 
  • #5
Das tut mir sehr leid für dich.

Ich hätte auch immer gerne mehrere Kinder gehabt, mein Mann hat 4, ich habe 2.

Als meine Jungs in die Schule kamen, und klar war, dass es keine weiteren gemeinsamen Kinder geben wird, habe ich die Ausbildung zur Lehrerin begonnen; das hat meiner Seele richtig gut getan.

Im Moment gebe ich Nachhilfe und hab meine Schützlinge wahnsinnig gerne, trete für sie ein wie eine Löwenmama, weiß aber mittlerweile auch die Vorteile zu schätzen, dass ich die pubertätsschwankungen der Kids nur im Doppelpack und nicht in vierfacher Ausführung auf Dauer ertragen muss.

Die älteste meines Mannes hat mittlerweile selbst ein Kind und dieses Baby hat meiner Seele endgültigen "Frieden" verheißen.

Was ich sagen will: ich habe versucht auf anderen Wegen zu Kindern zu gelangen und die Zeit hat sehr für mich gespielt, der Schmerz, keine eigenen weiteren Kinder zu bekommen, ist minimal und sehr erträglich geworden.

Wenn wir aktuell zu viert unterwegs sind, fühlt sich alles richtig an und niemand fehlt mehr.

Alles Gute für dich!
 
  • #6
Liebe Fragestellerin,

grundsätzlich ist es zugegebenermaßen schon problematisch, wenn dein Mann dir am Anfang der Beziehung zugesagt haben sollte, dass auch er mit einer größeren Kinderschar einverstanden ist, und jetzt, nach zwei Kindern, doch einen Rückzieher macht. War das denn der Fall, dass das sozusagen fix abgemacht war? So richtig kommt das aus deinem Text nicht hervor.

Auch nicht, welche Gründe dein Mann angibt. Würde er nun mehrere Kinder als zu stressig empfinden, nun da er weiss, wie der Alltag mit Kindern so abläuft? Ehrlich gesagt, fände ich so eine Begründung durchaus verständlich. Ich denke, bevor man Kinder hat, weiss man ja gar nicht so richtig, was das bedeutet, daher finde ich eigentlich ein Beharren auf einer "Abmachung" ebenfalls problematisch.

Daher finde ich, dass du den Wunsch nach einem dritten Kind eher aufgeben solltest, auch wenn es schwierig und ein Verzicht ist. Aber es läuft halt nicht immer so, wie man geplant und abgemacht hat. Man kann das Leben nicht auf dem Reißbrett entwerfen. Es ist normal, dass Wünsche nicht in Erfüllung gehen.

Du hast zwei gesunde Kinder, freu dich daran! Ich selbst musste zum Beispiel aus medizinischen Gründen auf Kinder verzichten! Dennoch laufe ich nicht todungluecklich durch die Gegend, weil ich auch in anderen Bereichen des Lebens lernen musste, dass man eben nicht alle Wünsche erfüllt bekommt.

Wie in der Paartherapie schon gesagt wurde, du kannst deinen Mann nicht zwingen. Und willst du wirklich eure Beziehung und euer Familienleben gefährden? Ich würde zu einem letzten, abschließenden Gespräch raten, vielleicht sogar zu einer Art Ritual, in dem man das Thema gemeinsam abschließt. Dein Mann muss schon anerkennen, auch auf einer tieferen Ebene, dass er dir hier einen Verzicht, ein Opfer, abverlangt. Das würde ich auch in dieses Gespräch/Ritual einbeziehen. Danach musst du dann loslassen, ohne weiteren Groll auf deinen Mann.

Als Alternative bleibt nur die Trennung, da gebe ich den Therapeuten recht. Oder dein Mann muss "das Opfer bringen". Aber soll denn ein drittes Kind als Opfer gesehen werden? Ist, glaube ich, nicht wirklich die richtige Lösung....

Daher noch einmal: Konzentriere dich auf das Positive, was du hast, zwei Kinder und ein offenbar ansonsten durchaus intaktes Familienleben!

