• #31
Lieber Pelin,

es tut mir sehr leid, dass ihr so eine schwere Zeit habt.
Wahrscheinlich seid ihr im Alltag als Paar auf der Strecke geblieben und Dir ist das einfach nicht aufgefallen, weil es immer an so vieles zu denken gab und irgendwann will man abends einfach nur ausruhen. Du bist vielleicht mit dem Kopf eher bei Deiner Arbeit gewesen, als bei Deiner Frau. Das kannst Du Dir selbst alles viel besser beantworten als ich.
Vielleicht ist für Deine Frau gerade das Gras auf der anderen Seite vom Zaun viel grüner, aber das ist es nicht.

Inwieweit die Situation bereits verfahren ist, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht könnt Ihr ja Eure Liebe noch retten. Ich würde an Deiner Stelle versuchen mit Deiner Frau Sachen zu unternehmen die sie gern mag. Auszeiten für Euch beide zu schaffen. Vielleicht ein kleines romantisches Wochenende in Paris? Es stehen uns ja Feiertage für verlängerte Wochenenden bevor. Irgendwas Überraschendes, etwas bei dem sie Deine Liebe spürt. Sie wieder umwerben und neu gewinnen.
Wenn Sie Dein Werben ablehnt, ist es ziemlich spät. Sollte sie es begeistern, hast Du tausendmal bessere Karten als der Sportsfreund.

Wenn es Dir gelingt, was ich Euch beiden wirklich sehr wünsche, nimm/nehmt für die Zukunft mit, an so kleine Auszeiten nur für Euch beide zu denken. Eine Kollegin verabredet sich zum Beispiel mit Ihrem Mann an einem See und zwar unter der Woche. Als Date sozusagen. Wenn die beiden das machen, dann freut sich schon den ganzen Tag darauf. Diese beiden haben auch anstrengende und zeitfressende Jobs.
Ich drücke für Euch beide Daumen.
 
  • #32
An alle, die mir raten wollen direkt zum Anwalt zu gehen und zu drohen.
Freundlich ausgedrückt: verschont mich damit. Sie ist seit 25 Jahren meine Frau und die Mutter meiner Kinder. Ich werde sie fair behandeln und immer für sie da sein, egal wie die Geschichte ausgeht. Geld spielt in diesem Fall überhaupt keine Rolle.
Ich verstehe nicht warum Du Dich hier dann um differenzierte Meinung unter der Überschrift "Wieviel Zeit soll ich Ihr geben" bemüht hast. Deine obige Aussage besagt das sie alle Zeit der Welt hat. Wo bleibst den Du da in dieser Konstellation? Du willst fair sein das ist schön - dabei übersiehst Du allerdings das sie bereits länger nicht mehr fair zu Dir ist und dieses Ungleichgewicht jeden Tag wachsen wird. Es wird Dich zerstören und Dir auch beruflich sehr schaden weil so einen "Zweifrontenkrieg" kann man nur verlieren.
Die Wahrheit tut weh aber Du bist doch ein erfolgreicher, gestandener Mann der weis nur bei ungeschminkter Analyse und tatkräftigem Vorgehen klappt es. Du glaubst dem Kaptän der Titanic (deiner Frau) auch noch nach dem Zusammenstoß mit dem Eisberg (dem Lover) das das Schiff nicht sinken muss anstatt zumindest als Plan B für Dich die Schwimmweste anzulegen und das einzige verbleibene Rettungsboot klarzumachen. Niemand sagt Du sollst damit gleich ablegen, aber bist Du wirklich bereit 2017 "Frauen zuerst" zu rufen und dem Titanic Kaptän den Vortritt zu lassen? Dann trink bitte vorher nochmal einen Scotch - Dein Grab wird eisig selbst wenn die Bordkapelle Deiner Frau noch bis zum Schluss hoffnungsfrohe Melodien für Dich spielt.
Die Männer und Frauen (!) - z.B. Jana und Leopardin - die Dir hier zu "hartem" Vorgehen raten kennen solche Geschichten doch nicht aus dem Rosamunde Pilcher Roman, sondern haben so etwas selbst bzw. bei Ihren Freunden erfahren. Deine Situation wurde bereits millionenfach gelebt und in 90% der Fälle mit Titanic Ende. Ich denke nicht dass Du naiv bist - lediglich unter schweren Schock und Du hast enorme ANGST das alles wofür Du die letzten 25 Jahre gelebt hast jetzt einfach so zu Ende ist. Das ist wie wenn Dir der Arzt sagt Du hast eine unheilbare tödliche Krankheit und nur noch 6 Monate zu leben. Da ist es verständlich das man glaubt nichts (Geld, Eigenwert, Treu und Glauben etc.) spielt eine Rolle, die kleinste Chance muss genutzt werden.Nur hast Du keine tödliche Krankheit.
Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe Du wählst kein zukünftiges Schicksal als Lemming...
m (50) - der Deine Geschichte vor 6 Jahren schon gelebt hat
 
  • #33
Sie will Eure Ehe retten. Das war ihr letzter Weck- Hilfe- Verzweiflungsruf.

Das glaube ich absolut nicht. Ich denke, es ist eher eine Verzweiflungstat, um sich selbst ein bisschen etwas Gutes zu tun für ihre eigene Seele.

Sie ist fremdverliebt, emotional spielt der Fragesteller momentan wohl keine große Rolle mehr.

Dass sie sagt, dass sie eher keine Trennung will, liegt daher meiner Meinung nach wohl in erster Linie am Verantwortungsgefühl den Kindern gegenüber mit allen Konsequenzen.

Und sie wird genau wissen, dass es für sie als alleinerziehende Mutter kein Zuckerschlecken wird und sie es auf dem Partnerschaftsmarkt nicht leicht haben wird, falls es mit dem Sportkollegen nicht klappt.

Ich denke ihre Unentschlossenheit rührt in erster Linie aus Rücksicht auf die Kinder und Angst vor gesellschaftlichem /finanziellem Abstieg.
 
