• #1

(Wie) lässt sich Ekel beim Sex überwinden?

Hallo,

ich les schon längere Zeit mit und hab mich nun überwunden, selbst eine Frage einzustellen. Und zwar: Kann man tief verankerten Ekel beim Sex irgendwie überwinden, bzw. sollte man das?

Konkret geht es um orale Praktiken. Seit ich denken kann, mochte ich die noch nie, denn ich kann den Gedanken nicht ausblenden, dass es sich bei den Geschlechtsteilen nunmal auch um die Ausscheidungsorgane handelt. Entsprechende "Schmutz"gedanken sind mir schon in der Kindheit von meiner sehr religiösen Mutter vermittelt worden.

Es ist aber auch der gesundheitliche Aspekt. Selbst bei einwandfreier Hygiene, die mein Mann und ich definitiv pflegen, denk ich an nur dort hingehörende Körperflüssigkeiten und Bakterien und will das einfach nicht im Mund haben. Dass durch Oralverkehr übertragene HP-Viren das Risiko für Krebs im Mund-Rachenraum erhöhen können, ist ja auch schon lang wissenschaftlich bekannt.

Noch weniger als ich bei ihm mag ich allerdings er bei mir. Das liegt va daran, dass ich beim Sex immer extrem feucht werde (ich squirte sogar manchmal) und mir das dann peinlich ist. Auch küssen hinterher fände ich furchtbar. Auch das passiv "hilflos" da liegen mit so großem Abstand zum Partner gefällt mir nicht.

Jetzt ist es aber so, dass mein Mann (wir sind übrigens 36 und 39, falls das wichtig ist, seit neun Jahren zusammen und seit vier verheiratet) mich gerne mal oral befriedigen möchte. Er selber findet Blowjobs bei sich zwar ganz nett, braucht es aber nicht unbedingt (ist das bei Männern nicht auch sehr sehr selten?) sodass es hier nie Probleme gab. Allgemein würde ich unser Sexleben als erfüllt bezeichnen, ca zwei bis drei Mal pro Woche, auch mal abwechslungsreiche Positionen, Orte und "Szenarien", und ich komme so gut wie immer vaginal.

Aber seinen Wunsch will ich jetzt auch nicht einfach abschmettern, sondern vorher überlegen, wie ich mich vielleicht trotz dieser extremen Hemmungen und Barrieren im Kopf (die mir nicht normal vorkommen, weil angeblich ja die überwältigende Mehrheit der Frauen Oralsex bei sich so toll finden und oft sogar unbedingt brauchen für den Orgasmus - was ist da los bei mir?!) darauf einlassen könnte. Habt ihr da Erfahrungen/Tipps?

Bitte betitelt mich nicht gleich als gestört oder so, ich fühl mich eh schon wie eine Außerirdische bei diesem Thema, und die Frage einzustellen hat mich extrem Überwindung gekostet.

Danke schon mal!
 
  • #2
Und zwar: Kann man tief verankerten Ekel beim Sex irgendwie überwinden, bzw. sollte man das?
Kann man - vermutlich mit einer Therapie.

Sollte man? Wenn Du wirklich unter dem Ekelgefühl leidest und das unangemessen findest, dann solltest Du was dagegen tun.
Wenn Du Deinen Ekel aber ok/angemessen findest und nur meinst, Du müsstest anders empfinden, weil andere anders agieren, dann solltest du nichts dagegen tun, sondern zu Dir und Deinen Gefühlen stehen.

mich gerne mal oral befriedigen möchte. Er selber findet Blowjobs bei sich zwar ganz nett, braucht es aber nicht unbedingt
Dann solltest Du Klartext reden und ihm sagen, dass Du es genauso wenig brauchst/magst wie er und dass er das bitte genauso respektieren möchte wie Du seine Haltung respektierst.

Es ist mir absolut unverständlich, warum bei dieser Gemengelage eine Absage an ihn überhaupt ein Problem für Dich ist. Tut mir Leid, aber das ist ein Indiz dafür, dass was nicht stimmt in eurer Beziehung: Du nimmst auf seine Belange Rücksicht, aber nicht auf Deine und er auch nicht auf Deine.

