• #1

(Wie lange) darf eine "Probezeit" sein?

Mal angenommen, ein Mann hat gute Gründe, bei der Wahl einer Partnerin sehr genau hinzuschauen. Zum Beispiel, weil er in der Vergangenheit an charakterlich fragwürdige Frauen geraten ist, die ihm übel mitgespielt haben. Oder auch, weil er kleine Kinder hat, die schon eine Scheidung mitgemacht haben und nicht zu schnell mit einer neuen Frau konfrontiert werden sollen. Oder er aus irgendwelchen anderen Gründen besondere Vorsicht walten lassen muss. Vielleicht auch, weil er generell viel Zeit braucht, um Vertrauen aufzubauen und das Gefühl zu haben, die aktuelle Kandidatin gut genug zu kennen, dass es keine bösen Überraschungen mehr gibt.

Für wie lange haltet ihr eine "Probezeit" in einem solchen Fall für angemessen? Damit meine ich, dass sich die Frau während dieses Zeitraums besonders beweisen muss, noch nicht als offizielle Partnerin gilt und komplett ferngehalten wird aus seinem Alltagsleben, Familien- und Freundeskreis. Obwohl sie sich das sehr wünscht, sich umgekehrt ihrer Gefühle sicher ist und ihn selbst bereits viel in ihr Leben integriert.

Die Geschlechter könnten in diesem Szenario natürlich auch umgedreht sein. Im konkreten Fall, der mich zu dieser Frage veranlasst, ist es jedoch eine Freundin von mir, die bislang auf unbestimmte Zeit in einer solchen Probezeit gehalten wird. Meiner Ansicht nach macht sie das schon zu lange mit (ich sage noch nicht gleich, wie lange, um eure unvoreingenommene Meinung zu hören), zeigt viel Verständnis für den unsicheren Mann, stellt ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zurück, um keinen Druck aufzubauen, und läuft wie auf Eiern, um bloß keinen Fehler zu begehen, der ihn in seinen Befürchtungen bestätigen könnte...

Also, egal, wie toll der Mann ansonsten ist, und bei allem Wohlwollen und Verständnis für seine Gründe: Wie lange ist zu lange, eurer Einschätzung nach?

Vielen Dank vorab für eure Zeit! :)

_snowwhite_
 
  • #3
Ich würde jeder Person, besonders jemandem, der schon viele schlechte Erfahrungen gemacht hat oder einfach auch sonst nicht reinfallen will, raten, sich Zeit zu lassen.

Der Mann/die Frau kann den potentiellen Partner einfach ganz unverbindlich langsam immer weiter kennenlernen. Ich würde viele Gespräche führen und mich unterhalten und sehr sehr gut auf mein Bauchgefühl hören und auf kleine Details erachten.

Wenn er etwas wissen will, kann er auch ungeniert eine direkte Frage stellen. Dann sollte er auf die Mimik und Gestik achten und darauf, ob sein Gefühl ihm sagt, die Antwort ist gut für ihn und entspricht der Wahrheit. Man sollte sich nie von schönem Blabla einlullen lassen, sondern immer hinterfragen, ob man der Person das schöne Blabla auch wirklich abkauft.

Der Mann muss keine bestimmte Zeit oder keinen bestimmten Plan befolgen. Ich würde jeder Person raten, erstmals kollegial jemanden kennenzulernen. 2,3 Monate. Das ist doch fast gar nichts! Er kann immer wieder mal Freunde oder jemanden vorstellen. Er kann es auch erst machen, wenn sie "offiziell" zusammen sind.

Allgemein erachte ich tiefgründige Gespräche als essentiell um das Gegenüber "einzustufen".

Meine Erfahrung: Umso schneller es geht, umso schneller ist es auch wieder vorbei.
 
  • #4
Meint der Mann das wirklich als "Probezeit" (also hat er sich in dieser Richtung ausgedrückt) oder empfindet die Freundin das nur so ?

Vielleicht möchte der Mann die Frau genau soweit in sein Leben integrieren, wie er das bisher getan hat, und sich auch keine weiteren Gedanken darum machen.

