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Lionne69

Gast
  • #61
Wie kannst du zu einem "Wir" kommen, wenn du die wichtige Komponente Sex nicht kennst ?

Tja, Tom, ich teile ja Deine Meinung, wobei es nicht unbedingt um die reine Performance geht, da hilft die Übung und das auch immer bessere Kennenlernen, sondern z.B. ähnliche Art Lust zu empfinden, ähnlicheVorstellungen zu haben. Und tatsächlich gibt es unveränderbare Gegebenheiten - Anatomische Passung, Geruch, Geschmack, Geräusche... die Passung verhindern.

Ich denke, es gibt grob 2 Gruppen, nicht vom Geschlecht bedingt, auch wenn dies hier vehement vertreten wird.
Die eine Gruppe braucht erst das ganz verbindliche WIR für sexuelle Nähe, die andere Gruppe möchte ein vorstellbares WIR, je nach Typ eine gewisse Verbindlichkeit, aber das WIR findet sich erst NACHDEM festgestellt wird, dass man sich auch sexuell nahe ist, miteinander Lust empfinden kann, sexuelle Nähe genießen.

Sicher ist, dass Menschen der beiden verschiedenen Gruppen inkompatibel sind, dass es dann zu Enttäuschungen und Verletzungen kommt, und das meist das Verständnis für die jeweilig andere Seite fehlt, alleine schon die Vorstellungskraft fehlt, dass andere anders denken.
Ganz schwierig wird es allerdings, wenn dieses mangelnde Verständnis zu Verurteilungen und Abwertungen führt.

Toleranz wäre das Eine, und das Andere, erstmal heraus finden, zu welcher Gruppe der / die Gegenüber gehört, statt zu denken, zu interpretieren und zu erwarten - Reden hilft im Zweifelsfall - oder ein gutes Bauchgefühl.
Mein Instinkt hat mich nie getrogen, weder in die eine noch in die andere Richtung. Und ich habe meine Konsequenzen daraus gezogen.

W,49
 
  • #63
Wie kannst du zu einem "Wir" kommen, wenn du die wichtige Komponente Sex nicht kennst ?
Gegenfrage: wie kannst Du zum Interesse an Sex kommen, wenn das „wir” noch völlig offen ist? Ohne Wasser und Nahrung für das Pflänzchen Liebe wird es mir schnell vertrocknen. Will ich das? Nein. Lieber lasse ich mich überraschen, was unter guten Bedingungen aus dem Samenkorn wird.
 
  • #64
Genau an der fehlenden sexuellen Passung ist für mich ein Kennenlernen mit einem Mann, den ich sehr schätze, der mir viel bedeutete, gescheitert - und es ist nicht korrigierbar. Ich bin mir sicher, hätte es gepasst, hätte sich daraus eine Partnerschaft entwickeln können.
Ach, Du warst das. Der einzige Fall in meinem Leben, bei dem die Frau entschieden hat, daß ich ihrer sexuellen Erwartung nicht gerecht werde. Daß ich sie – gerade weil ich sie schätzte und sie mir sehr viel bedeutete – nicht zum Treuebruch anstiften wollte (und mich anders verhalten hätte, wäre sie frei gewesen), hatte sie gar nicht auf dem Schirm, für sie war ich einfach nur jemand, bei dem die Frau beim Sex den Anfang machen muß. Und das wollte sie nicht.
 
  • #65
ich teile ja Deine Meinung, wobei es nicht unbedingt um die reine Performance geht, da hilft die Übung und das auch immer bessere Kennenlernen, sondern z.B. ähnliche Art Lust zu empfinden, ähnlicheVorstellungen zu haben. Und tatsächlich gibt es unveränderbare Gegebenheiten - Anatomische Passung, Geruch, Geschmack, Geräusche... die Passung verhindern.
Seit wann ist denn das so bei Dir?
Deine Veränderungen habe ich seid dem Post, des bestimmten Mannes, festgestellt.
@Lionne ich kenne deine Beiträge, in denen du dich über die Männlichkeit der Männer (immerhin 2 ganz feste Verbindungen) beschwerst. Du hattest dich beschwert und sie als Betas qualifiziert.
Tja und jetzt? Jetzt testest du alle durch?
Ich respektiere deinen Wandel, dennoch denke ich nun wirklich nicht, das du so deinen Alpha finden wirst.
 