Aber seinen Wunsch will ich jetzt auch nicht einfach abschmettern
Warum eigentlich, wenn Du doch seinen Wunsch berücksichtigst? Du bist doch keine sexuelle Dienstleisterin die aus Armut gegen Gage alle ihre eigenen Gefühle (Ekel, Hemmungen) überwinden muss?
Warum respektierst Du Dich selber so wenig?

vorher überlegen, wie ich mich vielleicht trotz dieser extremen Hemmungen und Barrieren im Kopf..... darauf einlassen könnte
Warum willst Du das?

Ja, das frage ich mich auch, aber anders als Du es meinst.
 
  • #3
Es gibt Lecktücher und Kondome für orale Praktiken, da hast du einen extra Schutz.
 
  • #4
Ekelgefühle zu überwinden finde ich überflüssig. Und so wie Du es beschreibst, erkenne ich keinerlei Notwendigkeit.
 
  • #5
Also, du bist damit zwar sicher in der Minderheit der Frauen, aber sooo absonderlich, dass du dich als "Außerirdische" fühlen müsstest, ist es nun auch wieder nicht, Oralsex nicht zu mögen.

Wenn der geäußerte Wunsch deines Mannes eher als ein "könnte man ja mal probieren" zu verstehen ist als ein "ist für mich ein total essentielles Bedürfnis" -- wovon ich nach deiner Beschreibung und neun Jahren Beziehung mit erfülltem Sexleben auch ohne Oralsex nicht ausgehe --, sehe ich keinen Bedarf für Überwindung, Therapie o. ä..

Erklär ihm gegebenenfalls halt nochmal deutlich, warum das für dich nichts ist, und damit sollte das Thema vom Tisch sein, wenn er dich liebt und respektiert und es für ihn auch nicht so wichtig ist.

W, 29
 
  • #6
Ich mag auch keinen Oralverkehr bei mir selbst, ohne, dass ich mich ekel (das, was du schreibst: passiv daliegen und Partner weit weg, das ist das, was ich daran auch nicht mag; für mich "bringt" der auch einfach gar nix). Das habe ich gesagt und fertig. Ich erkenne bei euch auch keinerlei Probleme, ihr habt doch guten und für euch erfüllenden Sex, dann kannst du doch in dieser Hinsicht ehrlich sein?
Sollte man? Wenn Du wirklich unter dem Ekelgefühl leidest und das unangemessen findest, dann solltest Du was dagegen tun.
Wenn Du Deinen Ekel aber ok/angemessen findest und nur meinst, Du müsstest anders empfinden, weil andere anders agieren, dann solltest du nichts dagegen tun, sondern zu Dir und Deinen Gefühlen stehen.
Genau.
w, 38
 
  • #7
An vorderster Front: Mach nur das womit du dich wohl fühlst.

Wenn dich der Ekel zu sehr einschränkt, du gern würdest ,nicht weil du glaubst es leisten zu müssen, dann gibt es sicher therapeutische Wege das in den Griff zu kriegen.
Aber auch nicht von jetzt auf gleich.

Aber wie gesagt es sollte dein Wunsch sein, deine Neugier dein Verlangen.
Nicht aus einem Leistungsgedanken dem Mann etwas bieten zu müssen um ihn glücklich zu machen.

Ich bin fast 15 Jahre verheiratet. Meine Frau macht auch nix orale bei mir. Ja und? Ich weiß nicht warum, denke Ekel ist es nicht. Aber wenns nur das ist, dass sie da kein größeres Vergnügen daran hat. Ja dann will ich dich nicht das sie das machen muss.

Und wenn sie nicht geleckt wollen werden würde, dann wäre das auch so und ich würde das akzeptieren.

Wichtig ist das du ihm das was du fühlst offen sagst, Wenn er schon den Wünsch äußert.
Das wegzuschweigen oder über sich ergehen lassen, Ist keine gute Idee.
 
