• #31
Sie kann, wenn sie etwas älter ist und die Eltern einverstanden, mit Oma zum Reiten gehen.
Ah, Du hast eigentlich alle Trümpfe auf Deiner Seite. Wart's ab. Ich habe auch zwei Pferde und habe schon ganz jung jedem Pferdeschweif hinterher gestiert. Meine Eltern haben anfangs mal ein halbes Vermögen ausgegeben, als der örtliche Reitverein beim Stadtfest ein Ponyreiten veranstaltet hat. Ich glaube, pro Runde hat das eine Mark gekostet und ich wollte einfach nicht mehr von dem Pferd runter. Dann kamen die ersten Voltigierstunden, danach die Reitstunden an der Longe, dann Abteilungsstunden, dann mein Pflegepferd und zugleich Voltigieren als Leistungssport, dann mein erstes eigenes Pferd, das mir meine Eltern mit 17 gekauft haben, als sie eingesehen hatten, dass ich das einfach brauche und dass es keine vorübergehende Macke ist.
Also, nimm Deine Enkelin mit in den Stall und lass sie einfach mitmachen. Setz sie auf ein braves Pferd drauf, geh mit ihr einen Reithelm mit einem glitzernden Einhorn darauf kaufen, etc. In ein paar Jahren wirst Du ihr ein Pony kaufen müssen. :) Aber: Sorge dafür, dass Du die Gefahr im Rahmen der Möglichkeiten minimierst, sonst verzeihen Dir das die Eltern nicht, wenn etwas passiert. Bestehe auf festes Schuhwerk, auf einen Rückenprotektor, lass sie nie aus den Augen, nimm Pferde mit Nerven wie Stahl, setz sie nicht auf ein Pferd, wenn sich das schlechte Bauchgefühl meldet, weil z.B. eine Die-Pferde-werden-spinnen-Wetterlage ist.... Du weißt, was ich meine. In der Voltigiergruppe, die ich trainiert habe, war auch ein Mädchen, Scheidungskind, das die Großeltern immer zum Training gefahren haben (und sich dabei wohl gefragt haben, was diese haarigen, großen Viecher, von denen man auch mal runterfällt, so Anziehendes an sich haben). Das Mädchen kam aus der absoluten Nichtreiter-Familie. Jetzt kaufen ihr die Großeltern ein Pferd, weil sie einfach sehen, dass die Pferde verhindert haben, dass das Mädchen durch die komplizierte Lebenssituation einen Schaden genommen hat.
Und für zu Hause kaufe Dir Kaninchen oder Hasen und mache sie handzahm. Du wirst sehen, das sind Argumente!
 
  • #32
Hallo, liebe FS, ich hatte immer den Eindruck, dass zwischen Enkeln und Großeltern fast eine natürliche Sympathie herrscht, wenn von Opa und Oma die Offenheit da ist, auf die Kinder einzugehen. Ganz ehrlich, wenn ich hier so lese, was du dir für Gedanken machst, habe ich den Eindruck, du kannst schon darauf vertrauen, dass sich zwischen dir und deinem Enkelkind ein gutes und besonderes Verhältnis aufbaut. Die Tipps von @frei oder @Mon Chi Chi würden bei mir z.B. sicher funktionieren. Ich würde noch empfehlen, am Anfang nicht zu viel "Programm" zu machen. So kleine Kinder sind mit Spielplatz und Eis eigentlich schon sehr zufrieden, überhaupt, wenn sie einfach mal vor sich hinwursteln dürfen, wie sie wollen. Ich habe meinen Sohn bewusst auch bald mal allein mit den Großeltern gelassen, erst eine Stunde, später dann auch ganze Vor- oder Nachmittage. Gerade, wenn sie in die Kita kommen, werden die Kleinen oft krank und dürfen, obwohl sie schon wieder halbwegs fit sind, noch nicht in die Einrichtung oder sollen sich auskurieren. Da war ich oft froh und dankbar für die Großeleltern. Wichtig ist eben, dass man das Gefühl kriegt, nicht noch etwas zu müssen, sondern eher Entlastung und Hilfe zu haben. Ich würde mich auch von dem Gedanken an eine bestimtme Anzahl von Treffen in einem bestimmten Zeitraum freimachen; Qualität geht auch bei Kindern vor Quantität. Zumindest unser Sohn hat ein Elefantengedächtnis, was seine Großeltern angeht, aus Südostasien mussten wir nach über sechs Wochen mit Jetlag am ersten Vormittag in Deutschland schnurstracks zu Oma und Opa fahren... Erzähle uns mal, wie es weitergeht, wir drücken dir die Daumen!
 
  • #33
Also einerseits kann ich dich schon verstehen, andererseits finde ich deine Vorstellung von ein bis zwei Besuchen im Monat doch recht viel.
Das ist doch nicht viel. Das ist gerade mal alle 14 Tage. Ich finde es auch nicht in Ordnung. Da tun die eigene Eltern bzw die eigene Schwiegereltern so viel für einen. Aber in. Gegenzug dürfen sie die Enkelkinder nicht oder kaum sehen. Das ist wirklich nicht in Ordnung.
 