W, 43, kinderlos
 
  • #7
Hallo FS,

Lebenspläne können sich ändern... das ist bei deinem Mann passiert und auch sein gutes Recht.
Ihm scheinen zwei Kinder einfach zu reichen.

Ganz ehrlich, freu dich doch einfach darüber, was du hast!
Scheinbar zwei gesunde Kinder, einen Mann, der dich liebt und ein gutes Einkommen. Man muss auch mal mit dem zufrieden sein, was man hat. ;-)

Machst du so weiter, ist er weg...

LG
 
  • #8
Tja, das nennt man dann wohl ein Luxusproblem. Sei doch bitte froh, Du hast einen tollen Mann den Du liebst, er ist ein guter Vater, Du hast zwei tolle Kinder, Ihr seid alle gesund!
Was wäre denn für Dich mit einem dritten Kind so viel besser? Du hast eine super Familie, setz das bitte nicht auf's Spiel!

w/49
 
  • #9
Es tut mir leid aber ich verstehe dich nicht. Du hast schon 2 Kinder. Wenn du keine hättest dann würde ich dich voll und ganz verstehen aber wegen eines dritten Kindes derart Theater zu veranstalten mit Paartherapie usw. finde ich extrem übertrieben. Zumal du deinen anderen beiden Kindern das Gefühl gibst, sie wären nicht genug. Eine tolle Beziehung mit einem liebenden Mann und bereits zwei tollen Kindern (wofür manche Frauen, mich eingeschlossen, dem lieben Gott auf Knien jeden Tag danken würden) derart zu gefährden ohne Not - vielleicht solltest du ganz alleine eine Therapie machen, im sich von deiner fixen Idee, die das Leben der ganzen Familie vergiftet, zu verabschieden. Denn mehr als das ist dein Wunsch nicht. Viele Frauen haben gar kein Kind, obwohl sie sich sehnlichst eins gewünscht hätten. Für viele bedeutet ihre Kinderlosigkeit ein leeres und sinnloses Leben. Du darfst mit deinen Kindern so viele Dinge erleben und bist wirklich gesegnet. Mach es dir selbst bitte nicht kaputt.
 
  • #10
Liebe FS,
warum kannst du dich nicht freuen, dass du einen tollen Mann gefunden hast, der ein liebevoller Vater ist, dass sonst alles stimmt und ihr zwei gesunde Kinder habt? Es gibt Menschen, die können nicht mal Eltern werden und dann gibt es auch Frauen wie mich, die nicht mal einen potenziellen Familienvater finden können, die nur belogen und hingehalten werden. Ich würde das Problem mit dem 3. Kind in deinem Fall unter 'Luxusprobleme' auf höchstem Niveau kategorisieren. Sehe doch einfach all die positiven Dinge, die du im Leben bekommen hast. Alles Gute.
 
  • #11
Ich frage mich echt, was Kinder für dich im Leben für eine Funktion erfüllen. Was soll denn das, den Mann dermaßen unter Druck zu setzen?

Bei dir geht es doch nicht um die Frage, ob ein Kind oder kein Kind, wo ich mit 37 das Problem wirklich verstehen könnte. Der Wunsch nach Familiengründung und Fortpflanzung ist ja durchaus nachvollziehbar.
Nun hast du doch schon eine schöne Familie, was willst du denn noch? Ich meine, klar, es ist natürlich deine Sache, aber nachvollziehbar ist das weder für den Mann, noch für viele andere Menschen hier im Forum.

Lass den Mann auch noch bisschen Selbstbestimmung über sein Leben. Er will nicht. Das ist zu akzeptieren. Punkt.

Es bleibt eigentlich nur, mit einem Zitat der Rolling Stones zu schließen:

„You can‘t always get what you want“.
 
  • #12
Wie kann dir etwas fehlen was du bis heute nicht hast? Wunschdenken, also reines Kopfkino bei dir!

Eine "Paar"therapie halte ich deshalb auch für völligen Blödsinn, wenn einer auf die Couch muss, dann ausschließlich du um das Thema mit professioneller Hilfe endlich abzuschließen.