  • #8
Wenn du es nicht magst und es für ihn auch nicht zentral ist, sondern er es nur mal ausprobieren mag, musst du es ja nicht unbedingt machen. Man muss nicht jeden Ekel überwinden, die Menschen haben nun mal verschiedene Präferenzen und Vorlieben. Trotzdem finde ich es an sich gut, dass du offen bist oder zu sein versuchst und es mal mit ihm gemeinsam probieren magst. Ich kann verstehen, dass er Lust drauf hat, das bei dir zu machen, denn ich selbst gebe auch gerne Oralsex, es kann dem Gebenden sehr viel Spaß machen. Jedenfalls fände ich es extrem schade, wenn mein Partner das plötzlich nicht mehr wollen würde. Natürlich würde ich es aber akzeptieren. Dein Partner hoffentlich auch (oder man passt halt nicht zusammen, anderes Thema).

An praktischen Tips fällt mir ein:
Ihr könntet beide direkt davor duschen und er könnte ggf. ein aufgeschnittenes Kondom oder richtiges Lecktuch dabei verwenden (gibt es extra zu kaufen zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten etc.), außerdem kann er sich ja erstmal langsam etwas rantasten und auch viel "drumherum" lecken/küssen und auch seine Finger benutzen, sich langsam steigern, nicht gleich das volle Programm. Und an seiner Stelle würde ich dir ganz viel Bestätigung geben und versichern, dass es mir Spaß macht und überhaupt nicht eklig ist.

Leuten, die sich etwas vor Analsex ekeln, würde ich eine Dusche/Reinigung und ein Kondom empfehlen, dir daher analog vergleichbare Hygienemaßnahmen (Dusche und Lecktuch). Dadurch verschwindet zwar bestimmt nicht der anerzogene Ekel, aber wenn ihr beide frisch gewaschen seid, kannst du dir selbst zumindest rational erklären/einreden, dass da kein Dreck ist und nichts Schlimmes passiert. Wenn du noch weiter gehen willst, könntet ihr davor beide zum Arzt gehen und euch auf Krankheiten checken und eure Intimgesundheit überprüfen lassen. Und falls du Bedenken wegen Geruch/Ekel hast (also dass es für ihn eklig sein könnte), gibt es entsprechendes Intimduftwasser und ähnliche Produkte (die ich selbst noch nie verwendet habe und womit ich etwas vorsichtig wäre, um nicht die Intimflora zu beschädigen). Du kannst auch duftende Körpercreme auf den Bereich drumherum verteilen. Es gibt auch essbares Gleitgel mit Geschmack (z.B. Erdbeere), das für Oralsex geeignet ist, und bestimmt weitere Produkte für Menschen, die das Erlebnis irgendwie modifizieren wollen, du bist sicher nicht die erste und einzige, die sich ekelt.
w27
 
  • #9
Wenn du nichts willst dann willst du nicht. Das muss er akzeptieren. Anderseits kann man davor ja duschen und sich dabei gründlich waschen. Aber wie schon gesagt wenn du nicht willst solltest du es auch nicht tun.
 
  • #10
Du musst dich weder rechtfertigen, noch therapieren lassen. Wenn es dir nichts gibt, dann ist das so, sollte dein Mann ja verstehen, wenn ihm genauso geht.
 
  • #11
ist das bei Männern nicht auch sehr sehr selten?
Was bei anderen Männer ist, ist völlig uninteressant, es zählt nur, was bei euch ist!
die überwältigende Mehrheit der Frauen Oralsex bei sich so toll finden und oft sogar unbedingt brauchen für den Orgasmus - was ist da los bei mir?!
Auch das ist uninteressant, macht ausschließlich das, was euch Erfüllung, gibt, Punkt! Jeder Vergleich hinkt!
 
  • #12
mich gerne mal oral befriedigen möchte. Er selber findet Blowjobs bei sich zwar ganz nett, braucht es aber nicht unbedingt (ist das bei Männern nicht auch sehr sehr selten?) sodass es hier nie Probleme gab.
Die anderen Foristen haben schon fast alles gesagt. Aber das hier fällt mir auf. Das Wort Blowjob ist so unsagbar abwertend für Frauen, kommt das echt aus dem Mund Deines Mannes?

Wenn Dein Mann Dich respektiert akzeptiert er Deine Ablehnung und umgekehrt genauso.
 