Warum kann sie nicht z.B. fragen:
"Ich würde gerne einmal Deine Eltern kennenlernen" ?
Diese Frage könnte schon helfen.

Hat sie Anspruch darauf, dass er ohne Nachfrage genau weiß, wieviel Zusammenleben sie für richtig und "normal"
(was ist denn "normal")
erachtet ?


Ich habe mal irgendwo eine Doku gesehen, dass es auch Konzepte gibt, Paarzeit als Qualitätszeit aus dem Alltag herauszuhalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #5
Ich persönlich würde nach ungefähr max. ca. 4 Monaten wissen wollen woran ich bin, man hat sich dann mit Sicherheit oft genug gesehen und getroffen um einander kennen zu lernen.
Irgendwann sollte er sich klar sein ob er sich mehr mit deiner Freundin vorstellen kann und sie in seinen Alltag miteinbeziehen, seine Kinder sollten mit der neuen Freundin auch gut zurecht kommen (fände ich extrem wichtig). Selbst wenn er sie dann in den Alltag mit einbezieht kann es immer noch passieren, dass einer der beiden merkt „oh, ne wir passen nicht zusammen.“ Manche Dinge findet man erst mit der Zeit heraus, entweder man freundet sich dann damit an oder lässt es ganz.

Warm halten bis in die Unendlichkeit und eine Art sich beweisen müssen finde ich daneben, dann kann er sich Bitteschön im Gegenzug auch bei mir beweisen, so einfach 🤷‍♀️

W 27
 
  • #6
Liebe Snowwhite,

im Regelfall beträgt die Probezeit in einer Firma 6 Monate.

Unter uns, deine Freundin sollte schnellstmöglich eine Kündigung in Betracht ziehen. Am besten eine fristlose Kündigung! 🚩

Hand auf's Herz! Würdest du in einem Betrieb arbeiten wollen, der eine unbestimmte Probezeit mit schlechteren Konditionen für dich voraussetzt? Wohl kaum! 🚩

Was ist denn das für ein Mann? Wenn es so schwierig für ihn ist verbindlich zu werden, sollte er mal eine Therapie ins Auge fassen.

Sie soll sich ihm beweisen? Bitte?
Bringt er es wenigstens?
Hat er viel Geld zu vererben oder ist er solch eine Wucht im Bett, dass sich das deine Freundin gefallen lässt? Hat der so ein gigantisches Gerät? 🚩
 
  • #7
Für wie lange haltet ihr eine "Probezeit" in einem solchen Fall für angemessen? Damit meine ich, dass sich die Frau während dieses Zeitraums besonders beweisen muss, noch nicht als offizielle Partnerin gilt und komplett ferngehalten wird aus seinem Alltagsleben, Familien- und Freundeskreis. Obwohl sie sich das sehr wünscht, sich umgekehrt ihrer Gefühle sicher ist und ihn selbst bereits viel in ihr Leben integriert.
Ich kenne eine solche Probezeit nicht und möchte sie auch nicht kennen, uninteressant, die Gefühle regeln das von ganz alleine ohne Hinzunahme von Kopf!
Die Geschlechter könnten in diesem Szenario natürlich auch umgedreht sein. Im konkreten Fall, der mich zu dieser Frage veranlasst, ist es jedoch eine Freundin von mir, die bislang auf unbestimmte Zeit in einer solchen Probezeit gehalten wird. Meiner Ansicht nach macht sie das schon zu lange mit (ich sage noch nicht gleich, wie lange, um eure unvoreingenommene Meinung zu hören), zeigt viel Verständnis für den unsicheren Mann, stellt ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zurück, um keinen Druck aufzubauen, und läuft wie auf Eiern, um bloß keinen Fehler zu begehen, der ihn in seinen Befürchtungen bestätigen könnte...
Das kann niemals gut gehen! Wünsche und Bedürfnisse zurückstellen, um keinen Druck aufzubauen, wie krank muss ich denn sein, um auf eine solche Idee zu kommen??
Also, egal, wie toll der Mann ansonsten ist, und bei allem Wohlwollen und Verständnis für seine Gründe: Wie lange ist zu lange, eurer Einschätzung nach?
Jeder Tag ist zu lang bei einem solchen Mann zu bleiben und auszuharren, das ist absolute vertane Zeit und Energie!
 
