• #31
Der FS
Bei Tina_HH ich lese mal wieder die typische Hamburger Arroganz heraus. Etwas unterdem wir aus der kleinen Hansestadt schon lange leiden. Hamburgerinnen stehen weit oben auf meiner Nogo-Liste.
Der Hauptgrund warum ich whatsapp und facebook nicht nutze ist einfach, dass meine Freunde und meine Familie (mit Ausnahme meiner 13jährigen Nichte und meiner Schwägerin, die ich nicht besonders mag) dort nicht aktiv sind. Ein alter Kumpel hat sich in die moderne 'social network Welt' verabschiedet. Mit dem war auch seit er bei facebook ist, keine vernünftige Unterhaltung mehr möglich.
Es gibt für mich einfach keinen Grund dort zu seien.
Und dann frage ich mich natürlich, muss man heute dabei sein wenn man Frauen kennen lernen möchte ?
Muss ich einer Frau mehrere Mitteilungen pro Tag schicken wenn ich eine Beziehung mit ihr anstrebe ?
Die meisten hier teilen mir ja mit, dass meine Einstellung durchaus akzeptabel ist. Das beruhigt mich doch.
PS: Ich werde mir auch demnächst ein Smart Phone zulegen. Mein kleiner zehn Jahre alter digitaler mobiler Übersetzer hat seinen Geist aufgegeben und solche Geräte gibt es nicht mehr. Heute macht man Übersetzungen mit einer App auf einem Smart Phone.
 
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  • #32
Ich bin über 50, lese hier schon lange mit und gebe auch mal den einen oder anderen Kommentar ab.
In den letzten 20 Jahren hat sich unser Kommunikationsverhalten durch die moderne Technik schon verändert (Handy, Smartphone, email, internet).
Nun lese ich hier immer mal wieder von 'mangelhaften' Kommunikationsverhalten von Männern.
Mich interessiert besonders die Meinung von Frauen Ü50.

Ich glaube, dass dieses mangelnde Kommunikationsverhalten nicht mit der neuesten Technik zu tun hat, sondern mit Unkenntnis von einer gesunden wertschätztenden Beziehungsfördernde Kommunikation mit Frauen.

Wenn ich höre, so im Alltag, wie Männer mit ihren Frauen reden... und die Frauen sich das gefallen lassen... mich wundert es nicht, dass so viele Scheidungen von Frauen eingereicht werden.

W Ü50
 
  • #33
Ganz ehrlich? Ich denke, das hat hier nicht sehr viel mit Ü50 sondern mit Persönlichkeitsanteilen zu tun. Wer "von Haus aus" kommunikativ ist, wird gerne die neuen Medien nutzen. Wer eher der "stillere" Typ ist, wird wohl nicht auf so viele Kommunikationsmittel zurückgreifen wollen.
 
  • #34
Ich antworte ein paar Wochen zu früh, fühle mich aber schon Ü50 genug.

Smartphone wird von mir gerade auch hier genutzt und ist auch sonst mein Kommunikationsmittel.
Ich würde wie sooft erst fragen bevor ich lange nachdenke...wie Du hast kein Smartphone, wie kommt das denn?
Und dann erklärst Du das....Thema durch.
SMS und Email schafft mein Gerät schließlich auch;-)

Was die Menge der Nachrichten angeht, habe ich eher dann Probleme wenn tagelang nichts kommt oder eine große Änderung erfolgt.
Warten auf Godot kann mich dann schon sehr verunsichern, denn es kann schließlich sein, dass er eben nicht erscheint.

Es ist nunmal niemand anzusehen wie er tickt, ganz anders als früher. Viele spielen Beziehungsanbahnung und meinen es nicht ernst. Das habe ich erlebt und das liest man auch hier sehr oft. Das macht mich zb unsicherer als früher und ob es logisch ist oder nicht...eine nette Nachricht zu bekommen, beruhigt da ungemein.

Ich denke wenn Du weißt, dass es deinem Gegenüber wichtig ist, dann erkläre es ihr auf eine nette Art.
Vielleicht ist es für beide Seiten passend, wenn ein oder zwei nette Nachrichten geschrieben werden.
 
  • #35
Und dann frage ich mich natürlich, muss man heute dabei sein wenn man Frauen kennen lernen möchte ?
Nein muss man nicht, auch bei Hamburgerinnen nicht. Bei mir (obwohl ebenfalls aus HH) wäre es relativ einfach: Du könntest überall dabei sein, mich aber nicht erreichen, weil ich nicht dabei bin. Ich würde wegen eines Mannes kein WA installieren oder wie auch immer er kommunizieren wollte.

Muss ich einer Frau mehrere Mitteilungen pro Tag schicken wenn ich eine Beziehung mit ihr anstrebe ?
Hängt von den Frauen ab, die Du bevorzugst - ich wäre bei mehreren Mitteilungen am Tag raus. Ich bevorzuge Männer, die selten "ich liebe Dich" sagen, es aber ehrlich meinen und sich eindeutig verhalten. Dann ist man sich nämlich der Liebe sicher und braucht das nicht mehrfach am Tag schriftlich.
Er könnte mir tagsüber 30 sms schicken, ich würde sie erst abends lesen und vermutlich nach der 3. aufhören, weil der Inhalt irrelevant ist und den gesamten Gesprächsverlauf ungelesen löschen.
Wenn er das 3. mal "ich denke an Dich" oder "ich liebe Dich" wird die Zeichenkette eh erkannt und er hat noch nichtmal den Tippaufwand.

