• #61

Brauchst dich nicht verwirren zu lassen, godot. Es geht nicht um die Feinheiten der Nutzung bestimmter Kommunikations-Produkte. Es geht um einen recht aggressiven Angriff auf den TYP, den du hier vorstellst. Frauen, die viel darauf geben, modern und zeitgemäß zu erscheinen und das an der Nutzung dieser Dinge festmachen, denen geht deine Art aus irgendeinem Grund auf die Nerven. Vielleicht, weil du einfach gelassener bist. Und daher kommt diese kleine verbale Schlacht hier. Ich finde nicht, dass du dich damit wirklich auseinandersetzen musst.

In einem Nachbarthread beschreibt eine Userin hier gerade ihre seelischen Nöte, als ein Mann, mit dem sie eine kurze, heftige Affäre hat, sie auf WA blockiert hat. Das genau ist das, was ich nicht mehr will. Ich will mein Seelenleben nicht durch Häkchensetzen beeinlussen lassen.

Das ist genau das, was ich an der elektronischen Form der Kommunikation menschlicher Bindungen so schrecklich finde: dass sie eine eigene Macht entwickelt haben, die uns den Handlungsspielraum diktieren will. Blockier-Verhalten und "Beziehungsstatus" zählen mehr als eine versuchte Klärung von Angesicht zu Angesicht. Das ist wirklich nicht gut.
 
  • #62
Brot und Spiele für das gemeine Volk!

Die Riesen der Nahrungsmittelbranche, wie Nestle etc., haben interne Studien gemacht, wie das Konsumverhalten der eigenen Mitarbeiter und deren Familien bei den Produkten der Nahrungsmitteltechnologie ist. Dabei kam heraus, dass, je enger eine Person oder Familie zum inneren Kreis der Chemiker, Techniker, etc. gehörte, desto WENIGER wurden technologisch hergestellte Nahrungsmittelprodukte verwendet und desto MEHR wurden natürlich Produkte (bio etc.) von Erzeuger (z.B. Bauern) bezogen.

In der IT ist es genauso!

Gerade Ingenieure und Informatiker die Hardware und Software mit einer enormen Marktdurchdringung für das "gemeine Volk" erstellen, nutzen facebook, wa, etc. sehr sparsam (haben oft keine eigenen accounts). Sie haben zwar oft eigene Web- und Mailserver, auf denen auch selbstenwickelte Software läuft und schreiben sich kleine Apps für iOS und/oder Android selber ...aber der Konsum der social media durch dass "gemeine Volk" nützt ihnen überwiegend für ihren Broterwerb, denn die von ihnen entwickelte Technik kann ja dadurch in großen Stückzahlen verkauft werden.

V.m46
 
  • #63
... nun ob man unbedingt überall dabei sein muss, um mitreden zu können.... es reicht doch mitzubekommen, was das mit Menschen macht und welche Dramen, Missverständnisse daraus entstehen und welche Auswirkungen das auf Menschen hat. In Windeseile einen riesengroßen Freundeskreis aufzubauen und entsprechend geliebt zu werden und die Selbsttäuschung, alle möglichen potentielle Partner besser abschecken und sofort sortieren zu können, um schneller zum Erfolg zu kommen, wird auf Dauer niemanden bekömmlich sein, weil es nicht schneller zum Ziel führt. Man vergeigt Zeit für nichts, statt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wieviel Pseudokontakte muss man konsumieren, um die innere Leere zu stopfen, die ja immer größer wird. Die Garantie, einen Menschen zu finden, mit dem man sein Leben teilen kann, ist auf diese Art und Weise sehr gering, Es reicht gerade mal, um leere Worthülsen auszutauschen und künstliche Nähe vorzugaukeln. Wem das reicht, der möge glücklich werden.
 
  • #64
Was du zu WhatsApp schreibst ist doch genau die Umgehensweise, welche die meisten Menschen mit email und sms pflegen.

Es ging wohl eher um den Vergleich mit einem Anruf. Da "muss" man ranggehen, wenn es klingelt, egal wie unpassend es ist, Gerade wenn derjenige eben nicht über WA verfügt.

Email ist einfach umständlich für kurze lockere Kommunikation, wie ich oben schon schrieb. Man muss jedes Mal ein neues Dokument aufmachen, den Text runterscrollen ...bei Whatsapp ist der Chatstil wesentlich angenehmer zu lesen und zu bedienen. Es ist direkter, aber irgendwie zwangloser.

Auf längere Mails antworte ich persönlich am liebsten, wenn ich ein Laptop vor mir habe und nicht am Smartphone bin. Das kann man dann nicht mal eben zwischendurch machen, sondern es lauert wie unerledigte Post abends auf einen zu Hause.

Meine Vermutung, wieso viele die online unterwegs sind so Schwierigkeiten haben zu telefonieren, ist, daß es darin liegt, daß viele einfach sehr schüchtern sind.

Nö, also ich für meinen Teil bin nicht schüchtern. Ich telefoniere nur eben nicht gern, wenn ich mit jemandem rede, dann lieber im direkten realen Kontakt.

Stundenlanges Schwafeln am Telefon mag ich einfach gar nicht, auch nicht mit Freundinnen.

Und SMS kosten meist Geld, da überlegt man dann doch, wieviel man schreibt. WA ist hingegen im WLAN / mobilen Internet unbegrenzt nutzbar.
 
