• #31
Findest du Patchwork immer "nicht im Interesse" von Ex und Neuer?
Ich finde Patchwork prima. Zumindest in der Theorie. In der Praxis muss man schauen, ob sich das realisieren lässt. Alle drei Parteien müssen da mitspielen (wollen).
In den allermeisten Fällen klappt es nicht. Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen.

manchmal, dieser Patchwork-Gedanke ist dein Wunsch, und ich kann ihn nachvollziehen. Du möchtest Frieden und Harmonie zwischen allen Parteien und nicht zwischen irgendwelchen Stühlen stehen. Du willst deine Ex zwar nicht zurück, aber hegst noch Sympathien für sie. Auch wegen der Kinder, Familie und gemeinsamer Freunde ist für dich der Patchwork-Gedanke wertvoll.

Was aber wollen die Frauen?
Deine Ex zeigt m.E. überhaupt keine Vorstöße, dass sie deinen Wunsch teilt.
Deine Neue wird den Wunsch haben, den alle "Neuen" haben, nämlich dass du dich klar zu ihr positionierst.
Daher stehst du mit deinem Wunsch allein auf weiter Flur. Ergo wird es nicht klappen.

Lies mal meinen Thread, wenn du magst. Da ging es um mich und seine beste Freundin. Ich glaube, auch mein Partner wollte diese harmonische alle-mögen-sich-Konstellation. Seine fehlende Abgrenzung und sein Unbehagen, sich klar zu positionieren, haben schlimme Dinge ausgelöst.
 
  • #32
Lieber @manchmal ,

ich habe bei meinen Eltern einen absoluten Rosenkrieg erlebt und mir immer geschworen, dass ich es selbst niemals zu so etwas kommen lassen will und werde.

Das ist mir auch ganz gut gelungen, wie ich oben beschrieben habe. Und davon profitieren letztlich alle.

Als ich über die Trennung und die Gestaltung des Getrenntseins nachdachte und mich damals auch in Foren beraten ließ, bin ich auch auf viel Unverständnis gestoßen. "Man müsste doch alles knallhart trennen, einen Schlussstrich ziehen, kein Kontakt mehr, Freundschaft danach funktioniert nicht, etc."

Ich habe mich davon aber nicht beirren lassen und bin mit dem Ergebnis nun 10J. später immer noch sehr zufrieden.

Gerade letzte Woche bei einer Familienfeier stieß es auf großes Unverständnis einer älteren Dame, wie ich denn so fröhlich plaudernd mir der Freundin meines Ex und ihm an einem Tisch sitzen könne und dass sie bei unserem Verhältnis gar nicht durchsehe...

Es ist mir aber egal, ob Fremde das verstehen können oder wollen, für mich und die Betroffenen muss es passen.

Ich verstehe zB. auch nicht, wie man 3x den selben Mann heiraten kann, wie es diese Dame tat - muss ich auch nicht.

Was ich dir damit sagen will: Glaube an dich, dass deine Vorstellung realisierbar ist, dann wird es auch funktionieren, egal was "die Nachbarn" davon halten.

Mir war es wichtiger, dass im Inneren alles klar war, so wenig wie möglich emotionaler Schaden beim Kind und Ex und auch finanziell angerichtet wurde, als das äußere Formalien erfüllt waren.
Eine Patchwork-Konstellation ist nicht im Interesse beider Frauen.

Als Betroffene muss ich dem widersprechen. Ich finde es bereichernd, die Freundin meines Ex, ihre Kinder und sogar Eltern zu kennen und auch ein entspanntes Verhältnis zu allen zu haben. Denn was wäre die Alternative ? Dass das Kind oder andere Verwandte nie beide gleichzeitig einladen können und man ständig von blöden Gefühlen deswegen geplagt ist?

Wie gesagt, ich kenne das ganze Theater auch aus der andere Richtung...
 
  • #33
@manchmal: Wenn du sicher meinst, daß da nichts außer deinem Bestreben nach maximaler Transparenz und Offenheit ist, dann ist es vielleicht auch so. Ich kann mich ja schließlich irren, schon gar aus der Ferne und nur angewiesen auf geschriebenes.

Nur: Wessen Bedürfnis wurde mit diesem Dreiertreffen letztlich erfüllt? Doch wohl nur deines, oder? Und welches genau?

Allein für die Offenheit hätten ja auch eine verbale Beschreibungen der beendeten Beziehung und des künftig geplanten Umgangs (Kinder, Freunde etc.) gereicht. Sofern deine neue das überhaupt wirklich erfahren will. Es gibt viele Männer und Frauen, die gar nichts über die Exen und die Vorbeziehungen wissen möchten oder zumindest nur das allernotwendigste. Andere wiederum interessieren nur einige ausgewählte Dinge. Menschen, die die Ex persönlich kennenlernen wollten, mag es auch geben, aber das hier ist das allererste Mal, das mir sowas unterkommt.
Dito ggü. der Ex in Bezug auf die neue.

Ich vermute, die Initiative für dieses Treffen ging allein von dir aus, oder? Du könntest mal hinschauen, wie die beiden Frauen im allerersten Moment darauf reagiert haben, als du diese Idee ins Spiel gebracht hast.

Ich stelle mir so ein Treffen übrigens alles andere als entspannt-undramatisch vor. Mein Bedürfnis danach wäre genau null – und zwar in JEDER der drei Positionen!

Als deine Ex hätte ich dir gesagt, daß du schon wissen wirst, was du tust und dir viel Glück mit der neuen gewünscht. Und daß deine künftigen Affären, Beziehungen etc. von nun an ganz allein deines sind und bleiben werden. Und dich gefragt, was du damit bezweckst. Willst du meinen Applaus, meine Erlaubnis, meine Meinung zur neuen, mir zeigen, dass du wieder in guten Händen bist…? An nichts davon wäre ich als Ex interessiert!

Als Neue hätte ich dich irritiert gefragt, warum du mir deine Ex vorstellst, mit der ich nie was zu tun hatte und auch künftig nicht viel zu tun haben werde. Willst du sie hinterher um ihre Meinung zu mir fragen? Und mich nach meiner über sie? Ein reiner, sinnfreier Abschied ohne sich je vorher begegnet zu sein? Nur, 'damit wir uns mal gesehen' haben? Ich hätte mich und dich unwillkürlich gefragt, ob du dich tatsächlich innerlich getrennt hast von der Ex und was dieses Treffen ihr oder mir bringen soll?