  • #34
Sie sagte, es gebe keinen anderen.
Dies ist das erste mal, dass sie mich belogen hat.
Vorgestern habe ich von Ihr unter Tränen erfahren, dass sie sich seit Dezember mit jemanden regelmäßig trifft
Vertrauen ist das A und O einer Beziehung. Und erst recht einer Ehe. Du magst sie vernachlässigt haben, aber Du hast sie nicht hintergangen. Das ist ein erheblicher Unterschied.
Sie weiss nicht, was sie will, ob sie unser Leben noch will.
Will sie nicht. Sie wollte Dich nur nicht so vor den Kopf stoßen. Und Du selbst willst ja auch nicht so weitermachen, die Frage, ob sie es wollen würde, stellt sich mithin erst gar nicht.

Kurskorrekturen sind im übrigen, wenn das Eheschiff erst einmal mit dem Eisberg kollidiert ist, sinnlos. Da müssen schon andere Maßnahmen her. Etwas, das neue Begeisterung füreinander entfacht. Sucht Euch ein total exotisches Reiseziel und ein total exotisches „Forschungsgebiet” (Wildblumenblüte in der Wüste?). Dort könnt Ihr dann bisher völlig unerkannte Eigenschaften aneinander entdecken.
 
  • #35
Was kann ich jetzt tun? Ich hab schon alle Szenarien durchgespielt, weiss aber einfach nicht weiter.
Ich kann im Moment auch mit niemanden reden, da wir einen gemeinsamen Freundeskreis haben.
So dämlich das auch klingt:
Eure Trennung/spätere Scheidung ist jetzt schon sicher, auch wenn Du es nicht wahrhaben möchtest.
Daher:
Mache eine Scheidungsfolgenvereinbarung - JETZT!
Sie wird Dich so oder so verlassen aber jetzt seid ihr noch in der Lage miteinander zu sprechen, also regle das jetzt schon, was in der Scheidungsauseinandersetzung meist unfreundlich erfolgt.

Folgende Dinge sollten in diese Scheidungsfolgenvereinbarung:
1. Änderung vom gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft auf Gütertrennung damit von jetzt ab jeder für seinen eigenen Wohlstand sorgt.

2. Durchführung des Zugewinnausgleiches - jetzt! (spart Gerichts- und Anwaltskosten später) für das bisher erarbeitet gemeinsame Vermögen

3. gegenseitiger Verzicht auf Erb- und Pflichtteil, denn Du willst doch nicht, daß im Falle Deines Versterbens (vor Eheende - passiert häufiger als Du denkst) Dein Vermögens an Deine Kinder und nicht an Frau mit ihrem Liebhaber fällt. Der Verzicht wird ins offizielle Register des Nachlaßgerichtes eingetagen und gilt bis zu eurem Ehende.
Führt ihr diesen Verzicht gegenseitig durch, würde im Falle Deines Todes alles an Deine Kinder gehen - hier könntest Du noch durch Einsetzung eine Nacherbens und eines Treuhänders dafür gesorgt werden, daß Deine Frau nie im Falle Deines Todes von Dir profitiert - warum auch, sie ist ein eigenverantwortlicher Mensch.

4. Regelung über Umgang mit den Kindern und bei wem die Kinder bleiben sollen - das ist zwar später nicht bindend, kann aber helfen später einen klaren Kopf zu behalten, weil man es schon durchdiskutiert hat.

Das Ganze muß (wegen Erbrecht und Güterstandsänderung) von einem Notar bekundet werden. In der später (und nach meiner bisherigen Lebenskenntnis zu 100%) erfolgenden Trennung/Scheidung sind dann die Themen mit dem höchsten Streitpotential geklärt und die Scheidung geht ohne Rosenkrieg und ohne Traumatisierung aller beteiligten Personen (Ehepartner und Kinder) durch.

Noch ein guter Rat: Verzichte nie auf Deine Hälfte am Haus "damit es wenigstens die Kinder gut haben". Entweder sie bekommt Deine Hälfte um darin zu wohne und gleicht Dir diesen Teil finanziell aus oder umgekehrt. Es ist nicht Deine Aufgabe, merh als gesetzlich gefordert für das wirtschaftliche Auskommen Deiner zukünftigen Exfrau zu sorgen.
Die Zeit wird kommen, da Du Dich mit dieser Forderung konfrontiert sehen wirst - geh es locker und bedacht an.

Und, um es mit Dante zu sagen, der mit seiner "Hölle" sicher Deine Situation meinte:
"Lasset, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!"
 
  • #36
Es ist realistisch anzunehmen, daß SIE gehen würde, sobald der Neue dazu bereit wäre. Aber der hat wohl keinen Bock auf eine Frau mit 2 Kids außer für etwas Ego-Push.

Das Gerede, daß ihr was fehlt klingt wie Ausweichen, bla bla: es ist der neue Typ, der sie anmacht und mit dem sie heißen Sex möchte: wozu sonst die Flirterei (um Brötchen zu backen?). Wäre der nicht da, dann würde sie sich arrangieren mit Dir wie die letzten Jahren oder so.

Ich vermute, sie hat Langeweile und hat wie viele Frauen, die im Überfluß leben wenig Wertschätzung für das was sie materiell hat und Millionen von anderen nicht mal träumen können davon.

Sie "kriegt ihre Gefühle nicht in den Griff oder so" heißt sie will den ANDEREN aber der ist wohl nicht ganz frei/ genügend interessiert an ihr (lies dazu nochmal den objektiven Beitrag hier von Jana08/15).

Ich sehe da nichts von IHRER Seite, daß sie die Ehe retten will oder habe ich was überlesen?

Wenn ich ein Mann wäre, würde ich mein Weib sowas von rausschmeißen aber ich bin auch sehr jähzornig wenn mein Ego beleidigt wird.

Und finanziell bestrafen würde ich sie wenn ich jahrelang geschuftet hätte und jemand mir dann mit Undankbarkeit käme für meine harte Arbeit.

Und dann würde ich mir eine neue liebevolle Frau suchen (vielleicht eine schöne Osteuropäerin) die mich umsorgt & umschwärmt für all die schönen Dinge, die ich ihr biete.

Bin eben eine diktatorische Dame ;-).
 