Es gibt soviel Elend auf der Welt und du hast keine anderen (Peanuts-)Sorgen als ein drittes Kind. Und zwar so extrem, dass bereits die Partnerschaft und vermutlich das Familienleben insgesamt darunter leidet. Dabei bist du doch mit zwei gesunden Kindern "reich" beschenkt.

Unglaublich, ich kann über derartige Unvernunft nur noch den Kopf schütteln!
 
  • #13
Dein Mann liebt dich nicht. Wenn er dich lieben würde und ihm dein Wohlergehen wichtig wäre, würde er dir deinen Herzenswunsch erfüllen. Ein gemeinsames Kind zu bekommen ist kein "Opfer" für ihn.

Er sieht, wie du leidest. Trotzdem riskiert er lieber seine Familie, als noch ein weiteres Kind zu bekommen. Warum? Bereitet er schon die Trennung vor und möchte nur für zwei Kinder Unterhalt zahlen?
 
  • #14
Hallo FS,
du fährst gerade deine Familie an die Wand, merkst du das nicht?
Vielleicht ist es auch schon zu spät:
wir reden zur Zeit kaum noch und das Thema Sex seit 3 Monaten auch vorbei.
Er will kein weiteres Kind und ist sich darüber ganz klar. Das musst du akzeptieren. Es gehört zum Leben dazu, dass man nicht alle Wünsche erfüllt bekommt. Das kann viele Gründe haben, manches ist objektiv unmöglich und manches "nur" subjektiv. Letzteres ist schwerer hinzunehmen, weil man aus seiner eigenen Warte denkt "wo ist denn das Problem, wäre doch ganz einfach, wenn der andere es doch nur so sehen würde wie ich". Tut er aber nicht, weil seine Warte eine andere ist. Das gilt es zu akzeptieren und dann davon ausgehend zu überlegen, wie man damit umgeht. In deinem Fall heißt das, dass dein Mann kein weiteres Kind will und du überlegen musst, wie du damit umgehst. Das hast du jedoch noch nicht verstanden, denn du versuchst noch, deinen Mann umzustimmen und setzt inzwischen Zwang ein, auf den er (logisch) ablehnend reagiert. Wenn du so weitermachst, wirst du alles verlieren! Ich denke auch, dass du für dich alleine in eine Beratung gehen solltest, um die unheilvolle Dynamik in eurer Ehe aufzuhalten.
w/44
 
  • #15
Liebe FS,

ursprünglich wollte ich auch 3 Kinder, ich fand die Anzahl einfach gut, warum kann ich nicht schreiben, und dann sind es doch “nur“ 2 geworden.

Auch heute noch finde ich das ab und zu schade, aber ich habe mehr als meinen Frieden damit gefunden. Erstens erfüllen mittlerweile meine Kindern meinen Wunsch nach Kindern, manchmal mehr als das.
Zweitens bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich die ausreichende Kraft und Energie für ein 3. Kind bis zu dessen eigenen Selbständigkeit gehabt hätte.
Drittens beschäftige ich mich ehrenamtlich sehr intensiv mit vielen Kindern und helfe ihnen ihrer Weg zu finden und ihr Leben zu meistern.

Du solltest Dich ernsthaft fragen warum Du so auf ein 3. Kind fixiert bist. Dem Kind selbst oder Deiner Willen? Letzteres lässt mich frösteln. So erlebe ich leider nicht wenige Eltern, vor allen Dingen Mütter. Deren Kinder tun mir besonders leid.
 
  • #16
grundsätzlich ist es zugegebenermaßen schon problematisch, wenn dein Mann dir am Anfang der Beziehung zugesagt haben sollte, dass auch er mit einer größeren Kinderschar einverstanden ist, und jetzt, nach zwei Kindern, doch einen Rückzieher macht. War das denn der Fall, dass das sozusagen fix abgemacht war? So richtig kommt das aus deinem Text nicht hervor.

