• #1

Wie mit der Ex ein friedliches Verhältnis erreichen?

Moin,

in einem Nachbarthread ging es um eine ganz ähnliche Frage aus weiblicher Sicht, ich fand es aber sinnvoll, hier noch mal neu anzusetzen: Ich bin jetzt seit etwas über einem Jahr auch räumlich von meiner Ex getrennt, davor schon etwa ein Jahr getrennt, aber im selben Haushalt. Die Trennung ging einvernehmlich über die Bühne, ohne Streitereien etc.. In den ersten Monaten nach der Trennung haben wir uns auch noch einige Male zu Planungsgesprächen - Kinder, Eltern, Freunde, Haus - getroffen, alles ganz harmonisch.
Seit fast einem halben Jahr bin ich wieder mit einer Frau zusammen. Es ging mir von Anfang an um Offenheit, und in diesem Sinne habe ich die beiden auch miteinander bekannt gemacht, natürlich nicht einfach Knall auf Fall, sondern nach entsprechenden Unterhaltungen im Vorfeld, ob das recht ist usw.. Dieses Treffen lief auch recht undramatisch und entspannt ab.
Aber:
Seit einiger Zeit (also seit ein paar Wochen nach diesem Treffen) ist meine Ex einfach nur noch kompliziert und beleidigt, kleine Dinge (Termine vergessen etc.) werden extrem aufgebläht, Nachrichten von gemeinsamen Freunden nicht mehr weitergeleitet, irgendwelche technischen Anfragen nur noch extrem kurz beantwortet usw.. Das finde ich sehr schade, weil es viel einfacher wäre, Dinge, die uns gemeinsam betreffen, auf harmonische Art zu regeln. Gemeinsame Termine, Essen etc. mit den Kindern sind so fast unmöglich. Letzlich vermute ich, dass diese Verhaltensänderung schon irgendwie darauf zurückgeht, dass ich jetzt nicht mehr alleine lebe. Andererseits habe ich mir auch viel Mühe gegeben, ein aufmerksamer, fairer und kooperativer Ex zu sein.
In diesem Sinne meine Frage, vor allem an die Damen hier: wie wünscht ihr euch denn das Verhältnis zu Ex und neuer Freundin... welche Fettnäpfchen gilt es zu vermeiden? Oder hasst ihr die Neue einfach "automatisch" und den Ex gleich dazu?

manchmal
 
  • #2
Ich hasse keinen meiner Exen. Ok, den einen, der der Kindsvater ist, finde ich einfach richtig doof, ein unfaßbarer Egoist, Schmarotzer, Gammler, hab ja hier schon öfter von ihm erzählt.
Aber das ist ein Sonderfall und ich lasse ihn daher mal außen vor.

Die anderen interessieren mich einfach nicht.
Wenn ich einen mal zufällig treffe, was alle Jubeljahre vorkommt, sagen wir 'hallo' und dann drei sinnlos-Sätze ( 'na, was machst'n jetzt so ?' ), dann 'du, ich muß mal weiter', dann 'klar, wir müssen unbedingt telefonieren'. Und das war's.
Wenn die Trennung vorbei ist, alles Administrative geregelt, gibt es für mich überhaupt keinen Grund, über ihn nachzudenken.

Allerdings bist auch du in einer Sondersituation, da ihr Kinder habt und somit Kontakt halten müßt, bis sie aus dem Gröbsten raus sind.
Wenn es um die Besuche bei dir geht, ist es soweit, wenn sie vielleicht 12 sind, weil ihr das dann allein regeln könnt.
Und wenn du dann vergißt, dass sie kommen wollten, sind SIE sauer auf dich und nicht die Mutter.
Wenn es um Geld geht, kann es bis 25 gehen oder noch länger.
Aber das solltest du dann alles direkt mit ihnen ohne die Mutter regeln.

Dann braucht man sich auch nicht aufzuregen.
Gemeinsame Freunde würde ich nicht haben wollen.
Erst recht keine gemeinsamen Treffen.

Ich wollte die Trennung ( oder er oder beide ), dann muß ich nicht mit ihm zusammen essen.

Nicht, weil ich sauer bin, oder ihn doof finde oder es nicht ertragen kann, dass er eine andere Frau hat, sondern weil ich nach vorn sehe und er ein Symbol der Vergangenheit ist.

w 49
 
  • #3
Ich habe das Gott sei Dank persönlich nicht erlebt, kenne dieses gespannte Verhältnis aber aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Da war es genauso. Sobald bei wem auch immer ein neuer Partner ins Leben trat war es mit der einvernehmlichen Ruhe vorbei. Da ging es dann oftmals ganz schön zur Sache.

Merke dir: Egal, was du jetzt tust und machst, es wird immer falsch sein, auch wenn es richtig ist. So verkauft es deine Ex, ihr Verhalten hat definitiv mit Eifersucht und auch Verlustängsten zu tun. Das hört erst dann auf, wenn sie selbst wieder gebunden ist oder die Trennung auch wirklich mit allem Zipp und Zapp verarbeitet hat. Reden kann man schließlich viel, aber im Inneren sieht es oftmals ganz anders aus.

Bleibe freundlich und nett, gleichbleibend im Ton, immer ansprechbar was die Kinder angeht, aber distanziert was dein neues Leben betrifft. Das hat sie nicht mehr zu interessieren, geht sie nichts an. Natürlich wird sich nicht vermeiden lassen, dass sie über die Kinder etwas erfährt. Aber auch da musst du blocken, wenn sie den Kontakt zu dir sucht und sich womöglich in Dinge einmischt, die nicht ihr Problem sind.

Ihr seid getrennt, eure Partnerschaft ist vorbei. Punkt!
 
  • #4
Hallo FS,

ich finde es gut wie vernünftig u sachlich ihr offenbar miteinander umgegangen seid. Vielleicht ist deine neue Freundin ein wenig Salz in einer noch nicht ganz verheilten Wunde. Versuch doch wenn dir ein guter Kontakt zu deiner Ex wichtig ist deine neue Freundin ein wenig langsamer “einzuführen“'. Vielleicht kann sie sich mal bisschen zurück ziehen damit du sehen kannst obs tatsächlichen daran lag? Was meint deine Freundin dazu? Hast du deine Ex darauf schon angesprochen? Vielleicht mal feinfühlig nachfragen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #5
Moin moin!

Unreife Frauen sind so, da kannst nix machen.

Da helfen wenn überhaupt nur Macho Ansagen.