  • #37
Lieber Fs, gut, dass Du nicht die Holzhammermethode und den Gang zum Anwalt bevorzugst. Nach so vielen Jahren und zwei gemeinsamen Kindern sollte Mann auch loyal sein. So wie Du. Deine Frau ist durch die Situation ja nicht die böse Hexe und Du das arme Opfer. Stelle sie als Person nicht infrage. Sie ist immer noch sie. Mit ihren Stärken und Schwächen, so wie Du immer noch Du bist.
Überlege Dir konkret, wie Du mehr Zeit für Eure Beziehung haben könntest. Kein wischi waschi, sondern klare Aussage. Natürlich nur, wenn Du das auch wirklich und zeitnah umsetzen willst. Nimm Dir frei und sprecht an einem neutralen Ort klar und ohne Vorwürfe miteinander. Höre zu! Sollte sie allerdings ausweichend antworten und Deine Vorschläge ins Leere laufen, ist es zu spät für Euch. Starte schnellstmöglich eine Aussprache. Sollte dabei herauskommen, dass sie diese Ehe nicht mehr will, dann trennt Euch fair und respektvoll. Nicht nur wegen Eurer Kinder, sondern auch für Euch selbst. Es ist doch besser, sich auch in Zukunft noch ins Gesicht sehen zu können, als Hass, Wut und Verbitterung zu leben. Das hilft keinem und kostet Lebenszeit und Energie.
 
  • #38
Ich finde es schon sehr spannend, dass die meisten sich dafür aussprechen, dass der FS seine Arbeit reduzieren soll um sich mehr um seine Beziehung zu kümmern, da seine Frau sich schon seit längerem ungehört fühlt.
Der FS konnte dadurch seiner Familie und sich , wie es sich liest, ein gutes Leben ermöglichen. Das geht i.d.R nicht mit einem nine-to-five- Job. Und oft kann man im Beruf nicht so einfach reduzieren.
Seine Frau hätte früher den Mund aufmachen können und sollen, sich evtl. auch wieder eine Arbeit suchen, da die Kinder sicher keine Rundumversorgung mehr benötigen, anstatt sich mit einem Sportkollegen auf etwas einzulassen.
Mir regen solche Frauen echt ab und an auf. Da mag jetzt auch ein wenig Neid durchklingen, ich habe mein ganzes Leben immer für mich selbst gesorgt und hätte mir ab und an einen Mann gewünscht, der für mich sorgt. Heute bin ich froh, dass es nie so war und ich auch gehen konnte, wenn es nicht mehr passte. Doch wie heißt das Sprichwort: wirds dem Esel zu wohl, dann geht er aufs Eis!
Lieber FS, ich wünsche Dir sehr, dass ihr wieder einen Weg zueinander findet, was viel Arbeit sein wird. Je nachdem wie viele Scherben entstanden sind. Einer meiner Geschwister hat es wieder hinbekommen, mit viel Herzblut und vielen Tränen, doch heute gestärkter als je zuvor. Doch wenn Du merkst, dass es nur noch einseitig ist, dann handle und mache Dich auf den Weg. Alles Gute für Dich w, 52
 
  • #39
Ich finde es schon sehr spannend, dass die meisten sich dafür aussprechen, dass der FS seine Arbeit reduzieren soll um sich mehr um seine Beziehung zu kümmern, da seine Frau sich schon seit längerem ungehört fühlt.
Der FS konnte dadurch seiner Familie und sich , wie es sich liest, ein gutes Leben ermöglichen. Das geht i.d.R nicht mit einem nine-to-five- Job. Und oft kann man im Beruf nicht so einfach reduzieren.
Seine Frau hätte früher den Mund aufmachen können und sollen, sich evtl. auch wieder eine Arbeit suchen, da die Kinder sicher keine Rundumversorgung mehr benötigen, anstatt sich mit einem Sportkollegen auf etwas einzulassen.

@Goody, ja Du bist neidisch, wie Du schon selbst vermutest. Dich "regen solche Frauen" also auf? Der Fs schreib nirgends, dass seine Frau Hausfrau ist und nicht arbeitet. Er schrieb auch nicht, dass sie die Kinder (11 und 14) "rundum betreut". Das behauptest nur Du. Du selbst wolltest doch, dass ein Mann Dich versorgt, wie Du schreibst. Stülpe das doch dann aber bitte nicht anderen Frauen über.
Was ist denn ein "gutes Leben"? Wenn finanziell vieles möglich ist, man den Ehepartner aber fast nie sieht und man kaum noch etwas gemeinsam erlebt? Wenn Frau im Alltag allein ist? Wenn zwei Kinder einen Vater haben, ihn aber kaum sehen? Na, ich weiß ja nicht...
 
  • #40
Der FS konnte dadurch seiner Familie und sich , wie es sich liest, ein gutes Leben ermöglichen. Das geht i.d.R nicht mit einem nine-to-five- Job. Und oft kann man im Beruf nicht so einfach reduzieren.
Das seh ich auch so. Ich finde viele Frauen auch sehr inkonsequent, was die Emanzipation angeht. Sie wollen einen mit Karriere, fühlen sich dann aber einsam und wollen auch einen Mann, der sich auf sie und die Beziehung konzentriert. Es ist ein Teil Rollenverteilung wie früher, aber mit heutigen Ansprüchen.
Ein Mann, der sich AUCH auf die Beziehung konzentriert, hätte hier aber dann auch Ansprüche, die der Frau nicht unbedingt passen, weil sie sich die Beziehung eben anders vorstellt. Das muss auch gar nicht das Klischee sein, dass ER immer mehr Freiraum will, manche Frauen würden sich auch sehr beschweren, wenn der Mann dauernd nach Paarzeit fragen würde, wenn sie ihren Hobbys nachgeht oder sich mit Freundinnen trifft.
Ergo ist es einerseits total bequem, wenn der Mann sie Paarzeiteinforderung der Frau überlässt und ansonsten sich nicht einmischt in Familie, Haushalt, Beziehungsführung und sich nur um das Erhalten des Lebensstandards kümmert.
Nur will die Frau von heute ja auch einen PARTNER, nicht nur einen Ernährer. Aber genau den hat sie geheiratet und vermutlich nicht ohne Grund.

Es ist realistisch anzunehmen, daß SIE gehen würde, sobald der Neue dazu bereit wäre.
Ich denke schon, dass auch der Frau bewusst ist, dass sie nicht weiß, was sie bekommt, aber weiß, was sie hat. Und das ist nicht mal auf das Materielle bezogen, sondern ich meine auch ein Abwägen, ob diese Beziehung, diese langen Jahre zusammen, wirklich zu Ende gehen und sich der Partner wirklich als jemand gezeigt hat, mit dem man lieber nicht mehr zusammen ist.
 