Und was signalisierst du - jenseits deines Wollens - den beiden Frauen?
Der neuen: ‚Sieh, meine Ex ist mir immer noch und auch künftig so wichtig, dass ich dich ihr vorstelle.‘
Der Ex: ‚Schau mal, wen ich an deiner Stelle jetzt habe. Spielt für dein Leben zwar gar keine Rolle mehr, aber es war mir wichtig, daß du sie mal persönlich siehst.‘

Welche Erwartungshaltung hast du eigentlich an dieses Treffen gehabt? Ist dir bewusst, daß du damit beide potentiell ziemlich gestresst und möglicherweise auch verletzt hast? Und daß DU mit allergrößter Wahrscheinlichkeit der einzige warst, der dieses Treffen überhaupt wollte? Hast du hinterher mal mit ihnen über das Treffen geredet? m45
 
  • #34
Gerade letzte Woche bei einer Familienfeier stieß es auf großes Unverständnis einer älteren Dame, wie ich denn so fröhlich plaudernd mir der Freundin meines Ex und ihm an einem Tisch sitzen könne und dass sie bei unserem Verhältnis gar nicht durchsehe...
Glückwunsch dazu, das ist natürlich großartig, wenn alle Beteiligten das so gut und entspannt hinbekommen haben. Was mich interessiert: ging das "nathlos" oder gab es nach der eigentlichen Trennung erst einmal Distanz? Wie lange nach der Trennung hast du die neue deines Ex kennengelernt?

Die Art und Weise der Trennung spielt natürlich eine große Rolle dabei. Nicht zuletzt, von wem die Initiative dazu ausging. Waren wirklich beide der Meinung, es wäre besser sich zu trennen, dann geht es sich hinterher meist viel entspannter miteinander um, als wenn eine/r der beiden der "Böse" war. In letzterem Fall hat der Trennungsinitiator vermutlich weniger Probleme, den neuen Partner des/der Ex kennenzulernen als umgekehrt der "Verlassene" den neuen Partner des Trennungsinitiators. m45

p.s. @manchmal Mein letzter beitrag - ich habe das nicht klar genug herausgestellt - bezieht sich natürlich sehr stark auf den zeitpunkt dieses Treffens. Du kennst die neue gerade mal ein halbes jahr - da ist noch ichts gefestigt und die Ex ins Spiel zui bringen m.E. wenig hilfreich. Ebenso für die Ex, die genau wie du oder mehr als du noch die Trennung verarbeitet.
 
  • #35
Als Betroffene muss ich dem widersprechen. Ich finde es bereichernd, die Freundin meines Ex, ihre Kinder und sogar Eltern zu kennen und auch ein entspanntes Verhältnis zu allen zu haben. Denn was wäre die Alternative ? Dass das Kind oder andere Verwandte nie beide gleichzeitig einladen können und man ständig von blöden Gefühlen deswegen geplagt ist?

Ja, aber das bist du. Die Ex Partnerin von manchmal sieht es aber anders. Sie hat kein Interesse an einem "wir haben uns alle lieb"-trauten Heim. Außerdem wissen wir nicht, wie sie die Beziehung selbst und die Trennung erlebt hat. Jeder ist anders. Vielleicht ist irgendwann ein harmonischer Umgang möglich aber jeder braucht dazu seine Zeit. Und es kann genauso gut sein, dass sie das nie möchte. Dann muss man das respektieren. Dann trifft man sich eben bei bestimmten Anlässen aber das ist dann eben MAL und dann erträgt man es und geht danach seiner Wege. Aber mit der Brechstange jetzt einen künstlichen fließenden Übergang erzeugen ist nicht respektvoll und auch nicht fair und erzeugt gerade die Gegenwehr.
Zeit geben und die Perspektive des anderen verstehen oder zumindest respektieren bringt oft mehr mit der Zeit. Erzwingen kann man bekanntlich nichts.
 
  • #36
Moin,
Ich vermute, die Initiative für dieses Treffen ging allein von dir aus, oder? Du könntest mal hinschauen, wie die beiden Frauen im allerersten Moment darauf reagiert haben, als du diese Idee ins Spiel gebracht hast.
Das war eine Feier, zu der ich alle möglichen Leute eingeladen hatte. Ich wollte weder Ex noch Freundin nicht einladen und hatte deswegen beide gefragt, wie sie das sehen. Beide fanden es o.k. und meinten sinngemäß, sie würden sich schon vertragen. Hätte eine von beiden die Begegnung nicht gewollt, hätte sie eben nicht kommen können bzw. hätte ich dann kaum die andere ausgeladen... War glücklicherweise aber nicht so.
Das gemeinsame Geschenk, dessen Kosten sich du und deine Ex teilen- finanziert da deine Neue auch ein bisschen mit?
Wenn es um jemanden ginge, den wir alle drei kennen... warum nicht?
Wenn sie wirklich anfängt mit dir abzuschließen und möglicherweise einen ernsthaften Freund in ihrem Leben hat- nach jetzigem Stand wird es dir sehr schnell sehr viel ausmachen, wetten dass?
Oh mei - "sehr schnell sehr viel"...kann schon sein, dass es mich dann doch nicht ganz unberührt lässt. Aber ich kenne mich selbst relativ gut... zumindest der Gedanke macht mir wirklich nichts aus. Und wenn ich irgendwann zur Ex zurückgewollt hätte, hätte ich es ja nur einigermaßen ernsthaft versuchen müssen.
Ich finde es bereichernd, die Freundin meines Ex, ihre Kinder und sogar Eltern zu kennen und auch ein entspanntes Verhältnis zu allen zu haben. Denn was wäre die Alternative ? Dass das Kind oder andere Verwandte nie beide gleichzeitig einladen können und man ständig von blöden Gefühlen deswegen geplagt ist?
Danke dir ganz speziell. Genau so etwas wünsche ich mir.

manchmal
 
  • #38
Also wenn deine Ex nicht gewollt hätte, dass deine Freundin kommt, hättest du deine Freundin ausgeladen? Na prima.
Also deine Ex hat die Trennung noch nicht so verarbeitet, dass sie dich problemlos neben deiner Freundin sehen kann. Das geht übrigens vielen Menschen so. Ich denke sie wollte sich über gemeinsame Besuche bei Freunde so etwas wie einen Paarraum bewahren, die Illusion eines Paares. Mit der Existenz deiner Freundin ist sie gekränkt, herrgott, ist das so schwer zu verstehen? Es gibt keinen Patchworkzwang und manchmal ist es gesünder, sich aus dem Weg zu gehen. Und klar wäre es für dich toll, beide zu behalten, dann musst du dich nirgendwo entscheiden. Viel Glück weiterhin im Patschworkmus.
 