Oder ihr Verhalten mal zu spiegeln, mal sehen wie sie drauf reagiert.
 
  • #6
Ist doch ganz einfach. Bei uns Männern doch auch nicht anders. Man trennt sich und einer der beiden hat dann einen neuen Partner. Egoschuß ins Mark. Bei den einen mehr bei den anderen etwas weniger. Man verspricht sich immer erst einmal alles Gute. Der Geist ist willig, aber der Körper kann schwach sein. Knapp ein Jahr. Da wird noch nichts verarbeitet sein. Das dauert etwas länger. Aus Erfahrung weiß ich das.
Ob das besser wird kann ich dir pauschal nicht beantworten. Bei meiner Ex ist der Wille ganz stark da, aber ich glaube, bin mir Sicher. In ihr drin sieht es immer noch sehr schlimm aus und das tut mir leid zu wissen.
Bin gespannt auf die Antworten der Damen hier.
m46
 
  • #7
Hallo manchmal,
es kommt wohl immer auf die Trennungsgründe an, über die du hier im Unklaren lässt.
Ohne diese Details zu kennen würde ich generell sagen, man hasst nicht automatisch die Neue oder den Ex. Diese Formulierung geht nicht tief genug.

Ob es sich nun um eine langjährige Beziehung handelte, und/oder eine mit großer emotionaler Tiefe: man hat Hoffnungen, Gefühle, Wünsche und womöglich viele Jahre seines Lebens in einen Menschen investiert, und muss irgendwann erkennen, dass man ein totes Pferd geritten hat.
Die Trennung ist zwar vollzogen, aber solange die Träume und Hoffnungen nicht durch einen neuen - besseren - Partner erfüllt werden, sind sie weiterhin unerfüllt, und die Sehnsüchte bestehen genau wie noch innerhalb der Beziehung.

Aus dieser emotionalen Lage wird man nun mit "der Neuen" konfrontiert, und mit dem neuen, glücklich verliebten Pärchen. Denen geht es gut, sie scheinen happy und erfüllen sich gegenseitig die Sehnsüchte, die bei der Ex nun eben brach liegen. Man könnte es Neid nennen, aber das wäre zu flach. Du warst mit Sicherheit ihr Hoffnungsträger, aber das, was sie einstmals von dir wollte, bekommt nun eine andere. Zudem sitzt sie da nun offenbar als Alleinerziehende mit den Kindern, während du deine Freiheit genießt. Da kann schon das Gefühl von Ungerechtigkeit aufkommen.

Was kannst du praktisch tun?
Hör auf, ihr dein neues Glück unter die Nase zu reiben. Das geht dezenter. Für dich ist das Kennenlernen der beiden Frauen vielleicht nett - für deine Ex offenbar ein Alptraum, auf den sie gern verzichten kann.
Akzeptiere, dass ihr keine Freunde seid. Ihr seid Ex-Partner. Kümmere dich selbst um deinen Freundeskreis. Verlange nicht von ihr, den Mittelsmann zu spielen. Sie ist nicht deine Sekretärin.
Bemühe dich ernsthaft, keine Termine zu vergessen oder ihr in einer anderen Weise Respekt und Wertschätzung zu versagen.
Bestehe darauf, dass die Kinder nicht unter der Trennung leiden und dass ein höfliches Verhältnis zugunsten der Kinder gewahrt bleibt. Und nochmal: bemühe dich um größtmögliche Korrektheit in diesen Dingen und sei damit nicht schluderig oder nachlässig.
Sollte sie irgendwann auch ihr wahres Glück finden, wird sich die Situation von allein entspannen. Ein Jahr ist viel zu früh, als dass schon Gras über die Sache hätte wachsen können.
 
  • #8
Lieber FS,
ich kenne es von Kolleginnen, dass sie mit zunehmendem Trennungszeitraum auch zunehmend genervt von ihren Exmännern sind - nicht weil diese eine neue Partnerin haben, sondern weil sie immer noch wie unreife Bubis an Rockzipfel der Ex hängen und nichts gebacken bekommen, wie z.B Termine einhalten oder Freundeskontakte eigenständig pflegen. Das war ja früher immer Frauensache die Sozialkontakte für die Familie zu managen und die Fehlleistungen des Mannes auszubuegeln.
Sie wollen sich einfach nicht mehr um die Sachen des Ex kümmern müssen und die Folgen seines Versagens ausbaden müssen - sie wollen wie er ein eigenes Leben führen, so wie Du es auch machst.
Du bist der Ex, spann' Deine neue Partnerin ein, damit sie Deine Fehlleistungen kompensiert, nicht die Ex.

Warum vergisst Du Termine? Hast Du kein Handy in das Du sie inkl. Erinnerungsservice eintragen kannst? Warum kommst Du nicht selber auf die Idee und tust das, kümmerst Dich wie ein normaler Erwachsener eigenverantwortlich um Deine Termine? Ihr seid keine Partner mehr. Also muss sie Dir diese Fehlleistungen nicht mehr nachsehen.

Kümmere Dich selber um den Freundeskreis, mach' denen klar, dass sie Dich informieren sollen, wenn es um was geht, was Dich angeht. Die Ex ist nicht Eure Briefträgerin, nicht Eure Sozialmanagerin.

Ex ist Ex und wenig Kontakt wird von den meisten bevorzugt. Eure Kinder sind keine Kleinkinder mehr und wissen, dass getrennt getrennt heißt und nicht zusammen, insbesondere nicht, wenn Patchworking nicht gut funktioniert, weil der Mann zu lässig an seine Pflichten rangeht.
Anfangs ging es noch um Planungen der Trennung, Organisatorisches etc, aber mehr als 1 Jahr nach Deinem Auszug sollte das alles ein Selbstgänger sein, ohne ständige sponatane Nachjustierungen. Vermutlich will Deine Ex Dir das sagen durch ihr ungehalten sein. Natürlich wäre es besser, sie täte es, statt Dir das Leben durch Rumzicken und Indirektheiten zu erschweren. Allerdings wärst Du nicht der erste Mann, bei dem jede Ansage einer Frau, die von ihm Selbstorganisation und Selbstdisziplin verlangt wirkungslos bleibt.

Mod: Ausdrucksweise angepasst. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #9
Oder hasst ihr die Neue einfach "automatisch" und den Ex gleich dazu?