  • #41
Ich erinnere mich, als mein Ex-Ehemann anfing, bei einer anderen Dame anzubandeln. Damals war ich noch sehr viel unerfahrener als heute. Da erklärte er mir, dass das mit der anderen sein Ideal sei, das mit uns wäre nichts mehr, aber er würde bei mir bleiben, bis wir wissen, was aus mir wird.

Dann ging ich spazieren und wunderte mich einfach nur. Er war doch sonst so egoistisch. Und auf einmal wollte er bleiben, bis man wisse, was aus mir wird? Er hat mir dieses doch tatsächlich als heroische Geste erkauft.

Irgendwann fiel der Groschen und ich ging nach Hause und bat ihn auszuziehen. Ich habe kapiert, dass es ihm nie und nimmer um mich ging. Er wollte erst seine Neue in trockenen Tüchern haben und möglichst nicht zwischen zwei Stühle fallen und bis dahin wäre ich als Notnagel doch noch nützlich gewesen. Und wie toll er das verkauft hat. Fast wäre man von ihm angetan gewesen.

Lieber Fragesteller. Bitte lass Dich nicht als Notnagel mißbrauchen. Wer weg möchte, der soll das dann doch bitte auf eigenes Risiko machen. Viel Glück.
 
  • #42
Ich finde es schon sehr spannend, dass die meisten sich dafür aussprechen, dass der FS seine Arbeit reduzieren soll um sich mehr um seine Beziehung zu kümmern, da seine Frau sich schon seit längerem ungehört fühlt.

Ja, ich finde das auch witzig.


Einer wirklich gleichberechtigten Frau wäre das nicht passiert. Da würde man sich die Arbeit teilen und nicht erwarten, dass der Mann "das Geld verdient". Vermutlich möchte die Frau hier "alles". Einen Mann, der ein sorgenfreies Leben ermöglicht, aber natürlich auch für sie da ist und Zeit hat.
Und er versucht ja auch wacker, alle Ansprüche zu erfüllen. Gut erzogen, bloß nicht aufmucken.
Immer schön loyal:
sollte Mann auch loyal sein. So wie Du. Deine Frau ist durch die Situation ja nicht die böse Hexe und Du das arme Opfer.
Die Frau ist natürlich ein armes Opfer der Umstände und ansonsten natürlich auch völlig loyal. Er hat den Eindruck, "man könne über alles reden", sie redet nicht mit ihm, sondern erstmal mit dem Lover. "Auseinandergelebt" hat man sich offensichtlich genau dann, als der andere aufgetaucht ist. Wo ist da die Loyalität, die Bereitschaft, Probleme anzusprechen und zu lösen?

Sorry, aber aus meiner Sicht ist da nix loyal. Er ist
.
Und das freiwillig und gerne, er hat es ja geschrieben. Die Frau wird nicht so fair und loyal sein, wenn es darum geht, eben doch die Ergebnisse der bemängelten "Versorgung" mitzunehmen. Die Frau hier ist nicht loyal, denn sonst wäre ihr Partner der erste Ansprechpartner gewesen, wenn ihr etwas nicht gefällt. Und ich habe hier nicht den Eindruck, dass er der immer wieder mal zurecht kritisierte Typ Mann ist, über den sich viele Frauen hier zu Recht aufregen.
 
  • #43
Ach, Jungs kommt! Eure Lamentierei, dass Ihr schuftet bis Euch das Blut aus den Ohren quillt und das tut ihr ja alles nur für die Familie, das ist so verlogen, das kann ich ja schon fast nicht mehr lesen.

Das ist eine faule Ausrede. Es ist doch super um die Welt zu jetten und ach so wichtig zu sein. Es ist bequem spät von der Arbeit zu kommen und die Kinder liegen satt und sauber im Bett. Schließlich tut man das ja alles nur für die Familie.
Nein, es geht um Konkurrenz auf der Arbeit, es geht um Karriere, es geht um eigene Freiheiten und da bleibt die Familie schnell auf der Strecke, die wird als nicht so wichtig eingestuft.

Dabei bleibt die Partnerin bzw die gemeinsame Liebe sehr schnell auf der Strecke. Die meisten Frauen möchten ihren Mann gern behalten. Aber sie wünschen sich gemeinsame auch mal unbeschwerte Zeiten. Sie wünschen sich Abends mal bei einem Gläschen Wein zu erzählen, zu lachen und gemeinsame Pläne zu schmieden, Zärtlichkeit und Nähe. Frauen verhungern sonst emotional und sie wünschen einen Partner der sich auch für die gemeinsame Familie mit verantwortlich fühlt.

Und noch mal Nein, das ist ein sich aus der Verantwortung drücken und die Wahrheit hinter Arbeit zu verschwurbeln. Die Frauen schaffen das merkwürdigerweise Vollzeit in anspruchsvollen Jobs zu arbeiten, nach der Arbeit den Einkauf zu machen, sich um die Kinder zu kümmern und die Bude sauber zu machen, Arztbesuche und Hobbies und Veranstaltungen der Kinder zu koordinieren.

Frauen sind oft sehr streng strukturiert sonst überlebt man das nicht. Mit Kindern ist eine Frau auch viel mehr zu Hause angebunden, als ein Mann. Ich habe z.B. Jobs absagen müssen, weil ich sie mit meiner Familie nicht vereinbaren konnte. Einem Mann käme das nicht mal Ansatzweise in den Sinn und als erstes wird daran gedacht, das angeblich, natürlich nur für die Familie, ach so hart erarbeitete Geld, aber sofort in Sicherheit zu bringen.
 
  • #44
Immer wieder und wirklich immer wieder staune ich über das Gelaber von Verlassern. Tatsache ist doch folgende: sie gehen fremd und wollen weg. Sieht moralisch doch wirklich blöd aus. Und daher sind sie um keine Erklärung verlegen, mit der sie den Verlassenen auch noch jede mögliche Schuld einreden. Sie konnte ja gar nicht anders, als sich in den anderen Mann zu verlieben. Schließlich habt Ihr Euch auseinandergelebt. Und daran bist Du schuld, weil Du so viel gearbeitet hast lieber Fragesteller.

Hättest Du nicht ausreichend gearbeitet, dann wärst Du auch schuld.

