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Gast

  • #1

Wie mache ich ihn aufgeschlossen?

Ich habe einen super lieben Freund, der aber leider im Bett ein bisschen schüchtern ist. Ich bin eher aufgeschlossen und auch von meiner vergangenen Beziehung gewohnt, dass man eben nicht nur Blümchensex hat. Nun ist mein Freund einerseits begeistert, dass er mit mir den Sex seines Lebens hat, andererseits gibt es dann wieder Momente, in denen er total verunsichert ist, weil ich als Frau in dem Bereich mehr Erfahrung habe (nicht was die Anzahl der Sexualpartner angeht, sondern die Praktiken und Varianten), gerne die Inititiative ergreife und anscheinend gemessen an seinen bisherigen Sexualpartnerinnen auch sexuell sehr aktiv bin. Stichwort: "Das gehört sich doch eigentlich nicht, dass die Frau so willig ist."

Ich weiß. Er hat kein großes Selbstbewußtsein und ist mit einem Super-Macho-Vater aufgewachsen ... Da ich aber regelmäßig merke, dass es ihm eben doch Spaß macht , schöpfe ich Hoffnung, dass ich ihm diese konservative Steinzeit-Ideologie doch noch austreiben kann. Nur wie?

Tipps, Erfahrungen, bin für alles dankbar!

w/30
 
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  • #2
Mach einfach weiter... ;)
 
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  • #3
Indem Sie einfach mit ihm weiterhin Sex haben. Was anderes ist da nicht zu tun.

Einer meiner Ex-Freundinnen war anfangs auch sehr zurückhaltend beim Sex, ist dann aber immer weiter aufgetaut, bis sie am Ende unserer Beziehung um ein vielfaches versauter war als ich. Der Mann, der mit ihr jetzt Sex hat, ist wahrlich zu beneiden.

m, 34
 
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Gast

  • #4
Schenk ihm doch mal ein richtig erotisches Buch wo es heiß hergeht, damit er sich mal Gedanken macht, dass es noch bisschen mehr als Blümchensex gibt. Ich kenne keinen, der da nicht auf den Geschmack kommt. Sollte er die heißen Stellen im Buch jedoch überspringen, dann ist er generell nicht an Sex interessiert und hat auch keine Lust, etwas im Bett zu tun.
 
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Gast

  • #5
Möglicherweise gar nicht. Ich glaube, das Problem liegt eigentlich bei dir. Wenn du dich hier mal umsiehst, es gibt so viele Frauen, die sich einen lieben und netten Typen aussuchen, so einen Cockerspaniel mit treuen Augen und Schlappohren, und im Bett soll er dann plötzlich ein Pitbull sein.

Richtige Männer sind nun mal nicht nett. Das ist ja auch im Wesentlichen der Inhalt von "Die Reifeprüfung", der Film, mit dem Dustin Hoffman bekannt wurde, übrigens eine gelungene "Umwandlung". Aber ob das in Reality auch so funktioniert, da bin ich skeptisch.

Guck dir Mike Tyson an *gg*, ich gebe zu, ein extremes Beispiel. Oder meinetwegen auch männliche Löwen, was das für Paschas sind, und wer da nicht pariert, der bekommt so auf die Ohren, dass es raucht. Ich sage nicht, dass jeder Mann, der es im Bett "bringt", auch gleich waffenscheinpflichtig sein muss, nur sind das eben Typen, die anders rüberkommen als Peter Alexander.

Nettigkeit ist keine eigenständige, positiv nachweisbare, Eigenschaft, so wie "schwarz" ja auch keine Farbe ist, sondern das Fehlen von Licht. Ein etwas umstürzlerischer Gedanke, ok, aber ich finde, die Analogie ist durchaus gegeben.

Mein Tipp für dich: mach dir das einfach klar, und überleg dir dann, was du willst.

m 51
 
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  • #6
Ich hatte eine Beziehung mit einer sehr attraktiven, vor allem aber herzensguten Frau. Leider war sie an Sex nur wenig interessiert. Warum, konnte ich nie herausfinden. Sie selber meinte, ihr sei ser Sex nicht so wichtig.

Da ich eher anders bin (also Vanilla gerne, aber es gibt ja einiges mehr), habe ich das lange und vorsichtig probiert. Keine Chance, und wir sind dann im Guten auseinandergagangen.

Fazit war: wenn jemand an Sex nur durchschnittliches Interesse hat und/oder nichts Neues ausprobieren möchte, wird sich das wohl nie ändern.

Eine frühere Frau war im Bett gefühlte 130%, hatte dafür enorme psychische Probleme. Ich hoffe, das hier keine Korrelationen bestehen...
 
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  • #7
Eine frühere Frau war im Bett gefühlte 130%, hatte dafür enorme psychische Probleme. Ich hoffe, das hier keine Korrelationen bestehen...