Ich freue mich, dass mein Ex Mann seit 2 oder 3 Jahren wieder glücklich ist. Wir haben uns absolut im Guten getrennt, nie ist zwischen uns ein böses Wort gefallen, es gab keine Seitehiebe, Sticheleien, dämliche Spielchen etc. Das haben wir beide nicht nötig und dieses Verhalten ist die logische Konsequenz unserer absolut harmonischen und vertrauensvollen Beziehung.
ABER - als er mir mitgeteilt hat, dass er nun jemanden kennengelernt hat habe ich ihm auch direkt gesagt, dass ich mich selbstverständlich freue, auch in Zukunft von ihm zu hören aber dass eine Ex (also ich) in einer neuen Beziehung nichts verloren hat wenn diese neue Beziehung eine echte Chance haben soll. Also, nein, ich hasse ihn nicht (dieses Gefühl ist mir grundsätzlich völlig fremd), die neue Frau an seiner Seite kenne ich nicht aber ich wünsche den Beiden nur das Allerbeste und bin froh, dass ich mich dazu gar nicht zwingen muss, sondern wirklich so empfinde. Aber ich wünsche mir kein Verhältnis zu den Beiden, wozu auch? Ich habe mein Leben und da sind sie nicht vorgesehen.
Nun was deine Frage angeht: Jede Beziehung ist individuell und es sind möglicherweise Dinge passiert, die bei den Partnern Verletzungen verursacht haben, oft ist der Ex Partner traurig über die Tatsache, dass dem neuen Partner plötzlich Verhaltensweisen entgegen gebracht werden, die man selbst auch gerne so gehabt hätte. Das löst nochmal den Schmerz aus. Warum sie und ich damals nicht? Warum war ich es ihm nicht wert? Und dann versucht man das für sich zu verarbeiten, indem man dem Ex Partner gegenüber ein bisschen die "Macht" ausspielt, da wo es einem selbst möglich ist. Die einen sind dabei etwas harmloser, die anderen richtig heftig. Es geht dabei oft nicht um die Tatsache DASS der Ex eine neue Partnerin hat, sondern darum, wie er mit ihr umgeht und wie gravieren der Unterschied dazu ist, wie er einen selbst seinerzeit behandelt hat. Wobei das natürlich eine sehr individuelle und subjektive Wahrnehmung ist. Ob das für dich und deine Ex zutrifft, das musst du selbst wissen oder ggf. einmal ganz ruhig mir ihr sprechen. Wenn ihr euch sonst immer gut verstanden habt dann redet sie vielleicht offen mit dir.
 
  • #10
- Warum muss dir deine Ex Nachrichten weiterleiten? Eure Freunde wissen dass ihr getrennt seid, daher sollte es kein Problem sein, 2 mal separat zu senden.
- Termine - dafür gibt es Kalender und da
- Technische Fragen? Da hilft Internet und der Techniker, das schaffe ich als Frau auch alleine.
Werde einfach mal selbstständig, deine Ex ist deine Ex und nicht mehr dein "Mädchen für alles", logisch hat sie keinen Bock mehr drauf. Sie hat ein Recht auf ein Leben ohne dich und das zeigt sie dir deutlich, also versteh es endlich. Sie ist vermutlich nur zu nett um es dir mal direkt ins Gesicht zu sagen.
 

Laleila

Cilia
  • #11
Hallo manchmal,

Ich meine zu erinnern, dass Du, ehe Du Deine neue Freundin kennenlerntest, überlegtest es nochmal mit Deiner Ex zu versuchen. Auch erwähntest Du, dass Sie Dich noch immer liebt.

Was soll ich sagen. Wahrscheinlich hoffte sie heimlich auf einen Neustart. Plötzlich erfährt sie von einer neuen Frau in Deinem Leben. Das tut weh. Sehr weh.
Ich würde ähnlich wie sie agieren. Distanz schaffen. Nur noch das Nötigste mit Dir besprechen. Die Freundeskreise trennen.
Warum sollte sie sich den Schmerz freiwillig weiter zufügen?

Was den Umgang mit dem Ex und seiner Neuen angeht, käme es bei mir darauf an. Hätte ich mich von ihm getrennt. Aus rein egoistischen Motiven, obwohl er ein toller Partner war und die Trennung dennoch nicht bereue, weil ich glücklich bin, würde ich mich für ihn und sein neues Glück freuen und versuchen einen guten Kontakt zu beiden zu pflegen

Verließ ich ihn weil er mich betrog, schlug, psychisch misshandelte o.Ä. oder verließ er mich, ich würde nur noch mit ihm sprechen wenn es sich gar nicht vermeiden ließe, jeden persönlichen Kontakt kappen.
Selbst wenn wir gemeinsame Kinder hätten. Natürlich würde ich ihnen den Vater erhalten, wenn er es will, aber ich muss bei Treffen ja nicht dabei sein und diese müssen nicht in meinem Haus stattfinden.
Klar würde ich auch seinen Kontakt zu meiner Familie und meinen Freunden unterbinden. Raus aus meinem Leben mit ihm.

Ich denke Deine Exfrau ist enttäuscht und verletzt, versucht sich nun emotional zurecht zu finden und das Letzte was sie nun gebrauchen kann ist Dein 'neues Glück'
 
T

Toi et moi

Gast
  • #12
Ich denke, dass sie einfach auch gemerkt hat, dass es vorbei ist und möchte dich nicht mehr in ihrem Leben haben. Das erlebe ich auch mit meinem Ex-Mann. Er hat eine Freundin, wir sind getrennt aber ich habe immer noch den Eindruck, dass er denkt, ich gehöre ihm. Er möchte uns konservieren und ab und zu vorbei kommen und das alte Leben in irgend einer Form erhalten. Ich kann ihn verstehen, wir hatten wirklich ein tolles Leben aber ich kann ihm das nicht mehr geben. Wir sind keine Freunde. Ja, ich habe ihn geliebt, ich hätte alles für ihn gemacht aber er hat uns verlassen, das war seine Entscheidung zu gehen und nun muss er auch mit den Konsequenzen leben.
Auch für dich liebe @manchmal heißt es Abschied nehmen von deinem alten Leben. Du hast dich dazu entschieden.
Lies doch mal, was wir und auch Du selbst den verlassenen raten. Kontaktspree und Abstand. Es ist ihr gegenüber nicht fair, erstens sie mit Kindern zu verlassen und dann auch noch das neue Trophäe ihr unter die Nase zu reiben und zu erwarten, dass sie Souverän und stark dich nur anlächelt und für dich Mutti spielt. Nein, Du bist erwachsen, kümmere dich selbst um dein Kramm.
 