Auch nicht, welche Gründe dein Mann angibt. Würde er nun mehrere Kinder als zu stressig empfinden, nun da er weiss, wie der Alltag mit Kindern so abläuft? Ehrlich gesagt, fände ich so eine Begründung durchaus verständlich. Ich denke, bevor man Kinder hat, weiss man ja gar nicht so richtig, was das bedeutet, daher finde ich eigentlich ein Beharren auf einer "Abmachung" ebenfalls problematisch.
Wir haben in den letzten Jahren daran gearbeitet, unserer Familie ein gutes Leben zu schaffen und dabei auch die Voraussetzungen für ein drittes Kind- genug Platz, jobmäßig, Zeitpunkte diskutiert... Natürlich mit aller Zeit der Welt.
Jetzt sagt er, er habe da nur mitgemacht, weil er keine Trennung wollte ubd dachte, der Kinderwunsch würde nachlassen.

Oder- nehme ich an- er könnte sich drauf einlassen, denn er hat ja nicht sofort nein gesagt, sondern erst jetzt nach 2 Jahren. Weil er sich gedrängt fühlt, und keinen Weg sieht das Gefühl auszuräumen; sonst gibt es keinen anderen Grund.

Ja, dass ich seinetwegen verzichte, damit will er aber auch nicht leben, Er sieht gar keine Lösung.
 
  • #17
Hmmm, ich denke, du bist schon auf sehr dünnem Eis.
Seit 3 Monaten keinen Sex mehr - viel deutlicher kann dir dein Mann nicht zeigen, dass er dir in dieser Frage nicht mehr vertraut UND auf keinen Fall nochmals Vater werden möchte.
Wenns dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis. Schau zu, dass du ganz schnell wieder auf sicheren Boden kommst.
Als Mann sage ich dir ganz offen - wenn ein Mann lieber auf Sex mit seiner Frau verzichtet als ihr zu vertrauen - dann steht das Ende kurz bevor. Sieh zu, dass du das Ganze noch abbiegst.
 
  • #18
Hallo Lucy,
ich kann dir aus eigener Erfahrung die andere Seite schildern.
Meine Frau war damals auch im "Wurfmodus", wir hatten bereits 2 Kinder, mir hätts gereicht, sie wollte mehr, das dritte war ein "Unfall", das vierte ein halbjähriger Einsatz der Tränendrüse.
Folgen: Ich war unzufrieden, da ich nach dem Arbeitstag ständig zu irgendwelchen Kinderbeschäftigungen herangezogen wurde (Originalton: "du hattest ja den ganzen Tag keine Kinder"), die gesamte Freizeit drehte sich nur um Kinder, kein Geld für größeren Urlaub oder sonst was, da immense Kosten.
Es kam wie es kommen musste, es kam die Trennung. Sie war überfordert mit den vieren, ich war finanziell am Bodensatz (Unterhalt für 4 Kinder und Ex). Wenn sie am Wochenende bei mir in der 2-Zimmer Wohnung waren und du hast kein Euro übrig, was mit ihnen zu unternehmen - das ist kein Spass. Und verschont mich mit den üblichen Weisheiten "es gibt sooooo viel was man mit Kindern machen kann". Vor allem wenn sie alle unterschiedlich alt sind und sich nur streiten. Dankeschön.
Fazit: Die Entscheidung ob Kinder oder nicht, sollte man nicht irgendwelchen Hormonschwankungen überlassen. Kinder hat man fürs Leben und dieses werden sie gehörig verändern.
Mein Rat: Lass es sein, du machst auf Dauer dich und ihn unglücklich.
Grüsse, Michl
 
  • #19
Liebe FS
Im Gegensatz zu Vielen hier, kann ich dich sehr gut verstehen. Natürlich hast du 2 Kinder und könntest zufrieden sein. Aber die Gefühle handeln nicht immer logisch. Ich kenne diese Sehnsucht auch, musste auch damit leben und es tut mit heute mit Ü60 noch weh.
Ein drittes Kind ist nur ein kleiner Einschnitt ins Leben, kein Vergleich mit dem 1. oder 2. Kind. Ich bin selbst in einer 3-Kind-Familie groß geworden und hätte selbst auch lieber 4 als 1 Kind gehabt.
Im Gegensatz zu vielen Vorschreibern bin ich der Ansicht, dass dein Mann mit einem 3. Kind kein Opfer bringen würde. Du bringst ein Opfer, wenn du kein weiteres Kind mehr bekommst.
Ist sich dein Mann darüber im Klaren? Ich glaube nicht. Aber du wirst es wohl nicht schaffen, ihn zu überzeugen. Du wirst lernen müssen, damit zu leben. Gib nur acht, dass du deine anderen Kinder nicht darunter leiden lässt, denn sie können nichts dafür.
Mir hat damals eine Therapie geholfen, damit umzugehen, aber es hat die Ehe immer belastet
 
