• #1

Wie kommt es an, wenn eine Frau die Initiative ergreift und Männer anschreibt?

Ich (w) bin seit einiger Zeit in einer Singlebörse aktiv und habe die Erfahrung gemacht, dass Kontakte, die ich selbst initiiert habe, nahezu immer im Sande verlaufen sind. Mein Eindruck ist, dass es bedürftig wirkt, wenn ich selbst die Initiative ergreife und daher nicht viel Interesse zurückkommt. Aus diesem Grund habe ich eigene Kontaktanfragen eingestellt. Mich würde interessieren, welche Erfahrungen ihr in dieser Hinsicht gemacht habt und ob ihr meine Einschätzung bestätigen könnt.


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  • #2
Wenn du glaubst, dass die Kontakte im Sande verlaufen, weil eine Frau einen Mann angeschrieben hat, dann unterliegst du der Fehlinterpretation, dass ein/zwei Dutzend Anschreiben auch nur im Geringsten oder gar langfristig von Erfolg gekrönt sein müssten. - ... Willkommen in der Männerwelt! ... Sobald man anschreibt ist man eben nicht mehr in der Hoheitspostition es sich aussuchen zu können, sondern ist dann eben auch mal davon abhängig, dass man dem angeschriebenen Part gefällt, während der Angeschriebene Teil von Anfang an die Garantie/Bestätigung hat, dass er dem Anschreibenden in der ein oder anderen Weise zusagt. Das hat nichts mit Bedürftigkeit zu tun, sondern es ist die Realität mit der du jetzt konfrontiert wirst. Um das nachzuvollziehen musst du nur mal dagegenhalten, wieviele Kontakte oder bereits Anschreiben von Männern, du als Frau oder deine Freundinnen früher oder später nicht mehr beanworten, ohne auch nur die kleinste Erklärung oder Verabschiedung zu senden. Und da Männer das schon von Frauen reichlich gewohnt sind, brechen sie sich eben sicher auch oft keinen mehr ab, wenn es dann doch nicht passt.

m
 
G

Gast

Gast
  • #3
Das kann ich nur bestätigen. Es hat bis jetzt nur gefruchtet, wenn ich angeschrieben wurde. Bei meiner Eigeninitiative sind auch alle Kontakte im Sande verlaufen. Ich schaue nun höchstens auf die Besucherliste und besuche die Profile, die mich besucht haben. Das bringt mehr, als selbst anschreiben.
W, 35
 
  • #4
Liebe FS, das habe ich exakt genauso erlebt. Zunächst ist Man(n) geschmeichelt, dann aber entweder nicht weiter interessiert -oder kommt gleich zum Thema Sex.
Es mag Ausnahmen geben, welche die Regel bestätigen. Wer gegen das Klischee verstößt, macht sich wohl verdächtig :D
 
  • #5
Ich hatte nie den Eindruck und das zog sich über einige Jahre, dass sich das wirklich lohnt. Von mir kommt da auch schon lange nichts mehr. Mein Talent übers Internet Menschen wirklich einzuschätzen entwickelt sich einfach nicht weiter. Ich habe zu viele Enttäuschungen erlebt, weil zu offen und zu naiv rangegangen. Eine dumme Idee war zum Beispiel, das irgendjemand wirklich eine Beziehung anstreben würde. Im Grunde geht es vielen einfach nur ums suchen und zu gucken was so für eine Affäre oder einen ONS geht. Es reicht nie. Und vielleicht um das schöne Machtgefühl dem anderen klarzumachen das du es eben nicht bist und die nächste die mehr verdient und besser aussieht anzuschreiben. (Die gibt es IMMER, machen wir uns nix vor) Oder mal kurz eine Beziehung zu simulieren, damit man das Gefühlt hat das da noch was ginge, wenn man denn wirklich wollte. Aber man will ja nicht. Ich habe das Jahre nicht glauben wollen, das es so rum nicht funktioniert. Im real life ist es nicht allzu anders. Selbst auf Straßenfesten oder anderen Aktivitäten wo man einfach mal reden könnte. Auch habe ich bei ca. 50 % der Herren den Eindruck sofort verloren zu haben, wenn ich zum Begrüßen vom Platz aufstehe, oder dabei mich mal umzudrehen ob ich wem die Türe im Kaufhaus vor der Nase zufallen lassen würde. Hier in D besonders hier im Forum wird ja immer schön alles auf die "Tatzenjacken Emanzenkrampfkuh" abgeladen. Ich denke diese hat ebenso viele männliche bockige Pendants im "Nordgesicht" Outfit. Die übelsten davon hatte ich selber angeschrieben (klassische Kontaktanzeige ohne Bild) Die kommen nur um dir klar zu machen das du mangelhaft bist. Trotz ihres -angeblich!- so viel tolleren Jobs und ständigen Joggens sind sie mit sich völlig im unreinen und boshaft verbittert. Ich lad mir so was nicht mehr selber ein in dem ich auch noch hinterherschreibe. Ich gebe zu ich war es ja auch selber schuld, was stehe ich denn da auch Jahre auf der Leitung. Bin einfach auf einen der "zu jungen die angeblich nur Sex wollen" eingegangen. Ich führe damit ein deutlich angenehmeres Leben. w48
 