  • #13
Lieber manchmal, vor einiger Zeit habe ich erfahren, dass mein letzter Freund wieder eine Freundin hat. Was mir mächtig zu schaffen machte. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich noch an der Geschichte nage und noch nicht ganz meinen inneren Abschluss finden konnte. Ich habe nur noch ganz sporadischen Kontakt zu ihm, aber wenn ich regelmässig mit ihm zu tun hätte, müsste ich mich ernsthaft zusammenreissen, um ihn nicht fürchterlich anzuzicken. Ich hasse ihn nicht, und ich hasse diese Frau nicht (die ich überhaupt nicht kenne). Ich glaube, es ist die narzisstische Kränkung, die mich umtreibt: Sie kann ihm das geben, was ich offensichtlich nicht schaffte, und er gibt ihr das, was er mir nicht geben konnte (zumindest in meiner Vorstellung). Da sind auch niederste Triebe wie Neid und Missgunst dabei, die man sich selber nicht so gerne eingesteht. Verstandesmässig ist es mir natürlich völlig klar ist, dass niemand verpflichtet ist, mich zu lieben.

Mit meinem Ex-Mann, der mir nach wie vor sehr wichtig ist, habe ich dem Himmel sei Dank eine gute und vertrauensvolle Beziehung, auch seine mittlerweile langjährige Freundin mag ich sehr, und ich bin froh, dass er glücklich ist, nachdem er es mit mir nicht leicht hatte. Das ging nicht von heute auf morgen und nicht ohne Heulen und Zähneklappern.

Bei anderen Exen ist es unterschiedlich: Einige wenige mag ich und freue mich, wenn ich ihnen begegne, das allerdings erst, nachdem die gemeinsame Geschichte vollständig verdaut war.

Du hast keinen Einfluss darauf, was in Deiner Ex-Frau grad abgeht. Das braucht wohl seine Zeit. Das einzige, was du tun kannst, ist weiterhin respektvoll mit ihr umzugehen und ihr die Zeit zu lassen, die sie braucht, um ihr innerliches Kuddelmuddel zu ordnen.

Etwas fällt mir noch ein, man kann vielleicht doch etwas tun. Ich bin gerade an einem Experiment mit einem Mann, mit dem ich beruflich seit ca. 15 Jahren ab und an zu tun habe. Wir können uns nicht leiden. Ich habe keine Chance, ihm aus dem Weg zu gehen. Er ist in der Position, dass er mich mächtig ärgern kann. Im Buddhismus gibt es die Metta-Meditation, eine deutsche stimmige Übersetzung gibt es nicht, am passendsten erscheint mir "loving kindness". Man wünscht einem Menschen (oder sich selbst, oder einer Gruppe von Menschen, oder allen Wesen), dass sie glücklich sein mögen, gesund, sicher und beschützt, frei von Leiden. Das macht man im stillen Kämmerlein, der Bewünschte weiss davon nichts. Ich habe festgestellt, dass dieses Experiment unsere "Beziehung" verändert. An den letzten Begegnungen hat er mich nicht zu Tode geärgert, er war normal, neutral, höflich. Was ich daran faszinierend finde, ist dass diese Veränderung ja nur mit meiner Einstellung zu tun hat und sonst mit nichts. Seit ich mein Experiment mache, sehe ich ihn nicht mehr als Feind, sondern als Menschen. Ich bringe ihm Wohlwollen entgegen und nicht mehr unterdrückte Wut.

Wenn das zu merkwürdig tönt, ignorier es einfach.

Frau 50
 
  • #14
Behalte einfach weiterhin Haltung und einen freundlichen, offenen Umgang von Deiner Seite aus Deiner Ex gegenüber.

Und gib ihr Zeit... das kann Jahre dauern bei ihr, leider.
 
  • #15
Dank euch schon mal für die guten Gedanken.
Vielleicht ganz kurz zu meiner speziellen Situation: wir haben uns einvernehmlich, ohne Streit getrennt, und unsere Kinder sind schon gut aus dem Gröbsten draußen, teilweise ausgezogen. Mit ihnen habe ich eine sehr gute Beziehung, da liegt kein Problem. Vielleicht lässt sich meine Situation noch so ganz gut beschreiben, dass es meiner Ex offenbar - auch nach der ausgesprochenen und dann - ziemlich viel später - auch räumlich vollzogenen Trennung - irgendwie immer sehr wichtig war, dass eine gewisse gemeinsame Beziehung zu Freunden und Familie bestehen bleibt, also durchaus auch noch gemeinsame Besuche etc.. Ich konnte diesen Wunsch zwar schon emotional nicht mehr ganz nachvollziehen (dieses Nicht-Verstehen von Prioritäten - warum gemeinsame Aktivitäten wichtig und gut finden, wenn die Beziehung kriselt und bricht - war durchaus auch ein Trennungsgrund für mich), hatte aber auch nichts dagegen einzuwenden, fand ich eigentlich ganz modern und lässig. Sie hat sich auch immer mal beiläufig erkundigt, wie es denn bei mir jetzt mit der Damenwelt stünde, so dass ich mir eigentlich Hoffnung auf ein gut gelingendes Patchwork machte.
Ich halte mal für mich aus euren Antworten vor allem fest, dass es natürlich einen Unterschied zwischen Absicht und konkretem Fühlen und Handeln gibt, und dass es wohl Zeit braucht, bis sich die Dinge normalisieren...

Die Idee mit der Meta-Meditation(?) von Babar gefällt mir sehr gut.

manchmal
 
  • #16
Nicht alles, was man selbst als faires Verhalten empfindet, fühlt sich beim anderen auch so an.
Ich weiß es natürlich nicht und möchte Dir nicht bewusst etwas böse unterstellen, allerdings könnte Deine Ex folgendes empfinden...
Er wusste bei unserere offiziellen Trennung, dass ich ihn noch liebe.
Wir waren uns immer noch nah, haben uns gut verstanden und er hat mir oft das Gefühl gegeben, dass wir wieder zusammen kommen können.
Was ist denn jetzt bitte fair daran, mir eine neue zu präsentieren und auf heile Patchworkfamilie zu machen.
Meine Gefühle werden völlig ignoriert und ich soll nett lächelnd mitmachen?
Er hätte sich damals zurück ziehen sollen, dann wäre ich mit meinem Liebeskummer schon ein Jahr weiter.
Für die Kinder werde ich den geringst möglichen Kontakt haben ansonsten bin ich raus. Ich leide doch nicht damit er sich gut fühlt.

Muss nicht so sein...Kann aber.
Und wenn Du fair bist, respektierst Du ihre Grenzen.
 