L

Lionne69

Gast
  • #66
Ach, Du warst das. Der einzige Fall in meinem Leben, bei dem die Frau entschieden hat, daß ich ihrer sexuellen Erwartung nicht gerecht werde. Daß ich sie – gerade weil ich sie schätzte und sie mir sehr viel bedeutete – nicht zum Treuebruch anstiften wollte (und mich anders verhalten hätte, wäre sie frei


Apfeldieb , ich war immer treu, ich habe immer Partnerschaften beendet, verarbeitet, abgeschlossen und dann war ich bereit und offen für Neues.

@realwoman , Du hat Deine Erfahrungen / Meinung, und ich meine.
Richtig oder falsch ist nicht die Debatte.

Ok, ich bin nun nicht die Hellseherin, und weiß alles beim ersten Kuss.
Aber ich für mich weiß z.B. dass ich nicht mit jeder anatomischen Gegebenheit klarkommen und klar kommen will...Zuviel Achtsamkeit und Anstrengung notwendig - entweder, trotz gut trainierten Beckenbodenmuskulatur, oder auch nicht besser, mir zu unangenehm bis schmerzhaft...
Da geht mir die Lust verloren.

Was Du als Einzig Wahre Frau von mir hältst, ist offensichtlich , mir geht Deine Haltung und Betonung des Einzig Richtigen auch auf den Keks.

Was uns auf jeden Fall unterscheidet -Dein äußerst negatives Bild von Männern , Erfahrungen, die wiederum ich nie gemacht habe.

W,49
 
  • #67
Apfeldieb, ich war immer treu, ich habe immer Partnerschaften beendet, verarbeitet, abgeschlossen und dann war ich bereit und offen für Neues.
Das weiß ich, Lionne. Ich bin sogar davon überzeugt, daß auch diese Frau ihre Altbeziehung, von der sie mir anfangs erzählt hatte, sauber abgeschlossen hatte, bevor sie sich zu mir ins Bett legte. Nur hatte sie leider versäumt, mir das mitzuteilen, so daß ich völlig falsche Schlüsse zog.

Was ich damit sagen will: es kann hundert Gründe geben, warum ein Sexpartner, den man kaum kennt, nicht zufriedenstellend performt. Würde man einander schon etwas besser kennen, wüßte man um diese Gründe. Deshalb birgt ein „Ausprobieren, ob es paßt” ein hohes seelisches Verletzungsrisiko.
 
  • #68
Ganz genau. Außerdem kann man bestimmte Vorlieben (Sekt, Kaviar, etc) schon vor dem ersten Sex abklären.
Achso.Und die anderen Vorlieben (Tantrasex, SMU, Swingerclub, Porno, ...etc)
Fragst Du dann schonmal den ganzen Katalog ab?
Und dann weisst Du ganz genau, es wird irgendwann der Sex schon super funktionieren und sich schön anfühlen, weil Du ihn (zumindest zu diesem Zeitpunkt) ja lieben wirst.

Und das im Zeitalter, wo sich die Menschen bereits in jungen Jahren mit iher Sexualität auseinander gesetzt haben und da auch Vorlieben und Ansprüche haben?

So läuft das nicht.

Die Sache ist ganz einfach, wenn nach einigen Dates (i.d.R. 2-4), wo man sich zumindest nicht mehr fremd ist) nicht intim geworden ist, dann werde ich daraus wohl den Schluss ziehen müssen, dass die Frau einfach sexuell NICHT auf mich steht und ich werde diese Frau abhaken müssen.
Ich bin mir sehr sicher ein Großteil der Männer wird das praktisch ganz ähnlich sehen, und viele Frauen eigentlich auch...
 
  • #69
In dem Moment, wo der Mann vor mir steht, weiss ich schon, ob die sexuelle Komponente passt, ob ich mir vorstellen kann, ihn zu berühren und zu küssen.
Das ist ja nur der Anfang. Wenn das schon nicht gegeben ist, interessiert alles weitere sowieso nicht.