  • #8
Naja, das ist ja irgendwie mein Thema …
Zunächst einmal finde ich es nicht „lebbar“ (oder inakzeptabel), dem anderen mitzuteilen, er befände sich aktuell noch in der Probezeit und solle sich Bitteschön auf ein mögliches Ende der Sache einstellen.
Es ist eher eine Frage der persönlichen Klugheit, zu wissen, dass eine Beziehung nach ein paar Wochen noch auf unsicheren Füßen steht.

Das Vorstellen bei jüngeren Kindern ist natürlich heikel. Aber auch das sollte nach ein paar Wochen möglich sein, wenn sich beide soweit sicher sind. Freunde und Familie - warum nicht sofort? Wenn es trotzdem enden sollte, macht das doch nichts, wenn sie das mitbekommen.

Insgesamt ist die Vorstellung des Kandidaten im eigenen Kreis ein Zeichen, dass man zu ihm steht. Erfolgt das nicht zeitnah, passt irgendwas nicht. Meistens geht es darum, dass man nicht wirklich stolz auf denjenigen ist.
 
  • #9
Hallo snowwhite,

"Probezeit" hört sich erstmal sehr geschäftsmäßig an, aber es wird wohl jeder ähnliche Begriff etwas negatives in sich haben :), ob jetzt Beziehungsanbahnungsphase usw. usw.

Ich kann nur aus meiner Erfahrung mit meinem jetzigen Partner berichten.

Wir haben uns vor 3,5 Jahren kennengelernt.
Er, geschieden hat zwei Kinder (jetzt 14 und 19 Jahre).

Er war auch in den ersten 2 Jahren sehr vorsichtig und wollte seine Kinder (zumindest den jüngeren) noch nicht mit einer Freundin konfrontieren.
Jedoch seinen Freundeskreis, habe ich innerhalb unserer ersten 3 Monate kennengelernt. Seine Mutter und Schwester und Tochter nach ca. einem Jahren und den jüngsten erst nach fast 3 Jahren.
So ca. nach einem Jahr, wurde ich sehr unsicher, was das eigentlich mit uns ist... LAT Beziehung, seine Kinder noch außen vor, wo geht unser Weg hin?

Nach dem ich hier im Forum mal mein Herz ausgeschüttet habe, bzgl. meiner Situation, habe ich dann endlich den Mut gehabt, genau das eine Thema anzusprechen was mich tickert und warum er es so macht.

Er hat mir damals gesagt, er hat Angst das sein Sohn sich dann von Ihm abwendet und das könnte er nicht ertragen.

Ich denke jede Situation ist anders... jedes Paar ist anders... jede Umstände sind anders....

Ich würde meiner Freundin raten.... rede mit Ihm, sei ehrlich, sag Ihm wie Du Dich fühlst....usw.
Habe keine Angst vor seiner Antwort.
Danach kann Sie entscheiden, ob sie weiter den Weg gehen möchte.

Wenn ich jedoch das Gefühl hätte, ER kann es mir nicht erklären, warum es so gerade ist wie es ist, dann käme ich mir benutzt vor!

Miteinander reden, reden , reden... nur das kann Klarheit bringen :) keine Angst vor Antworten!
Und nicht warten, bis es einen traurig macht, immer gleich alles ansprechen, sich nicht verbiegen oder verstellen.
Ich habe es mit Ü/50 endlich kapiert, das es mein Schlüssel zum Glück ist.

w/53
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #10
Der Mann datet vermutlich parallel weiter und schaut, ob er noch etwas Besseres findet. Er hält sie hin.

Ein Mann, der eine bestimmte Frau möchte, gibt Gas, wird konkret, verbindlich. Der hat auch die Sorge, dass ein anderer Mann seine Auserwählte wegschnappt.