Und nun beginnt eine perverse Dynamik. Der Verlassene bekommt Panik und steigt auch noch auf die Hahnebüchene Argumentation ein. Dann rollt der FS auch noch den roten Teppich aus für seine Frau und sie hat sich einen auf erpresserische Art und Weise erworbenen Machtvorteil erwirkt.

Merkst Du was lieber Fragesteller: Sie lässt Dich genau die Rolle in ihrem fiesen Stück spielen, mit der sie Dich auch weiterhin mißbrauchen kann, bevor sie Dich ausspuckt wie eine ausgelutschte Zitrone. Sie hat alle Sicherheit und Du: nichts als Kummer, Hoffen und Bangen.

Sie will bestimmen, wann sie Dich ausspuckt, nämlich erst dann, wenn sie Dich nicht mehr braucht, wenn sie die maximalen Vorteile ausgekostet hat, nämlich möglichst kein Risiko und gleich den warmen Wechsel. Und der will gut vorbereitet sein. Und dazu brauchts am besten einen zerknirschten beflissenen Ehemann, dem man vortrefflich ein schlechtes Gewissen eingeredet hat.

Da hilft Dir niemand, wenn Du es selbst nicht tust. Ist leider so. Ich habe sie erlebt, diese dunklen Stunden in meinem Leben. Die dunkelsten, die ich je erlebt habe. Aber nach Regen kommt Sonnenschein. Nach viel Regen kommt viel Sonnenschein, auch wenn Du das noch nicht glauben kannst.
 
  • #45
Danke nochmal an alle für die Antworten und Einschätzungen.
Bemerkenswert, dass einige davon voll zutreffen und mir die Augen auch ein wenig weiter öffnen.

Ob ihr es glaubt oder nicht, wir haben immer noch ein sehr gutes Verhältnis (der Situation entsprechend). Wir leiden beide darunter.

Das Problem: Die Liebe zu mir scheint nicht mehr auszureichen.
Ich habe Ihr gesagt, dass es für mich niemals einen Weg zurückgeben wird, wenn wir uns trennen.
Ich bin der Meinung, dass einmal vergangene Liebe nie wieder zurückkehren kann, und damit keine Basis für eine vertrauensvolle Beziehung bestehen wird.

Wie seht ihr das?
 
  • #46
Lieber FS,
ich finde es gut, dass Du die Beziehung nicht so einfach über Bord wirfst. Merkwürdig finde ich, dass Du glaubst, ihr nun sagen zu können, wie es zu laufen hat, damit es zwischen Euch wieder klappt. Und es zeigt sich ja auch, dass es so nicht geht - Dein Vorgehnsmodell scheint für Ihr Problem nicht geeignte, sie verharrt im Status Quo.

Ich frage mich, wie Du auf die Idee kommst, dass Du (selten anwesend, garnicht mitbekommen, was los ist) mit einem Mal die Lösung eines Problems aus dem Hut ziehen kannst, von dem Du eben noch nicht wusstest, dass es existiert. Ich denke auch, Du hast das Problem nicht erfasst, denn sonst könnte sie mit Deiner Lösung was anfangen.
Versuch' es doch mal mit was ganz unüblichen für Dich: mit ihr ins Gespräch kommen, eine gemeinsame Lösung suchen, die dann auch für beide tragfähig ist, statt immer nur einseitig Vorgaben zu machen und überwiegend weg zu sein. So geht Partnerschaft heute.

Ich lese nicht, dass die Ehefrau vom FS fordert, dass er rund um die Uhr arbeitet und Geld für die Familie ranschaffen soll. Und selbst wenn die Rollenverteilung mal so war, dann kann man sich nicht drauf verlassen, dass es auf Dauer so bleiben muss, denn das Leben ändert sich und damit auch die gegenseitigen Anforderungen der Partner aneinander - fatal, wenn einer das komplett ignoriert, weil er einen für sich günstigen Part erwischt hat, der Dauererfolg und viel Freiheit garantiert, den persönlichen Neigungen entspricht.
Rollenmodelle müssen zwischen Partnern regelmäßig überdacht und aufeinander abgestimmt werden. Wenn die Frau mit kleinen Kindern zuhause bleibt und der Mann das Familieneinkommen erwirtschaftet, muss man hinterfragen, ob das ein paar Jahre später noch so sein muss, oder ob die wieder mehr arbeiten kann und will, er dafür entsprechend zurückschraubt, um mehr Familienanteile mit älteren Kindern zu übernehmen, was den meisten Männern eher liegt.

Ich sehe es wie Du, ist einmal das Vertrauen beschädigt, bekommt man es nicht mehr zurück
 
  • #47
Ach, Jungs kommt! Eure Lamentierei, dass Ihr schuftet bis Euch das Blut aus den Ohren quillt und das tut ihr ja alles nur für die Familie, das ist so verlogen, das kann ich ja schon fast nicht mehr lesen.
Volle Zustimmmung!
Männer behaupten immer, daß nur die Tat zählen würde und jammern dann ständig herum. Es ist eine Schande, wie sich manche Männer gehen lassen.
Meiner Meinung liegt dieses männliche Problem darin, daß die männliche Art der Problemlösung und die daraus resultierende (meist falsche) Überzeugung, die Dinge/das Leben zu beherrschen zu dieser irrigen Handlung führen.
Was vielen Männern fehlt, ist die Einsicht, daß sie zwar das eigene Denken aber nicht das Denken der Partnernis oder anderer Frauen beeinflussen können.
Das führt dann zu Jammer-Threads wie "will meine Freundin/Frau zurück". Das ist nicht männlich!

Männlich ist es, ihre Entscheidung zu akzeptieren und DARAUS Konsequenzen für das eigene Handeln zu ziehen.

Frauen wollen heute (offensichtlich) nicht mehr, daß Männer sich in der Arbeit aufopfern, um die Familie wirtschaftlich zu erhalten.
Warum hört ihr nicht darauf?
Frauen wollen in selben Maße am wirtschaftlichen Erhalt der Familie/Partnerschaft beteiligt sein. Also zum Teufel nochmal, nehmt sie ernst und in die Pflicht.

