• #31
Liebe FS

Zu allererst, ich kann dich verstehen, dass du deinen Wunsch nach einem Kind nicht einfach abstellen kannst, - jetzt kommt allerdings das große ABER...
Du versuchst gerade unterbewusst deinem Mann zu erpressen, in dem es eben keine Gespräche und keinen Sex mehr gibt!
wir reden zur Zeit kaum noch und das Thema Sex seit 3 Monaten auch vorbei.
Ich bin sicher, du wirst jetzt argumentieren dass du nur einfach keine Lust mehr auf Sex und Nähe hast, weil du so traurig bist und dich nicht geliebt fühlst, weil er dir diesen Wunsch nicht erfüllt. Das ist aber nicht der wahre Grund, denn noch glaubst du deinen Mann dazu "überreden" zu können, indem du ihm die kalte Schulter zeigst und es keinen Sex gibt. Findest du das ok? Geht man so mit einem Menschen um, den man liebt?
Ich will meine Familie nicht gefährden und ich liebe meinen Mann-

Du bist gerade dabei, deine Ehe an die Wand zu fahren!! Ist dir das klar? Du riskierst, das deine Kinder, ihren tollen Vater (deine Worte!) verlieren, nur weil du NOCH ein weiteres Kind willst. Ist das deinen Kindern gegenüber fair?

Ja, natürlich. Weil du ihm Druck machst! Und zwar massiv!! Dein Mann tut mir leid, denn du hältst ihm die Pistole auf die Brust " Kind oder Ehe aus!"
Was soll er tun? Er liebt dich und seine Kinder! Er hat dir zwei Kinder geschenkt, hat aber in Laufe der Zeit gemerkt, dass ihm das reicht. Jetzt erwartest du, dass er sich über sein Gefühl hinweg setzt und er erwartet dass du dich über dein Gefühl hinweg setzt. Hier gibt es aber leider keinen Kompromiss!

Mach dir bitte bewusst, dass dein Glück nicht von einem weiteren Kind abhängt. Mach dir bewusst, was du bereits für ein Glück hast!!! Es ist nämlich nicht selbstverständlich einen Mann zu haben der einen liebt und den man selbst sehr liebt, es ist nicht selbstverständlich 2 gesunde Kinder zu haben und dann noch einen Bub und ein Mädel, es ist nicht selbstverständlich zwei Jobs zu haben und es ist nicht selbstverständlich, gesund zu sein und sein Leben MIT seiner Familie genießen zu können!

Ich weiß es ist nicht leicht, einen Kinderwunsch auf zu geben, aber du hast 2 Kinder und durftest dieses Glück schon erleben. Was hast du davon, wenn dein Mann dir zur Liebe noch einem Kind zustimmt und dann aber nicht mehr glücklich wird, weil er sich sein Leben mit dir anders gewünscht hat? Wärst du auch mit 3 Kindern und ohne Mann glücklich? Wenn ja, nach so weiter... Oder besinne dich darauf was du schon hast und fange an das Wertzuschätzen.
 
  • #32
Dein Mann liebt dich nicht. Wenn er dich lieben würde und ihm dein Wohlergehen wichtig wäre, würde er dir deinen Herzenswunsch erfüllen.
Man könnte auch umgekehrt sagen - die Frau liebt ihn nicht, sondern sieht ihn als Erzeuger des nächsten Kindes. Ansonsten würde sie sein Nein zu einem weiteren Kind respektieren.

Liebe Lucy,

die Entscheidung musst Du für Dich treffen.

Du hast einen Wunsch, Dein Partner hat einen Wunsch - beide nicht vereinbar, ein Recht auf Wunscherfüllung hat keine/r.

Du kannst für Dich abwägen
- Du verzichtest auf ein 3. Kind
- Du trennst Dich, und suchst einen anderen Partenr, mit dem Du ein weiteres Kind bekommen kannst.
- Du riskierst - und bekommst ohne sein Einverständnis ein drittes Kind, was zum Ende der Beziehung führen kann. Stichwort Vertrauen.
Dann bist Du AE mit 3 Kindern.

Das sind die möglichen Optionen, ganz sachlich.

Emotional könntest Du Dir durchaus überlegen, WARUM Du noch so unbedingt ein 3. Kind möchtest, es ist ja eben nicht so, dass Du ncith schon Kinder hast, udn auch mal überlegen,w as Du evtl. damit kompensieren möchtest.
Dein Leben hat auch mit 2 Kindern einen Sinn.

Was ist eigentlich mit Eurem Paarleben, seid Ihr noch ein Paar, oder nur Eltern?
 
  • #33
Liebe Fragestellerin

Ich erzähle dir mal meine Geschichte, denn ich war mal genauso unterwegs wie du, sehe es heute aber aus einem anderen Blickwinkel.

Ich war schon ziemlich jung verheiratet, hatte einen Mann mit gutem Einkommen, ein Haus und zwei gesunde Kinder, um die er sich toll gekümmert hat. Trotzdem war ich unglücklich, wollte noch ein drittes Kind. Endlich ein Mädchen!
Nach vielen Streits, vielen vielen Gesprächen, Tränen meinerseits und der Bitte er möge mir doch meinen Wunsch erfüllen, hat mein Mann "zähneknirschend" zugestimmt. (Ein Kind untergeschoben hätte ich ihm niemals!)

Ich wurde schwanger, in der SS war alles bestens und der Kleine wurde geboren. Er war schwer krank und sein Leben hing am seidenen Faden. Die Wochen nach der Geburt waren für uns alle der totale Wahnsinn, die Kinder Zuhause kamen zu kurz, ich war nur im Krankenhaus bei meinem Baby, mein Mann hat sich fast zerrissen zwischen Arbeit, den Kindern Zuhause und mir und dem Baby im Krankenhaus. Er war es, dem nun alles abverlangt wurde, obwohl er eigentlich kein drittes Kind wollte. Aber er hat das Baby von Herzen geliebt. Zum Glück hat es der Kleine geschafft und ist heute (wirklich ein Wunder) kerngesund. Ich liebe ihn sehr und möchte ihn nicht missen.

Jedenfalls als wir endlich vom Krankenhaus Zuhause waren und wieder Normalität eingekehrt ist, habe ich gemerkt, das dieses Kind meine Leere die ich spürte nicht auffüllte. Ich glaubte es wäre ein weiteres Kind was mir zu meinem Glück fehlte, aber das Problem lag ganz woanders, nämlich zwischen mir und meinem Mann, bzw ich war das Problem, denn ich habe zwar gesehen wie schön unser Leben eigentlich ist, wie glücklich ich sein müsste, aber meine Gefühle zu meinem Mann haben einfach nicht mehr ausgereicht, auch wenn ich mir das gewünscht hätte und so habe ich versucht meinen Fokus auf ein weiteres Kind zu legen, um "abgelenkt" zu sein.

Es kam wie es kommen musste, wir haben uns getrennt.

Zum Glück, haben wir noch ein gutes Verhältnis zu einander und mit den Kindern läuft alles bestens.

Was ich dir mitgeben möchte, ist - mal in dich zu gehen, ob ein weiteres Kind dein Leben wirklich reicher machen würde oder ob du damit nur versuchst, etwas weg zu machen, was für dich nicht mehr stimmig ist!
Ein Kind ist nicht die Problemlösung und du solltest mal schauen, woran es dir wirklich fehlt? Notfalls mit therapeutischer Hilfe.
 