F

Frau43

Gast
  • #39
Manchmal, leider wurde mein Beitrag nicht veröffentlicht, ich schreibe es mal softer:
Du grenzt dich nicht ab, du wünscht dir was für dich am bequemsten ist, du endest viele Posts mit dem Konjunktiv und Aussagen á la "es kommt wie es kommt".
Deine Ex musste immer alles machen und das soll sie jetzt bitte auch noch, am besten mit deiner aktuellen Freundin zusammen.
Ist dir eigentlich bewusst was du von den Frauen verlangst?
Was bietest du denn das sie das auf sich nehmen sollen? Wenn du im wahren Leben so bist wie hier im Forum, dann erscheint mir das nicht sehr viel, entschuldige bitte die direkte Art von mir.
Deine Fragen lassen auf einen Mann schliessen der sich gerne bedienen lässt, der es gerne bequem hat, der allem aus dem Weg geht, der Wünsche und Verhalten anderer ignoriert oder für sich am bequemsten interpretiert und wenn dann alles nichts ist, dann ist deine Mutter schuld - sp stand es zumindest mal in einem Post.
Manchmal würde aktives Entscheiden gut tun statt passives in der Ecke verharren.....kümmer dich endlich selbst um deine Sachen!
 
L

Lionne69

Gast
  • #40
Lieber Manchmal,

Ich finde es etwas schade, dass sich bei uns doch Distanz eingeschlichen hat. Vielleicht ist es gerade etwas stressbedingt, und nur eine Phase.
Auf den diversen Familienfeiern - seine Familie - sitze ich durchaus neben seiner Partnerin und unterhalte mich, oder mit ihm.
Also mir geht es wie @Joggerin.

Und wenn es mit der werdenden Beziehung ernster wird, kann es durchaus passieren, dass ich seine Ex kennenlerne.
Es ist ja die Mutter seiner Kinder.
Erst mal werden wohl unsere Kinder aufeinander treffen, auch das spannend.

Wenigstens den Kindern zuliebe ist ein friedliches Verhältnis wichtig, Patchwork im positiven Sinn.
Wie oft gab es schon die Problematik gerade bei Familienfeiern für das Kind , dass sich die Eltern verweigerten, beide teilzunehmen.

Folge Deinem Gefühl, Du möchtest es friedlich, Und Du wirst Deinen Beitrag dazu leisten.
Den Rest werden die beiden Frauen (mit)bestimmen.

Alles Gute.
 
  • #41
Moin,welchen Thread meinst du? Konnte ihn nicht finden.
Nicht so wichtig, ähnliche Threads gibt's hier wie Sand am Meer. Gerade läuft parallel einer mit dem Titel "Die Ex meines Freundes lässt nicht locker". Dieser ist zum Verständnis der Gegenseite für dich vielleicht noch besser geeignet.

Ich fürchte, in deinem Wunsch nach Harmonie zwischen den Parteien hörst du nur, was du hören möchtest und versäumst den Blick hinter die Kulissen.
Du lädst zu einer Feier ein, und Ex und Neue geben dir verbal das Okay dafür. Natürlich treibt beide eine gewisse Neugier auf die "Konkurrentin". Und keine will sich die Blöße geben, als zickig zu erscheinen. Ein Okay für ein harmonisches Patchwork hast du nicht von ihnen erhalten. Hast du überhaupt mal auf die Stimmung zwischen den beiden Frauen während der Party geachtet?

Über die Reaktionen deiner Neuen nach der Feier schreibst du nichts. Deine Ex jedenfalls erteilt deinem Wunsch nach Patchwork durch ihr Verhalten nach der Party eine klare Absage. Ich nehme an, da sind schon auf der Feier Blitze durch den Raum geschossen, die du aber nicht wahrgenommen hast. Frauen erledigen diese Dinge meist auf subtiler Ebene. Oder meinte deine Neue, sich herzlichst von deiner Ex empfangen gefühlt zu haben?

Jetzt sitzt ihr da - drei Leute mit unterschiedlichen Wünschen. Du wünschst dir Harmonie. Deine Ex wünscht deine Neue wahrscheinlich zum Teufel, und deine Neue wünscht sich vermutlich wie jede Frau Abgrenzung von deiner Ex.
Die Frage ist, wie du nun damit umgehen wirst. Bleibst du bei deinem Wunsch, wirst du Schritte auf die zickende Ex zugehen müssen, womit du ihr eine größere Wichtigkeit zubilligst, als ihr zusteht. Aus Angst vor Disharmonie legitimierst du deine Ex, sich mehr und mehr Boden zurück zu erobern. Du eröffnest damit einen Grabenkrieg zwischen den Frauen, denn deine Neue wird nicht freudig die Position der Nr. 1 in deinem Leben abgeben.

Daher mein Rat: begrabe deinen Wunsch nach Patchwork (vorerst), lass die Ex zicken, bleibe höflich und sachlich und auf die wesentliche Kommunikation rund um die Kinder mit ihr beschränkt und grenze dich ansonsten deutlich zu ihr ab. Lass dich durch ihr Gezicke nicht dazu verleiten, Schritte auf sie zuzugehen und ihr Zugeständnisse zu machen. Alles weitere wird dann die Zeit zeigen.
 
