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  • #1

Wie lange dauert Liebeskummer nach einer 25-jährigen Beziehung?

 
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  • #2
Genau 12,5 Jahre!
 
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  • #3
Hallo, liebe FS! Liebeskummer dauert so lange, wie er nun mal dauert. Das hat m.E. nichts mit der Länge der Beziehung zu tun, sondern mit der Intensität. Wenn ihr euch in 25 bereits auseinander gelebt habt, kann der Liebeskummer kürzer sein, als z.B. bei einer 2-jährigen Beziehung, die sehr intensiv war. Ich glaube, dass wollte #1 damit sagen. Es gibt keine pauschale Antwort. Liebeskummer ist aber normal. Aber man sollte schon versuchen, da wieder runterzukommen. Und da kann man auch selbst was dafür tun. Sich ablenken z.B, sich was Gutes tun, verreisen etc. Es liegt an einem selbst.

m,43
 
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  • #4
Hallo,

da gibt es wohl keine allgemeine Formel. Wurdest Du verlassen oder hast Du verlassen?

LG
 
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  • #5
Ich meine, es liegt an/bei dir, alles in deiner Hand.
Wie intensiv du den Schmerz der Trennung erlebst und empfindest, ob dich diesen eventuell festhalten, sozusagen pflegen wirst/willst/möchtest.
Je eher du die Situation akzeptierst desto eher kannst du beginnen loszulassen.
Damit kann innere Ruhe einziehen.
Dadurch bist du in der Lage, die zurückliegenden 25 Jahre zu verarbeiten und dann beginnt DEIN Leben.
 
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  • #6
Derjenige, der verlässt, hat i.d.R. keinen Liebeskummer. Von daher denke ich, Du bist der Teil, der verlassen wurde und jetzt unendlich traurig ist.
Es gibt, denke ich, keine allgemein gültige Formel für die Dauer des Liebeskummers. Es kommt darauf sicherlich auch darauf an, ob Du eher ein positiv oder ein negativ denkender Mensch bist. Als meine Ehe fast genau auf den Tag nach 30 Ehejahren scheiterte, war ich zwar auch traurig, dennoch zeichnete sich unser Auseinanderleben, unser unterschiedliches sich entwickeln, schon 2 Jahre vorher ab und ich war auch daher auch ein Stück weit erleichtert, dass dann die Situation geklärt war.

Ich bin eigentlich ein sehr positiv denkender Mensch und habe mir gedacht: Wo eine Tür zugeht, öffnet sich eine andere! Daher habe ich mir die ersten 5 Jahre meines Single-Daseins so schön gestaltet, wie ich nur eben konnte. Das heißt, ich bin viel mit Freundinnen ausgegangen, habe mir wunderbare Ausstellungen und Events angesehen, habe Urlaube in den Ländern gemacht, die mich schon immer interessiert haben, aber für die mein Ex-Mann sich nicht so sehr begeistern konnte (wir haben immer sehr schöne Urlaube gemacht, weil wir Ziele ausgewählt haben, die uns Beiden sehr gefielen), habe auch für mich alleine etwas Leckeres gekocht, den Tisch schön eingedeckt und das Essen genossen, habe viel gelesen und es mir an ungemütlich Tagen beonders "kuschelig" gemacht: Kamin angezündet, eine schöne Flasche Rotwein aufgemacht und ein interessantes Buch gelesen).

Das Alles hat dzu geführt, dass ich mir nach 5 Jahren gesagt habe: So, jetzt könntest Du Dir wieder vorstellen, einen Mann in Dein Leben zu lassen. Jemanden zu haben, mit dem man schöne Erlebnisse teilen, aber auch eine starke Schulter zu haben, an die man sich anlehnen kann. Dann habe ich mich bei EP angemeldet mit dem Gedanken: Wenn es klappt, dann freust Du Dich, wenn nicht, bist Du auch nicht traurig, weil Du ja auch so ein schönes, erfülltes Leben hast.

Es hat dann allerdings noch 2 1/2 Jahre gedauert, bis ich meinen Traumprinzen gefunden habe, it dem ich inzwischen gut 1 1/2 Jahre sehr glücklich bin. Wir können uns Beide ein Leben ohne den Anderen nicht mehr vorstellen.

Ich wünsche Dir viel Glück. Gehe Dein Single-Dasein behutsam, aber positiv an!
 
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  • #7
Ich bin nicht ganz sicher, ob es keinen Liebeskummer gibt bei der Person, die verläßt. Er kann nur früher stattfinden, also vor dem Zeitpunkt des eigentlichen Schrittes des Verlassens. Aber auch danach kann auch der Verlassende leiden, glaube ich.

Wie auch immer, ich selber (m) wurde nach 10 Jahren von meiner großen Liebe verlassen. Sie war die einzige Person, die ich wirklich sehr ernsthaft geliebt hatte, obwohl ich noch andere Partnerinnen hatte. Ich leide nach über zwei Jahren immer noch drunter. Meistens geht alles gut. Und dann gibt es dunkle Tage, in denen ich heimlich weine, und ich bin eigentlich weder ein übertriebenes Sensibelchen noch besonders instabil.

Tut mir leid, ich würde die gerne mehr Mut machen. Aber wenn ihr eng wart, kann das sehr schwierig sein.
 
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  • #8
@5 Du machst mir Mut! Danke!

Bei mir ist es "nur" eine 15jährieg Ehe und die Trennung liegt jetzt genau ein Jahr zurück. Ich freue mich jedesmal, wenn ich lese, dass es möglich ist, erneut wieder glücklich zu sein und vieleicht sogar mit einem Mann, der besser zu einem passt als der ExMann.

