• #1

Wie komme ich aus meiner unglücklichen Ehe?

Ich bin seit über 16 Jahren verheiratet, davon die ersten 10 Jahre sehr glücklich, obwohl wir kein Geld übrig hatten für Urlaub,.....
Seit über 3 Jahren hat meine Frau sich in verschiedene Süchte geflüchtet ( Magersucht, Alkohol, Zigaretten und Sex )
Sie hat Sex mit anderen Männern ( und Frauen ? ). Wir haben eine pflegebedürftige Tochter, die ich über alles liebe. Für mich steht fest, dass ich aus dieser Ehe raus muss, ich weiss aber nicht wie.
Wir haben erst vor ein paar Jahren ein Haus gekauft. Für mich sind materielle Dinge nicht so wichtig, aber ich bin 54 und werde keine ausreichende Rente kriegen. Wenn ich auch noch das Haus verliere droht mir die Altersarmut.
Andererseits fühle ich, dass wir alle 3 nur glücklich werden können, wenn ich gehe.
Gibt es da draußen jemanden, der mich versteht, der mir helfen kann, da heil rauszukommen, vielleicht eine Frau, die stark genug ist, mich auf dieser Reise zu begleiten?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Ich spreche mal (liebevoll gemeint) Tacheles mit Dir:
1. Hör auf zu Jammern und werde aktiv
2. Suche Dir Hilfe bei Beratungsstellen, Anwalt, Freunde etc.
3. Du bist ERST 54 und kannst jetzt nochmal anfangen!
4. Du musst diesen Schritt alleine gehen. Keine Frau dieser Welt wird dich auf diesem Weg begleiten. Da musst Du selber durch, mit eigener Kraft. Dann kannst Du stolz auf dich sein und aufhören zu jammern. Keine Frau will einen Mann der aus einer unglücklichen Beziehung kommt und sich gleich wieder in das nächste gemachte Nest setzt.
Alles kann geregelt werden. Das ist möglich wenn Mann will!
 
  • #3
Hi,
Wenn du ein so komplexes Thema hast, solltest du direkt ab zu einer oder mehrerer Beratungsstellen gehen. Die Themen musst du einzeln aufdröseln:
- Finanzen > Schuldnerberatung
- Süchte und Abhängigkeiten deiner Frau > Blaues Kreuz und andere, da kenne ich mich nicht aus, Google ist dein Freund
- Teilzeit-AE bei Behinderung des Kindes - müsste ich auch googlen

Der letzte Satz lässt mir allerdings die Haare zu Berge stehen! Bitte such dir keine Affäre oder neue Beziehung, die deine Probleme lösen soll! Dass wird nie und nimmer funktionieren!

Du solltest dir auch überlegen, warum deine Frau multipel abhängig wurde - klingt nach Flucht und Überforderung. Mit dem Hauskauf habt ihr euch anscheinend finanziell übernommen, da die Pflege der Tochter nicht zulässt, dass ihr mehr arbeiten könnt. Wie alt ist sie?
Fällt der Hauskauf zeitlich zusammen mit Beginn der Sucht deiner Frau?

Sortiere erst mal dein Leben, bevor du an eine neue Partnerin denkst, sonst kommst du immer tiefer in Probleme. Dass du dich trennen willst, kann ich sehr gut verstehen, aber das musst du als Single schaffen, mit Verwandten, Freunden und Hilfe unseres Sozialsystems. Du bist nicht allein.

Wünsche euch dreien alles Gute!

w35
 
  • #4
Gibt es da draußen jemanden, der mich versteht, der mir helfen kann, da heil rauszukommen, vielleicht eine Frau, die stark genug ist, mich auf dieser Reise zu begleiten?
Du suchst eine Frau, die deine behinderte Tochter pflegt, sich um deine drogensüchtige Noch-Ehefrau kümmert und nebenbei noch dein Haus abbezahlt?

Wie wäre es, wenn du erstmal euer Leben selbst auf die Reihe bekommst, bevor du eine neue Partnerin da mit rein ziehst?
 
  • #5
Vielleicht mal zur Familienberatung gehen? Wie alt ist deine Tochter und wer pflegt sie hauptsächlich? Arbeitet deine Frau? Bist du vollzeitbeschäftigt, arbeitet sie Teilzeit? Verdienst du nur mittelgut oder warum denkst du wirst du in der Altersarmut landen?

