• #1

Wie kann man ein schönes Zusammenleben fördern?

Meine Freundin (32) zieht jetzt für drei Monate bei mir Probeweise ein. Ich möchte gerne das Sie sich in meinem Haus wohlfühlt und es zu Ihrem Haus wird. Ich habe dieses Haus vor 5 Jahren gekauft und würde es gerne behalten, da ich mir nie wieder so etwas leisten könnte und auch mit ihr zusammen wäre so etwas nicht noch einmal möglich, da ich dieses Haus günstig durch die Familie gekauft habe.
Ich vermute, Sie will nicht ihre Stadt und ihre Freunde verlassen, obwohl die nur 30 Minuten Fahrzeit entfernt leben.
Nun hab ich drei Monate Zeit mein Schatz davon zu überzeugen, dass es schön bei mir ist und auch wenn ich ihr schon gesagt habe, dass wir alles renovieren könnten, zubauen oder verändern.
Das kann ich das natürlich nicht in den ersten Monaten machen, wo Sie nur zu Probe bei mir einzieht. Ich würde jede Mauer für Sie einreißen und jedes Möbelstück von Ihr hier platzieren, mein einziger Wunsch ist, dass Sie dem Haus eine echte Chance gibt und nicht verlangt ich ziehe in ihre Stadt in eine gemeinsame, neue Wohnung, nur weil das dann ein neuer Start ist.
Habt ihr eine Idee, wie ich Ihre Mauern brechen kann, damit Sie nicht so voreingenommen an das Haus rangeht und Sie sich nicht wie drei Monate als Gast fühlt.
Ich würde für meine Freundin alles aufgeben ohne wenn und aber, aber vielleicht könnt ihr verstehen, dass ich es nur schweren Herzens dieses Haus verlassen möchte.
 
  • #2
Hallo lieber FS, ich bin in einer ähnlichen Situation ,wir sind nur etwas älter. Mein Partner würde es auch sehr schätzen, wenn ich zu ihm ins Haus ziehe, ich wohne auch in der Stadt und habe eine sehr schöne Wohnung. Leider werde ich dies niemals tun, was ist wenn mit ihm mal was ist....und ich habe meine schöne Wohnung aufgegeben. ...Dann stehe ich da. Also ich kann dich sehr gut verstehen aber deine Freundin auch. Ich würde es besser finden, man baut sich zusammen etwas neues auf. LG
 
  • #3
Hallo Benny, eine wirklich gute Frage. Also ich habe auch ein Haus gekauft und weiss, wie viel Kraft es bedarf (als Frau mit zwei Kindern )zu renovieren. Es macht auch Spass und bei der Bauerei sieht man Ergebnisse und das Haus ist ein bleibendes Heim, nie wieder Umzug, nie wieder Mieterhöhungen.
Ich kann mir vorstellen, dass Deine Freundin sich freuen würde, mit Dir zusammen etwas aufzubauen.
Biete Ihr an, dass sie Miteigentümerin wird, das heisst, Notar und Grundbucheintrag, das sollte Sie überzeugen.
Wenn Sie das ausschlägt, dann ist Sie nicht die richtige Frau.
 
  • #4
Hallo,

ich finde die Überschrift etwas missverständlich, denn es geht nicht um "schönes Zusammenleben fördern" sondern darum wie du deine Freundin von deinem Modell überzeugen kannst.

Prinzipiell bist du ja schon auf sie zugegangen indem du ihr eine Umgestaltung des Hauses ermöglichen möchtest (falls ihr da dauerhaft wohnt) umgekehrt ist sie mit dem Probewohnen sicher auch auf dich zugegangen.

Ich würde an deiner Stelle nicht versuchen sie noch mehr zu Überzeugen, insbesondere da das schnell zu einem Bedrängen werden kann. Du möchtest ja sicher auch, dass sie diese Entscheidung, wenn mit einem guten Gefühl tätigt und nicht weil sie sich etwas unter Druck fühlt oder meint es dir schuldig zu sein.

Außerdem muss man ein Haus doch nicht gleich verkaufen, es besteht doch immer noch die Möglichkeit es zu vermieten und sich zunächst als Paar selbst etwas zur Miete zu suchen.

LG Gallifrey
 
  • #5
Ja lieber Benny85. Das kann ich verstehen. Aber jetzt gilt einmal "Ball flachhalten". Lass sie mal einziehen und "fühlen".
Falls es gar nicht geht für sie, dann wäre vielleicht noch eine Lösung, das Haus einmal zu vermieten für eine bestimmte Zeit. Ihr zieht in die Stadt und dann mit der Familienplanung würde das Haus vielleicht wieder näher rücken.
Abgesehen: wenn das Haus so ein Hotspot ist, könntest du es sicherlich zu einem supertollen Preis verkaufen und somit dir auch eine andere Immobilie leisten, wo es teurer ist.
Ich denke, es gibt schon Möglichkeiten, allerdings ist ein vorübergehender Kompromiss wie oben erwähnt vielleicht der Preis dafür.
 
  • #6
Lieber FS,

ich finde es wunderbar und beachtenswert, wie du auf deinen Schatz eingehen möchtest. Es ist schön zu lesen...
Dennoch möchte ich dir raten, einen Punkt zu setzen. Auch deine Liebste sollte von sich aus, kompromissbereit auf dich eingehen, ohne dass du Purzelbäume schlagen musst. Dazu gehört Wertschätzung deines Hab und Gutes und auch sonst.
Achte in den drei Monaten darauf, dass sie ihre Duftnote einbringen kann und ganz wichtig, feiert mit euren Freunden zusammen in diesem Haus. Einen Grund zum Feiern wird sich immer finden lassen. Versucht ein WIR zu leben, inklusive Freunde und Familie.
Wenn sie Ideen zum umgestalten hat, legt Hand an, gemeinsam.