  • #42
Moin,
Also wenn deine Ex nicht gewollt hätte, dass deine Freundin kommt, hättest du deine Freundin ausgeladen? Na prima.
ich habe genau das Gegenteil geschrieben und gemeint.
Deine Fragen lassen auf einen Mann schliessen der sich gerne bedienen lässt, der es gerne bequem hat, der allem aus dem Weg geht
Ich weiß nicht... Mir scheint es nicht besonders "bequem" oder "passiv", wenn man zum Beispiel seine Freundin zeitnah Freunden und Familie bzw. Ex vorstellt. Ich zeige damit meiner Freundin, dass ich es ernst mit ihr meine, dass ich kein doppeltes Spiel spiele. Gleichzeitig zeige ich den anderen Leuten, dass ich ihnen vertraue, dass sie sich fair verhalten, soziale Kompetenz zeigen, mich nicht blamieren, nicht Partei gegen mich ergreifen werden usw.. Bei mir erfordert das einen gewissen... Mut?

Hier liest man öfter Posts darüber, dass sich die neue Freundin nicht sicher ist, ob der Mann eigentlich mit der Ex abgeschlossen hat, dass sie sich darüber beklagt, dass sich der Mann nicht wirklich zu ihr bekennt. Letztlich geht es dabei immer um Unehrlichkeit, das Verbergen von Sachverhalten, Kommunikationsblockaden zwischen Menschen, die direkt oder indirekt emotional miteinander verbunden sind, Misstrauen. Da fand ich den Sprung ins kalte Wasser besser. Ich habe nichts zu verbergen.

manchmal
 
  • #43
@manchmal, ach so, ich war von eihem eigens arrangierten Dreiertreffen ausgegangen. Das ist natürlich schon etwas anderes, die beiden am Rande einer Feier bekannt zu machen. Dann ist das meiste von mir dazu geschriebene hinfällig. Viel Glück dabei, eine gute neue Balance zu finden!

In diesem Zusammenhang verstehe ich dann angesichts
deiner Zusatzinfos aber ehrlich gesagt nicht mehr, worüber zum Himmel du dich wunderst??
Dass deine Ex so reagiert, ist doch völlig normal bei dem Bild, das sich mit deinen Zusatzinformationen bietet. Du sagst, du hättest eh noch zu ihr zurück gekonnt, wenn du gewollt hättest. Dann ist doch klar, dass höchstwahrscheinlich erst (!) mit diesem Aufeinandertreffen mit deiner Neuen bei ihr endgültig jegliche Aussicht auf ein mögliches Revival gestorben ist. Insofern war das Treffen vermutlich sogar recht hilfreich. Dir sollte aber damit doch bewusst sein, dass für deine Ex die Trennung dann de facto erst vor ein paar Wochen begonnen hat, da sie sich bis dahin insgeheim noch Hoffnungen machte. Das heißt, dass für sie der volle Schmerz möglicherweise gerade erst einsetzt, während du schon in einer viel fortgeschritteneren Trennungsphase bist. Umso mehr, als du ja offenbar die Trennung initiiert hast und sie quasi die "Verlassene" ist. Während du also schon wieder/immer noch locker gemeinsame Freundschaften/Geschenke/Nachrichten pflegen und gern eine heile neue Welt haben möchtest, ist es für sie geradezu lebenswichtig, erstmal Abgrenzung und Trennung von dir zu praktizieren. Genau das und nichts anderes tut sie gerade. Mein Rat wäre, dass du ihr dabei hilfst und jetzt nicht auf nahtloses Patchworking hinarbeitest. Sondern ihr die Zeit und die Möglichkeit gibst, sich von dir zu lösen. Und erst danach könnt ihr mal schauen, ob was bei euch geht wie bei der Joggerin. Idealerweise, wenn deine Ex dann auch jemanden neuen gefunden hat. Deshalb hatte ich bei der Joggerin ja auch nachgefragt, ob und wie lange es dazwischen einen Bruch und Funkstille gab.
Ihre Verletzungen müssen doch erstmal heilen können, bevor sie sich auf sowas einlassen kann. Wenn du jetzt sofort deinen Wunsch durchsetzen willst, hinderst du sie daran. Und das wäre doppelt unfair ihr gegenüber. m45
 
  • #44
. Sofern deine neue das überhaupt wirklich erfahren wil

Das eine hat mit dem anderen nicht unbedingt was zu tun. Wenn ich einen neuen Partner hätte, hätte ich ebenso grundsätzlich nichts gegen einen netten Umgang mit seiner Ex einzuwenden. Hingegen wöllte ich nichts über deren damalige Probleme wissen - interessiert mich schlichtweg nicht, das Wissen nützt mir nichts, es kommt ja immer auf die Interaktionen von beiden an... und keine andere Frau wird 100 % wie ich sein.

Was mich interessiert: ging das "nathlos" oder gab es nach der eigentlichen Trennung erst einmal Distanz? Wie lange nach der Trennung hast du die neue deines Ex kennengelernt?

Meine Trennung war ein langer Weg, als ich sie aussprach, gab es für mich kein Zurück mehr. Er wollte sie nicht, änderte aber jahrelang aber auch nichts an dem Kritikpunkten, kämpfte aber auch nicht um mich.

Wir wohnten zunächst im Haus in getrennten Wohnungen, durchs Kind hatten wir aber mehrmals wöchentlich Kontakt. Der Kontakt war immer freundlich sachlich. Nach 1 J. nächtigte er öfters woanders. Meine Tochter lernte sie zuerst kennen und war von ihr und ihrer fast gleichaltrigen Tochter ganz angetan.

Irgendwann hatte er seine Neue mal mit bei sich, meine Tochter stand dann mit ihr plaudernd im Garten und ich kam halt einfach mit dazu.

Als dann bald die Geburtstagsfeier meiner Tochter anstand, die ich ausrichtete und zu der auch seine Eltern u Geschwister eingeladen waren, sagte ich meinem Ex, dass seine Freundin natürlich auch eingeladen ist und sie kam auch mit nebst ihrer Tochter.
So entwickelte sich das langsam.

Ich stelle mir so ein Treffen übrigens alles andere als entspannt-undramatisch vor. Mein Bedürfnis danach wäre genau null – und zwar in JEDER der drei Positionen!

Wie ich unter #19 schrieb, hatte ich anfangs auch meine Ängste und Bedenken, die verbalisierte ich aber weder ggü meinem Ex noch unserer Tochter.