  • #13
Ich denke jedwede Hemmungen kannst du nur aktiv überwinden, wenn für dich Fellatio einen Mehrwert an sexueller Erfahrung bietet.

Dein hygienisches Grundbedürfnis, frisch gewaschen zu sein, setze ich für mich ebenfalls voraus. Ich will das bei uns beiden auch nur praktizieren, wenn wir frisch gewaschen sind. Mit früheren Partnern habe ich das ebenfalls geteilt, jedoch nie so intensiv wie mit meinem jetzigen Freund. Er hat schnell gelernt mit Fingern und Zunge zu "arbeiten ", ein herrliches Gefühl und mein "erster" Freund, der mir somit garantiert einen "O" schenkt, der komplett anders anfängt und so besonders im Vergleich zu klitoralen "O's" ist.
Es wäre ein Verlust das nicht zu teilen. Im Gegenzug darf er in meinen Mund ...

Ja, es sind auch "spezielle " Organe....aber wunderbarste Gefühle lassen sich dadurch halt auch erleben...

Alles Gute euch 😉
 
  • #14
Jetzt ist es aber so, dass mein Mann (wir sind übrigens 36 und 39, falls das wichtig ist, seit neun Jahren zusammen und seit vier verheiratet) mich gerne mal oral befriedigen möchte. Er selber findet Blowjobs bei sich zwar ganz nett, braucht es aber nicht unbedingt (ist das bei Männern nicht auch sehr sehr selten?) sodass es hier nie Probleme gab. Allgemein würde ich unser Sexleben als erfüllt bezeichnen,
Ich würde im Gegenteil denken, dass die überwiegende Mehrheit der Männer Blowjobs nicht unbedingt braucht, sondern bei sich ganz nett findet, das kommt mir also nicht sehr, sehr selten oder seltsam vor. Auf mich wirkt es so, dass dein Mann wie viele Männer Blowjobs mag, aber sie natürlich nicht überlebenswichtig für ihn sind und er also auch drauf verzichten kann, wenn seiner Partnerin diese Praktik nicht gefällt. Er selbst scheint Oralsex zu mögen, aber weil du Oralsex eklig findest und er dich mag und als guter Partner Rücksicht auf deine Bedürfnisse nimmt und möchte, dass dir der gemeinsame Sex ebenfalls gefällt, macht er hier keine Probleme. Halte ich für normal und gut.

Das wäre meine Interpretation, vielleicht äußern sich noch andere dazu.
Du musst dich weder rechtfertigen, noch therapieren lassen. Wenn es dir nichts gibt, dann ist das so, sollte dein Mann ja verstehen, wenn ihm genauso geht.
Ich finde auch, er sollte das verstehen, tut er anscheinend auch. Aber was meinst du mit "genauso"? Dass er sich auch ekelt, lese ich nicht, er würde ja gerne mal Oralsex haben. Ich denke, er mag Oralsex, aber weil @Kirschblüte dabei großen Ekel empfindet, drängt er sie nicht zu etwas, das sie nicht will, sondern meint vielmehr, er braucht das auch nicht (was vermutlich auch stimmt -- nicht alles was schön ist, ist auch notwendig). Jetzt neuerdings vermisst er es aber wohl doch etwas oder möchte es gerne nochmal mit seiner Partnerin probieren und gucken, ob sie nicht doch Gefallen daran finden und ihren Ekel überwinden kann.
w27
 
  • #15
Dann rede doch mit deinem Mann darüber. Da er auf diese (naheliegende) Idee in den letzten 9 Jahren nicht gekommen ist, wird dieser Wunsch wohl nicht so brennend sein. Vor allem mag er es an sich selbst auch nicht so.
 
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  • #16
Ich würde im Gegenteil denken, dass die überwiegende Mehrheit der Männer Blowjobs nicht unbedingt braucht, sondern bei sich ganz nett findet, das kommt mir also nicht sehr, sehr selten oder seltsam vor. Auf mich wirkt es so, dass dein Mann wie viele Männer Blowjobs mag, aber sie natürlich nicht überlebenswichtig für ihn sind und er also auch drauf verzichten kann, wenn seiner Partnerin diese Praktik nicht gefällt. Er selbst scheint Oralsex zu mögen, aber weil du Oralsex eklig findest und er dich mag und als guter Partner Rücksicht auf deine Bedürfnisse nimmt und möchte, dass dir der gemeinsame Sex ebenfalls gefällt, macht er hier keine Probleme. Halte ich für normal und gut.