  • #66
Liebe @Tini_HH , auch wenn ich immer noch überzeugt bin, dass deine Böse Schwester da schreibt und nicht du. Ich persönlich möchte deine Beiträge nicht einfach klein reden oder dir sagen das du spinnst. Aber, hier geht es erstens Grundsätzlich um eine andere Frage des FS. Wenn du oder auch andere diese Dinge oft und gerne nutzt ist das völlig in Ordnung. Aber andere Menschen aus deinem Blickwinkel zu betrachten, nur weil sie nicht so oder anders damit umgehen und dann als irgendetwas zu bezeichnen finde ich wie der Kölner gerne sagt, läpsch. Und glaube bitte ich könnte das nicht beurteilen. Denn ich probiere alles erst einmal aus bevor ich es für mich ausschließe. Würden wir uns beide Persönlich kennen und gehen wir mal davon aus das wir uns mögen würden und ich dir folgendes sagen würde. Nämlich das ich wie ich schon in einem anderem Thread erwähnte, dass ich in spätestens vier Jahren meine Smartphone/Handy komplett abschaffen werde, weil ich es dann endlich kann. Es nicht mehr Beruflich brauche. Weil ich mein Leben ohne diese ständige Erreichbarkeit und vor allem Verbundenheit genießen möchte. Ich werde nur noch einen Festnetzanschluß für Familie und enge Freunde haben, sowie für meine beiden Hausverwaltungen. Internet zu Hause für Email und stöberei. Also in deinen Augen Virtuell gestorben. Würdest du mich dann auch nicht mehr mögen oder mit deinen beschriebenen Eigenschaften stempeln?
Nur weil ich einen Maserati, vollgepackt mit modernster Formel 1 Technik fahre und mich das persönlich total begeistert und ich Freude daran habe, komme ich doch nicht auf den Gedanken, jemanden anderen, welcher Leidenschaftlich gerne mit seinem 74er Käfer mit Vollgas 95,5 KM/H durch die gegend fährt und daran herum schraubt als No Go abzustempeln.
Noch einmal. Menschen die die Dinger und die Technik zum Geldverdienen brauchen um mithalten zu können sind IMMER ausgeschlossen. Hier in diesem Thread geht es um den für viele hier Sinnlosen, nervenden,übertriebenen,teilweise Krankhaften( Sucht), Ruhestörenden Gebrauch dieser Geräte oder deren Software. Und nocheinmal,nocheinmal. Ich persönlich freue mich immer wenn Menschen an etwas Freude haben. Aber ich muss diese nicht zwingend teilen. Aber ich sehe einen Menschen erst einmal als Mensch an egal was er macht oder nicht. Egal was er kann oder nicht.
Ich jedenfalls freue mich auf den " Ausstieg" wie Schmitz Katze.
m46
 
  • #67
Noch eine um die fünfzig ...
Bei Facebook kein Profil und das Smartphone nur als praktisches "Werkzeug" ab und zu.
SMS selten, eben nur, wenn es telefonisch gerade ungünstig ist. Beispielsweise um einer Freundin zu schreiben, dass ich ab 16 Uhr im Café XY bin, während sie noch bei Kunden ist.

Mit dem letzten Partner habe ich kaum per sms geschrieben, wir sahen uns am Wochenende und haben abends gern telefoniert. Die Stimme finde ich wesentlich bei der Kommunikation, man kann direkt nachfragen und man spürt sich auch ein bisschen beim Zuhören und Reden.
Vom Tag erzählen, Eindrücke teilen, sich Rat geben, manchmal trösten, wenn am Tag etwas Unangenehmes los war.
Ich habe extrem selten eine sms von ihm bekommen, fand ich gar nicht schlimm. Was hätte er schreiben sollen? Und ich ihm? "Denke gerade an Dich beim Kaffee. HDGDL Kuss"????

Eher schrieb ich mal spontan eine Postkarte (!), wenn ich an ihn dachte und schrieb was Nettes drauf.

Morgens im Zug in´s Büro tippen immer alle ... wem??? Wer muss morgens um sieben wissen, dass es gerade kalt ist und ich lieber daheim geblieben wäre???
Und diese vermeintlich lustigen Videos und Sprüche, die so versendet werden, empfinde ich als vorwiegend nervig, albern oder einfach überflüssig.
Wer braucht das Foto einer griesgrämigen Katze, über der in einer Sprechblase "I hate Mondays" steht?
Die Emoticons sollte man ganz abschaffen ....

Zum Telefonieren:
Wenn jemand anruft und ich gerade nicht telefonieren mag, dann rufe ich einfach später zurück oder sage dem Anrufer, dass es gerade ungünstig ist. Dazu brauche ich keine Whatsapp oder SMS ...
 
  • #68
Ich gehöre zur Generation "Digital Natives". Durch diesen Thread wird mir erstmals die Differenz zu den verschiedenen Altersklassen klar. In meiner Altersklasse ist eigentlich so, dass 99% der Leute Facebook und WhatsApp nutzen. Es ist Alltag, es gehört zum Leben. Ich kommunizere dort mit Freunden, Familie aber Beispielsweise wird auch die Organisation meiner Leistungssportmannschaft ausschließlich in WhatsApp geregelt. Es gehört für mich zu meinem alltäglichen Leben und ich möchte es nicht missen.

Was die Kommunikation mit Männern angeht, habe ich es durchweg so erlebt, dass die interessierten oder verliebten Männer permanent per WhatsApp Nachrichten schicken. Habe ich diese Gefühle erwidert, habe ich mich über das Hohe Maß an Kommunikation gefreut, habe ich sie nicht erwidert, war ich genervt. Jedenfalls ist es, nach meiner Erfahrung, in meiner Altersklasse ein Eindeutiges Zeichen von Desinteresse, wenn wenig oder gar keine WhatsApp Nachrichten kommen oder die Fotos im Facebook nicht geliked werden. Von daher, ja ich würde es schade finden, wenn ein Mann nicht auf diese Art mit mir kommuniziert.

Übrigens heißt das für mich und meine Freunde keineswegs, dass normale Kommuniation nicht mehr möglich ist. Auch wir quatschen teilweise Nächte durch wenn wir uns treffen. Es ist lediglich eine zusätzliche Form der Kommunikation.
 
  • #69
Das ist wahrscheinlich nicht gut formuliert worden von mir.
Ich frage nach dem Kommunikationsverhalten von Frauen Ü50, weil mich diese Altersgruppe interessiert. Ich suche eine Frau +/- 5 Jahre (bin 54).
Wie eine Frau U50 kommunizieren möchte interessiert mich einfach nicht. Deshalb meine Einschränkung.

Hallo Godot, ich bin w, 57 und nutze sehr gerne Whats App. Es ist praktisch, unkompliziert, man bleibt locker in Kontakt, kann sich unkompliziert verabreden etc. Das lange Telefonieren liegt mir nicht: kurz und freundlich über WA verabreden zum persönlichen Gespräch, wunderbar ! Auch mal ein Foto bekommen, ein kleiner Kommentar, ein Gedanke, herrlich !! Es ist wie beim Wein: die Menge machst. Ich persönlich möchte nicht von einem Partner 20 Nachrichten pro Tag bekommen, aber vielleicht 2, das wäre schön. Oder auch mal nur eine. Eine Userin hier, Tini, hat zwar drastisch formuliert, aber durchaus zutreffend. Ich stimme ihr weitestgehend zu. Seit einiger Zeit suche ich einen Partner um die 55 + und bin entsetzt auf wieviel Ablehnung bzgl WA ich stoße und manchmal bin ich ratlos, wieso man so umständlich kommunizieren muss (E-Mail/SMS/Festnetz) wenn es so einfach ginge. Das wirkt einfach gestrig. Das umständliche Verhalten hat bei mir schon dazu geführt, dass ein irgendwie netter Mensch aus meinem Blickfeld verschwunden ist, weil es einfach zu vieler Schritte bedurfte, einen Flow entstehen zu lassen um mit jemandem warm zu werden. Ich rate Dir : mach dich locker und schaff Dir WA an :)
 
  • #70
Hallo lieber Godot, ich bin 51 und gehöre zu deiner Zielgruppe.