Wenn ein Mann nach einigen Dates immer noch rumdruckst, nicht zu Potte kommt, dann will er nicht das volle Programm.

Hatten die beiden schon Sex?
 
  • #11
Ich finde das sehr schwierig! Ich bin generell auch eher langsam dabei. ABER, ich würde das nie Probezeit nennen. Ich nenne das jemanden Kennen lernen. Das hört, vermutlich niemals auf. Beziehung ist vom ersten Tag an dynamisch. Ich kann auch nach einem oder "drölf" Jahren Charakterzüge an einem Menschen kennen lernen, die mir missfallen, so das ich mich trenne. Wenn ich das Gefühl hätte, ich müsse mich im Zuge einer Beziehungsanbahnung "beweisen" und irgendwie auf spezielle Weise "richtig" sein, wäre ich weg! Das hat mit Liebe nichts zu tun!
Ich habe viel Verständnis für Menschen mit emotionalen Schiffbrüchen....aber ich möchte mich nicht mehr in der Rolle der B-Ware sehen, die auf Herz und Nieren geprüft wird. Schon gar nicht wenn der andere damit eigentlich nur vermeidet, an den Ursachen seiner Beziehungsangst zu arbeiten.
Ich bin verletzt worden! Also musst du jetzt richtig Gas geben und der perfekte Wundverband für mein geschundenes Herz sein?! Nö!
Sich zu verlieben bedeutet immer sich verletzbar zu machen und dieses Risiko gehen wir alle ein! Wer das nicht will, sollte sich nicht binden, sondern erstmal in Ruhe heilen.
Habe ich ein toxisches Beuteschema, muss ICH daran arbeiten. Jeden potentiellen Partner erstmal unter Generalverdacht zu stellen, kann nicht richtig sein.
 
  • #12
Wie lange ist zu lange, eurer Einschätzung nach?
1 Sekunde nachdem er sein Anliegen vorgetragen hat.

Du gehst ja von erwachsenen Menschen aus, denen bereits mehrere Beziehungen gescheitert sind und die dementsprechend ein höheres Lebensalter (30+) haben mit entsprechenden Lebenserfahrungen.
Wer dann immer noch nichts gelernt hat, um besser wählen zu können dem ist nicht mehr zu helfen - übrigens auch Deiner Freundin nicht, die das schon lange mitmacht.

Zum Beispiel, weil er in der Vergangenheit an charakterlich fragwürdige Frauen geraten ist
Dann soll er halt genau hingucken ohne Probezeit - geht im freundschaftlichen Kontakt.
Und noch viel zielgerichteter ist, sich selber zu fragen, warum er denn wohl in der Vergangeheit mehrfach bei charakterlich fragwürdigen Frauen gelandet ist - erst gemacht, dann gedacht, weil es grad in der Hose eng woder oder was? Also eher sein Problem, nicht das der Frauen.

Männer bei denen immer nur die Frau an allem Elend schuld ist und in Zukunft andere Frauen das ausbaden sollen lässt Du als kluge Frau besser links liegen - der wird nie erwachsen und eigenverantwortlich.
Soll seine Mama doch ausbaden, was sie in hrer Erziehung verbaselt hat oder er zum Therapeuten gehen und sich lebenstauglich machen lassen.

Sein Problem, dass er seine Kinder durch eine Kampfscheidung traumatisiert hat - nicht das Problem der Folgefrau.
Lasss ihn einfach seine Lebenstrümmer selber beseitigen, statt Dich durch falsch verstandenes Verantwortungsgefühl für seine Pleiten, Pech und Pannen in Haftung nehmen.

Dann muss er mit einer neuen Beziehung halt so lange warten, bis seine Kinder erwachsen und/oder psychisch so stabil sind, dass sie eine neue Frau an seiner Seite verkraften können.

Vielleicht auch, weil er generell viel Zeit braucht, um Vertrauen aufzubauen...
Das braucht keine Probezeit für Beziehung.
Ein Therapieplatz bringt ihn da eher zum Ziel, anderen Menschen wieder vertrauen zu können, wenn er so arg Schaden genommen hat.
Und da lernt er auch die Basics, wie man Menschen kennenlernt, dennen man vertrauen kann.

