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  • #91
In diesem Thread haben viele Männer geschrieben, die von sich behaupten, dass sie anständig sind und trotzdem gern schnell Sex wollen: von denen würde ich wissen, wie sie nun nach den Antworten einiger "Kollegen" denken?
Nach meiner Erfahrung sind es gerade die selbsternannten "Anständigen", die Druck machen, weil sie schnell in der Kumpelschublade landen und schlechte Erfahrungen machen. Das sind doch auch die, die hier etwas von Fristen schreiben. Ich interessiere mich mehr für "unanständige" Männer und finde bei denen mehr Geduld vor. Wahrscheinlich einfach deshalb, weil die alles mit etwas Humor betrachten und ihre eigenen Regeln nicht als die gerechte Moral eienr Frau überstülpen. Wenn sich jemand nach drei Monaten trennen will, soll er es tun, ich will doch nicht, dass jemand aus Anstand bei mir bleibt. Das enizige, worauf ich Wert lege, ist, dass ein Mann bereit zu diskutieren und sich kritisch zu betrachten ist.
 
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  • #92
Ich wüßte nicht, wie ich einem Mann beim ersten, dritten oder fünften Date sagen sollte, ob das "mit uns etwas wird". Daß ich ihn symptahisch finde, heißt nicht, daß ich mich auch in ihn verlieben kann. Und ein Verliebtsein (Vorstufe von Liebe) ist Bedingung für Sex. Hätte man mich bei den beiden Männern, die ich zuletzt liebte, anfangs gefragt, hätte ich wohl gesagt: "mit dem eine Beziehung? Niemals!" Den einen davon fand ich anfangs nicht mal sympathisch!

w/40
 
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  • #93
Werden Signale zweideutig gesandt, ist es besser, ...
Das ist doch genau der Punkt: etwas deutlichere Signale seitens der Frau, und der Mann wäre aus dem Zwang heraus, Gewißheit erlangen zu müssen, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können.

Da gibt die Frau zum Beispiel deutlich zu erkennen, daß es ihr zu schnell geht. Schon am Tag darauf hätte sie aber gerne, daß es schneller geht, und der Mann, der die gestrige Botschaft durchaus verstanden hat, steht plötzlich als erotischer Langweiler da, nur weil er auf den Wunsch der Frau einzugehen versucht.

Das wird diesem Mann nie wieder passieren, er wird die Worte der Frau in den Wind schreiben und keinen Finger Boden zwischen ihm und ihr lassen wollen.
 
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  • #94
Da gibt die Frau zum Beispiel deutlich zu erkennen, daß es ihr zu schnell geht. Schon am Tag darauf hätte sie aber gerne, daß es schneller geht, und der Mann, der die gestrige Botschaft durchaus verstanden hat, steht plötzlich als erotischer Langweiler da, nur weil er auf den Wunsch der Frau einzugehen versucht. Das wird diesem Mann nie wieder passieren, er wird die Worte der Frau in den Wind schreiben und keinen Finger Boden zwischen ihm und ihr lassen wollen.
Dann hat er es einfach nicht schnell genug verstanden für diese Frau. Das passiert und deutet darauf hin, dass es einfach nicht passt. Daraus abermals einen allgemeingültigen, für alle Zeiten geltenden Schluss zu ziehen, ist genau das Falsche.

Das ist doch genau der Punkt: etwas deutlichere Signale seitens der Frau, und der Mann wäre aus dem Zwang heraus, Gewißheit erlangen zu müssen, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können.
Genau dieser Zwang, Gewissheit zu erlangen und "richtig" zu entscheiden, nervt doch nur. Der Mann, oder allgemein ein Mensch ist angenehm, wenn er unter Berücksichtigung anderer Wünsche tut, was er für richtig und gewünscht hält. Es gibt nunmal Menschen, die schlecht im Deuten von Signalen sind. Das gilt es bei sich selbst zu akzeptieren, es ggf. zu verbessern oder damit zu leben. Dieses ewige Gegrübel über einen Fehler und dabei der Versuch, den anderen, in dem Fall der Frau, die Verantwortung zuzuweisen, ist nervig und bringt einen in die Verliererrolle. Die Frauen werden keine deutlicheren Signale senden, wenn sie es schlicht nicht wollen und einfach mit dem Mann zusammensein wollen, der sie deuten kann.
 