-Bleibt die Hälfte der Elternzeit zu Hause und laßt sie in dieser Zeit arbeiten gehen, auch wenn es finanzelle Einschränkungen bedeutet.
-Besteht darauf, daß eure Partnerin mindestens eine Halbtags- am besten aber eine Vollzeitstelle annimmt und unterstützt sie dabei.
-Teilung der Hausarbeit ist heutzutage ein Klacks - es gibt Haushaltsmaschinen, die erleichtern
-Achtet darauf, daß während eurer Partnerschaft euer beider Einkommen gleich ist um Diskussionen über den Anteil der Finanzierung oder Auseinandersetzungen über nachehelichen Unterhalt die Basis zu entziehen.
-Nehmt Abstand von Frauen, die Berufe gewählt haben, die ein unter eurem eigenen Einkommen liegende Einnahmen versprechen, dieses Ungleichgewicht ist moralisch nicht mehr hinnehmbar
-zieht notfalls die Reißleine, wenn die Partnerin in der Beziehung/Ehe schleichend anfängt, die Berufstätigkeit aufzugeben und ehrenamtliche Tätigkeiten statt dessen übernimmt
- arbeitet nicht mehr oder länger (in Haushalt und Beruf) als eure Partnerin auch

Und zum Schluß: wenn sie geht, ist daß ihr Entschluß, wenn sie die Kinder mitnimmt oder sogar instrumantalisiert - auch. Diesen Entschluß in Frage zu stellen würde bedeuten, der Partnerin die Zurechnungsfähigkeit abzusprechen. Das wäre nicht richtig.

Laßt sie gehen und wendet nicht den Blick zurück. Alles in diese Richtung ist dann nur noch Verschwendung von Lebensenergie - denkt dran: wir Männer sterben früher!
Da tut Verschwendung doppelt weh.
Es gibt nur dieses eine Leben.
 
  • #48
Ich bin der Meinung, dass einmal vergangene Liebe nie wieder zurückkehren kann, und damit keine Basis für eine vertrauensvolle Beziehung bestehen wird. Wie seht ihr das?

Theatralisches Geschwätz, das sie kaum beeindrucken wird. Deine Frau leidet natürlich und kann nichts tun. Was soll Deine Drohung? Glaubst Du ernsthaft, dass das etwas an ihren Gefühlen ändert? Wo ist denn die "vertrauensvolle Beziehung", wenn Deine Frau Dich im Grunde doch schon verlassen hat? Mit der platonischen Geschichte und dem Märchen vom Leid würde ich sie zu ihrer Großmutter schicken.
Du bekommst schön die Schuld eingeredet, damit sie sich ohne schlechtes Gewissen vergnügen kann und rollst den roten Teppich aus, damit sie risikolos warmwechseln kann, da hat Moona völlig Recht. Sobald sie sich sicher ist, dass der neue wirklich passend ist, wird sie Dir, natürlich unter Tränen, erzählen, dass Du natürlich ausziehen solltest, weil die Kinder die Situation kaum ertragen. Natürlich wird sie Dir nicht zumuten, das Doppelbett voller Erinnerungen mitzunehmen.
 
  • #49
Wie Du.
Obwohl ich schon daran zweifle, dass man das in jedem Fall so handhaben sollte. Ich meine hier nicht das gnädige "zweite Chance" geben, sondern durch so einen "Eindringling" in die Beziehung zu sehen, dass sie in einer Schieflage war, aber ansonsten noch Substanz hat.
Dazu müssen es aber beide wollen. Es kann ja sein, dass sich nicht nur rausgestellt hat, dass der eine zu wenig anwesend ist in der Beziehung, sondern dass man noch was anderes vom Leben will und das im Partner nicht findet.
Beziehungen, die in jungen Jahren geschlossen werden mit einem Partner, würden vielleicht in älteren Jahren nicht mehr geschlossen, wenn sich die Leute im weiterentwickelten Zustand getroffen hätten. Man kann sich zwar anpassen an den Entwicklungsweg seines Partners, wenn das aber nicht richtig ist für die eigene Persönlichkeit, kommt es irgendwann dazu, dass man sich fragt, warum man das eigentlich tut und dass man ganz anders hätte leben wollen. In der Midlifecrisis wird dann nochmal ein Studium angefangen, ein Unternehmen gegründet oder auf einmal ist der Wunsch nach einem Kind da.
Oder eine Beziehung schläft ein, weil beide sie nur noch als Hülle haben, aber längst nicht mehr mit Leben erfüllen, also nur noch irgendwie zusammenleben, aber eigentlich kein emotionaler Bedarf sichtbar ist, dass sie es noch tun. Da Du nun viel abwesend bist, KANN Deine Frau ja kaum emotionalen Bedarf haben. Wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat, dass der Partner bei vielem, was emotional bewegt, einfach nicht teilhat, denke ich, kann man das Ruder auch nicht mehr rumreißen, weil man intus hat, dass dieser Mensch dafür nicht da ist und sich Ersatz gesucht hat. Dh. die emotionale Verbindung, die ich wichtig finde - wem erzählt man was zuerst, wem erzählt man, was einen bewegt - ist mit einem anderen Menschen aufgebaut. Das hatten wir in einem anderen Thread letztens, wo ein Mann eine Frau mit "Kurschattenfreund" getroffen hatte und mit der Vertrautheit zwischen denen nicht klarkam. (es ging nicht um Sex, sondern die Rede-Verbindung). Ob Deine Frau nun NIE mit Dir reden konnte, weil Du sie nicht verstanden hast, oder ob das Reden nicht mehr stattfand, weil Du nie da warst, würde ich an Deiner Stelle versuchen rauszufinden.

Was ich nicht richtig finde ist, dass hier manchmal unterstellt wird, dass der Partner das alles mit Kalkül und berechnender Absicht macht. Jemand, der sich nach außen verliebt, muss das auch nicht unbedingt bewusst gesucht haben, sondern kann durch diesen Katalysator merken, was ihm wirklich fehlt. Solange dieser "schlafende Hund", also das Merken, dass was fehlt, nicht geweckt wird, läuft ja alles irgendwie, wenn auch vielleicht mit Frust. Aber wenn man sieht, was noch möglich ist mit einem anderen Menschen, ist das Problem da.
 
T

Toi et moi

Gast
  • #50
Ich sehe es ähnlich wie du lieber Pelin. Aber ich denke, dass eine Freundschaft bleiben kann. Ihr seid sehr lange Zeit zusammen gewesen und diese Zeit und das was Ihr gemeinsam erreicht habt, kann niemand euch wegnehmen. Wenn du auch ehrlich zu dir bist, stellst vielleicht doch fest, dass auch du nicht zufrieden warst. So eine Geschichte entwickelt sich niemals einseitig. Kopf hoch, es kommen auch bessere Tage. Achte auf deine Gesundheit und alles andere wird schon werden. Alles Gute für dich.
 
