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  • #1

Wie kommt man aus diesem Teufelskreis wieder raus?

Hallo,

als erstes möchte ich anmerken, dass es mir nicht ums "Ausweinen" geht, sondern dass ich an konstruktiven Vorschlägen interessiert bin.

Ich (m.34) hatte bis jetzt zwei (für mich) ernstere Beziehungen, die aber beide nicht gehalten hatten und beide Male nahm mich die Trennung ziemlich mit. Mir kommt es so vor, als ob nach jeder unglücklichen Beziehung, nach jedem erhaltenen Korb ich mich stärker zurückziehe. Mittlerweile scheint mir die Situation sehr verfahren zu sein, was das Kennenlernen und Beziehungen knüpfen angeht.

Ich habe versucht, objektiv zu Bewerten welche Faktoren daran teilhaben könnten, warum es nicht klappt, eine Beziehung aufzubauen:

a. Distanziere mich von Beziehungen, um nicht wieder verletzt zu werden.
b. Habe im Hinterkopf den Gedanken, dass die Beziehung ehe nicht lange halten würde und lasse es lieber gleich sein.
c. Stehe auf den Typ Frauen, bei denen ich keine Chance habe.
d. Bin für Frauen nicht groß genug. (Bin 1,70. Das stört mich persönlich aber nicht im Geringsten.)
e. Reagiere nicht mehr auf Zeichen von Frauen, die an mich gerichtet sind.
f. Gehöre womöglich zu dem Typ Mann, denn keine Frau haben möchte.

Mir kommt es vor, dass ich zunehmend gefühlsmäßig abstumpfe. Ein Beispiel: Wenn mir jetzt eine nette Frau begegnet, dann denke ich "Ja, sie ist nett.". Sonst kommt aber auch nichts, nur die Ratschläge aus dem Unterbewusstsein: "Lass es sein. Schau um dich herum. Es gibt haufenweise Männer, die besser sind. Also mache dir nichts vor.".
 
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  • #2
....und beide Male nahm mich die Trennung ziemlich mit.

b. Habe im Hinterkopf den Gedanken, dass die Beziehung ehe nicht lange halten würde und lasse es lieber gleich sein.
c. Stehe auf den Typ Frauen, bei denen ich keine Chance habe.
f. Gehöre womöglich zu dem Typ Mann, denn keine Frau haben möchte.

Lieber FS,
das ist eine ausgesprochen depressive Denke, als solche macht sei Dich total unattraktiv. Es ist kein guter Weg, den Du schon unter dem Aspekt verlassen solltest, dass der Großteil der Frauen, die altersmäßig Deine Zielgruppe sein sollten, jetzt vom Markt in feste Beziehungen verschwinden. Sie werden für Dich dann garnicht mehr erreichbar sein, weil die Ehen halten oder sie werden erst in etlichen Jahren wieder mit Kindern, finanziellem Engpass und wenig Spielraum für eine neue Beziehung auftauchen.

Wer sich persönlich sichtbar macht, sich einlässt, riskiert, abgelehnt und verletzt zu werden - das ist so und das muss man aushalten können. Du wurdest 2 Mal verlassen - warum? Es muss nicht an Dir gelegen haben, so dass Deine Annahmen b, f und die andern überhaupt keine Rolle spielen, sondern Annahme c zutrifft - Du suchst Dir die falschen Frauen aus, für die Du langfrsitig nicht der richtige Partner bist.
So hast Du also nur 2 Möglichkeiten: den Depressionskurs solange weiterzufahren, bis Du keine Partnerschaft mehr hinbekommst oder aber zu reflektieren, mit welchen Frauen es bisher, warum nicht geklappt hat und bei welchem Frauentyp Du mehr Erfolg haben kannst. Diese Frauen solltest Du Dir dann suchen, solange Du altersmäßig noch genug Auswahl hast. Und Du wirst riskieren müssen, abgelehnt zu werden. Wer dazu nicht bereit ist, kann sich auf ein Leben allein einstellen, denn nach dem, was Du schreibst, bekommst Du noch nicht mal Affären hin, wenn Du den Deprikurs weiterverfolgst.