Bis ich Mitte 40 war haben wir als Familie nur ein Festnetztelefon gehabt. Ich habe immer gesagt ich brauche kein Handy, und ich will kein Handy; ich habe insgeheim immer in mich hineingelächelt über die Leute die immer nur auf ihr Handy starren und konnte das überhaupt nicht verstehen.

Bis meine älteste Tochter ihr einfaches Nokia Tastentelefon durch ein Smartphone ersetzte. Das erste Smartphone der Familie! Sie vermachte mir ihr Tastentelefon, und ich erkannte wie toll es ist auch unterwegs erreichbar zu sein, zwar nur mit Telefon und SMS - aber immerhin ein Fortschritt für eine Frau die in den Sechzigern des vorigen Jahrhunderts geboren wurde :)

Mein erster Freund nach meiner Scheidung konnte das nicht mehr ansehen und vermachte mir sein altes iPhone 3GS, da war ich ca. 47.
Ich sagte ihm ich brauche das doch nicht, aber er richtete es mir ein.

Schon bald surfte ich mit Begeisterung im Internet und schrieb mit ihm auf WhatsApp. Ich, die vehement Smartphones abgelehnt hatte, war begeistert.

Nun, die Beziehung hielt leider nur acht Monate. Mein jetziger Freund ist auch ein iPhone-Freak.
Er kaufte sich Ende letzten Jahres ein neues iPhone und schenkte mir sein iPhone 4.

Wow, ich bin noch mehr begeistert!!

Unglaublich was man mit dem Ding alles anstellen kann!
Ich surfe im Internet, schreibe WhatsApp, beantworte meine Emails, mache Online Banking, verschicke Fotos etc.etc.

Kurzum, ich bin Handy-süchtig geworden.
Meine Kinder machen sich schon lustig über mich.
Die Mama ist in ihrem Leben zum ersten Mal abhängig geworden :)

Ich liebe es zu schreiben, mein Freund telefoniert lieber. Er schreibt nicht gerne. Also schreibe ich ihn manchmal an, und er ruft zurück. Aber nur 1-2 mal am Tag, alles andere nervt.

Ich habe einen Verehrer vom Tanzen der weiß, dass ich einen Freund habe und mir trotzdem ständig in seiner Nachtschicht 6-7 Videos und Bildchen schickt. Ich antworte schon gar nicht mehr drauf und er schickt sie trotzdem immer weiter.

Das nervt unglaublich!!

Insofern finde ich die Einstellung von @neverever klasse, jeder wie er möchte und sich wohl dabei fühlt.
Jeder soll so leben wie er es möchte, und manchmal frage ich mich auch was ich 47 Jahre eigentlich ohne Smartphone gemacht habe :)

Irgendwie waren wir doch freier :)
 
  • #71
Ich übertreibe mal:Hier gibt es Frauen, die glauben ihr Freund liebt sie nicht mehr weil er ihnen nicht 10 Mitteilungen pro Tag schickt. ... Sind das alles junge Hühner, die Aufmerksamkeit brauchen ?.
Das ist nicht übertrieben, sondern real. Aber diie Welt spaltet sich da auch in zwei Lager. ich kenne auch 10-20 Jahre jüngere Frauen, die das nicht machen. Die gucken ab und an mal am Tag oder auch später ins WhatsA und mögen auch "Fratzenbuch" nicht. Mein Werdegang ist da auch lahm. Hätte ich nicht in der Steinzeit vor 18 Jahren in der Mittagspause einen Platten gehabt und konnte mich nicht beim Arbeitgeber melden, da erst nach einer Telefonkarte rennen (das zwei Groschen nicht mehr gehen, hatte ich verpasst ...) und dann ewig auf einen missgelaunten Studenten warten, der die Wohnungsanzeigen abtelefonierte, hätte ich noch ewig kein Handy gehabt. Da ging schon einiges über E-Mail. Männer, die richtig aufs Gas drücken wollten, belämmern dich -bis heute mit E-Mail, finde das ist auch immer noch ein Weg. Hätte man mir nicht ein 3G vor Jahren in die Hand gedrückt mit den Worten "so, wir haben beschlossen das du das bekommst!", ja dann schriebe ich wohl immer noch SMS auf meinem funktionierenden in der Ecke liegenden 6310. aber es hat nicht lange gedauert und ich wusste das Smartphone sehr zu schätzen. Irgendwann kam auch WhatsApp und andere Messenger. Es ist "kostenlos" und praktisch, man nimmt an Gruppen teil. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir was ausmacht ohne WhatsApp, da man es mir abschalten wollte. Aber dann habe ich mich gefragt warum ich mir das Leben schwer mache, mir generell auch fürs pad ein paar Tipps beim Kollegen geholt, gelernt wie man es zum Hotspot macht und konnte dann auch noch im Zug surfen und spielen. Und ein gebrauchtes moderneres Phone ersteigert und wirklich viel Spaß dran. FB ist für mich wie eine Zeitung, ich verstehe aber die Gründe warum jemand das nicht will. Wahrscheinlich würde ich weniger davorhängen, wenn ich nicht Single wäre. Ich bin immer noch auf dem Status, dass man sich mit mir am Telefon, oder wenn man sich sieht, verabreden kann und da auch keinen Status aus dem Aldi oder: "Sitze im Zug, der Zug kommt drei Minuten zu spät" brauche. Ich stelle auch keine dringenden Fragen via imessage oder WA. Das hat dann Zeit. Wenn jemand ins Krankenhaus kommt, das eilt, aber sonst möchte ich auf der Arbeit nicht dauernd rumschreiben und Geklingel haben. Keine Zeit. Auch finde ich es aua, wenn der ü60jährige Ehemann der Kollegin dauernd anruft, weil er nicht in der Lage ist zu überlegen ob er 2 oder drei Liter Milch kaufen soll ... DA IST MAN BEI MIR RAUS ;-) Ich bin erreichbar, Quizduell spiele ich zuhause und eine andere Schallmauer ist mein Prepaid. Wenn jemand gar kein Festnetz hat ist es schwieriger. Aber da geht Mail. Und auch damit in ich schon schön unter Druck gesetzt worden, was mir einfällt nicht zu antworten ... w goldene 50
 
  • #72
Dann fasse ich mal zusammen:

- Der größte Teil der Frauen hier hätte kein Problem mit meinen Kommunikationsmitteln.