  • #34
Das mit der Täuschung durch den Partner geht wirklich zu weit.
Mag sein, dass er damals auch mehr Kinder wollte. Als er noch keine hatte und noch nicht wusste, wie Familienleben ist.
Nach zwei Kindern weiß er es. Er liebt sie, kümmert sich, sorgt für sie, arbeitet. Er ist glücklich, wie es jetzt ist, auch wenn er vor einigen Jahren noch andere Ziele hatte.
Na und? Man kann seine Einstellung mit der nun gemachten Erfahrung doch ändern, die Rahmenbedingungen sind doch anders.
Ich wollte vor 10 Jahren noch unbedingt ein Haus auf dem Land. Heute finde ich Stadtwohnung schöner. Bin ich deshalb eine, die andere täuscht?

Ich finde diese Ansprüche und das Einfordern von Wünschen recht undankbar. Mir fällt die Geschichte vom "Fischer un sin Fru" ein.
 
  • #35
Würdest Du Dich ganz allein und ohne seine Hilfe um ein weiteres Kind kümmern können, falls er mal seinen Interessen nachgehen will statt neuen Verpflichtungen?.
Also ganz grundsätzlich möchte ich dass es meinem Mann gut geht und natürlich "darf" er jederzeit ohne Rechenschaft abzulegen, unkontrolliert, mit wem er will weg/ ausgehen, übers We wegfahren, was immer und er muss auch nicht mit zu Spielplatz und Zoo, wenn er lieber ausschläft oder Fußball guckt oder rumhängt oder oder. Hätte das für selbstverständlich gehalten. Natürlich kann ich mich dann alleine um die Kinder kümmern? Er hat vor ein paar Jahren seinen Traumjob angeboten bekommen und war regelmäßig 3 Tage/ Woche weg, da war ich immer "alleine" mit 2 Kindergarten bzw. Kindergarten/- grundschulkind.

Den Kinderwunsch hinterfragt hab ich natürlich, erklären kann ich ihn nicht. Bei mir hat es eigentlich gar nichts mit "Baby" zu tun. Es war aber schon immer klar, dass das der Punkt ist, der für mich wirklich substanziell ist. Alles andere nehm ich lieber wies kommt.

Grund: mein Mann sagt, er hat das Gefühl, dass er eine Pflicht hätte.

Sex, weil sich alle dran aufhängen: ich kann die Pille nicht nehmen, also haben wir nach der letzten Spirale übergangsweise mit Kondomen verhütet, seit 3 Jahren. Als Übergang vorm nächsten Kind ist das ok, so hätte ich aber gerne eine bessere Methode. Ich will kein "ups", möchte unter den Umständen nicht in Verlegenheit kommen, die Pille danach zu nehmen (hab ich schon, wäre jetzt schwer für mich) und ich möchte im Bett nicht an den Konflikt erinnert werden. Da will mein Mann aber auch grad nicht entscheiden. Bis dahin war alles normal.
 
  • #36
@LucySky
Ihr seid verheiratet und es war vereinbart, dass Ihr Euch eine große Familie wünscht. Ich kann nicht nachvollziehen warum dein Mann ein 3. Kind so stark ablehnt. Wenn er dich lieben würde und eine gemeinsame Zukunft mit dir plant, sollte er sich darüber doch freuen. Da stimmt etwas nicht mit ihm und in Eurer Ehe. Läuft das mit den Zwillingen gut oder bist du / er überfordert? Wie alt sind sie? Hat dein Mann eine Geliebte oder wirklich nur andere Zukunftsvisionen, siehe Nachbarthread. Es kann gut sein, dass er sich die Unterhaltszahlungen im Kopf bereits durchrechnet und auf dem Absprung ist. Sein Verhalten fände ich dann logisch. Er will wohl auch nicht dass du wieder pausiert im Beruf. Wenn du ein Baby bekommst, muss er dir jahrelang Unterhalt zahlen. Jetzt stellt er auch noch den Sex ein... einfach ein liebloses Verhalten. Aber so schnell findest du ja keinen neuen Partner für eine Patchworkfamilie. Die Frage ist, ist deine Ehe noch zu retten, nicht ob er ein weiteres Kind will. Alles Gute Dir.
 
  • #37
Ich verstehe die Konstellation nicht ganz. Schwelt da irgendwo noch ein ganz anderer Konflikt?

Erscheint mir irgendwie unlogisch, dass nun eine Welt zusammenbrechen soll, nur weil man anstatt drei nur zwei Kinder hat. Hättest du dich tatsächlich von ihm getrennt, wenn er schon damals gesagt hätte, dass er nicht mehr als zwei Kinder will?

Dass er dich die ganze Zeit im Glauben gelassen hat, dass er auch noch ein Kind will, ist natürlich unschön. Jetzt hat er vermutlich Angst, dass du Nägel mit Köpfen machst. Oder weshalb gibt's nun keinen Sex mehr?

Vielleicht solltest du ihn mal nach seinen Träumen fragen? Vielleicht würde sich dieser Traum vorerst nicht realisieren lassen, wenn dann wieder ein Baby da ist? Oder er meint nur, dass das dann nicht gehen würde. Vielleicht würde sich aber ein Weg finden lassen? Frag ihn mal, was er noch so will?

Und dein Zukunftstraum ist ein drittes Kind. Er scheint dich ja zu lieben. Er hat dich ja getäuscht, weil er Angst hatte, du könntest ihm abhanden kommen, wenn er dir reinen Wein einschenkt bezüglich der Nichtrealisierung des (dritten) Kinderwunsches.

Vielleicht kann man doch alles unter einen Hut kriegen?
 
  • #38
Liebe FS,

aus meiner Sicht bleiben dir 2 Möglichkeiten:
a) du lernst damit zu leben oder
b) du beharrst weiterhin auf deinem Kinderwunsch, mit der Folge, dass dein Mann sich von dir trennt.

Dein Mann hat dir unmissverständlich klar gemacht, dass er eine Lösung eures Konfliktes nicht sieht. Einem weiteren Kind wird er nicht zustimmen, egal welche Hebel du in Bewegung setzt.

Jetzt ist es sogar schon so weit, dass er keinen Sex mehr mit dir will, aus Angst, du "vergisst" die Pille oder stichst Löcher in die Kondome. Sein Vertrauen in dich ist also bei Null angelangt.

Wer Schuld hat oder nicht, will ich mal gar nicht bewerten, aber wenn du nicht augenblicklich gegensteuerst, ist eure Ehe am Ende. Willst du mit dieser Folge leben?
Ihr steuert mit großen Schritten auf dieses Ende zu.

W32
 
  • #39
Ich bin jetzt 37, und inzwischen nagt es, wir reden zur Zeit kaum noch und das Thema Sex seit 3 Monaten auch vorbei.
Na dann ist das mit dem 3. Kind ja sowieso geklärt...

Zweifellos eine schwierige Situation für Dich. Ich denke, die Ehe ist so oder so den Bach runter. Du wirst ihm die beiden "fehlenden" Kinder nachtragen, er wird irgendwann fremdgehen, weil das mit dem Sex nicht funktioniert. Traurig für die beiden vorhandenen Kinder, die ja irgendwann das Gefühl haben müssen, dass sie nicht genügen.

Drei Varianten: er gibt nach, Du gibst nach, ihr trefft euch in der Mitte.

Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum es unbedingt noch ein Kind sein muss und Du lieber den beiden vorhandenen Kindern die Grundlage einer funktionierenden Familie entziehst als auf ein drittes und viertes Kind zu verzichten. Bist Du mit zwei Kindern und Arbeit nicht ausgelastet? Was geben Dir die beiden vorhandenen Kinder jetzt nicht, was sie Dir als AE geben würden? Was nützt es Dich, wenn Dein Mann Dich sicher nicht angemessen unterstützen wird, weil es ja nicht sein Wunsch war, noch zwei Kinder zu haben?
Ja, Dein Mann mag gesagt haben, er wolle auch vier Kinder. Jetzt sieht er es eben nicht mehr so. Sichtweisen ändern sich im Leben.
 
  • #40
So blind und taub wie die FS hier für alle Argumente reagiert und immer gebetmühlenartig "ich will drittes Kind, egal warum, ist so" wiederholt, sollte sie sich klar machen, dass die Ehe bald vorbei ist. Dann wird das Geheule groß aber es nützt nichts. Ich glaube auch, dass sie ihren Mann nicht liebt und ihn nur geheiratet hat weil er damals gesagt hat, er will auch 4 Kinder. Er hat sie geliebt und wollte sie unbedingt. Sie ihn nicht unbedingt aber die Aussicht auf die 4 Kinder hätte ihr kaum ein anderer Mann geboten. In den vergangenen Jahren ging es nur darum, Bedingungen für weitere Kinder zu schaffen. Es ging nicht um die Ehe, nicht um die Zeit als Paar, sondern blind fanatisch nur um das weitere Kind.
Mir tut der Mann leid und die anderen beiden Kinder auch. Der Mann fühlt sich zurecht ausgenutzt. Was für ein freudloses Familienleben. Ich glaube auch wie einige Vorposter, dass die FS die Leere, die sie hat weil sie den Mann nicht liebt, durch weitere Kinder auffüllen will. Er merkt aber spätestens jetzt, dass es nicht um ihn geht und es niemals um ihn gegangen ist, sondern nur um eine Funktion.
Liebe FS, das wird so oder so enden mit euch. Egal, ob das Kind kommt oder nicht.Und das ist in meinen Augen ganz alleine deine Verantwortung. Aber es hört sich so an, dass es nicht mehr zu vermeiden ist. Wenn dir das dritte Kind wichtiger ist als alles andere dann nützt nichts, dann müsst ihr euch trennen aber dann schnell, damit du noch jemanden findest, der mit dir Kinder haben möchte, vielleicht noch 2. Die Zeit wird knapp. Befreie euch beide von der jetzigen Situation. Der Mann möchte sicher nicht sein Leben lang eine Ehe führen, in der er von seiner Frau gehasst wird, dass er ihren Lebenstraum "zerstört" hat und er will auch nicht das Gefühl haben, dass er nur zu deiner persönlichen Wunscherfüllung missbraucht wird. Wahnsinn, weswegen manche etwas Tolles an die Wand fahren.
 
  • #41
Einen frisch fröhlichen guten Morgen,

liebe FS, ist es nicht so, dass es im Leben nicht nur um Wunscherfüllungen geht und ist es nicht so, dass beide in einer Beziehung immer auf Wünsche verzichten?

Mir ging es vor langen Jahren ähnlich wie dir, der Wunsch nach einem vierten Kind stand im Raum, mein Mann wollte nicht. Ich wusste, dass es so gut war und irgendeinen Grund hatte und nahm es so hin. Nicht aber als schmerzlichen Verzicht, sondern den Focus auf meine schon drei vorhandenen Kinder gerichtet, die mich mit Dankbarkeit erfüllten und im Vertrauen darauf, dass es so richtig war.
Ein Jahr später wurde mein Mann sehr krank, ein Jahr später verstarb er. Das, was dann auf mich zukam, hätte ich nicht wuppen können, wenn ich noch ein kleines Kind gehabt hätte. Das was sich anzu bewältigenden Lasten über sieben Jahre hinzog, wäre dem Kind nicht dienlich gewesen.
Wir leben in einer Zeit, wo wir sehr darauf bedacht sind, unsere Bedürfnisse zu erfüllen und unser ICH sehr in den Vordergrund zu stellen. Verzicht ist nicht immer eine Schlappe, die man tragen muss.
Liebe FS, es ist meine Sichtweise, aber schau, du bist sehr reichlich beschenkt worden. Bedenke, dass manche Menschen nicht über so viel Ressourcen verfügen, die es ihnen ermöglichen, noch ein Kind mehr aufzuziehen. Schon gar nicht, wenn man verantwortungsbewusst mit diesem Thema umgeht.
Ich fühle, dass du dich mit diesem Thema sehr festgebissen hast und das bewirkt, dass du darin gefangen bist. Die Sehnsucht multipliziert sich und nimmt Raum ein, der euch allen nicht gut tut.
Ob du so einfach die Entscheidung triffst, dich zu trennen, weil du dich nicht durchsetzen kannst, bleibt dir überlassen. Bedenke aber, dass du deinen Kindern den Vater nimmst und wo willst du so schnell einen Mann finden, der dich und deine zwei Kinder so liebt, dass er mit dir sofort ein drittes Kind zeugt?
Vielleicht erkennst du die Liebe deines Mannes nicht, der verantwortungsbewusst mit diesem Thema umgeht. Es reicht nicht, wenn materiell genug da ist, die Kraft aber nicht.
 
  • #42
Liebe FS,

ich nehme dich in dem, was du schreibst, nicht als jemanden wahr, der aus egoistischen Motiven heraus seine Familie aufs Spiel setzt, sondern als jemanden, der ernsthaft dabei ist, sich von einem Lebensentwurf zu verabschieden, was sehr schmerzhaft ist, egal ob andere dein Problem als Luxusproblem betrachten.

Natürlich ist es im Leben so, dass Entwürfe scheitern, und natürlich kannst (und willst) du deinen Mann nicht zwingen, was du ja alles weißt, und es kann sicher auch nicht schaden, vielleicht mal genauer hinzuschauen, warum dein Kinderwunsch so stark ist. Allerdings finde ich nicht, dass es per se völlig unerklärlich ist, dass es dir schwerfällt, ihn aufzugeben, denn du hast jetzt ein ganzes Leben lang auf die Großfamilie "hingearbeitet" und bist dabei von deinem Mann getäuscht worden. Er hat seine Meinung nicht geändert, sondern dich bewusst in dem Glauben gelassen, dass er deine Wünsche und Pläne teilt.

Du bewegst dich in eurem Konflikt bereits, denn du ringst um eine andere Haltung, aber dein Mann will kein weiteres Kind, will aber auch nicht für deinen Schmerz (mit)verantwortlich sein, und das ist es, was die Situation so blockiert. Damit du mit seiner Entscheidung gegen ein Kind ins Reine kommen kannst, brauchst du sein volles Verständnis, seinen Rückhalt und seine volle Anerkennung deines Schmerzes und seines Anteils daran, und zwar ohne "aber". Also nicht ein "Ich versteh sie ja irgendwie, aber sie übertreibt's halt/nimmt es wirklich zu schwer/ist halt anders veranlagt als ich/stellt sich immer mehr an als andere, wenn es darum geht, etwas loszulassen/weiß nicht wirklich, was ein drittes Kind für uns bedeuten würde..." Damit würde er nicht wirklich auf dich schauen, sondern es würden seine eigenen Bedürfnisse und sein Schutz vor der Stärke deiner Gefühle im Vordergrund stehen. Er müsste wirklich mit dir fühlen und den Schmerz mit dir tragen, so dass dich dieses Mitfühlen wirklich erreicht.
Und es wäre angemessen, wenn er dir zu erkennen gäbe, dass er seinerseits bereit ist, auch mal zu deinen Gunsten zurückzustecken. Ideal wäre es (ich höre schon die Proteste vor meinem inneren Ohr), wenn er sich sterilisieren ließe. Damit würde auch er ein Opfer bringen, er würde euch 15 Jahre lästige Verhütung und Unsicherheit ersparen, und es wäre auch ein klares Bekenntnis zu seiner Ehe, d. h. er würde in dem Moment, wo du aus Altersgründen jetzt so ziemlich die letzte Möglichkeit hättest, noch schwanger zu werden, seinerseits auf eine von ihm ja nicht gewollte Fruchtbarkeit verzichten und damit auch signalisieren, dass er innerlich nicht auf dem Absprung ist und sich potenzielle Möglichkeiten mit einer künftigen Partnerin offenhalten will.
Vielleicht könntet ihr euch noch einmal professionelle Hilfe holen, vielleicht bei jemand anderem, denn jeder Therapeut ist anders, und vielleicht kann jemand anders euch besser helfen als die Person, bei der ihr schon wart.
Euch allen alles Gute!!!
 