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  • #95
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  • #96
Die Frauen werden keine deutlicheren Signale senden, wenn sie es schlicht nicht wollen und einfach mit dem Mann zusammensein wollen, der sie deuten kann.
Na dann hoffe ich, es gibt da draußen genügend Männer die unterbewusste Signale von Frauen lesen und verstehen können, noch bevor die Frau selber weiss was sie will. Denn darauf läuft es doch hinaus: Frauen wollen sich wohl fühlen, haben aber selber keine Ahnung wie das geht, Hauptsache der Mann macht das richtige, und wenn nicht, dann ist er der Falsche. Richtig?
 
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  • #97
Ich werde diese kühl distanzierte, berechnende Einstellung mancher Frauen zur Sexualität nie verstehen. Männer, die euch wegen eurer Sexualität ablehnen können euch doch egal sein. Die kommen doch als Partner eh nicht infrage.
Ich persönlich habe in Frauen, die wesentlich mehr Erfahrung als ich haben, niemals leichte Beute gesehen, oder, um das böse Wort zu gebrauchen, Schl*mpen. Schlecht habe ich von Frauen immer nur dann gedacht, wenn sie nicht ehrlich zu mir waren, d.h. Beziehungsabsicht kommunizierten, aber nur Sex wollten, oder unglaublich verliebt taten, mich dann am ausgestreckten Arm verhungern ließen und währenddessen ohne mein Wissen anderen Männern den Vorzug gaben.
Um noch mal den Begriff der Zeitverschwendung ins Spiel zu bringen: Es geht doch nicht darum, jede Frau möglichst schnell ins Bett zu kriegen, es geht um den Wunsch nach Offenheit beim Kennenlernen. Es muss doch verständlich sein, dass ein Mann, der in eine Frau verliebt ist, und das angenehme Gefühl hat, dass sich da etwas entwickelt, es als vergeudete Lebenszeit ansieht, wenn er von der Frau, von der er sich etwas erhofft hat, nach Monaten des Umwerbens plötzlich und unvermittelt abgeschossen wird.
Noch einmal: es geht dabei weniger um Sex, sondern um klare, verständliche und ehrliche Signale, damit der Mann weiß, woran er gerade ist. Eine zögerliche Haltung bei der Sexualität ist eben ein Signal, wie es unklarer nicht sein könnte. Ich bin mir sicher, dass die meisten Männer bereit wären, sehr lange mit dem Sex zu warten, wenn Frauen dafür anderweitig eine klare Haltung zu ihnen einnehmen würden.
Um ganz ehrlich zu sein tun mir die Männer mittlerweile leid - wie im Beitrag zuvor - ein klares Signal unsererseits & sie warten oder geben alles *gg
Und ganz nebenbei ist es auf beiden Seiten glaube ich gleich: Ehrlichkeit ist am wichtigsten!
Und wenn Frau ehrlich ist bei einem schüchternen Mann und der dann offen wird - das ist am Allerbesten - nur zu empfehlen ;-)
Achja und zur Schla... - wenn man jd richtig anziehend findet ist einem das wohl egal...

w, 30
 
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  • #98
Na dann hoffe ich, es gibt da draußen genügend Männer die unterbewusste Signale von Frauen lesen und verstehen können, noch bevor die Frau selber weiss was sie will. Denn darauf läuft es doch hinaus: Frauen wollen sich wohl fühlen, haben aber selber keine Ahnung wie das geht, Hauptsache der Mann macht das richtige, und wenn nicht, dann ist er der Falsche. Richtig?
Nein, in der Kombination nicht richtig. Frauen wollen sich wohlfühlen - ja. Sie haben aber sehr wohl Ahnung, wie das geht. Deshalb wollen sie einen Mann, der es richtig macht, sonst ist er der Falsche - ja.

Ja, natürlich gibt es genügend Männer, die etwas richtig machen, schließlich gibt es genügend verliebte Frauen.

Das Gefühl muss stimmen, was ist daran schwer zu verstehen? Dann ist eine Frau halt widersprüchlich, das sind Männer auch oft genug - entweder, man kann damit umgehen, oder nicht. Schuldzuweisungen und Erklärungen interessieren nur den oder die Zurückgewiesene(n).