Nach dem 4.-5- Tag (ich bin sehr geduldig und warte ab, ob er von allein drauf kommt) würde ich mich fragen, ob er noch ganz frisch im Kopf ist (merkbefreit) und was für eine Lusche im Job, dass er dort nichts sinnvolles zu tun hat. Das würde den Rest von Interesse ersticken und dafür gibt es die "blocken"-Funktion.
Ich steh' einfach auf Erfolgsmänner und die wissen, dass sie mehr zu bieten haben, als eine Frau digital zu bespaßen und sie zeigen dann auch, was sie von der Masse abhebt. Besser ein Telefon- oder persönlicher Kontakt alles 2-3 Tage, als dauerhaftes Onlinegeschwafel - schlimmstenfalls noch mit reichlich Emoticons bestückt, weil die Sprachkompetenz schon abgeflacht ist. Die Zeiten, in denen ich mit einem Bilderbuch ins Bett ging sind seit Jahrzehnten vorbei.
 
  • #36
Ich bin auch noch nicht in der anderen Zielgruppe, möchte aber dazusenfen.
Ich denke, das hat hier nicht sehr viel mit Ü50 sondern mit Persönlichkeitsanteilen zu tun. Wer "von Haus aus" kommunikativ ist, wird gerne die neuen Medien nutzen. Wer eher der "stillere" Typ ist, wird wohl nicht auf so viele Kommunikationsmittel zurückgreifen wollen.
Denke ich auch.
Smartphones können sehr praktisch sein. Bei den ganzen Kommunikationsgeschichten frage ich mich aber, wieviel davon wirklich nötig ist im Sinne von gewinnbringend, also Information, die ich persönlich wichtig finde, enthält. Dazu zähl ich auch Unterhaltsames, was einem ja schon mal einen Lacher entlockt. Aber es wird doch auch recht schnell eine Scheinwelt. Bekannte von vor 30 Jahren... wird das wirklich eine Freundschaft oder zumindest Bekanntschaft, bei der es schade wäre, wenn sie nicht entstanden wäre? Wenn man sich im RL begegnen würde, würde man sich dann das alles erzählen, was man virtuell erfährt über soziale Netzwerke? Und wenn nicht - warum dann im Netz?

Die Sache mit den Daten und dem Schutz derselben wird vermutlich manchem ein Stöhnen entlocken. Ich hab schon überlegt, sowas wie Instagram beruflich zu nutzen, also auf der Künstlerschiene, allerdings erklärt man sich ja einverstanden, dass man die Rechte am Bild in gewisser Weise anderen einräumt. Nicht das Urheberrecht, aber die Nutzung. Es gab vor kurzem den Fall, dass jemand Bilder von den Opfern des Holocaust mit Selfies von Holocaust-Denkmal-Besuchern, die sich nach Meinung des Collagen-Erstellers falsch verhielten, in einer Montage zusammenfügte. (Stichwort "Yolocaust"). Vor einiger Zeit machte ein Künstler Screenshots von Instagrambildern, er fügte als seine Leistung nur einen Kommentar dazu, und zog die Dinger auf Leinwand. Die Bilder brachten bis zu 90000 Dollar, die Urheberinnen und Urheber sahen vom Verkaufsgewinn nichts. (Stichwort "Richard Prince Doe Deere")

Angepasste Werbung zu kriegen, ist ja das eine. Ich denke auch nicht, dass diese zwei Fälle nun ein Beweis dafür sind, dass man bloooß aufpassen soll, weil einem dasselbe droht. Aber man muss es wissen, wie mit den Inhalten umgegangen werden könnte, die man ins Netz stellt.
 
  • #37
Ich bin Anfang 50 und finde deine Einstellung super, lieber FS. Ganz besonders cool finde ich, dass du, als Informatiker, diese ganze überflüssige Kommunikationstechnik ablehnst.
Das deckt sich nämlich mit meinen Erfahrungen: Die beiden Berufs-Informatiker (Mitte 40 und Anfang 50) in meinem Freundeskreis sind die einzigen Menschen, die ich noch nie mit einem Mobilphone in der Hand gesehen habe. Der eine von den beiden besitzt tatsächlich gar keins, zahlt aber selbstverständlich seiner Frau und seinen Kindern ihre Smartphone-Verträge (ok, seine Frau zahlt ihren wahrscheinlich selbst).

Ich besitze auch kein Smartphone und benutze mein Handy nur für Situationen, in denen keine andere Kommunikation möglich ist. Für diese Fälle finde ich, ist das Mobilephone, ohne Zweifel, eine tolle Erfindung.
Für die Kommunikation ohne Zeitdruck benutze und liebe ich Email. Damit kann man auch Fotos, Anhänge und dergleichen senden und empfangen. Emails befriedigen nach wie vor alle meine schriftlichen Kommunikationsbedürfnisse, auch die privaten. Vor Jahren hat sich eine große Liebe sogar per Email-Austausch "angebahnt", obwohl wir uns schon länger in der Realität kannten - man kann damit also auch wunderbar flirten.

Schnelle, unwichtige, witzige Kommunikation zum Zeitvertreib ist natürlich auch mal ganz nett, muss man nicht verteufeln, ist aber echt nicht so wichtig, dass ich mir dafür W'app und dergleichen antun wollte. Eine zeitlang hab ich mit bestimmten Leuten per Skype gechattet.
Ich finde übrigens dieses kleine Display und diese kleinen "Tasten" auch eine Zumutung und staune immer, dass die Masse der Leute diesen riesigen Rückschritt in puncto Bedienungskomfort im Verhältnis zum Laptop oder Desktop nicht sehen ...
Telefonieren tue ich gerne mit dem guten alten Festnetz, und zwar in Ruhe von zu Hause aus.

In meinem Freundeskreis werden verschiedene der elektronischen Kommunikationsmöglichkeiten nebeneinander benutzt, jedenfalls bin ich mit meinen kein bisschen "raus".
Du siehst also, bei mir wärst du mit deinen elektronischen Kommunkationsgewohnheiten total richtig.

w51
 
  • #38
dass meine Einstellung durchaus akzeptabel ist.
Nicht nur akzeptabel, ganz einfach die gesunde Variante.