A

Ars_Vivendi

Gast
  • #6
Mein Eindruck ist, dass es bedürftig wirkt, wenn ich selbst die Initiative ergreife und daher nicht viel Interesse zurückkommt.

Ja, wenn ich so darüber nachdenke, dann überlege ich bei einer Frau, die mich anschreibt schon, warum sie dies tut. Es ist einfach (noch?) relativ unüblich und der Gedanke, dass sie "bedürftig" sein könnte, schwingt sicher zunächst mit. Andererseits: "Bedürftigkeit" ist eigentlich Unsinn, denn wer sich auf einer SB anmeldet, ist im Grunde immer "bedürftig".

In der Regel schaue ich mir dann das Profil an und antworte, wenn es mir gefällt. Das Problem mit dem Anschreiben ist generell wohl, dass sich der Schreibende natürlich die "besseren" Profile raussucht und dann aus Sicht des Angeschriebenen (der ja erstmal in der "stärkeren" Position ist) vielleicht eher nicht passt.

Ich bemerke schon, dass die Frauen die mich anschreiben tendenziell eher älter sind, auf einem anderen Bildungslevel (da mag das Problem sein, dass meiner nicht sofort erkennbar ist) und meist die Fotos nicht so sind, dass ich die Frauen anschreiben würde. Ich antworte also in einer überwiegenden Zahl der Fälle nicht. Umgekehrt ist die "Rücklaufquote" als Mann auch nicht gerade "prickelnd".
 
  • #7
Also ich als Mann (28) kann das nicht bestätigen! Bei mir ist es eher anders herum:

Ca. 50 Anfragen in knapp einem Monat geschrieben - ca. drei oder vier erhalten - Meine Anfragen wurden größtenteils entweder nicht gelesen oder nicht beantwortet, drei oder viel nach knapp zwei Wochen abgesagt per Button, eine hat mir per persönlicher Nachricht abgesagt.

Aber die Dame, die mich angeschrieben hat, mit der könnte es wirklich was werden :)
 
  • #8
Also mir persönlich gefällt dies schon und ich antworte auch immer darauf. So oder so!

Leider bekommt man, aber anschließend ganz selten eine Antwort retour. Natürlich ist es mir schon bewusst, woran dies liegt. Wahrscheinlich hat die Optik der "Dame" nicht zugesagt. Das ist selbstverständlich kein Problem für mich, aber vielleicht erwarte ich auch so etwas wie Anstand, dass man sich nochmals äußert. Ganz aktuell habe ich vor 5 Tagen eine Anfrage erhalten und auch geantwortet. Am Profil kann es ja nicht liegen, sonst hätte ich ja keine Anfrage erhalten und da ich immer nur individuell und nie past and copy antworte, kann es auch nicht daran liegen. Also bleibt nur das Bild noch übrig. Trotz dieser Erfahrungen werde ich auch in Zukunft bei weiblichen Anfragen antworten. Warum soll ich jemand dafür abstrafen, der dafür nichts kann.
 
G

Gast

Gast
  • #9
Diese Frage ist hier ja auch schon unter den Top Ten ;-)

Meine Antwort, es mag einige, vielleicht sogar sehr viele Männer geben, die das Interesse dann verlieren oder nur Sex wollen.

Aber es gibt eben auch diejenigen die sich freuen, vielleicht gerade die etwas schüchternen zu denen ich mich zähle. Bei mir hat es immer dann gut geklappt, wenn die Frau auch von sich aus einigermaßen aktiv wurde und so geht es doch einigen. Ich kenne in meinem weiteren Umfeld mehrere Paare, die inzwischen schon lange zusammen sind, wo im Grunde sie sich ihn gekrallt hat und nicht umgekehrt.