Als Frau würde ich mit solchen schwer geschädigten Männern nur eine Freundschaft eingehen und sie ihre sexuellen Nöte bei Prostituierten ausleben lassen.
Du wirst Dich wundern, wie fix sie Beziehung ohne Probezeit können, wenn das Einkommen Kindsunterhalt und Prostituierte nicht hergibt.

ist es jedoch eine Freundin von mir, die bislang auf unbestimmte Zeit in einer solchen Probezeit gehalten wird.
Deine Freundin sollte es mal mit Eigenverantwortung versuchen. Sie wird nicht darin gehalten - sie bleibt darin, weil es keinen anderen Mann gibt und sie ohne nicht kann.
 
  • #13
Mit oder ohne Sex? Wenn mit Sex, ist sie nur eine Affäre.

Wenn ohne Sex wird die Beurteilung schwierig: Wie oft treffen sie sich, was unternehmen sie, kennt sie wirklich niemanden aus seinem Umkreis? Mehr Details, bitte.
ErwinM, 52

Mit Sex. Sie treffen sich ein- bis zweimal pro Woche, idR mit Übernachtung. Wohlgemerkt immer in ihrer Wohnung, sie war noch nie bei ihm. Kochen zusammen, machen Filmeabende, unterhalten sich viel, gehen spazieren, haben auch schon zwei Kurzurlaube miteinander verbracht. Ein paar Mal war er auch mit dabei, wenn wir in unserem Freundeskreis etwas unternommen haben, zum Beispiel feiern gegangen sind oder ins Kino.

Nein, sie kennt wirklich niemanden - keine Kumpels, keine Arbeitskollegen, keine Verwandten. Bis vor kurzem wusste sie nicht mal, wo er wohnt.
 
  • #15
Sorry aber mit meinem Selbstverständniss muss ich mich weder beweisen noch bewähren- dich würde die fristlose Kündigung meinerseits erwarten.

Entweder man ist frei oder nicht, wen nicht dann sollte man sich um sich selbst kümmern und nicht seine Altlasten andere ausbaden lassen.
 
  • #16
Nein, sie kennt wirklich niemanden - keine Kumpels, keine Arbeitskollegen, keine Verwandten. Bis vor kurzem wusste sie nicht mal, wo er wohnt.
Das mit Kollegen und Kumpels kann daran liegen, dass er keine guten hat, viele Männer leben so isoliert.
Das mit seiner Wohnung ist letztlich inakzeptabel. Warum spricht sie das Thema nicht nachdrücklicher an? Ich als Mann würde mich da sehr seltsam fühlen, wenn ich so lange derart „außen vor“ gehalten würde.
 
  • #19
Mit Sex. Sie treffen sich ein- bis zweimal pro Woche, idR mit Übernachtung. Wohlgemerkt immer in ihrer Wohnung, sie war noch nie bei ihm. Kochen zusammen, machen Filmeabende, unterhalten sich viel, gehen spazieren, haben auch schon zwei Kurzurlaube miteinander verbracht. Ein paar Mal war er auch mit dabei, wenn wir in unserem Freundeskreis etwas unternommen haben, zum Beispiel feiern gegangen sind oder ins Kino.

Nein, sie kennt wirklich niemanden - keine Kumpels, keine Arbeitskollegen, keine Verwandten. Bis vor kurzem wusste sie nicht mal, wo er wohnt.
Sehr speziell. Vielleicht datet er noch weiter oder ist sehr sehr GEBRANDMARKT.

Das sie nicht weiss wo er wohnt und keinerlei Kollegen kennt ist schade.
 