Habt ihr schon mal eine Paartherapie gemacht? Ist deine Frau in Behandlung? Eine neue Frau zu suchen wird nicht so einfach sein und auch nicht die Lösung für dich darstellen. Mittel wären halt deiner Frau zu helfen aus den Süchten herauszukommen, sollte das nicht praktikabel sein so wäre eine Beratung bei einem Scheidungsanwalt anzuraten.

Ist deine Frau ggf. einfach überfordert bei der Pflege eurer Tochter?
Wäre hier ein Ansatz, dass sie mal auf eine Kur oder eine Therapie geht?
 
  • #6
Ich weiss nicht, was vor drei Jahren passiert ist, aber offenbar ist deine Frau auch ganz unglücklich. Hast du sie betrogen? Hast du sie schwer verletzt? Es geht ihr so schlecht, dass ihr Leben ihr egal geworden ist, daher die schädlichen Süchte... Hast du mit ihr schon offen gesprochen? Ist da gar nichts mehr zu reparieren?
 
  • #7
Das klingt ja alles sehr verfahren, was sagt denn die Frau dazu? Für mich klingt ihr "Ausleben" nur wie eine Flucht vor der Alltagssituation. Wäre die Unterbringung der Tochter in einem Heim eine Lösung ? Ich kann mir gut vorstellen, dass die dauerhafte Pflege eine furchtbare Belastung ist.

Oder ist deine Frage eher, wie eine praktische Lösung einer Trennung aussehen kann?

Was ich nicht so ganz verstehe ist die finanzielle Sorge hinsichtlich des Hauses. Wenn es Großteils bezahlt ist, kannst du dir von deiner Hälfte eine Eigentumswohnung kaufen, wenn nicht, kannst du stattdessen eine Eigentumswohnung finanzieren.

Wenn du dich trennst, musst du halt eine Dimension kleiner denken und leben.

Allein braucht man ja auch nicht unbedingt ein Haus?
 
  • #8
Wir haben erst vor ein paar Jahren ein Haus gekauft. Für mich sind materielle Dinge nicht so wichtig, aber ich bin 54 und werde keine ausreichende Rente kriegen. Wenn ich auch noch das Haus verliere droht mir die Altersarmut.
Ich glaube du machst dir unnötige Gedanken, du solltest Schritt-für-Schritt deine Probleme lösen, als erstes Trennung, zweitens das Haus kann nicht entscheidend sein im Leben, es gibt viele Menschen die haben keine Häuser und drittens wird es immer eine Lösung geben in der Zukunft um existieren zu können.
Gibt es da draußen jemanden, der mich versteht, der mir helfen kann, da heil rauszukommen, vielleicht eine Frau, die stark genug ist, mich auf dieser Reise zu begleiten?
Du solltest die Trennung und alles aus eigener Kraft betreiben, das kann dich nur noch stärker machen!
 
  • #9
Für mich steht fest, dass ich aus dieser Ehe raus muss, ich weiss aber nicht wie.
Rein praktisch: ausziehen, Trennungsjahr abwarten, scheiden lassen.
Vorher vielleicht noch mal überlegen, woran das mit den Süchten liegt.

Wir haben erst vor ein paar Jahren ein Haus gekauft. Für mich sind materielle Dinge nicht so wichtig, aber ich bin 54 und werde keine ausreichende Rente kriegen. Wenn ich auch noch das Haus verliere droht mir die Altersarmut.
Die Altersarmut bessert sich nicht wirklich, wenn Du wartest oder verheiratet bleibst. Finanzielle Gründe sind keine, um in einer Ehe zu verharren, in der Du dauerhaft unglücklich bist. Ein Haus kann man verkaufen, es wird vermutlich Geld übrigbleiben. Die finanzielle Situation berechnet Dir jeder Anwalt im Rahmen einer Erstberatung. Warum bekommst Du keine ausreichende Rente?

...vielleicht eine Frau, die stark genug ist, mich auf dieser Reise zu begleiten?
Ich denke, die Stärke für Deine Reise solltest Du selbst aufbringen. Kaum eine Frau will einen Mann durch die Scheidung schleppen. Ich finde das auch keine gute Grundlage für eine neue Beziehung.
 
  • #11
Lieber Barrythewithe,
warum flüchtet Deine Frau sich in Suchtverhalten ? Das hat ja Gründe....

und: auch ich bin einmal gegangen, auch ohne Haus und Aussicht auf ausreichende Rente. Sprich, ich werde eben arbeiten bis es nicht mehr geht.