  • #20
Du hast zwei gesunde Kinder, einen tollen Mann und ein unbeschwertes Leben.
Das ist mehr als Viele jemals haben werden. Ist Dir das bewusst?

Ich habe einen Sohn und wollte immer noch eine Tochter. Nach drei negativen künstlichen Befruchtungen in der Kinderwunschpraxis ist meine Ehe gescheitert. Vermutlich wird mein Sohn irgendwann noch ein Geschwisterchen bekommen - von der neuen Freundin meines Ex.
Versteife Dich nicht auf diesen Wunsch nach einem Dritten, er hindert Dich daran zu leben, zu geniessen, zu sein. Lernt wieder als Paar zu leben. Arbeitet an der Beziehung. Wenn es seit Monaten nicht mehr läuft, solltest Du deinen Fokus darauf richten. Noch ist vermutlich alles zu retten. Findet wieder zueinander.

Dass das, was Du hast, sehr viel ist, würdest Du erst merken, wenn Du es nicht mehr hättest. Noch seid Ihr eine tolle Familie mit einem Geschwisterpärchen, vermutlich in einem idyllischen Reihenhaus mit Hund und Putzfrau. Warum willst Du mehr?
Oftmals weiss man nicht zu schätzen, was man tatsächlich hat.
 
  • #21
Er will nicht, dass du verzichtest und sieht trotzdem gar keine Lösung? Das heißt im Klartext: er sieht da nur die Trennung. Du hast ihn bedrängt. Schon bei den ersten beiden Kindern. Nun zieht er bei weiteren Kindern die Reißleine. Verständlich. Dann trenn Dich. Mit allen Konsequenzen für Dich und die Kinder. Man kann im Leben nicht alles haben und immer den eigenen Willen bzw. Wunsch durchdrücken. Gegen den Willen des Partners. Dein Mann ist nicht Dein Erfüllungsgehilfe.
 
  • #22
Dein Mann liebt dich nicht. Wenn er dich lieben würde und ihm dein Wohlergehen wichtig wäre, würde er dir deinen Herzenswunsch erfüllen. Ein gemeinsames Kind zu bekommen ist kein "Opfer" für ihn.

Er sieht, wie du leidest. Trotzdem riskiert er lieber seine Familie, als noch ein weiteres Kind zu bekommen. Warum? Bereitet er schon die Trennung vor und möchte nur für zwei Kinder Unterhalt zahlen?
Anders herum - sie liebt ihren Mann nicht. Er erfüllt nur die Funktion, Erzeuger und Ernährst zu sein. Wenn sie ihn lieben würde dann würde sie nicht wegen einer fixen Idee das Glück der Familie aufs Spiel setzen. Wenn Sie ihn lieben würde und ihr sein Wohlergehen wichtig wäre dann würde sie seinen Wunsch respektieren und ihn nicht unnötig unter Druck setzen. Bei 2 vorhandenen Kindern ist Verzicht auf ein drittes kein Opfer. Trotzdem riskiert sie lieber seine Familie, als auf ein weiteres Kind zu verzichten.

Merkst du was? Die eine Aussage ist so absurd wie die andere.
 
  • #23
Du solltest Dich ernsthaft fragen warum Du so auf ein 3. Kind fixiert bist. Dem Kind selbst oder Deiner Willen? Letzteres lässt mich frösteln. So erlebe ich leider nicht wenige Eltern, vor allen Dingen Mütter. Deren Kinder tun mir besonders leid.
Ich habe selbst mehrere Geschwister, genieße das bis heute, das hat mein Familienbild inkl Nesthäkchen natürlich geprägt. Daneben finde ich es grade schön, dass es keinen Grund bzw. Erwartungen gibt- kein Wunsch nach einem Geschlecht oder irgendwelchen Eigenschaften, kein Rama-Idyll zu erfüllen, wir sind schon ein gutes Team- das Kind wäre (mir) einfach willkommen.