Viel Erfolg und berichte mal....
 
  • #7
mein einziger Wunsch ist, dass Sie dem Haus eine echte Chance gibt
Das ist ein verständlicher Wunsch. Wichtig ist, dass du ihn entspannt siehst und äußerst. Denn sobald Druck dahinter kommt, wäre es kein Wunsch mehr, sondern eine Erwartung, eine Pflicht, eine Notwendigkeit und ihrerseits kein freier Wille mehr, sich darauf einzulassen.

Daher mein Rat: Bitte kein Krampf beim Renovieren, kein übertrieben- aufmerksames, kein künstlich -freudiges Zusammenleben Kurz: kein "Es muss gelingen, sie zu überzeugen". Es muss nämlich gar nichts.

Vielleicht solltest du ihr zuerst zeigen, dass du loslassen kannst. Immerhin hättest du ja finanziell Gewinn gemacht, wenn das Haus ein Schnäppchen war und du es weiterverkaufen würdest.

Wie lange bist du schon mit deiner Freundin zusammen, wie lange liegt der Hauskauf zurück? Es klingt so, als wäre dieses Haus nicht zeitgemäß saniert, so, als hielte es dem Vergleich mit einer normalen Mietwohnung nicht stand. Ist das so und wenn ja warum?
 
  • #8
Du solltest ihr signalisieren, dass du bereit bist, auch weiterhin regelmäßig Zeit in "ihrer" Stadt mit ihren Freunden zu verbringen - z.B. auch die Autofahrt übernehmen würdest oder nichts dagegen hast, wenn sie dort mal ausgeht und bei Freunden übernachtet. Sie darf sich nicht so fühlen, als wäre sie "in die Einöde" gezogen.
 
  • #9
Ich kann dich gut verstehen. Gerade in Zeiten wie diesen (sehr hohe Miet- und Kaufpreise) ist es viel wert, eine günstige Immobilie zu besitzen. Mir wären 30 Minuten Fahrzeit nicht zu viel. Das ist ja quasi um die Ecke. Aber letztlich ist es ihre Entscheidung. Wenn sie partout nicht will, wirst du sie nicht überzeugen können.
 
  • #10
Ich würde dir raten, diese Probemonate erstmal rankommen zu lassen und so authentisch wie möglich zu leben, so dass sie sich das realistischste Bild machen kann. Danach werden höchstwahrscheinlich viele Unklarheiten beseitigt sein.
 
  • #11
Ich würde an deiner Stelle das Haus verkaufen/vermieten und mit ihr zusammen in eine neue Wohnung ziehen. Das wäre ein wirklich neuer Start für euch beide. Dieses Haus hast du vor 5 Jahren gekauft. Das ist voll beladen mit schlechten Erinnerungen und Problemen. So wie es klingt, muss es auch renoviert werden, das kostet alles Zeit und Geld, was man auch nicht in großen Mengen hat und bis alle Wände gerückt und abgerissen sind, ist alles wieder vorbei. Die Unzufriedenheit ist vorprogrammiert und kann und wird sich zu einem echten Konfliktfaktor entwickeln. Beiße in den sauren Apfel und springe über deinen Schachten.
 
  • #12
Lieber FS,
Du willst "Schöner Wohnen" fördern mit Deinen angedachten Maßnahmen - schönes Zusammenleben erreichst Du dadurch nicht, denn das ist was ganz anderes.

Du willst sie durch "du kannst hier machen, was Du willst" überzeugen, ein Leben aufzugeben welches sie liebt. Ich denke, das gelingt nur auf Zeit und dann kommt die Ernüchterung wenn das alles Alltag und gewöhnlich ist.
Kein Haus kann ihr Freunde und ein Lebensumfeld ersetzen, was sie will.

Habt ihr eine Idee, wie ich Ihre Mauern brechen kann, damit Sie nicht so voreingenommen an das Haus rangeht und Sie sich nicht wie drei Monate als Gast fühlt.
"Ihre Mauern brechen" klingt martialisch, ist in einer Beziehung auch der komplett falsche Ansatz. Ich hoffe, die Formulierung entspringt Deinem bauluchen Engagement.

Euer Vorgehen finde ich eine gute Idee: sie zieht 3 Monate zu Dir und probiert, ob sie so/dort leben will.
Ich würde vorher garkein Hallas drum machen und gemeinsam mit ihr planen, was sie gern anders hätte wenn sie dort ist - dann aber nicht nur labern sondern machen.
Was bringt es Dir, wenn Du alles für ihren Bedarf zurecht machst, es Dir aber nicht gefällt und nach 2 Jahren geht sie zurück in die Stadt?

Mein Mann hat ein Haus auf dem Land (alpenlaendischer Stil, entsprechend möbliert), was ich mir nicht gekauft hätte und so möbliert schonmal garnicht. Ich hatte einen Beton-Glaswuerfel hingesetzt und ihn adäquat eingerichtet.
Trotzdem ziehe ich hin - nicht mein Geschmack ist janicht identisch mit grauenvoll.

Ich bin der absolute Stadtmensch und ziehe aufs Land. Dieser Mann macht mir alles angenehm durch seine Existenz, nicht weil er mir alles Recht macht.
Seine Familie und Freunde haben mich herzlich aufgenomnen und integrieren aus meinem Leben wen sie kennenlernen - dito umgekehrt.
Darauf kommt es an: am neuen Ort gern leben zu wollen. Dafür musst Du nicht viel tun, wenn sie Dich liebt und Du gut zu ihr bist - weder ihre noch tragendes Mauerwerk wegreissen.