  • #17
Lieber manchmal
Ich vermute, du hast dir das zu einfach vorgestellt mit "freundlich im Kontakt bleiben" und so. Je nachdem wie lange ihr zusammmen wart, ist deine Ex erst dabei, überhaupt die Trennung zu verarbeiten. Ihr die neue Freundin vorzustellen, dürfte ihr gezeigt haben, dass es null Chance gibt für ein Wieder-Zusammenkommen. Und dass du der Erste warst, der darüber "hinweg gekommen" ist und neu verliebt bist, ist der absolute Ego-Knick schlechthin, das tut einfach weh und weckt in jeder Frau Ängste, ob sie für immer allein bleiben wird etc.
In diesem Sinne meine Frage, vor allem an die Damen hier: wie wünscht ihr euch denn das Verhältnis zu Ex und neuer Freundin... welche Fettnäpfchen gilt es zu vermeiden? Oder hasst ihr die Neue einfach "automatisch" und den Ex gleich dazu?
Ich würde an Stelle deiner Ex erstmal viel Abstand brauchen, um mein Leben neu zu sortieren und die grosse Kränkung zu verdauen, dass ich jetzt alleine bin. Also so wenig Kontakt wie möglich. Einfach Ruhe.
Ich hasse die Neue meines Ex nicht gerade, aber ehrlich gesagt, ich mag sie nicht und echte Freundschaft ist ausgeschlossen. Ich mache bei gesellschaftlichen Anlässen einigermassen gute Miene, weil ich sonst als verbitterte einsame Frau rüberkommen würde. Aber mein Lächeln ist aufgesetzt und ich fühle mich unwohl, möchte minimal nötige Zeit verbringen. Ich lästere fast nie, aber über die Neue des Ex schon, ich kann mir nicht helfen. Es ist einfach instinktiv eine Konkurrentin und ich verstehe nicht, warum ausgerechnet sie an meine Stelle getreten ist und da stehe ich nicht drüber, egal wie Zen-mässig ich sonst drauf bin. Ich denke, das wird besser, wenn ich selber wieder glücklich verliebt bin.
Fazit: Du musst die ganzen Auswirkungen der Trennung akzeptieren, auch die Distanz, die zwischen dir und deiner Ex entstanden ist. Das ist der Preis für dein neues Leben.
 
  • #18
Lieber manchmal, Deine ganzen Beiträge hier im Forum sollen immer betont lässig rüber kommen. So empfinde ich das. Ich erlebe Dich allgemein als sehr von Dir überzeugt. Nun unterstellst Du der Ex, mit der neuen Freundin nicht klar zu kommen. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Du hängst noch an der Ex und es stört Dich, dass sie Dich nicht zu ihrem Lebensmittelpunkt macht. Du möchtest unbedingt ihre Aufmerksamkeit, die bei ihr nach der Trennung nun aber weniger wird. Du klingst infantil und nach verletzter Eitelkeit. Lass die Frau los und sie ihr Leben führen, wie sie es will. Deine Kinder sind schon groß und können Dich kontaktieren, wann sie wollen. Da brauchen sie ihre Mutter nicht dazu. Horche mal in Dich rein, warum Du nach 6 Monaten eine neue Freundin hattest und diese sofort Deiner Ex vorgestellt hast...Meine Meinung: Du wolltest und willst sie eifersüchtig machen. Nun bist Du enttäuscht, dass das nicht geklappt hat.
 
  • #19
Hallo manchmal,

Ich bin mittlerweile seit 10 J. von meinem Ex getrennt und wir haben ein gutes freundschaftliches Verhältnis. Die Trennung ging von mir aus, nach 15 J. Beziehung. Dass ich ihn nie zurück wollte, ist sicherlich nicht ganz unwichtig hinsichtlich dessen, dass ich damit so entspannt umgehen kann. Auch ist er mit seiner neuen Partnerin erst ein paar Jahre nach unserer Trennung zusammengekommen.

Wir haben auch Kind und Haus zusammen und wollen das Haus auch behalten (Kind (23) auch :) ).
Mir war auch immer der Kontakt zu seiner Familie wichtig, sind schließlich die Großeltern, auch habe ich zu seinen Geschwistern ein nettes Verhältnis, man kannte sich dann hat schon fast 20 J. lang.

Anfangs war ich auch etwas skeptisch, als er die Freundin neu hatte, ich hatte Angst dass sie vielleicht unsere Tochter gegen mich aufhetzen könnte, ihm hinsichtlich unseres Kontakts Stress machen oder ihn bedrängen, das Haus zu verkaufen. Hat sie nicht gemacht, sie war einfach gelassen und auch zu mir nett, ebenso wie zu unserer Tochter. Das hat sicher 1 J. gedauert, bis ich Vertrauen zu ihr gefasst hatte. Mittlerweile habe ich mit ihr auch ein gutes freundschaftliches Verhältnis, wir gehen zusammen zu Konzerten und feiern alle zusammen die Geburtstage. Mein Ex und unsere bzw deren Beziehung als Gesprächsthema sind jedoch tabu.

Lieber @ manchmal, ich denke du hast soweit alles richtig gemacht.

Versuch deine neue Frau cool zu halten, dass sie der Ex gegenüber freundlich und gelassen ist und habe ein bisschen Verständnis für die Ängste deiner Ex, gib ihr einfach etwas Sicherheit, dann wird es mit der Zeit besser wenn sie merkt, dass ihr niemand etwas wegnimmt.
 