Ich war in jungen Jahren zu unsicher, mir selber einen passenden Parter zu suchen. Irgendwann waren dann alle, die gut für mich gewesen wären weg und ich habe meine Ansprüche downgesized, einen genommen, der mich wollte, aber garnicht passte. Das war auch der Not des sinkenden Angebots folgend. Natürlich hat das nicht geklappt.
Nach 20 Jahren Ehe (geschieden) finde ich kein Angebot mehr, was zu mir passt, auch weil ich zu inaktiv bin, daher nur von den falschen angeschrieben wurde. Ich habe die Suche eingestellt, mich damit abgefunden, den Rest des Lebens allein zu verbringen. Den richtigen Zeitpunkt zur Partnerwahl habe ich verpasst, genau aus den Gründen, die Du beschriebst, zu lange die Wunden geleckt.

Mach' das nicht, geh' besser ein paar Stunden zu einem Coach und find' heraus, wie Du besser mit Ablehnung umgehst und welche Frau zu Dir passt, damit Du das Elend der Falschauswahl nicht unentwegt wiederholst.
w, 55
 
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  • #3
Das steht doch in der Überschrift.
Allerdings weiß ich auch nicht so recht, was ich dazu schreiben/raten soll.
Auf welchen Typ Frauen stehst Du denn, wenn Du schreibst, dass Du bei ihnen keine Chancen hast? Woher weißt Du das?
Und woher weißt Du, dass Du mit 1,70 für "Frauen" (so allgemein hast Du das ja geschrieben) nicht groß genug bist? Ich persönlich finde kleine Männer sehr anziehend, bin auch selber nur 1,58.

w/34
 
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  • #4
Man muss sich halt klar werden, dass es dem Großteil ähnlich geht.
Ein wirklich glückliches Leben (ohne jeglichen Neid oder Unzufriedenheit in irgendeinem Punkt) führen nur die wenigsten.
 
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  • #5
Hallo lieber FS,

entweder komplett auf Singlemodus umschalten oder aktiv werden.

Da du aus dem Teufelskreis raus willst und dein Problem erkannt hast, dann mach was, möglicherweise auch eine Therapie.

Eine Garantie auf Liebe und nicht verletzt werden gibt es nicht. Das ist nun mal so.
Und ich glaube die wenigsten machen nur gute Erfahrungen, das gehört zum Leben dazu.
Nach einer Niederlage wieder Aufstehen.

Dein Selbstwertgefühl scheint nicht sehr hoch zu sein, auch für dich wird es jmd geben, der dich so mag, wie du bist. Aber nur wenn du es zuläßt. Und das ist der Punkt-

Du blockst wahrsch. alle Chancen direkt ab oder nutzt sie erst gar nicht. Du willst kein Risiko eingehen, um nicht irgendwann vielleicht! wieder verletzt zu werden.
Keine Nähe zulassen = nicht verletzt werden

Dadurch nimmst du dir selbst die Chance vielleicht positve Erfahrungen zu machen.
Das wäre schade.

Alles Gute

w
 
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  • #6
Mein Mitleid hält si ch in Grenzen! Dir geht es wie vielen anderen Männern auch: du stehst auf das Topprozent der Frauen, die sind aber absolut außerhalb deiner Liga. Wenn dir keine normale Frau gut genug ist, warum solltest du dann einer normalen Frau gut genug sein? Mehr Reflektieren und weniger jammern stünde dir gut zu Gesicht.
 
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  • #7
Da fallen mir mehrere Möglichkeiten ein, was du tun könntest:

1. Nimm dir bewusst mal eine Auszeit von ca. einem Jahr vom ganzen Thema Partnerschaft, um wieder runterzukommen. Sei bewusst Single, konzentriere dich auf dich selbst, mach in deiner Freizeit Dinge, die dir Spaß machen. So nimmst du den Druck und das Krampfige raus. So wie du jetzt drauf bist, kann es mit einer Beziehungsanbahnung ja gar nicht klappen.

2. Such dir einen Coach oder Therapeuten, der sich auf das Thema Partnerschaft, Beziehungen und Trennungen spezialisiert hat. Viele Paartherapeuten beraten auch Singles nach Trennungen. So kannst du mal bei dir nachschauen, wo eventuell der Knackpunkt liegt. Du kannst dich von alten Wunden befreien und selbstbewusster an die Zukunft gehen.