Es mag Regeln geben, die besagen, eine Frau soll nicht den ersten Schritt machen, bla bla, meine Regel ist, wenn du dich damit wohl fühlst, wenn es zu dir passt, dann tu es, fertig. Ich mag Menschen, die aus Regeln ausbrechen ;-)
 
  • #10
Wie wäre es, denn Männern zuzugestehen, dass sie auch nicht jede nehmen wollen? Das hört sich so an wie nach dem Motto, ich habe ihn mir ausgesucht, warum springt er nicht, wenn ich mit den Fingern schnippe. Auch Männer dürfen ab und zu mal wählerisch sein, besonders wenn es um etwas festes geht. Mit Anschreiben/angeschrieben werden hat das nicht unbedingt was zu tun.
 
  • #11
Wie sieht es denn mit den eingegangenen Anfragen und Anschreiben aus? Führten die alle zu einer Romanze oder hast Du auch mal jemanden abgelehnt?

Sorry, Deine (unter Frauen weit verbreitete) These ist Kokolores. Ablehnung gehört einfach zur Partnersuche.
 
G

Gast

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  • #12
Liebe FS,
ich habe die gleiche Erfahrung gemacht, darüber hinaus auch einen wenig wertschätzenden Umgang erlebt. Die Männer denken, sie sind King-Louis, wenn Du sie anschreibst und können Dir sofort ihre Bedingungen aufdrücken.
Ich habe es dann auch seingelassen und geschaut: wer ist mein Profilbesucher, würde er mich interessieren und dann abgewartet, ob von ihm aus noch was kommt oder nicht.
Ich denke ab einem gewissen Alter (40+) sind die Optionen im richtigen Leben die besseren, wenn Du was anderes suchst als eine Sexaffäre.
 
  • #13
Bei mir war es auch so, dass die von mir angeschriebenen Kontakte oft (nicht immer) im Sande verlaufen sind.
Das kommt aber auch daher, dass man sogenannte wirklich tolle Typen anschreibt, die eben die Auswahl haben.
 
  • #14
Die FS hat völlig recht.

Sicherlich schreibt sie Männer an, die Hingucker sind und ein entsprechend attraktives Profil haben, diese werden aber häufig wohl kontaktiert und selektieren aus - die FS wird also nicht deren Typ gewesen sein.

Ist auch nicht schlimm, man kann nicht jedem gefallen und nicht jeder gefällt einem.

Die Männer, welche hier schreiben, so wär das garnicht und die FS sollte es weiterversuchen gehören nicht zur 1. Liga der Männer, die angeschrieben werden. Sie werden selten oder garnicht angeschrieben, sie sind also keine "Frauentypen".

Logisch, dass diese dann der FS Rückenwind geben.

Tchja liebe FS aktualisiere Dein Profil, dass auch ein interessanter Mann anbeißt.
 
  • #15
Wenn mich eine Frau anschreibt, glaube ich erst mal, daß sie ernsthaft sucht. Daher nehme ich die Anfrage ernst.

Ich mag die Frauen nicht, die passiv sind. Besucht man deren Profil, kommt kein Profilbesuch zurück. Schreibt man sie an, ist madame zu bequem, zu antworten - aber dauernd online. Und davon gibts zu viele.

natürlich gibts Anfragen, die gleich ne Absage kriegen - solche, die plump Masseninhalte bringen und solche, die auf das eigene Profil keinen Bezug nehmen und solche, bei denen ich mich frage, warum eine Frau, die in einem Ende der Republik örtlich verwurzelt ist, mich am andern Ende der Republik anschreibt. Aber selbst da frage ich dann lieber mal nach und bekomme dann komischerweise keine Antwort sondern eine Absage.

So ist der Absagebutton bei Erstanfragen im Grunde nur dann eine Option, wenn ich - wie gestern - eine plumpe massenmail mit Aufforderung zum direkten Kontakt außerhalb von EP bekommen hab.

Aber im Grunde: Wen interessieren die Absagen und die Kontakte, die im Sand verlaufen ? Es zählen nur die Erfolge und die hat man nicht, wenn man - oder frau - sich verkriecht, vielmehr nur dann, wenn beiderlei Geschlecht Signale aussendet.
 