"Testen" ist ein doofes Wort, aber nur weil man einen Mann begehrenswert findet, weil man ihn schön findet und gut riechen kann, heißt es ja noch lange nicht, dass er sich auch um Orgasmen der Frau schert, im gleichen Maße wie die Frau leidenschaftlich ist (ist doch doof, wenn sie wild ist und er gerade das nicht mag, sondern langsam und genießerisch den Sex erleben will oder immer nur toll findet, wenn sie leidenschaftlich ist, aber er selbst das nie ist), sexuell genauso aktiv ist, nicht irgendwelche Blockade im Kopf hat, so dass er sich nicht fallenlassen kann, nicht total passiv ist, sexuellen Praktiken nicht aufgeschlossen ist, die aber die Frau mag ...
Es reicht doch schon, wenn einer gern und gut küsst, der andere nicht.
Also das Begehren allein wird noch lange nicht alle Infos liefern, ob es sexuell wirklich hinhaut.

Ob Du es glaubst oder nicht, auch das ist ein Thema. Darüber wird selten gesprochen, aber es gibt auch hier Unpassungen.

Da ich erlebt habe, wie Sexuelles trotz anderem Superguten nicht passen kann und wie frustrierend sowas sein kann, seh ich den sexuellen Aspekt als ein Detail an, das man auf Passung hin "prüfen" sollte, falls man eine Beziehung haben will, die ein erfüllendes Sexualleben zumindest möglicherweise hat. Kann ja immer noch was schiefgehen, wenn einer krank wird oder lustlos oder gelangweilt oder ...
 
  • #70
Und die anderen Vorlieben (Tantrasex, SMU, Swingerclub, Porno, ...etc)
Fragst Du dann schonmal den ganzen Katalog ab?
ist doch doof, wenn sie wild ist und er gerade das nicht mag, sondern langsam und genießerisch den Sex erleben will oder immer nur toll findet, wenn sie leidenschaftlich ist, aber er selbst das nie ist
Genau da liegt doch das Problem, das die meisten zu ihren Wünschen nicht stehen und daher auch nicht darüber reden wollen.

Es geht doch um die Passung in der Gegenwart.
Wenn ich bestimmte Praktiken nicht mag, dann will ich es vorher wissen ob er sie nicht zufällig liebt. Ich möchte nicht erst in 1-2 Jahren erfahren das der Partner XY will und ich mich dann "ihm zuliebe" überwinden muss. Ob die Passung da ist erfährt man doch nur, wenn der Mensch ehrlich ist oder eben viel Zeit vergeht.
Das ist das gleiche Spiel, wie bei einem Kinderwunsch.
Ein Partner mit Kinderwunsch sollte nicht mit einem zusammen sein, der keine Kinder haben möchte. Das artet sonst in einem Kampf aus, wer seinen Willen bekommt und macht beide unglücklich.
 
  • #71
Achso.Und die anderen Vorlieben (Tantrasex, SMU, Swingerclub, Porno, ...etc)
Fragst Du dann schonmal den ganzen Katalog ab?
Und dann weisst Du ganz genau, es wird irgendwann der Sex schon super funktionieren und sich schön anfühlen,[...]

So läuft das nicht.

Du wirst lachen, so ungefähr funktioniert das tatsächlich. Denn wenn ich weiß, dass eine grundsätzliche Kompatibilität von den Vorlieben her gegeben ist, dann muss ich auch keine Angst vor peinlichen Situationen haben, wenn er dann mitten in der "Action" plötzlich irgendwas macht, womit ich gar nicht klarkomme, sondern kann mich fallenlassen. Und dann kann gar nicht so furchtbar viel schief gehen. Klingt für dich vielleicht langweilig, aber Menschen sind halt unterschiedlich und für @Sirella und mich funktioniert es eben so herum besser.

Die Sache ist ganz einfach, wenn nach einigen Dates (i.d.R. 2-4), wo man sich zumindest nicht mehr fremd ist) nicht intim geworden ist, dann werde ich daraus wohl den Schluss ziehen müssen, dass die Frau einfach sexuell NICHT auf mich steht und ich werde diese Frau abhaken müssen.

Die Schlussfolgerung ist zwar nicht notwendigerweise richtig (warum sollte Frau sich mehrmals mit einem Mann treffen, an dem sie nicht grundsätzlich Interesse hat?), aber das Abbrechen des Kennenlernens in der Folge schon, weil ihr beide einfach ein unterschiedliches Tempo im Kennenlernprozess habt.