Das wäre meine Interpretation, vielleicht äußern sich noch andere dazu.

Ich finde auch, er sollte das verstehen, tut er anscheinend auch. Aber was meinst du mit "genauso"?
nee, nee, ich meinte bei "genauso" nicht den Ekel, sondern dass ihm orale Befriedigung bei sich nichts gibt oder wichtig ist - hab ich doof geschrieben.
Dass er sich auch ekelt, lese ich nicht, er würde ja gerne mal Oralsex haben. Ich denke, er mag Oralsex, aber weil @Kirschblüte dabei großen Ekel empfindet, drängt er sie nicht zu etwas, das sie nicht will, sondern meint vielmehr, er braucht das auch nicht (was vermutlich auch stimmt -- nicht alles was schön ist, ist auch notwendig). Jetzt neuerdings vermisst er es aber wohl doch etwas oder möchte es gerne nochmal mit seiner Partnerin probieren und gucken, ob sie nicht doch Gefallen daran finden und ihren Ekel überwinden kann.
Hmmm, das ist so ein Punkt, den ich nicht nachvollziehen könnte (wir gehen immer von dem aus, was hier berichtet wird). Wenn ich wüsste, mein Partner ekelt sich vor etwas oder nichr ganz so hart ausgedrückt, mag es einfach nicht, dann würde ich nicht auf die Idee kommen, dass wir es doch (nochmal) probieren, ob es ihm nicht doch gefällt und umgekehrt wäre ich auch genervt.

Ob das bei den beiden jetzt wirklich so ist, kann man aus der Ferne aber gar nicht beurteilen, wir lesen ja nur die TE.
Warst du nicht schon 28? Offtopic..😊
 

Laleila

Cilia
  • #17
Die anderen Foristen haben schon fast alles gesagt. Aber das hier fällt mir auf. Das Wort Blowjob ist so unsagbar abwertend für Frauen, kommt das echt aus dem Mund Deines Mannes?
Aber im Prinzip bringt es die Sache auf den Punkt. Fellatio ist eine Dienstleistung und einseitig, es ist anstrengend, es ist ein Job. Ein Blowjob eben

Wenn Dein Mann Dich respektiert akzeptiert er Deine Ablehnung und umgekehrt genauso.
 
  • #19
Er selber findet Blowjobs bei sich zwar ganz nett, braucht es aber nicht unbedingt (ist das bei Männern nicht auch sehr sehr selten?)
Das stimmt, die überwiegende Mehrheit der Männer möchten den Blowjob, genau so umgekehrt, die überwiegende Mehrheit der Frauen lecken mögen, Ausnahmen gibt es immer und überall, hilft dir aber nicht weiter, es geht hierbei um dich!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #20
Aber im Prinzip bringt es die Sache auf den Punkt. Fellatio ist eine Dienstleistung und einseitig, es ist anstrengend, es ist ein Job. Ein Blowjob eben
Wieso diese negative Sichtweise? Bei „Job“ schwingt die eigene Unbeteiligtheit mit, man macht es halt, weil es die Situation nahelegt.

Es gibt doch Männer und Frauen, die beides, aktiv und passiv, sehr gerne mögen. Oder eben nur eine Variante davon.
Ob das jetzt eine Mehrheit ist im Vergleich zu denen, die darin (höchstens) eine ungeliebte „Dienstleistung“ oder (wenn der Partner aktiv werden will, sie es aber nicht so schätzen) ein „Erdulden“ sehen - kA.

Ich kann nur sagen, dass ich Oralsex nie „einfordern“ würde, auch nicht mit sanften Hinweisen. Finde ich ein NoGo.
 