Das einzig Richtige ist, Du suchst Dir therapeutische Unterstützung um rauszukommen.

Es ist keine Basis und auch nicht die Aufgabe einer Frau in einer neuen Beziehung.
Sorry wenn ich das so direkt sage, aber das klingt nach "Pflegefall."
 
  • #12
Ich müsste mich sehr täuschen, aber ich glaube, die anderen Kommentare, die ich hier noch zu lesen bekommen werde, werden nicht alle sehr nett sein.

Lieber FS. Du willst da raus. Deine Frau hat Süchte entwickelt und Deine Tochter ist pflegebedürftig und Du liebst sie über alles. Glaube ich nicht. Ein Elternteil, das seine Tochter über alles liebt wird sie niemals einer suchtkranken Mutter überlassen und sich mit einer neuen (Übergangs-)Frau vom Acker machen.

So etwas machen dann doch eher Männer. Schon öfters habe ich Frauen kennengelernt mit kranken oder behinderten Kindern, die diese dann alleine aufziehen mussten.

Sehr gerne würde ich mal lesen, was Deine Frau zu Deinem Beitrag hier schreiben würde. Ich frage mich, warum sie Süchte entwickelt hat. Was glaubst Du? Hast Du da vielleicht sogar noch beigetragen?

Okay, sie geht fremd. Das wäre für mich inakzeptabel. Und Du willst das Haus behalten. Was hälst Du davon, wenn Du sie bittest, auszuziehen? Aber dann wäre da noch Eure Tochter. Gehst Du arbeiten? Wer versorgt sie dann? Deine Frau? Deine Frau geht nicht arbeiten?

Ja, Du hast Recht, diese Situation scheint sehr verfahren und doch würde ich sehr gerne noch hören, was Deine Frau dazu sagen würde.

Noch mehr würde mich interessieren, ob und welche Dame sich als Rebound-Beziehung zur Verfügung stellen würde. Glaube mir, ich täte es nicht und wenn Du der einzige Mann auf dieser Welt wärst.

Ich glaube, Du brauchst Hilfe. Früher nannte man es Therapie. Heute würde ich es Coaching nennen. Egal wie es ausgeht: Du solltest Dich stabilisieren. Viel Glück.
 
  • #13
Den Weg musst du leider alleine gehen. Was heißt denn, heil aus der Sache raus zu kommen? Der Kuchen wird geteilt. Dafür gibt es gesetzliche Regelungen. Warum droht dir die Altersarmut, wenn du kein eigenes Haus hast? Wenn du in Miete wohnst und zu wenig Rente hast, bekommst du Wohngeld. Dafür gibt es den Sozialstaat. Auch deiner Tochter steht als Pflegebedürftige eine entsprechende Unterstützung zu. Deine Frau wird sich mit ihrer Suchtproblematik stellen müssen. Haben die Süchte etwas mit der Tochter zu tun?
Letztendlich kann man auch mit begrenzten Mitteln ein zufriedenes und glückliches Leben führen. Man braucht keine Reichtümer.
Lerne, dich auch an kleinen Dingen zu freuen. Was außer der Liebe zu deiner Tochter gibt dir Kraft?
Eine andere, unbeteiligte Frau würde ich jetzt erst mal außen vor lassen. Momentan brauchst du deine Energie für wichtigere Dinge.
Wenn du wirklich aus der Ehe raus willst, kann dich niemand aufhalten. Getrennt leben kann man auch im gemeinsamen Haus, bis alles mit dem Verkauf abgewickelt ist. Der Rest vom Kuchen wird nach gesetzlichen Vorgaben geteilt. Wer nicht viel hat, muss auch nicht ewig zahlen. Deine Frau muss künftig ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten oder Sozialhilfe in Anspruch nehmen.
 
  • #14
Du musst hier mit verschiedenen Problemen und Faktoren fertig werden, und offenbar fühlst Du Dich davon regelrecht erschlagen, hast Angst vor der Zukunft. Es geht aber immer gut aus, wenn man einmal den ersten Schritt macht und sich selbst innerlich richtig positioniert.