- Ein weiterer Teil der Frauen finden es zwar schade das ich kein WhatsApp nutze, könnten aber damit leben.
Hier möchte ich nochmal betonen, dass ich WA nicht grundsätzlich ablehne. Mein Grund WA nicht zu nutzen ist, dass ich in meinen Bekanntenkreis kaum WA-Nutzer habe. Na mal sehe vielleicht könnte die Richtige mich doch überzeugen, wenn ich dann nicht 20 Mitteilungen pro Tag an sie schreiben soll und sie auch damit leben kann, dass ich nicht immer sofort antworte.

- Die dritte Gruppe hält mich für gestrig und beschrängt - insbesondere Teeny_HH (Absicht).

Nun danke ich mit dieser einen Ausnahme allen die an dieser Diskussion teilgenommen haben.
Ausdrücklich danken möchte ich freyfrau mit ihrem Beitrag #64 und Blümchen1. Diese Beiträge haben mir besonderen Erkenntnisgewinn gebracht.
 
  • #73
Nochmal der FS,
Ich hatte mich ja schon für eure Beiträge bedankt und damit die Diskussion quasi beendet. Nun ist mir auf Grund des Beitrages von @Süsse65 noch ein Gedanke gekommen. Ich bin halt nicht der schnellste Denker.
@Süsse65 schreibt begeistert von der neuen Welt der Kommunikation:
Unglaublich was man mit dem Ding alles anstellen kann!
Ich surfe im Internet, schreibe WhatsApp, beantworte meine Emails, mache Online Banking, verschicke Fotos etc.etc.

Kurzum, ich bin Handy-süchtig geworden.

Bis auf WhatsApp mache ich dies schon seit über 20 Jahren. Meine erste email habe ich im Jahre 1996 an eine Detroiter Software Firma geschrieben. Die Antwort war schon nach ca. 2 Stunden da. Ich war auch völlig begeistert. Dann gingen emails in kurzen Abständen hin und her, ich war noch begeisterter.
Schon Anfang der 80ziger Jahre habe an Großrechnern gearbeitet (Statistik). Als dann die ersten PC für meinen damals sehr schmalen Geldbeutel bezahlbar waren haben ich mir einen 286er besorgt. Ende der 80ziger habe ich mit anderen Studenten und WiMis erste kleine Netzwerke gebaut.
Im neuen Jahrtausend habe ich angefangen mit Linux zu arbeiten, habe für einen bekannten Linux-Distributor gearbeitet. 2002 haben wir mittels Vorgängersoftware von Sykpe unsere ersten Videokonferenz mit den Kollegen in USA gemacht. Es hat ewig gedauert bis die Software lief.
Emails mit witzigen Anhängen (auch Videos) wurden schon in den späten 90zigern versendet. Also lange Zeit vor facebook und youtube. Mailinglisten / Chatprogramme kenne ich (wenn auch nur als LAN-Anwendungen) auch schon fast 20 Jahre.
Den großen Unterschied zu heute sehe ich vorallem in der doch viel einfacheren Bedienung und in der Mobilität. Zuhause bin ich fast ständig mit dem internet (Laptop mit DSL-Verbindung) verbunden.
Unterwegs erreicht man mich per sms oder gleich anrufen.

Einige Beiträge in der Diskussion erwähnen,dass gerade (Fach)Informatiker SmartPhone-WhatsApp-Allergiker sind. Da ist was dran, ich kenne auch kaum Menschen aus der Branche, die sich in ihrer Freizeit viel mit dem SmartPhone beschäftigen. Gerade wir Älteren nicht.
Von daher kann ich die Begeisterung für Smart-Phones und social-media nicht wirklich teilen.

Zwei Bemerkungen noch:
- Ich wäre durchaus in der Lage auf ein fremdes SmartPhone (so es nicht gesichert ist) Spionage-Software aus den tiefsten Tiefen des darknets zuinstallieren.
- Bei meinen letzten Arbeitgeber aus der IT-Branche (Ich bin arbeite jetzt nicht mehr in der IT-Branche) haben wir uns mit Programmierung von Anwendungen im 'Internet der Dinge' beschäftigt - leider ist der Laden Pleite gegangen.
Wer jetzt mehr als einen Begriff den ich genannt habe googlen (ich rate zu Duckduckgo) muss, sollte mich nicht als 'Gestrigen' bezeichnen.
Ihr merkt, dass hat mir wirklich weh getan und ich meine nicht #Süsse65, ihr Beitrag hat mir Erkenntnis gebracht.
 
  • #74
Ich glaubs ja wirklich nicht .....
Richtig ist, dass techn. Fortschritt erst mal gut und wichtig ist.
Richtig ist aber auch, dass nicht alles, was neu ist, auch toll ist.
Mir ist vor kurzem eine Frau mit Smartphone in der Hand aufs Auto drauf gefahren. Wegen dieser dummen Nuss hab ich meinen Flieger verpasst, das Auto war ein Mietwagen. Der Wagen, den sie kaputt gemacht hat, war der ihres Freundes - der wird sich lautstark freuen, dass sein Mädel so toll die modernen Kommunikationsmittel nutzt. Ich wette, der hat sie ganz altmodisch angebrüllt ....
Was ist so toll an einem Smartphone ? Richtig, man kann sinnlose Zeit in der Bahn damit überbrücken. Ich fahre aber nicht Bahn ....
Man kann ins Internet ...kann ich mit dem Lappy auch. Bequemer und schneller ....
Man kann damit Musik hören ... nur wie. Sorry, mir ist mein Soundsystem im Wagen da doch um einiges lieber als ein Kopfhörer.
Ja, wenn ich irgendetwas arbeite, wo ich unterwegs nicht ins Netz komme .... oder kein Navi im Wagen habe ..... oder mich im Büro langweile. Ach ne, ich gehe dann lieber irgendwohin, wo ich in der Sonne sitze ....
Das Ding ist zu gross, zu anfällig, meine Familie ist klein, aber fein, meine Freunde treffe ich oder wir telefonieren. Beruflich kann ich das Teil auch nicht gebrauchen, weil lange Texte auf dem Miniding zu tippen ..... nix für Männer.
Dazu kommt meine Erfahrung, dass die Frauen, die sich für ach so modern und kommunikativ halten, meistens sonst überhaupt gar nix können. Weder beruflich noch privat ... also uninteressant sind. Bei Männern gilt das natürlich auch. Und was so toll an einem Smiley sein soll ? Ich weiss es nicht ....
Eine BWA auf dem kleinen Bildschirm lesen ? Ein Gutachten oder eine Bewertung ?
Ich weiss schon, warum Frauen das Ding lieben .... zum Schuhe bestellen taugts, glaube ich ....
 