Herzlichen Glückwunsch zu deiner Entwicklung und zu deinem Traumprinzen. Solche Geschichten mit Happyend erhalten mir die Hoffnung, dass es bei mir vielleicht auch irgendwann klappt.

Dir und deinem Mann alles Gute!


Liebe FS,

ich stecke in einer ähnlichen Situation wie du und ich leide auch nach einem Jahr ab und zu noch. Allerdings deutlich weniger als vor einem Jahr. Es wird besser! Ich glaube, es gibt keinen festen Zeitplan. In einem sehr empfehlenswerten Buch (von Doris Wolff: Wenn der Partner geht) steht als Richtwert, es dauert ca. soviele Monate, wieviele Jahre die Beziehung gedauert hat.

Wesentlich ist meiner Meinung nach, dass du den Schmerz und das Leid bewusst durchleidest und dann aber auch einen bewussten Schlussstrich unter deine Ehe ziehst und das Ende akzeptierst. Dann kannst du dich um dich kümmern, alte Hobbies, verschüttete Interessen und Leidenschaften, Freundschaften pflegen und wieder du selbst werden. Genieße die kleinen Freuden des Alltags, ziehe dich nciht zurück, sieh genau hin, wer oder was dir gut tut und trenne dich von den Dingen und Menschen, die dir wehtun oder schaden. Pflege deinen Geist und deinen Körper, deine Freundschaften und Kontakte und sei offen für neue Begegnungen.

Auch wenn ich selbst noch keine neue Partnerschaft gefunden habe, glaube ich daran, dass es möglich ist und dass Anstand und Authentizität letztlich zu einem besseren Ende führen als Betrug und Frechheit und das pure Streben nach Lust. (Mein Mann hat mich mit der typischen Sekretärin betrogen und lebt jetzt mit dieser Person zusammen)

Ich wünsche dir Kraft und Geduld und ein glückliches Ende! Du bist nicht allein!
 
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  • #9
Ich finde es hat überhaubt nicht mit verlassen oder verlassenwerden zu tun.
Manchmal muß man sich trennen, auch wenn noch starke Gefühle da sind.
Vielleicht der gemeinsammer Nenner fehlt.
Ich habe mich getrennt obwohl ich ihn liebe, er aber denke ich krank war. Leider uneinsichtig.
Ich leide, mache mir sorgen, trauere.
w39
 
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  • #10
Liebe FS,

mein Mann hat mich nach fast 23 Jahren völlig überraschend verlassen - das ist jetzt eineinhalb Jahre her. Inzwischen bin ich weitgehend emotional von ihm gelöst und kann mein eigenes Leben mit großer Freude leben. Natürlich gibt es immer noch mal wieder einen Stich, wenn ich irgendetwas über ihn höre oder wenn meine Tochter mit ihm zusammen ist. Aber ich will ihn keinesfalls mehr zurück, ich habe mich intensiv mit mir selber beschäftigt und baue mir mein neues Leben auf. Nach eineinhalb Jahren kann ich für mich feststellen, dass ich in den ersten Monaten vor allem verletzt und tief getroffen war, und um ihn auch wirklich gekämpft habe, mit dem Gefühl großer Liebe. Heute glaube ich, dass es diese große Liebe damals gar nicht mehr gab, aber ein Ringen um das vertraute Alte und die Angst vor dem Alleinsein. Das habe ich miteinander verwechselt oder unzulässig zusammengebracht. Inzwischen lebe ich souverän und mit Freunde mein neues Leben und bin auch offen für eine neue Partnerschaft. Mal schauen.

Nur Mut - alle brauchen ihre Zeit. Wichtig ist, dass du auf dich vertraust und DICH in den Mittelpunkt deines Lebens stellst und nach vorne schaust.

w
 
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  • #11
Für mich hat das nichts mit der Dauer der Beziehung zu tun, da bin ich mit Nr.2 einer Meinung. Ich hatte schon eine über zehnjährige Beziehung, wir hatten uns lange auseinandergelebt und die Trennung tat weh, aber nicht zu lange. Jetzt bin ich seit eineinhalb Jahren nach einer knapp 4jährigen Beziehung getrennt und es gibt Phasen, da leide ich immer noch wie ein Tier. Nicht mehr täglich, wie anfangs. Und manchmal dachte ich schon, ich habs geschafft. Aber dann, ganz plötzlich, ist es doch, als wenn das Herz gebrochen wäre. Ich hätte früher nie geglaubt, dass das möglich ist und hätte eine solche Aussage als "furchtbar sentimental" abgetan. Dennoch, es geht ja vorwärts und ich wünsche Dir Mut und Kraft, Deinen Schmerz zu überwinden und neuen Lebensmut zu schöpfen.

w
 
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  • #12
Der Liebeskummer geht vielleicht bei einer positiven Lebenseinstllung relativ schnell vorbei, aber bis man eine Beziehung verarbeitet hat, dauert es nach Meinung der Psychologen ungefähr halb so lange, wie diese gedauert hat. Das bedeutet aber nicht, daß man die ganze Zeit todunglücklich ist. Eine neue Beziehung bedeutet auch nicht, daß man mit der alten schon fertig ist. Das scheint nur so zu sein. Das Muster wiederholt sich, wenn man die alte Geschichte noicht verarbeitet hat.
 
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  • #13
Es gibt die Fausformel pro Beziehungsjahr 2 Monate Verarbeitungszeit.
Je nachdem kann es aber länger oder kürzer sein.
Liegt daran, ob man den Partner ein bisschen, mittel oder sehr geliebt hat und wie sehr man in der Beziehung selbständig geblieben ist.
Man kann eine Therapie machen, das hilft.
 
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