Die weiteren Gedanken die du in diesem Zusammenhang äußerst, hat man denke ich nur wenn man mit der Beziehung noch nicht abgeschlossen hat und dem anderen noch nachtragend ist, emotional drinhängt.

Ich hatte nach meiner Ehe auch noch eine sehr schlimme Beziehung, in der sehr viele unschöne Dinge vorgefallen sind, ich sehr verletzt wurde.

Dennoch kann ich heute mit diesem Mann wieder reden und mal nen Kaffee trinken.

Abschließen und loslassen ist wichtig, Verzeihen ist das Zauberwort für den eigenen Seelenfrieden.
 
  • #45
Ne, ne @manchmal, du bist nicht mutig.
Du willst Rosinen picken.
Du willst eine neue, schöne Beziehung und willst gleichzeitig alle positiven Aspekte der alten Beziehung behalten (die negativen, anstrengenden willst du ausblenden), du willst "der Gute" sein, von allen geliebt, gemocht und bewundert für seinen tollen Umgang mit der Situation.
Du schreibst nichts dazu, wie das Eheende verlief: bei erwachsenen Kindern sprechen wir hier von 25 Jahren Beziehung oder länger.
Wer hat wen verlassen und warum? Gab es da Lug, Betrug, Verletzungen?
Es hört sich ein wenig so an, als ob du sie verlassen hättest und darum locker mit der Sache umgehen kannst.
Deine Ex hat aber vielleicht auf einen Neuanfang gehofft: bei deinem Verhalten ganz ehrlich nicht so verwunderlich...
Und jetzt tut sie etwas sehr gesundes: sie grenzt sich ab, fängtauch ein neues Leben an.
Eure Kinder sind erwachsen: da gibt es wenig, was man akut absprechen muss.
Lass sie los, sei nicht so egoistisch, wie soll deine Ex denn ein neues Leben anfangen, wenn du wie ein Kaugummi im hintergrund an ihr klebst und ihre Emotionen blockierst?
 
  • #46
Das war eine Feier, zu der ich alle möglichen Leute eingeladen hatte. Ich wollte weder Ex noch Freundin nicht einladen und hatte deswegen beide gefragt, wie sie das sehen. Beide fanden es o.k. und meinten sinngemäß, sie würden sich schon vertragen. Hätte eine von beiden die Begegnung nicht gewollt, hätte sie eben nicht kommen können bzw. hätte ich dann kaum die andere ausgeladen...
Autsch, das hast du ja geschickt eingefädelt, dass im Grunde keine der beiden Frauen hätte sagen können "das möchte ich so nicht". Das war meines Erachtens nicht gut. Was für eine Situation - alle möglichen Leute können live und in Farbe das erste Aufeinandertreffen deiner Ex mit deiner Neuen beobachten und sich schön das Maul zerreißen, Vergleiche anstellen etc.

Tut mir leid, aber da hast du beiden Frauen ganz schön was aufgebürdet. Und es ist dir noch nicht mal aufgefallen ... da halte ich dich auch für etwas empathielos ... Selbiges gilt für deine Erwartung, dass deine Ex doch weiterhin die Sekretärin für dich spielen soll, welche Nachrichten von Freunden weiterleitet, dich an Termine erinnert etc. Warum sollte sie das weiterhin tun? Ihr seid getrennt und du bist schon groß, sie ist doch nicht deine Mutti, die auch noch nach deinem Auszug von zuhause hinter dir hersorgt.

Ich vermute, deine Ex ist nicht zickig sondern zu Recht genervt von dir und deinen "alles harmonisch und unkompliziert, vor allem für mich"-Vorstellungen.

Und zuletzt würde mich an Stelle deiner Ex noch folgendes nerven: Männer haben ja meistens sehr schnell eine neue Beziehung und interpretieren das gerne als Zeichen, dass sie bereits gut über die Trennung hinweggekommen sind und mit ihrem Leben gut klarkommen, im Gegensatz zu den Frauen, die lange keinen neuen Partner haben, was dann so interpretiert wird, dass sie immer noch ihrem Ex hinterherheulen und nicht loslassen können.
Tatsächlich spricht gerade der oftmals, so wie auch bei dir, kurze Zeitablauf dafür, dass es sich bei der neuen Frau nicht um die große Liebe handeln kann, sondern relativ wahllos eine einigermaßen passende Frau genommen wurde, um nicht alleine zu sein.
Das ist einfach eine Frage der Wahrscheinlichkeit: Man begegnet nur sehr selten im Leben einem Menschen, mit dem es die große Liebe ist. Ich würde sagen, dass passiert vielleicht einmal in 10 Jahren. Vor diesem Hintergrund ist es sehr sehr unwahrscheinlich, dass dir schon wenige Monate nach deiner Trennung die nächste große Liebe begegnet ist. Dennoch führst du deine Neue innerhalb von kürzester Zeit als neue Frau an deiner Seite überall ein. Das finde ich sehr überhastet, warum die Eile? Was willst du da festklopfen oder beweisen?
 
  • #47
Moin,
Du sagst, du hättest eh noch zu ihr zurück gekonnt, wenn du gewollt hättest.
nein, so habe ich das nicht gemeint, vielleicht aber schlecht ausgedrückt. Ich meinte "wenn ich zurück gewollt hätte, hätte es mir ja frei gestanden, mich ernsthaft um ein Revival zu bemühen". Das wollte ich aber nicht.
Umso mehr, als du ja offenbar die Trennung initiiert hast und sie quasi die "Verlassene" ist.
Nein, so war das nicht. Es war eine beiderseitige Entscheidung, vor etwa 2 Jahren.
Nein, glücklicherweise nicht.
Dir sollte aber damit doch bewusst sein, dass für deine Ex die Trennung dann de facto erst vor ein paar Wochen begonnen hat
Auf einer eher unterbewussten Ebene mag das tatsächlich so gewesen sein. Es ist sicher etwas Anderes, etwas zu sehen als es nur zu wissen.
Was für eine Situation - alle möglichen Leute können live und in Farbe das erste Aufeinandertreffen deiner Ex mit deiner Neuen beobachten und sich schön das Maul zerreißen, Vergleiche anstellen etc.
Ja, das war mir schon klar. Deswegen hatte ich ja beide gefragt, ob sie kommen möchten, wenn die andere kommt. Und wer zu meinen Freunden zählt, zerreißt sich nicht das Maul über jemanden, der mir wichtig ist.
Dennoch führst du deine Neue innerhalb von kürzester Zeit als neue Frau an deiner Seite überall ein. Das finde ich sehr überhastet, warum die Eile? Was willst du da festklopfen oder beweisen?
Nun, es war nach einem halben Jahr... und ich habe ja niemandem erzählt, dass ich sie heiraten möchte oder jetzt sicher ewig mit ihr zusammensein werde. Ich habe sie als meine neue Freundin vorgestellt, wer einigermaßen klar bei Verstand ist, wird wissen, dass es keine Garantie für Dauer gibt. Wenn es tatsächlich irgendwann auseinander gehen sollte, wird sie und werden meine Freunde eine gute Erinnerung aneinander mitnehmen, sie werden uns wahrscheinlich beide bedauern, sie werden irgendeine Meinung dazu haben, warum es vielleicht doch nicht gepasst hat... was ist daran schlecht?

