• #1

Wie mit Geschenken von Verehrern umgehen?

Mit einem kleinen Geschenk kann die Saat aufgehen - wenn der Boden fruchtbar ist - ist auch meine Erfahrung. Andersrum kann es lästig sein oder Bedenken hervorrufen. Ich spreche nicht vom Extremfall, wo man sich jemanden wirklich vom Hals halten will, und ich weiß, wie schlimm Stalking sein kann. Aber was, wenn jemand sich nur einmal im Monat oder alle drei Monate einmal meldet und eine Kleinigkeit schenkt - das ist so weit von Stalking, und doch - fragt man sich dann nicht: Was bezweckt er?
Wie reagiert ihr - außer mit einem einfachen Danke? Wenn man dann selbst nicht weiter aktiv wird, ist das genug, damit er sich keine Hoffnung macht...oder muss ich das dazu sagen?
 
  • #2
Der Boden ist also nicht fruchtbar. Warum dann die Saat annehmen? Mit der Annahme und dem "Danke" wird der Mann ermutigt.
Ich würde höflich, aber bestimmt sagen, dass mir das unangenehm ist. Ist es Dir denn unangenehm oder fühlst Du Dich doch geschmeichelt? Wenn Du Dich nicht klar äußerst, brauchst Du Dich, sorry, über immer neue versuche nicht zu wundern.
 
  • #3
Hallo FS,
natürlich musst du dazu sagen, dass es keine Hoffnung gibt. Warum nicht eine klare Ansage machen? Der Mann kann doch keine Gedanken lesen und wenn du seine Geschenke annimmst, ist das eine Ermutigung, was denn sonst. Sag ihm, was Sache ist und vielleicht könnt ihr eine schöne Freundschaft führen, wenn klar gestellt ist, dass nichts weiterführendes möglich ist. Wenn du das auch nicht möchtest, dann sag auch das klar. Und schon ist alles für alle ganz einfach.
w/44
 
  • #4
Diese Sorgen möchte ich auch haben :) Nee im Ernst, Du solltest nicht gleich "Gefahr" wittern. Er meint es vielleicht wirklich einfach nur gut und freundschaftlich. Diese Möglichkeit besteht ja wohl auch?
Dann hängt es auch von Deiner Reaktion ab. Sage einfach höflich "Danke" und vielleicht, dass das nicht nötig ist, mehr nicht.
Ich denke eher, dass Du ihm mit Deinem übrigen Verhalten Hoffnungen machen kannst.
 
  • #5
Aber was, wenn jemand sich nur einmal im Monat oder alle drei Monate einmal meldet und eine Kleinigkeit schenkt - das ist so weit von Stalking, und doch - fragt man sich dann nicht: Was bezweckt er?
Was er bezweckt dürfte klar sein. Er ist an dir interessiert und hofft, dass seine Bemühungen irgendwann Erfolg haben. Ein Mann schenkt einer Frau nichts freundschaftlich, es sei denn, ihr seit bereits eng befreundet. #1 hat Recht, indem du das Geschenk annimmst, gibst du ihm das Signal, dass du nicht abgeneigt bist. Auch, wenn du es nicht so meinst, so kommt das bei ihm an.
 
T

Toi et moi

  • #6
Die Frage ist, was die Person dir schenkt. Wenn jemand dich besucht und einen Kuchen oder einen Blumenstrauß mitbringt, ist doch vollkommen in Ordnung. Das fällt doch nicht unter Stalking sondern unter freundliche Umgang miteinander. Wie handhabst du es selbst, wenn du deine Freunde besuchst? Bringst du nur selbst mit?

Es ist manchmal auch eine kulturelle Sache. Ich bin auch so erzogen, dass ich sehr gerne Geschenke verteile. Es ist sehr oft eine Kleinigkeit. Es hat mir eigentlich null Geld gekostet, weil ich sehr oft etwas schenke, was Ich selbst kreiert habe. Ich mache es, damit dem anderen gut geht. Bei der Arbeit schenke ich viele meine Kolleginnen und Kollegen zum Geburtstag oder am Weihnachten, Nikolaus und ähnliches. Mittlerweile freuen sie sich und sind vielleicht auch beleidigt, wenn kein Geschenk kommt. Manche schicken mir sogar Bilder von meinen Geschenken per WA Jahre nach dem sie die Firma verlassen haben und bedanken sich noch einmal dafür. Aber wenn es dir nicht gefällt und du das nicht willst, dann fühlst du vielleicht keine Freundschaft mit der Person und die Frage ist, warum du dann einfach den Kontakt nicht abbrichst, wenn sogar eine kleine Geste der Freundlichkeit dich stört!
 