  • #75
Puhh, wenn man die Beiträge hier liest, drängt sich doch der Verdacht auf, dass es nicht um moderne Medien geht - sondern um das klassische "Ich bin so viel besser als der Pöbel", weil ich xy nicht tue. Sehr snobistisch.

Wenn man selbst weder Smartphone noch WA und Fb nutzen will - man wird ja nicht gezwungen! Aber pauschal den Nutzern immer Abhängigkeit usw unterstellen? Und man selbst ist so intellektuell und tiefgründig, weil man an diesem Trend nicht mitzieht?
Da verdrehe ich die Augen und sehe eher Menschen, die selbst wohl Gefahr bei sich sehen, zum abhängigen Zombie zu werden.
Ich habe - durch ein Hobby - viel mit Mädchen/jungen Frauen von 15-22 zu tun und da liest keine während des Essens auf dem Handy rum usw... Da wird das Smartphone vernünftig benutzt - wer sich das selbst (!) nicht zutraut und glaubt, er würde sich Druck von außen beugen, sollte vielleicht wirklich besser keins haben.
Ich wette, das sind die gleichen Leute, die vor 7 Jahren noch gesagt habeb, dass sie kein Handy brauchen. Und heute ein Handy haben und sagen, dass sie kein Smartphone brauchen. Und in 7 Jahren dann...
 
  • #76
In manchen Kreisen ist man heutzutage ohne Smartphone tatsächlich schnell außen vor. Planungen für Unternehmungen, Organisation von Junggesellen-Abschieden - alles läuft über Whatsapp-Gruppen.

Aber wie man einen Mann ablehnen kann, nur weil er kein Whatsapp nutzt, ist mir schleierhaft. Mir persönlich ist es ziemlich egal, auf welchem Wege mir jemand Kurznachrichten schickt. Hauptsache, er übertreibts nicht; beschallt mich nicht den ganzen Tag mit Belanglosigkeiten und erwartet dann noch ausführliche Antworten. Ich verstehe Menschen nicht, die per Mobiltelefon lange Chats führen - das ist doch extrem unbequem. Ein Grund für mich, vom Tastenhandy aufs Smartphone umzusteigen, war die Hoffnung, dass es sich damit bequemer tippt - Pustekuchen, es ist eher noch schlimmer.

Längere Chats führe ich wenn, dann vorzugsweise am Laptop über Facebook. Skype ginge theoretisch auch, aber da kommt dann schnell die Frage: "Wollen wir nicht telefonieren?" und telefonieren hasse ich noch mehr als Tippen auf einem Touchpad; deshalb versuche ich das zu vermeiden.

Heißt aber nicht, dass ich einen Mann ablehnen würde, weil er kein Facebook hat. Ich MUSS nicht chatten. Ich könnte eigentlich, außer für Absprachen, auf jegliche Form der Fernkommunikation verzichten. Die einzige Kommunikationart, die ich wirklich als bereichernd empfinde, ist letztlich das persönliche Gespräch.


Ich ticke genauso. Wenn meine Wohnungstür zugefallen ist, schalte ich in den Einsiedler-Modus. Ich habe gern eine klare Trennung zwischen Phasen des Alleinseins und Zeit, die ich anderen Menschen widme.

Außerdem sind wir Menschen nun mal optimal an face-to-face-Kommunikation angepasst. Alles andere ist einfach ein schaler Ersatz; bei teilweise höherem Aufwand.
 
  • #77
In manchen Kreisen ist man heutzutage ohne Smartphone tatsächlich schnell außen vor.
Ja und wo ist das Problem?
Wenn der FS dies nicht möchte, dann passen diese Kreise nicht zu ihn und umgedreht.

Würde eine Frau von mir verlangen, dass ich immer mein iPhone wie Gewehr am Fuß bei mir trage, dann ist einfach die falsche Frau. Dann ist es doch schön, dass man dies sofort erfährt.
So gesehen hat auch die nicht permanente Erreichbarkeit seine Vorteile.
Es ist wie im richtigen Leben. Jedes Tun und Handeln hat seine Vor- und Nachteile und man muss nur für sich selber ausmachen, ob man lieber die Vorteile oder die Nachteile akzeptiert.
 
  • #78
In manchen Kreisen ist man heutzutage ohne Smartphone tatsächlich schnell außen vor. Planungen für Unternehmungen, Organisation von Junggesellen-Abschieden - alles läuft über Whatsapp-Gruppen.

Ja und? Es steht doch jedem frei, sich dann zu beteiligen oder nicht. Und sich "Kreise" zu suchen, die passen. Eine Frau, die nur über Facebook kommuniziert, lerne ich gar nicht kennen. Letztlich ist das doch ebenso eine Frage der Kompatibilität wie die Häufigkeit der Kommunikation. Eine Frau, die Dauerschreiberei haben möchte, ist bei mir auch falsch.
Würde der FS seine Art zu kommunizieren ernsthaft komplett umstellen, wenn sich hier herausstellt, dass manche Frauen andere Medien nutzen als er? Muss man jedem Trend hinterherlaufen, wenn man ihn nicht als nützlich empfindet? Klar habe ich auch ein Smartphone. Twitter und Facebook vermisse ich überhaupt nicht. Das war auch noch nie ein Problem.
 
  • #79
Ich muss mich hier wohl als krasse Außenseiterin outen:
Ich habe nicht mal Handy. Zu Hause habe ich ein schwarzes Original-Drehscheiben-Telefon von 1959. Aber einen Laptop habe ich und schreibe E-Mails.