  • #21
Hmmm, das ist so ein Punkt, den ich nicht nachvollziehen könnte (wir gehen immer von dem aus, was hier berichtet wird). Wenn ich wüsste, mein Partner ekelt sich vor etwas oder nichr ganz so hart ausgedrückt, mag es einfach nicht, dann würde ich nicht auf die Idee kommen, dass wir es doch (nochmal) probieren, ob es ihm nicht doch gefällt und umgekehrt wäre ich auch genervt.
Ich sehe das eigentlich auch so, kann aber verstehen, falls er sich denkt, ist doch eigentlich nicht so schlimm, vielleicht ändert sich ihre Sichtweise, kann man ja nochmal probieren. So wie bei Essen, ich fand früher manche Sachen absolut eklig und zum ko**** und jetzt schmecken sie mir sehr gut, manchmal ändert sich Geschmack ja auch oder es ist eine Frage der Zubereitung ... Drängen sollte er sie natürlich nicht und sie nichts machen, was sie nicht will. Nur falls sie selbst ihren Ekel seltsam findet und überwinden möchte, könnte man das gemeinsam irgendwie angehen, denke ich mir.
Nee, noch nicht, @Moon ist neulich 28 geworden, ich habe aber erst im Winter Geburtstag. Wahrscheinlich hast du die 28 bei @Moon gesehen (oder ich habe mich mal vertippt).
Aber im Prinzip bringt es die Sache auf den Punkt. Fellatio ist eine Dienstleistung und einseitig, es ist anstrengend, es ist ein Job. Ein Blowjob eben
Hmmm, kommt wahrscheinlich drauf an ... Für mich ist es eher ein Spiel. Wie schon anderswo geschrieben, liebe ich es total, meinem Partner Oralsex zu geben. Er fordert das nicht, sondern ich selbst stehe extrem drauf und möchte das immer bei ihm machen, weil es mir so viel Spaß macht. Ich nenne das nie Blowjob, eigentlich benenne ich es gar nicht, sondern tue es einfach, ich könnte das wirklich andauernd machen und empfinde es überhaupt nicht als Job oder anstrengend, sondern finde es wahnsinnig schön und auch sehr spannend und unterhaltsam, einfach toll. Wir machen das aber auch nicht auf die potentiell "erniedrigende, anstrengende" Art (er steht, Frau geht in die Knie und dann rein in den Rachen), er mag mich nicht auf den Knien und sabbernd und würgend sehen, sondern immer ganz entspannt so, dass ich mich in aller Ruhe austoben und mit seinem Teil herumspielen kann, wie ich möchte: Er liegt mit Kissen auf dem Rücken im Bett und ich liege entspannt daneben bei seinen Beinen und kann mir selbst aussuchen, was ich da wie in welchem Tempo mit Mund und Händen mache, mit gutem Überblick und komplett "in control". So finde ich das sehr angenehm, spaßig und schön. Als Job oder Dienstleistung habe ich es nie gesehen bisher.
w27
 

Laleila

Cilia
  • #22
Aktiver Oralsex ist etwas, was viele Frauen, die ich kenne, wirklich nur ihrem Partner zuliebe tun.
Zumindest der typische Blowjob bis zum Happy End. Ich spreche nicht von liebevollen Zungenspielchen als Teilelement.
Ein Blowjob ist anstrengend, man will den Liebsten nicht mit den Zähnen wehtun, bekommt fast "Maulsperre" , gern auch mal verkrampfte Wangen.
Aus Liebe, nur für ihn... ja, wenn er total drauf steht, ich ihn sehr liebe und er es zu schätzen weiß und nicht einfordert

Passiver Oralsex ist für mich "nett" bis überflüssig. Auch hier, geht mal als kurzes Element, saugen oder knabbern, sehr gern, aber bitte nicht ewig herumlecken, da sind Finger effektiver und am besten kennen mich meine eigenen Hände.
 
  • #23
Es gibt doch Männer und Frauen, die beides, aktiv und passiv, sehr gerne mögen. Oder eben nur eine Variante davon.
Wer es nicht mag schließt ggf. von sich auf andere. Man denkt "Wenn ich das so ekelhaft finde kann unmöglich jemand anders das gut finden"

Das ist wahrscheinlich dann der Fall wenn man das Gefühl hat liefern zu müssen und nun Gründe dafür sucht, dass man nicht in eine Art Schuld zur Gegenleistung gerät. Für was was man nur erträgt ist man definitiv nicht zu einer Erwiderung verpflichtet.