Ich war selbst mal in einer ähnlichen gefühlt blöden Situation. Hatte den gut bezahlten Job aufgegeben, mich selbständig gemacht, war zu meinem sehr wohlhabenden Ex gezogen. Das ging nicht lange gut. Die Beziehung ging den Bach runter, wir sind beide fremdgegangen, haben uns auseinander gelebt. Ich war zwischendurch mal sport- und annähernd magersüchtig. Ich habe fast drei Jahre gebraucht, um den Schlussstrich zu ziehen. Neue Männer haben nicht geholfen, die Probleme zu lösen.

Was aber enorm geholfen hat und mich aus dem emotionalen Sumpf gezogen hat, war das Gefühl, dass ich alles wieder selbst in der Hand hatte. Wenn die Dinge mal nicht gut laufen, kann man etwas ändern, im Job, an der Umgebung usw. Die häufigen nächtlichen Sorgen sind überzogen und blasen ein Problem zu einem Monster auf, das gar nicht existiert. Geh einfach nur den nächsten Schritt. Der übernächste findet sich von selbst. Suche Dir eventuell therapeutische Hilfe, denn das "Monster" ist ein Stück weit Depression. Arbeite an dem Gefühl der Zuversicht. Dein eigenes Inneres und Deine Einstellung sind für Deine Zukunft viel wichtiger als die äußerlichen Faktoren, die nur scheinbar unveränderbar sind. Du bist von nichts abhängig! Dir gehört die Welt!

Den Schlussstrich habe ich damals übrigens ohne neuen Partner gezogen. Den findet man erst, wenn man sich selbst stabilisiert hat und von innen heraus zuversichtlich ist. Kennst Du den Song "I've got the power" aus den 90ern? Versuche mal, das nachzufühlen und zu verinnerlichen. Du kommst da raus.
 
  • #15
Du hast hier schon gute Hinweise bekommen, Dir Beratung zu holen. Das würde ich unbedingt machen. Mir scheint, ihr seid beide mit der Pflege des Kindes völlig überfordert. Deine Frau hat sich vielleicht aus dem ganzen in ihre Süchte geflüchtet, um nicht mehr zu merken, wie belastend das alles ist. Weiß ich nicht, könnte ich mir aber vorstellen. Nun ist vermutlich ne Menge an Dir hängengeblieben und Du kannst nicht mehr. Aber die Hilfe hättet ihr euch schon viel früher holen sollen. Gibt es vielleicht Netzwerke für Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen? Vielleicht kann man Dir dort Unterstützung geben, vielleicht kann man Freiräume schaffen, wenn man selbst auch Hilfe geben kann für andere, die dann mal Freiräume haben können?

Andererseits fühle ich, dass wir alle 3 nur glücklich werden können, wenn ich gehe.
Es ist Dein Kind, willst Du das einfach fallenlassen? Und denkst Du, es ist dann glücklicher?
Welche Gründe hast Du zu denken, dass Dein Kind nur glücklich werden kann, wenn Du gehst? Oder willst Du Dich einfach aus der Sache ziehen? Deine Frau hat das mE schon gemacht. Jetzt machst Du es auch. Bleibt das bei der suchtkranken Mutter, die auch nicht in der Lage ist, sich Hilfe zu holen?

Gibt es da draußen jemanden, der mich versteht, der mir helfen kann, da heil rauszukommen, vielleicht eine Frau, die stark genug ist, mich auf dieser Reise zu begleiten?
Du hast hierzu schon Meldungen bekommen, wie attraktiv sowas ist als Angebot an eine Frau.

Ich denke, Du hast den starken Wunsch, dass es mal um Dich geht, dass Dich mal einer auffängt, sich um Dich kümmert und Dir Kraft gibt. Ich versteh das. Aber das zehrt den anderen ja dann auf. Das können nur Frauen mit ausgeprägtem Helfersyndrom, und so eine müsste sich erstmal in Dich verlieben und langmütig sein im Nur-Geben und Nie-Nehmen. Am Ende bist Du aber immer "der Kleine, der Patient", also auf Augenhöhe kommst Du in der Partnerschaft nicht mehr.
Nee, das klappt sicher nicht. Also statt ne Übermutti zu wollen, die Dich an der Hand nimmt und mit Dir zu Beratungen geht, mach das lieber selbst. Kümmere Dich drum, dass Du die Hilfe kriegst, die Du kriegen kannst, triff Dich mit Betroffenen, falls Du das noch nicht tust.
Es ist Dein Schicksal, ändere es Schritt für Schritt und hol Dir alle Hilfe, die Du kriegen kannst. Erstmal für alle Themen Beratung und welche Möglichkeiten Du hast.
 