Ich sehe es durchaus so, dass sein Nein ausschlaggebend ist und er natürlich seine Meinung ändern darf. Ein Kind muss von beiden gewollt sein.
Der eine will keins, der nächste 7, da gibts kein falsch und richtig. Mein Mann wusste von meinen Kinderwunsch, so ganz fair ist es nicht, das als alleine meine Verantwortung darzustellen.
 
  • #24
Dein Mann liebt dich nicht. Wenn er dich lieben würde und ihm dein Wohlergehen wichtig wäre, würde er dir deinen Herzenswunsch erfüllen. Ein gemeinsames Kind zu bekommen ist kein "Opfer" für ihn.
Wieso liebt er die FS nicht??
Wenn die beiden noch kein Kind hätten, würde ich anders denken, aber sie haben schon 2 und ganz ehrlich sind 3 Kinder einfach ganz schön viel. Viel KOsten, viel Aufwand, wenig Zeit für sich.
Vielleicht würde er auch einfach mal gerne wieder mehr Zeit als erwachsener Mensch verbringen und nicht nur zahlen, wenig schlafen, und die Wochenenden im Zoo und auf dem Spielplatz verbringen.
Ich kann nachvollziehen, dass er nicht wieder von vorne anfangen will.
Ja, dass ich seinetwegen verzichte, damit will er aber auch nicht leben, Er sieht gar keine Lösung.
Doch - er könnte gut damit leben. Er will nur nicht, dass du traurig bist und ich finde dich ziemlich stur.
Du siehst gar nicht seine Punkte.
Hast du ihn mal ernsthaft (nicht heulend, sondern wirklich interessiert ohne Gegenargumente aufzutischen!) gefragt, warum er kein weiteres Kind will?
Kannst du dir nicht auch vorstellen, mal wieder mehr Zeit mit Deinem Mann zu verbringen?
Ein Mann ist doch ganz ehrlich die ersten beiden Jahre ziemlich außen vor. Vielleicht vermisst er auch Zweisamkeit mit Dir?
Ich würde mal alleine ohne die Kinder mit ihm ein WE wegfahren und gar nicht über das Kinderthema reden. Ihr habt Euch total weit voneinander entfernt. DU siehst nur noch Dich und deinen Vermehrungswunsch. Du siehst nicht, dass du einen Mann hast, dass du 2 gesunde Kinder hast, du willst nur DEINEN Wunsch durchdrücken. Leider gibt es zu viele Frauen, die ihrem Mann gar nicht zuhören (wollen) und sich dann wundern, wenn die Beziehung irgendwann scheitert.
Meine Freundin hätte auch gerne 2 Kinder gehabt, ihr mann hatte aber schon welche aus erster Ehe und wollte keins mehr. Sie hat sich eben gefügt, auch wenn sie traurig war, aber sie haben jetzt mit einem Kind ein tolles Leben, reisen viel, sie geht wieder in ihrem Beruf auf und hat selber einen großen Freundeskreis. Man kann auch mal seinen Blickwinkel ändern.
Wenn Dir Deine Ehe wichtig ist, begräbst du deinen Kinderwunsch und schluckst deine Enttäuschung herunter.
 