3. Manchmal hilft es auch, sich einfach klar zu machen, auf welch hohem Niveau man jammert: Trennungen, Liebeskummer, einen Korb kriegen...das macht heutzutage jeder mehrfach mit. Das ist ganz normal. Mach dir mal klar, was wirkliche Probleme sind und wie gut es dir eigentlich geht. Was sollen denn Leute sagen, die ein todkrankes Kind haben oder Frauen, die schwanger sitzen gelassen werden etc.?

W41
 
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  • #8
Lieber FS,
ich könnte mir vorstellen, dass sehr viele Menschen mal eine Phase durchmachen, wie Du sie jetzt erlebst. Man wurde durch Trennungen verletzt, blockt deshalb neue Bekanntschaften ab und zweifelt an sich selbst. Wenn ich Deinen Beitrag aber richtig verstanden habe, dann hattest Du nicht nur bereits Beziehungen, auch wenn nur zwei davon nach Deiner Meinung ernsthaft waren, Frauen geben die Zeichen, und Du lernst auch Frauen kennen. Das spricht gegen Deine Theorie, Du seist ein Mann, den Frauen nicht wollen. Da Du Dich jedenfalls derzeit selbst so negativ siehst, bin ich mir auch nicht ganz sicher, ob Du wirklich nur auf Frauen stehst, bei denen Du keine Chance hast. Mir kommt es eher so vor, als wenn diese Ansicht zu Deinen Selbstzweifeln und Deiner Abwehr neuer Bekanntschaften mit Frauen gehört. Man kann seine Abwehr auch dadurch fördern, dass man die eigenen Ansprüche einfach so hoch schraubt, dass eigentlich niemand sie mehr erfüllen kann. Du kommst aus dieser Situation nur raus, wenn Du es auch wirklich willst. Angst vor Verletzungen und Niederlagen haben wir alle. Und wir alle müssen dieses Risiko eingehen. So ist das eben. Wenn Du alles abblockst und Dich verkriechst, wenn Du Abwehr und Selbstzweifel ausstrahlst und auch kommunizierst, dann verbaust Du Dir selbst jede Chance, eine Frau kennen zu lernen, die zu Dir passt. Tritt Dir selbst in den Hintern und mach endlich die Augen wieder auf für das Schöne im Leben. Das Leben ist viel zu kurz, um sich ständig selbst im Weg zu stehen. Natürlich ist das immer leichter gesagt als getan. Aber, wenn Du wirklich etwas ändern willst, dann bleibt Dir nichts anderes übrig.

Alles Gute!
 
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  • #9
a. Distanziere mich von Beziehungen, um nicht wieder verletzt zu werden.
b. Habe im Hinterkopf den Gedanken, dass die Beziehung ehe nicht lange halten würde und lasse es lieber gleich sein.
e. Reagiere nicht mehr auf Zeichen von Frauen, die an mich gerichtet sind.

Mir kommt es vor, dass ich zunehmend gefühlsmäßig abstumpfe. Ein Beispiel: Wenn mir jetzt eine nette Frau begegnet, dann denke ich "Ja, sie ist nett.". Sonst kommt aber auch nichts,

