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Gast

  • #1

Wie könnten sich Beziehungen verändern von gewaltvoll (latent bis offensichtlich) zu würdigend?

Es gibt genügend Ursachen, ich verstehe auch viele Zusammenhänge, seien sie soziokulturell bedingt, psychisch, ethisch, politisch... Wie lange brauchen wir noch - u. was konkret wichtiger ist - WIE könnten wir es zuwege bringen, uns selbst u. einander mit Achtung zu begegnen? Auch hier im Forum lese ich oft fassungslos und traurig von Frauen die mit sich selbst, mit anderen Frauen u. Männern acht(ungs)los, verächtlich umgehen und von Männern die sich selbst wenig oder nicht achten, andere Männer nicht lassen (können), die Frauen entwürdigen. Wie kann diese latente, offensichtliche, oft abgewiegelte Ver-Achtung zwischen Männern u. Frauen endlich ein Ende finden? Wie könnten Frauen u. Männer endlich die (verborgene, souverän wegdiskutierte, oft nicht gefühlte) Angst voreinander ablegen u. sich mit Respekt begegnen? Wie können Männer u. Frauen einander wirklich lieben lernen? Was meint ihr? (Frau, 56)
 
  • #2
Gerade hier im Forum habe ich den Eindruck, dass die Verachtung oft durch Verbitterung entsteht -- gegen solche Frustreaktionen ist wohl leider kein Kraut gewachsen.
 
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Gast

  • #3
Das ist wohl individuell unterschiedlich. Der/die eine muss lernen, zu sich selbst zu stehen, der/die andere das Gegenüber mehr wahr- und anzunehmen, darauf einzugehen. Eine wertvolle Hilfe bei beidem kann meines Erachtens das Studium der "gewaltfreien Kommunikation" (siehe z.B. G. Seils/M. Rosenberg: Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation, Herder TB) sein.
 
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Gast

  • #4
Obwohl ich auch mit Erstaunen festgestellt habe, dass in diesem Forum auf recht unterschiedlichem Niveau diskutiert wird und Intoleranz, Respektlosigkeit sowie Verachtung ein weit verbreitetes Phänomen ist, denke ich, dass man sich davon nicht provozieren lassen muss. Diese Menschen werden wohl in irgendeiner Weise schlechte Erfahrung gemacht haben. Damit müssen sie aber selber lernen umzugehen. Letztlich können wir die Welt nicht verändern und müssen wir auch nicht, denn letztlich macht sie diese vielen Facetten erst interessant.

Aber man kann als Individuum darauf achten, nicht den gleichen Weg einzuschlagen. Anstand und Respekt sowie Toleranz beibehalten, auch wenn man negative Erfahrungen im Leben gemacht hat. An dem Erlebten wachsen und sich weiterentwickeln anstatt in Frustrationen versinken. Man kann die anderen nicht ändern, man kann sie oftmals nicht einmal überzeugen, aber man muss sich ihnen auch nicht anschliessen. Es gibt viele Beispiele im Kleinen wie im Grossen, wo sich Frauen und Männer respektieren und achten. Wo Liebe zueinander vorhanden ist und gelebt wird. Orientieren wir uns besser an diesen Beispielen als an denjenigen, die uns hoffentlich fremd bleiben.
 
  • #5
Die Welt verändern ist genau der Punkt.Die Welt beginnt bei mir, ändere ich mich zum besseren ändere ich auch die Welt.Ich weiß das liest sich jetzt wie in einem schlechten Roman aber ich glaube,unsere Gesellschaft bewegt sich mit grossen Schritten in die falsche Richtung und ich kann nur mit meinen kleinen dagegen halten.Nichts zu tun andert auch nichts.
 
  • #6
Menschen die andere nicht achten, haben ihre selbstachtung schon vor langer zeit verloren.
 
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Gast

  • #7
Ja, ich meine auch, dass es die eigene Aggression ist, die mit andern aggressiv sein lässt. Hat ja auch schon jede/r erlebt: wenn ich glücklich bin, finde ich die Welt wundervoll und die schlechte Stiimmung und Laune anderer Menschen kann mich nicht beeindrucken. Wenn ich selbst aber nicht glücklich bin... dann ordnet sich das Weltgeschehen und das evtl. miese Verhalten anderer in meine derzeitige Laune sprich Auffassung ein und der Tag ist ein trüber.

# 1 Frederika: es ist also ein Kraut gewachsen. Nicht gegen die Verbitterung anderer. Aber doch dagegen, selbst bitter zu werden.

#4 petermcbauch: ich gebe dir völlig recht. Die Welt beginnt bei mir (siehe erster Absatz hier) und je freier von Gewalt ich bin, desto weniger verstricke ich mich mit anderen, egal, ob fort Gewalt ist oder nicht.

Spannende Frage bleibt weiterhin: WIE

Frau, 55)

Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg lernen? Sicherlich hilfreich
 
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Gast

  • #8
#5 richtig! Sehe ich auch so. Frage bleibt trotzdem: WIE kann Respekt entstehen oder wertschätzende Beziehung sprich Umgangsformen miteinander, wenn eine/r die Selbstsachtung schon längst verloren hat??

(Frau, 55)
 
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