Es gab ja einen, mit dem ich mich einfach mal getroffen habe, um auszuprobieren, wie sich so eine Date-Situation anfühlt. Das war genauso einer, der mir mehrmals erklärt hat, dass ihm körperliche Nähe sehr wichtig ist und der mich spätestens beim zweiten Treffen hätte im Bett haben wollen. Als ich dankend abgelehnt und ihm erklärt habe, dass ich gern erst nochmal mit ihm Kaffee trinken gehen würde, meinte er, das wäre nicht sein Ziel. War okay für mich. Nur wurde er hinterher noch ausfallend und meinte, ich wäre nicht ganz gesund und sollte mal zum Psychiater ...

Es reicht doch schon, wenn einer gern und gut küsst, der andere nicht.

Gut, das ist doch dann schon eine Nicht-Passung, die man feststellt, bevor man miteinander ins Bett geht. Wo ist das Problem?
 
  • #72
Gegenfrage: wie kannst Du zum Interesse an Sex kommen, wenn das „wir” noch völlig offen ist?
Eigentlich ganz einfach und ganz und gar nicht deine Welt:
Ganz klar sind es optische Dinge, aber auch ihr Verhalten, Bewegungen, das Lächeln, ein herausfordernder Blick .......

Ganz grob gesagt - ohne sexuelles Begehren kann die Frau so toll sein wie sonst noch was - sie ist eben maximal eine Freundin (platonisch). Für mich zumindest ist sexuelle Anziehung und der Sex als solcher ein Beginn - möglicherweise.

Also nochmal - wie kommst du ohne Sex dazu, an Liebe zu denken, an einem "WIR" zu arbeiten? Und @Lionne69 - ich meine diese Frage nicht böse, sondern möchte versuchen zu verstehen.
 
  • #73
Also nochmal - wie kommst du ohne Sex dazu, an Liebe zu denken, an einem "WIR" zu arbeiten?

Wie erklärt der Blinde dem Tauben Töne? Oder der Taube dem Blinden Farben?

Menschen wie Apfeldieb, Sirella und ich schauen zuerst nach seelischer/geistiger Passung. Das Aussehen ist sekundär (macht aber vermutlich unterbewusst etwas aus, bezieht sich aber eher auf Ausstrahlung insgesamt).
Sex wird erst interessant, wenn man zu diesem Menschen schon eine gewisse Bindung aufgebaut hat.
Außerdem gibt es doch so viele körperliche Möglichkeiten, bevor man aufs Ganze geht.

Ich habe noch nie einen Mann gesehen und rein von dieser äußeren Seite auf der Stelle gedacht, dass ich den interessant finde / mit dem jederzeit ins Bett gehen würde. Und selbst wenn ich mir Mühe gebe, Männer daraufhin anzusehen, kommt in meinem Kopf nur die Frage auf "Warum sollte ich?".

Was ich wiederum überhaupt nicht verstehe, das ist, wie in einem anderen Thread genau solche Menschen, die - für meine Begriffe - ziemlich schnell Sex haben, es überwiegend ganz furchtbar fanden, im Kennenlernprozess frühzeitig über Sexualität zu reden. Ich rede lieber vorher darüber (und breche im Zweifelsfall das Kennenlernen ab), als in der Praxis dann unschöne Erfahrungen zu machen. Andere machen lieber, als vorher alles zu "zerreden" (oder wie auch immer sie das empfinden).
 
  • #75
azu, an Liebe zu denken, an einem "WIR" zu arbeiten? Und @Lionne69 - ich meine diese Frage nicht böse, sondern möchte versuchen zu verstehen.
Tom, niemand sagt, du sollst enthaltsam leben und Sex erst, wenn du heiratest. Aber bevor man Sex abcheckt, ist es ratsam, zuerst die zwischenmenschliche Ebene abzuchecken. Chemie ist wichtig und notwendig , damit du eine Frau überhaupt als Frau wahrnimmst. Der Punkt ist, dass Männer und Frauen Sex anders wahrnehmen und bewerten. Wenn eine Frau Sex von Gefühlen abkoppeln kann, dann ist sie nicht bewundernswert, sondern ehe mitleiderregend. Es ist doch kein Geheimnis, dass Männer Frauen in zwei Kategorien einteilen - die für Beziehung und die für Sex. Klar, kann aus schneller Nummer Beziehung entstehen , nur gehen solche Beziehungen erstaunlicherweise früher oder später kaputt, öfters früher als später , immer "aus anderen Gründen ", klar, aber keiner will zugeben, dass man schlicht und ergreifend das Interesse verloren hat. Eigentlich war sie auch nicht richtig vorhanden, sondern basierte auf purer Geilheit. Dann kommen solche Treads, wo die Strümpfe hässlich sind, Frau 5kg zuviel wiegt oder mit Kinderwunsch nervt. Warum braucht man wasserdichten Vertrag, dass Frau gut im Bett ist?? Die Vorlieben sind doch nicht festbetoniert und hängen sehr stark von jeweiligem Partner ab. Was mit einem ekelt, kann mit anderem richtig Spaß machen und andersrum. Aber e hte Zuneigung ist entweder da oder nicht, die kann man nicht anlernen.
 