Ich habe mich nie als Gast in seinem Haus gefühlt sondern hatte immer die Einstellung: das wird unser geneinsames Zuhause, wenn wir zusammenbleiben.

Ich würde für meine Freundin alles aufgeben ohne wenn und aber, aber vielleicht könnt ihr verstehen, dass ich es nur schweren Herzens dieses Haus verlassen möchte.
Finde ich eine schwierige Einstellung und würde ich nicht akzeptieren. Du hast das Haus extrem günstig aus der Verwandtschaft gekauft, vermutlich mit Verkaufsbindung sodass Du von einem guten Verkaufspreis nichts hast. Von einer emotionalen Bindung an das Haus und Dein Umfeld lese ich nichts.
Ueberleg' Dir gut, ob ein Haufen Steine mehr wert ist als Liebe.

Sein Haus war meinem Mann egal, nicht sein Arbeitsplatz, nicht seine Familie und nicht seine Freunde = Heimat. Das gab' den Ausschlag, warum ich mich bewegte. So wichtige Argumente hatte ich nicht. Ich bin deutlich bindungsloser als er.
 
  • #13
Ich finde immer noch, dass du nur deine Position siehst, auch wenn ich sie durch deine neuen Angaben mittlerweile besser nachvollziehen kann. (Hättest ja ruhig mal auf unsere Antworten eingehen können, anstatt dich zu verdrücken).

In deiner letzten Frage wohnte deine Freundin noch noch 1 Stunde entfernt, nun ist es angeblich nur noch 1/2 Stunde. Was stimmt denn nun? Redest du dir nicht vielleicht ihre Bedürfnisse klein, indem du alles relativierst?

Seh das Ganze von ihrer Seite. Frage sie, was ihr aus jetziger Sicht fehlen könnte und zieht Bilanz nach den drei Monaten. Was war gut, was war schlecht? Wenn du sie unterstützt, dass sie ihre Freunde und Kontakte nicht verliert, wird sie viel eher zustimmen als ohne.
 
  • #14
Meine Freundin (32) zieht jetzt für drei Monate bei mir Probeweise ein. Ich möchte gerne das Sie sich in meinem Haus wohlfühlt und es zu Ihrem Haus wird. Ich habe dieses Haus vor 5 Jahren gekauft und würde es gerne behalten, da ich mir nie wieder so etwas leisten könnte und auch mit ihr zusammen wäre so etwas nicht noch einmal möglich, da ich dieses Haus günstig durch die Familie gekauft habe.
Ich vermute, Sie will nicht ihre Stadt und ihre Freunde verlassen, obwohl die nur 30 Minuten Fahrzeit entfernt leben.
Nun hab ich drei Monate Zeit mein Schatz davon zu überzeugen, dass es schön bei mir ist und auch wenn ich ihr schon gesagt habe, dass wir alles renovieren könnten, zubauen oder verändern.
Das kann ich das natürlich nicht in den ersten Monaten machen, wo Sie nur zu Probe bei mir einzieht. Ich würde jede Mauer für Sie einreißen und jedes Möbelstück von Ihr hier platzieren, mein einziger Wunsch ist, dass Sie dem Haus eine echte Chance gibt und nicht verlangt ich ziehe in ihre Stadt in eine gemeinsame, neue Wohnung, nur weil das dann ein neuer Start ist.
Habt ihr eine Idee, wie ich Ihre Mauern brechen kann, damit Sie nicht so voreingenommen an das Haus rangeht und Sie sich nicht wie drei Monate als Gast fühlt.
Ich würde für meine Freundin alles aufgeben ohne wenn und aber, aber vielleicht könnt ihr verstehen, dass ich es nur schweren Herzens dieses Haus verlassen möchte.

Für Singles und kinderlose Paare finde ich ein ländliches Haus unattraktiver als eine schöne Stadtwohnung.

Für junge Familien und Pärchen die dies werden wollen ist ein Haus dagegen meistens ein Traum, insbesondere wenn es schon weitgehend abbezahlt ist.

Wie stehst du bzw. Ihr zum Thema Familiengründung? Heirat und Kinder? Mit 32 macht sich deine Freundin dazu sicher den einen oder anderen Gedanken.

Hier kannst du einhaken. Heirat und Kinder sind ein Thema welches ihr vielleicht in einen Jahr anpacken könntet, wenn es mit dem gemeinsamen Wohnen gut läuft.

Wenn du da aber zögerlich bist oder sie doch eher das Partygirl ist, welches sich eine Familiengründung überhaupt nicht vorstellen kann ist so ein Haus, welches noch nicht einmal anteilig ihr gehört, für sie nicht attraktiv.

Speziell wegen der Eigentumsverhältnisse, würde eine Heirat sie bedingt absichern. Sie und nicht andere Verwandte von dir würden im Todesfall erben. Keiner kömnte sie hinaus werfen.

Wie gesagt Heirat und Kinder nicht im nächsten halben Jahr. Aber eine klare Planung mit genauen Zeiträumen innerhalb von ein bis zwei Jahren wäre hilfreich.
 
  • #15
Ich glaube, das Problem ist diese Bedinungslosigkeit: "Ich will hier nicht weg. Ich kann hier nicht weg. Ich kann mir nie wieder so ein Haus leisten." Damit beraubt man sich selbst aller Möglichkeiten im Leben und lebt niemals eine erfüllte Beziehung. Deine Freundin wird den Druck und deine Grenzen spüren und dass mit dir nicht viel wilde Freiheit, Abenteuerlust und kreative Möglichkeiten im Leben offen sind. Du bist vielleicht ein toller Mann für sie, aber da wird immer im Hinterkopf sein, da ist vielleicht noch was anderes, besseres irgendwo da draußen ... jemand, der nicht so starr an seinen Prizipien hängt.