Ein Grund es doof zu finden wenn man geleckt wird, kann in diesem Kontext auch sein, dass man in der eigenen Hingabe blockiert ist weil man Angst hat die bereits genannte Gegenleistung liefern zu müssen, wenn einem das geleckt werden Spaß macht.
Dann sind für dich wahrscheinlich auch Hinweise wir z.B. "Fass mich bitte so und nicht so an" oder Hinweise (nicht unbedingt in Worten) "Ich hätte jetzt gern Sex" ein no go?

Ist es für dich auch ein no go wenn dir deine Sexpartnerin Tips gibt?
 
  • #24
Aber im Prinzip bringt es die Sache auf den Punkt. Fellatio ist eine Dienstleistung und einseitig, es ist anstrengend, es ist ein Job. Ein Blowjob eben
kann ich so nicht bestätigen. Ich tue es wahnsinnig gerne und sehr ausgiebig, wenn ich Lust darauf habe - mich erregt das selbst sehr. Wäre das nicht der Fall, würde ich es nicht tun. Verhält sich bei meinen engen Freundinnen nicht anders.

Zumal man ja auch eine Stellung wählen kann, bei der beide oralen Genuss erleben können.

Ich habe auch noch keinen Mann im Bett gehabt, der bei einem Blowjob völlig unbeteiligt geblieben ist und sich einfach nur zurücklehnte. 🤔
Kann man tief verankerten Ekel beim Sex irgendwie überwinden, bzw. sollte man das?
Kann man schon. Aber ob man das jetzt zwingend sollte, würde ich infrage stellen. Leidest du denn selbst darunter und fühlst dich irgendwie dadurch eingeschränkt? Also mal fernab von dem Wunsch deines Partners.
Das liegt va daran, dass ich beim Sex immer extrem feucht werde (ich squirte sogar manchmal) und mir das dann peinlich ist.
Damit würdest du aber vielen Männern eine große Freude machen. 😁

Vielleicht lässt du das Ziel „sich oral befriedigen zu lassen“ erstmal außen vor und machst dich auf den Weg herauszufinden, warum du Körperflüssigkeiten abzulehnen scheinst.

Bezieht sich das nur auf „will ich nicht im Mund haben“, oder haderst du generell damit ? Wie verhält es sich mit Sperma ? Hast du damit schon mal „gespielt“?
 
  • #25
Aktiver Oralsex ist etwas, was viele Frauen, die ich kenne, wirklich nur ihrem Partner zuliebe tun.
Zumindest der typische Blowjob bis zum Happy End. Ich spreche nicht von liebevollen Zungenspielchen als Teilelement.
Ein Blowjob ist anstrengend, man will den Liebsten nicht mit den Zähnen wehtun, bekommt fast "Maulsperre" , gern auch mal verkrampfte Wangen.
Aus Liebe, nur für ihn... ja, wenn er total drauf steht, ich ihn sehr liebe und er es zu schätzen weiß und nicht einfordert
Okay, also ich mache das auch gerne bis zum Happy End, aber tatsächlich die total entspannte Variante auch unter Zuhilfenahme der Hände. Dabei hatte ich noch nie eine Maulsperre oder Krämpfe, ich lecke halt dran wie an einem leckeren Eis und mache da so alles mögliche mit Zunge und Händen und beobachte gerne die Reaktion, mir macht das Spaß, ich mache das auch gar nicht unbedingt zielorientiert, sondern habe einfach Spaß an der Handlung/Variation und lebe dabei meinen Spieltrieb und meine Kreativität aus. Ich nehme ihn schon auch komplett in den Mund dabei und behalte ihn drin, aber dann auch wieder raus, schnalze fröhlich rum, fahre mit den Lippen daran entlang, oben, seitlich, unten, ein paar Küsse drauf ... Und ich nehme eben auch die Hände unterstützend dazu.
Aber du hast schon Recht, nach deiner Beschreibung wären es liebevolle Zungenspielchen. Interessant, so differenziert hatte ich das bisher gar nicht gesehen. Ich würde halt immer das machen, was mir selbst Spaß macht.
w27
 