Ich bekomme immer eine mittelschwere Krise, wenn Menschen das Handy fast schon angewachsen ist. Ständig ein Auge darauf, geht gar nicht mehr ohne. Vor zwei Wochen habe ich mich deshalb noch mit einer Freundin gestritten, weil bei meinem Besuch das Handy direkt neben der Kaffeetasse lag und sie ständig darauf guckte. Ich darauf: "Leg das Ding jetzt bitte weg, damit man sich mal ohne "Ping" anständig unterhalten kann. Ständig stierst du darauf. Das geht mir extrem auf den Keks."

Ich schreibe natürlich auch über WA, aber es kommt durchaus vor, dass ich tagelang keine Nachricht schreibe und erhalte. Selbst für meinen Sohn mit 15 Jahren ist das Phone nicht lebenswichtig. Alle paar Tage schaltet er es mal ein. Dann muss er es immer erst aufladen weil der Akku leer ist. Menschen, die genau so agieren deshalb als Hinterwäldler zu bezeichnen ist dumm und völlig daneben.

Anständige Kommunikation geht selbst in diesem Zeitalter ohne die modernste Technik. Verabrede ich mich geht das auch altbacken per Fon und nicht nur per SMS. Bequemlichkeit, Faulheit? Keine Ahnung!

Mein Gott, wie sind unsere Eltern nur groß geworden ohne diesen ganzen technischen Schnickschnack? Und trotz dieses Mankos ist doch aus ihnen etwas geworden...
 
P

proudwoman

Gast
  • #39
Das sehe ich (62) wie @Leopardin und auch @Vikky .Ich habe Smartphone, facebook usw, aber mein Handy ist fast immer aus. Ich mache es genau zwei mal am Tag an, dann erreicht mich alles wichtige, mehr brauche ich nicht.
Ich werde dern ganzen Tag zugelabert mit bulshit und co. Da brauche ich privat meine Ruhe. Ansonsten telefonieren ich Festnetz oder lese Bücher. Facebook habe ich um die elenden Anstupser abzuarbeiten oder um zu diskutieren hin und wieder, sonst nichts.
Ich gelte schon als Sonderfall, ist mir aber egal.
Aber die Art und Weise wie manche in der U Bahn mit ihrem Handy in der Hand dasitzen , einen dämlichen Gesichtsausdruck dazu, erinnert mich an meine Kinderzeit. In der Kirche saßen wir ähnlich da, nur war es das Gesangsbuch in unseren Händen.
 
  • #40
Ganz ehrlich? Ich denke, das hat hier nicht sehr viel mit Ü50 sondern mit Persönlichkeitsanteilen zu tun. Wer "von Haus aus" kommunikativ ist, wird gerne die neuen Medien nutzen. Wer eher der "stillere" Typ ist, wird wohl nicht auf so viele Kommunikationsmittel zurückgreifen wollen.

Nein, ich kenne viele (mich eingeschlossen), eher kommunikative Menschen, die WhatsApp und Co zwar nutzen, jedoch nicht in großen Umfang und ich stelle bei diesen Leuten fest, dass es eher ab als zunimmt. Die Kennenlernphase ist sozusagen vorbei. Ein weiteres Phänomen (da tue ich jetzt Tini HH unrecht): je besser die Bildung, desto weniger WhatsApp (weniger in Form, von nur vernünftigem und nicht kindischen Nachrichten).

M 47
 
  • #41
Mein Gott, wie sind unsere Eltern nur groß geworden ohne diesen ganzen technischen Schnickschnack? Und trotz dieses Mankos ist doch aus ihnen etwas geworden...

Und wir haben Verabredungen getroffen, die tatsächlich klappten...

Da haben sich menschenähnliche Wesen über an Kabeln hängende Sprechapparate gegenseitig erreicht und sich zu einer gemeinsamen Besichtigung einer Stadt verabredet - in zwei Wochen, zu einem bestimmten Termin, an einem verabredeten Ort. Beide Menschen waren dann einfach da und hatten zusammen eine schöne Zeit.

Nicht zu fassen. Wir konnten das.
 
  • #42
Klar, finde auch ich es extrem nervig, wenn jemand, mit dem ich im Café sitze, permanent auf sein Handy stiert.
Und auch, wenn ich mehrere WA täglich bekomme ohne nennenswerten Inhalt.
Aber ehrlich gesagt, kenne ich solche Leute gar nicht.
Kann aber auch Zufall sein, ich glaube euch natürlich, dass es das gibt und ich habe auch schon Leute in der U-Bahn oder an der Haltestelle oder beim Arzt im Wartezimmer gesehen, die mit ihrem Handy rumgespielt haben, aber da waren sie allein und haben sich gelangweilt.

Joa..., mein Freund googlet wo wir gehen und stehen jede Kleinigkeit, die wir uns gerade fragen. DAS nervt mich und das sage ich ihm.
Aber mehr kann ich aus meinem eigenen Erleben nicht an Handy-Mißbrauch beitragen.

Meine Stiefmutter, die Literaturwissenschaftlerin findet gedruckte Gegenstände, also vor allem Bücher gut und sie findet das Internet schlecht.
Ich versuche ihr ab und an zu sagen, dass es auf die Inhalte ankomme, nicht auf das Medium, dass man auch Drecksliteratur in gedruckter Form finden, andererseits das Internet durchaus seriös nutzen könne.
Das will sie aber partout nicht überdenken, sie ist aber auch schon Ü80 und ich denke, solcherlei Ablehnung rührt vor allem von der Angst zu versagen her.
Man behauptet, diese Dinge wegen Nutzlosigkeit abzulehnen, in Wahrheit hat man nur Angst, etwas neues lernen zu müssen.