  • #43
Liebe LucySky

"Ich habe selbst mehrere Geschwister, genieße das bis heute, das hat mein Familienbild inkl Nesthäkchen natürlich geprägt."

Aus meiner Sicht liegt hier der Schlüssel für die Lösung. Ich habe praktisch alle Antworten gelesen und bin mehrheitlich einverstanden damit, dass das dritte Kind kein Thema mehr ist. Auch sehe ich es gleich wie einige, dass Du die Ehe gefährdest und auch die kindliche Entwicklung Deiner zwei Kinder. Ich frage mich in diesem Moment, wie Deine Kinder damit umgehen, dass Du unbedingt noch eines haben willst, entsteht da vielleicht der Eindruck bei den Kindern, dass sie nicht gut genug sind.

Du kommst aus einer Vielkinderfamilie und es ist nicht allzu lange her, da war die Rolle der Frau vornehmlich diejenige der Mutter, welche Kinder gebärt. Und ich habe den Verdacht, dass Du noch in dieser Idee gefangen bist. Frag Dich doch mal ganz ehrlich: Was ist der Lebenssinn von Dir, von einer Frau. Das Kinder kriegen. Kann es sein, dass Du - nachdem Deine beiden Kinder jetzt älter werden - nicht so genau weisst, was Du im Leben machen willst.

Fakt ist, Dein Mann will kein drittes Kind. Ich kann das gut nachvollziehen. Als ich noch verheiratet war, wollten wir auch zwei Kinder. Dann kam Judith zu Welt und meine Ex-Frau hatte schwere körperliche Beschwerden nach der Geburt, sodass uns der Arzt von einem zweiten Kind in den nächsten 2 Jahren abriet. Ich hätte mir ein zweites Kind gewünscht, weil ich dachte, dann sind die Kinder zufriedener wenn sie miteinander spielen können und auf dem Rücksitz des Autos hat es ja wunderbar Platz für zwei Kinder :). Ich habe mich dann entschlossen, die Kindheit von Judith voll auszukosten, viel Zeit mir ihr zu verbringen, weil ich ja nur eine Chance hatte. Heute ist es so, dass Judith sehr gerne Zeit alleine verbringt, dies auch braucht um immer wieder zu sich selbst zu finden. Und wenn sie spielen will, hat sie genügend Klassenkameradinnen. Meinen Wunsch nach einem zweiten Kind habe ich positiv umgewandelt und bereue keine Sekunde. Heute habe ich keinen Kinderwunsch mehr und suche auch nur Partnerinnen, die das gleich sehen.

Weisst Du, Deine zwei Kinder brauchen mit fortschreitendem Alter immer neue Qualitäten von Dir als Mutter. Da kommen doch neue Aufgaben, interessante Aufgaben auf Dich zu. Weshalb wieder von vorne beginne. Und; es ist ja nicht lange bis zu den Enkelkindern, oder?

Machs gut, hab Sorge zu Deinem Mann, sorge dafür, dass er Dir wieder vertraut, dann holt den verpassten Sex nach und geniesst Eure gute Ausgangslage.

Liebe Grüsse,

Kurt, 50
 
  • #44
Wann habt ihr denn "ausgemacht" dass es 3 oder 4 Kinder werden sollen? Vor den ersten zwei? Vor 16 Jahren?
Da zu unterstellen er hätte dich nur getäuscht finde ich mehr als eine Frechheit.
Wer hatte denn noch nie nach einer Erfahrung gedacht "das ist eigentlich nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte" oder "war ganz nett, muss aber nicht nochmal sein".
Sichtweisen, wünsche und Ziele im Leben ändern sich. Er will nicht, aus welchen Gründen auch immer, geben würde es einige, das gilt es zu respektieren und akzeptieren.

Da war letztens erst ein Thread indem ein Mann eine Frau gesucht hat, die ihm gleich zu Beginn verspricht ihm irgendwann ein Kind zu gebären und war sehr verwundert, dass ihm das keine Versprechen konnte oder wollte. Da meinten alle das würde doch nicht gehen. Das hier ist meiner Meinung nach nichts anderes nur geht es eben um die Anzahl der Kinder...
 
  • #45
Du musst nicht nachgeben!

Ein authentischer Mensch, der bei sich bleiben kann, der sagt: Also gut, wenn du kein Kind mehr möchtest, dann ist das vollkommen ok für mich, ich liebe dich zwar, aber ich kann jederzeit jemand anderes finden, und meine Bedürfnisse müssen erfüllt werden in diesem Leben.

Die Alternative ist, nachzugeben wie alle anderen schwachen Menschen, eine grießgrämige Frau zu werden und eine noch grießgrämigere Frau zu werden, wenn dein Mann dich in 10 Jahren verlässt. Deine Beziehung wird vermutlich, wie alle anderen, auch nicht bis zur Rente halten, erst recht nicht, wenn ihr jetzt Sexprobleme habt, und darum mache dir klar, dass du gerade große Träume aufgibst wie viele Frauen.

Dass ihr keinen Sex mehr habt, könnte auch dafür sprechen, dass dein Mann dich betrügt und eure Beziehung jetzt ohnehin nur noch eine Frage der Zeit ist.

Nicht du gefährdest deine Beziehung, sondern der Mann gefährdet gerade alles!
 
  • #46
In sehe das Problem der FS psychologisch, d.h. der Hauptgrund scheint mir die Angst zu sein:

- Angst vorm Älterwerden - ein Baby zu bekommen signalisiert Fruchtbarkeit und eine fast 40-Jährige kann sich einreden, daß sie doch noch jung ist und mit den jungen Müttern "mithalten" kann was die Kraft angeht.

- Angst vor Einsamkeit - die älteren Kids werden so langsam selbständig & haben nicht mehr so viel Lust was mit der Mama zu unternehmen? Sie fühlt sie abgehängt und nicht mehr so bemerkt in der Familie? Ein Baby würde ihr wieder uneingeschränkte Aufmerksamkeit schenken.

- Angst vorm Verlassenwerden - Baby als eine neue gemeisame Aufgabe, die beide Eltern wieder näherrücken läßt (und damit den Mann fern hält von z.B. einer Geliebten nach 12 Jahren Ehe & der Mid-Life-Crisis - funktioniert selten).