Ist die Welt wahrlich so klein für dich? Ist für dich alles so beschränkt? Ein Haus kann man auch wieder verkaufen, wenn man es pfleglich herrichtet. Das ist doch alles kein Problem, wenn man sich die Grenzen nicht selben so eng setzt, als wäre das Leben beschränkt!

Ganz ehrlich, das Einzige, womit du es deiner Freundin schön machen kannst ist: Für alle Möglichkeiten des Lebens offen zu sein. Wenn sie aber den Druck spürt, dass bei dir alles konsequent starr und unbiegsam ist, dann wird das Leben mit dir keinen Spaß machen, weil das Leben damit berechenbar wird. Du wirst berechenbar. Eure Liebe wird berechenbar.

Das wäre der erste Schritt. Der zweite Schritt wäre, dass ihr nicht aufeinander hängt, auch keine 3 Monate jetzt zusammensitzt, sonst kann die Beziehung schnell ausgelutscht sein, weil man es gleich übertreibt und was "testen" will. Solche Tests gehen also schief.
Ich würde einfach mal eine Woche testen. Meinetwegen auch zwei Wochen, und zwar dass du normal arbeiten gehst und ihr einen ganz gewöhnlichen Tagesablauf führt, ohne jetzt romantisch viel aufeinander zu hängen oder Sex zu haben. Das alles hört spätestens nämlich dann auf, wenn man sich jeden Tag sehen muss, also würde ich schon mal testen, ob eure Beziehung auch als Alltag ohne Romantik bestand hat.

Wenn sie sich nicht als Gast fühlen will, dann übernimmt sie den Haushalt für euch beide, du gehst arbeiten. Es wird eingeteilt, was jeder jeden Tag für Aufgaben zu machen hat. Keiner darf seine Hobbys vernachlässigen. Die Wochenenden verbringt man meist getrennt, einfach um 1x die Woche etwas für sich alleine oder mit seinen eigenen Freunden zu machen, um wieder Kraft zu tanzen und neue Inspiration zu bekommen.
 
  • #16
Ich würde für meine Freundin alles aufgeben ohne wenn und aber, aber vielleicht könnt ihr verstehen, dass ich es nur schweren Herzens dieses Haus verlassen möchte.

Junge, sei ein Mann! Du trittst hier s Bittsteller auf.

Die Dame darf froh sein for free in einem Haus zu leben. Dreh den Spieß um und zeige ihr, dass sie auch um Dich kämpfen muss! Sonst wirst Du komplett uninteressant für sie...

M, 39
 
  • #17
Probewohnen ist eine super Idee!
Es geht Dir darum, wie Du diese 3 Monate gut gestalten kannst, oder?
Ok:
- Entferne, falls vorhanden, alle Andenken an ihre Vorgängerin (klingt selbstverständlich, ist es aber leider nicht).
- schaffe Platz für ihre Lieblingssachen damit sie sich heimisch fühlt.
- schau mit ihr Wohnzeitschriften an um ihren Geschmack kennenzulernen und um mit ihr von Veränderungen zu träumen (es muss kein neues Haus sein damit Ihr Gemeinsames erschaffen könnt).
- versuche, Dich an ihr Maß an Ordnung/Chaos anzupassen (außer beim Thema "Geld" liegt hier dad größte Streitpotential)
Und dann...habt eine gute Zeit! Ich drücke mal die Daumen.
 
  • #18
Junge, sei ein Mann! Du trittst hier s Bittsteller auf.

Die Dame darf froh sein for free in einem Haus zu leben. Dreh den Spieß um und zeige ihr, dass sie auch um Dich kämpfen muss! Sonst wirst Du komplett uninteressant für sie...

M, 39

Sehe ich anders. Da kommt mal eine auf den ersten Blick männliche Perle vorbei, erfrischend anders, und es wird sofort angeprangert.
 
  • #19
Hallo Benny,

mein Rat: gar nicht viel machen.
Klar sollte sie in den 3 Monaten nicht über alles mögliche von deinen Exen stolpern. Auch ein paar Blumen kannst du für sie hinstellen. Und ihr Platz machen - im Bad, im Schrank ......
Ansonsten - lass dein Haus und die Umgebung auf sie einwirken. Passt ihr zusammen, wird sie Schönes an der Situation finden. Und nein, zum Notar geht man in dieser Phase noch nicht.
Nutze auch du diese 3 Monate - denn nicht nur du und dein Haus, sondern auch SIE ist in der Probezeit.
Eine gute Idee ist meiner Meinung nach eine Party mit deinen und ihren Freunden. Aber patsche die 3 Monate nicht mit zig Highlights voll ... sondern lass ihr die Zeit, jeden Winkel selbst zu entdecken. Redet bei Halbzeit mal ernsthaft über ihre Eindrücke. Und über deine.