Ich hatte schon als Kind einen Hang zu Retro und bin auch etwas introvertiert. Aber wen ich erreichen möchte, erreiche ich auch ohne moderne Medien. Und wer mich erreichen möchte, bekommt das auch irgendwie hin ...
 
  • #80
Lieber FS,
eines musst Du verstehen, was uns als IT-Profis vom Rest der Welt trennt: das, worüber sie jetzt alle Hurra schreien und als den letzten Schrei erleben, der ihnen das Leben einfacher macht ist für uns Profis kalter Kaffee. Ein neues Werkzeug beurteilen wir nur strikt nach: ist es eine relevante Verbesserung gegenüber dem, was ich grad habe oder nicht. Ggfs. machen wir uns noch Gedanken über Datenschutz um ein Werkzeug zu nutzen oder nicht.
Uns ist es egal, ob wir mit WA Mail oder sms kommunizieren - die Tools leisten alle das Gleiche, sie ermöglichen zeit- und ortsungebundene Kontaktaufnahmen.

Ich beurteile Werkzeuge danach, ob sie mir persönlich einen Nutzen brigen, also von der Art "give al fool a tool". Ein Werkzeug sollte idealerweise nicht meine eigenen Inkompetenzen unterstützen, sondern ich bevorzuge es, meine Inkompetenzen zu entdecken und sie durch Kompetenzzuwachs zu beseitigen.
Wenn ich mich nicht organisieren kann und alle mit denen ich zu tun habe auch nicht, dann können Werkzeuge dazu sehr hilfreich sein. Bin ich hingegen ein sehr zuverlässiger Mensch, weiß es Grenzen zu setzen und umgebe mich mit solchen Menschen, dann brauche ich keine vermeintlichen Alleskönnertools.
Aufgrund unserer jahrzehntelangen z.T. Katastrohenprojekte, die wir trotz widrigster Umstände abgewickelt haben, haben wir die Fähigkeiten für die fools tools brauchen.

Ich brauche keine WA-Gruppe für den Sport - da gibt es regelmäßige Termine, wer nicht kommt ist nicht da, hat andere Prios - fertig. Auch nicht für Verabredungen - weiß´man seit Jahrzehnten, dass am Samstag nach dem Geburtstag gefeiert wird und per uraltem Mailverteiler erfährt man Ort und exakten Zeitpunkt, wozu also eine WA-Gruppe? Die Mails kommen auch Wochen vorher, mit Datei für den Kalendereintrag. Das funktioniert, weil man solche alten Freundschaften hat die unverletzlicher machen, weil nicht abhängig von dauernder Onlinebestätigung. Ich kann die Mail auf dem Handy lesen, muss ich aber nicht, weil sie früh kommt.

Wer mal erlebt hat, wie die Onlinedatingbemühungen einer Kollegin schon fast als Mobbing durch die Firma liefen und wert auf sein Image legt, der ist vorsichtig damit sein Gesicht auf Tinder zu zeigen. Mir wäre das zu peinlich - aber wen die Not treibt.
 
  • #81
Ich brauche keine WA-Gruppe für den Sport - da gibt es regelmäßige Termine, wer nicht kommt ist nicht da, hat andere Prios - fertig. Auch nicht für Verabredungen - weiß´man seit Jahrzehnten, dass am Samstag nach dem Geburtstag gefeiert wird und per uraltem Mailverteiler erfährt man Ort und exakten Zeitpunkt, wozu also eine WA-Gruppe? Die Mails kommen auch Wochen vorher, mit Datei für den Kalendereintrag. Das funktioniert, weil man solche alten Freundschaften hat die unverletzlicher machen, weil nicht abhängig von dauernder Onlinebestätigung. Ich kann die Mail auf dem Handy lesen, muss ich aber nicht, weil sie früh kommt.

Ja, liebe Vikky, so erlebe ich es auch.
Vor einiger Zeit, hat der schon erwähnte Kumpel, versucht uns von diesem bewährten System abzubringen und alles auf facebook zu verlagern. Da haben wir nicht mitgemacht und nun ist er außen vor.

Auch bei nur halb regelmäßigen Terminen klappt es gut mit email / sms. Mein Freundeskreis unternimmt immer Anfang des Jahres eine Grünkohltour, immer auf einen Sonntag im Januar, Februar oder März. Da bekomme ich eine sms, ich bestätige den Termin kurz und freue mich dann auf das Wiedersehen und das Laufen (obwohl nordic bei nature bin ich kein Grünkohl-Freund). Übernächstes Wochenende ist es wieder soweit.
 
  • #82
Der Hintergrund der Frage -und dieses Forums überhaupt- ist die Sichtweise in Bezug auf eine (mögliche) Partnerschaft. Egal ob es um Sport, Ernährung, Treue oder sonstwas geht, Kompromisse sind immer nötig. Schön wenn ähnliche Ansichten und Interessen herrschen, wenn nicht, geht halt jeder auf den anderen zu und bekommt im Idealfall eine ganz neue Perspektive.

Der begeisterte social- media- Nutzer hinterfragt sich durch die Augen des kritischen social - media- Nutzers oder IT-Profis, was er da so alles Preis gibt. Und umgekehrt fragt sich godot, was er verpasst. Zumindest wenn er nicht auf WhatsApp ist, während beispielsweise 80Prozemt seines Sportvereins sich dort auf dem Laufenden halten und auch keine Lust haben, ohm als Extrawurst eine Mail zu schicken oder anzurufen. Es ist aber schön zu lesen, dass du der Dame deines Herzens zuliebe auch auf diesem Gebiet entgegen gehen würdest. Hauptsache du vergisst vor lauter WhatsApp und netter Bildchen/Fotos nicht, auch mal ein schönes, flirtiges Telefonat zu führen. Zumindest wenn das Gegenüber deine Gefühle erwidert und so tickt wie ich.
 