  • #76
wie kommst du ohne Sex dazu, an Liebe zu denken, an einem "WIR" zu arbeiten?
Ich kann das nur aus meiner Sicht erklären, würde aber zunächst das "WIR" oder den großen Begriff Liebe ausklammern.

Man lernt sich kennen und schaut ob man sich mag. Schon bei den ersten Treffen merkt man, ob man auf einer Wellenlänge ist und sich auch sexuell attraktiv und anziehend findet. Das ist quasi der erste winzige Funke, der aber sofort verschwinden kann. Dann wird nach Passung geschaut: Humor, Interessen, Kommunikation, Streitkultur, Einstellung, Zukunftsplanung, politische Einstellung, Hobby, Leidenschaften, Stil, eben alles was einem wichtig erscheint. Ist Passung vorhanden lernt man sich weiter kennen. In der Regel, sofern kein No-Go passiert, ist der Funke nun größer. In dieser Zeit sind Küsse und Zärtlichkeiten ok. Wenn das Kennenlernen vertieft wird, frage ich durchaus nach intimeren Details wie sexuelle Vorlieben oder Eigenheiten, auch wenn es manchmal etwas unangenehm wird, da sehr wenige darüber reden wollen.
Und wenn die Passung hoch, Schmetterlinge vorhanden, eine Zukunft vorstellbar ist und mein Partner sich binden möchte, geht es eben weiter und ich lasse mich dann ganz auf ihn ein.

Klar ist es schwer zu widerstehen, wenn man schon ein Kribbeln hat und die Person haben will, aber ich habe mich ganz bewusst für den anderen Weg entschieden.
Er ist auch nich zu 100% sicher, da man niemals eine Person vollkommen kennen wird und beide sich anders entwickeln können, aber für mich ist er richtig.

Wenn ich aber merke, der Partner belügt mich, werde ich sehr unangenehm, was ich beim Kennenlernen deutlich mache.
Beispiel: ER bestätigt, er will innerhalb 3 Jahren ein Kind.
Dann frage ich mal so, nach einem Jahr, wie er das sieht... nur um zu schauen, ob seine Angaben auch aktuell sind. Eiert er rum, ist die Beziehung sofort beendet, denn er hat entweder gelogen oder sich umentschieden, ohne mich vorher zu informieren.
Klar blutet das Herz, aber besser als im Kampf, der Hoffnung und dem Bangen zu leben.
 
  • #77
Wenn eine Frau bei mir 6 Wochen lang meine Vorlieben abklopft, aber keinen Sex haben möchte, würde ich sie für verrückt erklären. Ich suche ja keine erotische Brieffreundschaft.
Das ist jetzt doch total übertrieben.... Großes Kopfkino, das nichts mit der Realität zu tun hat.
Außerdem kommt es doch nicht auf die Wochen an, sondern die Häufigkeit, Dauer und Qualität der Dates an.
Wenn ich einen Mann Frage: "Hey, sag mal... Gab es etwas, was du besonders toll fandest, in sexueller Hinsicht? Und gab es mal was witziges? Gab es etwas, was du schlimm fandest?" Oder wenn man gerade einen aktuellen Film schaut: "Wie stehst du so zu Dom-Sub-Spielen? Und Bondage oder Rollenspiele? Schon mal gemacht? Würdest du gerne?" Es gibt echt viele Aufhänger und Vorlagen, die man nehmen kann.
@Lebens_Lust Das ist doch keine erotische Brieffreundschaft, denn ich bei einem Date frage, nachdem wir uns kennen. Oder doch? Aber für dich spielt es doch eh keine Rolle, da du bei dem 3 Date eh schon weg wärest, wenn nichts läuft.