Du kannst ihr zeigen, warum du dein Zuhause magst - aber viel wichtiger wäre es, wenn sie deinen Garten oder was auch immer lieben würde.
Viel Glück
 
  • #20
Meine Freundin (32) zieht jetzt für drei Monate bei mir Probeweise ein. Ich möchte gerne das Sie sich in meinem Haus wohlfühlt und es zu Ihrem Haus wird. Ich habe dieses Haus vor 5 Jahren gekauft und würde es gerne behalten, da ich mir nie wieder so etwas leisten könnte und auch mit ihr zusammen wäre so etwas nicht noch einmal möglich, da ich dieses Haus günstig durch die Familie gekauft habe.
Ich vermute, Sie will nicht ihre Stadt und
3 Monate Probewohnen wie sich das anhört für mich, ich komme mir vor, wie in einem Möbelgeschäft, wo man auch Probewohnen kann.
Du wirst mit dem Haus sie nicht gewinnen können.
Ich vermute, Sie will nicht ihre Stadt und ihre Freunde verlassen, obwohl die nur 30 Minuten Fahrzeit entfernt leben.
Nun hab ich drei Monate Zeit mein Schatz davon zu überzeugen, dass es schön bei mir ist und auch wenn ich ihr schon gesagt habe, dass wir alles renovieren könnten, zubauen oder verändern.
Für mich klingt das alles sehr kalt und lieblos, ich kann keine Liebe fühlen.
Ich würde jede Mauer für Sie einreißen und jedes Möbelstück von Ihr hier platzieren, mein einziger Wunsch ist, dass Sie dem Haus eine echte Chance gibt und nicht verlangt ich ziehe in ihre Stadt in eine gemeinsame, neue Wohnung, nur weil das dann ein neuer Start ist.
Es tut mir leid sagen zu können, dass ich keine Chance für sie sehe, bei dir zu bleiben, auch wenn das einige Schreiber hier anders sehen. Man bleibt nicht wegen Freunde das Partners, man bleibt nicht wegen der Familie des Partners, man bleibt nicht wegen dem Haus, Auto etc., auch muss man nicht unbedingt Grundbucheintrag wollen, man bleibt einzig alleine wegen der Liebe zum Partner!
Habt ihr eine Idee, wie ich Ihre Mauern brechen kann, damit Sie nicht so voreingenommen an das Haus rangeht und Sie sich nicht wie drei Monate als Gast fühlt.
Ich würde für meine Freundin alles aufgeben ohne wenn und aber, aber vielleicht könnt ihr verstehen, dass ich es nur schweren Herzens dieses Haus verlassen möchte.
Mit dieser Einstellung wirst du ihre Mauern nicht brechen können, wer möchte das schon so, das will sie auch garantiert nicht.
Und alles aufgeben ohne wenn und aber für den Partner ist keine gute Sache, ist sehr negativ und erzeugt Druck auf der anderen Seite. Der gesamte Beitrag ist sehr widersprüchlich und egoistisch, er gefällt mir nicht, habe kein gutes Gefühl dabei.
 
  • #21
Hochinteressante Konstellation. Hochbrisant.
Du möchtest verständlicherweise das Haus halten, in diesen Zeiten verständlich, aber steht das Haus sinnbildlich auch für Deine Lebenseinstellung? Möchtest Du möglichst auch "Dein Leben" behalten?
Und möchte sie ihr Leben ebenso behalten? 30 km Entfernung zu den liebsten Freunden sind nämlich ein Witz, wenn es um Liebe geht. "Liebe wird aus Mut gemacht" sang doch schon Nena.
Ob es sich um Liebe handelt, werdet Ihr beim Probewohnen merken. Falls es sich um Liebe handelt, dann werdet Ihr spüren, ob und was geändert werden darf und soll. Falls es sich nicht um Liebe handelt, wird die Liebe Euch in dieser Zeit "alles auf die Türschwelle legen, was ihr widerspricht"-und Ihr werdet es dort finden. Vorher mußt Du gar nichts verändern. Und bestimmt keine Mauern einreißen. Bleib´ locker. Alles ist gut. Sie kommt und sie darf sich umschauen. Wenn sie es nicht mag, soll sie zurückgehen, oder selbst die Ärmel hochkrempeln. Mache Dich nicht zum Affen.
Mag seltsam klingen, aber ich würde sie kommen lassen und erst einmal versuchen, die gemeinsame Liebe möglichst facettenreich zu leben. Daraus ergibt sich hoffentlich in Intimität, Innigkeit und natürlich auch bißchen Alltag die nötige Kreativität, um etwas Gemeinsames zu erschaffen. Das kannst Du jetzt noch nicht sehen. Laß´ Dich auf die Liebe ein, stoppe die Überlegungen in die Zukunft, bleibe dabei vernünftig. Ziele und schaue und spüre auf Euer Inneres, auf das Gemeinsame, Verbindende, die Freude. Das Äußere wird dann folgen. Oder auch nicht. Aber dann mußt Du Dein Haus auch nicht umbauen. Dann brauchst Du eine neue Frau.
 
  • #22
Ich möchte gerne das Sie sich in meinem Haus wohlfühlt und es zu Ihrem Haus wird.
Dann musst Du ihr auch ermöglichen, es einzurichten und Vorschläge zum Ändern zu machen. Allerdings fänd ich es jetzt schräg, wenn sie schon Mauern einreißen wollte oder einen Anbau plante.

Ich vermute, Sie will nicht ihre Stadt und ihre Freunde verlassen, obwohl die nur 30 Minuten Fahrzeit entfernt leben.
Wenn das so ist, kannst Du sowieso nichts machen. Dann wird das Haus nicht richtig sein, egal wieviele Wände eingerissen werden.