- Angst vor Langeweile - wenn die Familie immer an erster Stelle steht, dann läuft jede frau Gefahr ihre eigenen Interessen zu vernachlässigen bzw. ihren eigenen Freundeskreis etc. Hat die FS diesen? Sieht sie sich als eigenständige Persönlichkeit oder "nur" als Mutti?
Wenn die Kinder sich abnabeln entsteht da eine Lebenssinnlücke.
 
  • #47
Bei einer Paartherapie waren wir, die meinten aber nur, ich kann ihn nicht zwingen (natürlich nicht) und ich muss halt lernen mit dem Wunsch abzuschließen oder wir müssen uns trennen. Beides fühlt sich für beide schlecht an.

Ich vermisse aber ein weiteres Kind wie jahrelang geplant und besprochen und drauf gefreut und kann nicht einfach auf glücklich schalten, obwohl das die Beziehung belastet
Dein Kinderwunsch ist in doppelter Hinsicht bereits erfüllt.

Dein Posting liest sich extrem egoistisch. Kinder werden nicht in die Welt gesetzt, damit ein Elternteil sein Wunsch erfüllt bekommt. Du bist nicht das Zentrum des Universum, um das sich alles drehen muss (incl. Dein Partner).

Dass Du über eine Trennung nachdenkst nur um ein drittes Kind zu bekommen liest sich für mich sehr schlimm an. Welchen Stellenwert hat Dein Partner in Deinem Leben? Erzeuger? Sind seine Bedürfnisse weniger wichtig wie die deinigen? Offensichtlich denkst Du so.

Ich will meine Familie nicht gefährden und ich liebe meinen Mann- wir haben viel zusammen gemeistert, er ist ein toller Vater, aber das belastet uns beide sehr und ich sehe keine Lösung.
"Beide"? Das Problem ist Deine Denkweise. Ihn belastet es nicht, denn er will kein drittes Kind.
Du liebst Deinen Mann??? Nein, Du benutzt ihn und machst ihm Vorwürfe. Deshalb seid ihr bei einer Paartherapie gelandet. Weil in Deinem Leben immer nur "ich will, ich will, ich will, sonst bin ich todunglücklich!" existiert.

Reflektiere Dein Verhalten bevor es zu spät ist.
 
  • #48
Du hast insgesamt einen sehr schönen Beitrag geschrieben, liebe @Pia62 . Zu den beiden o.g. Zitaten: das war bei uns auch so, dass mein Mann nicht wollte. Ich wollte schon immer viele Kinder haben, dabei war es mir aber egal, ob es meine eigenen sind oder ob wir welche adoptieren. Für mich ist ein Kind ein Kind und fertig.
Nun war das so, dass es infolge meiner Krebserkrankung als ich 24 war schon schwierig gewesen wäre aber mein Frauenarzt hat gesagt, bis 38 würde er es mit Reproduktionsmedizin versuchen, danach nicht mehr. Ich habe viel arbeiten müssen weil ich mich für meine Eltern hoch verschuldet habe. Vieles aus meinem Leben war zum damaligen Zeitpunkt nicht verarbeitet und heute weiß ich, dass ich trotz meines Willens, Kindern ein liebevolles Zuhause zu bieten und sie so zu lieben wie meine Großeltern mich geliebt haben, das wahrscheinlich nicht geschafft hätte bei der ganzen physischen und psychischen Belastung. Vielleicht wäre ich sogar so ein Monster geworden wie mein Vater oft einer war. Wer weiß. Mein Ex Mann hat nur gesagt, wenn ich denn unbedingt ein Kind will dann "macht" er mir eins aber mir soll klar sein, dass er weder seine Bequemlichkeit beeinträchtigt haben will, das heißt, er würde sich NICHT mit dem Kind beschäftigen, keine schlaflosen Nächte haben wollen, nicht sein Hobby einschränken, vor allem finanziell nicht mehr zurückstecken, nicht auf seine Urlaube verzichten, kurzum, das Kind wäre dann ganz alleine mein "Problem". Das war eine grausame Ansage aber im Nachhinein wird es richtig gewesen sein. Ich hätte bei allen Belastungen, die ich hatte, niemals zur Ruhe kommen können. Ich kenne mich, bei einem Kind würde ich bis ans Ende meiner Tage keine ruhige Minute mehr haben und immer in Sorge sein, ob es ihm gut geht, mir Vorwürfe machen, dass ich ihm nichts bieten kann... Nicht auszudenken, wenn ihm was passiert. Und auch wenn es im Herzen manchmal weh tut weiß ich trotzdem tief in mir drin, dass nicht mein Ex Mann, sondern ganz alleine meine Lebensumstände das Hindernis waren. Kinder verdienen nur das Allerbeste, um sich zu starken Persönlichkeiten entwickeln zu können und Eltern sind dafür verantwortlich. Manchmal muss der Wunsch eben der angebrachten Verantwortung weichen.
Es gibt nur zwei Möglichkeiten für euch, entweder du hinterfragt deine fixe Idee und arbeitest daran oder ihr müsst euch trennen und alle mit den daraus resultierenden Konsequenzen leben. Für immer.
 
  • #49
Ich glaube auch, dass sie ihren Mann nicht liebt und ihn nur geheiratet hat weil er damals gesagt hat, er will auch 4 Kinder. Er hat sie geliebt und wollte sie unbedingt. Sie ihn nicht unbedingt aber die Aussicht auf die 4 Kinder hätte ihr kaum ein anderer Mann geboten. In den vergangenen Jahren ging es nur darum, Bedingungen für weitere Kinder zu schaffen. Es ging nicht um die Ehe, nicht um die Zeit als Paar, sondern blind fanatisch nur um das weitere Kind.
Mir tut der Mann leid und die anderen beiden Kinder auch. Der Mann fühlt sich zurecht ausgenutzt. Was für ein freudloses Familienleben. Ich glaube auch wie einige Vorposter, dass die FS die Leere, die sie hat weil sie den Mann nicht liebt, durch weitere Kinder auffüllen will. Er merkt aber spätestens jetzt, dass es nicht um ihn geht und es niemals um ihn gegangen ist, sondern nur um eine Funktion.
Liebe FS, das wird so oder so enden mit euch. Egal, ob das Kind kommt oder nicht.Und das ist in meinen Augen ganz alleine deine Verantwortung. Aber es hört sich so an, dass es nicht mehr zu vermeiden ist. Wenn dir das dritte Kind wichtiger ist als alles andere dann nützt nichts, dann müsst ihr euch trennen aber dann schnell, damit du noch jemanden findest, der mit dir Kinder haben möchte, vielleicht noch 2. Die Zeit wird knapp. Befreie euch beide von der jetzigen Situation. Der Mann möchte sicher nicht sein Leben lang eine Ehe führen, in der er von seiner Frau gehasst wird, dass er ihren Lebenstraum "zerstört" hat und er will auch nicht das Gefühl haben, dass er nur zu deiner persönlichen Wunscherfüllung missbraucht wird. Wahnsinn, weswegen manche etwas Tolles an die Wand fahren.
Wäre das so, würde ich jetzt nicht versuchen, damit zurecht zu kommen, sondern hätte mich längst getrennt.

Klar kann ich verstehen wenn man anfangs plant und dann angesichts der Realität seine Meinung ändert. Wir haben aber geplant, als wir schon zwei hatten. Natürlich ging es nicht "Jahre um nichts anderes", aber wir haben zB überlegt was wir fürs nächste Kind aufheben, wir haben beim Umzug ein weiteres Kind einkalkuliert, nur noch "übergangsverhütet", und daneben ganz normal unser Leben gelebt und das aus meiner Sicht sehr glücklich.

