• #61
Es ist eher wie beim Überraschungsei - erst die Schokolade essen und dann schauen, was noch bleibt. Fairerweise kannst du dich erst trennen, wenn du die Schokolade gefuttert hast und dann merkst, dass du nicht bekommen hast, was du dir gewünscht hast.
Da stimme dir zu. Allerdings trennt sich ja der Freund hier nicht, sondern lässt das ganze laufen und macht so weiter-wenn es denn so ist, dass sie für ihn an Faszination verloren hat, wäre es doch fair, das mittzuteilen? Dann kann sie ja sich noch weiter dieser Behandlung aussetzen oder sich trennen. Oder sich ändern, was in meinen Augen zu 99% nicht funktioniert, weil man das nicht erzwingen kann.

Im übrigen halte ich nichts davon, durch brennende Reifen zu springen-wegen irgendwelcher Faszinationen-das macht in meinen Augen eher unattraktiver. Wenn man natürlich sehr auf das Äussere fixiert ist, kann es natürlich gut sein, dass man einen Fehlgriff nach dem anderen landet und wenig Substanz dahinter ist.

Ich habe das auch schon gehabt, dass ich jemand toll fand und dann nicht mehr. Denjeniegen allerdings dann in der Warteschleife zu lassen und mit Flirts mit anderen zu demütigen find ich wenig sinnvoll.
 
  • #62
Denjeniegen allerdings dann in der Warteschleife zu lassen und mit Flirts mit anderen zu demütigen find ich wenig sinnvoll.

Stimmt!
Aber auch dazu gehören immer zwei.
Der eine, der den anderen demütigt und abwertet, ständig beweist, dass er keinen Respekt vor seiner Partnerin, geschweige denn vor der Beziehung hat und der andere Part, der sich das gefallen lässt, schluckt und sich selbst auch noch in Frage stellt.

Das zeugt von wenig Selbstwertgefühl und einem Selbstbewusstsein, dass wohl im Keller angekommen ist.

Ein solcher Partner wäre für mich unbedingt entbehrlich, ich würde ihn umgehend wieder dem Singlemarkt zur Verfügung stellen.

Für einen Partner, der mich nicht respektiert und keine Achtung vor mir hat, habe ich keinen Platz (mehr) in meinem Leben und Herzen zu vergeben.
 
  • #63
Stimmt!
Aber auch dazu gehören immer zwei.
Der eine, der den anderen demütigt und abwertet, ständig beweist, dass er keinen Respekt vor seiner Partnerin, geschweige denn vor der Beziehung hat und der andere Part, der sich das gefallen lässt, schluckt und sich selbst auch noch in Frage stellt.
Natürlich. Und es ist davon auszugehen, dass der Teil, der demütigt, ebenfalls ein Selbstwertproblem hat, denn ein Mensch der in sich ruht, würde dieses unwürdige Schauspiel beenden und hat es nicht nötig, sich von außen ständig Bestätigung auf Kosten anderer zu holen.
 
  • #64
Und es ist davon auszugehen, dass der Teil, der demütigt, ebenfalls ein Selbstwertproblem hat
Klar, nur ist er derjenige, der NICHT leidet in dem Spiel, sie ist es und genau das wird ihn gefühlt aufwerten.
Ich glaube nicht, dass es darum geht, dass die FS zu unfaszinierend ist.
Wobei ich das richtig finde, was @Laubsk geschrieben hat. Wenn es Faszination im Wortsinn sein soll, ist keine Liebe möglich. Wenn man das Wort im übertragenen Sinne interpretiert, dass man den anderen nicht anfängt, unattraktiv, klammerig und abhängig zu finden, weil einem die Verantwortung für sein eigenes Glück aufgebürdet wurde, dann wäre es gerade diese "Faszination", die die Beziehung erhält. Und ich denke auch, dass es mit einer gewissen Distanz zu tun hat, also dass jeder in der Beziehung noch eine gewisse Eigenständigkeit hat.

Wenn der Partner der FS von ihrem mangelnden Selbstwertgefühl zehrt, braucht er genau das Verhalten, was die FS zeigt. Dann wäre dieses Verhalten:
wenn es denn so ist, dass sie für ihn an Faszination verloren hat, wäre es doch fair, das mittzuteilen?

gar nicht in seinem Sinne. Entweder ist er nicht in der Lage, das Anliegen der FS zu verstehen, und sieht deswegen keinen Handlungsbedarf, oder aber er kann sich an seiner abhängigen und um Aufmerksamkeit bettelnden Partnerin seelisch befriedigen und will deswegen natürlich nicht Schluss machen.
Ich denke, wenn einer so fair wäre, dass er sagen würde, dass er nicht mehr an der Partnerin interessiert ist, dann würde er selbst irgendwann Schluss machen, weil er die Partnerschaft unerfüllend findet. Ich meine damit, dass eine Dynamik in der Beziehung wäre, was das Verhalten der Freundin und sein Problem damit angeht. Hier aber seh ich Statik: Die Partnerin leidet, der Grund ihres Leidens wird garantiert nicht beendet von ihm. Sie ist wahrscheinlich noch nicht bereit für den Schritt zu gehen, und wird vielleicht erstmal Energie drauf verwenden, sich ändern zu wollen, um das Verhalten ihres Partners akzeptieren zu können.

Ich bin mittlerweile der Meinung, dass dieses "sag doch, was dich stört, dann wird es geändert" oder "sag doch, was dich stört, wenn er/sie dich liebt, wird er/sie es abstellen" zwar eine wichtige Notwendligkeit ist in einer Bez., aber nur sehr selten funktioniert. Die Änderung muss ja aus einer inneren Einsicht der betreffenden Person kommen und nicht nur, weil der Partner oder die Partnerin ein Problem mit dem Verhalten desjenigen hat. Eine Änderung ist nicht, dass man es trotzdem macht, wenn man meint, der andere sähe es nicht.
 
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