Ich muss an dieser Stelle zugeben, man braucht schon eine gewisse Selbstbeherrschung und Dominanz, das durchzuziehen.
Einige Männer versuchen es nämlich trotz Vorwarnung, schon ab dem 2 Date.

Dann zu vermitteln, man findet ihn bisher ganz gut und attraktiv, will aber Zeit, stößt auf Unverständnis, Ablehnung. Man wird zum Teil nicht ernst genommen- Verstehe ich, die sind dann aber auch raus. Ich will den Mann nicht überzeugen müssen, das ich zu meinem Wort stehe. Außerdem will ich auch nicht das an meinen Worten gezweifelt wird. Hier ein wörtliches Zitat: "Wenn du mich so toll findest, dann beweise es mir". Nein danke.
Denn wer mir nicht glaubt, vertraut mir nicht und das ist keine Basis für eine Beziehung.
 
  • #78
wie kommst du ohne Sex dazu, an Liebe zu denken?
Indem ich mich verliebe?!

Und zwar in die Wesensart der Frau. Ihre Stimme, ihre Interessen und Neigungen, dem Stellenwert, den sie gewissen Aspekten des Lebens einräumt. Ja, vielleicht auch in das Körpergefühl, das sie mir beim Paartanz vermittelt. Die Art und Weise, wie sie auf Musik reagiert. Und auf mich, natürlich.

Erst wenn das alles stimmig ist, stellt sich bei mir ganz allmählich auch der Wunsch nach Zärtlichkeit ein. Vorher nicht. Mithin wäre ein „Vorab-Sextest” auch gar nicht möglich, mangels Interesse meinerseits.
wenn sie am Anfang (und zwar bevor sie sich endgültig verliebten) das mal gründlicher abgecheckt hätten, bzw. dem auch eine entsprechende Bedeutung beigemessen hätten ?
Bin ich eigentlich der einzige hier, der bei solchen Checklisten eher an ein Gespräch zwischen zwei Zoodirektoren über deren Zuchtprogamm denkt als an ein Liebesverhältnis zwischen Mann und Frau?
 
  • #79
Gut, das ist doch dann schon eine Nicht-Passung, die man feststellt, bevor man miteinander ins Bett geht. Wo ist das Problem?
Ich persönlich hab mit nichts hier ein Problem. Jeder kann, so lange er will, mit dem Sex warten. Mir ging es darum, dass man nicht aus Sympathie, intellektueller Übereinstimmung, gemeinsamen Interessen oder auch nur, weil der Mann gut riecht, ableiten kann, dass es dann auch automatisch sexuell passt. Ich will nicht ausschließen, dass es nicht auch Menschen geben kann, bei denen das zusammengeht, aber ich gehe jede Wette ein, dass die große Mehrheit so nicht ist.

Genauso wie ein Mann, mit dem der Sex toll ist, intellektuell nicht passend sein muss zur Frau. Da korreliert an sich nichts, auch wenn es die Frau abstoßen kann, wenn ein Mann zu unintelligent für sie ist. Aber es hängt nicht wirklich zusammen, außer man ist "sapiosexuell", was mE eigentlich ein Fetisch ist.
Der reine körperliche Akt und die körperliche Passung ist allgemein zu unterscheiden von dem, was die Frau im Kopf so anmacht (passender Humor, Intelligenz, Nettsein, Gentlemansein, gemeinsame Interessen ...), auch wenn es bei vielen Frauen die "Eintrittskarte" ist.