Dein Haus geht Dir über die Beziehung. Oder würdest Du mit ner Frau, von der Du nicht weißt, ob Du mit ihr ewig zusammenbleibst, ob Du Dich in ner Wohnung mit ihr wohlfühlst, irgendwohin ziehen? Ich denke, nicht. Von daher siehst Du schon, was Du von ihr verlangst, weil Du es ihr nicht geben würdest, und es klingt für mich aber, als wolltest Du die Beziehung unbedingt erhalten und deswegen alles mögliche tun, manipulieren, Dich in den Staub werfen, nur damit sie ins Haus zieht. Unterm Strich ist es Deine Unflexibilität, die Du selbst als Problem empfindest, bei gleichzeitiger Bedürftigkeit und dem Wunsch, dass sie nicht unflexibel sei. Ich schreibe das, weil sowas meist nicht funktioniert. Auf der einen Seite gibst Du ihr viel Macht, weil Du die Bez. so unbedingt willst, auf der anderen Seite willst Du Dich durchsetzen bei sowas Wichtigem wie Wohnort, weil Dir das Haus dann doch über die Bez. geht.

Wenn Du nun krampfhaft versuchst, sie zu überzeugen, klappt das garantiert nicht. Weil zu merken ist, dass Du Dich zurücknimmst und Dich irgendwie verstellst, damit Du Dich durchsetzen kannst.

Ich würde Dir raten, nicht was suggerieren oder manipulieren zu wollen, sondern zu gucken, was von ihr kommt, und darauf zu reagieren. Wenn Wohlwollen kommt, wirst Du wohl auch mal mit zu Ikea müssen, um irgendwas für die Wohnung zu kaufen. Nun ist die Frage, ob sie Dich neue Möbel kaufen lassen würde und nach 3 Monaten sagt "ach nee, doch nicht". Das könnte passieren, wenn Du die Bez. dominierst mit Deinen Bedürfnissen und sie zum Probewohnen überredet hast. Wenn sie dem nachgibt, sträubt sie sich ja innerlich doch dagegen und wird vielleicht durch Aktion wie Möbelkauf vor Dir und ihr selbst so tun, als wollte sie wirklich einziehen, aber sobald sie aus Deinem ausgeübten Druck entfliehen könnte, auch "abhauen". Ich geh jetzt davon aus, dass sie nicht leichtsinnig ist und Dich alles mögliche kaufen lassen würde, und sich dann erst überlegt, dass sie doch keinen Bock hat.
 
  • #23
Lieber Benny,

Du hast dein ehrliches Interesse an einer Zukunft mit ihr klar bekundet. Bist bereit für Renovierung/ Umbau etc. Nun ist es auch an ihr auf dich zu zukommen.
In jedem Fall rate ich dir den Druck raus zu nehmen. Biedere dich nicht an.

Es gäbe viele Möglichkeiten. Ihr könntet bei dir in Haus leben, ihr könntet es vermieten und von den Einnahmen was anderes mieten, ihr könntet gemeinsam schauen ob sie in der Nähe deines Hauses einen genauso guten Job findet wie in der Nähe ihrer jetzigen Wohnung, evtl könnte sie etwas weniger Stunden arbeiten (was den längeren Fahrtweg wieder gut macht) da sie sich ja die Miete spart oder oder oder. Ganz sicher gibt es eine Lösung die für BEIDE gut ist. Ihr müsst nur beide wollen und miteinander reden. Dann klappt das! ;-)
 
  • #24
Einerseits wirkst du ja sympathisch, aber insgesamt zu fordernd.

In deinem früheren thread lässt du deine Erwartungshaltung noch mehr raus (das fett betonte ist von mir, fand ich abwertend)
Ich bin 34 Jahre alt, männlich und bin seit knapp 2 Jahren in einer Beziehung mit einer liebevollen, lebenslustigen, hübschen Frau.
Leider will meine 31 jährige Freundin nicht in die Puschen kommen und wir Leben immer noch in einer Fernbeziehung ohne weitere Pläne für eine gemeinsame Zukunft.
Natürlich sage ich mir immer wieder, dass sogar wenn es noch zwei Jahre dauert, eine erfüllende und liebende Beziehung doch viel mehr Wert ist und die Qualität der Treffen durch eine Fernbeziehung besser ist, als sich jeden Abend nur für kurz zusehen.
Aber es entspricht nicht mein Naturell. Ich bin nicht Glücklich damit, meine Freundin nur ein bis zwei Mal die Woche zusehen. Ich bin sehr unglücklich darüber, wenn jeder am Ende des Tages vor seiner Couch allein sitzt. Meine Freundin wohnt eigentlich auch nur 1 Stunde von mir entfernt. Nur Sie will nicht den Weg in der Woche fahr aber ohne den ausdrücklichen Wunsch, dass Sie mich bei ihr haben möchte, lade ich mich natürlich nicht uneingeladen ein.
Ich wünsche mir Familie. Sie anscheinend auch, aber so wie es weitergeht, dauert das noch Jahre, bis diese Dame in die Pötte kommt.
Langsam glaube ich nicht mehr daran. Ich habe auch schon Ihr deutlich gemacht, wie wichtig mir in einer Beziehung Nähe ist und wie wichtig ich gemeinsame Zukunftspläne halte.
Mein Job ist sehr nervenaufreibend und ich habe einen hohen Posten und diese Beziehung beeinträchtig mich, indem mir es tatsächlich Kraft kostet, mich von ihr zu lösen. Dieses lösen von der Frau bedeutet aber für mich immer wieder emotionale Disztanz, da ich anders nicht damit klarkomme, auch/trotz genügend Hobbys und Aktivitäten außerhalb des Berufes. Mir scheint, diese Frau ist trotz meiner großen Liebe zu ihr, nicht die Richtige.