Wenn die Frau ein Problem hat, den passenden Mann zu finden, ist das ihr Problem, nicht das des Mannes, den sie nicht will. Er kann höchstens versuchen, sich selbst zu ändern, und zwar so, dass es weiterhilft. Erklärungen, warum er sich so und so verhält, bringen wenig. Eine neue Frau will sich gewiss nicht in erster Linie die Vorgeschichte des Mannes anhören. Entweder er gefällt ihr, oder er macht es noch falscher. Das ist das Leben. Man verliebt sich nicht aufgrund von Erklärungen und Aufforderungen.
 
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  • #99
Die Frauen werden keine deutlicheren Signale senden, wenn sie es schlicht nicht wollen und einfach mit dem Mann zusammensein wollen, der sie deuten kann.
Das würde ja funktionieren, wenn diese zu deutende Welt nicht so voller Tretminen läge. Ein einziges Mal etwas mißverstanden und fehlgedeutet, ein einziges Mal aus einer Andeutung das Falsche herausgehört, und schon "paßt" es nicht mehr, schon ist sie zutiefst enttäuscht und zieht sich zurück, weil sie – typisch Frau – diese alternative Deutung gar nicht ins Kalkül gezogen hatte und die an sich korrekte Reaktion des Mannes sogleich zu seinem Nachteil auslegt.

Auf die konkrete Frage bezogen: sie sagt z.B., daß sie es abscheulich fände, gleich am allerersten Tag bei einem Mann zu übernachten, macht aber auch keine Anstalten nach Hause zu gehen. Ist das nun ein Test, ob er ihren Wunsch ernst nimmt, oder hat sie es sich inzwischen anders überlegt? Welchen Weg soll der Mann gehen, welcher wird ihr gefallen, welcher wird sie bitterlich enttäuschen?

Vermutlich merkt sie noch nicht einmal, daß sie ihm zwei gegensätzliche Signale gibt. Läßt es der Mann auf ein Ende des Abends hinauslaufen, kann es sein, daß sie sich unverstanden fühlt in ihrer Sehnsucht nach ihm. Gestattet er ihr zu bleiben, kann es sein, daß sie ihren Willen mißachtet sieht. Welches Dilemma er auszustehen hat, nimmt sie überhaupt nicht wahr, weil sie ja nur "ihre" Deutung vor Augen hat und nicht die jeweils andere. Und schon ist er der böse böse Mann, der nur Sex will. Oder der böse böse Mann, der die weibliche Seele nicht versteht. Je nachdem.
 
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  • #100
Auf die konkrete Frage bezogen: sie sagt z.B., daß sie es abscheulich fände, gleich am allerersten Tag bei einem Mann zu übernachten, macht aber auch keine Anstalten nach Hause zu gehen. Ist das nun ein Test, ob er ihren Wunsch ernst nimmt, oder hat sie es sich inzwischen anders überlegt? Welchen Weg soll der Mann gehen, welcher wird ihr gefallen, welcher wird sie bitterlich enttäuschen?
Das unterscheidet sich von Frau zu Frau. Für mich sollte der Mann vor allem eine eigene Meinung haben und nicht umständlich um die Ecke denken! Wenn ich mich jetzt in die Lage des Mannes versetze, würde ich ihre Aussage, eine Übernachtung am ersten Tag abscheulich zu finden, schon mal etwas blöd finden und das in höflicherer Form äußern. Falls sie mir dennoch gefiele, würde ich sie neckisch auf ihren Wunsch ansprechen, oder ihr einfach das Angebot machen. Wenn sie damit nicht klarkommt, ist sie selbst Schuld. Ist doch alles nicht so kompliziert. Ich bin eine Frau und die Männer, die mir gefielen, hätten es genau so gemacht. Offen, nicht um die Ecke denkend.