  • #25
Liebe FS,
ich kann irgendwie dich gut verstehen, Kinderwunsch ist kaum umersetzbar. Als mein 2. Kind mit einer Behinderung auf die Welt kam, wollte ich noch ein 3 Kind bekommen, mein Mann aber nicht. Ich akzeptierte es jedoch mit der Bedingung, er verhütetet es, ich war nicht bereit Hormone einzunehmen. Nach 5 Jahren hat er einmal nicht aufgepasst und bin schwanger geworden, es kam ein gesundes Kind und wir waren überglucklich... Fammilienplannung ausgeschlossen... dachte ich zumindest...bin aber kurz danach auch mit Verhutung wieder schwanger geworden, und so kann das 4 Kind auf die Welt... mein Mann war auch sehr glücklich obwohl das nicht in seiner Lebensplannung war. Die Kinder haben unser Leben richtig erfüllt. Wir haben uns nach 23 Jahre Ehe aus ganz anderen Gründen getrennt. Die Kinder sind mittlerweile älterer geworden und ich arbeite vollzeit, was auch mit 4 Kindern machbar ist. Ich bin übergluckich Mutter von 4 Kindern zu sein, und deswegen kann ich dich gut verstehen
Allerdings habe ich damals das Thema "drittes Kind" nicht als Problem in unserer Ehe betrachtet, und auch nicht auf diesen Wunsch mich fokussiert. Ich bin sehr locker eingegangen, wenn es klappte schön, wenn nicht auch ok
Ich kann auch bestätigen was im Forum beschrieben wird, freue dich auf alles was du hast und vermisse nicht was du nicht hast. Ich wünsche dir alles Gute
 
  • #26
Im Gegensatz zu vielen Vorschreibern bin ich der Ansicht, dass dein Mann mit einem 3. Kind kein Opfer bringen würde. Du bringst ein Opfer, wenn du kein weiteres Kind mehr bekommst.
Genau das ist es, was ich in meiner ersten Antwort meinte und was die Ehe der FS belastet. Ob es für den Mann ein Opfer bedeutet oder nicht, kann nur er für sich einschätzen und niemand sonst. Selbst wenn alle anderen Menschen auf der Welt es anders sehen, hat er das Recht auf seine eigene Einschätzung. Und der Mann der FS will nicht, ganz klar und deutlich. Er hat sogar schon den Sex mit der FS eingestellt, weil er nicht durch einen "Unfall" vor vollendete Tatsachen gestellt werden will. Und dennoch will die FS seine Entscheidung nicht für voll nehmen und gefährdet weiter ihre Ehe und Familie.
 
  • #27
Ich würde nochmal in mich gehen und mir dann eine Liste aufschreiben mit den Gründen, aus denen ich noch ein Kind will.
Die Liste könntest du auch deinem Mann zeigen. Er seinerseits könnte auch eine Liste machen mit Gründen, aus denen er es nicht will. Dann seht ihr evtl klarer. Und vielleicht gäbe es ja statt der Verwirklichung des Wunsches noch andere mögliche Ziele im Leben, die du gerne anstreben würdest u mit denen dein Mann kein Problem hätte?
 
  • #28
Es ist hier von ein paar wenigen Schreibern zu lesen, der Vater bringe ja kein Opfer bei einem dritten Kind.
Ein drittes Kind ist doch auch für einen Vater eine erneute Umstellung. Er hat zwei, bei beruflichem Engagement hätte er vielleicht schon für die zwei gern mehr Zeit. Oder er freut sich daran, dass er mit ihnen nun Dinge unternehmen kann, für die man ein gewisses Alter braucht. Er ist doch keineswegs außen vor, wenn da noch ein Kind ist.
Es ist für ihn gut so, wie es ist. Was ist daran falsch?
Das er seine Frau nicht liebt, weil er ihr diesen Wunsch nicht erfüllt, ist Quatsch. Da wollen zwei was Verschiedenes, das hat doch nichts mit Lieblosigkeit zu tun.
 
