G

Gast

  • #1

Wie kommt Ihr mit den Euch auferlegten Regelungen für den Umgang mit Kind(ern) klar?

Ich meine die Regelungen, die vom Gericht beschlossen/ auferlegt oder mittels Vergleich getroffen wurden. Sind diese Umgangszeiten immer alltagstauglich? Was empfindet Ihr, wenn Ihr mit dem Expartner kein gutes Verhältnis habt, man sich allerdings mehrmals in der Woche auf Kindesumgang einstellen bzw. sich arrangieren muss?
 
G

Gast

  • #2
versuch einfach einmal von einem anderen Ausgangspunkt auszugehen. Es geht beim Umgangsrecht der Kinder NICHT um die Befindlichkeiten der Eltern, sondern um die der Kinder!

Nach einer Trennung kommen die ehemaligen Partner sehr selten gut miteinander aus - klar, sonst hätte man sich nicht getrennt. Nach ein paar Jahren hat sich das gelegt und die Erwachsenen leben mehr oder weniger zufrieden ihr eigenes Leben. Wenn ihr jetzt auf dem Rücken eurer Kinder eure persönlichen Probleme austragt, werdet ihr beide das in ein paar Jahren sehr bedauern, denn dann habt ihr sie auf die eine oder andere Art für immer verloren!

Wenn ihr es nicht schafft, alleine klar zu kommen, wendet euch ans Jugendamt.
 
G

Gast

  • #3
Oh ja, ich kenne diese Gefühle zu gut! Schlimm, wenn die Trennung noch frisch ist und die Ehe vielleicht durch widrige Umstände scheiterte. Der Zwang, dass sich die Ex-Partner immer wieder sehen MÜSSEN, holt auch alte, schöne Erinnerungen hoch. Dinge, die man bis vor kurzen Zusammen gemacht hat, oder immer schonmal machen wollte, finden nun alleine mit dem anderen statt..Das tut sehr, sehr weh. Aber das ist nur die eine Seite zwischen den Ex-Partnern.
Wir haben die normale Umgangsregelung alle 2 Wochen und hälftige Ferien. Bei uns hat das nie geklappt, weil mein Ex sich zwischendurch Monatelang im Ausland aufhielt. WENN er allerdings da war, konnte er die Kinder sehen, sooft er wollte, was sich aber ebenfalls in Grenzen hielt.
Wichtig ist, das beide Elternteile, egal wie hart der Streit ist, wenigstens in dieser einen Sache einen Konsens finden und den Kindern NICHT das Gefühl vermittelt wird, sie dürfen den einen oder anderen nicht sehen!
Die Alltagstauglichkeit kommt also auch immer auf die räumlichen und beruflichen Umstände an und die Zeiten sind nicht immer durchzuhalten.
Wenn ein Elternteil zu "verbockt" ist und Besuche torpediert, werden sich die Kinder spätstens nach der Pubertät gegen ihn richten und mit Vorwürfen konfrontieren. Also Zähne zusammenbeissen, lange Leine lassen..In ein paar Jahren werden die Kinder sowieso von selbst entscheiden und auch begründen, wenn sie Mutter oder Vater mal nicht sehen wollen.
Man kann sich als zurückbleibende Mutter leicht die Finger verbrennen, wenn das Kind mal nicht zum Vater will, weil es gerade auf ihn sauer ist (ja auch die haben schon früh eine eigene Meinung, die nicht immer dem entspricht, wie die Eltern es für richtig halten)...Dann heißt es nämlich gleich wieder, Frau würde die Kinder entziehen. Diese Besuchsrechte sind eine Gradwanderung und um des lieben Friedens willen und der Kinder wegen, sollte man deshalb die Kommunikation zum Ex nicht ganz einstellen, damit es gar nicht erst zu (noch) mehr Mißverständissen kommen kann.
 
G

Gast

  • #4
Leider gehen ganz wenige Eltern fair miteinander um, die Eiseskälte, die bei Kinderübergabe herrscht ist erschreckend und eines erwachsenen Menschen eigentlich unwürdig. Doch leider die Realität.

Ich habe eine tolle Regelung mit dem Vater meines Kindes, ohne Gericht, freundschaftlich und fair und werde darum oft beneidet. Doch es müssen beide Parteien mitspielen.

Wünsche dir, dass du es schaffst, es ist jedoch nicht einfach. Auch, weil zuviele andere Personen meinen, Ratschläge geben und beim Krieg mit spielen zu dürfen bzw. zu müssen.
 
G

Gast

  • #5
wie alt sind deine Kinder? bist du Mutter oder Vater??

bei uns (ich bin Mutter, unsere Tochter war damals 12) war es so, dass das Mädel immer völlig verstört vom Wochenende, das sie beim Vater verlebt hatte, nach Hause gekommen ist. Sie hat den Wechsel zwischen den Eltern nicht verkraftet. Dieses Sonntags-Wochentags-Leben.
Beobachte dein/e Kind/er und sieh zu, dass es ihnen möglichst gut geht - egal, wie das Gericht entschieden hat. das Gericht kennt dein Kind nicht. notfalls muss man nachverhandeln. sprich mit den Leuten vom Jugendamt! sie haben Erfahrungen und wissen auch, wie man mit gleich Betroffenen ins Gespräch=Erfahrungaustausch kommen kann.

und sprich mit deinem Kind, um herauszufinden, was für sie/ihn am Besten ist!
so viel Fairness sollte bei einer Trennung sein.
 
F

Fräulein Smilla

  • #6
Bei uns klappt es jetzt nach fünf Jahren Trennung ganz gut.
Ich habe früher an den Tagen, an denen ich genervt war meine Kinder einfach kurz unten allein gelassen und mich in mein Zimmer zurück gezogen (der Kleinste war 6Jahre alt). Auch Kinder können verstehen wenn man mal nicht so gut auf den anderen zu sprechen ist und ihn nicht sehen möchte So lange man keine Dramen daraus macht und die Kinder in die Streitigkeiten nicht mit einbezieht finde ich das vollkommen in Ordnung.
Jede Wunde braucht Zeit um ztu heilen, sei ehrlich zu Dir selbst, aber nicht dramatisch...

Viel Erfolg und Kopf hoch!

Fräulein Smilla 7E1DA741
 
G

Gast

  • #7
Danke für Eure Antworten. Mein Kind ist acht Jahre alt.
Fragestellerin