Jetzt will er nach zwei Jahren "nicht jetzt" nicht mehr (weil ich zu viel genervt hab- ist das bitte eine Grundlage für so eine Entscheidung) und ich bin enttäuscht und traurig (was ihn genauso unter Druck setzt).

Ob er das darf oder 3 Kinder sein müssen steht doch gar nicht zur Debatte. Klar darf er, klar bin ich über meine zwei auch glücklich und "brauche" kein drittes. Klar will ich mich nicht deswegen trennen (wo hab ich das geschrieben?).
Ausschalten kann ich das trotzdem nicht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #50
Ich kann die FS verstehen. Sie hatte immer den Wunsch eine große Familie zu gründen und hat das von Anfang an so kommuniziert. Ihr Partner hat sich darauf eingelassen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, nur um sie nicht zu verlieren. Er hat also von Anfang an nur vorgegeben eine große Familie zu wollen, was ich sehr unfair der FS gegenüber finde.
Was wäre denn gewesen, wenn er von vorneherein dazu gestanden hätte, nur zwei Kinder haben zu wollen? Hätte die FS der Ehe dann überhaupt zugestimmt? Oder wäre die Liebe doch nicht groß genug gewesen? Wäre ich an der Stelle der FS, käme ich mir auch irgendwie hintergangen und benutzt vor. Wenn es um solch elementare Dinge der Lebenseinstellung und Lebensvorstellung geht, sollte man seinen Partner nicht anlügen, nur um ihn zu halten.
Der Therapeut hat jedenfalls Recht. Es gibt für dieses Problem keine Lösung, außer der Trennung.
In meinem Umfeld kenne ich auch eine Familie: die Frau wollte mehr Kinder (3 hatte sie schon), der Mann wollte nicht. Es kam zur Trennung. Sie ist inzwischen wieder verheiratet und hat zwei weitere Kinder. Was er macht, weiß ich nicht. Da einer ihrer Söhne mit meiner Tochter in eine Klasse geht, sehe ich sie öfters bei Schulveranstaltungen. Sie und ihre fünf Kinder machen alle einen sehr glücklichen und ausgeglichenen Eindruck.
 
  • #51
Natürlich kann ich mich dann alleine um die Kinder kümmern?
Okay, meine Frage war auch irgendwie lebensfern. Dein Mann fühlt sich sowieso verpflichtet, selbst wenn Du und Dein drittes Kind in einen fernen Turm zögen. Es ginge sowieso nicht, dass Du noch ein Kind bekommst und er so täte, als existiere es nicht, auch finanziell. Er sagt es ja auch selbst: Es ist die Verpflichtung, die er nicht mehr will. Du scheinst die nicht zu fürchten.

Ich seh das so, dass eure Lebenswege auseinander gehen. Im Grunde ist es ja so, als gäbe es die generelle Frage nach "Kinder" oder "keine Kinder". Die Verpflichtungen sind es ja auch, die manche vom ersten Kind abhalten.
Deswegen - wie man das lösen soll, dass beide sich zufrieden und glücklich fühlen... Ich hab keine Ahnung, trennen wollt ihr euch nicht, und danach ein Samenspender wäre für Dich sicher eine absurde Idee. Falls Du Dich jetzt mit der Entscheidung abfindest, wirst Du ziemlich trauern und allein der Punkt, dass Dein Mann daran "schuld" ist, wird eine Distanz bewirken. Das ist mE immer so, wenn einer in einer Sache, die ihm emotional am Herzen liegt, zugunsten des Partners verzichtet. Das müsstet ihr dann zusammen schaffen, immerhin scheint ihr ne gute Basis zu haben.
Ich würde mal nachforschen, was er mit der "Nicht-Verpflichtung" anfangen will. Vielleicht stellt er schon seit Jahren irgendwelche Wünsche zurück (z.B. Reisen), weil die Familie zu "betreuen" war. Vielleicht will er Erlebnisse mit Dir teilen, die ganz anders sind als die bisherigen, freier leben, spontaner leben, und das MIT Partnerin.

Das "Argument", Du hättest doch schon zwei Kinder, warum also noch eins, finde ich sinnlos. Aber ich denke, FALLS Du Dich auf "seinen Weg" einlassen kannst, also wie ein kindunabhängiges Paar leben, reisen und dergleichen (ich hoffe, er will seine "Nicht-Verpflichung" mit Dir ausleben und nicht allein), kommst Du vielleicht auch drauf, dass Du seelische Gründe hattest für den Wunsch nach dem dritten Kind, die eigentlich mit Deiner Beziehung zu tun haben. Also wenn z.B. es in Deinem Kopf eine Horrorvorstellung wäre, mit Deinem Mann allein zu leben wie ein kinderloses Paar oder Oma und Opa, wenn die ersten beiden aus dem Haus sind.
 
  • #52
Ich würde mal nachforschen, was er mit der "Nicht-Verpflichtung" anfangen will. Vielleicht stellt er schon seit Jahren irgendwelche Wünsche zurück (z.B. Reisen), weil die Familie zu "betreuen" war. Vielleicht will er Erlebnisse mit Dir teilen, die ganz anders sind als die bisherigen, freier leben, spontaner leben, und das MIT Partnerin.

Das "Argument", Du hättest doch schon zwei Kinder, warum also noch eins, finde ich sinnlos. Aber ich denke, FALLS Du Dich auf "seinen Weg" einlassen kannst, also wie ein kindunabhängiges Paar leben, reisen und dergleichen (ich hoffe, er will seine "Nicht-Verpflichung" mit Dir ausleben und nicht allein), kommst Du vielleicht auch drauf, dass Du seelische Gründe hattest für den Wunsch nach dem dritten Kind, die eigentlich mit Deiner Beziehung zu tun haben. Also wenn z.B. es in Deinem Kopf eine Horrorvorstellung wäre, mit Deinem Mann allein zu leben wie ein kinderloses Paar oder Oma und Opa, wenn die ersten beiden aus dem Haus sind.
Es ist eine schöne Vorstellung mit meinem Mann als Oma und Opa zu leben, wir haben uns das immer ausgemalt.
Müsste zeitlich noch nicht so absehbar sein, wenn es nach mir ginge. Mein Mann ist 40, da ist Oma Opa doch eigentlich noch mehr als ein paar Jahre weg.

Ich und er muss halt sehen, wie ich damit klar komme, wir werden sicher noch einen Termin machen. Es wird wohl ein Prozess, den ich nicht alleine gehen kann.
Aber dank der Antworten hier habe ich wieder mehr das Gefühl, dass es doch einen Austausch mit meinem Mann und auch eine Bereitsxhaft zu verstehen gibt, wenn das auch nicht immer einfach und harmonisch ist.

Zu seelischen Gründen fällt mir nur ein, ich hätte das sehr gerne nochmal genossen mit ihm, so gesettlet wie jetzt, wir so ein eingespieltes Team sind. Ich finde, wir haben das bislang großartig hingekriegt und ich finde es grade nicht selbstverständlich nach 15,5 Jahren (bis zur jetzigen Krise) 2 Kindern, natürlich nicht immer alles eitel Sonnenschein immer noch gerne seine Zeit miteinander zu verbringen, sich „immer noch“ was zu sagen zu haben, „immer noch“ ein gutes Liebesleben zu haben. Und auch wenn das niemand verstehen sollte und jeder sagt ich gefährde das- leider verstärkt genau das meinen Kinderwunsch..
 