manchmal
 
  • #48
Ok, ich habe das "kaum" überlesen, sorry, trotzdem hab ich das Gefühl, es will einfach nicht in dein Hirn, dass deine Ex verletzt/ oder eifersüchtig auf deine neue Freundin reagiert. Ja, auch wenn es nicht DalaiLama -mäßig ist, es ist menschlich. Wie wäre es für dich, wenn deine neue Freundin noch ganz eng mit ihrem Ex wäre, ständig Nachrichten hin und hergehen etc. und der Ex nicht so Happy über deine Existenz wäre? Alles klingt irgendwie so beliebig...
 
  • #49
Je mehr ich hier lese, desto weniger verstehe ich den ganzen Krampf.
Laß deine Exfrau doch einfach in Ruhe.
Eure Kinder sind groß, Absprachen also nicht erforderlich und etwas anderes verbindet euch nicht mehr.

Du machst ab jetzt einfach deine Steuererklärung selbst und wechselst auch selbst die Reifen oder was es auch immer an technischen Dienstleistungen gibt, die du noch immer von deiner Ex erwartest.

Eure Freundeskreise trennen sich jetzt.
Wenn in deiner Familie jemand Geburtstag hat, gehst du mit deiner Neuen hin und deine Ex geht zu ihren Leuten.
Wenn euere Kinder heiraten oder es eine Taufe gibt, trefft ihr aufeinander. Dann gebt ihr euch die Hand und setzt euch an zwei verschiedene Tische.
So mache ich das mit 'meinem' Kindsvater. Das vorletzte Mal sah ich ihn an der Konfirmation meiner Tochter, das letzte Mal bei der Abiverleihung und wer weiß wann ich ihn das nächste mal sehe.

Ihr habt ja sicher in euerem Freundeskreis Favoriten gehabt. Wenn es also dein Kumpel ist und die Frauen quasi die Anhängsel, ist das jetzt nur noch dein Freund und sie geht nicht mehr hin.
Umgekehrt genauso.
Falls es doch einzelne Paare gibt, die ihr wirklich beide gleich gut kennt, werdet ihr unabhängig voneinander eingeladen. Deine Ex erinnert dich nicht an diesen Termin, sie läßt dich nicht an ihrem Geschenk teilhaben und ihr fahrt getrennt da hin.
Da gibt sie dann deiner Neuen die Hand und tanzt in dem einen Raum, während du mit den Männern an der Theke stehst.

Keine Ahnung, warum du so drauf aus bist, dass ihr zu dritt auftretet.
Du hast oben gesagt, das sei lässig und entspannt, aber das finde ich nun gar nicht.
Ich finde das künstlich und gewollt.
Du hast ja nun gemerkt, dass mindestens deine Ex das nicht möchte und ich tippe mal, deiner Neuen ist es auch lieber, nicht auf deine Ex zu treffen.
Bitte sieh die Bedürfnisse der beiden Frauen, die auch wichtig sind.
Deine natürlich auch.

w 49
 
F

Frau43

Gast
  • #50
Jetzt wurde hier schon mehrmals gesagt dass du zu träge bist und einfach nur hoffst, dass alles bequem für dich abläuft.
Andere Menschen und evtl. verletzte Gefühle und alles ist dir zu unbequem, die vermeintliche Offenheit ist nur Bequemlichkiet denn du setzt dich mit Nichts wirklich auseinander.
Du musst verstehen: Nur weil du mehrere Menschen magst, müssen sie sich nicht unbedingt und zwangsweise auch mögen!
Du fährst die biep-biep-biep-alle haben sich lieb-Schiene und merkst gar nicht dass du jeden auf die Füsse trittst.
Mir geht es nun wie deiner zukünftigen Ex-Frau: es nervt!
 
L

Lionne69

Gast
  • #51
Es handelt sich hier um Erwachsene. Da agieren alle Beteiligten, bringen ihre Anteile, sind für die persönlichen Grenzen verantwortlich.
Es ist nicht @manchmal, der "egoistisch" sein Ding machen möchte, jede/r agiert auf eigene Art egoistisch, die Vorwürfe sind unbegründet, für mich teilweise weder nachvollziehbar noch angemessen.

Lieber @manchmal, Du hast Deine Wünsche, Vorstellungen, handelst entsprechend, wobei ich an Deiner Stelle wirklich die Punkte Zuverlässigkeit, Absprachen anschauen würde.
Höre einfach darauf, wie die jeweiligen Adressaten reagieren, ggf. frage nach, kläre es im Gespräch. Interpretationen sind immer hochriskant.
Wenn Du mit Deiner Ex interagierst, ist es erstmal nur Euer Thema, wenn sie mehr Distanz möchte, respektiere es, und schaue, wie es friedlich bleiben kann.

Das andere ist Deine neue Partnerin, zeige ihr, wo sie für Dich steht, frage sie, was sie denkt, auch da könnte man reden - aber das ist das Thema zwischen Deiner Partnerin und Dir.