  • #20
Wir versachlichen gerne, um mit einer Situation besser umgehen zu können, oder wenn wir etwas strukturieren und erklären sollen. Aber wie sieht es in Beziehungen aus, wenn es uns plötzlich klar wird, dass der Mensch eben nicht nur aus Körper, sondern auch aus Seele und Geist besteht und eine räumliche Trennung noch lange nicht heißt, auch nichts mehr vom anderen "mitzubekommen"? Wenn ich mit einem Menschen so eng verbunden war, wie es in einer sexuellen Beziehung der Fall ist, dann wirkt das nach. Es gibt mehrere Evidenzen über telepathische Verbundenheit in solchen Fällen, wonach sogar die sexuelle Aktivität des abwesenden (Ex)-Partners bis auf die Minute genau "gespürt" wird. Die Reaktionen können dann unterschiedlich ausfallen, je nach Persönlichkeitstyp und Veranlagung der wahrnehmenden Person. Es gibt eben viel mehr, als wir sehen und messen können. Und es ist schon ein Unterschied, ob ich als "Single" den neuen Partner in einer "harmlosen Umgebung" vorgestellt bekomme, oder ob ich spüre, was zwischen den beiden gerade Samstagnacht passiert, weil ich immer noch seelisch mit dem Partner verbunden bin. Da kann es die unterschiedlichsten "chemischen Reaktionen" geben, was sicherlich auch von der jeweiligen emotionalen Sensibilität abhängt. Vielleicht sind besimmte Menschen etwas empfänglicher für unsichtbare Tatsachen, als andere. Dies sei nur erwähnt, um noch einen weiteren Blickwinkel auf Zusammenhänge zu diesem Thema einzubringen. Ich habe lange über die Aussage Jesu in Mt 5,32 nachgedacht, wo es heisst: "Ich aber sage euch: Jeder, der seine Frau entlassen wird, außer aufgrund von Hurerei, macht, dass mit ihr Ehebruch begangen wird; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch."
An anderer Stelle heißt es, dass zwei Menschen "ein Fleisch" werden, also quasi miteinander verschmelzen. Es findet eine Art chemische Reaktion statt. Partnertausch ist daher mehr, als einfach nur das Austauschen eines Körpers an meiner Seite. Jemand bleibt vielleicht unglücklich zurück, während ich mich neu "vergnüge". Klingt provokant und ich möchte auf keinen Fall ein Dogma für jeden möglichen Fall aufstellen, aber zum Überdenken und zur Behutsamkeit anregen. Denn was wir säen, das werden wir eines Tages ernten.
 
  • #21
Sie hat sich auch immer mal beiläufig erkundigt, wie es denn bei mir jetzt mit der Damenwelt stünde
Hm ... und da hast Du Dir gar nichts dabei gedacht? Wahrscheinlich fragte sie in der Hoffnung es hätte sich für Dich nichts Neues ergeben. Durch das Treffen mit Deiner neuen Partnerin hat sie realisiert, dass sie vergeblich hoffte und Du definitiv nicht mehr zurück kommen wirst. Jetzt ist sie gezwungen sich einzugestehen, dass die Trennung endgültig ist. Auf die neue Frau an deiner Seite wird sie wahrscheinlich ein bisschen eifersüchtig sein, weil sie Dir gegenüber noch Gefühle hat.

Wenn ich mich mit einem Ex 'kurz' nach der Trennung traf fragte ich nie wie es mit der Damenwelt läuft. Ich würde weder den Ex noch die neue Freundin hassen, aber ich fände es seltsam auf sie zu treffen.

Möglicherweise haben beide Frauen einem Treffen nur zugestimmt um Deinem Wunsch zu entsprechen und nicht als 'zickig' oder kompliziert da zu stehen, obwohl sie es eigentlich nicht wirklich wollten. Vielleicht dachte Deine Ex-Frau auch sie käme damit klar, bis sie sich mit der Situation konfrontiert sah.

[...] eine gewisse gemeinsame Beziehung zu Freunden und Familie bestehen bleibt, also durchaus auch noch gemeinsame Besuche etc.. Ich konnte diesen Wunsch zwar schon emotional nicht mehr ganz nachvollziehen [...]
hatte aber auch nichts dagegen einzuwenden, fand ich eigentlich ganz modern und lässig.
Wenige Monate nach dem Tod meines Mannes lud sein Kollege meine Kinder und mich zur Einweihung seines Hauses ein. Ich hatte die 'Trennung' natürlich noch nicht verarbeitet. In diesem 'Zustand' alleine unter lauter Pärchen war ein sehr unangenehmes Gefühl und ich fand mich ziemlich deplatziert. Selbst über ein Jahr später fand ich es noch unangenehm/seltsam an Schulveranstaltungen der Kinder, speziell die Abschlussfeier meiner Großen, ohne Partner teilzunehmen. Vielleicht geht/ging es Deiner Ex-Frau genauso und sie wollte deshalb gemeinsam mit Dir zu Bekannten, Verwandten, etc.

Als potentielle Fettnäpfchen sehe ich Einladungen bei Freunden, Bekannten und Verwandten. Besonders heikel sehe ich Besuche welche ihr bislang als Familie absolviert habt. Mit wem willst Du wo hin? Soll da Deine Ex-Frau, als Mutter Deiner Kinder, mit? Wie fühlt sich dann Deine Partnerin wenn sie nicht mitgeht? Geht Deine Partnerin mit, wird Deine Ex-Frau euch unwillkürlich als Paar erleben. Schwierige Situation.
Hast Du solche Situationen mit Deiner Partnerin besprochen? Wie steht sie dazu?
 
  • #22
ABER - als er mir mitgeteilt hat, dass er nun jemanden kennengelernt hat habe ich ihm auch direkt gesagt, dass ich mich selbstverständlich freue, auch in Zukunft von ihm zu hören aber dass eine Ex (also ich) in einer neuen Beziehung nichts verloren hat wenn diese neue Beziehung eine echte Chance haben soll.

Genau so war es bei mir auch.
Wir haben früher mindestens 1 x pro Woche telefoniert. Als er eine neue Freundin hatte, habe ich mich zurückgezogen. Nicht, weil ich seine Neue nicht mag sondern weil das ihre Beziehung ist und ich da nichts verloren habe.
Kann natürlich sein, dass sowas dann beim Ex falsch ankommt, dass er denkt, man hätte was gegen die Neue.
Also ruhig bleiben, vielleicht auch mal ein offenes Wort. Wenn man sich friedlich getrennt hat, müsste sowas doch möglich sein.
 
  • #23
An Deiner Stelle hätte ich nie und nimmer die Neue gleich der Ex vorgestellt - ganz ganz schlecht!
Hier geht es weniger um Eifersucht, sondern darum, dass es Dir evtl. jetzt besser geht als ihr. Das hat auch gar nichts damit zu tun, ob sie einen Neuen hat oder nicht.
Ich bin seit 5 Jahren von meinem Mann getrennt und er hat noch keinen Freund mitbekommen. Umgekehrt genauso. Jetzt hat er eine Freundin, die ich mal kurz kennengelernt habe - inzwischen ist mit das egal, aber nach so kurzer Zeit (die ersten 3 Jahre) niemals Neupartner einführen!
Dumm gelaufen, sie wird sich nicht ändern. Bei der nächsten Freundin bitte nix sagen!
 