  • #53
leider verstärkt genau das meinen Kinderwunsch..
Ja aber seinen eben nicht. Und sein Wunsch ist nicht weniger legitim als deiner. Ihr habt bereits Kinder. Er will das nicht mehr erleben. Er will Zeit mit dir haben, ohne Kleinkind-Verpflichtungen und das kann ich sehr gut verstehen. Er will eben nicht bis er 60 ist für ein kleines Kind verantwortlich sein, das ganze Teenager-Gedöns mitmachen. Er will jetzt sein Leben genießen, vielleicht irgendwann auch zurückschalten auf der Arbei. So ist er weit über die Rente hinaus gezwungen, volle Kanne zu arbeiten, um dem 3 Kind alles zu ermöglichen, was bis dahin notwendig ist. Und dann ist er alt, wird krank und stirbt. Mag sein, dass ein solches Leben dein Traum ist aber eben nicht seins und er denkt etwas weiter als nur "haben wollen". Wenn dann hättet ihr die Kinder dicht aneinander bekommen sollen und nicht 15 Jahre später. Natürlich fehlt dir etwas bei deinem Mann sonst bräuchtest du das 3. Kind nicht als Beschäftigingstherapie. Nicht IHR müsst weitere Sitzungen machen, sondern DU.
Ein Kollege hat mit seiner Frau in jungen Jahren beschlossen, Kinder zu bekommen, damit sie mit spätestens Mitte 40 ihr Leben genießen können wenn die Kinder aus dem Haus sind. Gesagt getan. Und was ist? Eine Tochter hat plötzlich ein uneheliches Kind bekommen und damit sie ihre geplante Ausbildung im Ausland nicht aufgeben muss wächst das Enkelkind jetzt bei den Großeltern auf. Weißt du, was alles noch auf euch zukommt? Sicher nicht.
 
  • #54
Du hast dir deinen Mann doch nicht ausschließlich zur Erfüllung deines Kinderwunsches ausgesucht.
Sicherlich ist das ein Kriterium für eine Partnerschaft, aber man (oder in diesen Fall Frau) kann es auch übertreiben.
Genauso wenig wie Frauen als Köchin, Putzfrau und Gebärmaschine oder "nur" als Mutter wahrgenommen werden wollen - möchte ein Mann nicht als Versorger, Handwerker und Samenspender oder eben "nur" der Vater sein (Übertrieben ausgedrückt).
Natürlich seid ihr Eltern, aber auch ein Paar. Mann und Frau mit eigenen Vorstellungen.

Dein Mann wird seine Entscheidung gegen das 3 Kindes vielleicht auch aus egoistischen Gründen getroffen haben. Manchen ist es unangenehm solche Gründe, wie mehr Freizeit für sich, mehr Zeit mit dem Partner, weniger finanzielle Verpflichtungen, weniger familiäre Belastung usw. auszusprechen, nur existieren diese Gedanken trotzdem.

Das du im Moment traurig und enttäuscht bist, ist nachvollziehbar, aber du musst wohl oder übel anfangen diese "Trauer" zu verarbeiten, denn
der Drops ist zuzusagen gelutscht.
Er hat ein 3 Kind verneint und Ihn überzeugen bringt überhaupt nichts, da du immer im Hinterkopf hättest, dass dieses Kind nicht von Beiden gleichermaßen gewollt war!

Zudem sind seine Wünsche und Entscheidungen ebenso wichtig für eine harmonische Partnerschaft wie Deine.
Also verurteile deinen Mann nicht allzu hart und schieb ihn nicht weg.

Du scheinst mir nämlich ansonsten glücklich mit deinen Mann zu sein. Das aufs Spiel zu setzen, wäre sehr leichtsinnig (auch gegenüber deinen Kinder).

Deine Familie ist gesund, ihr habt keine finanziellen Sorgen, ein schönes Heim, einen Arbeitsplatz. Es gibt doch sicherlich auch andere Wünsche auf die man sich zusammen konzentrieren könnte ?

Vielleicht solltest du nicht ewig deinen unerfüllten 3 Kinderwunsch in den Fokus eurer Beziehung stellen, sondern dein ganzen Leben betrachten. Dich auf die positiven Dinge konzentrieren und versuchen sich daran mehr zu erfreuen.

Ich wünsche Euch 4 alles Gute
 
  • #55
Klar will ich mich nicht deswegen trennen (wo hab ich das geschrieben?).
Ausschalten kann ich das trotzdem nicht.
Okay, angenommen es geht dir wirklich "nur" darum, einen Weg zu finden damit klar zu kommen, dann wäre meine Idee folgende.

Ich glaube im Moment kreisen deine Gedanken so sehr um ein drittes Kind, dass du gar nicht mehr fühlen kannst, wie schön das Leben ist! Versuche doch mal bewusst zu genießen, wie schön das Leben ist (gerade mit schon größeren Kindern, weil man wieder mehr Freiheit genießen kann). Beschäftigt euch mit den Kindern, geht zu zweit miteinander spazieren, genießt eine Paar Massage oder geht mal wieder schön essen und danach ins Kino. Gehe zum Sport, tue was für dich, treffe eine Freundin, tue was dir Spaß macht. Einfach wieder bewusst Leben... Das wäre mein Rat an dich! Den Gedanken "Kind" los lassen und dich wieder mehr auf deine Partnerschaft konzentrieren.

Was deine Ehe an geht, ist es fünf vor zwölf was zu tun. Suche nochmal das Gespräch mit deinem Mann, sag ihm dass du aufgrund seines Verhaltens fest mit einem 3 Kind gerechnet hast, aber dass er und eure zwei Kinder dein Lebensmittelpunkt sind und es für dich das schlimmste wäre, wenn ihr beide euch heute verliert.
Gib deinem Mann das Gefühl, das du ihn willst, als Partner und nicht als Erzeuger und das du sehr wohl ohne ein weiteres Kind leben kannst, auch wenn es dauert sich an den Gedanken zu gewöhnen. Und noch ein Rat, um die Sexualität wieder zu beleben. Wenn es dir wirklich ernst ist und du ohne 3 Kind leben kannst, dann biete deinem Mann an sich sterilisieren zu lassen. Damit ist der Druck aus dem Thema raus und ihr könntet euch wieder als Paar finden.
Eine Steri beim Mann ist keine so große Sache und finanziell stemmbar. Deinem Mann würde es sicher helfen sich neu auf dich einzulassen, denn sein Vertrauen scheint im Moment dahin zu sein und er kein Risiko eingehen wollen, dass vielleicht doch noch ein "Unfall" passiert.

Wärst du bereit dazu, diesen Schritt mit deinem Mann zu gehen? Überprüfe dich selbst, ob du wirklich los lassen und einen Weg finden willst?!
 
  • #56
Liebe FS,
als Kinderlose habe ich natürlich erhebliche Probleme einen Wunsch nach dem 3. und 4. Kind nachzuvollziehen, zumal ihr beide berufstätig seid.
So viele Kinder kenne ich nur von Familien, wo von vornherein von beiden klar vereinbart war (ab 1. Kind): der Mann verdient genug für eine große Familie, die Frau soll zuhause bleiben, um sich um die Familie zu kümmern und dem Mann für seine Karriere den Rücken freizuhalten.

Selbst bei dieser Vereinbarung war oft nach dem 2. Kind Schluss, weil sich mit 2 real existierenden Kindern zeigte, dass man nicht nochmal mit durchwachten Nächten und Windeln wechseln anfangen will, sondern mit den vorhanden Kindern eben das Leben führen, was mit ihnen geht, statt noch weitere Jahre auf Baby-kompatibler Lebensweise zu verharren.
Mit dieser Argumentation könnte ich eine Meinungsänderung Deines Mannes zu Kind 3 und 4 akzeptieren.