Vermutlich merkt sie noch nicht einmal, daß sie ihm zwei gegensätzliche Signale gibt. Läßt es der Mann auf ein Ende des Abends hinauslaufen, kann es sein, daß sie sich unverstanden fühlt in ihrer Sehnsucht nach ihm. Gestattet er ihr zu bleiben, kann es sein, daß sie ihren Willen mißachtet sieht. Welches Dilemma er auszustehen hat, nimmt sie überhaupt nicht wahr, weil sie ja nur "ihre" Deutung vor Augen hat und nicht die jeweils andere. Und schon ist er der böse böse Mann, der nur Sex will. Oder der böse böse Mann, der die weibliche Seele nicht versteht. Je nachdem.
Ja, je nachdem, je nach Frau. Für mich gälte keine der beiden Deutungen. Für mich wäre es ein willenloser Mann ohne eigene Meinung. Was ist das bitte? Ich lese hier nur von dem Willen der Frau, nichts von dem Mann. Natürlich ist es schön, wenn der Mann einer Frau etwas gutes tut, aber nur, wenn es aus Spaß, Leidenschaft geschieht, nicht aus Angst. In der Rolle fühlt sich keine Frau wohl, egal, für welches Verhalten der Mann sich am besagten Abend entscheidet. Es geht nicht um die einzelne Entscheidung, sondern um die gesamte Haltung, Art des Mannes.
 
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  • #101
Die coolste Antwort kam bislang von Hellekeen. Ich seh es genauso, ich bin ´ne Frau. Sich gegenseitig reizen und mit gewissen Worten auf lustige Art und Weise provozieren. Das Herz klopft einem bis zum Hals. Ich glaube, man merkt beim ersten, spätestens beim zweiten Date ,ob da was laufen wird oder nicht. Ihr Frauen, seit nicht so verkrampft beim Thema Sex. Sex tut nicht weh! Und wenn der Sex nicht stimmt, wird alles andere auf Dauer auch nicht´s!
 
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  • #102
Ihr Frauen, seit nicht so verkrampft beim Thema Sex. Sex tut nicht weh! Und wenn der Sex nicht stimmt, wird alles andere auf Dauer auch nicht´s!
Ich glaube, das sehen wir Frauen genauso. Aber wir wollen auch keinen verkrampften Mann beim Thema Sex, das ist alles. Ich finde Sex äußerst wichtig. Allerdings hätte ich weder Lust auf einen Mann, der krampfhaft nach so und so viel Dates Sex braucht, noch auf einen, der eine verkrampfte Frau locker machen will. Grusel... Es gibt genügend Frauen und Männer, bei denen es passt. Und bei dem Thema würde ich wenig Kompromisse eingehen, dafür lief die Anbahnung und der Sex einfach schon zu gut ab, in vorherigen Erfahrungen, als dass ich mir so ein Gekrampfe antue und mich befremdet es, wenn andere das tun.
 
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  • #103
d.h. alle die vorher Sex haben/wollen sind Blender? Eine sehr einseitige Ansicht. Woran sollen die Männer erkennen, dass du sie nicht nur ausnutzt, hinhälst und weiter suchst?
Nein, das heißt es natürlich nicht, aber ernsthaft Interessierte machen sich weniger schnell davon. Wenn ich mit einem Mann schlafe, dann nur deshalb, weil ich Gefühle für diesen Mann habe und es tut jedesmal verdammt weh, ausgenutzt worden zu sein. Ich bin auch selbst für mich verantwortlich und passe einfach besser auf mich auf.

Ich halte grundsätzlich niemanden hin, nutze niemanden aus und suche auch nicht weiter, wenn ich Gefühle für jemanden habe. Ich gehe mit anderen immer so anständig um, wie ich erwarte, dass mit mir umgegangen wird. Wenn der Mann das nicht glauben will, kann ich dagegen natürlich nichts machen, aber lieber einen Anständigen zuviel aussortiert, als einen Blender zuwenig. Außerdem: Wenn ich mit dem Mann ins Bett gehe, wer sagt mir, dass er nicht gleichzeitig weitersucht oder noch mit einer Handvoll anderen Damen Sex hat?
 
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  • #104
Natürlich ist es schön, wenn der Mann einer Frau etwas gutes tut, aber nur, wenn es aus Spaß, Leidenschaft geschieht, nicht aus Angst. In der Rolle fühlt sich keine Frau wohl, egal, für welches Verhalten der Mann sich am besagten Abend entscheidet.
Ein Mann hat eine Haltung zu haben, jawohl. Er kann die Haltung haben, Sex am ersten Abend ist OK. Er kann auch die Haltung haben, Sex ist nur dann OK, wenn die Frau ihn auch will. Ich wüßte nicht, was an dem zweiten Standpunkt jetzt schlechter sein soll als am ersten.