  • #16
Ich habe mit dem Anschreiben in meiner SB-Zeit sehr positive Erfahrungen gemacht und u.a. meinen Partner auf diese Weise kennengelernt. Er fand es sehr toll, dass eine Frau den ersten Schritt wagt und dadurch Mut beweist. Da er eine mutige und selbstbewusste Partnerin gesucht hat, hat es gepasst. Ob das bei Männern grundsätzlich positiv ankommt, kann ich nicht beurteilen, da ich insgesamt nur wenige Kontakte geknüpft habe. Es lässt sich wahrscheinlich auch nicht pauschal beantworten, denn zu einer erfolgreichen Beziehungsanbahnung gehört sehr viel mehr, als der erste Schritt, den man aufeinander zugeht.
Das Risiko, dass aus Kontakten - unabhängig, wer sie initiiert - nichts wird, besteht doch immer. Dafür gibt es viele Gründe. Zunächst geht es doch nur darum, in Kontakt zu treten. Wer da den ersten Schritt macht, ist m.E. egal, Hauptsache, es passiert. Und, natürlich ganz wichtig: Man kommt dabei nicht wahllos und bedürftig 'rüber.
Für mich war es der richtige Weg, denn ich hatte null Lust, nur abzuwarten, bis mich vielleicht mal in tausend Jahren möglicherweise der Richtige anschreibt. Daher habe ich ganz gezielt und gut ausgesucht selbst angeschrieben, wenn ich das Gefühl hatte, dass sich hinter dem Profil ein toller Mann verstecken könnte. Außerdem weiß man doch selbst, dass es einem schmeichelt, wenn man von einem netten Mann angeschrieben wird, warum sollte es Männern da nicht anders gehen? Ich finde: Egal, was dann daraus wird, es erhöht die eigenen Chancen.
 
  • #17
Hallo FS,
auf einer Singlebörse kommt man leichter mit dem anderen Geschlecht in Kontakt - aber ansonsten wird es hier nicht unbedingt einfacher. Der/die andere muss einem ja gefallen. Bei mir kommt es sehr selten vor, dass ich von einer Frau angeschrieben werde. Wenn dies passiert, dann ist sie schon älter als ich oder bringt Kinder mit und erfüllt daher nicht meine Wunschkriterien. Von daher habe ich hier dann auch manchmal absagen müssen oder hab mich stumm gestellt. Naja oder man merkt beim Betrachten des Bildes, dass man nicht gerade angesprochen ist vom Gegenüber. Was dann? Ich denke, das kennst Du als Frau bereits.

Im übrigen kann ich meine Vorredner bestätigen. Die Rücklaufquote, wenn man als Mann eine Frau anschreibt ist recht klein. Die Mail "Danke für Ihren netten Kontakt usw." ist auch oft frustrierend. Nunja, aber man braucht hier sicherlich Geduld um bei den anderen "übrig gebliebenen" des anderen Geschlechts die Richtige zu finden...

Viel Glück!

M42
 
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  • #18
...dieser Begriff *Bedürftigkeit*, der sich immer häufiger in Kommentaren breitmacht, scheint mir das größte Hindernis zu sein. Wer ständig mit angezogener Handbremse fahren will und vielleicht sogar noch im fünften Gang, der muss sich nicht wundern. Substantielle und klare Aussagen und der Schritt auf den anderen zu, hat noch niemanden geschadet. Wer zu seiner *Bedürftigkeit*, einen Partner zu finden, steht, der hat gewiss die besseren Chancen und braucht auch in seinem Profil nicht signalisieren, dass er vor lauter beruflichen Stress und Freizeitaktivitäten gar keinen Raum für eine *bedürftige* Partnerschaft hat.
 
  • #19
dass Kontakte, die ich selbst initiiert habe, nahezu immer im Sande verlaufen sind. Mein Eindruck ist, dass es bedürftig wirkt, wenn ich selbst die Initiative ergreife.

Grundsätzlich halte ich alle Menschen in irgendeiner Form für bedürftig; Mensch ist keine Maschine.
Bedürftig sein, ist für mich kein Makel, es ist für mich Menschlichkeit.
Erst recht sind alle bedürftig, die sich im SB anmelden und dafür auch noch bezahlen. Da gibt es überhaupt keine Zweifel. Je mehr eine Frau im SB oder Forum etwas von "selbständig..., unabhängig..., emotional gefestigt..." schreibt oder faselt, desto bedürftiger wirkt sie auf mich - als hätte sie es nötig, nach außen etwas darzustellen.