  • #83
Also ich bin noch nicht ganz 50 und es ist auch eine ganze Weile her, aber obwohl ich whats app für den Freundes-und Bekanntenkreis (inklusive Gassitreff meines Hundes) sehr gerne nutze, hat mich mal ein Mann vollkommen entnervt, der nach zwei kurzen Dates jeden Tag mindestens 8-10 whats app schickte. Inklusive Bildern. Kaum war ich online: Hallo, wunderschönen guten Morgen. Dann Foto vom akkuraten Frühstückstisch. Dann "ich denke an Dich". Dann..ich mache gerade x und y...ich fahre da und da hin...dann Bild vom Mittagessen (auch akkurat). Dann über was er sich in der Tagespost geärgert hat...Ich fand das sehr, sehr beängstigend. Als würde man gezwungen dabeizusein. Oder wie 30 Jahre verheiratet plus im Gefängnis. Aber der war auch vorzeitig im Ruhestand und konnte offensichtlich nichts mit sich anfangen. Mir war das für eine fast Unbekannten viel zu viel (Pseudo) Nähe.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #84
Auch bei nur halb regelmäßigen Terminen klappt es gut mit email / sms. .... Da bekomme ich eine sms, ich bestätige den Termin kurz und freue mich dann auf das Wiedersehen

Genau und da zeigt sich eben auch eines: strikte Priorisierung, Planungsfähigkeit aber auch Konstanz in den Beziehungen statt immer auf der Hetze nach was Neuem.
Es wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben, warum man heutzutage nicht einfach pünktlich an einem Ort erscheinen kann, sondern unentwegt zwischenchatten und umdisponieren muss. Für mich ist das die Lebenshetze der "digital Na(t)ives": aus Angst was vermeintlich Besseres zu verpassen muss alles kurzfristig gemacht, geändert werden.
Es ist in meinem Freundeskreis noch kein substanzieller Schaden entstanden, wenn solche Leute nicht mehr kamen (wegen permanenter Unzuverlässigkeit vom Verteiler flogen), weil ihnen oft was "Wichtigeres" dazwischen kam.

Wir sind alle beruflich erfolgreich und enagiert. Als Fach- und Führungskräfte sind wir keine Arbeitssklaven die ihr Privatleben dem Job bedingungslos unterordnen müssen. Deswegen haben wir auch mit 60 noch keinen Burnout.
Alle verfügen über ausreichend Vertrauen ins Leben und in ihre Partner, um digitaler Dauerbefeuerung nicht mit echtem Interesse oder gar Liebe zu verwechseln, jeder nutzt Medien sinnvoll und braucht dafür nicht das jeweils Neueste, niemand telefoniert intime Dinge in der Öffentlichkeit - es fehlt bei allen das "getrieben sein", die "Angst vor Rückmeldungen von außen" ....

Zumindest wenn er nicht auf WhatsApp ist, während beispielsweise 80Prozemt seines Sportvereins sich dort auf dem Laufenden halten und auch keine Lust haben, ohm als Extrawurst eine Mail zu schicken oder anzurufen.
Ich habe auch ohne WA noch nie was in meinem Sportverein verpasst. Einladungen zu Veranstaltungen bekommen alle Mitglieder über den Mailverteiler, dito die jährlichen Trainingszeiten, es gibt einen Newsletter für kurzfristige Änderungen und wenn man regelmäßig dort auftaucht: ein schwarzes Brett - ansonsten gibt es immer einen Sportbuddy, der anruft und fragt "hast Du mitbekommen ...." - ohne Extrawurst sondern aus persönlicher Wertschätzung.
Letztere scheint bei den Vielnutzern von den immer aktuellsten Onlinegimmicks rapide an Wert zu verlieren, damit geht Beziehungsqualität verloren und es entstehen Ängste, die druch digitale Nachrichtenbefeuerung beruhigt werden müssen - passiert nur nicht, es weckt die Sucht nach immer mehr. Das sieht man ja auch daran, wie Leute zusammenbrechen wenn sie irgendwo geblockt werden - Erlebnis maximaler Hilflosigkeit.
 
  • #85
Also ohne WhatsApp (oder ein vergleichbares Medium) liebe Vikky, würdest du in unserem Verein manches Schöne nicht oder zu spät mitkriegen, Tendenz steigend. Trotz gutem alten Mailverteiler, auch wenn du bei allen Vereinssitzungen oder den allgemeinen Trainingszeiten dabei bist. Gerade die spontanen, individuellen,, nicht so durchgeplanten Verabredungen oder Events, die sich ja erst im und durch den Gruppenchat entwickelt haben. Wenn dich das jedoch nicht juckt, weil du ohnehin deinen eingeschworenen Kreis hast, wird dir auch nichts fehlen.
 
  • #86
Wenn ich so die verschiedenen Ansichten hier lese, habe ich den Eindruck, dass das Problem des Fragestellers sich in der Realität gar nicht so herauskristallisieren wird - zumindest nicht wegen der Nutzung oder Nichtnutzung elektronischer Medien.

Es werden sich wohl in allen möglichen Bereichen Unstimmigkeiten ergeben, weil ein Elektroniknutzer einfach andere Einstellungen zu vielen Dingen hat, als ein Nichtnutzer.

Es fällt mir auf, dass Forumsuser, bei denen ich oft denke, dass ich es ähnlich beurteile, auch zu diesem Thema wohl ähnlich ticken wie ich. Und umgekehrt genauso.

Für eine gute und langfristige Beziehung wird man dann doch wohl jemanden wählen, der eine ähnliche Weltanschauung aufweist, wie man selbst - so auch im Kommunikationsverhalten.
 
  • #87
Für mich ist das die Lebenshetze der "digital Na(t)ives": aus Angst was vermeintlich Besseres zu verpassen muss alles kurzfristig gemacht, geändert werden.
Ich muss gestehen, ich nutze Facebook&Co nicht. In meinem Freundeskreis nutzt es keiner für Verabredungen. WhatsApp-Gruppen nutze ich nur sehr eingeschränkt. Denn
Wir sind alle beruflich erfolgreich und enagiert. Als Fach- und Führungskräfte sind wir keine Arbeitssklaven die ihr Privatleben dem Job bedingungslos unterordnen müssen. Deswegen haben wir auch mit 60 noch keinen Burnout.

das ist was für Menschen, die den ganzen Tag lesen können und möchten, in welchem Bus ihre Freunde gerade an der Ampel stehen. Viel zu viel "Müll". Wer beruflich engagiert ist, hat dazu vermutlich wenig Lust.
Ich kommuniziere zeitnah, aber dann, wenn ich gerade Zeit und Lust habe. Verabredungen treffe ich normalerweise ein paar Tage im Voraus, bei engeren Freunden auch mal spontan. Kurzfristig umschwenken tue ich sowieso nicht, Freunde, die immer noch auf was besseres warten, habe ich nicht. Vielleicht bin ich da einfach konservativ, aber ich fühle mich wohl damit. Diese Art Stress muss ich mir beruflich nicht antun, privat erst Recht nicht.
 