Meint ihr, ich sollte noch einmal das Gespräch suchen um ihr erneut meine Gefühle zu der Lage zu verstehen zu geben oder soll ich mich trennen um eine Beziehung zu finden, wo beide die gleiche Nähe brauchen?
Ich glaub, ich hab dich da schon gefragt, warum du nicht öfter zu ihr fährst.
Ich würde für meine Freundin alles aufgeben ohne wenn und aber, aber vielleicht könnt ihr verstehen, dass ich es nur schweren Herzens dieses Haus verlassen möchte.
Offensichtlich willst du gar nichts für sie aufgeben, was auch völlig in Ordnung ist, aber dann laber nicht rum, sondern rede Klartext. Du willst, dass sie zu dir zieht, andere Optionen gibts für dich gar nicht.

Ich finds trotzdem eine gute Idee, dass ihr jetzt mal probeweise zusammen wohnt, sie ist offensichtlich flexibler als du, aber geh das lockerer an und mach dir nicht so viele Gedanken, wie du es ihr schmackhaft machen kannst.
 
  • #25
Sehe ich anders. Da kommt mal eine auf den ersten Blick männliche Perle vorbei, erfrischend anders, und es wird sofort angeprangert.

Dauerhaft intakte Beziehungen verlaufen immer weitestgehend auf Augenhöhe. Wenn sich eine Seite - egal ob Mann oder Frau - zum Lackmeier macht wie hier der FS, sprich: in allen Punkten unterwürfig agiert nur damit er Sex bekommt, wird er dauerhaft hoch uninteressant.

M, 39
 
  • #26
Nun, irgendwann muss ein Paar, wenn es zusammen leben möchte, sich entscheiden, wo und wie.

Gerade wenn man nicht ganz jung ist, ist oft genug eine Immobilie vorhanden und dann ist diese Thematik nicht selten.
Analog bei Fernbeziehungen, auch da muss sich zumindest eine*r bewegen.

Sie ist bereit, es zu versuchen - bei Dir zu leben, in Deinem Umfeld, mit der Distanz zu ihren Freunden, und allem, was sie gewohnt ist. Eine 1/2h ist nicht viel, aber Freundschaften bekommen eine andere Qualität, wenn man nicht mehr vor Ort ist.

Ich finde sie sehr reflektiert, dass sie es erst einmal probiert - kann sie sich am Ort wohl fühlen, in Deinem Umfeld, mit Deinem sozialen Netzwerk, in Deinem Haus. Der große Härtetest, wie klappt der Alltag.
Da geht es um Finanzen, um Zeit für sich, für eigene Interessen, usw., um Arbeitsverteilungen, um Ordnungsstrukturen.

Dass man ein Haus nicht leichtfertig aufgibt und schon gar nicht, wenn es nicht etwas Adäquates geben kann, sollte verständlich sein.
Es ist auch nicht für jeden ein Traum, in einer Wohnung zu leben, oder in einer Stadt.
Ich gehöre zu diesen bizarren Menschen, ich brauche meine eigene Haustür, mag keine Treppenhaus- und sonstigen Ordnungen, keine Miteigentümerversammlungen. Und ich mag zwar Stadt, aber nur zum Besuch. Ansonsten liebe ich es, in 2min draußen in der Natur zu sein. (und mein Haus würde ich auch nicht aufgeben, das ist mein Zuhause, da hängt zuviel Herzblut daran).
Es hat nichts mit Prioritäten zu tun, @void, und einer Entscheidung, was ist wichtiger?
Es ist immer eine schwierige Entscheidung, die zusammen getroffen werden muss. Wer zieht um, wer gibt was auf, wer ist rational mobiler, viele Aspekte.
Die idiotischste Entscheidung wäre am Ende, Haus zu verkaufen, zu vermieten und in eine gemeinsame Mietwohnung zu ziehen...nur damit es was gemeinsam Erschaffenes ist. Man kann auch so Stück für Stück seine Duftmarken setzen, für Benny wäre dies ja keine Diskussion.

Benny, sie will es wagen, also bist Du ihr wichtig. Sie ist vernünftig, und sie möchte etwas Tragfähiges mit Dir, deswegen probiert sie.
Schau zu, dass sie ihren Platz findet.
Keine Relikte einer Ex, Platz in allen relevanten Schränken.
Lass sie ankommen, gib ihr auch bei Dir Freiräume, nicht 24/7h aufeinander glucken. Gebt Euch Raum, Euch aufeinander einzuspielen, das Miteinander.
Nimm sie mit zu Deinen Freunden, mach ihr die Türen auf, so wie sie es will, lass ihr ihr Tempo.
Gestaltet Euer erstes Weihnachten gemeinsam - falls es für Euch wichtig ist, Eure Dekoration, kauft sie z.B. gemeinsam neu, schafft Euch Eure Rituale, etc.

Dein guter Wille ehrt Dich, und über einiges sollte man reden, wenn man zusammen zieht. Aber es muss sich entwickeln dürfen, und vieles spielt sich ganz entspannt und locker ein.

Über Umbauten kann man sich Gedanken machen, wenn es soweit ist.
Notarielle Regelungen? Zu diesem Zeitpunkt? Absurder Gedanke.

Euch beiden viel Glück,
Das bekommt ihr hin, ihr seid beide reflektiert genug.