Ich will damit auf gar keinen Fall sagen, dass Leute wie @Vikky dieses Motiv haben, sie ist als Informatikerin sicher hundertfach in der Lage, diese Techniken zu nutzen, aber der ein oder andere hier beschreibt vor allem, wie tumbe Menschen Handies verwenden.
Das Handy per se ist aber nicht schlecht, nur wie es von manchen Leuten genutzt wird.
Mit solchen Leuten war auch in unserer Jugend kein gutes Gespräch möglich, damals haben sie halt dauernd in Zeitschriften geblättert, während ich reden wollte.
Oder zwischendurch irgendetwas gemacht, was mich aus dem Konzept brachte und mir zeigte, dass derjenige kein Interesse am Gespräch hatte, z.B. die Wäsche aufgehängt, während ich da war !
Oder sie haben ebenso sinnloses Zeug gelallt, wie sie es heute schreiben.
Es entsteht nicht zwingend ein gutes Gespräch, nur weil jemand kein Handy hat.
Nicht das Medium ist schlecht, sondern die Nutzung kann es sein.

w 49
 
T

Toi et moi

Gast
  • #43
Das ist eine sehr gute Frage und ich möchte auch etwas dazu schreiben, obwohl ich noch nicht 50 bin. Ich habe ein Smartphone seit 2014. Also nicht so lange. Früher habe ich auch so gedacht wie du. Diese elitäre Ablehnung über alles, was neu ist, hatte ich auch. Ich habe ein Smartphone bekommen, weil mein Handyvertrag ausgelaufen war und ich habe es einfach als Treuegeschenk von dem Handyanbieter bekommen und nach und nach habe ich mich damit angefreundet. Mittlerweile habe ich alle Apps. Navi hat mein Leben revolutioniert und ich kann überall hinfahren, ohne fünf Tage lang in die Karte zu schauen. Durch mein Musikapp kann ich hören, was ich möchte. WA nutze ich täglich, um mit meiner Familie den Tag zu organisieren, meiner Mutter sende ich fast jeden Tag Smilies und guten Tag Grüße, damit sie sich nicht alleine fühlt. Sogar meine Oma hat ein Smartphone geschenkt bekommen und nutzt es um mit ihren Kindern und Enkelkindern zu kommunizieren. Ich sehe nichts verwerfliches dadrin. Das ist eine Art modernerer Kommunikationsweg und why not?.......Ich erinnere mich auch mal daran, dass meine Uroma am Anfang nicht fernsehen wollte, weil sie dachte, es ist etwas schlimmes, teuflisches und würde sie in verderben bringen. Das, was Du über Smartphone und Apps schreibst, ist die gleiche Denkweise. Nur moderner.
Ich habe auch Instagram. Dadurch bin ich mit fast 2000 Künstler rund um die Welt verbunden und sehe jeden Tag deren Werke. Diese inspirieren mich und geben mir Kraft, bringen mich auf neue Ideen und so fühle ich mich nicht einsam. Freundschaften über FB und ähnliches habe ich nicht und brauche ich auch nicht aber ja, ich würde mich auch freuen, wenn mein Partner (hoffentlich habe ich eines Tages wieder einen) mir schreiben würde: "ich denke an dich" oder "Du fehlst mir" oder "HDL". Ja ich würde es wirklich schön finden, natürlich nicht alle 2 Stunden und nicht inflationär aber ab und zu als Zeichen seiner Zuneigung und Interesse würde ich es schön finden.
 
  • #44
Ständig ein Auge darauf, geht gar nicht mehr ohne.

Die Sucht nach ständiger Erreichbarkeit und Bestätigung ist sicherlich auch ein Ausdruck von Unsicherheit. Wenn das Phone nicht ständig bimmelt, fühlt sich der Mensch dann relativ alleine, bedeutungslos, denke ich. So nach dem Motto "kein Schwein ruft mich an..."

Finde die Einstellung des FS sehr normal & sympathisch (als eine Ü30).
 
  • #45

Guten Morgen,

diese Sonderfälle sind aber eindeutig seit geraumer Zeit auf den Vormarsch. Ich beobachte, dass immer mehr auf Entzug sind, weil sie was begriffen haben.
Wer es schon übergriffig findet, dass man lieber telefonieren möchte um dem Menschen wenigstens stimmlich näher zu sein, der ist krank und ein bedauernswertes Geschöpf. Spätestens dann sollte man aufwachen und wenn man es allein nicht schafft, Hilfe in Anspruch nehmen. Unangenehm wird es, wenn solche Menschen durch ihren Beruf ja eigentlich anderen Menschen helfen wollen und sollen, wie Ärzte zum Beispiel und psychisch sehr instabil sind.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass solche *Menschenskinder* in der Lage sind, ihren Job ordentlich zu machen. Wie sieht es eigentlich in der Berufswelt den anderen gegenüber aus. Die viele Zeit, die man damit verbringt im Sekundentakt auf das Display zu starren, da kommt doch ganz schön was zusammen, wird die Zeit vom Gehalt eigentlich abgezogen, oder gleicht man es damit aus, dass man länger arbeitet, oder registriert man gar nicht, dass andere dafür mehr arbeiten müssen.
Ganz fies übergriffig finde ich, wenn man ständig einen Filmriss hat, weil man vieles nicht mitbekommt und andere krallt, um diesen Riss mit Informationen gekittet zu bekommen. Damit klaut man anderen die Zeit. Und nicht nur das, man verursacht Lärm und Unruhe, wie z.B. im Kino, wo das Phone ständig aufblitzt und erst einmal *whatsveräppelt*wird. Anschließend wird der Nachbar befragt, weil man einen Teil des Filmes nicht mitbekommen hat. Nun, die Übergriffigkeit solcher Menschen ist schon recht maßlos, aber Gott sei Dank mehren sich die Sonderfälle. Unangenehm wird es nur, wenn es irgendwann kippt und die Sonderfälle diese Menschen stützen und auffangen müssen, weil sie sich und ihr Leben nicht mehr auf die Reihe bekommen.
 
  • #46
Aber ehrlich gesagt, kenne ich solche Leute gar nicht.
Ja und dies liegt wahrscheinlich auch daran, dass Gleich und Gleich sich gerne gesellt.