  • #7
Ich sehe es anders als @Kaktus , @Natali5 und @Vorkoster_M36 :

Wenn die Aufmerksamkeiten nicht so oft kommen, dass es lästig wird, sondern wirklich nur alle paar Monate, und einen akzeptablen finanziellen Rahmen nicht sprengen, würde ich sie selbstverständlich annehmen. Ein nettes Geschenk von jemandem nicht anzunehmen, das würde ich als menschlichen Affront empfinden, dh, so würde ich wirklich nur einer Person gegenüber handeln, die ich zutiefst nicht ausstehen kann.

Zu der Aussage, der Verehrer werde ermutigt, wenn die FS die Aufmerksamkeiten annimmt: Er wird ja wohl nach ein paar Monaten checken, dass da nichts anderes kommt als ein nettes "Danke" und ansonsten unverbindliche, desinteressierte Freundlichkeit .

Ich muss aber insgesamt sagen, dass ich nicht so die Freundin der klaren Worte bin in dieser (! ansonsten schon) Hinsicht, da es mir selber auch lieber wäre, langsam von selbst zu sehen, dass jemand nicht auf mich steht, als quasi aktiv abgewimmelt zu werden.Letzteres empfände ich als Gesichtsverlust.
 
  • #8
Kannst du nicht mal konkretisieren, um welche Geschenke es sich dabei handelt?
Kleine Mitbringsel wie Schokolade oder Blumen oder größere Geschenke wie Schmuck oder Handtaschen?

Das erste wäre ja noch normal, das zweite würde sich wie gekauft vorkommen.
Also, um welchen Umfang handelt es sich hier bei den Geschenken?
Vorher kann man doch wirklich keinen richtigen Rat geben...
 
  • #9
Also ich schenke, um anderen eine Freude zu machen. Das ist das Einzige, was ich damit bezwecke. Und das unterstelle ich auch jedem anderen zunächst.

Kleine Geschenke abzulehnen, die einen gewissen Rahmen nicht überschreiten, finde ich auch äußerst unsozial und unhöflich. Von Freunden nimmt man doch auch Geschenke an und schenkt selbst.

Ansonsten hilft es eigentlich immer, sich eindeutig zu verhalten und keine falschen Hoffnungen zu wecken.

Wenn ich an dem Punkt bin, wo ich in einer Beziehungsanbahnung weiß, dass für mich nicht mehr draus wird, dann spreche ich das auch aus.

Ich habe es noch nie erlebt nachdem ich klar gesagt habe, dass ich mir nichts vorstellen kann, dass ein Mann dann weiter wirbt.

Sowas passiert doch nur, wenn man sich nicht klar ausdrückt und ihn in der Schwebe lässt oder hofft, dass er selbst rausfindet. Das finde ich unfair.

Wen ich nicht mag und von wem ich nicht umgarnt werden will, den treffe ich halt nicht, auch nicht alle drei Monate.

Ansonsten schließe ich mich der Meinung von @Queen_Cersei an.
 
  • #10
Aber was, wenn jemand sich nur einmal im Monat oder alle drei Monate einmal meldet und eine Kleinigkeit schenkt - das ist so weit von Stalking, und doch - fragt man sich dann nicht: Was bezweckt er?
Eigentlich ist dieser Thread sehr traurig.

Darf man gar nichts mehr schenken, ohne dass da Absichten dahinter vermutet werden?
Ich schenke, wenn ich jemandem anderen eine Freude machen mag, weil ich gerne schenke - und Preis, etc. sind mir völlig nebensächlich.

Ich schließe mich @Toi et moi , @Queen_Cersei und gerade @Joggerin ganz vollumpfänglich an.

Nein, man fragt sich nicht, was bezweckt der Schenkende - Du fragst Dich in dem Fall.
Wobei ich da gar nichts sehe, er sieht Dich ab und zu, und bringt Dir eien Kleinigkeit mit, das ist doch sympathisch.
Dass nichts anderes läuft, sollte auch ihm klar sein.

Ein Kompliment, ein Danke, eine nette Aufmerksamkeit, ein Lächeln, mal ein kurzer Flirt, etc. alles das sind wunderbare Dinge - ich freue mich darüber ganz einfach, und gebe genauso gerne; ohne ein Notizbuch irgendwo, damit am Ende die Bilanz stimmt.

Wirklich traurig.
 
  • #11
Die FS spricht nicht von einem Freund oder jemand anderem, der ihr einfach aus Freundlichkeit und Zuneigung etwas schenkt, sondern von einem Verehrer (siehe die Überschrift), der sich bei ihr regelmäßig mit einem Geschenk meldet. Was könnte da anderes dahinterstecken als die Hoffnung, dass sich die FS doch noch (oder wieder) für ihn interessiert? Hier finde ich eine freundliche klare Erklärung angebracht, damit sich der Mann nicht in seinen unerwiderten Gefühlen festhakt. Etwa so: "Lieber xy, ich finde deine Kontaktaufnahmen und Geschenke sehr nett und sie ehren mich. Leider kann ich dir nur eine Freundschaft anbieten, weil ich leider keine weitergehenden Gefühle für dich habe. Liebe Grüße"
So handhabe ich das und kein Mann war mir bisher wegen der klaren Aussage böse.
 