  • #24
Moin,
um welche regelmäßig auftauchenden technischen Probleme, weitergeleiteten Messages und Infoaustausch, den du sehr regelmäßig von ihr benötigst, inklusive ihrem Verständnis für deine geplatzten Termine es sich handelt
ist kein großes Ding – mit „technisch“ meinte ich einfach alles, was nicht „emotional“ ist, also irgendwelche Finanzen, Familienversicherung, Steuern usw., was einen einfach so als noch nicht geschiedenes Paar noch miteinander verknüpft.
Wie kurz beschrieben – meiner Ex war es immer recht wichtig, dass die Kontakte zu Freunden und Familie von beiden weiter gepflegt werden, und sie hatte zumindest kein Problem damit bzw. war sogar dafür, dass wir das auch nach der Trennung gemeinsam tun, z.B. gemeinsames Geschenk für gemeinsame Freunde usw.. Das ist natürlich ganz praktisch, wird aber unmöglich, wenn einer der beiden sich bei den nötigen Absprachen extrem kompliziert und empfindlich verhält.
Den Superharem, in dem deine Ex dich weiterhin anschmachtet und für eine neue Beziehung auf ewig blockiert ist und die Neue auch ganz heftig mit der Ex um deine Gunst konkurriert, den kannst du vergessen.
Ach Quatsch, „Superharem“… ganz ehrlich kann ich nicht natürlich wissen, wie ich das empfinden werde, wenn die Ex mit einem Neuen aufkreuzt. Der Gedanke daran fühlt sich auf jeden Fall gar nicht belastend an. Ansonsten eine abwegige Idee, möglichst viele Frauen emotional an mich binden zu wollen * grusel *

manchmal
 
  • #25
Tja, da gibt's keine generellen Regeln, @manchmal, so gern du die offenbar hättest.
Seit fast einem halben Jahr bin ich wieder mit einer Frau zusammen. Es ging mir von Anfang an um Offenheit, und in diesem Sinne habe ich die beiden auch miteinander bekannt gemacht....
Ich glaub dir gern, dass du das glaubst. Für Offenheit allein muss man die beiden allerdings keineswegs miteinander persönlich konfrontieren! Also schau mal bitte ganz genau hin, unter die Oberfläche, was dich wirklich dazu getrieben haben könnte. Allein das Streben nach Offenheit war es ganz definitv nicht, so weit lehne ich mich in diesem Fall hinaus. Die Frage ist, ob du den Mut und den Willen hast, tiefer zu graben. Ein paar Denkanstöße dazu haben dir ja einige Forist/innen bereits geliefert. Es geht wohl gemerkt nicht darum, zu bewerten, ob das "generell" gut oder schlecht, ob es ratsam oder nicht ratsam ist. (Das hängt nunmal ganz entscheidend von allen involvierten Persönlichkeiten und dem Verlauf von Trennung und Ex-Beziehung ab.) Es geht darum, zu schauen, was dir das über das tatsächliche Verhältnis zwischen dir und den beiden Frauen sagen könnte, jenseits von oberflächlichen "scheint doch eh alles in Ordnung"-Eindrücken.
Dieses Treffen lief auch recht undramatisch und entspannt ab.
Ich war nicht dabei und kenne keinen der Beteiligten. Dennoch wage ich die Prognose, dass du damit falsch liegst und im Höchstfall dich und deine Befindlichkeiten damit einfängst, nicht aber die deiner Ex und möglicherweise auch nicht die deiner neuen.

Deine Ex hat seitdem ihr Verhalten dir gegenüber verändert. Hat es versachlicht, sie gibt dir keinen Bonus mehr, sie kritisert Dinge, die sie vorher durchgehen ließ, schneidet dich vielleicht auch mal an einigen Stellen und zieht sich insgesamt markant zurück von dir. Das ist weitgehend nur das, was Trennung nun mal bedeutet! Mir scheint, dass du dir das anders vorgestellt hast und gern enger mit deiner Ex in Kontakt bleiben würdest, und das am besten nahtlos, ohne längere Trennungspause. Das will/kann sie aber offensichtlich nicht. Gewöhne dich also besser an die Tatsache, dass euer Leben künftig kaum noch gemeinsame Bezugspunkte haben wird - allenfalls die Kinder und einige gemeinsame Freunde. Aber das auch das keineswegs gemeinsame Unternehmungen bedeutet. Und setze dich mit diesen freunden in Verbindung und sag ihnen, dass sie Nachrichten künftig an zwei verschiedene Adressaten überbringen müssen, denn ihr seid nun mal kein Paar mehr! m45
 
  • #26
war sogar dafür, dass wir das auch nach der Trennung gemeinsam tun, z.B. gemeinsames Geschenk für gemeinsame Freunde usw.. Das ist natürlich ganz praktisch, wird aber unmöglich, wenn einer der beiden sich bei den nötigen Absprachen extrem kompliziert und empfindlich verhält.
manchmal, ich mag ja deine Schreibe hier im Forum sehr und lese deine Beiträge immer gern.
Aber in diesem Fall hoffe ich, mich verlesen zu haben.
Gemeinsame Geschenke für gemeinsame Freunde nach der Trennung? Womöglich noch jetzt, mit der neuen Freundin an deiner Seite?
Demnächst lesen wir wohl einen Thread von ihr in diesem Forum mit dem Titel "Mein Freund kann mit seiner Ex nicht abschließen - was soll ich nur tun?"

Deine Ex kann aus irgendeinem Grund nicht wirklich mit eurer Beziehung abschließen. Ob sie dich nun zurück haben will oder es ihr einfach nur um ihre "älteren Rechte" geht, sei dahingestellt.
Bislang habe ich mich häufig gewundert, wie solche Probleme entstehen können, über die sich die "neuen Frauen" so mannigfach beklagen. Wie diese Zweifel und Kopfkreisel aufkommen, ob der Mann vielleicht noch an seiner Ex hängt und sie nur die Zweitbesetzung ist.

Insofern finde ich diesen Thread hier geradezu wertvoll und lehrreich.
Deine Ex manipuliert ein wenig vor sich hin, und dir geht irgendwie komplett das Fingerspitzengefühl dafür ab. Mir ist klar, dass Männer mit der komplexen hintenrum-Denke von Frauen häufig überfordert sind und ihre Worte für bare Münze nehmen.
manchmal, es ist nicht modern und nicht cool, wie sich deine Ex verhält. Eine Patchwork-Konstellation ist nicht im Interesse beider Frauen. Du spielst dieses Spielchen noch lustig mit und findest es sogar prima.
Hier ist höfliche aber klare Abgrenzung von deiner Seite gefordert. Ansonsten lieferst du dir das nächste Problem - und zwar mit deiner Neuen - frei Haus.
 