Ich hatte früher auch ein 1. Date, wo die Frau dauernd auf ihr Handy gestiert hat und dann bin ich einfach nur gegangen. Das Handy war der Person halt wichtiger als ich. Das ist doch gut so, dass man dies gleich erfahren hat. Die Frau war zwar sehr pikiert, dass ich einfach gegangen bin, aber vielleicht hat sie ja auch etwas gelernt daraus, was ich wiederum eher bezweifle.

Ich gehöre zwar auch zu diesen Menschen, die im Zug mit den iPhone sich beschäftigen, aber nicht um rumzuspielen, sondern um die Tageszeitung zu lesen. In der analogen Zeit hatte man seine Zeitung dabei und heute das iPhone. Man hat ja damit auch die Umwelt geschont und den Papiermüll nicht noch erhöht.

Oder wie gerade jetzt schreibe ich bei der Fahrt von Salzburg nach Wien im Forum. Natürlich ist dies auch für manche wichtig, dass sie gleich einen Tweet versenden. Ganz Amerika und Australien warten ja nur auf diese wichtige Information.
Frau Frei sitzt im Zug mit ihren rosa Kleid und “ she´s pretty in pink“.:) Was würde die Welt den machen ohne diese wichtige Info.
 
  • #47
In der Diskussion lese ich viel schwarz und weiß und bin schon einigermaßen erstaunt wie manche/r hier unterwegs ist. Und weil man Handy und Co benutzt ist man weder ständig gelangweilt und tumb, sondern manchmal ist es schlicht einfacher sich eine whatsapp etc zu schicken, wie zu telefonieren. Es kommt eben auf die Situation an. Ich hatte schon gute Unterhaltungen per whats app, wo telefonieren schlecht geht. z. Bsp: im Zug
Für mich keine Frage von entweder oder, sondern ein sowohl als auch.
Die WA Gruppe mit meiner Familie schätze ich mittlerweile sehr. So sind alle auf dem gleichen Stand und wir telefonieren auch miteinander. Ebenso wie bei Treffen, wo man mehrere Leute unter einen Hut bringen muß, finde ich es super und wir treffen uns dann real.
Zwischendurch ein lustiges Video finde ich völlig ok und auch ein nettes Icon kann mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.
Bei mir ist noch keine Freundschaft wegen zuviel kaputt gegangen. Und auch mit meinem Partner whatsappe ich mal tagsüber, jedoch nicht inflationär und ständig. Da wir nicht in derselben Stadt leben und er beruflich öfters im Ausland ist und zum Teil Zeitverschiebungen hinzu kommen, ist es für uns in dieser Zeit eine wunderbare Möglichkeit zu kommunizieren.
Klar konnten wir früher auch ohne, doch früher gab es auch noch keine Waschmaschine und welche Frau möchte heute noch in der Waschküche stehen und Wäsche waschen, deshalb finde ich dieses Argument immer etwas sehr bemüht. Fortschritt gehört dazu. Sonst würden wir heute noch auf Bäumen sitzen und Bananen essen.
 
  • #48
Wer es schon übergriffig findet, dass man lieber telefonieren möchte um dem Menschen wenigstens stimmlich näher zu sein, der ist krank und ein bedauernswertes Geschöpf....Unangenehm wird es, wenn solche Menschen durch ihren Beruf ja eigentlich anderen Menschen helfen wollen und sollen, wie Ärzte zum Beispiel und psychisch sehr instabil sind.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass solche *Menschenskinder* in der Lage sind, ihren Job ordentlich zu machen. ...wird die Zeit vom Gehalt eigentlich abgezogen, oder gleicht man es damit aus, dass man länger arbeitet, oder registriert man gar nicht, dass andere dafür mehr arbeiten müssen.

Also das ist jetzt der Gipfel der Übertreibung.
Manche Menschen lassen andere Meinungen einfach nicht gelten - da bin ich also dann gleich hilfsbedürftig, psychisch krank, berufsunfähig auch und mein Gehalt sollte minimiert werden!? Aha?
Damit meinst du wohl mich, da ich ja Ärztin bin und alle Medien gerne nutze - Unfallchirurgin, um genau zu sein. Da muss man schnell und mutig handeln, darf nicht zimperlich sein, muss schnell Entscheidungen treffen können und vor allem muss man sich alle 5min auf einen anderen Menschen einstellen.
Aber interessant, was einem so alles unterstellt werden kann, nur weil man sagt, dass man whatsapp zum Flirten gut findet!?
Ich such mir dann mal einen guten Psychiater....
By the way arbeite ich heute nicht, weil mein Kind krank ist und ich mir frei genommen habe - ich bin also nicht online im OP ;-)
 
  • #49
Wer es schon übergriffig findet, dass man lieber telefonieren möchte um dem Menschen wenigstens stimmlich näher zu sein, der ist krank und ein bedauernswertes Geschöpf.

Dann bin ich wohl krank, aber glücklich ;).

Mir geht Telefonieren fast immer ziemlich auf die Nerven, weil es mir in 9 von 10 Fällen ungelegen kommt.
ZB in öffentlichen Verkehrsmitteln whatsappe ich gern, aber spüre keinen inneren Drang, meine Mitfahrer mit lauten Gesprächen zu unterhalten.
Bei der Arbeit habe ich immer wieder Pausen/Leerlauf, wo ich gut mal schreiben kann, telefonieren aber nicht, weil ich so gut wie nie allein in einem Raum bin.
Und wenn ich daheim bin und gerade mit schreiendem Kind auf dem einen Arm und Kochlöffel in der anderen Hand dastehe oder oder oder, dann ist es mir einfach lieber, ich bekomme eine WhatsApp-Nachricht, als dass das Telefon klingelt.
Die lese ich dann nämlich in Ruhe, wenn es MIR passt, wenn ich mich darauf einlassen kann, und genau dann antworte ich auch (und muss mir umgekehrt dann keine Gedanken machen, ob der andere jetzt schon schläft oder gerade arbeitet oder oder oder... Ich geh davon aus, dass mein Gegenüber ebenfalls liest und antwortet, wenn es ihm oder ihr recht ist).