Wenn es Frauen gibt, die aus dem "Trockenschwimmen" ableiten können, dass einer gut schwimmen kann, und sich das bewahrheitet, ist es doch gut. Das Problem entsteht doch nur dann, wenn die Frau eine emotionale Bindung aufbaut, DANN ERST entdeckt, dass es sexuell nicht passt, nun aber bleibt und darunter leidet. Ich denke, dann kommt meist "Sex ist nicht so wichtig" oder "das wird schon irgendwann, ich muss nur sagen, was ich gern habe".
Wenn es echte Nicht-Kompatibilität ist, und damit meine ich nicht Fetische oder Praktiken, wo nur einer den Orgasmus bekommen soll und was man vorher absprechen kann, sondern die "Art der körperlichen Liebe", dann wird das auch nichts mehr. Wenn es mit einer Blockade oder Fehlverhalten zu tun hat (einer liegt nur rum z.B., weil er sich nicht traut), dann kann es noch was werden, weil derjenige seine "Art der körperlichen Liebe" noch gar nicht auslebt. Aber man kriegt einen leidenschaftslosen Menschen nicht leidenschaftlich, niemals. Und nur, weil der Mann beim Fußball aufspringt und "Tor" schreit oder ein bisschen "cholerisch" ist, ist er nicht automatisch sexuell auch leidenschaftlich, an sowas erkennt man es einfach nicht.
 
  • #80
Genau da liegt doch das Problem, das die meisten zu ihren Wünschen nicht stehen und daher auch nicht darüber reden wollen.
Darin seh ich nicht das Problem. Ich seh es darin, dass der Mensch in vielem, wo er noch nicht das Gegenteil erfahren hat, davon ausgeht, dass alle anderen so ticken wie er. Gerade beim Sex, wo man oft gar nicht drauf kommt, es so zu betrachten wie z.B. unterschiedlichen Humor oder unterschiedlichen Filmvorlieben. Ist auch kein Wunder, das andere kann man offen sehen.

Und dann ist da noch die Frage, wie gut sich einer kennt und wie er sich einschätzt. Du gehst doch nicht hin und sagst: Ich bin ein sexuell leidenschaftlicher Mensch, wie sieht es mit dir aus?
Wer würde darauf antworten "ja schön, aber ich nicht". Und wenn einer sagt "ja, ich auch" und damit meint, dass er schmerzhaft beißt, wie irre an den Haaren rumzerrt und kratzt, wo er kann, oder als Sex eine Minute kräftiges Rammeln meint, war es in meinem Fall auch nicht das, was ich unter Leidenschaft verstehe.
Wenn ich bestimmte Praktiken nicht mag, dann will ich es vorher wissen ob er sie nicht zufällig liebt.
Konkrete Praktiken kann man abgleichen. Da gibt es ja auch eindeutige Begriffe. Ist aber nicht die Art, wie man körperlich liebt.

Mit einem gut entwickelten Instinkt und guter Verbindung zu seinem eigenen "sexuellen Wesen" kann man zumindest erstmal ausmachen, bei welchem Mann man sich fallenlassen könnte. Das ist ja Grundvoraussetzung für guten Sex, die von einem selbst kommen muss. Bei eigenen Blockade kann auch der andere nichts dafür. Alles weitere zeigt sich.
Ich möchte nicht erst in 1-2 Jahren erfahren das der Partner XY will und ich mich dann "ihm zuliebe" überwinden muss.
Es kann aber sein, dass Du in 2 Jahren erst begreifst, dass man einen Menschen nicht ändern kann in seinem ureigensten Wesen. Dass man nicht tausendmal sagen kann, wie man Erotik und Sex in seinem Alltag gern hätte (ich rede nicht von Fetischen oder Praktiken), und dann erwarten kann, dass der andere "sich zum Besseren" ändert, weil es kein "Besseres" oder "Richtiges" gibt.
Änderung bringt nur was, wenn einer erst noch aus sich rauskommen muss, weil er bislang blockiert oder schüchtern war, dann kann man danach erst feststellen, ob es passt oder nicht.
 
  • #81
Wie erklärt der Blinde dem Tauben Töne? Oder der Taube dem Blinden Farben?
Na, zum Beispiel so ähnlich wie du mir Einblicke in deine Welt gibst. Danke dafür. Auch an @Apfeldieb , @Sirella und @realwoman für eure Geduld mit mir. Wobei mir auffällt, dass ihr trotz sehr ähnlicher Einstellung doch nicht nur in Nuancen anders tickt.
So verliebt sich einer noch vor dem Sex, eine andere möchte erst gemeinsame Dinge abklären und dann den Sex, wartet aber mit dem WIR und dem verlieben etwas.
Bin ich eigentlich der einzige hier, der bei solchen Checklisten eher an ein Gespräch zwischen zwei Zoodirektoren über deren Zuchtprogamm denkt als an ein Liebesverhältnis zwischen Mann und Frau?
Nein, darum kläre ich das ja auch nicht theoretisch im Gespräch ab sondern in Aktion. Das war kein Gesprächsbestandteil, sondern mein Versuch, meine Gedanken zu formulieren.
Du kannst etwas, was ich nicht kann. Ich war noch nie länger mit einer Frau zusammen, mit der der dauerhaft Sex nicht das war, was ich mir darunter vorstelle. Dafür hatte ich schon lange Affairen, die immer wieder aufflackerten und ausser dem Sex gar nichts gepasst hat. Was du wohl nicht kannst.