  • #20
Würde ich nicht mitmachen . Dass sie nicht weiß wo er wohnt ist höchst seltsam . Und dass daß sie sich beweisen soll ebenso . Wenn sie dann mal sauer wird muss sie Angst haben abserviert zu werden ? Wo bleibt die Authenzität? Eine gesunde Beziehung sieht anders aus und das wird deine Freundin wissen und deshalb unglücklich sein . Wer keine Frau mehr in sein Leben integrieren möchte und nur den Sex mitnehmen will sollte das deutlich kommunizieren . Deine Freundin sollte hier deutlich kommunizieren wie sie sich fühlt .
 
  • #21
Mal angenommen, ein Mann hat gute Gründe, bei der Wahl einer Partnerin sehr genau hinzuschauen.
Die Fragestellung finde ich merkwürdig. Hat nicht jeder Grund, bei der Wahl einer Partnerin oder eines Partners genau hinzusehen?
Zum Beispiel, weil er in der Vergangenheit an charakterlich fragwürdige Frauen geraten ist, die ihm übel mitgespielt haben. Oder auch, weil er kleine Kinder hat, die schon eine Scheidung mitgemacht haben und nicht zu schnell mit einer neuen Frau konfrontiert werden sollen. Oder er aus irgendwelchen anderen Gründen besondere Vorsicht walten lassen muss.
Aus meiner Sicht hat dann die Frau genauso viel Grund, genauer hinzusehen. Im Thread von @justemoi war das ja auch Thema.
Für wie lange haltet ihr eine "Probezeit" in einem solchen Fall für angemessen? Damit meine ich, dass sich die Frau während dieses Zeitraums besonders beweisen muss, noch nicht als offizielle Partnerin gilt und komplett ferngehalten wird aus seinem Alltagsleben, Familien- und Freundeskreis.
Wenn ich mich "beweisen" muss, wäre die Frau für mich nicht mehr wirklich interessant. Sie hat dann offensichtlich ihre alten Beziehungen noch nicht wirklich verarbeitet und das führt eigentlich nur zu permanenten Misstrauen.
In dem Sinne also
1 Sekunde nachdem er sein Anliegen vorgetragen hat.
Der Mann ist ein Problemfall (mit unter anderem fehlendem Vertrauen) und das ist nicht ihr Problem.
Obwohl sie sich das sehr wünscht, sich umgekehrt ihrer Gefühle sicher ist und ihn selbst bereits viel in ihr Leben integriert.
Aus meiner Sicht integriert man sich wechselseitig. Bei Freunden nach und nach, sobald man zusammen ist, bei Kindern und Familie dann, wenn man fester zusammen ist.
Bei Kindern finde ich einen Zeitraum in der Größenordnung von bis zu 3 Monaten angemessen.
 
  • #22
Nein, sie kennt wirklich niemanden - keine Kumpels, keine Arbeitskollegen, keine Verwandten. Bis vor kurzem wusste sie nicht mal, wo er wohnt.
Was macht sie denn so sicher, dass er wirklich Single ist??

Was macht sie sicher, dass sie die einzige Frau "auf Probe" ist?

Ich sehe da auch einen Haufen roter Flaggen. Ich vermute, der Typ hat ne coole Masche gefunden, eine Frau nur für ne Art F+ lange bei der Stange zu halten. Respekt 🤣

Wenn sie bleibt, dann aus Bedürftigkeit, und das ist keine gute Idee.
 
  • #23
Sie treffen sich ein- bis zweimal pro Woche, idR mit Übernachtung. Wohlgemerkt immer in ihrer Wohnung, sie war noch nie bei ihm.
Nein, sie kennt wirklich niemanden - keine Kumpels, keine Arbeitskollegen, keine Verwandten. Bis vor kurzem wusste sie nicht mal, wo er wohnt.
Uiiii, das kommt mir super seltsam vor. Werde da sofort hellhörig. Spontan denke ich an meinen Ex, der auch immer nur zu mir kam. Seine Argumente klangeln erstmal plausibel: Viele Dienste als Klinikarzt, bei sich zuhause nur zum Schlafen und Runterkommen, Schreibtisch zuhause muss auch mal abgearbeitet werden, bei mir kann er wenigstens Abschalten, etc. Wie sich später herausstellte, hatte er zuhause ebenfalls eine Partnerin. Einmal bestand ich darauf bei ihm zu übernachten und da er aus der Nummer nicht rauskam, regelte er es so, dass er sie unter dem Vorwand von Nachtdienst für 24 Std. ausquartierte. Das erfuhr ich allerdings erst als alles aufflog.
Warum fragt sie nicht warum sie nicht mal bei ihm schlafen
kann ?