  • #12
Bei den Geschenken handelt es sich wirklich um Kleinigkeiten wie Tee oder eine Gewürzmischung oder aber um ein Buch oder eine CD, wobei alle diese Dinge sicher nicht ganz zufällig an das eine oder andere gemeinsame Erlebnis erinnern oder zu tun haben mit einem geführten Gespräch oder gemeinsamen Thema. Das Problem ist, sie kommen per Post, da sonst gar kein Kontakt besteht. Und ich tue mir genau deshalb schwer damit, weil ich selbst so gern schenke, auch persönliche Dinge, an viele Leute oft denke, mit dem könnte der oder die Freude haben, sodass ich niemanden gleich unterstellen will, er habe andere Absichten als freundschaftliche.
 
  • #13
Aber was, wenn jemand sich nur einmal im Monat oder alle drei Monate einmal meldet und eine Kleinigkeit schenkt -..... - fragt man sich dann nicht: Was bezweckt er?
Wie reagiert ihr - außer mit einem einfachen Danke?
Wenn sich die Frequenz der Treffen trotz Geschenken nicht verändert, dann ist dem Mann doch klar, dass sich da trotz Geschenken nichts entwickelt.

Bei mir ist es total normal, dass ich Menschen zu Treffen kleine Geschenke mitbringe (Freunden, Kollegen, Geschwister, Nichten/Neffen, und auch meinem Partner) und genauso bekomme ich kleine Geschenke von anderen, die mir eine kleine Freude machen wollen.
Meistens ist das der Fall, wenn wir uns bei jemandem treffen und der dann entsprechend der Gastgeber ist oder wenn wir zusammen weggehen, jemand hat die Eintrittskarten besorgt hat oder den Fahrservice übernimmt.
Wer das Geschenk bekommt, bedankt sich - keiner erwartet was anderes. Aus dem Geschenk entstehen keine weiteren Pflichten für mehr Kontakt oder anderen Kontakt - also keine aufgehende Saat.

In meinem sozialen Umfeld habe ich noch nie mitbekommen, dass jemand ein Problem mit zuviel Geschenken hat. Da haben wohl alle ein sicheres Gefühl für angemessenes Verhalten.

Du hast ja einen Parallelthread laufen, wo Du zeigst, dass Du normales zwischenmenschliches Verhalten nicht lesen und Dich selber nicht verhalten kannst, ohne durch die merkwürdigsten Interpretationsschleifen zu rotieren bzw. Dir Regelwerke aufzustellen, wie man sich idealerweise verhalten sollte.
Mach' Dir das Leben doch unkompliziert: wenn es Dir unangenehm ist, regelmäßig beschenkt zu werden oder die Geschenke nicht angemessen sind, dann sag' es ihm und auch, was Du dabei empfindest, z.B. unter Druck gesetzt, statt dass Du rumeierst und Dir den Kopf über weitere Regel zerbrichst, wie was zu sein hat wenn....
Versuch' einfach mal, ein Bauchgefuehl zu entwickeln und selber ein bisschen authentisch zu sein, zu tun, was sich für Dich richtig anfühlt.
Das ist schon zwanghaft, wenn man für alles Regeln braucht.
 
  • #14
Warum sagen Sie ihm nicht einfach, dass er Ihnen bitte nichts schenken soll? Gibt es objektiv keinen Anlass, finde ich Geschenke hochgradig unpassend.
 
T

Toi et moi

  • #15
Ich schreibe hier eigentlich eine ganze Weile und da ich eine absolute Filmliebhaberin bin, habe ich immer sofort eine Filmszene im Kopf, wenn ich eine Geschichte hier lese. Bei deiner Geschichte habe ich mich sofort an den Film "Die Brücken am Fluss" mit Meryl Streep und Clint Eastwood erinnert. Meryl ist sehr lange verheiratet und eigentlich glücklich aber ist eigentlich gelangweilt von der Familie, worin sie sich komplett aufgegeben hat. In einer Sommerferien, wo alle Familienmitglieder weg sind, lernt sie Clint kennen und hat mit ihm eine Affäre. Er verliebt sich in sie und sie eigentlich auch in ihn aber kann ihren Mann nicht verlassen. Er akzeptiert es aber schickt ihr bis zu ihrem Tod jeden Monat eine Zeitschrift über die Fotographie und weitere Geschenke zu ihrem Geburtstag etc....
Du schreibst, dass Ihr keinen Kontakt miteinander habt und alle Paar Monate ein Geschenk kommt. Vielleicht fand er die Bekanntschaft mit dir schön und inspirierend und möchte in einer Form mit dir verbunden sein. Aber wie gesagt, wenn es dir nicht passt, dann sage ihm es.
 