a,b, e, kenne ich- wenn es so ist, dann ist es so. Ich habe vor Jahren erkannt, dass es wohl an mir selbst liegt, dass ich nie über ein paar Wochen Beziehung hinausgekommen bin und irgendwann muss man einsehen, dass man seine Zeit anderweitig verbringt - in meinem Fall Sport (Golf, Fitness) und ehrenamtliche Aufgaben. In meinem Leben habe ich es geschafft, immer die Frauen kennenzulernen, die irgendetwas anderes gesucht haben. Von der mid-30-in die es bevorzugte eine Affäre mit einem verheirateten Mann fortzuführen (und micht nicht mehr "brauchte") bis zu jener bei der ich zufälligerweise in die "off-Phase" ihrer on-off-Beziehung mit einem 15 Jahren älteren Mann gefallen bin oder jener, die ihrem Ex-Freund wieder "eine Chance geben wollte" obwohl sie ihn selbst drei Jahre vorher verlassen hatte. Ich unterstelle bei jeder Frau irgendeine Leiche im Keller die spätestens 2-3 Monate nach dem Kennenlernen auf einmal auftaucht und mich damit zur zweiten Wahl werden lässt. Ich nehme keinerlei Zeichen von Frauen mehr wahr bzw. negiere sie sofort weil ich ganz genau weiss, dass mir ohnehin nur die Exemplare über den Weg laufen, die sowieso eine andere Agenda haben. An Körpergröße (1.85), Bildung (in mehreren Ländern studiert und gearbeitet) Sportlichkeit und vielen anderen Attributen mangelt es bei mir nicht. So führe ich ein "sorgenfreies" Leben im internationalem Jobumfeld und so viel Gehalt, dass ich gar nicht weiss, wofür ich es ausgeben kann. Den 'Sinn' des Leben gebe ich mir durch ehrenamtliche Tätigkeiten - als ich so alt war wie Du hatte ich bereits meine dritte "Negativerfahrung" und in den Jahren danach kamen noch einige dazu. Mit 38 habe ich dann letztlich beschlossen, dass ich zu doof bin, eine Frau zu richtig einschätzen zu können und folglich seither alle Bestrebungen in Richtung "Beziehung" eingestellt. Ich habe mir auch erlaubt, mit meinen "Kurzzeitbeziehungen" Monate nach der Beendigung Gespräche darüber zu führen, warum es nicht funktioniert hat und was ich als Mensch hätte anders machen müssten damit es funktioniert hätte - in zwei Fällen wurde mir von den Frauen entgegnet, dass sie gar nicht wüssten, warum sie sich von mir getrennt haben...Ich empfehle Dir, sich selbst die Frage zu stellen, ob Du vielleicht auch so ein Kandidat bist und daraus die Konsequenz zu ziehen, dem Leben einen anderen Sinn zu geben anstatt zu versuchen, irgendetwas zu erreichen, was sowohl Du als auch ich nicht in der Lage sind darzustellen.
 
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  • #10
In meinem Leben habe ich es geschafft, immer die Frauen kennenzulernen, die irgendetwas anderes gesucht haben.

Manchmal nützen ein Studium bzw. super Job usw. nichts, wenn Mann sich selbst nicht ausreichend reflektieren kann. Denn wenn Mann nur an solche Loser-Frauen gerät, dann muss ein Grund dahinter stecken. Denn es gibt genug bindungsbereite, attraktive Frauen, die keine Leichen im Keller haben. Soche Frauen bzw. Männer lernt man ja schon durch Studium und Job ausreichend kennen. Solange man seine eigene Leiche nicht gefunden hat, oder sie nicht sehen will und Beziehungsversuche mit solchen nicht bindungsfähigen Frauen eingeht, schaut man natürlich lieber auf die Leichen anderer Menschen.

w 50
 
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  • #11
@#8
M42
Du siehst es zu negativ. Manche treffen die falschen Frauen, da kann man einfach nichts machen. Das man Menschen falsch einschätzt, dass kann jeden treffen, deswegen ist man noch nicht bindungsunfähig, auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick so aussehen mag. Für manche Menschen dauert es länger bis man den richtigen Partner trifft.
 
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  • #12
1) Suche Dir einen Kampfsport, wo man wirklich kämpft. Siegen ist leicht, Niederlagen zu verarbeiten ist die größere Kunst!

2) Geh ins Fitnessstudio und lege Dir einen Muskelpanzer an. Du wirst von Frauen ganz anders wahrgenommen. Mit dem steigendem Fitnessgrad kann auch Dein Selbstbewusstsein steigen.

3) Bilde Dich lebenslang weiter. Leben ist immer Entwicklung!

4) Sei Dir bei einem Korb bewusst: Wenn diese Frau nicht erkennt, dass DU ihr persönlicher Jackpot sein könnte, hat sie Dich auch nicht verdient!

Es ist ein langer Weg und egal wie steinig er ist, NIEMALS aufgeben!

m, 30 ebenfalls Wanderer auf dem Weg
 
  • #13
1) Suche Dir einen Kampfsport, wo man wirklich kämpft. Siegen ist leicht, Niederlagen zu verarbeiten ist die größere Kunst!
Auch wenn der Gedanke dahinter richtig ist, der Tipp mit dem Kampfsport ist es nicht. Eh der FS dort zu echten Kämpfen kommt um Siege zu erringen oder Niederlagen zu verarbeiten, vergehen Jahre.

@FS, der Gedanke von #11 ist genau richtig. Du brauchst persönliche Erfolge um dein Selbswertgefühl zu stärken. Suche dir etwas in deinem persönlichen Umfeld wo du dies realisieren kannst.
 