Ein persönliches Erleben -
Mein Ex holt regelmäßig meinen Sohn ab, und ab und zu möchte er etwas noch besprechen, dann kommt er ganz selbstverständlich in die Wohnung.
Gestern war mein neuer Partner da, ich realisierte es erst gar nicht, dass mein Sohn mit meinem Ex zurück in die Wohnung kam. Da trafen also dann beide Männer etwas unerwartet in meinem Eingangsbereich aufeinander, ohne mein Beisein. Die 2 haben sich begrüßt, mit Namen vorgestellt, fertig.
Ich habe hinterher meinen Partner schon gefragt, was er dabei gedacht hat - nichts. Den Kopf machte ich mir.
Er weiß ja, dass es mein Ex gibt, dass wir zusammen arbeiten, dass es über die Kinder Kontakte gibt...
 
  • #52
Mein Ex holt regelmäßig meinen Sohn ab...
Gestern war mein neuer Partner da... Da trafen also dann beide Männer etwas unerwartet in meinem Eingangsbereich aufeinander, ohne mein Beisein. Die 2 haben sich begrüßt, mit Namen vorgestellt, fertig.
Klar, sowas ist doch super und das würde ich nun auch entspannt finden.

Bei mir das gleiche.
Mein Ex wohnt am A der Welt, da fährt nur alle paar Stunden ein Überlandbus hin.
Meine Tochter hat kein Auto und ihr Vater sieht keinen Anlaß, sie in die Stadt zum Bahnhof zu fahren, wenn sie ihn besuchen soll ( sie will da gar nicht hin, aber er erpreßt sie emotional und zweimal im Jahr kann sie es nicht vermeiden ).
Kürzlich hat mein Freund meine Tochter dort abgeholt, ich hatte keine Zeit.
Wenn ich sie abhole, bleibe ich im Auto sitzen, schreibe eine WA und dann kommt sie raus.
Mein Freund hat aber geklingelt und da haben sich die Männer auch die Hand gegeben, was völlig unproblematisch war.
Weil unsere Trennung schon fast 20 Jahre her ist.
Weil mein Freund ein Schaf ist und mit allen Menschen gut auskommt.
Weil meinem Ex ohnehin alles wurscht ist.

Ich denke, bei dir ist es ähnlich, oder leidet dein Ex noch unter eurer Trennung und macht sich Hoffnung auf einen Neuanfang ?
Und befürchtet dein neuer Freund ( a propos, ich wollte dir vor wenigen Wochen, als du das zum ersten mal hier erzählt hat, zum neuen Freund gratulieren, aber das haben sie gelöscht ), dass du zum Ex zurückgehen könntest ?
DAS sind doch die Punkte, warum es schwierig werden könnte.
Bei dir beides nicht, oder ?
Bei mir auch nicht.
Bei @manchmal aber vielleicht doch.

Und es ist auch ein Unterschied, ob du nur möchtest, dass die beiden sachlich und freundlich miteinander umgehen, wenn sie sich kurz im Hausflur begegnen, oder ob man zu dritt auf eine Party geht und ein gemeinsames Geschenk mitbringt.
Das eine finde ich notwendig, das andere gar nicht.
Der Kontakt, der wegen gemeinsamer Kinder notwendig ist, ist für mich das einzige Motiv, der den Umgang mit dem Ex rechtfertigt.
Wenn es meine Tochter nicht gebe, würde es seit 20 Jahren keinen Kontakt mit diesem Ex geben, so wie mit allen anderen Exen, die ich habe.

w 49
 
  • #53
Wieso weshalb oder auch warum....
Sie will nicht, Ende und darauf hat sie ein Recht und das hat sie sich genommen ohne Dich zu fragen.
Irgendwann wird es ggf wieder anders, so wie bei mir oder eben nicht.

Sie macht keinen Rosenkrieg, hetzt niemanden auf, wirft weder Steine noch Geschenke in Dein Fenster.
Und egal was Du oder wir hier denken, was oder wie wir es machen oder gut finden....Es ist ihre Entscheidung und die gilt es zu akzeptieren.

Wir haben einen Spruch im Büro hängen, den ich da völlig doof finde, der hier aber passt.

Wir sind hier nicht bei " Wünsch Dir was, sondern bei " So isses "!
 
P

proudwoman

Gast
  • #55
Ich muss nicht Jedermanns Liebling sein @manchmal . Zur/zum Ex auch nicht. Wenn Ruhe herrscht ist es okay, wenn sie kurz angebunden oder schroff ist zu Dir, dann akzeptiere es doch bitte. Ihr muss es gut gehen. Lass sie ihr Leben führen, Du hast Deines. Es lässt sich nicht alles zurechtbiegen, nimm es wie es ist, fertig.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #56
Moin,
Also lese ich das richtig? Du verlässt deine Ehefrau nach mehreren Jahrzehnten, die "Kinder" sind erwachsen, du präsentierst nach nicht einmal einem halben Jahr deine Neue, deine Ex soll noch "Organisatorisches", "Finanzen", Sekretärinnenaufgaben für dich übernehmen, die Mama spielen, sich ausführlich um dich und sein Zeitmanagement kümmern und dir deine Schusseligkeit und Vergesslichkeit nachsehen.
Hm, du liest halt offenbar, was du in meine Frage hineinlesen willst, warum auch immer. Ich habe alleine in diesem Thread einige Male geschrieben, dass die Trennung im beiderseitigen Einvernehmen stattfand (d.h., ich habe sie nicht "verlassen"), die Trennung ist nicht ein halbes, sondern zwei Jahre her, meine Ex soll keine "Sekretärinnenaufgaben" übenehmen, sondern es geht um Dinge, die uns zwangsläufig beide berühren, auch das mehrere Male geschrieben. Und "die Mama spielen" - geht's noch?