Ist er vielleicht noch in einer anderen Beziehung ?
Für mich klingt das nicht normal. Nach einigen Wochen sollte man schon sehen, wie der Andere lebt und wohnt. Das gehört auch zum Kennenlernen dazu. Was hat er zu verheimlichen oder leben seine Kinder bei ihm?
 
  • #24
Ich finde das auch seltsam mit der Probezeit :D scheinbar leidet sie ja auch unter der Situation und es ist ihr nicht egal. Wenn es noch keinen Sex gab und die beiden sich wirklich kennenlernen ist es okay, wenn die beiden schon Sex haben ist es aus meiner Sicht nur ein hinhalten, weil er vielleicht aktuell keine Beziehung will. Auch wenn ein Mann schlechte Erfahrungen gemacht hat würde er sich für eine Frau, die er liebt bzw. verknallt ist oder er sich mehr vorstellen kann, öffnen. Jeder braucht unterschiedlich lange Zeit, aber wenn sie unglücklich ist, ist jeder weitere Tag Verschwendung. Ich kann deiner Freundin diesen Artikel echt empfehlen. Sie sollte meiner Meinung nach mal wieder ihren eigenen Gefühlen nachgehen und sich nicht zurückstellen lassen.

https://de.everything.wiki/wiki/Ratgeber_Dating_–_Wieso_meldet_er_sich_eigentlich_nicht?
 
  • #25
@Laszlo es ist schon so, dass sie am Anfang des Kennenlernens und auch noch ein-, zweimal später ihre generellen Wünsche an eine Partnerschaft kommuniziert hat, à la: "Ich wünsche mir eine exklusive, offizielle Beziehung und möchte dann in dein Umfeld und deinen Alltag integriert werden, so wie du in meinen. Ich kann mir das ganze prinzipiell langfristig mit dir vorstellen, und irgendwann möchte ich auch noch eigene Kinder."

Also ja, er weiß, worauf das Ganze für sie hinauslaufen soll und dass sie auf seine Positionierung dazu wartet. Seine bisherigen Aussagen gingen sinngemäß eben in die Richtung "Wegen schlechter Erfahrungen/Kindern/etc... will ich erstmal sehen, wie es läuft"; daher meine Begriffswahl mit der Probezeit. Er hat immerhin schon anerkannt, dass sie gerade sozusagen in Vorleistung geht, und gesagt, dass er ihre Geduld zu schätzen weiß.

Daraus folgert sie, dass ihm klar ist, dass der Ball bei ihm liegt, und er schon von sich aus auf sie zukommen wird, wenn er so weit ist. Diesen Prozess will sie nicht durch weiteres "Druck aufbauen", worunter sie selbst einfache Nachfragen wie "Wann kann ich mal bei dir übernachten?" versteht, gefährden.

Und das finde ich, ähnlich wie die meisten von euch hier, überhaupt nicht gut, denn sie ist nicht glücklich mit dem jetzigen, perspektivlosen Zustand. Also hatten wir eine Diskussion, wie lange sie denn noch abwarten und ihre Bedürfnisse (Kinderwunsch ist ja auch durchaus was zeitkritisches) hintanstellen möchte. Denn, hier die Auflösung, das geht jetzt schon seit fast acht Monaten so.

Wir haben halt beide keine Kinder oder ähnliche erschwerende Kennenlernfaktoren, und können daher vielleicht nicht ganz einschätzen, ob so langes auf-Abstand-halten noch normal bzw tolerierbar ist. Sie findet schon, ich finde nicht.
 