Probleme mit einer unklaren Haltung der Frau hat aber nur der zweite.

Auch eine dritte männliche Haltung ist denkbar, nämlich daß Sex am ersten Abend eben NICHT OK ist. Und zwar nicht aus Angst, die Frau könnte ein allzu schnelles Vorpreschen mißbilligen, sondern aus eigener innerer Überzeugung heraus. Allerdings steht er damit auf verlorenem Posten, denn die Frau wird mit hoher Wahrscheinlichkeit vermuten, die edle Haltung sei nur ein Vorwand, in Wirklichkeit sei sie ihm nicht attraktiv genug.

Vor solchen weiblichen Um-Interpretationen muß man als Mann durchaus Angst haben, und es ist auch klar, wie man ihnen begegnen kann, nämlich: sie durch möglichst raschen Sex erst gar nicht aufkommen lassen.
 
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  • #105
Ein Mann hat eine Haltung zu haben, jawohl. Er kann die Haltung haben, Sex am ersten Abend ist OK. Er kann auch die Haltung haben, Sex ist nur dann OK, wenn die Frau ihn auch will. Ich wüßte nicht, was an dem zweiten Standpunkt jetzt schlechter sein soll als am ersten.
Ich finde den zweiten Standpunkt unattraktiver, weil er sich wieder an der Frau und ihrer angeblich widersprüchlichen Kommunikation orientiert. Natürlich ist Sex nur dann ok, wenn die Frau ihn auch will, das ist doch selbstverständlich! Aber die Frau wird deutlich sagen, wenn sie ihn nicht will. Mich würde so eine Ruminterpretiererei an meiner Person extrem nerven.

Probleme mit einer unklaren Haltung der Frau hat aber nur der zweite.
Nein, der zweite hat kein Problem damit, er macht sich höchstens eines, wenn er meint, die Frau würde nicht in dem Augenblick sagen, wenn sie nicht will. Und diese Auffassung finde ich sehr befremdlich. Keine gesunde Frau hat freiwilligen Sex, obwohl sie ihn eigentlich nicht will.

Auch eine dritte männliche Haltung ist denkbar, nämlich daß Sex am ersten Abend eben NICHT OK ist. Und zwar nicht aus Angst, die Frau könnte ein allzu schnelles Vorpreschen mißbilligen, sondern aus eigener innerer Überzeugung heraus. Allerdings steht er damit auf verlorenem Posten, denn die Frau wird mit hoher Wahrscheinlichkeit vermuten, die edle Haltung sei nur ein Vorwand, in Wirklichkeit sei sie ihm nicht attraktiv genug.
Blödsinn, die Frauen würden das ganz unterschiedlich deuten. Ich für meinen Teil fände die innere Überzeugung des Mannes einfach unattraktiv und fertig. Auch dazu habe ich ein Recht.

Vor solchen weiblichen Um-Interpretationen muß man als Mann durchaus Angst haben, und es ist auch klar, wie man ihnen begegnen kann, nämlich: sie durch möglichst raschen Sex erst gar nicht aufkommen lassen.
Der einzige, der hier kräftig uminterpretiert, ist aus meiner Sicht der Schreiber des Kommentars. Es ist völlig egal, was die Frau interpretiert, man kann auch einfach bei sich bleiben und die anderen interpretieren lassen. Und wenn man sich von anderen so ängstigen lässt, nur weil Missverständnisse aufkommen, liegt das in einem selbst. Denn Missverständnisse in der Kommunikation begegnen einem täglich und das muss man einfach abkönnen, sorry.

Und obwohl hier ein sehr spezieller Fall von Frau und wie die zu sein hat, dargelegt wird, werden auf Männerseite sämtliche Haltungen und Interpretationen offen gelassen, was nur wieder zeigt, dass der Mann keine eigene Haltung zu haben scheint.

Wenn die Lösung mit möglichst schnellem Sex funktioniert, möge er sie doch ausprobieren. Handeln und Ausprobieren wäre auf jeden Fall mal ein Fortschritt zu den schrägen Interpretaionen.
 