Also, weswegen mich das alles zu einem bedauernswerten, hilfebedürftigen Menschen machen soll, erschließt sich mir jetzt nicht zur Gänze...
 
  • #50
Eine Freundschaft ist daran gescheitert, dass ich nicht umgehend jede WhatsApp beantwortete.
Es war einfach nicht vermittelbar, dass ich nicht permanent erreichbar bin, auch wenn das Handy offensichtlich an ist. Aber ich mache es selten aus, es ist auf lautlos. Und ich mag auch nicht alles beantworten. So, im Sinn von - hey, das Wetter ist schön / ja, toll, das Wetter ist schön.

Ich finde es allerdings sehr angenehm, die verschiedenen Kommunikationswege zu nutzen, die Bandbreite, ob E- Mail für einen detaillierteren, manchmal sehr tiefgründigen Gedankenaustausch, der ist mir auch und gerade in der Beziehungsanbahnung und Kennenlernphase sehr wichtig, gibt mir persönlich sehr viel, WhatsApp für die Kurznachricht, oder ganz altmodisch das Telefon. Ich kann durchaus stundenlang telefonieren. Es hat alles seine Qualitäten.
Aber - ich entscheide, was ich wann in welchem Umfang nutze. Und vor allem, ob und wie ich erreichbar bin.
Bei Treffen mit Freunden, beim Daten, oder anderen wichtigen Treffen, finde ich das präsente, bemerkbare Handy ein NoGo und unhöflich.

Ich hatte mal eine Beziehung, da haben wir uns am Anfang teilweise täglich einen Brief geschrieben, heute ist es mit E- Mail & Smartphone wunderbar. Ich schreibe gerne.

Aber - ich bin nicht in irgendwelchen sozialen Netzwerken unterwegs, brauche weder Likes noch virtuelle Freundschaften. Ich führe ein reales Leben. (Ausnahme ist hier das Schreiben im Forum, das ist ja auch eine Variante eines virtuellen Lebens)

In Partnerschaften, wenn man nicht zusammen wohnt, finde ich den Gutenmorgen Gruß und ein gute Nacht einfach schön, Nähe, Verbindung, das Zeichen, denke an Dich. Früher war es ein Kurztelefonat, dann die SMS, heute WhatsApp, es geht um das Zeichen.
Bei meinem jetzigen Freund fehlt es mir, als ein doch sehr verstärkendes Element, Nähe trotz räumlicher Distanz. Auch wenn es so banal klingt, die vielleicht mal 2sec früh und abends, wenn man sich nicht gesehen hat. Und nachdem er auch nicht telefoniert, gibt es dann entweder ganz präsent oder ganz weg.
Ich weiß nicht, ob das dauerhaft gut geht.

Praktisch ist WhatsApp um mal einen Moment zu teilen, wenn ich z.B. auf einem Gipfel sitze und ein Photo verschicke, aber mal, und nicht inflationär jedes Muuuh und Määäh.
Oder jeden Teller...

Die Etikettierungen, wie Nerd, altmodisch, das muss man... Wers braucht.
Es müssen wohl auch die Kommunikationswege und -arten zusammen passen.
Eigentlich schön, dass jeder seinen für sich stimmigen Weg gestalten kann und dass es diese Vielseitigkeit gibt.

Aber was mich richtig tief bewegte, mein Großer, 21, absoluter WhatsApper, schickte mir im letzten Urlaub eine ausführliche, lange, sehr persönliche Postkarte.

W, 47
 
  • #51
Ich finde E-Mail angenehm, um zu kommunizieren, wenn man sich noch nicht persönlich kennt. Telefonieren ist auch ok. Danach auch WhatsApp (als Ersatz für SMS), wenn es um kurze Mitteilungen geht.

Dauerkommunikation in virtueller Form finde ich überflüssig, soziale Netzwerke auch. Wozu sollte ich der Welt da draussen private Details über mich erzählen? Warum sollte ich Informationen über mich öffentlich machen?
 
  • #52
doch früher gab es auch noch keine Waschmaschine und welche Frau möchte heute noch in der Waschküche stehen und Wäsche waschen, deshalb finde ich dieses Argument immer etwas sehr bemüht. Fortschritt gehört dazu.
Dieser Vergleich amüsiert mich sehr zum Einen und zum Anderen hinkt der gewaltig. So muss ich meinen Senf dazu geben:

Die Einführung der Waschmaschine bringt nichts Negatives mit sich, außer vielleicht den finanziellen Aspekt in Bezug auf die Anschaffung. Ausschließlich Vorteile, denn Arbeitserleichterung pur. Denn so muss eine Frau nicht mehr wie früher Usus, und das kenne ich auch noch von meiner Mutter anfangs, einen ganzen Tag in der Woche einplanen um sich im Keller per Hand um die Wäsche zu kümmern. Einweichen, auswaschen, wenn noch nicht sauber das Ganze von vorne. Arbeit pur. Wer das noch nie gemacht oder miterlebt hat soll sich o.g. Kommentare sparen.
 
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  • #53
Klar, was heute veraltet ist, war damals Stand der Technik .... allerdings sehe ich nicht, dass FB, Smartphones oder gar Whats App die Technik vorangetrieben haben.
Ein Smartphone ist dann wichtig, wenn ich viel unterwegs bin und Zugriff auf meine mails / internet brauche. Sitze ich viel im Büro, läuft ein Lappy privat ....
SMS sind bei mir lautlos, weil unwichtig. Ich telefoniere altmodisch, weil das viel schneller geht. Ich schreibe doch keine Viertelstunde um mich auf ein Bier zu verabreden ........
Navi ... hab ich im Auto. Musikanlage sowohl im Büro als auch im Auto als auch zu Hause.
Ich freue mich, dass mein Handy klein und billig ist. Und telefoniert. Ich muss nicht drauf aufpassen, kanns achtlos in die Hosentasche schieben, gehts kaputt, kauf ich ein neues. Und für mich No Go wäre eine Dame wie Tini, die offensichtlich die Sklavin dieses kleinen Dings ist.
Früher war alles besser ? Nein, aber ich wünsche mir oftmals wieder die Zeit des teuren C Netzes zurück. Ganz einfach deshalb, weil einen nicht jeder Wichtigtuer ständig genervt hat. Manchmal ist es ein Fluch, dass Dinge billig werden ....
 