  • #27
Mein erster Gedanke war auch, wieso stellst du ihr deine neue Freundin vor? Reicht doch zu sagen, es gibt eine neue Frau in meinem Leben. Und dann seid ihr Freunden gegenüber doch im 2er Pack aufgetreten, du fandest das irgendwie modern. Yepp, aber Gefühle sind nicht modern, sondern archaisch und halten sich nicht an Regeln. Unklare Grenzziehung. Nimmst denn deine neue Freundin auch zu gemeinsamen Freunden mit? Ich finde dich ehrlich gesagt wie deinen Nickname in deinen Posts schwer greifbar.
 
  • #28
Manchmal,

Ich glaube nicht, dass es wirklich um Deine neue Beziehung geht, oder Neid, etc.

Sie ist einfach weiter mit Abschließen.
Ihr habt Euch anfänglich gütlich getrennt, man redet noch oft miteinander, es ist so ein Zwischendurch, zwischen Beziehung zwar zu Ende, aber nicht abgeschlossen.

Jetzt hast Du mit Deiner neuen Beziehung das Zeichen gesetzt, dass Du abgeschlossen hat, sie ist auch ein Stück weiter gegangen.

Dann fängt es an, dass Dinge nerven, die einen früher schon geärgert haben (die kleinen Dinge, die in den Summe der Beziehung schadeten), die man aber in diesem harmoniebedürftigen Trennungsprozess toleriert und schluckt. Bis die Trennung abgeschlossen ist.

Das ist z. B Unpünktlichkeit, spontane Terminänderungen, Absprachen modifizieren (=spontan ändern, vergessen....), von anderen noch als Postbote genutzt zu werden als ob man noch ein Paar wäre.
Ich korrigiere immer sehr deutlich, dass wenn ich so angesprochen werde, dass mein Ex mein Ex ist und trotz Namensgleichheit ich nicht mehr seine Frau (das ist mein Gefühl dann dabei ) bin.

Was Du machen kannst?
Nicht jetzt Gegenaktionen starten, sondern Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Verbindlichkeit.
Was mich immer am meisten ärgert, ist Unzuverlässigkeit oder, auch erlebt, ein Aufrechnen.
Sei einfach frreundlich im Umgang, aber mit Distanz.
Schließe auch Du ab, eine Freundschaft wird es nicht werden.

Übrigens, ich habe eine ähnliche Situation mit meinem Ex - und das hat mit neuen Partnern nichts zu tun.
Friedliche Trennung, anfänglich auch eher freundschaftlicher Umgang, und jetzt pegelt sich gerade eine Distanz ein, die er wohl benötigt.
Wir arbeiten zusammen, über die Kinder sind die Kontakte da, man tauscht sich sachlich und sachbezogen aus, regelt, was notwendig ist.
So funktioniert es gut, aber privat ist es inzwischen völlig distanziert.

Auf Familientreffen sind wir aber alle anwesend, ich kenne seine Neue, schätze sie. das geht. Nur keine gemeinsamen Geschenke, Aktionen.
 
  • #29
Ein gutes Verhältnis entsteht durch Souveränität, Zuverlässigkeit, Höflichkeit und Unaufdringlichkeit. Wenn du so handelst, wird es mit der Zeit auch so zurückkommen. Wäre wegen der Kinder auch wichtig.

Was gar nicht geht ist das Nichteinhalten von Absprachen oder ein unklarer Kurs. Heute subtile Flirtversuche, morgen doch nur Freundschaft, heute große Liebe mit der Neuen und morgen schon wieder auseinander... macht alles keinen guten Eindruck. Seid ihr überhaupt schon geschieden?

Nachrichten von gemeinsamen Freunden nicht mehr weitergeleitet, irgendwelche technischen Anfragen nur noch extrem kurz beantwortet
Ihr habt euch GETRENNT. Also klärt doch die Dinge direkt mit euren Freunden. Alles andere, das nicht mit den Kindern zu tun hat, sollte kurz und pragmatisch abgesprochen werden. Warum willst du Friede, Freude Eierkuchen? Ein ehrlicher, respektvoller Umgang ist doch viel wichtiger.
 
  • #30
Moin,
Dank euch noch mal ganz herzlich für eure Impulse!
Also schau mal bitte ganz genau hin, unter die Oberfläche, was dich wirklich dazu getrieben haben könnte. Allein das Streben nach Offenheit war es ganz definitv nicht, so weit lehne ich mich in diesem Fall hinaus.
Ich weiß es wirklich nicht besser. Ich weiß, dass ich mich emotional nicht mehr an meine Ex gebunden fühle, ich will sie nicht eifersüchtig machen oder sonstwas, ich wünsche mir, dass sie glücklich ist. Es gibt eben Berührungspunkte, vor allem die Kinder, aber auch finanziell und über gemeinsame Freunde etc., und die würde ich gerne positiv gestalten. Ich fände es gut, wenn das nicht "streng getrennt" laufen müsste, sondern koordiniert, warum nicht zum Teil auch gemeinsam.
Unklare Grenzziehung. Nimmst denn deine neue Freundin auch zu gemeinsamen Freunden mit?
Ja, mache ich.
Bislang habe ich mich häufig gewundert, wie solche Probleme entstehen können, über die sich die "neuen Frauen" so mannigfach beklagen. Wie diese Zweifel und Kopfkreisel aufkommen, ob der Mann vielleicht noch an seiner Ex hängt und sie nur die Zweitbesetzung ist.
Ich möchte das gerade dadurch vermeiden, dass ich zu Freunden und Familie ganz offen bin und meine neue Freundin ohne Druckserei vorstelle. Ich glaube, viele Männer machen das erst mal nicht, vielleicht weil sie sich nicht sicher sein können, ob die neue Beziehung von Dauer ist, weil sie emotionalen Gegenwind fürchten etc.. Da springe ich lieber ins kalte Wasser.
Eine Patchwork-Konstellation ist nicht im Interesse beider Frauen.
Warum nicht? Findest du Patchwork immer "nicht im Interesse" von Ex und Neuer?
So funktioniert es gut, aber privat ist es inzwischen völlig distanziert.
Ja, so wird es sich wohl auch bei mir entwickeln. "Völlig distanziert" finde ich jetzt nicht schlimm, aber ein bisschen ungewohnt und auch nicht wirklich positiv... ich gehe mit fast niemandem so distanziert um.

manchmal
 
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