Ich freue mich über jede Frau, die mich initiativ kontaktiert. Sie zeigt, was und wen sie will und ist auch noch bereit, etwas dafür zu tun (auch wenn es nur einige Wörter Text ist). Sie hebt sich somit positiv von der Masse der träge-bequemen Frauen ab.

Wenn Deine Kontakte nach anfänglichem Gegeninteresse im Sande verlaufen, liegt es nicht daran, wer/was Du bist; es liegt daran, was Du im Verlauf des Kontaktes von Dir gegeben hast.

Übrigens eine gute Gelegenheit für die Emanzen unter Euch, die mal zeigen können, wie emanzipiert sie wirklich sind.
Einfach mal 100 oder 200 Männer anschreiben, 100-200 Absagen kassieren und dann trotzdem immer noch freundlich, optimistisch & kreativ weitere 100 Leute anschreiben. Was für Männer Standard ist, sollte doch auch für die Möchte-gern-Emanzen gelten, oder?
 
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  • #20
Hier ist nochmal die Fragestellerin. Vielen lieben Dank für eure zahlreichen Antworten! Das wird ja anscheinend ganz unterschiedlich gesehen. Mir ist halt nur aufgefallen, dass Interesse und Engagement seitens des Mannes nur dann gegeben sind, wenn er den ersten Schritt macht und eine Kontaktanfrage versendet. Das ist meine Erfahrung aus einem Dreivierteljahr Online-Dating.
 
  • #21
Liebe FS. Das kann ich nur bestätigen. Wenn ich einige Männer mal angeschrieben habe, wurde mir zwar immer geantwortet, aber eher aus reiner Höflichkeit. Genauso wie abends beim Weggehen. Diese Männer fühlten sich geschmeichelt, fanden mich attraktiv und tauschten Nr. mit mir aus, aber es stellte sich kurze Zeit später fast immer heraus, dass diese bereits vergeben sind und dennoch gerne auf Flirts eingehen.
Fazit, wenn ich selbst aktiv wurde, hatte ich in der Liebe nie Erfolg.
 
  • #22
Also auf der einen Seite bist du, auf der anderen 100 Männer.
10 dieser Männer gefällst du.

Im ersten Fall bist du passiv. Dich schreiben die 10 Männer an, denen du gefällst, du antwortest ihnen und hast damit nur Kontakt zu Männern, denen du grundsätzlich mal gefällst.
Mit einigen triffst du dich dann und vielleicht wird was draus.

Im zweiten Fall bist du aktiv und schreibst selbst 10 Männer an.
Theoretisch sind es genau die 10 Männer, die dich toll fanden oder es sind genau die 10 Männer, die dich total doof finden.

Nach der Glockenverteilung ( statistisches Modell ) finden die anderen 80 Männer dich irgendwie dazwischen.
Du schreibst also rein statistisch gesehen Männer an, die dich von toll bis total doof finden.
Um die Glocke richtig abzubilden, müsstest du sehr viele Männer anschreiben, vielleicht 10.000.

Wenn du nur wenige angeschrieben hast, und sie alle kein Interesse hatten, war es halt Zufall. Du hast genau die angeschrieben, denen du nicht oder kaum gefallen hast.

Es ist ein empirisches Problem, nichts weiter.
Es liegt nicht an der Methode. Nicht daran, dass du dich durch das Aktivsein selbst disqualifiziert hast.

Eine sehr attraktive, junge, nette Frau, die 10 Männer freundlich anschreibt, ist ein statistischer Ausreißer ( die werden aus Statistiken rausgenommen, weil sie das Bild verfälschen ). Ihre Erfahrungen können über die Glockenverteilung nicht abgebildet werden, denn wahrscheinlich antworten ihr alle 10 Männer und wollen sie treffen.
Oder vielleicht der eine, der sich nicht traut ( s. Nachbarthread ) nicht.

Also nur Mut, schreibe die an, die dir gefallen und halte die Körbe aus.

w 48
 
G

Gast

Gast
  • #23
Naja, wenn mir ein Mann wirklich toll gefällt und ich ihn haben will, dann schreibe ich ihn natürlich an! Ich muss ihn ja irgendwie auf mich aufmerksam machen!!!
Man kann auch ein Schreiben aufsetzen, ohne bedürftig zu wirken! Das würde ich mir halt etwas länger vorher ein paar Tage länger durch den Kopf gehen lassen und mir unter Umständen Tips von anderen Männern holen, was Männer gerne hören wollen.