Das müsste uns mal ein Fachmann erklären, aber einen gewissen Zusammenhang gibt es da wohl mitunter, ich hatte den besten Sex bisher auch mit einer Frau, die nicht beziehungsfähig war und so einige psychische Baustellen hatte.

Beim Sex war sie dafür einfach der Hammer, richtig entspannt, zu fast Allem bereit, sie schien mit ihrem Körper im Reinen zu sein, hatte einen Orgasmus nach dem anderen und konnte nicht genug bekommen.
 
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Gast

  • #8
Wenn du dich hier mal umsiehst, es gibt so viele Frauen, die sich einen lieben und netten Typen aussuchen, so einen Cockerspaniel mit treuen Augen und Schlappohren, und im Bett soll er dann plötzlich ein Pitbull sein.

Richtige Männer sind nun mal nicht nett.
Nonsense. Ich hatte über Jahre hinweg eine Beziehung mit einem Mann, der großartig im Bett war und im Verlauf der Beziehung durchaus auch seine dominante Seite entdeckte. Der selbe Mann, der mich in den Laken zum Betteln brachte, kraulte mich nachher liebevoll in den Schlaf und stahl sich am nächsten Morgen klammheimlich aus dem Bett, um mir meinen Lieblingskuchen vom Bäcker zu holen. Ein Mann entwickelt sich doch nicht automatisch zum Mistkerl, nur weil er sexuell offener wird.

An die Fadenerstellerin: Ich kenne die Situation, als ich mit meinem Freund zusammenkam, war er noch ein Teenager und auch ein wenig scheu in manchen Dingen. Viele Dinge kannte er nicht und sie waren nicht damit vereinbar, was er über weibliches Sexualverhalten gelernt hatte. Ich kann nur raten, Geduld zu haben und ihm immer wieder zu bestätigen, dass man selbst an dem, was er macht, jede Menge Spaß hat. Auf keinen Fall drängen, sondern sanft ermutigen und positives Feedback geben, wenn er sich weiter öffnet. Wenn er das Gefühl bekommt, nicht gut genug zu sein, besteht die Gefahr, dass er sich in sein Schneckenhaus zurückzieht. Wenn es ihm Spaß macht, bestehen die besten Voraussetzungen, dass er mehr davon möchte. Eine Frau kann ihren Sexualpartner auf eine Weise prägen, auf die es die sexualfeindlichen Eltern nicht vermögen: Durch Lust. Sexuelle Befriedigung ist ein starker Belohnungsfaktor. Je mehr er seine Befriedigung mit Experimentierfreude im Bett und der reichen Libido einer Frau verbindet, umso positiver wird er darauf reagieren. Aber das braucht Zeit, Vertrauen und viel positive Rückmeldung. Aus Erfahrung kann ich aber sagen: Es lohnt sich.

26, w
 
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  • #9
Ich bin die Fragestellerin.

Danke für die vielen Antworten. Geduld, viel Lob und Bestätigung haben sich schon als Motivator erwiesen. Mich machen nur die Rückfälle manchmal unsicher. Da kommt dann wohl die Erziehung durch. Wobei sie immer seltener werden.

Danke auch für die Erfahrungsberichte, dass sich anfangs sehr zurückhaltende Partner im Laufe der Beziehung zu sexuell aktiven und aufgeschlossenen Menschen entwickelt haben. Meine Hoffnung geht auch in diese Richtung.

Und ja, den psychisch Gestörten mit dem sensationellsten Sex meines Lebens hatte ich schon. Das Leid in dieser Beziehung wiegt der beste Sex nicht auf.
 
  • #10
Oh, ein Heilige/Hure-Problem. Das haben leider einige Männer. In deren Vorstellungswelt gibt es die "Heilige", also die Partnerin und potentielle Kindsmutter, die natürlich vollkommen rein, scheu und frei von Begierden ist. Und dann gibt es die "Hure", mit der nur Sex möglich ist, die wild ist und die sich auch gern mal nimmt was sie will. Dass Frauen durchaus beides sein können, dass also auch die geliebte, loyale Partnerin Begierden hat, ist da quasi unvorstellbar.

Wenn er mit dieser Vorstellung erzogen/sozialisiert worden ist, dann wird das Umlernen ein hartes Stück Arbeit für Euch beide. Da wünsche ich viel Erfolg.
Ich hatte eine Erfahrung mit einem solchen Mann, die mich viel Kraft gekostet hat und in der ich mich immer wieder gefragt habe, warum er mich und meine Bedürfnisse so abwerten muss. Da gab es leider kein Umdenken seinerseits, schließlich war ich ja "nicht normal". Seither lasse ich die Finger von solchen Männern.
 
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