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  • #54
Hier gibt es Frauen, die glauben ihr Freund liebt sie nicht mehr weil er ihnen nicht 10 Mitteilungen pro Tag schickt.
Diese verfluchten Smartphones. In verantwortungsvoller Position tätig, kann man es sich aussuchen, ob man lieber seine Beziehung oder seine Karriere den Bach runtergehen läßt, denn: entweder man läßt sich ständig aus dem Workflow reißen und macht Fehler, oder man wird mit Vorwürfen überzogen, weil man sich angeblich nicht für die Belange der Frau interessiert („aus den Augen, aus dem Sinn”). Und weil man das weiß, traut man sich kaum noch in ein Meeting, denn das gibt ganz sicher wieder Ärger zuhause („ich hätte ja, aber du warst ja mal wieder nicht zu erreichen”).

Ganz besonders „liebe” ich auch das ferngesteuerte Einkaufen nach dem Motto „Schatz, geh doch bitte in die Bäckerei und ruf mich von dort an, was sie heute für Kuchen haben.”

Gemessen an dem Gezänk um das richtige Maß an Kommunikation bin ich sicher ein ganz schlechter Partner, und das wurde mir auch schon hundertmal vorgehalten.
 
  • #55
Vor zwei Wochen habe ich mich deshalb noch mit einer Freundin gestritten, weil bei meinem Besuch das Handy direkt neben der Kaffeetasse lag und sie ständig darauf guckte.
Das ist was, das ich nicht verstehe. Wie kann man so abhängig sein? Smartphone sind sehr nützlich und meinetwegen die Kommunikation und das Hin- und Herschicken von Inhalten witzig. Aber wenn ich im realen Leben bin und mich gar nicht mehr auf was anderes konzentrieren kann, also nicht in der Lage bin, die Situationen zu erfassen, wo das Handy nicht in meinem Lebensmittelpunkt steht, stimmt doch was nicht.
Ich nehme nicht an, dass man sich mit Menschen trifft, weil man sich mit ihnen langweilt und deswegen besser sein Phone dabei hat.

Was die Einsamkeit betrifft, die man nicht mehr fühlt, wenn man mit "virtuellen Leuten" schreibt - ja, finde ich schon plausibel. Gleichgesinnte sind ja nicht immer genau vor Ort. Aber als man das Handy noch nicht hatte (oder auch das Internet), musste man sich bemühen im RL, was jetzt möglicherweise wegfällt. Es ist ja doch was anderes, wenn man einen realen Menschen zum Austausch hat, so im Sinne von Freundschaftenentstehung. Im Netz würde ich das genauso sehen, wie eine Partnerfindung: Man macht sich mitunter eine Menge vor, was für ein Mensch das ist. Bei einer Freundschaft finde ich das nun noch nicht so schlimm, auch wenn es schon Menschen mit Krisen gegeben hat, die Opfer von Shitstorms im Netz wurden und dann "von ihren Freunden" aus ihrer Wohlfühlgruppe ausgestoßen waren. Aber bei einer Partneranbahnung schafft diese dauernde Kommunikation, die manche dabei haben, doch öfter mal ein Illusionsproblem.

Es ist bei allem für mich eine Frage, wie man es nutzt und ob man sich dabei noch mitkriegt.

Mod: Bitte alle zurück zum Ausgangsthema! Vielen Dank.
 
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  • #56
Ich finde deine Einstellung auch völlig in Ordnung. Mein Sohn arbeitet in der IT und hat noch nicht einmal ein Handy, weil er es nicht braucht.

Ich habe zwar Smartphone, Desktopcomputer und Tablet, aber kein WhatsApp, Facebook habe ich auch nur, um mir andere interessante Profile anzuschauen oder mal mit ner Kollegin zu schreiben, wenn die im Urlaub ist und das war's schon.

Ich finde es ganz schrecklich, wenn Männer, nachdem sie meine Telefonnummer bekommen haben, eine SMS schicken anstatt einfach anzurufen. Da frage ich mich jedes Mal, wozu denn ein Telefon da ist, wenn nicht zum telefonieren. Da rege ich mich jedes Mal auf. Telefonisch ein Date auszumachen geht viel schneller als ewig hin und her zu schreiben.

Mich würde es tierisch nerven, wenn ich ständig SMS von einem Partner bekommen würde. Ich finde die sind dafür da, wenn man was wichtiges mitteilen muss und man nicht telefonieren kann.
 
  • #57
Die Frage war ja, ob Frauen Männer mögen, die über smartphones kommunizieren und ob das ein Must-Have der heutigen Zeit ist zur Beziehungsanbahnung und ich finde ja. Zumindest erleichtert es die Beziehungsanbahnung enorm.

Ich habe keine Zeit, im real Life jemanden kennenzulernen, weil ich arbeite und 2 Kinder habe und ab und an auch noch Sport machen will und Mr. Right nicht an der Wursttheke steht und von meiner Schönheit und meinem Liebreiz komplett geblendet ist.
Deshalb sind Apps und whats app toll - man kann antworten, muss aber nicht, kann auch mal Stunden vergehen lassen oder sich nach Tagen zurückmelden.

Erleichtert das Leben enorm - Mail ist zäh und oldschool. Und wie gesagt will ich mit einem potentiellen Date nicht telefonieren, evtl. kurz bevor wir uns treffen mal - ansonsten ist mir ein gewisser Abstand lieber.