  • #16
Wir haben eine pflegebedürftige Tochter, die ich über alles liebe. Für mich steht fest, dass ich aus dieser Ehe raus muss.... fühle ich, dass wir alle 3 nur glücklich werden können, wenn ich gehe.
Lieber FS,
Du liebst Deine Tochter nicht, wenn Du einen hilfloses Kind oder Jugendliche einer Frau mit multiplen Suechten überlässt.
Du liebst nur Dich und Deine Komfortzone und daher willst Du vor den Problemen wegrennen und es Dir bequem machen.

Das wundert mich nun überhaupt nicht. Eine Freundin hat ein mehrfach behindertes Kind. Weil ich sie in der Vereinsarbeit unterstütze, habe ch einen sehr guten Blick darauf, dass fast alle Männer sich so egoistisch Verhalten wie Du. 80% der Frauen mit behinderten Kindern, die Zuhause gepflegt werden sind nach wenigen Jahren AE.
Meine Freundin gehört zu der kleinen Minderheit, die nicht mit einem egoistischen A**** verheiratet ist sondern mit einem sozial kompenten Mann, der sich die Verantwortung mit ihr teilt und sein Kind wirkluch liebt.

... ich bin 54 und werde keine ausreichende Rente kriegen. Wenn ich auch noch das Haus verliere droht mir die Altersarmut.
Gibt es da draußen.... eine Frau, die stark genug ist, mich auf dieser Reise zu begleiten?
Du bist schon 54 und hast wirtschaftlich nicht viel auf die Reihe bekommen. Das wird sich nicht mehr ändern.
Du liest Dich charakterschwach und inkompetent. Was soll daran attraktiv für eine Frau sein? Ist es weder für eine Frau in Deinem Alter noch für eine jüngere Frau.

Die Zeiten, in denen Frauen sich einen inkompetenten Sozialfall mit Charaktermaengeln aufhalsten sind in Deinem Alter vorbei - jedenfalls bei der Art von Frau, die Dir bei der Lösung Deiner Probleme helfen könnte, weil schlau, persönlich gefestigt und wirtschaftsstark. Diese Frauen wollen aber keine Problembaeren sondern mit 50+ Begleitung beim Spass im Leben.
Du wirst Dich damit anfreunden müssen, Deine Probleme selber lösen zu müssen, d.h. Trennung erklären, Wohnung suchen, Unterhalt zahlen, Scheidung einreichen, vermutlich Haus verkaufen etc.

Vom Haus kannst Du Dich verabschieden, wenn Deine Frau es nicht freiwillig räumt. Sie steht ja mit einem behinderten Kind da und hat somit höheren Schutzbedarf als Du.
Darüber hinaus wird das Haus noch nicht bezahlt sein, wennes erst vor einigen Jahren gekauft wurde - fraglich also, ob einer allein es überhaupt halten kann. Das entscheidet ihr nicht, sondern die Bank.
Wenn Du gehst, bist Du für Dein Kind immer unterhaltspflichtig, ggfs. auch für Deine Frau, wenn sie wegen ihrer Suchterkrankung und Kind nicht arbeiten kann.

Trotzdem empfehle ich Dir, die Trennung anzugehen. Vermutlich wird es für alle 3 dann nur besser.
 
  • #17
Ist es richtig, dass Du egal wo Du hinsiehst keine Lösung siehst und jetzt die Lösung in einer anderen Frau suchst?
Falsch!

Beratung ist Dein erster Schritt: Supervision und Konflikberatung zb.
Damit Du nicht einen Riesenhaufen: Geht nicht " siehst, sondern einzelne Probleme, die einzeln angegangen werden sollten.

Viele sehen die Lösung in: zieh Du aus...
Die Pflege jemanden zu überlassen, der regelmäßig nicht klar im Kopf ist, wirst Du verständlicher Weise nicht tun.