Was bei mir aus deiner - und einigen anderen - Antworten hängen bleibt, dass es zumindest von größeren Bereichen der Weiblichkeit als ganz normal und letztlich auch "gut" betrachtet wird, dass sich die Ex so negativ-emotional verhält und ihrem Umkreis das Leben bzw. die Trennungssituation schwerer macht, als es sein müsste, die gute alte Stutenbeißigkeit ;). Einem Mann hätten diese Leute wahrschenlich geraten, sich doch im Sinne von Familie und Freundeskreis zusammenzureißen.

manchmal
 
L

Lionne69

Gast
  • #57
Was bei mir aus deiner - und einigen anderen - Antworten hängen bleibt, dass es zumindest von größeren Bereichen der Weiblichkeit als ganz normal und letztlich auch "gut" betrachtet wird, dass sich die Ex so negativ-emotional verhält und ihrem Umkreis das Leben bzw. die Trennungssituation schwerer macht, als es sein müsste, die gute alte Stutenbeißigkeit...
manchmal

Das sind die Posts, wo ich als Frau zum Fremdschämen neige und auf keinen Fall in die Schublade "die Frauen" gesteckt werden möchte.
Ich glaube nicht, dass dies der überwiegende Teil ist, der so negativ-emotional, aggressiv, rachedurstig agiert, sondern nur der laute Anteil, der eben aufgrund der Lautstärke auffällt und mehr Raum beansprucht als ihm zusteht.
Wobei es auch unter der Männerfraktion Exemplare gibt, die Trennungen äußerst unfriedlich bis aggressiv durchziehen.
Die Waffen sind anders.
Und egal, ob Frau oder Mann, beide Geschlechter, gleichberechtigt, nehmen leider in Kauf, dass Dritte - Kinder, falls vorhanden - nachhaltig leiden.

Übrigens finde ich es sehr schade, dass 2 Posts, mit positiven Beispielen, nicht freigeschaltet wurden, dafür aber hochaggressive und beleidigende.
Bin jetzt gespannt, ob dieser durchgeht.

@frei, der 3. Versuch - Dir nochmals danke, wäre mir wichtig, dass das ankommt.
 
  • #58
Nein, ich hätte einer Frau genau dass gleiche geraten. Nicht alle ExPartner haben eben Lust, den neuen Partnerschaft des Ex überall anzutreffen etc. Nachdem ihr im Freundeskreis euch noch ziemlich paarmässig verhalten habt, zeigt sich eben jetzt, dass deine Ex noch nicht drüber hinweg ist. Und so lange sie dir das Leben nicht zur Hölle macht, ist es eben so. Was willst du auch tun, sie zwingen? Also akzeptiere es, und je weniger du Druck machst, desto eher entspannt es sich. Du bist vielleicht traurig, das nicht alles harmonisch ist, aber selbst wenn auf dem Papier "einvernehmlich" steht, kann es im Untergrund eben doch anders aussehen. Das ist menschlich.
 
  • #59
...
dass es zumindest von größeren Bereichen der Weiblichkeit als ganz normal und letztlich auch "gut" betrachtet wird, dass sich die Ex so negativ-emotional verhält.... die gute alte Stutenbeißigkeit ;). Einem Mann hätten diese Leute wahrschenlich geraten, sich doch im Sinne von Familie und Freundeskreis zusammenzureißen.

Lieber FS,
nein, es geht nicht um den Lobgesang auf die Stutenbissigkeit - Du bist begriffsstutzig und suchst Dir nur die zu Deiner Denke passenden Fragmente raus - refexionsfreie Zone nenne ich sowas.

Die Kernbotschaft vieler Posts hast Du nicht verstanden:
Du verhältst Dich respektlos gegenüber Deiner Ex, erkennst und setzt nicht um, dass sich zwischen Euch durch die Trennung eklatant was geändert hat und dass Du eben nicht so weitermachen kannst wie immer und dass sie dazu nicht mehr applaudieren muss.

Noch mal für Dich zum Verständnis in unformatiertem Klartext:
Du beschwerst Dich in Deinem Eingangspost, dass sie auf Dein Fehlverhalten (Unpünktlichkeit, Unzuverlässigkeit) negativ reagiert und das aufbläht. Nein, das tut sie nicht und es ist absolut respektlos, ihre Reaktionen so abzuwerten.
Ihr seid getrennt. Sie muss nicht mehr jede Deiner Marotten akzeptieren sondern kann Dir sagen, dass Du kein Recht mehr hast, beliebig in ihrem Leben rumzuwurschteln, ihr Zeitschema zu stören. Sie baut sich genauso wie Du ein neues Leben auf. Da muss man das Verhalten anpassen, mehr Distanz einnehmen und mit ihr eher so umgehen wie mit Freunden zu denen es einen gewissen Abstand gibt.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, warum Freunde ihr was ausrichten, nicht mit Dir reden. Du schlampst rum und daher wenden sie sich mit allem was wichtig ist an sie, nicht an Dich. Das ist es, warum die Frauen Dir sagen, dass Du Dich wie ein Bubi an Mamas Rockzipfel verhältst.
Im Job agierst Du doch hoffentlich nicht genauso unzuverlassig-inkompetent. Zeig' ihr gegenüber einfach das hoffentlich gleiche souverän-verlassliche Verhalten eines erwachsenen Mannes gegenüber anderen Menschen: erledige Deine Sachen eigenständig in der Partnerschaft mit der neuen Frau und Du wirst sehen - es gibt keine Ex-Probleme mehr.

Einem Mann würde ich im umgekehrten Fall exakt das Gleiche raten - respektvoller Umgang, die stattgefundene Veränderung auch in der Lebenspraxis umsetzen und bei Konflikten auf Distanz gehen.
 
  • #60
Moin,

ich hatte geschrieben, dass es eben so sehr kompliziert mit der Ex geworden ist. Ich bin schon reflektiert genug, um zu erkennen, wann ich irgendwelche Fehler bei Absprachen gemacht habe, und darum ging es nicht. Ich habe mich seit der Trennung sogar besonders um Korrektheit und Zuverlässigkeit bemüht, aber wenn jemand Stress und Beleidigtsein sucht, wird er immer Anlässe finden, egal ob Kollege, Freund oder eben Ex. Ich melde mich auch nicht oft, vielleicht alle zwei Wochen oder so.
Nicht zuletzt soll die Scheidung einigermaßen friedlich bewältigt werden, und diese Hoffnung haben wir wohl beide. Daher hatte ich mich für Erfahrungen etc. interessiert, wie sich ein Ex möglichst um emotionale Fettnäpfchen herum manövrieren sollte. Naja, es steht ein Treffen an...
Immerhin werde ich aufgrund der Rückmeldungen hier noch mal signalisieren, dass es nicht meine Absicht war, mit dem Aufeinandertreffen Gefühle zu verletzen.

manchmal
 
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