  • #16
Und ich tue mir genau deshalb schwer damit, weil ich selbst so gern schenke, auch persönliche Dinge, an viele Leute oft denke, mit dem könnte der oder die Freude haben, sodass ich niemanden gleich unterstellen will, er habe andere Absichten als freundschaftliche.
Ja, genau - und wo ist nun das Problem? Wenn du das Gefühl hast, dass es etwas zu klären gibt, ist es besser, den Mann direkt darauf anzusprechen und nicht das Forums-Orakel zu befragen. So etwas kann man ja durchaus auch auf eine nette und freundliche (und nicht vorwurfsvolle) Art klären.
 
  • #17
Ich nehme das Geschenk an, sage Danke, und das wars. Wenn diejenige, welche meint meine Zuneigung kaufen zu können, irgendwo ganz drastisch nicht aufgepasst hat, ist es ihr PP.
 
  • #18
Die FS spricht nicht von einem Freund oder jemand anderem, der ihr einfach aus Freundlichkeit und Zuneigung etwas schenkt, sondern von einem Verehrer (siehe die Überschrift), der sich bei ihr regelmäßig mit einem Geschenk meldet.
Ja. Das ist der springende Punkt. Es geht nicht um Nettigkeiten eines Bekannten sondern um einen Verehrer. Und ein Verehrer hat Hintergedanken. Ansonsten würde er auch anders bezeichnet werden .. Freund, Bekannter .. wie auch immer.

Nachdem die Frequenz des Geschenkemachens nicht so hoch ist und der Wert sich im Rahmen hält, muss man das nicht so eng sehen. Was mir auf lange Sicht nicht gefallen würde, wäre die Schieflage. Du bist die Nehmende, hast aber nicht die Absicht zu geben und schon gar nicht das, was sich der Verehrer sich insgeheim erhofft.
 
  • #19
Liebe FS,

da ist ein Mann, der um dich zu werben scheint, aber du hast kein Interesse. Was ist daran so schwer, klare Worte zu fassen und das mitzuteilen? Wir haben doch die Möglichkeit Buchstaben aneinanderzureihen, um eine freundliche Absage tätigen zu können.
 
  • #20
Liebe Fil,
sprich es an.
Seit meiner Jugend kenne ich dieses Werbeverhalten von Männern.
Irgendwann lernte ich, meine Freude über diese Aufmerksamkeit zu vermitteln und gleichzeitig deutlich zu machen, dass ich diese Geschenke nicht möchte, wenn sie auf der Hoffnung einer Beziehung beruhen.
Der Mann ist erwachsen und kann sich nun, unter der Kenntnis der Grundbedingungen, entscheiden ob er das Schenken aufrecht erhalten mag oder nicht.
Es gibt durchaus zwei, drei Männer in meinem Leben, welche mir hin und wieder, ohne konkreten Anlass, etwas schenken. Weil sie mich mögen, sich an meiner Freude laben oder mich wider besseren Wissens weiter umwerben.

Das ist völlig okay und ich freue mich über diese Aufmerksamkeiten, sobald geklärt ist, dass eventuell damit verbundene romantische Erwartungen, unerfüllt bleiben.

Reden hilft! ;-)
 
  • #21
Mir fällt dazu auch Dein Parallelthread ein. Irgendwie scheint Dein Problem ja doch zu sein, dass es nicht richtig "weitergeht", egal, ob jemand Dich endlos datet oder ob Du immer wieder mal Geschenke bekommst. Was ist der Grund, dass Männer zwar immer wieder mal versuchen, sich in Erinnerung zu bringen, aber sich doch nichts richtig entwickelt?

Du grübelst sehr viel und rein beziehungstechnisch passiert nix. Irgendwie beschäftigst Du Dich bei Deinen "Beziehungsanbahnungen" mit den Nebenschauplätzen und schleichst um das Hauptproblem herum. Du scheinst Männer nicht gerade wirklich zu ermuntern, eine Beziehung mit Dir zu wollen. Was ist die Ursache?

Wirkst Du unnahbar? Warum äußern Männer, sie wollten "anständig" bleiben und warten? Das ist doch letztlich eine Reaktion darauf, wie Du wirkst oder was Du sagst. Von sich aus sagt doch kein Mann "ich bin ein anständiger Kerl und warte mit dem Sex", wenn Du da nicht den Eindruck erweckst, dass Dir das wichtig ist. Und von sich aus schenkt auch niemand immer wieder Kleinigkeiten, wenn er nicht die Hoffnung hat, dass Du irgendwann mal reagierst. Darüber würde ich aus Männersicht an Deiner Stelle mal nachdenken...