  • #29
Schon immer wollte ich 3 oder 4 Kinder und habe das auch gesagt. Er sagt jetzt, er wollte nur 2, wollte aber keine Trennung riskieren.
Wir haben in den letzten Jahren daran gearbeitet, unserer Familie ein gutes Leben zu schaffen und dabei auch die Voraussetzungen für ein drittes Kind- genug Platz, jobmäßig, Zeitpunkte diskutiert... Natürlich mit aller Zeit der Welt.
Jetzt sagt er, er habe da nur mitgemacht, weil er keine Trennung wollte ubd dachte, der Kinderwunsch würde nachlassen.
Liebe Lucy,ich weiss nicht,was man dir raten soll,aber ich sehe diese Situation so:du hast IMMER und VON Anfang An gesagt,dass du 3 oder 4 Kinder wolltest..Dein Mann hat dich unter SOLCHEN Voraussetzungen genommen..er wollte anscheinend nur 2,folglich har er dich von Anfang an angelogen..mehr noch,er hat die letzte Jahre MITGEARBEITET um Platz für drittes Kind zu schaffen..noch mal eine Lüge,er hat dich mit deinem Wunsch hingehalten,statt zu sagen nein will ich nicht,er sagt selber,er hoffte,dein Wunsch würde nachlassen(???)..also Lüge und Manipulation..ich glaube,bevor du dich für oder gegen Kind entscheidest ,solltest du genau schauen,mit wem du überhaupt verheiratet bist..deine glückliche Ehe sieht für mich wie eine grosse Illusion aus..und Damen,die meinen du hast doch alles,was soll das..ein Kind ist NIE eine Vernunftentscheidung,Kinder kommen unter verschiedenen Aspekten zu Welt egal ob arm oder reich,alles was sie brauchen,liebende Eltern,der Rest kommt von allein..ein Sprichwort:bekommst du Kind ,bekommst du auch fur das Kind..vll.wäre Trennung doch die Lösung ,so hast du Chance einen Mann zu treffen,der sich auch eine grosse Familie wünscht,oder selber getrennt ist mit zwei Kindern,diese Männer haben ehe Schwierigkeiten passende Frau zu finden,die wären froh,kinderliebe Frau zu haben und du bekommst"deine"ein,zwei Kinder wen auch auf anderem Wege..ich glaube,du würdest deinen Mann früher oder später für die "fehlende" Kinder unbewusst "bestrafen"..
 
  • #30
Sehr schwierige Situation. Es ist ja nicht nur, dass Du den Wunsch nach dem Kind nicht erfüllt kriegst, es kommt hinzu, dass Dein Mann Dich getäuscht hat. Er hat mitgemacht bei den "Vorbereitungen" und insgeheim gehofft, Du würdest von selber aufhören, Dir ein weiteres Kind zu wünschen.

Ich hab Schwierigkeiten nachzuvollziehen, wenn jemand UNBEDINGT ein Kind haben will. Also, warum das so wahnsinnig dringend sein muss. Es wird ja immer gesagt, es sei der weibliche Instinkt und die tickende Uhr, aber das empfinden ja nicht alle Frau, die Kinder haben oder gern mal eins hätten, so. Ich hatte auch den Verdacht, dass Kinder eine bestimmte Funktion im Leben einer Frau übernehmen sollen, wenn sie so dringend ein Kind will. Mir sind auch Menschen begegnet, denen die Mutter das genauso gesagt hatte. (Die Frau wollte nicht mehr so einsam sein und wollte deswegen ein Kind. Eine andere war ständig in Konkurrenz mit ihren Schwestern, "wer hat die perfekte Familie", und musste unbedingt ein Kind haben. Bei manchen hatte ich das Gefühl, das dritte Kind mit Ende 30 kam nur, weil die Frau sich vor dem Altwerden fürchtete - als Mutter eines Babys war sie quasi wieder wie beim ersten Kind "jung". Manche Kinder sollten die elterliche Beziehung mehr verbinden oder gar kitten, weil die Elternteile mit sich selbst nicht allein sein wollten, wenn die "alten" Kinder aus dem Haus gehen)

Ich denke, Du kannst erstmal nur "Ruhe" geben, weil Dein Mann schon gesagt hat, er fühle sich bedrängt. Ich denke auch, Du müsstest seine Gründe mal betrachten. Würdest Du Dich ganz allein und ohne seine Hilfe um ein weiteres Kind kümmern können, falls er mal seinen Interessen nachgehen will statt neuen Verpflichtungen? Die Midlifecrisis wird ja in den nächsten Jahren anstehen, also Du könntest dann bereuen, dass Du kein drittes Kind bekommen hast, er könnte sich endgültig losreißen, falls ihr noch ein Kind bekommt, weil er endlich mehr "für sich selbst" leben will statt für Familie und Partnerin.