Ich bin nämlich der Ansicht, dass man für sein Glück selbst verantwortlich ist und man aktiv sein MUSS, wenn man was will - auch wenn man sich blamiert und Fehler macht ... wer aktiv ist, macht immer Fehler, aber man lernt auch daraus. Ich kann dir auch sagen, dass es die ersten paar Male nicht klappen wird dein Vorhaben und du erstmal mit deiner Art Körbe kassieren wirst, (eben das, was Männer regulär bekommen). Aber Passitivtät der meisten Menschen führt zu nichts!

Es ist halt nunmal nur so, dass die Möglichkeit, dass aus zwei Personen ein Paar entsteht zu 99% nicht gegeben ist in unserer Welt, einfach wegen vielerlei Faktoren. Heute sind alle Individualitäten, jeder will im Job was erreichen, Distanz ist zu weit, man kann sich schlecht an eine Partnerschaft anpassen, man ist weniger bereit für Opfer, jeder hat negative Erfahrungen gemacht, usw. etc.

Ansonsten viel Glück. Glaub mir, auch wenn es frusierend sein kann, andere anzuschreiben, es bringt auf alle Fälle was! Es führt dich nämlich zum Richtigen!

w
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #24
Es mag Regeln geben, die besagen, eine Frau soll nicht den ersten Schritt machen, bla bla, meine Regel ist, wenn du dich damit wohl fühlst, wenn es zu dir passt, dann tu es, fertig. Ich mag Menschen, die aus Regeln ausbrechen ;-)
ja, schliesse mich an.
Hab darüber ehrlich gesagt noch nie nachgedacht, sondern einfach die Profile angeschrieben, die mir gefielen.
Ehrlich gesagt waren das oft die passenderen Kandidaten.
Denn ich hab nur die Männer angeschrieben die mich auch angesprochen haben mit ihrenTexten.
Dagegen erhielt ich täglich irgendwelche sinnlosen Mails, die Männer mit copy and paste an alle möglichen Frauen versendeten.
Null Bezug zu meinem Profil. Teilweise wussten die Typen gar nicht mehr was ich im Profil stehen habe und fragten alles nochmal in den folgenden Mails ab! Die hab ich dann gerne aussortiert.
Naja, viel Erfolg euch da draußen;)
 
  • #25
Ich würde die Partnerbörsen nicht per se verteufeln. Alles hat Vor- und Nachteile.
Ein riesiges Angebot bedeutet nun auch mal ein Stück weit Frust weil sich so viele tummeln, wovon ein Teil wenig Manieren hat.

Niemand kriegt gern Körbe. Vermutlich sind es Männer eher gewohnt. Die Korbrate bei riesigem Angebot ist nun mal sehr hoch.

Auf mich wirkt das bedürftig, wenn mich eine Frau anschriebe. Da ich nicht Brad Pitt bin, muss irgendetwas faul sein. Wenn Frauen zu offensichtlich im echten Leben flirten, stösst das eher ab. Man kann dem Mann geschickt Signale geben
und hoffen daß das Interesse beidseitig ist.
 
G

Gast

Gast
  • #26
Es ist doch völlig egal, wer wen anschreibt. Wichtig ist, mit welchem Stil man es angeht. Ich würde z.b. immer Smileys in den Anfängen meiden. Man kennt sich nicht, weiß nicht, welcher Typ dahinter steckt und sollte sich langsam herantasten und nicht so reden/schreiben, wie man generell mit jedem Zweiten im Interent redet.
Wenn mich Leute anschreiben, habe ich oft das Gefühl, sie setzen da an, wo sie mit ihrem vorherigen Gesprächspartner aufgehört haben. Sie sind hyperquirlig, laut, aufdringlich und plappern ohne Punkt und Komma und ich soll fühle mich genervt, ihrem Stil anpassen zu müssen. Wir kennen uns ja gar nicht und ich möchte nicht als Nummer xy behandelt werden! Ich bin ein spezieller, komplizierter Typ, an den man sich auch verbal langsam herantasten muss.

Als Frau führen zwei magische Dinge zum Erfolg: geheimnisvoll bleiben und Unabhängigkeit ausstrahlen.
 
