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  • #1

Wie kommt ihr mit den Enttäuschungen klar?

Das Singleleben ist eine ziemlich rauhe Strecke. Immer wieder kommt es zu menschlichen Enttäuschungen. Wie verarbeitet ihr die? Wird man auf Dauer einfach nur abgeklärt oder kann man das auch schadlos überstehen. Hängt sicherlich auch von der Zeitspanne ab. Habt ihr auch immer wieder Erwartungen und Wünsche, die dann enttäuscht werden? Man trifft in dieser Zeit ja auch potentielle Freunde (also keine Bettgefährten), die einen auch enttäuschen können. Gibt es einen Weg, der für mich auch machbar ist, diese Erwartungen herab zu setzen?
 
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  • #2
Gar nicht. Es gibt Zeiten, da ziehen mich die Enttäuschungen, auch bei der Onlinepartnersuche, ganz schön runter. Da schwemmt es alles hoch. Einsamkeit, Misstrauen, Skepsis. Zweifel, ob das der richtige, für mich passende Weg ist. Oder ob ich nicht doch lieber Single bleiben sollte. Und ob es noch den Richtigen gibt oder nur (tschuldigung) Trottel. Ich bin schon 10Jahre alleine. Es gab Beziehungsversuche in den letzten 10Jahren. Aber immer die falsche Einschätzung und Erwartung. Meine Wünsche wurden nicht erfüllt. Manchmal habe ich mich einem Mann/Beziehungsversuch vertraut und mich fast fallen lassen und dann war es für den Mann zu Ende. Ja, es waren auch Männder dabei, die nur eine Bettgefährtin suchten, allenfalls noch eine Begleitung obendrauf. Und es waren viele Begegnungen mit Männern in Form eines Dates, die sich ganz klar nicht entschieden hatten, was sie in Zukunft wollten. Singleleben mit den bekannten Vorteilen oder eine Partnerschaft mit den bekannten Vorteilen. Oft hatte ich das Gefühl, sie wolllen beide Vorteile, aber keine Kompromisse und Abstriche machen. Ich hoffe, dass ich gelernt habe mir mehr Zeit zu lassen und besser auszuwählen, indem ich erstmal besser kennen lerne und das mit Selbstbewusstsein und Ruhe und Geduld. Für mich selbst. Solche Erfahrungen machen Wunden und dunkelrote Narben, die machen tiefe Hürden und Hemmungen. Aber da ich einen Partner will und mir eine Beziehung / Leben zu zweit wünsche, muss/darf/ kann ich es immer wieder versuchen. Aber nicht nur online. Ich verändere mich dahin gehend, dass ich mich selbst beim Schopf packe und mehr ausgehe und zwar nur zu den Dingen, die mir wichtig sind und mich interessieren, Nicht in Veranstaltungen, um meine Chance zu erhöhen einen Partner zu finden. Ich hoffe,ich habe gelernt.
 
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Berliner30

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  • #3
Ich rege mich mal so richtig auf, lasse meine Wut raus und bin danach wieder entspannt und glücklich, das ich so schnell eine Entscheidung getroffen habe oder sie mir gemacht wurde. Auf ein neues.
 
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  • #4
Ja es stimmt, das Singleleben kann ganz schön mühsam sein. Es war ein harter Weg bis ich so weit war, mich auch alleine wohl zu fühlen. Das habe ich wenigstens geschafft. Tief in mir
ist zwar immer noch der Wunsch vorhanden, eine tolle Partnerschaft zu bekommen. Aber wenn
ich ehrlich bin, nach den Erfahrungen der letzten beiden Jahre, fällt es mir schwer daran
noch zu glauben. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ich habe mir ein relativ dickes Fell zugelegt und betreibe die Partnersuche jetzt sehr
rational. Wenn man hier den Verstand einschaltet, bleiben auch die Verletzungen aus.
Man bekommt Menschenkenntnis und kann die Männer gut einschätzen.
Aber manchmal kommt mir das alles wie ein tiefer, schwarzer Sumpf vor in dem sich
Leute tummeln, die ich nicht gerne näher kennenlernen will.
Jeder hat ein anderes Problem. Was war das früher noch einfach.
Einen ädequaten Partner zu finden ist wirklich die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
 
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  • #5
Ich denke hier stehen schon viele gute Antworten

https://www.elitepartner.de/forum/wie-bleibt-ihr-optimistisch-bei-der-partner-suche.html
 
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  • #6
Von welcher Einsamkeit ist immer die Rede? Habt ihr alle keine Familie oder Freunde?!?!
 
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  • #7
Mir (w, 43) geht es ähnlich wie der Fragestellerin. Ich bin seit 1,5 Jahren Single und habe während dieser Zeit viele Dates gehabt, zwei kurze Beziehungen ergaben sich daraus, deren Ende für mich jedes Mal schmerzhaft war. Mit jedem neuen Mailkontakt verbindet sich für mich eine kleine Hoffnung. Es gibt mittlerweile auch Zeiten, in denen ich es "schaffe", ganz ohne Hoffnung an die Sache heran zu gehen. Doch dann bin ich nicht ich selber, bin eher oberflächlich und emotionslos, nur aus Angst, nicht enttäuscht zu werden.
Ja, ich glaube schon, mittlerweile etwas abgestumpfter geworden zu sein und bin darüber nicht gerade glücklich, weil es meinem eigentlichen Naturell nicht entspricht.
Was mir hilft, ist mich darüber mit Freunden auszutauschen, die mich verstehen und der Blick von außen auf mich selbst: Ich bin Single, die Welt liegt mir zu Füßen, was ich daraus mache, ist allein meine Verantwortung. Ob es mir gut geht oder schlecht, liegt an mir und meiner Einstellung - ich arbeite daran und denke, auf einem guten Weg zu sein.
Das Leben ist schön, trotzdem!
 