  • #34
Liebe FS,
ich glaube, Deine Schwiegertochter und dein Sohn machen sich keinerlei Gedanken über Deine Bedürfnisse.
Männer kümmern sich ja selten um die sozialen Aspekte des Familienlebens und überlassen das Feld lieber den Frauen - haben sie ja im Elternhaus so gelernt. Dein Pech also, dass der Mann Dein Sohn ist und es ihm egal ist oder er garnicht auf die Idee kommt, sondern dasser sogar angekündigte Besuche mit dem Enkelkind einfach ausfallen lässt, weil ihm was anderes ins Hirn geschossen ist, was wichtiger ist als Du.
Da hast Du wohl was versäumt in der Erziehung, nämlich dass er Dich und Deine Bedurfnise sieht und ernst nimmt - nichts, was sich nicht ändern ließe, aber Männer brauchen Klartext. Das musst Du Dir endlich angewöhen, statt irgendwie weiter rumzueiern.

Ein weiterer Aspekt ist aber auch: das Kind ist noch sehr klein, denn sonst wäre Deine Schwiegertochter ja nicht mehr in Elternzeit. Bei Dir ist nichts ausser zwei älteren Menschen, also langweilig für sie und ihr Baby. Bei ihren Eltern sind ihre Schwestern, die ebenfalls Kinder haben - ganz und gar nicht langweilig, weder für sie noch für das Kind. Also zieht es sie dorthin.

Das sind leider die Fakten, aber nicht unveränderbar. Du musst eben sehen, dass die Besuche bei Dir attraktiv für Mutter und Kind sind, dass sie dort was finden, sodass sie gern kommen. Je stärker auch das Kind emotional an den Familienteil Deiner Schwiegertochter gebunden ist, desto schwieriger wird es für Dich ebenfalls ins Spiel zu kommen. Aalso abwarten, bis das Kind älter ist und von allein kommen will ist keine gute Strategie. Das geht dann lieber zum anderen Familienteil zu seinen Buddies.

Warum hast Du keinen Konatkt zu ihrer Familie, d.h. wirst dorthin nicht eingeladen? Manchmal muss man seine Bedürfnisse anmelden und sagen "ich würde auch mal gern vorbeikommen und den Junior sehen. Welchen Kuchen/Salat... soll ich mitbringen".

Ach ja und mach eines nicht:
Ich habe auch schon viel geholfen (finanziell)..... Ich soll auch den Briefkasten leeren und den Garten gießen, wenn sie in Urlaub sind.
etwas tun, wofür Du eine Gegenleistung nach Deinen Wünschen verlangst. Das erfolgt selten und führt bei Dir nur zur Verbitterung, ausgenutzt zu werden.
 
  • #35
Da hast Du wohl was versäumt in der Erziehung, nämlich dass er Dich und Deine Bedurfnise sieht und ernst nimmt
Ich könnte mir vorstellen, dass es genau andersrum ist und nun die Ehefrau an die Stelle der Mutter getreten ist, der man die eingeforderten Bedürfnisse erfüllen muss. Denn eigentlich müsste es ja sein eigenes Bedürfnis sein, die Mutter mal zu sehen und Familienzeit mit seinen Eltern und dem Kind zu verbringen. Ich bin sicher, die Frau wäre nicht sauer, wenn er das Kind mal am WE nähme und zu seinen Eltern fahren würde damit für einen Nachmittag. Es wäre doch nicht "komisch", wenn die Schwiegertochter mal nicht mitkommt. Oder fühltest Du Dich dann abgelehnt, @Schwiegermut ?

Es gibt doch nicht wenige Männer, die Mami nie traurig machen wollten und sich emotional nicht wehren konnten, wenn die Mutter ihnen emotional "kam". Und so sitzen sie zwischen den Stühlen, wenn die Ehefrau was anderes will als die Mutter bzw. die Mutter ist nicht mehr so präsent, ihre Rolle der fordernden Frau, die man nicht unglücklich machen sollte, ist nun von der Partnerin besetzt. Statt mal selbst zu empfinden, wo es sie hinzieht.

Vielleicht irre ich mich und er ist sozial unentwickelt und das Geschriebene will ich @Schwiegermut nun nicht unterstellen. Ich finde nur, man kann auch mal in diese Richtung denken.

Dem Rest Deines Postes stimme ich absolut zu. Ich war auch lieber dort, wo meine Cousinen und Cousins waren, und fand Erwachsene anstrengend, die ihre eigenen emotionalen Bedürfnisse an mir als Kind befriedigen wollten und alles, was sie taten, mit Erwartungen an mich verbanden oder mit Erziehungsmethoden.

Die Partnerin wird natürlich eine viel engere Beziehung zu den eigenen Eltern haben und deren Hilfe viel lockerer in Anspruch nehmen, wenn es mal um Kindbetreuung geht die vermutlich SIE die meiste Zeit hat im Ggs zu ihrem Mann. Und die anderen Geschwister mit den Kindern sind ja ideal dazu, das Kind mal mitabzugeben.