  • #27
Also ich möchte den Frauen auch Mut machen. Das letzte Mal, als ich mich quasi verliebte, schrieb sie mich an. Und es war überhaupt nicht abzusehen, dass es sich so entwickeln würde. Ihr Anschreiben fand ich forsch, aber auch ein bissel gestelzt, das Telefonat mit ihr war.....hmm, eigentlich tröge. Aber ich hatte nichts zu verlieren und eigentlich war sie ganz nett, also machten wir ein Date aus. Beim Treffen merkte ich dann, dass ihr das persönliche Treffen viel mehr liegt als schreiben und telefonieren, sie lebte immer mehr aus. :)

Ich hab mich einfach in ihre Art verliebt, wir trafen uns öfters und das Vertrauen ist immer mehr gewachsen. Vor dem 5.Date war aber für sie klar, sie wird sich nicht verlieben. Schade.

Männer, die wirklich eine Beziehung suchen, werden das zu schätzen wissen. Besonders dann, wenn sie angeschrieben werden, obwohl man schon ihre Fotos sieht. ;) Ich glaube kaum, dass ein Mann sagt, die da hätte ich gerne angeschrieben, aber weil sie mich zuerst angeschrieben hat, habe ich kein Bock mehr, sie kennenzulernen.

Ich Auf mich wirkt das bedürftig, wenn mich eine Frau anschriebe. Da ich nicht Brad Pitt bin, muss irgendetwas faul sein.

Das klingt nach dem Klassiker, möchte in keinen Klub aufgenommen werden, der mich als Mitglied akzeptiert. Hast Du so wenig Selbstvertrauen, dass Du hinter jeder Anschreibe eine Veräppelung vermutest? Wenn Du Deinen Wert so gering schätzt, dann werden das auch die Frauen spüren.

m/40
 
  • #28
Freundliche Zurückhaltung bringt am meisten, wenn man eine Frau ist. Bloß keine Männer anschreiben.
 
  • #29
Hier ist nochmal die Fragestellerin. [...] Mir ist halt nur aufgefallen, dass Interesse und Engagement seitens des Mannes nur dann gegeben sind, wenn er den ersten Schritt macht und eine Kontaktanfrage versendet. Das ist meine Erfahrung aus einem Dreivierteljahr Online-Dating.

Naja, aber das ist doch nun wirklich eine Milchmädchenrechnung. Natürlich sind diejenigen Männer, welche Dich anschreiben oder ansprechen, in irgendeiner Weise an einem näheren Kennenlernen interessiert. Andernfalls würden sie den Kontakt ja nicht aktiv suchen.

Aber daraus kann man im Umkehrschluss doch nicht folgern, dass weibliche Initiative grundsätzlich zum Scheitern verurteilt ist und das Interesse der Männerwelt davon abhängt, wer wann denn ersten Schritt tut. Wer sich für irgendwas engagiert, muss halt auch mit Misserfolgen rechnen. Wer inaktiv bleibt, wird zwar keine Körbe kassieren, ist aber auch in hohem Maße auf die Initiative der anderen Partnersuchenden angewiesen ... das ist das ganze Geheimnis.

Angenommen, mich würde Megan Fox in einer Bar ansprechen (... eher unwahrscheinlich) ... glaubst Du ernsthaft, ich würde da abspringen, weil mein "Jagdinstinkt" nicht getriggert wird?

Ich hatte schon zwei mehrjährige Beziehungen, bei denen die Frauen den ersten Schritt übernahmen. Beides sehr attraktive und begehrte Frauen, die es keinesfalls "nötig hatten", weil sie andernfalls alleine geblieben wären. Laut Forum wäre das vollkommen unmöglich.
 
  • #30
Mein Eindruck ist, dass es bedürftig wirkt, wenn ich selbst die Initiative ergreife und daher nicht viel Interesse zurückkommt. Aus diesem Grund habe ich eigene Kontaktanfragen eingestellt. Mich würde interessieren, welche Erfahrungen ihr in dieser Hinsicht gemacht habt und ob ihr meine Einschätzung bestätigen könnt.
Der Eindruck ist falsch; es sei denn Du hälst uns Männer alle für "bedürftig".

Das, was Du erlebst, ist das normale Tagesgeschäft in einer Singlebörse, ich bekomme auch höchstens eine brauchbare Antwort auf 20-30 Anschreiben, eber weniger.
 
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