  • #26
Das ist wahrscheinlich dann der Fall wenn man das Gefühl hat liefern zu müssen und nun Gründe dafür sucht, dass man nicht in eine Art Schuld zur Gegenleistung gerät. Für was was man nur erträgt ist man definitiv nicht zu einer Erwiderung verpflichtet.
Boah, kenne ich so eher nicht.
(Zur Erläuterung: Ich selbst lecke wirklich gerne, „geblasen“ zu werden gibt mir nicht viel, aber ist mir natürlich auch nicht unangenehm, eher ein bisschen langweilig).
Zumindest eine Ex wurde sehr gerne geleckt, hatte aber offenbar nie den Impuls sich zu „revanchieren“ (vielleicht hatte ich aber auch irgendwann mal gesagt, dass mir das nicht wichtig ist oder so).
Andere wollten einfach gerne ein bisschen rumknabbern… weil ich mich schon mal im o.g. Sinne geäußert hatte, fragten sie ganz artig ;)
Dann sind für dich wahrscheinlich auch Hinweise wir z.B. "Fass mich bitte so und nicht so an" oder Hinweise (nicht unbedingt in Worten) "Ich hätte jetzt gern Sex" ein no go?
„Ich hätte jetzt gern Sex“ Ja, eher ein NoGo. Einfach loslegen ist meine Devise. Wenn die Dame das äußert, finde ich das allerdings durchaus schön.
Ähnlich bei „Hinweisen“ - allerdings will ich ja auch nicht, dass sie mir beim Vorspiel wirklich einen runterholt; im Gegensatz zu ihr ist mir der multiple Orgasmus nicht vergönnt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #27
Ich sehe das eigentlich auch so, kann aber verstehen, falls er sich denkt, ist doch eigentlich nicht so schlimm, vielleicht ändert sich ihre Sichtweise, kann man ja nochmal probieren.
Rrrr, da kriege ich schon beim Lesen "Puls", aber...
So wie bei Essen, ich fand früher manche Sachen absolut eklig und zum ko**** und jetzt schmecken sie mir sehr gut, manchmal ändert sich Geschmack ja auch oder es ist eine Frage der Zubereitung ...
Drängen sollte er sie natürlich nicht und sie nichts machen, was sie nicht will. Nur falls sie selbst ihren Ekel seltsam findet und überwinden möchte, könnte man das gemeinsam irgendwie angehen, denke ich mir.
...der letzte Absatz relativiert es wieder 🙂. Alles andere, fände ich total daneben, wenn ich etwas ändern oder probieren will, dann weil ich es möchte, nicht, weil mich jemand drängen oder (mehrfach) nachfragen würde.
Nee, noch nicht, @Moon ist neulich 28 geworden, ich habe aber erst im Winter Geburtstag. Wahrscheinlich hast du die 28 bei @Moon gesehen (oder ich habe mich mal vertippt).
Ich hab dich wohl mit @Moon verwechselt, ihr seid ja fast gleich alt 😊
 

Laleila

Cilia
  • #29
ich lecke halt dran wie an einem leckeren Eis und mache da so alles mögliche mit Zunge und Händen und beobachte gerne die Reaktion, mir macht das Spaß, ich mache das auch gar nicht unbedingt zielorientiert, sondern habe einfach Spaß an der Handlung/Variation und lebe dabei meinen Spieltrieb und meine Kreativität aus. Ich nehme ihn schon auch komplett in den Mund dabei und behalte ihn drin, aber dann auch wieder raus, schnalze fröhlich rum, fahre mit den Lippen daran entlang, oben, seitlich, unten, ein paar Küsse drauf ... Und ich nehme eben auch die Hände unterstützend dazu.
Aber du hast schon Recht, nach deiner Beschreibung wären es liebevolle Zungenspielchen.
😊 Ja, das ist sogar genau das, was ich mit Zungenspielchen meine, die mache und mag ich auch.
Allerdings nur bei meinen Partnern.
 
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