  • #51
Sucht Euch ein total exotisches Reiseziel und ein total exotisches „Forschungsgebiet” (Wildblumenblüte in der Wüste?). Dort könnt Ihr dann bisher völlig unerkannte Eigenschaften aneinander entdecken.
Ich hoffe, Apfeldieb ist eine Frau.

Die Ehe von @Pelin ist zu Ende. Man kann sich jetzt nur noch über die Abwicklungsmodalitäten einigen. Es wundert mich ein wenig, dass ein beruflich so erfolgreicher Mann nicht in der Lage ist, im Privatleben einen klaren Schlussstrich zu ziehen und so die Trennung von der ehebrecherischen Gattin hinauszögert. Und diese Trennung wird kommen, früher oder später. Die Basis für ein vertrauensvolles Miteinander ist verschwunden und kommt nie mehr wieder. Sie hat dich hintergangen, und selbst wenn ihr aktueller Lover abgelegt wird, wirst du ihr doch nie mehr vertrauen können. Wie man glauben kann, ein "sehr harmonisches, vertrauensvolles Verhältnis" zu haben, während sie dich frech anlügt, ist mir unverständlich. Manche Menschen sind halt sehr leidensfähig.

Etwas realistischer eingestellte Männer mit Selbstachtung hätten schon längst ihre Papiere auf Vordermann gebracht, mit dem Scheidungsanwalt und der Bank gesprochen und die Konten geräumt. Sie hat dich hintergangen, und wird es wieder tun.

Man sagt, dass man eine Ehefrau erst richtig bei der Trennung kennenlernt. Ich wünsche dir Glück.
 
  • #52
Lieber FS, hat sie das selbst gesagt, dass ihre Liebe nicht ausreicht? Was mir an Deiner Ausführung fehlt, ist, ob Ihr ein klärendes Gespräch geführt habt und wie ihre Meinung ist.
Deine Drohung, dass es kein zurück gibt, wird Dir nicht helfen. Das sage ich Dir als Frau. Frauen sind im Endeffekt konsequenter und wenn sie sich trennen, dann sind sie nicht wankelmütig danach. Das kenne ich allerdings von Männern. Die stehen nach Trennungen plötzlich wieder reumütig vor der Tür. Das habe ich von noch keiner Frau gehört. Nochmal: macht endlich Nägel mit Köpfen und trefft eine Entscheidung. Eure Kinder sind 11 und 14 Jahre alt und kriegen diese Situation doch mit. Es wird sie mehr belasten, als Du denkst. Auch da spreche ich aus Erfahrung. Als Tochter.
Zu Deiner Frage: ein kaputter Krug lässt sich eventuell kleben, aber er wird nie wieder früher. So ist das mit der Liebe und dem Vertrauen. Liebe und Vertrauen lassen sich, wenn einmal weg, nie wieder herbeireden oder herbei therapieren. Drum sollte man, bevor es zum großen Knall kommt, diese zarten Pflanzen pflegen. Dieser Rat kommt nie aus der Mode und es bewahrheitet sich immer wieder. Mach was aus dieser Erfahrung.
 
  • #53
Moin,

was der TS quasi als letzten Trumpf ausspielen zu können glaubt, ist die Drohung, dass sie sich jetzt für ihn entscheiden müsse, sonst sei er für immer weg.
LEIDER stimmt das einerseits nicht, er wird sie auch irgendwann viel später zurücknehmen, wenn sie der Neue vielleicht doch nicht mehr mag. Sie weiß, dass du blöffst.
Und LEIDER bringt so eine Theatralik ihre Gefühle zum TS auch nicht zurück. Im Grunde ähnlich, als würde der TS mit Selbstmord drohen... "du wirst schon sehen, was du davon hast, wenn du mich verlässt". Attraktiver würde er durch emotionale Unabhängigkeit, nicht durch solche Beteuerungen.

manchmal
 
  • #54
Ich sehe wie gesagt: wenn mit Hilfe.

Es geht hier ja um viele gemeinsame Jahre.
Und geschlechtsneutral meine ich: ja oft verlieren sich Paare und behandeln zu selbstverständlich.
Falsch ist definitiv dann fremdzugehen.
Allerdings haben einige Paare es geschafft, diese Krise zu überwinden weil sie eine Jahrzehntelange Beziehung nicht aufgeben wollen.
Das geht im Allgemeinen besser mit Hilfe.

Allerdings sollte der FS nur " für sich denken ". Wenn er wegen des Fremdgehens nicht mehr will, ist das sein absolutes Recht und wenn er ihr nicht vertraut auch.

Aber niemand kann wirklich wissen, was die Frau denkt oder fühlt ggf weiß sie es selbst nicht.
 
M

Michael_123

Gast
  • #55
Ob ihr es glaubt oder nicht, wir haben immer noch ein sehr gutes Verhältnis (der Situation entsprechend).

Du bist ja auch der Zahlmeister, oder etwa nicht?

Wir leiden beide darunter. Das Problem: Die Liebe zu mir scheint nicht mehr auszureichen.

Du leidest und bist immer noch blind. Sie liebt Dich nicht. Sie trifft sich mit einem anderen Mann. Diesen anderen Mann lächelt sie an, macht sich chic für ihn (mit der von Dir finanzierten Kleidung und Reizwäsche) und tut andere Dinge voller Freude und Enthusiasmus mit ihm. (Dass der andere keine Lust auf eine AE mit zwei Kids hat, diese nicht finanzieren muss ist aus Sicht des anderen nachvollziehbar - es gibt ja einen Blinden der nicht sehen will, sondern nur zahlt).

Ich habe Ihr gesagt, dass es für mich niemals einen Weg zurückgeben wird, wenn wir uns trennen.

Ihr seid bereits getrennt, emotional! Und im Bett wird wohl auch nichts mehr laufen - bei Dir zumindest.

@Pelin: Du bist doch intelligent und beruflich erfolgreich, also professionell und im Business rational handelnd. Hol Dir professionelle Hilfe zusätzlich ein, um Deine private Situation zu bewerten. Daran ist doch nichts verwerflich...
 