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  • #14
Den Schutzpanzer, den Du Dir zulegst, um nicht erneut verletzt zu werden, schützt Dich nur scheinbar vor weiterem Unheil. Eine Garantie auf eine glückliche und lebenslange Beziehung gibt es nicht. Enttäuschungen und Misserfolge gehören auch zum Leben dazu.

Mit Deiner negativen Einstellung wird es garantiert nichts mit einer Beziehung, Du wirkst negativ und strahlst das natürlich aus. Zuerst mal ist es wichtig, dass Du Dein Selbstwertgefühl stärkst und Dich mit Dingen beschäftigst, die für Dich erfolgsversprechend sind und Freude bereiten, das muss nicht unbedingt Sport sein. Gibt es den eine Freizeitbeschäftigung, die Dir Spass macht?

Falls Du wirklich in einem "Loch" hängst, aus dem Du nicht heraus kommst, solltest Du ein Coaching nehmen, Selbstbewusstsein und Erfolg kann man auch trainieren und da kann man auch lernen, mit Enttäuschungen besser umzugehen und permanente Zweifel aus dem Weg räumen. Du sollst auch nicht der "Überflieger" werden, aber etwas mutiger werden und vor allem an Dich glauben. Es muss nicht zwangsläufig an Dir gelegen haben, dass die Beziehungen auseinander gingen, es passt wohl nicht mehr. Manchmal dauert es eben länger, bis einem der passende Partner begegnet, allerdings solltest Du für eine Partnerschaft bereit sein, aber da Du das momentan nicht bist, rate ich Dir zu einer bewussten Auszeit, um Dich auf Dich selbst zu konzentrieren.

Wie ein Gast schon anmerkte: Siegen ist leicht, Niederlagen und Enttäuschungen zu verarbeiten ist die grössere Kunst.

Wenn Du an Deiner negativen Grundhaltung nichts änderst, könnte es zu einer ausgewachsenen Depression kommen

w
 
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  • #15
Hallo, hier FS

Danke für die vielen Antworten und die Tipps. Ich habe erkannt, dass ich etwas ändern muss. Denn denselben Weg einfach nur weiter zu gehen bringt mich nicht weiter. Jetzt versuche ich zu klären, was ich hätte ändern müssen und wahrscheinlich an mir ändern müssen.

Einige Hintergrundinfos zu mir: Ich war als Kind ziemlich pummelig (bei 1,70m - 92 kg) und hatte auch einen sehr eingeschränkten Freundeskreis. Hatte auch erst im letzten Jahr das Gewicht radikal reduzieren können (von 82 kg auf 64 kg) und bin gegenwärtig bei 68 kg. Das hatte mich beziehungsmäßig aber nicht weitergebracht.

Ins Fitnessstudio gehe ich seit 5 Monaten (3 mal die Woche, je 2 Stunden) und mache fast ausschließlich Krafttraining, ohne allerdings auf "spezielle Mittelchen" zurückzugreifen. Da ist mir meine Gesundheit wichtiger. Dementsprechend sehe ich mittlerweile trainiert aus, aber ohne die richtigen Muskelberge. Leichte positive Resonanz habe ich bereits feststellen können. Insbesondere wenn ich etwas Körperbetontes anziehe.

Kampfsport hatte ich in meinen jungen Jahren gemacht, aber schnell festgestellt, dass mir nichts daran liegt, jemand zu verhauen. Daraufhin habe ich es sein lassen und ging über zu Volleyball.

Ich bin Akademiker und (für einen Mann eher untypisch) rauche und trinke nicht, habe auch am Bier keinen Spaß. Umso mehr wundert es mich, dass machen Leute, die ich kenne und nicht einmal einen Schulabschluss haben und mit 30 noch bei den Eltern wohnen, weil sie sich eine eigene Wohnung nicht leisten können, damit überhaupt kein Problem haben, eine Freundin zu finden. Versteh das wer will.

Ich werde wohl einen Coach aufsuchen und von ihm meine Persönlichkeit einschätzen und Defizite aufzeigen lassen. Mit dem Gedanken "für immer allein zu bleiben", möchte ich mich irgendwie nicht abfinden.

Vielen Dank für die rege Beteiligung und das Teilen der Lebenserfahrung.
 
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