Und mit Apps kann man sogar komplett anonym bleiben und chatten - bei mir dauert es manchmal eine Weile, bis ich Lust auf ein Date habe - manchmal Monate.
Sehr praktisch, wenn man dann auf eine Datenbank zurückgreifen kann... Ist zwar nicht sehr individuell, aber das ändert sich ja sofort, wenn man sich real trifft.

Außerdem noch eins: Leute, die gar kein Smartphone haben, niemals bei Facebook aktiv waren, Tinder nicht kennen und whats app nicht haben, können ehrlich gesagt gar nicht mitreden.

Meine Mutter hat auch immer gesagt, sie braucht kein Smartphone und jetzt ist sie der totale iphone-Junkie.

Und zum Thema langweilig: Mich langweilen viele Männer, weil sie einfach langsam denken, wenig Ideen haben und uninspirierende Menschen sind und wenig können. Das ist leider nunmal so. Mit whatsapp und Co kriege ich ganz schnell raus, wie jemand tickt, wie er denkt, was er sprachlich drauf hat und wie informiert er durch die Welt geht.
So erspare ich mir ein zähes Date gleich von vorneherein. Und deswegen hatte ich auch selten ein wirklich langweiliges Date und wenn, waren es immer Männer, die eben WA und Co wenig bis gar nicht nutzen - die ticken einfach anders.
Habe das Gefühl, dass gerade bei Ü40 eben die Freunde der Organisation und Sprache eher WA nutzen und das sind auch die, die jünger im Kopf sind. Das sind eben MEINE Erfahrungen.
Klar will hier keiner langweilig sein und ich liebe es ja auch immer, ein wenig provokativ zu schreiben und zu übertreiben, das gibt ein bisschen mehr Salz in die Suppe, mir wären aber einige hier zu zäh im Kopf.
Es geht hier übrigens nicht darum, dass man bei Treffen mit Freunden mit dem Handy rummacht - das ist unhöflich und ein NOGO - das war aber auch nicht die Frage, ihr verfehlt das Thema.
 
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  • #58
Also die Beiträge von @Tini_HH kann ich voll unterschreiben.

Ich (43)nutze das alles auch, aber nicht, weil es alle machen, sondern weil es so schön einfach ist und mir das Leben erleichtert.

Das ist in meinem Freundeskreis genauso, auch Ü50, selbst meine Mutter (75 )wollte nun auch unbedingt ein Smartphone, um WA nutzen zu können.

Welcher Umstand, ein lustiges Bild, einen interessanten Link oder eine kurze Frage per Email zu versenden statt per WA oder Facebook...

Wenn du WhatsApp, Tinder und Facebook in einen Topf wirfst, heißt das nur, dass du eigentlich überhaupt keine Ahnung hast, wozu man es nutzt.

Ja es stimmt, ein Mann der sich der technischen Weiterentwicklung verschließt, wäre nichts für mich. Ich würde davon ausgehen, dass er auch sonst recht unflexibel ist, sich nicht gern mit neuen Dingen beschäftigt, immer alles gleich bleiben soll.
Das liegt aber nicht am Alter, sondern am Charakter.

Auch erwarte ich keine 20 Nachrichten am Tag... wenn es etwas Interessantes zu schreiben gibt, dann schickt man es halt, wenn nicht, dann eben nicht. Ich schreibe nie um des Schreibens willen.

Hingegen telefoniere ich ungern, weil ich oft unterwegs bin oder selten ungestört außer abends Zuhause.

Wenn ich Feierabend habe dann treffe ich mich gern mit real existierenden menschen, gehe zum Sport oder mit einem Glas Wein in ein schmuckes Programmkino, statt zuhause auf dem Mäusekino mir mein Streamingergebnis anzusehen.

Und es gibt Menschen, denen beides möglich ist.... Immer dieses Schwarzweiß- Denken...
 
  • #59
Meine Vermutung, wieso viele die online unterwegs sind so Schwierigkeiten haben zu telefonieren, ist, daß es darin liegt, daß viele einfach sehr schüchtern sind.

Die Jüngeren, die ständig whatsappen, sind vielleicht auch ungeübt in direktem Gespräch (ja, auch das muß man lernen) und schreiben lieber halbe Sätze.
 
  • #60
Außerdem noch eins: Leute, die gar kein Smartphone haben, niemals bei Facebook aktiv waren, Tinder nicht kennen und whats app nicht haben, können ehrlich gesagt gar nicht mitreden.

Warum ?
Obwohl ich kein SmartPhone habe, niemals bei Facebook aktiv war und auch kein WhatsApp nutze, kenne ich das alles, habe es mir von meiner Nichte (whatsapp), bzw. meinen ehemaligen Kumpel (Facebook) zeigen und ausführlich erklären lassen. Ich bin auch nicht mit einer ablehnenden Haltung an diese Dinge herangegangen, sondern war neugierig und wollte wis
sen ob dies etwas für mich ist.
Tinder kenne ich wirkich nicht. Ich war auch mal kurz bei StayFriends aktiv, war nichts für mich.

Deshalb sind Apps und whats app toll - man kann antworten, muss aber nicht, kann auch mal Stunden vergehen lassen oder sich nach Tagen zurückmelden.

Erleichtert das Leben enorm - Mail ist zäh und oldschool.

Nun verstehe ich dich überhaupt nicht mehr.
Was du zu WhatsApp schreibst ist doch genau die Umgehensweise, welche die meisten Menschen mit email und sms pflegen.
Auf eine sms "man kann antworten, muss aber nicht, kann auch mal Stunden vergehen lassen oder sich nach Tagen zurückmelden.".
Auf eine email "man kann antworten, muss aber nicht, kann auch mal Stunden vergehen lassen oder sich nach Tagen zurückmelden."

Der FS - schwer verwirrt
 
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