In jedem Falle, ich bedanke mich für eure formulierten Gedanken. Ich habe etwas Verständnis für eure Ansichten gewonnen. Vielleicht ihr auch für meine Ansichten?
 
  • #82
Wenn eine Frau bei mir 6 Wochen lang meine Vorlieben abklopft, aber keinen Sex haben möchte, würde ich sie für verrückt erklären. Ich suche ja keine erotische Brieffreundschaft.

Erstens brauche ich dafür keine sechs Wochen, sondern vielleicht zwei, drei kurze Gespräche (@Sirella hat die Aufhänger ja gut berschrieben. Zweitens muss das nicht notwendigerweise geschrieben sein, obwohl ich Schreiben in vielen Bereichen vorziehe.
Drittens hat das nichts mit "Erotik", sondern mit Informationsbeschaffung zu tun. Wenn ich jemanden kennenlerne und mit ihm ins Kino oder ins Museum möchte, frage ich doch auch nach Interessen und gehe nicht einfach davon aus, dass dem schon gefällt, was mir gefällt.
Viertens würden wir beide bis zu dem Punkt gar nicht kommen, weil unser Kontakt nach zweimal hin und her schreiben ohnehin im Sande verlaufen würde, weil ich dir in keiner Hinsicht schnell genug wäre. Du brauchst dir also keinerlei Sorgen zu machen, dass dir das jemals passieren könnte ;).

Liebe Forumsgötter, warum lasst ihr den Beitrag von @Lebenslust stehen, aber meine Antwort wird jedesmal zensiert? Findet ihr das angemessen, dass ich darauf nicht reagieren darf, obwohl er völlig an dem vorbeigeht, was andere Userinnen und ich versuchen zu erklären?

Sicher ist, dass Menschen der beiden verschiedenen Gruppen inkompatibel sind, dass es dann zu Enttäuschungen und Verletzungen kommt,

Lionne, ich habe zu meinem Erstaunen die Erfahrung gemacht, dass das nicht stimmen muss. Mein Partner hat sich mir zuliebe auf mein Tempo eingelassen, weil ihm die sich anbahnende Beziehung zu mir wichtig genug war. Und das, obwohl er vorher eher der Fraktion "mitnehmen, was angeboten wird, Sex macht schließlich Spaß" angehörte und ich zunächst Sorge hatte, dass das ganz und gar nicht passen würde.
 
  • #83
In jedem Falle, ich bedanke mich für eure formulierten Gedanken. Ich habe etwas Verständnis für eure Ansichten gewonnen. Vielleicht ihr auch für meine Ansichten?

Damit hast du mich jetzt völlig überrascht, das habe ich nicht erwartet :). Ja, vom Kopf her verstehe ich es schon, ich könnte es nur nicht nachmachen.
Und auch in deiner Welt gibt es ja einige Unterschiede zwischen den einzelnen Personen. Die einen wollen wirklich nur Spaß. Die anderen wollen erstmal Spaß und schauen, ob sich daraus etwas dauerhaftes ergibt. Die dritten finden, dass man Sex probiert haben sollte, bevor man sich endgültig verliebt / einlässt. Und die vierten denken, dass sie das, was sie eigentlich gern hätten, ohnehin nicht finden werden und begnügen sich deshalb mit Spaß.

Meiner gehörte zu der vierten Fraktion, der Freund der FS war vermutlich einer von der zweiten Sorte. Und dann hing es an der Kommunikation. Das war der unschöne Teil ...

Ich bin (mittlerweile) eine, die sagt, welche Vorstellungen sie hat. Wenn das ein potentieller Partner abtörnend und langweilig findet - so what? Dann ist er eben nicht der richtige für mich, aber bestimmt für eine andere.
 
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