Nicht akzeptabel bei solchen relevanten Lebensthemen finde ich aber:
Jetzt sagt er, er habe da nur mitgemacht, weil er keine Trennung wollte ubd dachte, der Kinderwunsch würde nachlassen.
Das ist eine ganz miese Lügennummer, dem Thema in keiner Weise angemessen.
Da stellt sich direkt die Frage: wo schlawienert er sich sonst noch durch und damit ist das Vertrauen im Eimer.

... Jetzt will er nach zwei Jahren "nicht jetzt" nicht mehr (weil ich zu viel genervt hab...
Grund: mein Mann sagt, er hat das Gefühl, dass er eine Pflicht hätte.
Das sind extrem schwache Argumente und ich könnte es nicht ernst nehmen, vor allen Dingen "weil Du zuviel genervt hast. Du bist seine Ehefrau und es liest sich so, als würde er ein bockiges Kind abstrafen wollen. Das ist ein inakzeptabler Umgang mit dem Thema.
Er hat doch jetzt schon ausreichend Pflichten und trotzdem reichlich Freiheiten. Durch ein 3. Kind ändert sich für ihn nicht viel an seinen Pflichten.

ich kann die Pille nicht nehmen, also haben wir nach der letzten Spirale übergangsweise mit Kondomen verhütet
Wenn ihm klar ist, dass er keine Kinder mehr will, dann kann er sich ja sterilisieren lassen, ist beim Mann nur ein kleiner Eingriff.

ch hätte das sehr gerne nochmal genossen mit ihm, so gesettlet wie jetzt, wir so ein eingespieltes Team sind.
Ok, das kann ich nachvollziehen. Insbesondere die Frauen raspeln sich bei den ersten Kindern auf, wenn Berufsstart und Familiengründung unmitttelbar aufeinander folgen.
Ich kenne von einigen Freundinnen, dass dann mit 40+ ein Nachzügler kam, um das Elternwerden ohne finanziellen und Jobdruck (bereits voll etabliert) nochmal geniessen zu können.
Das ist ubrigens, obwohl von beiden gewünscht nicht in allen Fällen so gut ausgegangen wie vorher geplant. Die Wirklichkeit mit 3 Kindern (großer Altersunterschied) ist anders als der gute Plan.
 
  • #57
Durch ein 3. Kind ändert sich für ihn nicht viel an seinen Pflichten.
Natürlich tut es das. Die Pflichten sind nicht nur hier und jetzt, sondern auf die nächsten mindestens 25 Jahre zu sehen. Die Kosten für das Kind tragen sich nicht von alleine. Auch nicht die eventuellen Probleme, die noch kommen, lösen sich nicht von alleine. In deiner Welt vielleicht. Selbst kinderlose Menschen sollten in der Lage sein, zu begreifen, dass das Leben der Eltern auch nicht stehen bleibt. Und manche möchten eben nicht, dass ihr Leben bis ins Alter und bis zu ihrem Tod nur aus Verpflichtung und Sorge für die Kinder besteht, sondern haben irgendwann einfach genug an Belastung im Job und Kleinkinder- und Teenager-Stress mit allem, was dazu gehört.
 
  • #58
Natürlich habt ihr das Thema mal vor Jahren besprochen und wolltet 3 oder vier haben. Jetzt will er nicht mehr. Punkt. Du willst noch immer mindestens ein Drittes. Ebenfalls Punkt. Jetzt ist die Frage, ob die Fronten schon richtig verhärtet sind. Es ist meiner Ansicht nach unfair, Dir allein zu sagen: sei doch endlich zufrieden. Das ist die eine Seite. Die andere: Was gibt Dir das Dritte Kind, das du angeblich vermisst, obwohl Du keines hast. Ist es allein ein: "ich wollte es immer und dabei bleibt es". Ist es ein Machtspiel, welche Funktion erfüllt das dritte Kind, welchen bei Dir vorhandenen Mangel füllt es aus?
Fragen zu deinem Mann hätte ich auch. Aber der schreibt hier nicht

M 47
 
  • #59
Durch ein 3. Kind ändert sich für ihn nicht viel an seinen Pflichten.
Ein weiteres Kind würde selbstverständlich beide betreffen & nicht nur die FS, selbst wenn sie die Hauptbetreuung übernimmt. Er nimmt dann automatisch wieder die Versorgerrolle ein, da sie vermutlich beim Kind bleiben wird, alles dreht sich die erste Zeit um das Baby, noch mehr & länger Verantwortung, wie schon irgendwo gesagt wurde, wird Urlaub & Verreisen auch nicht einfacher & günstiger mit steigender Anzahl an Kindern, etc.. Kinder benötigen viel Zeit & Geld bis sie erwachsen sind & für sich selbst sorgen können.

Einige machen mit 15 eine Lehre & sind mit 18 aus dem Haus, andere studieren bis Mitte 20 oder länger..
Angenommen letzteres würde zutreffen, dann wäre die FS 62 wenn das 3. Kind 25 ist.
Wie alt ihr Mann ist weis ich nicht, aber kann mir gut vorstellen, dass nicht jeder bis zu diesem Alter noch für andere verantwortlich sein, sondern auch mal endlich für sich leben will, nachdem die Karriereziele erreicht & die Kinder groß sind. Das eigene Geld mal für sich ausgeben, sich Dinge ansehen & erleben.
Vielleicht würde er lieber etwas anderes mit seinem zukünftigen Leben anfangen, außer immer nur Arbeiten um Kinder groß zu ziehen & zu unterstützen bis zur Rente..
 
  • #60
welche Funktion erfüllt das dritte Kind, welchen bei Dir vorhandenen Mangel füllt es aus?
Dein Leben, deine Gedanken kreisen im Moment nur um Familie, Kinder, Mutterglück. Ein deutlich eingeengter Fokus, jeder merkt das, nur du nicht. Dreifach schade.

Zum einen, weil du das Glück, das du hast, nicht siehst, nicht lebst, nicht genießt, nicht genügend zu schätzen weist. Da würde ich anfangen. Deinem Mann mal ein ehrliches Danke sagen dafür, dass ihr so ein gutes Team seid. Dafür, dass er dir augenscheinlich sehr oft entgegengekommen ist, sogar zur Paartherapie kam (auch wenn dir das Ergebnis nicht zu passen scheint). Erfülle deinen beiden Kindern mal einen Herzenswunsch, speziell einen, der nicht so brav ins Familienkonzept passt.

Zum Zweiten, weil du die vielen anderen Facetten, die das Leben schön machen, zu vernachlässigen scheinst. Mal allein etwas unternehmen und entdecken. Mal wieder Frau sein, sich reizvoll zu kleiden und euer Sexleben prickelnder zu machen. Mal wieder mit Freundinnen weggehen, lachen, sich die schönen Zeiten zurückholen, in denen du keinen Mann und keine Familie hattest. Mal etwas ehrenamtlich machen oder einfach so für andere, denen es schlechter geht, ohne etwas zurückbekommen zu wollen.

Zum Dritten, weil du nicht ansatzweise merkst, wie verbissen du deinen Kinderwunsch, der eher an eine "Glücks-Forderung" erinnert, durchsetzen willst und wie eklatant du mit diesem Anspruchsdenken eure Partnerschaft und das Familienglück gefährdest!