  • #88
Ich wollte gegenüber den WhatsApp - /Facebook - Ablehnern wie @godot und @Vikky noch einen Vorteil, den die modernen Kommunikationsmedien in meinen Augen haben, ansprechen:

Ich erlebe meine "Freundschaften auf Distanz" als unmittelbarer als früher. ZB habe ich mit zwei meiner besten Freundinnen seit dem Abitur (also gut 15 Jahre) nicht mehr in einer Stadt gewohnt, sondern immer Hunderte km entfernt.

Früher haben wir einfach desöfteren telefoniert und uns mehrfach pro Jahr getroffen.
Jetzt tun wir das immer noch, aber zusätzlich sind wir noch ziemlich viel am Chatten.

Und, wie gesagt, für mich fühlt sich unsere Freundschaft jetzt wieder "unmittelbarer" an. Nicht besser oder enger - gut und eng war sie schon immer -, aber mit mehr Bezug zum Alltag. Denn klar - das Wichtige hat man sich immer erzählt, aber eine lebendige Freundschaft besteht ja nicht nur aus dem Wichtigen, über das man spricht, sondern auch aus dem Unwichtigen, über das man plappert.

Ich selber sehe, wie gesagt, an WhatsApp usw keine Nachteile. Mit Leuten, die stinkig werden, wenn man fünf Minuten zu spät auf das Foto ihres Abendessens reagiert, muss ich ja keinen Kontakt pflegen (und sein wir doch mal ehrlich, dieser Menschenschlag war doch auch schon in der Prä - WhatsApp - Ära aufdringlich bis lästig!).
 
  • #89
Ich nutze die neuen Medien. Aber ich mache mich nicht abhängig davon.
Mit Ü60 bin ich bei FB und habe auch WhatsApp. Bei FB habe ich einige alte Bekannte wiedergefunden, besonders im Ausland. Wir schreiben uns ab und zu und stellen auch mal ein Bild ein, aber sehr, sehr selten. Mit meinem Partner kommuniziere ich nicht über FB, das wäre mir zu blöd.
WhatsApp nutze ich gerne, einfach weil ich das zu jeder Zeit machen kann und auch mal aus dem Urlaub ein kurzes Hallo mit Bild schicken kann.
Aber das alles ist nichts gegen ein Telefonat. Mir wäre es zu blöd, mit einer Freundin ständig Nachrichten hin und her zu schicken. Ich rufe sie an oder frag per WhatsApp, wann sie denn zu erreichen ist. Dann quatschen wir lieber wie früher am Telefon bis der Hörer glüht.

Ich brauche auch keine Blümchen und Herzchen und keine stündliche Nachricht von meinem Schatz. Wir telefonieren einmal tgl., wenn wir uns nicht sehen, das reicht doch. Ich weiß, dass er mich auch so liebt.
Ich weigere mich auch, immer erreichbar zu sein. Ich schalte mein Smartphone in der Regel aus bzw. auf "nicht stören". Ich muss nicht jeden Blödsinn sofort erfahren. Ich finde es ist ein nützliches Teil als Telefon, als Informationsquelle, als Navi, als Nachrichtenübermittler, als Kamera - aber das wars dann auch schon.
Wenn ich sehe, wie süchtig manche Leute sind - nein danke.
 
  • #90
Ich glaubs ja wirklich nicht .....
Richtig ist, dass techn. Fortschritt erst mal gut und wichtig ist.
Richtig ist aber auch, dass nicht alles, was neu ist, auch toll ist.
Mir ist vor kurzem eine Frau mit Smartphone in der Hand aufs Auto drauf gefahren. Wegen dieser dummen Nuss hab ich meinen Flieger verpasst, das Auto war ein Mietwagen. Der Wagen, den sie kaputt gemacht hat, war der ihres Freundes - der wird sich lautstark freuen, dass sein Mädel so toll die modernen Kommunikationsmittel nutzt. Ich wette, der hat sie ganz altmodisch angebrüllt ....
Was ist so toll an einem Smartphone ? Richtig, man kann sinnlose Zeit in der Bahn damit überbrücken. Ich fahre aber nicht Bahn ....
Man kann ins Internet ...kann ich mit dem Lappy auch. Bequemer und schneller ....
Man kann damit Musik hören ... nur wie. Sorry, mir ist mein Soundsystem im Wagen da doch um einiges lieber als ein Kopfhörer.
Ja, wenn ich irgendetwas arbeite, wo ich unterwegs nicht ins Netz komme .... oder kein Navi im Wagen habe ..... oder mich im Büro langweile. Ach ne, ich gehe dann lieber irgendwohin, wo ich in der Sonne sitze ....
Das Ding ist zu gross, zu anfällig, meine Familie ist klein, aber fein, meine Freunde treffe ich oder wir telefonieren. Beruflich kann ich das Teil auch nicht gebrauchen, weil lange Texte auf dem Miniding zu tippen ..... nix für Männer.
Dazu kommt meine Erfahrung, dass die Frauen, die sich für ach so modern und kommunikativ halten, meistens sonst überhaupt gar nix können. Weder beruflich noch privat ... also uninteressant sind. Bei Männern gilt das natürlich auch. Und was so toll an einem Smiley sein soll ? Ich weiss es nicht ....
Eine BWA auf dem kleinen Bildschirm lesen ? Ein Gutachten oder eine Bewertung ?
Ich weiss schon, warum Frauen das Ding lieben .... zum Schuhe bestellen taugts, glaube ich ....
BWA?
*Lach* Schuhe bestellen *zwinker* Die probiert Frau über 50 sicher an - und hat sie dann ewig.

Ich nutze viel die Suche oder Infoapps (Technisches, Wissen, Übersetzungen, Tankpreise, DWD) und die Kamera. Aber machte wohlgemerkt nicht ein Selfie damit! Das Adreßbuch ist mir wichtig. Und so brachte ich es meiner Mutter auch bei. Sie googelt unterwegs alles, was sofort gebraucht wird. Sogar auf Reisen Rezepte, Regionales und Preise.
Und Infos, die man nicht vergessen möchte, werden dann geschickt, wenn man daran denkt.
Nicht zu vergessen die Fotos ihrer Enkelkinder, die sie über allerdings Threema und nicht WA erhält.
Bin total überrascht, daß die Elite WA überhaupt nutzt!
 
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