  • #56
Ob ihr es glaubt oder nicht, wir haben immer noch ein sehr gutes Verhältnis (der Situation entsprechend).
Aber natürlich. Du bewahrst den Frieden, weil du Angst hast, sie ansonsten komplett zu verlieren. Sie tut dasselbe, weil ihr neues Hascherl ihr noch nicht den sicheren Hafen geliefert hat, den sie sich erhofft.

Ganz ehrlich... Hut ab vor den Manipulationskünsten mancher Frauen. Sicher kein ehrenvolles Verhalten, aber eine Meisterin ihres Fachs.

Ich habe Ihr gesagt, dass es für mich niemals einen Weg zurückgeben wird, wenn wir uns trennen.
Das finde ich gut. Du beginnst, Rückgrat zu zeigen und ihr die Konsequenzen ihres Tuns zu präsentieren. Wenn du sie überhaupt zurück bekommen solltest, dann nur mit Rückgrat.
 
  • #57
Frauen sind im Endeffekt konsequenter und wenn sie sich trennen, dann sind sie nicht wankelmütig danach.

Die Gattin des FS ist hier nicht konsequent. Er genauso wenig. Jana hat vollkommen Recht:
Du bewahrst den Frieden, weil du Angst hast, sie ansonsten komplett zu verlieren. Sie tut dasselbe, weil ihr neues Hascherl ihr noch nicht den sicheren Hafen geliefert hat, den sie sich erhofft.
Beide möchten eine Restsicherheit aufrechterhalten, die sie jetzt 25 Jahre lang gewohnt waren. Sie schaut, ob sich komfortabel wechseln lässt und wenn der Neue dann doch keine Lust auf Alltag mit zwei Kindern hat, dann darf der Ex erstmal wieder herhalten. Sie wird so lange friedlich sein, wie er seine Ressourcen zur Verfügung stellt wie bisher. Dazu ist er ja bereit. Sie wird schon dafür sorgen, dass er sein Geld nicht anderweitig ausgibt. Selbst dazu gibt es hier ja immer wieder Berichte, in denen Frauen zu verhindern versuchen, dass eine neue Partnerin auftaucht.

Man sagt, dass man eine Ehefrau erst richtig bei der Trennung kennenlernt.

Nein, Man(n) weiß das mit ein wenig mehr Lebenserfahrung. Was will man erwarten, wenn jemand 25 Jahre die gleiche Partnerin hatte und vermutlich seit Jugendtagen nie eine ernsthafte Trennung hatte. Ich rate auch zum Sichern aller Unterlagen, aber das will der FS nicht hören. Mangelnde Lebenserfahrung...
 
  • #58
Bei Deiner Beschreibung läuft es mir Eiskalt den Rücken herunter.

Mag sein das Ihr beide Fehler gemacht habe (und ich betone das es sicher nicht nur Du warst) aber was Sie jetzt tut ist einfach Manipulieren und das scheint Sie zu beherrschen.

In einer Sache hast du recht Sie verlangt förmlich danach das Du Rückgrat zeigst und Konsequenzen ziehst mache es für dich und Deinen Stolz ziehe aus und lege eine Kontaktsperre von ca. 5 Wochen ein und haltet nur den notwendigsten Kontakt wegen der Kinder aber ansonsten hast Du keine Zeit Du Antwortest höflich aber konsequent / bestimmt.

Manchmal weiß man erst was man hatte, wenn man es nicht mehr hat.
 
  • #59
Pelin, du siehst: die meisten projizieren die selbst gemachten schlechten Erfahrungen auf dich und deine Frau (du erwähnst z.B. mit keinem Wort, ob bzw. wie viel deine Frau arbeitet - und bekommst hier trotzdem wilde Spekulationen, dass sie mit deinem Geld Dessous für den Lover kauft...) lies also selektiv und lass dir nichts über eure Situation einreden, was nicht da ist, sondern nur in der Vergangenheit der Foristen liegt...

Eine entscheidende Frage ist: könnt ihr (noch?) offen und ehrlich miteinander reden? Also konstruktiv und nicht nur weinend und schreiend? Könnt ihr euch zusammen setzen und mal die Hosen runter lassen? Beide?
Du solltest dir vor allem überlegen, ob du sie zurück möchtest, selbst wenn sie sich für eine gemeinsame Zukunft entscheiden will.
Erlebe dich nicht passiv, auch du kannst aktiv selbst Entscheidungen treffen! Aber überlege dir auch ehrlich, welche Veränderungen und Zugeständnisse du machen kannst UND willst und was du umgekehrt von ihr erwartest/brauchst/willst, damit es eine Zukunft geben kann.
So wie es bisher war, geht dein Leben auf keinen Fall weiter. Es wird und muss Veränderungen geben: deine Frau war unglücklich -du anscheinend eher nicht... Aber diese alte Situatiin kommt auf keinen Fall zurück, selbst wenn ihr zusammen bleibt: mach dir das klar!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #60
Ich finde die Vorschläge wirklich hanebüchen und arg, die hier teilweise gemacht werden, um mit Problemen in einer 25jährigen, innigen Beziehung mit Kindern umzugehen - Anwalt, Bankkonten sichern und Ehepartner rausschmeissen.

Auf der Habenseite hat der TE doch, dass seine Frau auf ihn zugekommen ist, BEVOR sie ihre Entscheidung getroffen hat. Sie macht also das, was die Beziehung offenbar schon immer ausgemacht hat, nämlich offen über Probleme zu reden. Dass nach so langer Zeit das eine oder andere nicht mehr rund läuft, kennt doch jeder, der in langen Beziehungen war. Dass es manchmal gut tut, mit "Externen" über Beziehungsprobleme zu sprechen, das ist nunmal auch nichts neues.

Aus meiner Sicht ist das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen. Sie ist mit der Beziehung unglücklich, weiß nicht, ob sie noch so leben will. Auf der anderen Seite will sie aber darum kämpfen. Damit ist doch alles gesagt. Wenn sie das wirklich ernst meint, dann sollte der TE von ihr verlangen, dass sie den Sportkameraden -zumindest vorübergehend, bis die Beziehung wieder stabilisiert ist- nicht mehr sieht. Wenn dieses Störfeuer beseitigt ist, sollte eigentlich einer gründlichen Aufarbeitung (mit externer Hilfe) nichts mehr im Wege stehen.
 
Top