Bei einzelnen Problemfeldern, ergeben sich unterschiedliche Schritte und unterschiedliche Beratungen= Lösungen
 
  • #18
Lieber FS, ich habe einige Fragen, die essenziell sind, um deine Lage von außen auch nur annähernd zu beurteilen, und bitte dich um konkrete Antworten:

1. Wie pflegebedürftig ist deine Tochter, woran leidet sie, wie alt ist sie?
2. Ist sie 24/7 daheim oder weniger?
3. Wenn Letzteres, wie viele Wochenstunden sind zu leisten, und wer steht dafür zur Verfügung?
4. Arbeitet deine Frau? Wenn ja, wie viel?
5. Warum wirst du keine ausreichende Rente erhalten? Was heißt überhaupt ausreichend für dich?

w, 52
 
  • #19
Tja, die Frau, die brauchst, die findest du im Telefonbuch. Unter Rechtsanwalt.
Saubere Trennung - dann sieht man weiter. Denke aber immer an eines - deine Tochter ist abhängig von dir. Lass deinen Frust nicht an dem Mädle aus.
 
  • #20
An deiner Stelle würde ich erst einmal einwenig Ordnung schaffen. Du hast mehrere Baustellen, die Du angehen sollst.
1- Deine Tochter: Dein Kind benötigt Hilfe und Aufmerksamkeit. Du kannst Diese Aufgabe nicht abgeben. Auch deine Frau kann es nicht. Wenn es schwierig ist und ich glaube schon, dass es wirklich sehr belastend ist, solltet Ihr (Du und deine Frau) euch Hilfe holen. Wie verbringt deine Tochter den Tag? Ist sie irgendwo integriert? In einem Werkstatt, Schule und ähnliches? Normalerweise werden behinderte Kinder ganztags von ausgebildeten Fachkräften betreut. Sie werden abgeholt und wieder nach Hause gebracht. Es bleiben nur WE und Abende. Für diese Zeiten solltet Ihr euch Hilfe holen, Putzfrau, Babysitter, Krankenpfleger etc.
2- Deine Wohnsituation: Da würde ich das Haus nicht verkaufen. Ihr habt dieses Haus und das ist euer Kapital. Also du darfst in dieser Sache nicht mit dem Bauch entscheiden. Es ist wichtig, dass Ihr eine stabile Basis habt. Vielleicht kannst du deiner Frau nahelegen, in der Nähe ein WG-Zimmer oder Einzimmer Appartement zu suchen. Ich denke, dass die Person, die aus der Reihe tanzt, ausziehen sollte und in diesem Fall bist du es nicht.
3- Deine Ehe: Warum es so gekommen ist, hat mit Sicherheit viele Gründe und da bist du mit Sicherheit nicht unbeteiligt. Vielleicht hast du deiner Frau nicht genügend Hilfe und Unterstützung geboten, vielleicht hatte sie einfach satt immer nur Mutter zu sein und wollte auch mal auch raus und die Situation ist aber aus der Kontrolle geraten. Sie flüchtete von unlösbaren Problemen. Sie flüchtete bestimmt aus ihrem Leben. Das kennen wir doch alle. Nicht wahr?
Kopf hoch. Rückblickend sind solche Situationen sehr bereichernd und machen unser Leben lebendig und wertvoll. Bildlich gesprochen ist Dein Schiff auf der Ozean in einen Sturm geraten und du darfst die Kontrolle nicht verlieren. Da sollst Du Kompetenz zeigen und den Steuer nicht loslassen. Das ist der einzige Weg. Bleib für dich und deine Tochter stark. Viel Kraft wünsche ich dir. Du packst es bestimmt.
 
  • #21
Gibt es da draußen jemanden, der mich versteht, der mir helfen kann, da heil rauszukommen, vielleicht eine Frau, die stark genug ist, mich auf dieser Reise zu begleiten?
Sorry, jetzt mal meine Gegenfrage, wie meinst Du kommt ein Mann an,
Der
- Seine Tochter, die er liebt, in Stich lassen will
- Der seine Frau, die während der Ehe krank wurde - Gründe? - genauso in Stich lassen möchte
- Der wohl sein Leben so gestaltet hat, dass seine Rente minimal ist
- Und statt Probleme zu lösen eine Frau sucht, die das für ihn macht und ihm dann in Zukunft finanziert.

Oder möchtest Du zudem wissen, wie Du Frau und Kind aus dem gemeinsamen Haus bekommen kannst, ohne sie zu entschädigen?

Ehrlich, ich mag gerne für viel Verständnis aufbringen, aber mir fehlen die Worte.

Barrythewhite, es gibt Beratungsstellen.
Und frage Dich durchaus, welchen Beitrag die Ehe, die Du mitgestaltest hast und noch tust, daran hat, dass Deine Frau so erkrankt ist.

W,49