W,49
 
  • #27
Ich habe nochmals über deine Frage nachgedacht und habe auch darüber nachgedacht, wie es bei meinem Freund und mir war. Als wir jung waren, hatten beide jeweils ein Zimmer in der WG und eigentlich haben wir gar nichts gebraucht. Wir hatten uns und das hat gereicht. Wir hatten nicht einmal ein Doppelbett. Er kam immer zu mir und wir schliefen zusammen auf meinem Einzelbett, das regelmäßig zusammenkrachte :). Hm, Ich weiß nicht aber wenn die Wände und Möbel alles steuern, dann handelt es sich m. E. nicht unbedingt um eine Liebe. Ich möchte nicht sagen, dass es falsch ist, was Ihr vorhabt und sicherlich ist es sehr schön, wenn sie sich bei dir wohl fühlt und Gestaltungsmöglichkeiten hat und es ist auch sehr gut, dass du ihr dies ermöglichen möchtest aber Probewohnen hat bei mir ein komisches Beigeschmack. Es klingt für mich so, als ob du sie überredet hast. Es hört sich an, als ob sie es nicht wirklich will. Ich möchte persönlich nirgendswo Probewohnen. Probewohnen ist für mich eine Art zusammenwohnen auf Zeit und das Ende ist schon von Anfang an eingeplant. Ich denke, dass eine Partnerschaft letztendlich eine innere Entscheidung ist zu jemandem ganz laut und deutlich ja zu sagen, koste, was es wolle und bei euch ist irgendwie diese innere Entscheidung (noch) nicht da. Es ist eine" ja, vielleicht und mal schauen". Persönlich würde ich so etwas nicht mitmachen.
 
  • #28
Ich bin vor 5 Jahren ins Haus meines Mannes gezogen und JA...es ist mein Zuhause , in dem ich mich rundrum wohlfühle. Dazu mussten keine Wände eingerissen werden , es waren Kleinigkeiten, die zählten. Manches haben wir verändert , einiges so gelassen ,weil es Sinn machte. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, in diesem Haus willkommen zu sein , wir haben Freunde und Familie eingeladen und ich konnte meine Ideen einbringen.
Renne ihr nicht tagtäglich hinterher um zu fragen ,was sie gern anders /schöner /besser haben möchte. Bedränge sie nicht, lass ihr Raum für Ihre Ideen und Gedanken und Luft zum Atmen , dann wird sich alles finden , und dein Haus wird euer Haus.
 
  • #29
Warum muss sie denn unbedingt zu dir ziehen bzw. ihr zusammen wohnen?

Gibt es denn überhaupt eine gemeinsame Lebensplanung bei der ein Zusammenziehen sinnvoll ist, wie die Gründung einer Familie?

Ich würde an deiner Stelle ganz authentisch bleiben: dir ist das Haus wichtig, es gehört zu dir und somit gibt es eine Beziehung mit Zusammenziehen eben nur in diesem Haus.

Und ebenso solltest du dich verhalten: wenn du zB nicht übermäßig ordentlich bist, sie aber sehr, dann tu nicht so als wärest du es, denn du kannst dich nicht ein ganzes Leben lang verstellen, es würde langfristig nur zu Streit führen und du dich selbst unter Druck setzen.

Du bist wie du bist, mit allen Ecken, Kanten und kleinen Mängeln und genauso ist sie auch. Und nur wenn ihr euch gegenseitig akzeptieren und respektieren könnt, kann es langfristig gelingen.

Dass du den Umbau nach Ihren Wünschen gestalten willst... da bist du mMn schon viel zu weit gegangen. Es ist dein Haus und so sollte es in erster Linie dir gefallen.
Wenn eure Geschmäcker so verschieden sind, dann könntet ihr euch auch in keinem anderen Haus einigen.

Man kann doch nicht jedesmal, wenn man einen neuen Partner trifft seine ganze Finanzplanung über den Haufen werfen und von vorne anfangen?
 
  • #30
Meine Freundin (32) zieht jetzt für drei Monate bei mir Probeweise ein. Ich möchte gerne das Sie sich in meinem Haus wohlfühlt und es zu Ihrem Haus wird.

Da kannst du nur abwarten und Tee trinken, denn ob das Haus deiner Freundin gefallen wird und sie sich darin wohlfühlt, kannst du nicht beeinflussen. Wenn sie zum Beispiel gleich von Anfang an eine Aversion gegen das Haus, das Ambiente, die Umgebung hätte, würdest du sie auch in 3 Monaten nicht vom Gegenteil überzeugen können. Falls sie dann überhaupt 3 Monate bleibt.

Ich habe dieses Haus vor 5 Jahren gekauft und würde es gerne behalten, da ich mir nie wieder so etwas leisten könnte und auch mit ihr zusammen wäre so etwas nicht noch einmal möglich, da ich dieses Haus günstig durch die Familie gekauft habe.

Wenn du es so günstig gekauft hast, dann könntest du es doch sicher mit Gewinn wieder verkaufen, sofern es keine Bruchbude ist oder wäre die Familie dagegen, dass das Haus in fremde Hände kommt? Hast du es vielleicht nur unter einem bestimmten Vorbehalt zu diesem Schnäppchenpreis bekommen?

Habt ihr eine Idee, wie ich Ihre Mauern brechen kann, damit Sie nicht so voreingenommen an das Haus rangeht und Sie sich nicht wie drei Monate als Gast fühlt. ... vielleicht könnt ihr verstehen, dass ich es nur schweren Herzens dieses Haus verlassen möchte.

"...ihre Mauern brechen ...", was für eine Wortwahl?!

Du klingst sehr festgefahren, was dieses Haus angeht und machst dich schon im Vorfeld verrückt. Letztlich wird dir nichts anderes übrigbleiben als abzuwarten, wie das Haus auf deine Freundin wirkt und wie sie sich entscheidet.

Gefällt es ihr und kann sie sich vorstellen mit dir dort zu leben, ist für dich ja alles okay. Will sie das nicht, müsst ihr euch eben darüber unterhalten, wie und ggf. wo es mit euch weitergehen soll.

Nimm es mir nicht übel, aber du preist dieses Haus an wie Sauerbier. Damit kannst du leicht das Gegenteil von dem erreichen, was du eigentlich willst. Weniger ist manchmal mehr ...
 
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