  • #26
Danke für eure bisherigen Einschätzungen, die sich sehr mit dem decken, was meine Befürchtungen sind. Auch ich habe ein zunehmend schlechtes Bauchgefühl und frage mich, ob er etwas/jemanden zu verheimlichen hat, oder er einfach keine verbindlichere gemeinsame Zukunft sieht. Zwar wirkt er im direkten Umgang mit ihr schon sehr verliebt und auch ehrlich, aber naja, da hat sich ja schon so manche Frau getäuscht...
 
  • #27
Mit Sex. Sie treffen sich ein- bis zweimal pro Woche, idR mit Übernachtung. Wohlgemerkt immer in ihrer Wohnung, sie war noch nie bei ihm. Kochen zusammen, machen Filmeabende, unterhalten sich viel, gehen spazieren, haben auch schon zwei Kurzurlaube miteinander verbracht. Ein paar Mal war er auch mit dabei, wenn wir in unserem Freundeskreis etwas unternommen haben, zum Beispiel feiern gegangen sind oder ins Kino.

Nein, sie kennt wirklich niemanden - keine Kumpels, keine Arbeitskollegen, keine Verwandten. Bis vor kurzem wusste sie nicht mal, wo er wohnt.
Damit erkläre ich es hiermit zu einer "Affäre+".
ErwinM, 52
 
  • #28
Daraus folgert sie, dass ihm klar ist, dass der Ball bei ihm liegt, und er schon von sich aus auf sie zukommen wird, wenn er so weit ist. Diesen Prozess will sie nicht durch weiteres "Druck aufbauen", worunter sie selbst einfache Nachfragen wie "Wann kann ich mal bei dir übernachten?" versteht, gefährden.
Das ist nur dann "Druck", wenn er Hinderungsgründe hat.

Im Falle von kleine Kindern könnte man das ja irgendwo auch verstehen (es ist da tatsächlich die Frage, ob die kleinen Kinder nach 8 Monaten unbedingt die Freundin im Schlafzimmer von Papa sehen müssen...) ,

Aber das hätte sie auch dann auch mal konkret thematisieren können, wie man damit umgeht und sich schonmal unverbindlich kennengelernt.

Wie schon geschreiben, vielleicht hat er auch ganz andere, ziemlich erwachsene Hinderungsgründe, welche einen konkreten weiblichen Namen tragen.
 
  • #29
Ich kann es nicht leiden, wenn immer gleich auf Unaufrichtigkeit bzw. Doppelleben geschlossen wird. Seltsame Typen gibt es überall.
"Probezeit", naja... ist nicht jede Beziehung eine Probezeit bevor man heiratet und sich somit ewige Liebe und Treue verspricht?
 
  • #30
Also, wenn ich merke, dass ich mich erst "beweisen" muss und besonders anstrengen, dann beende ICH die Sache. Ich möchte ja ich selbst sein können und der andere bitte auch und dann schaut man, ob es passt. Und wenn es passt, wächst man immer weiter zusammen. Ich fände es schräg, wenn sich jemand da ein konkretes Zeitlimit setzt, und ganz besonders, wenn er oder sie diese Probezeit wirklich so sieht, dass der andere sich irgendwie besonders Mühe geben soll. Sicher verstehe ich: Wenn jemand Kinder hat, dann möchte er nicht jede Beziehungsanbahnung nach dem 3. Date mit nach Hause bringen. Ansonsten ergibt sich zumindest bei mir immer alles mit Eltern, Freunden. Teils wars einfach extrem schnell, z.B. nach dem dritten Date mit meinen Eltern beim Abendessen weil ich Geburtstag hatte, mit Freunden und den Eltern feierte und ihn spontan eingeladen hab (ohne, dass wir da groß verkündet haben, wir wären jetzt zusammen). Ansonsten wohn ich nicht in der gleichen Stadt wie meine Eltern, dann wäre es sonst halt später, nach einem halben Jahr oder so, wie es sich halt ergibt.
Jemand, der mich dauerhaft immer auf Abstand hält und ewig prüft, wäre für mich nichts. Ich möchte, dass es sich einfach miteinander dynamisch entwickelt, ohne Zeitplan.
w, 37
 
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