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Berliner30

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  • #8
Ergänzung zu meinem Text2: Im Emailkontakt kann ich dir jeden Tag mindestens eine kuriose Story erzählen, bei den Treffen etwa alle 7-14 Tage ... Es ist einfach nur extrem nervig und die Masse läßt einen fast verzweifeln. Irgendwann gewöhnt man isch an den rauen Umgangston und paßt sich mehr oder weniger an. Beispiel: Frau schickt blöde Mail = blöde Antwort + Absage, so einfach ist das (irgendwann). Erwartungen hat man öfters, auch wenn man weiß, das es nicht angebracht ist und man regelmäßig auf die Nase fällt. Die Alternative könnte sein, das man sich irgendwann sagt, dann eben nicht und lieber glücklich und Single oder das man sich einige Stufen tiefer umschaut, anpaßt und dort glücklich wird. Ob man etwas davon will? Ich lasse mich immer wieder neu überraschen.
 
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  • #9
Ich weiß nicht genau wie man das schadlos übersteht, ich stumpfe etwas ab, was Gleichgültigkeit bedeutet, das will ich natürlich nicht. Der Rat es verstandesgemäß anzugehen ist wohl der beste, dann ist es eine Routine und trifft einen nicht so.
 
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excuse-me

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  • #10
Menschen enttäuschen mich nicht, denn Menschen haben/machen Fehler - niemand ist perfekt.
Jeder ist für sich verantwortlich und sollte versuchen genug Rückrat zu entwickeln, um mit seinen Entscheidungen und Fehlern entweder aufrecht zu leben oder sie zu korrigieren, wenn es ihm nötig und wichtig erscheint.

Für mein eigenes Gewissen gibt es nur einen Leitsatz für mich:
"Behandle einen anderen Menschen so, wie du selbst behandelt werden möchtest!"
Also lüge ich nicht, weil ich nicht belogen werden möchte.
Also betrüge ich nicht, weil ich nicht betrogen werden möchte.
Also enttäusche ich hoffentlich nicht, weil ich nicht enttäuscht werden möchte.
Also bin ich freundlich, weil ich freundlich behandelt werden möchte.
usw......
... und wenn ich einen Fehler mache, ihn aus mir heraus als solchen erkenne - einen Menschen enttäuscht habe - tut es mir leid und dann kann ich mich entschuldigen. Aber was ist RICHTIG?
Ich werde nicht müde, nach dem allgemeingültigem "RICHTIGEM" zu suchen, aber es ist wohl menschlich, darauf keine Antwort zu finden.
Wie kann mich jemand enttäuschen, wenn doch meine Wahrheit, meine Sicht, nicht der seinen entspricht? Was für mich ein Fehler ist, muss es für den anderen nicht sein.
Menschen enttäuschen mich nicht, aber Situationen zwischen Menschen: Missverständnisse, die durch auseinandersetzen, sich darüber austauschen, aus der Welt geschafft werden könnten - das man das nicht schafft, das ist es, was mich wirklich enttäuscht.
 
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  • #11
Der beste Rat ist doch wohl, überhaupt keine Erwartungen zu haben und die Dinge eben so zu nehmen, wie sie kommen. Wer krampfhaft sucht, findet ohnehin nicht das passende.

Pat Pitt
 
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  • #12
Ich bin in den letzten Jahren so oft auf die Schnauze gefallen, dass ich mich manchmal wundere, woher ich doch immer wieder die Kraft nehme noch weiter zu suchen. Ich hatte jetzt z. B. zweimal hintereinander mehr oder weniger kurze Beziehungen mit Bindungsphobikern. Der letzte hat sich von heute auf morgen völlig schizophren verhalten und versucht merkwürdige Psychospielchen mit mir zu spielen.
Diesw Erfahrungen und noch so einige kleinere merkwürdige Begegnungen bringen mich manchmal dazu, dass ich mir vornehme einfach Single zu bleiben und gut ist. Ich habe keine Probleme mit dem allein sein, bin darin geübt, habe Freunde und Hobbys und doch wünscht man sich einen Partner zum anlehnen, jemanden mit dem man in eine Richtung schaut.
Man muss sich immer wieder sagen "Ich glaube daran, auch morgen kann er mir plötzlich begegnen, es ist nie zu spät"!! Und die negativen Erlebnisse sollte man als Erfahrung abspeichern, denn sie helfen vielleicht beim nächsten Versuch. Der Weg ist das Ziel :)
 
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  • #13
Manchmal ist es besser keine Erwartungen zu haben, denn man wird so und so nur .....
Wenn einer sagt ich liebe Dich, obwohl er nur seine Weg alleine geht und macht was er will, sollte man wohl die Finger davon lassen.Ich fahre zur Zeit Achterbahn, ob wohl ich weis, wenn man wirklich liebt sollte mann auch los lassen können. Ist Egal wo und wie man macht immer bittere Erfahrungen. Doch man sollte nie die Hoffnung aufgeben.Späte Liebe nie ausgeschlossen. Eines Tages wird es so weit sein. Nie mehr alleine :)
 
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