Ich habe eine Bekannte, die mir, als ihr Sohn klein war, mal erzählte, wie ihre WEs verliefen. JEDES Wochenden waren die bei einem Großelternteil, also 2x im Monat bei ihren und 2x bei seinen Eltern zum Kaffee oder sie musste alle einladen.
Wehe, es geschah ein Ungleichgewicht, dann war die eine Oma ganz enttäuscht. Das war purer Stress für die Frau (der Mann hielt sich raus).

Ich verstehe schon, dass man das Enkelkind gern sehen will. Und man kann nur hoffen, dass die Kleine wirklich einen Hang zu Pferden entwickelt. Das ist auch längst nicht bei allen Mädchen so.
Aber Geldgeben, Blumengießen usw. würde ich nicht aufrechnen wollen, auch wenn ich verstehe, dass man sich hier ausgenutzt fühlen kann, wenn man ansonsten anscheinend nicht von Belang ist. Aber Deine Zeit, @Schwiegermut , kommt sicher noch, wenn Du nicht verbitterst.
 
  • #36
Hallo, danke für die weiteren Meinungen. Ich hatte gestern und heute keine Zeit. Melde mich dazu aber noch.
 
  • #37
Warum sprichst du deinen Sohn denn nicht einfach mal an und fragst ihn ob du nicht einmal Zeit mit deinem Enkelkind verbringen kannst. Etwas unternehmen Zoo oder so? Dann hätten die beiden auch mal Zeit für sich.
Die kleine hängt sehr an ihr und geht lieber mit Mama. Daher dachte ich auch, alle sollten kommen. Neulich kam unser Sohn allein. Die Enkelin war mit Mama zu deren Eltern.
Meine Schwiegertochter ist eine super Mutter. Viel besser, als ich es war. Allerdings war ich auch etwas jung. Die zwei (Schwiegertochter und Enkelin) sind da schon ein Team. Ich glaube auch nicht, dass die Schwiegertochter die Tochter mal abgeben will und wenn, dann da, wo andere kleine Kinder sind.
 
  • #38
Das mit dem Reiten hatte ich mir immer "verkniffen". Ich bin eigentlich kein Mensch, der mit der "Wurst nach dem Schinken" schmeißt. So habe ich auch unserem Sohn schon mal was für die kleine mitgegeben, da wusste sie zwar dann nicht richtig, dass das von uns kommt, aber Hauptsache sie freut sich. Ich brauche mich da nicht in den Vordergrund stellen. Dachte ich. Reiten, ja, dass ist ein zweischneidiges Schwert. Sicher, ich kann mir vorstellen, da sie schon jetzt sehr tierlieb ist, dass sie da mal Interesse dran hat und ich kann sie natürlich so mitnehmen (mit Mama :)). Ich hatte das bisher nur vermieden, da ich das nicht forcieren wollte. Aus den Gründen, dass Reiten nicht gerade ungefährlich ist, auch ist es teuer und es tut weh, wenn man ganz verrückt danach ist und die Eltern es nicht erlauben oder kein Pony/Pferd kaufen. Aber wenn es nicht anders geht ...;). @Jochen1: Danke für die Zustimmung. Die Schwiegertochter ist ja wie gesagt in Elternzeit. Das sind 30 Tage mtl.
@Vikky Einladung zu ihren Eltern meinst du? Das ist anlässlich besonderer Feiern schon mal vorgekommen. Aber ansonsten, nur so oder auch Geburtstage, dass tun die nicht. Durch die Größe ihrer Familie müssten sie alle Schwiegereltern einladen und das wäre ihnen zu viel. kann ich auch verstehen, kommen ja schnell mal 5 Schwiegerelternpaare zusammen. Und die Kinder passen auf, dass keiner bevorzugt wird. Also alle weg!
@void Ich rechne da nichts auf. Ich schaffe es noch nicht einmal, mir zu merken, welches Nachbarkind wieviel zur Konfirmation bekommen hat. Schreibe ich es auf, verlege ich den Zettel. Habe für so was keine Zeit. Bei unseren Kindern (nenne ich mal so) hat es mir nur Spaß gemacht, nach dem Hausbau die Finanzierungslücke zu schließen (wird ja alles teurer als gedacht). Jetzt so in der Elternzeit. Damit sie sich beruhigt um das Enkelkind kümmern können und nicht Angst haben müssen, es wird knapp, weil ein Gehalt fehlt. Nein, davon habe ich nichts zu denen gesagt (war nicht bevormundend). Waren nur meine Gedanken. Hab mich nur gefreut, dass ich in der Lage war zu helfen.
Ich für meinen Teil hatte viel Kontakt zu meiner Schwiegermutter und wollte es halt auch so gut machen wie sie. Sie hatte unseren Sohn viel. Da ich nur eine Schweigermutter hatte und es gut klappte, dachte ich, so ist es richtig. Ich glaube, ich habe da viel nachgemacht. Jeder Mensch ist anders und "gut gemeint" ist auch mal schlecht gemacht/angekommen. LG