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  • #106
er macht sich höchstens eines, wenn er meint, die Frau würde nicht in dem Augenblick sagen, wenn sie nicht will. Und diese Auffassung finde ich sehr befremdlich. Keine gesunde Frau hat freiwilligen Sex, obwohl sie ihn eigentlich nicht will.
Oh, war das nicht genau die Eingangsfrage? Wenn ich als Frau den Sex nicht will, der Mann aber schon, wie lange kann das gut gehen? Wann muß ich als Frau über meinen Schatten springen?

Natürlich ist dieser Sex in gewissem Sinne freiwillig, aber eben nur halbherzig. Wenn das dem Mann trotzdem gefällt, seine Sache. Mir würde es nicht gefallen. Ich möchte auch nicht, daß die Frau sich die Frage stellen muß, ob sie lieber "freiwilligen" Sex in Kauf nimmt oder akzeptieren muß, daß der Mann dann das Interesse an ihr verliert (wobei das für die Frau durchaus kein Schaden wäre).

Könnte der Mann seinen Standpunkt einfach darlegen, wäre das alles gar kein Problem. Nur wird jeder Mann früher oder später die Erfahrung machen, daß eine Frau solche Worte in einen Mangel an Attraktivität ihrerseits umdeutet. Oder halt sonst irgendwas Negatives, Unaussprechliches.

die Frau wird deutlich sagen, wenn sie ihn nicht will
Genau das wage ich zu bezweifeln bzw. es gilt nur für bestimmte Frauen, bei den anderen ist es am Mann, die richtige Entscheidung zu treffen. Das tun die meisten Männer wohl auch, nur wird wird sie, wenn sie sich nicht mit dem Wunsch der Frau deckt, gerne als "weiß nicht was er will" gedeutet.

Wenn er hingegen auf raschen Sex drängt, weiß sie es: raschen Sex eben. Klarer Standpunkt.
 
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  • #107
Genau das wage ich zu bezweifeln bzw. es gilt nur für bestimmte Frauen, bei den anderen ist es am Mann, die richtige Entscheidung zu treffen. Das tun die meisten Männer wohl auch, nur wird wird sie, wenn sie sich nicht mit dem Wunsch der Frau deckt, gerne als "weiß nicht was er will" gedeutet.

Wenn er hingegen auf raschen Sex drängt, weiß sie es: raschen Sex eben. Klarer Standpunkt.
Wie kann man so in entweder-oder-Kategorien verhaften? Der Mann hat einen klaren Standpunkt, wenn er den klar ausdrückt. Deshalb muss jener der Frau trotzdem nicht gefallen! Einen Standpunkt zu vertreten bedeutet eben auch ein Risiko, es ist kein sich mit dem Wind beugen. Völliger Quatsch, dass eine Deckung des Wunsches als "weiß nicht was er will" gedeutet wird.

Zugleich kann ein Mann auf die Wünsche der Frau Rücksicht nehmen, dabei muss auch nicht alles ausgesprochen werden, weil man manches NONVERBAL erschließen kann!

Wenn man dies allerdings nicht kann, dann kann man dieses Problem nicht dadurch lösen, dass man vorher eine Regel festlegt, nach der man vorgeht. Damit verschließt man doch quasi im voraus die Augen für die Wünsche der Frau. Genau das falsche Vorgehen. Aber wenn Sie immer die exakt gleichen Frauen treffen, und dabei mit dieser Art erfolgreich sind, können Sie es gerne tun. Ich würde die Flucht ergreifen.

Selbstverständlich treffen die meisten Frauen eigene Entscheidungen und äußern diese auch. Auch die FS äußert nicht, dass sie gewillt ist, gegebenem Drängeln eines Mannes nun einfach nachzugeben. Ich denke, sie möchte sich hier eher ein Bild verschaffen, ob es nicht auch geduldigere Männer gibt und ihre Einstellung diskutieren.

Was mich am meisten an Ihrer Einstellung stört, ist das willenlos-hilflose Frauenbild, das sie vermittelt. Wenn Frauen sich so unter Druck fühlen, einem Mann zu gefallen, müssen sie schon sehr verliebt sein. In den meisten Fällen würden sie diese "Analysen" und die Unterstellung, nicht selbst entscheiden zu können als aufdringlich und nervig empfinden. Ich sags nur mal so.
 
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